Ihre Meinung zu: Vakanz in Schulen: Idealisten ins Direktorat, bitte!

9. März 2018 - 11:15 Uhr

Bundesweit fehlt in vielen Schulen eine Leitung - am schlechtesten sieht es in Haupt- und Realschulen aus. Doch Nachwuchskräfte anzulocken, fällt schwer - bei zu wenig Geld, Zeit und zu viel Druck. Von Philipp Wundersee.

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Kommentare

Es fehlt die Wertschätzung

der geleisteten Arbeit.
Ich selbst war 9 Jahre lang in zwei Schulleitungsteams tätig - 1 Jahr Koordinator & 8 Jahre stellvertretender Schulleiter jeweils SEK I.
Die zu leistende Aufgaben stehen in keinem Verhältnis zum Zeitausgleich bzw. der Differenz bei der Vergütung.
Mittlerweile arbeite ich wieder als normale Lehrkraft und bin froh über den Schritt zurück.

Das trifft für Gymnasial-Direktoren in Bayern nicht zu.

Nach dem, was ich von Bekannten mitbekommen, gibt es im Gegenteil heftige Konkurrenz um Stellen in der Schulleitung.

Warum ist das in Grund- und Mittelschulen anders?

In Gymnasien unterrichtet der Schulleiter oft nur noch 2 Stunden in der Woche. Er ist also tatsächlich für Verwaltungsaufgaben freigestellt. Mit A16 zudem noch anständig bezahlt.

Auch die Ermäßigungen für Mitarbeiter der Schulleitung können beträchtlich sein.

An Grund- und Mittelschulen hat der Rektor tatsächlich oft noch nahezu eine volle Unterrichtsverpflichtung.

zuwenig Geld??

Was brauchen wir denn für Überschüsse und Wachstum damit genug Geld da ist? Zuwenig Geld - das ist ja wohl lächerlich. Ich würde mal sagen wir haben da eher ein Prioritätenproblem.

Als leuchtendes Beispiel

kommt natürlich als erstes NRW, wer hat dort die letzten Jahre das Regierungsheft in der Hand ?.
Als zweites der Satz:
" "Der Arbeitsaufwand ist für einen Schulleiter sehr hoch, die Besoldung aber nicht entsprechend."

Arbeitsaufwand kann so stehenbleiben was natürlich mit der Größe eine Schule stark zusammenhängt.
Besoldung ist wohl eher ein etwas gefühltes, da ich die letzten 12 Jahre vor der Rente in Schulen gearbeitet habe halte ich das für einen Witz.
Die Besoldung ist dem Umfeld entgegen ziemlich gut und die Freizeit für Lehrer würde sich mancher Arbeitnehmer wünschen.
Wenn solche Sätze geschrieben werden sollten auch die Zahlen nicht fehlen.
Junge Lehrer werden zumindest in der Region wo ich gearbeitet habe nicht auf diesen Posten gesetzt.
Sondern meist die Stellvertreter zu erst und dann welche aus der Führungsgruppe, denn auch in der Schule gibt Hierarchien wie in der Politik.
Aber vielleicht muss man erst dort gearbeitet haben um einen Artikel zu schreiben.

Gruß

Verwaltungsleiter

Warum setzt man als Schulleiter/-innen nicht Verwaltungskräfte ähnlich den Verwaltungsleiter-/innen in Krankenhäuser mit entsprechenden Kenntnissen ein. Dann können sich Lehrerinnen und Lehrer auf das Unterrichten konzentrieren und müssen sich nicht noch mühsam Verwaltungs-/Arbeitsrecht und anderes Wissen aneignen, das mit ihrem erlernten Beruf nichts zu tun hat.
Eine Verwaltungskraft mit passender Ausbildungsrichtung wird es sicher neben den eigentlichen Verwaltungsaufgaben auch schaffen, Stunden- und Vertretungspläne zu erstellen.

Teilzeit / Fehlzeiten sind das eigentliche Problem

Vor knapp zehn Jahren habe ich an einer Grundschule gemeinsam mit ein paar Kommilitonen im Rahmen eines Projektes die IT Infrastruktur erneuert.

Außer dem Rektor gab es nur einen einzigen weiteren Mann dort, das war der Hausmeister. Wenn man mit den jungen Lehrerinnen ins Gespräch kam, so fand man in 90 % der Fälle folgende Einstellung: "Grundschullehrerin bin ich geworden, da sich das später super mit meiner Familie verbinden lässt ... wenn ich verbeamtet bin und dann das erste Kind kommt, bleib ich zuhause. Ich kann ja auch noch nach ein paar Jahren ohne Probleme zurückkommen."

Eine Bekannte ist Lehrerin an einer Gesamtschule. Sie regt sich sehr über Kolleginnen und Kollegen auf, die große Fehlzeiten haben, da sie sich stark in der Kommunalpolitik engagieren oder medizinische Behandlungen (z.B. eine OP am Knöchel) natürlich immer nur außerhalb der Ferien durchführen lassen.

Ich wundere mich auch immer wieder, was in diesem Umfeld scheinbar alles so möglich ist.

Früher gab es auf eine

Früher gab es auf eine Schulleiter-Stelle nicht selten vier und mehr Bewerbungen.

Heute ist man schon froh, wenn sich noch einer finden lässt.

Das hat viel mit der gestiegenen Anspruchshaltung aller Beteiligten zu tun, von den Lehrern über die Schüler und Eltern. Alle mega-kritisch.

Hinzu kommt: Ein Lehrer hat seine Fächer studiert und fühlt sich da kompetent, aber wie Schulleitung geht, das muss er irgendwie so nebenher lernen.

Der Appell an den Idealismus allein wird hier nichts bringen, denn mal ehrlich:

„Idealismus“ ist in unserer Gesellschaft immer dann gefragt, wenn anspruchsvolle Jobs ganz mies bezahlt werden.

I

40-Stunden-Woche

Per Gesetz (!) arbeiten verbeamtete Lehrer 40 Stunden in der Woche, das gilt auch für Funktionsstelleninhaber und Schulleiter (m/w).

Wenn die Länder es nicht schaffen, hier für ausreichend Entlastung zu sorgen, wäre es mal an der Zeit, dass die Samtgemeinden und Landkreise für das überlastete Personal Büroräume und eine Stechuhr zur Verfügung stellen.

Offenbar haben die Lehrer mit Leitungsfunktionen nur dann eine Chance, die 40-Stunden-Woche einzufordern bzw. einzuklagen.

Selbstverständlich muss es

Selbstverständlich muss es auch finanziell attraktiv sein, nur solllte man hier mal über das normale Einkommen mal nachdenken, denn dieses ist schon recht hoch, meiner Meinung nach und gemessen am Durchschnittseinkommen.

Man könnte auch durch politische Maßnahmen einen Druck ausüben um Lehrer in die Pflicht zu nehmen gewisse Positionen zu bekleiden, z.B. bei Vakanz, wird der dienstälteste auf diesen Posten gesetzt, weigert sich diese/r, kommt es zu finanziellen Kürzungen.

Erst bürdet man den

Erst bürdet man den Schulleitern alle möglichen Verwaltungsaufgaben auf, die nicht im Interesse der Schulen selbst liegen (z.B. Evaluationen, Umsetzung von Befehlen aus dem Kultusministerium), und dann wundert man sich, dass dies kaum noch jemand machen möchte. Man sollte die Ministerialbürokratie ausforsten und die Landesinstitute für Schulentwicklung gleich mit. Die so freigestellten Mitarbeiter könnten großenteils auch in den Schulen unterrichten oder sich als Schulleiter betätigen.

Ich schreibe dazu keinen Kommentar,

weil selbst ich gelernt habe, daß Äußerungen, die nicht positiv und/oder in Schönsprech formuliert wurden, sich bis auf die dienstliche Beurteilung auswirken konnten. Ich sage nur: selber schuld. Die Tendenz trat bereits vor 15 Jahren für Jeden mit kritischem Verstand und ohne Schönsprech offen zu Tage, lag ausgebreitet vor Einem und war sonnenklar zu erkennen.

@krittkritt

"das trifft in Bayern nicht zu"
Ein guter Freund, in der Schulleitung eines Gymnasiums tätig, kommentierte meinen Vorschlag, sich um eine Direktorenstelle zu bewerben : "Ich lass mich doch nicht zwischen drei Mühlsteinen zerreiben": immer schwierigere Schüler, Helikoptereltern und ein Ministerium in dem Leute mit wenig Schulerfahrung das Sagen haben (einmal wars ja sogar eine Hotelfachfrau mit Kindern auf einer Privatschule).

13:41 von zerocool76

"Selbstverständlich muss es auch finanziell attraktiv sein, nur solllte man hier mal über das normale Einkommen mal nachdenken, denn dieses ist schon recht hoch, meiner Meinung nach und gemessen am Durchschnittseinkommen.

Man könnte auch durch politische Maßnahmen einen Druck ausüben um Lehrer in die Pflicht zu nehmen gewisse Positionen zu bekleiden, z.B. bei Vakanz, wird der dienstälteste auf diesen Posten gesetzt, weigert sich diese/r, kommt es zu finanziellen Kürzungen."

Erstaunlich, wie viele Menschen heute noch der Meinung sind, mit Bestrafung besser motivieren zu können, denn mit Belohnung. Funktionieren Sie so?

Leider haben Sie Recht

Bin in Schule tätig, nehme Schulleitungsaufgaben wahr und arbeitete bis zu meiner Erkrankung auch für das Landesinstitut in NRW. Es stimmt leider, was Sie schreiben. Und die Ursache? Eine linke Gesellschaftsideologie, bei der man meint, Schule immer weiter verbessern zu können und sollen. Und wieder ein Reförmchen, um dem hehren Ziel gleicher Bildungschancen wieder näher zu kommen. Viele Faktoren (Intelligenz, häusliches Umfeld,...) liegen jedoch nicht im Verantwortungsbereich von Schule. Trotzdem wird weiter reformiert.

Nun, in einer Gesellschaft, in der Landespolitiker kaum noch Gestaltungsspielräume haben, entdeckt der Politiker das Feld "Bildung". Und kompetent ist er ja, war ja selber mal Pennäler. Also: Auftrag ans Landesinstitut -> Schule weiterentwickeln. Die sind dankbar für den Job, haben was zu tun, müssen nicht zurück in die Schule. Können dem Politiker Empfehlungen, Analyen vorlegen. Der freut sich. "Ich tu ja was". Ausbaden müssens Kollegien und Schulleitungen. Fragen?

Ich habe...

...drei Personen in meinem Bekannten-
Freundeskreis die innerhalb der letzten 4 Jahre
ihre Lehrerausbildung (in Hessen) abgeschlossen haben,
alle für die Grundschule.

Alle drei haben sich mittlerweile andere Berufe gesucht,
als in der öffentlichen Schule.
Warum ist ganz einfach:
- Beleidigungen durch Schüler (Grundschule!)
- Elternabende geprägt durch Beleidigungen und
massive Sprachmängel
- Zwei der Drei sind Frauen und berichteten von
komplett mangelnden Respekt dem weiblichen
Geschlecht gegenüber
- Genderfizierung
- Keine Macht- und Druckmittel mehr einsetzbar um
Lernziele durchzusetzen, ansonsten bist du gleich unten
durch bei der Linksliberalen Schulleitung
- Keinerlei Autoritätsanspruch der Schule

Aus all dem war der Tenor sinngemäß:
"Macht euren Scheiss selbst, ich kann auch anders!"

Oder mit den Worten von A.M. "Wir schaffen das!"...antworten mittlerweile viele normale Arbeitnehmer
die das "schaffen" sollen mit:
Ohne mich!

Tja, wo soll ich anfangen...

...es fehlen Rektoren, Lehrer, Pflegemitarbeiter,
Ärzte, Polizisten usw.
Und dann noch die enormen Mißstände vor allem im Straßenverkehr.
Siehe defekte Brücken und Straßen.
Die Bundeswehr scheint auch nicht gerade
gut da zu stehen.

Keine Ahnung wo das alles noch hinführen wird.
Ich bin nun 50 und habe echt Panik vor dem alt
werden, jedenfalls wenn es um die Prioritäten der Politiker in diesen Land geht.

Arbeitszzeit und Entlohnung, zwei wichtige Säulen um Personal zu bekommen.
Aber wer nicht gerecht entlohnt wird und zudem Arbeitszeiten (Wochenarbeitszeit 60+ Std.) eines Unternehmers hat darf sich nicht wundern, daß keiner das Amt eines Grundschulrektors gerne machen möchte.

Na ja, Hauptsache die eigene Pension nach
5 Jahren Politikerzeit im Bundestag ist gesichert.
Und danach winkt ein aktraktiver Job in der Wirtschaft.

Ich vermisse den echten Generalstreik aller Angestellten und Arbeiter in diesen Land.
Vielleicht wachen dann einige endlich auf.

Die Gehaltsdifferenz zwischen

Die Gehaltsdifferenz zwischen Schulleitern und " normalen " Lehrern ist, gemessen an den Zusatzaufgaben eines Leiters an Grund- und Realschulen, einfach zu gering. Entweder müsste die Zahl der zu unterrichtenden Stunden reduziert oder der Gehaltsabstand 2 Stufen betragen.

Doch Nachwuchskräfte

Doch Nachwuchskräfte anzulocken fällt schwer, warum denn? Vielleicht auch deshalb, weil man in den letzten Jahren potentiellen Nachwuchs erstens nicht einstellte, wegen einer angeblichen Lehrerschwemme und immer wenn es in Land und Staat durch die typische Problemverschleiherung auf Grund politischen Missmanagements und deren Folgen man immer gerne die Lehrer als Ablenkung in eine öffentliche Diskussion gerückt hat, in dem man dann die als die Faulenzer schilderte, die ja alle nur mittags nach Hause gehen und im Garten liegend den Tag verträumen und den Rest des Jahres ja nur Ferien haben und dafür viel zu viel Geld einstecken. Wer wollte sich da noch der Pädagogenhölle stellen, die täglich das Abfangen der Fehler dieser Gesellschaft bedeuten und erleben, wie hier, wenn überhaupt, nur noch eine Minimalstausbildung anzubringen ist, bei gleichzeitig dauernder Anfechtung Eltern, die gerne Sozialkundethemen bestimmen wollen, weil diese nicht ihre neuere Heimatstaatsführung passt.

40 Stunden? Ha Ha

Ich bekomme täglich mit, was unsere Schulleitung an Arbeitspensum hat. Neben den Verwaltungsakten noch selbst unterrichten da Nachwuchslehrkräfte fehlen, sich um das Gebäude ebenfalls selbst kümmern da die Hausmeisterstellen nicht besetzt werden (können), sich um die LehrHilfsmittel-Ausstattung, sogar um defekte Kopierer kümmern da man den früher vorhandenen techn. Assistenten die Stellen gestrichen hat.

Wenn man neben den fehlenden Lehrkräften auch noch solche Stellen streicht, vermutlich weil kostenlose Kitaplätze eben medial besser verkauft werden können, dann darf man sich über nichts wundern. Statt dessen 2 Lehrkräfte als IT-Beauftragte welche die Digitalisierung der Schule neben ihrer Lehrtätigkeit stemmen müssen.

Das ist Alltag an unseren Schulen - so sieht also die Bildungsoffensive aus.

Pädagogische Qualif. keine Garantie für Qualität

Als Dipl.-Phys.-Ing. gab ich an Volkshochschulen Mathekurse ( technisch) für die 10. Klasse / Realschulprüflinge. In einem Kurs sagten mir die Schüler, sie hätten in einer Stunde bei mir mehr verstanden als in 4 Wochen in der Schule bei ihrer Lehrerin.
Der Versuch an Schulen zu unterrichten gestaltete sich aufgrund der Vorgaben des Kultusministeriums überall als "Mission impossible". Selbst die positivsten Referenzen aus 10 Jahren erfolgreicher VHS-Tätigkeit nützten gar nichts. ( Die Schüler kamen da freiwillig hin!) Mein Interesse ist mittlerweile verflogen, ich arbeite wieder in der "freien Wirtschaft". Mein Mitleid mit den "notleidenden Schulen" hält sich allerdings in Grenzen. Vermutlich muss an den Schulen die Schmerzgrenze noch viel deutlicher überschritten werden - aber dies ist dann nicht mehr meine Thema.

Allen sozialen Berufen...

...die der Allgemeinheit dienen, fehlt es a) an Anerkennung & Respekt und einer b) der Leistung entsprechenden Bezahlung. Zu lange rannte man alleine den Abgöttern der Wirtschafts- und Finanzmärkte hinterher, die jedoch nur ihr eigenes Wohl kennen, und hat dadurch leider falsche Idole kreiert. Das rächt sich zunehmend in unserer Gesellschaft.

genau!

Sehr richtig, was Sie sagen. In den Krankenhäusern müssen doch die Chirurgen sich auch nicht um die organisatorischen und ökonomischen Angelegenheiten kümmern. Das machen dort Fachleute. Aber vermutlich sind an den staatlichen Schulen einfach gewisse "Traditionen" stark eingefahren und Rentabilität und Wirtschaftlichkeit spielen da keine so große Rolle, denn das Gehalt kommt automatisch unabhängig von Eignung und Leistung. Das ist in der Wirtschaft völlig anders. Wenn die Leistung nicht erbracht wird, dann ... war's das.

Wir brauchen dringend eine grundlegende Schulreform.

Die Trennung von Hauptschule, Realschule und Gymnasium gehört schon lange abgeschafft - vielen Kindern wird durch das aktuelle System jede Chance auf ein vernünftiges Leben geraubt.

Aber mit Merkel und der CDU wird sich niemals etwas daran ändern.

Ich mach's!

Eine Schuldirektorin mit Erfahrung verdient bis zu 92.000 EURO Jahr. AnfängerInnen kommen auf 47.000 EURO.
Eine W2 Uni-Professorin kommt auf 52.000 EURO.

Sagt der Gehaltsrechner...Lehrer an deutschen staatlichen Schulen verdienen einfach nicht zu wenig.

Das Problem sind wohl eher die Kinder+Eltern, die zum Teil einfach nicht mehr zu ertragen sind und ganz banal: einen krank machen (können).

Aber ich bin ja stresserprobt. Warte nun auf Angbote! Quereinsteiger sollen ja gesucht werden;-)

ich kann es niemandem verübeln

mangelhafte Vorbereitung
Prüfungsdruck vor der Einstellung
geringfügige Erhöhung des Gehalts
unverhältnismäßig höhere Arbeitsbelastung
viel höhere Verantwortung
unsinniger Umsetzungdruck
Inklusion
Integration

äääääähhhh... lass mich kurz überlegen

Besten Dank

Ein Unding!

Wer mehr Arbeit leistet, der muss dafür auch entlohnt werden.
Wenn der Staat nicht genug Lehrer hat, dann müssen eben mehr eingestellt werden. Schickt man halt weniger Milliarden irgendwo hin, sondern investiert sie in die Zukunft unserer Kinder.

@ Demokratie-Jetzt

"Ein Lehrer hat seine Fächer studiert und fühlt sich da kompetent, aber wie Schulleitung geht, das muss er irgendwie so nebenher lernen."

Schlimmer noch: Er wird in ein Assessment-Center gesteckt und entsprechend geschulmeistert:
https://www.qua-lis.nrw.de/schulmanagement/eignungsfeststellungsverfahre...
Man klicke mal den "EFV-Erlass" rechts an.

Schulleiter und Stellvertreter

Der Schulleiter und sein Stellvertreter haben gegenüber normalen Lehrkräften einen entscheidenden Nachteil: sie müssen die gesamten Schulferien in der Schule verbringen, ausgenommen natürlich der eigene angemeldete Urlaub. Keine bis zu 12 Wochen Urlaub, ein schweres Argument gegen den Aufstieg.

Vielleicht ......

Vielleicht könnte die Politik Einkommens-Obergrenzen für Unternehmensvorstände etc. festlegen, gern in Relation zum Betriebsergebnis, also bei Verlust Abzüge, dann ergäbe sich ein Spielraum auch auf "niederen" Rängen echte Leistung zu entlohnen.
.
Man sollte vorsichtshalber darauf hinweisen, dass Leistung sich nicht durch Frechheit definiert, sondern durch den gesellschaftlichen Nutzen und die reale Belastung.

@14:22 von Joe_66

Ich sehe da weniger Strafe als viel mehr in die Verantwortung nehmen.

@14:35 von - LLAP -
da widerspricht nichts dem deutschen Arbeitsrecht, man baut nur eine Vertragsklausel ein und keiner ist bzw wird gezwungen diese einzugehen. Es muss nur mit der Rosinenpickerei aufgehört werden.

Hausgemachtes Problem

Da kommt es, das hausgemachte Problem. Nicht das Geld ist hier das tatsächliche Problem (zumindest die Lehrer, die ich persönlich kenne, verdienen mehr als gut), sondern die Missachtung der Demografie. Weniger Lehrer, weniger die auch für eine Schulleitung in Frage kommen. Ich bin zwar kein Lehrer, aber auch in meinem Berufsbereich gibt es das Problem, dass Führungsstellen nicht besetzt werden können. Wenn dann noch der Druck von oben kommt, wem kann man es da verübeln, sich nicht mehr Stress anzutun als notwendig.

Ich kann keine Fehler entdecken

Das Gehalt richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Solange sich annähernd genug Leute finden, die den Job machen, wird das Gehalt nicht steigen. Also abwarten, was die öffentliche Hand unternimmt. Oder, dann aber bitte nicht klagen, den Job für zu geringe Entlohnung machen.
Apropos: es ist die Aufgabe der Lehrer Kindern Bildung und Wissen zu vermitteln. Es ist definitiv nicht ihre Aufgabe sich bei einer Verweigerungshaltung um deren Zukunft Gedanken zu machen. Dafür sind Eltern da.

Dieser Artikel ist einseitig und schlecht recherchiert

Hat der Autor dieses Artikels die Forsa-Studie eigentlich gelesen - oder gibt er nur das wieder, was ihm die Interessenvertreter des Lehrerverbands vorgesagt haben?

In der Studie heißt es:

- 58 Prozent der Schulleiter geben an, sie machen ihre Arbeit "sehr gern", 37 Prozent "eher gern", nur 4 Prozent der Befragten machen sie "eher bzw. sehr ungern".

- 9 Prozent sagen, sie erledigen zu ihrer eigenen Zufriedenheit die beruflichen Aufgaben "immer", 74 Prozent sagen, sie tun dies "häufig".

- 24 Prozent würden den Beruf (sic) des Schulleiters "auf jeden Fall" weiterempfehlen, "wahrscheinlich" weiterempfehlen würden ihn 49 Prozent.

Wie passen diese Zahlen zu dem alarmistischen Ton des Berichts?!

Zudem stützt die Studie keineswegs die Behauptung man, verdiene einfach zu wenig; vielmehr ist das Hauptproblem die Anrechungszeit sowie der Personalmangel.

Seriöser Journalismus sieht anders aus.

Kein Witz, sondern

Kein Witz, sondern Realität:

Ich habe mal aus absolut zuverlässiger Quelle von einem Schulleiter gehört, der nicht zu den Idealisten zählte und der sich jede einzelne Überstunde, die über die wöchentliche 40 Stunden Grenze hinausging, notiert hat.

Am Ende hatte er ca. 1.500 Überstunden, und die hat er dann unmittelbar vor seiner Pensionierung abgefeiert.

So geht es also auch. Aber ob man damit glücklich wird, ist eine andere Frage.

I

Fehlzeiten etc.

@ techniker81
die von Ihnen genannte Einstellung trifft nicht nur auf Grundschullehrerinnen zu. Auch in anderen Schularten, in meinem Fall Realschule in Bayern, warten die jungen Lehrerinnen nur darauf, verbeamtet und dann schwanger zu werden, und sich dann zusätzlich noch wegen der Schwangerschaft ständig krankschreiben zu lassen. Das ist kein Scherz. Ich, als angestellte Lehrkraft mit den gleichen Pflichten aber nicht den gleichen Rechten wie Beamte/innen, musste die Unterrichtsausfälle ständig vertreten - Bezahlung erfolgte erst ab der 4. Vertretungsstunde. Aber es wurde schon immer darauf geachtet, dass man möglichst nur 3 unbezahlte Vertretungsstunden im Monat bekam. Damit sorgte ich für die üppigen Pensionen meiner Kolleg/innen, die ständig fehlten, und ich selbst bekomme als ehemalige Angestellte, die ohne häufige Fehlzeiten bis zum Schluß Vollzeit gearbeitet nur soviel Rente, dass ich im finanziell prekären Bereich, für eine "pädagogische" Leiharbeiterfirma weiter arbeiten muss

Seriöser Journalismus mag anders aussehen

Aber die Tatsache, daß die Stellen nicht besetzt werden können ist wohl nicht zu leugnen.
.
Die ständigen Reformen machen Arbeit ohne einen Erfolg zu zeigen.
.
Es wird eben überall gespart.
Trotzdem hat D so viele Schulden, daß ein Turm a us aufeinandergelegten 500€-Scheinen so hoch wäre, daß man 200 km unter der Spitze die Internationale Raumstation fliegen sehen könnte.
.
Irgend was stimmt da wohl nicht!

19:06 von pauline_8

das mag man sich wünschen. aber die zeiten von hajo friedrich und küppersbusch sind seid jahrzehnten vorbei

Einkommen recht hoch?

Ist es eigentlich nicht, wenn man es mit einem Einkommen und vor allem mit dem Arbeitsaufwand in der freien Wirtschaft vergleicht. Ich kenne beides. Habe in der freien Wirtschaft nur geringfügig weniger verdient. In der freien Wirtschaft ist aber nach 8 Stunden Arbeit Schluss. Als Lehrer/in ist nie Schluss, man ist auch nach "Feierabend", oft bis zum späten Abend und am Wochenende mit Überlegungen zum nächsten Unterricht, der Auseinandersetzung mit Vorgehensweisen bezüglich der inzwischen häufig vorkommenden verhaltensauffälligen Schülern, dem Erstellen von Arbeitsblättern, Schulaufgaben und Korrekturen beschäftigt. Das Gehalt für Lehrer ist "fast" angemessen, zumindest für die Verbeamteten.

40 Stunden?

Das ist wohl ein Witz! Auch Lehrer/innen ohne Funktionsstelle müssen sich weit mehr als 40 Stunden in der Woche mit ihren beruflichen Aufgaben beschäftigen.

Darstellung: