Ihre Meinung zu: Kommentar zur Merkel-Wahl: Mehr Mut zum Risiko

14. März 2018 - 18:22 Uhr

Das war keine ganz normale Kanzlerwahl - zu viel liegt im Land im Argen, auch in den Reihen von Union und SPD gärt es. Merkel muss nun klar machen, dass sie Veränderung will, meint Anja Günther.

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Kommentare

Gewußt wie

Wenn Frau Merkel vor den Wahlen nicht wusste, was sie denn hätte verändern sollen, woher sollte sie das jetzt wissen? Oder wollte sie es etwa nicht wissen? Ich wünsche mir nicht mehr Mut zum Risiko, sondern mehr Mut zur sozialen Gerechtigkeit, gegen den Willen von Wirtschaft und Finanzlobby, das wäre so mutig, wie erforderlich. Aber diesen Mut traue ich Frau Merkel nicht zu.

Ein "Weiter so" wird nicht reichen"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat völlig zu Recht noch einmal darauf hingewiesen: Ein schlichter Neuaufguss des Alten wird nicht genügen. Schon gar nicht jenen Wählern, die in den vergangenen Monaten das /// Vertrauen in die Politik verloren haben ///. Kein Neuaufguss des Alten - das gilt für die Zusammenarbeit von Union und SPD. Das gilt aber auch für die Art des Regierens einer Angela Merkel.

Warum hat Herr Steinmeier den dann Herrn Schulz dazu gezwungen eine GROKO zu zimmern?
Und warum hat er sich nicht ausreichend für eine Minderheitsregierung eingesetzt?
Denn so Parteilos habe ich seine Reden nicht in Erinnerung! Er Herr Steinmeier wollte doch die GROKO zu jedem Preis, jetzt so zu tun und an zu mahnen, das die jetzige besser sein muss als die Letzte ist doch „BLÖDSINN“ wohlweislich, das er tatkräftig in jeder GROKO mit gemacht hat!
Er soll seine mahnende Worte für sich halten, den die Wahl zu rechten Zeit als BP. hat auch was damit zu tun, das die SPD fertig ist!

Merkels schwierigste Zeit liegt vor ihr

"" Abwarten, moderieren, und am Ende mit der Mehrheitsmeinung gehen - das wird in dieser Großen Koalition nicht besonders gut funktionieren. Mit einer SPD, die ums Überleben kämpft und ihr Profil schärfen muss. ""
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Ich denke diese Gro/Ko hält keine 3 ein halb Jahre durch.Nicht noch einmal wird das mit der SPD zu machen sein,denn die muss jetzt ihre im Koalition Vertrag vereinbarten Themen Schritt für Schritt umsetzen,sonst geht sie bei Neuwahlen unter.

Merkel muss keinen Willen

Merkel muss keinen Willen zum Wandel bekennen. Sie muss einfach anders und besser regieren.
Das Wahlvolk hat eine Klare linie gesetzt. Es muss konservativer regiert werden. Die leute haben nicht aus jux und dollerei afd gewählt.
Und da muss halt auch mal was "populistisches" gemacht werden.
Immer nur zaudern und dann links kuscheln geht nicht gut.

Das Gegenteil ist der Fall!

Wir haben doch alle gesehen was passiert, wenn Frau Merkel mal zu ihrer Meinung steht und etwas sagt und tut, was der allgemeinen Konsensbildung voraus geht; Stichpunkt: Flüchtlingskrise.

Wenn die Stabilität der Regierung und ihr Amtsverbleib für die ganze Legislaturperiode ihre obersten Prioritäten sind, dann ist ein weiter so ohne Experimente das klügste was sie tun kann.
Wird sie wieder konservativer, dann zerbricht das Bündnis mit der SPD, nähert sie sich den Sozialdemokraten noch weiter an (sofern das überhaupt möglich ist), dann rebelliert ihre eigene Partei.

Nein, von Merkel wird nichts neues mehr kommen und das wirklich schreckliche ist, dass das auch gut so ist, denn die Alternativen von Seiten der anderen Parteien wären noch schlimmer.

Und das obwohl wir dringend bräuchten eine Staatsreform bräuchten, mit einem neuen Steuersystem, mehr Zentralisierung, einer Umverteilung (keine Mehrausgaben!) der Staatsausgaben hin zu mehr Investitionen (nicht Sozialausgaben!) etc.

@Einerer, 17:55

"[...] Das Wahlvolk hat eine Klare linie gesetzt. Es muss konservativer regiert werden. Die leute haben nicht aus jux und dollerei afd gewählt.
Und da muss halt auch mal was "populistisches" gemacht werden.
Immer nur zaudern und dann links kuscheln geht nicht gut."

Ähm, wie viel Prozent der Stimmen hat die AfD bekommen? Ja, mehr als vorher, ohne Frage. Eine Mehrheit für Populismus war das aber nicht. Also bitte nicht anmaßend werden!
Klar gehört es in der Demokratie auch dazu, die Meinung von Minderheiten zu hören und generell Grundrechte zu schützen. Am Ende entscheidet aber die Mehrheit, bei Bedarf kontrolliert durch Gerichte. So ist das. Ich muss damit leben, dem manche Entscheidung der letzten Jahre (vielleicht aus anderen Gründen als bei Ihnen) nicht gefallen hat, Sie und andere, die der AfD zustimmen, müssen das auch.

Warme Worte werden nicht mehr helfen, fürchte ich

Die Groko, die keine Groko wurde, weil sie nur eine kleine schwarz-rote Koalition wurde.
Eine Kleiko, weil Merkel nicht mehr wirklich die Wähler hinter sich hat, bestenfalls gerade mit Ach und Krach die nötige Mehrheit der Abgeordneten.
Aber ich glaube, dass Merkel genau das schon wieder ausgeblendet hat und das für sie keine Rolle spielen wird.
Allenfalls wird die AfD ihr gefährlich, weshalb man die nächste Amtszeit sicher eine Menge Energie darauf verwenden wird, nicht deren Wähler zurück zu gewinnen, sondern die AfD mit List und Tücke zu zerlegen.
Wahrscheinlich werden es unlautere Methoden werden, wie ich glaube.
DAS aber, wird die Wähler nicht überzeugen.
Es wird sie nicht überraschen, wie ich glaube, sondern wird bestätigen, was viele denken:
Es ist ein reines Machtgeschachere ohne Inhalt für die Wähler.

Die EU hat Priorität, wie auch Steinmeier in seiner Rede bemerkte: Die EU steht ganz vorn im Koalitionsvertrag.
Und wo steht der Wähler?

Richtig: Wie immer recht weit hinten.

@YinYangFish - Falsche Frage

"Ähm, wie viel Prozent der Stimmen hat die AfD bekommen?"

Sie stellen die falsche Frage, wenn es darum geht warum die Politik konservativer werden sollte oder nicht.

Die Frage sollte sein: Wie viele Prozent haben für eine eher konservative Politik gestimmt?
Und das ist eine Mehrheit von 56,2% (32,9% CDU/CSU, 12,6% AfD und 10,7% FDP).

Für eine eher linke Politik haben gerade einmal 38,6% gestimmt (20,5% SPD, 9,2% Linke und 8,9% Grüne).

Die Bevölkerung oder zumindest die wahlberechtigten, die ihre Stimme abgegeben haben stehen RECHTS DER MITTE, so ungern das viele hören.

Hofft Frau Günther

mit diesem Kommentar die Stelle von Herrn Seibert einnehmen zu können? Das einzige an Mehr was wir in den nächsten Jahren bekommen sind mehr Waffenexporte, mehr Kriegseinsätze, mehr Privatisierungen und noch mehr Schleifung des Sozialstaates bei gleichzeitigen Steuersenkungen für das oberste Prozent. Das ist es nämlich wofür Merkel und die ihr angeschlossene SPD seit Jahren stehen.

Chapeau GroKo

Es ist wohl einmalig in der deutschen Geschichte, dass der erste Punkt des Koalitionsvertrages bereits umgesetzt wurde, bevor die Regierung vereidigt war.
Die jüngsten Beschlüsse zur Begrenzung des Familiennachzuges haben bereits Bundestag und Bundesrat passiert.
Insofern ist mir nicht Bange, dass auch die anderen Vorhaben zügig umgesetzt werden.

Jing jang fish, Ich sagte die

Jing jang fish,
Ich sagte die Mehrheit der wähler will es konservativ.
Populistisch steht in Anführungszeichen.
Das bedeutet, das vieles, was eigentlich konservativ iist, heute gerne als populistisch diskreditiert wird, nur um nicht machen zu müssen.

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