Ihre Meinung zu: Mit abgehobenen Flugpreisen in den Urlaub

8. März 2018 - 15:45 Uhr

Die Pleiten von Air Berlin und Niki dürften Reisende viel Geld kosten. Durch den Wegfall von Kapazitäten und Konkurrenz könnten die Preise laut Experten in den Ferienzeiten deutlich ansteigen. Von Jens Eberl.

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Kommentare

Noch viel zu billig

wenn denn nun auch noch Kerosin versteuert werden würde, dann wäre Fliegen sogar noch viel teurer.

Und das wäre gut so.

Fliegen ist reines Gift für die Umwelt.

Statt 3 mal Billig-Urlaub (der auch sonst durch Bettenburgen etc nicht unbedingt sehr umweltfreundlich ist) lieber einen Jahresurlaub mit Qualität.

Ganz ehrlich: All-inclusive und am Strand liegen - dafür muss man nicht um den halben Globus fliegen - das gibt es näher.

Und wenn man die ganze Anreise an den Flughafen, Check in, Flug, Ankunft, Gepäck abholen etc rechnet, geht mit der Bahn jetzt auch nicht so viel Zeit verloren (bei den etwas näheren Reisen).

So lange allerdings eine Zugfahrt Hin-und Zurück nach Paris teurer ist, als der Flug, da können die Strecken noch so fix sein.

Der Staat steht in der Pflicht.
Nicht von Umweltschutz schwafeln und dann reagieren, wenn Strafzahlungen drohen, sondern endlich mal zukunftsorientierte Politik machen.

Dann erledigt sich die Macht der Airlines automatisch!

und wie wär es mit einer alternative ... ?

auch in deutschland gibt es reizvolle ziele.
und meist auch günstiger.
doch die 'billig'-airline verwöhnten urlauber wollen es so wie immer.
sorry, die tage sind vorbei.
fliegen ist immer luxus gewesen und der kostet nunmal.

@08. März 2018 um 16:10 von tisiphone

Völlig richtig: Für das Fliegen sollte endlich soviel bezahlt werden müssen was es kostet.

um 16:10 von tisiphone

Dem schliesse ich mich vollumfänglich an.

... Mallorca ist voll - früh buchen

... immer wieder das gleiche Spiel - Panik, Panik, Panik!!!
Habe letzte Woche Flüge nach London und Barcelona gebucht - sehr günstig! Vor zwei Jahren habe ich mich von der medialen Hysterie (Überfüllung Mallorca) anstecken lassen: Flüge überteuert (frühzeitig) gebucht.
Zwei Wochen vor Reiseantritt gab es dann die Flüge für ein drittel weniger ... und das inmitten der Ferienzeit.

@tisiphone

Bin nicht der gleichen Meinung: Wenn September/Oktober anklopft, dann kann man in der Nähe nicht bei warmen Sonnenschein zum Strand baden gehen, in Antalya/Alanya ist das aber noch möglich.

re tisiphone

"Noch viel zu billig

wenn denn nun auch noch Kerosin versteuert werden würde, dann wäre Fliegen sogar noch viel teurer.

Und das wäre gut so.

Fliegen ist reines Gift für die Umwelt."

Egal, was Sie davon halten: Die Idee, man könnte den fliegenden Ferntourismus irgendwie abwürgen, ist naiv. Und diesbezügliche Forderungen an den Staat erst recht.

16:23 von adagiobarber ...abgesehen vom ..

Ausnahmesommer, gibt es in Deutschland drei Wochen schönes Wetter - nur weiß man nicht wann, die drei Wochen könne sich durchaus über das Sommerhalbjahr verteilen ... das ist für den auf Urlaubszeiten beschränkten Normalarbeitnehmer keine freundliche perspektive.
Vielleicht ist fliegen nicht immer notwendig, aber es ist wie mit dem Auto zum Bäcker fahren - komfortabel eben udn bevor man das Fährschiff gen Malle, Madeira oder Mykonos nimmt und erst ankommt, wenn der Urlaub vorbei ist ... Etwas Erholung darf doch wohl sein, wenn der Rest des Jahres Stress angesagt ist.

re perchta

"Völlig richtig: Für das Fliegen sollte endlich soviel bezahlt werden müssen was es kostet."

Es wird dafür soviel bezahlt wie es kostet und noch ein bißchen mehr.

Oder warum machen Airlines Gewinne?

Monopol

Es ist immer schlecht für die Preise, wenn es ein führendes Monopol ohne Konkurrenz gibt. Die sollten aber nicht übertreiben. Bei mir gibt es ein Limit, wird der überschritten, dann kaufe ich kein Ticket, dann gehen die selber leer aus, wenn das mehrere verfolgen würden, dann müssen auch die Preise fallen. Sorry verschulden wegen Urlaub will ich mich nicht, dann lieber sparen und nächstes Jahr wieder. Urlaub ist schön und erholsam, aber nicht lebensnotwendig, das man sich deswegen Schulden anlasten muss. Je nach Anzahl der Personen könnte man auch mit dem Auto fahren?

Herr Tolkstorf von Lufthansa...

"Die Preissteigerungen kommen allein durch die höhere Auslastung und die geringeren Kapazitäten zustande"

Letztens schob Lufthansa die starken Preissteigerungen noch auf die Algorithmen des eigenen Buchungs-Preissystems, wonach bei starker Nachfrage 'automatisch' - sozusagen durch höhere Gewalt - höhere Preisstaffeln aktiv werden.

Nun sollen also eine höhere Auslastung des Marktes dafür verantwortlich sein.

Verschleierndes Gerede für den eigentlich fälligen Klartext:
Wenn sich die Kunden um knappere Güter (hier: Flugtickets) bei weniger Wettbewerb scharen, so können die Anbieter recht hart die Preise erhöhen.
Und das tun sie, Lufthansa inklusive.

Sommerferien

Wer in den Sommerferien fliegt und die überhöhten Preise zahlt, dem ist nicht zu helfen.

Nordsee, Bayrischer Wald, Mecklenburger Seenplatte, Bodensee, Ostsee oder Schwarzwald sind auch schöne Urlaubsgebiete.

Fliegen nur in der Nebensaison oder garnicht.

16:56 von Hackonya2

Nähe nicht bei warmen Sonnenschein zum Strand baden gehen, in Antalya/Alanya ist

Re leider ist dort Erdogan und da kann keiner hin wo was für Demokratie übrig hat .Dazu ist Gabriel weg ,wo die Reisen noch unterstüzt hat .Bei Maas ,auch wenn er die Türkei in schutz nimmt werden es weniger ,da ihn weniger ernst nehmen . Schlage andere warme Länder ohne Angriffs-Krieg vor.

Und ich rate dazu auf Flpge

Und ich rate dazu auf Flpge und Kreuzfahrtschiffe zu verzichten soweit möglich.

@ 16:59 von karwandler

"Die Idee, man könnte den fliegenden Ferntourismus irgendwie abwürgen, ist naiv. Und diesbezügliche Forderungen an den Staat erst recht."

Sie haben - leider, nach meiner Ansicht - recht.
Eskapismus in Verbindung mit den finanziellen Möglichkeiten doch sehr vieler Deutscher wird diesen Unsinn weiter blühen lassen.

Den wahren Wert einer Fernreise weiß ohnehin niemand mehr zu schätzen; sie verkommt zum Massenkonsumgut zulasten unserer Umwelt.

Und Wähler der Grünen halten statistisch den traurigen Rekord bei Fernurlaubsflügen ... arm.

/// Am 08. März 2018 um 16:56

///
Am 08. März 2018 um 16:56 von Hackonya2
@tisiphone

Bin nicht der gleichen Meinung: Wenn September/Oktober anklopft, dann kann man in der Nähe nicht bei warmen Sonnenschein zum Strand baden gehen, in Antalya/Alanya ist das aber noch möglich.///
.
Türkei ist ein schlechtes Beispiel. Wer will schon die Erdogan Autokratie unterstützen ?
Aber prinzipiell werden sich nicht viele Deutsche von gestiegenen Flugpreisen beeindrucken lassen. Dafür geht's den Deutschen viel zu gut.

Wer sagt, auch in Deutschland

Wer sagt, auch in Deutschland gibt es schöne Ziele, hat sicherlich recht. Aber schon mal 2 Wochen verregneten Sommer an der Ost- oder Nordsee verbracht ? Nach 2 Tagen schieben Eltern und Kinder den Frust. Nach 7 Monaten Kälte und Regen in D. möchte man einfach mal in die Sonne. Mit der DB fahre ich auch nicht nochmal. 2 x habe ich die Strecke von Bonn nach Kiel als Direktfahrt gebucht. Nie hat es geklappt. 1 x waren die reservierten Plätze wegen abgehängter Wagons weg und 1 x musste ich wegen technischer Defekte in Köln und Hamburg umsteigen. Die Staus auf den Autobahnen in den Ferienzeiten sind auch nervenaufreibend.

Zu hause bleiben ist immer

Zu hause bleiben ist immer eine Option.

Die airlines sind ja nicht ohne Grund oder zum Spaß Bankrott gegangen.

So ein Flug kostet halt. Oder glaubt irgendwer dlh, airfrance, klm, ba, delta, etc würfeln ihre preise nur so zum spass aus?

Familien werden

Familien werden abgezockt?
Nachfrage &Angebot.
Schon mal gehört?
So läuft Marktwirtschaft.
Ich habe als kind keine Flugreisen machen können. Selbst als dlh Angehörigem war das meinem vater nicht möglich.
Bin trotzdem gross geworden.

@LLAP

Natürlich hat man auch Möglichkeiten in D mit Seen oder halt Wanderurlaub, das ist aber irgendwo kein Vergleich zu einem Strandurlaub in der Türkei. Wer in der Türkei schon mal war, der weiß, was ich meine. Hinzu kommt auch noch, das es am Ende gar teurer kommt bzw. der Urlaub in der Türkei günstiger. Die Preise gerne selber mal vergleichen, aber darauf achten, ob all inklusive oder wie in D nur meistens Halb Pension, wenn überhaupt auch nur Frühstück. Österreich hat auch eine tolle Berglandschaft und Schneeurlaub ist bestimmt auch nicht schlecht, aber ich bin Fan von Sonne und Strand nun mal, mag Kälte nicht.

@karwandler

Dito. Jeder muss es für sich entscheiden, wo man Urlaub macht. Wir leben ja in Deutschland, daher dürfte/sollte man im Leben auch andere Ecken der Welt gesehen haben? Zu Hause fühlt man sich natürlich um zu leben am wohlsten bzw. bei mir ist es so, das wenn ich meine Stadt wieder betrette , in mir ein Gefühl hoch kommt von Ruhe/Wohlbefinden.

Zensur am Billigfliegen!

Damit Fliegen weiterhin schön und sicher bleibt sollten etwas höhere Preise doch gerechtfertigt sein.

Erhöhte Preise tragen auch einem gesunden wirtschaftlichen Nutzen der gesamten Flugbranche bei, fördern darüber hinaus das soziale gesunde Umfeld in Bezug auf die Reisenden und die Angestellten der Gesellschaft welche beide an den Konsequenzen des Billigfliegens in letzter Instanz zu leiden haben.

Eine Zensur am Billigfliegen wäre somit von politischer Seite angebracht um dieses sinnlose Dumpingangebot von Flugpreisen in den Griff zu bekommen, wenn denn auch weniger geflogen wird, dafür aber vernünftiger, weiterhin sicher, mit weniger Belastung für die Umwelt und nicht auf drohenden finanziellen Kosten der Belegschaft und Reisenden, falls eine Schliessung wie die von AirBerlin ins Haus steht.

Damit Fliegen wieder zu einem aussergewöhnlichen Erlebnis wird und nicht weiterhin dem Druck und der Entscheidungsgewalt eines unbarmherzigen Marktes und seiner Protagonisten ausgeliefert ist.

re jean-baptiste

"Eine Zensur am Billigfliegen wäre somit von politischer Seite angebracht"

Staatlich festgesetzte Preise? Die DDR ist tot, falls Sie es noch nicht gemerkt haben.

Zitat Familie Peck aus Essen:

"Jeden Tag ist der Preis gestiegen. Wir schauen nach Flügen nach Mallorca, und momentan sind wir schon bei knapp 1400 Euro."
Mannomann, mindestens 6,5 Milliarden Menschen würden sich nach solchen Problemen sehnen.

18:05 von karwandler

re jean-baptiste

"Eine Zensur am Billigfliegen wäre somit von politischer Seite angebracht"

Staatlich festgesetzte Preise? Die DDR ist tot, falls Sie es noch nicht gemerkt haben.
////
*
*
Aber Einige bekommen in unserem Bildungssystem immer noch vermittelt, das ginge noch einmal, angeblich sogar pisabesser?

Nicht zu teuer

Die aktuellen Flugpreise sind nicht zu teuer, die Bisherigen waren zu niedrig. Es wurde ein ruinöser Konkurrenzkampf geführt, dessen Ende absehbar war. Nachdem die Konkurrenz nun beseitigt ist, steigen die Preise natürlich wieder. Gesunder Wettbewerb ist etwas anderes.

Wieviel Umweltgifte scheiden Flugzeuge aus

Aufgrund der Dieseldebatte frage ich mich wieviel Umweltgifte scheiden Flugzeuge aus. Müsste nicht auch ein Flugverbot für belastete Städte ausgesprochen werden.
Jedenfalls sind die Flugpreise gemessen an der Umweltschädigung Ausstoß, Lärm, Lichtmüll viel zu billig.
Sollte man aus Umweltschutzgründen nicht auf den Weiterbau des Berliner Endlosflughafens verzichten und lieber Elektrofernverkehr beforschen.

Die Welt braucht Regeln!

@karwandler

Ja ich weiss klingt erstmals hart, ist aber keinesfalls diktatorisch.
Die Politik hat dem freien Markt zu viel und zu lange Zeit hin in die Entwicklung in eine moderne Zukunft überlassen.
Viele gesunde und vernünftige Regeln wurden allesamt über Bord geworfen und der Schaden an der Gesellschaft wird von Tag zu Tag grösser.
Doch die anfallenden Probleme erledigen sich, so wie auch das Beispiel Air Berlin zeigt, nicht von selbst.
Was soll die Politik denn tun, sich aus allem Möglichen heraushalten und abwarten.
Genau dies macht die Politik doch in vielen wichtigen Bereichen schon wo sie doch aber unbedingt müsste in unserem Sinne intervenieren, um den sozialen Frieden zu sichern und der Gerechtigkeit wegen.
Vieles müsste von politischer Seite geregelt werden und wichtige neu Gesetze müssten unbedingt geschafft werden damit die Bürger besser geschützt wären vor den Ausuferungen eines deregulierten und sich selbst überlassenen freien Marktes.
Der Markt braucht seine Grenzen!

800.000 Sitzplätze weniger

Wirklich ? Sind die Flieger verschrottet, ausser Verkehr ?

17:16 von Lutz Jüncke

«Und Wähler der Grünen halten statistisch den traurigen Rekord bei Fernurlaubsflügen ... arm.»

Früher (zu Studentenzeiten / als Berufsanfänger / als ich noch Wähler der Grünen war) bin ich auch schon häufig "in die Ferne geflogen".

Sozusagen "vom Munde abgespart":
1991 nach Costa Rica.
1994 nach Mexiko / Belize / Guatemala.
1996 nach Costa Rica / Nicaragua.

In späteren Jahren "weniger abgespart":
nach Kambodsch / Laos / Vietnam / Chile / Ecuador / Uruguay / nächstes Jahr (wahrscheinlich) nach Bolivien.

Zuhause mit einem "wenig großen ökologischen Fußabdruck" (kein eigenes Auto / dann LPG-Fahrzeug mit relativ wenig gefahrenen Kilometern / kein "Konsum-Junkie", überzeugter innerstädtischer Fahrradfahrer, etc.).

Ein derartiges "Verhalten" ist u.U. viel weniger umwelt-/klimabelastend als das so mancher Zeitgenossen, die des Sommers "nur auf Balkonien abhängen".

Aber ich gebe Ihnen Recht:
Bei vielen "grünen Freunden" konterkariert ihr Kreuz auf dem Wahlzettel ihr Reiseverhalten …

16:59 von karwandler

re tisiphone

"Noch viel zu billig

wenn denn nun auch noch Kerosin versteuert werden würde, dann wäre Fliegen sogar noch viel teurer.

Und das wäre gut so.

Fliegen ist reines Gift für die Umwelt."

Egal, was Sie davon halten: Die Idee, man könnte den fliegenden Ferntourismus irgendwie abwürgen, ist naiv. Und diesbezügliche Forderungen an den Staat erst recht.
////
*
*
Richtig, auch Schwerölschiffahrt darf grünlich nicht angedacht werden.
*
Auch verkehrsfreundliche grüne Wellen sind strengstens verboten.
*
Denn woher soll die Schadstoffbelastung kommen, wenn unnötige Anfahrvorgänge vermieden würden?
*
Klar die Bürger wollen von allen Seiten grün, aber weshalb ist das nur bei Rot möglich?

@ 18:51 von schabernack

"Früher (zu Studentenzeiten / als Berufsanfänger / als ich noch Wähler der Grünen war) bin ich auch schon häufig "in die Ferne geflogen."

He, das ist komplett mein Text!

Merkwürdigerweise sind Sie exakt um mich herum gelandet: bei mir war's Brasilien.
---
Im Übrigen hat karwandler mit seinem grundsätzlichen Widerspruch zu staatlich gelenktem Urlaubsverhalten wohl recht.
Allerdings wünschte ich mir schon ein ausgewogeneres Verhältnis bei der Vergesellschaftung der Kosten (Kerosinsubventionen, Umweltbelastung) und der Privatisierung der (zugegebenermaßen schrumpfenden) Gewinne der Fluglinien.
Wie bei allen Subventionen ist der entstehende Markt im Endeffekt künstlich und in diesem Fall eher schädlich für die Allgemeinheit.

Es mag unsozial klingen, aber Billigfernflüge banalisieren Träume.

Jedem alles zu ermöglichen entwertet auch jedes Gefühl für Leistung und führt auf Dauer zu neuen Statusabgrenzungen, die vermutlich auch nicht sozialverträglich sein werden ...

die guten Ratschläge ...

... kann ich nicht mehr hören.

Früh buchen und besser Dienstag als Freitag und ähnlichen Blödsinn.

Die Anbieter haben sich längst auf solche "guten Ratschläge" eingestellt und für nachgefragte Zeiten, gibt es nie gute Preise.

Und wer auf die Ferien angewiesen ist zahlt eben drauf; zum Teil 50 - 100% Aufschlag für Familien mit Kindern.

Soziale Marktwirtschaft im globalen Dorf a la Kanzler Schröder.

Naja, ein Ärgernis; es gibt Schlimmeres als für einen Sitzplatz in den Sardinendosen einen hohen Preis zu zahlen, wenn man nicht drauf angewiesen ist.

Fährt man mit dem rußenden Diesel eben durch die Republik vorbei an den Umweltzonen in Gegenden wo man noch willkommen ist.

Einfach einmal die Preise verzehnfachen ....

und dann mal prüfen, ob es sich positiv auf die Umwelt auswirkt.

18:24 von Leberkas

«Aufgrund der Dieseldebatte frage ich mich wieviel Umweltgifte scheiden Flugzeuge aus.»

Unter den Stichworten "Kerosin" und "Gasturbinentriebwerk" findet man dazu u.a. bei Wikipedia hilfreiche Infos. Auch unter:
https://www.vcd.org/themen/flugverkehr/

«Jedenfalls sind die Flugpreise gemessen an der Umweltschädigung Ausstoß, Lärm, Lichtmüll viel zu billig.»

Das gilt sicherlich für Kurzstreckenflüge, bedingt für die Mittelstrecke, aber nicht für Fernflüge (USA, Südostasien, Mittel- und Südamerika).

Je weiter enfernt das Zielland liegt und je weniger stark frequentiert die Flugrouten sind, desto "umweltverträglicher" werden die Preise. Um von Deutschland aus z.B. Uruguay zu erreichen, gibt es keine andere Art des Reisens, die in einem besseren Verhältnis zu Umweltverträglichkeit und Kosten steht als das Fliegen (außer der Atlantiküberquerung mit einem Segelboot).

«… und lieber Elektrofernverkehr beforschen.»

Tut man bereits, kommerzielle Nutzung liegt in weiter Ferne.

19:29 von Lutz Jüncke

«Es mag unsozial klingen, aber Billigfernflüge banalisieren Träume.»

Da haben Sie wohl Recht.
Und z.B. die Billigfernflüge nach Thailand oder in die DomRep "verlagern" im Grunde genommen all zu oft nur das Pauschal-Urlaubs-Anspruchs-Verhalten von den Stränden des Mittelmeeres an exotischere Gestade.

Sie werden in Brasilien (oder an anderen Ihrer möglichen Fern-Destinationen) sicherlich einen Urlaub mit anderen Ansprüchen und anderer Ausgestaltung verbracht haben als den oben genannten.

Der Flugpreis bleibt in jedem Falle "bei den Gesellschaften hängen", aber die lokale einheimische Bevölkerung "hat auch was davon", wenn ein "reicher" interessierter Europäer "daherkommt", sich für Land und Leute "wirklich interessiert" und Übernachtungs-, Verpflegungs- und Exkursionskosten nicht den multinationalen Tourismuskonzerne "in den Rachen wirft".

Der Individualtourismus war und bleibt die "wahre Art des Reisens".
Und er ermöglicht auch heute noch "ein gewisses Entdeckertum".

@LLAP

Ich unterhalte mich immer mit Hotelangestellten wie die Zahlung ist, die ist nicht sehr gut, aber in Ordnung, viel besser als anderswo, aber eben für die meisten nur eine Saisonarbeit. Ich habe auch großen Respekt vor allen Hotelmitarbeitern, die meisten schufften von morgens bis abends und verdienen definitiv ehrliches Geld. Das alle ehrlich und gerechtfertigt Geld verdienen kann man nicht mehr heutzutage Überall feststellen, es gibt allein in unserer Firma Posten/Angestellte von dem ich mir sicher bin, das die nur zum rumsitzen bezahlt werden. All in ist ein Angebot für die welche Preis bewusst handeln müssen, wer nicht dem bietet mehr als genug auch Gastronomie außerhalb der Hotels was an. Miserabel sind teils auch meine Arbeitsbedingungen, aber die Sonne muss ich mehr missen als die Menschen in der Türkei, dann habe ich Freunde und Verwandte in der Türkei und so lange ich es mir leisten kann, werde ich auch Urlaub in der sonnigen Türkei machen.

@LLAP

Viele sehen es einfach falsch, das man wegen einer Reise meint sich politisch beteiligen zu dürfen/müssen. Sollten jetzt welche unbedingt eine Reise nach Deutschland z.B. Oktoberfest meiden, weil eine AfD bei letzten Wahlen höher als gedacht abgeschnitten hat? In fast jedem Land sind die politischen Richtungen des Volkes unterschiedlich, gar interessieren sich viele Bürger gar nicht für Politik. Irgendwo schon absurd, das man meint mit sich besaufen oder baden gehen bestimmen zu dürfen, wie ein Land zu regieren ist. Der Wille des Volkes spielt keine Rolle, wofür dann noch Wahlen? Wer propagiert so einen Schwachsinn überhaupt? Viel Grips scheint mir nicht dahinter zu stecken.

Die "Geiz ist Geil - Menatlität"

bringt die ersten Früchte ein, in dem die Fluggesellschaften ihre Preise leicht durchsetzen können, weil es keinen "richtigen" Wettbeerb mehr gibt. Der ist kaputtgemacht worden durch die "Billig-Konkurrenz". Nun müssen die Kunden tiefer in die Tasche greifen, was vorher "billigst" angeboten worden ist.

@ conversator educatus um 17:06

Wo sehen Sie da einen Widerspruch?
Starke Nachfrage führt zu höherer Auslastung.
Und wer hindert den Nachfrager auf Alternativen auszuweichen?
Sie sehen doch das Spiel beim Butter. Wer bereit ist, mehr als 1,50€ für ein halbes Pfund Butter zu bezahlen, der hat das Geld. Wer es nicht hat, weicht auf Margarine aus.
MfG
Alfred Haas

Flugpreise teuer?

um 16:10 von tisiphone
Flugpreise zu teuer? Niemals! Volle Zustimmung für dich.

Bei dem Umweltschäden die diese Dinger verursachen sind Flüge noch immer viel zu billig.
Ich bekomme immer Ohrenschmerzen wenn ich durch Hessen fahre und im Hessischen Rundfunk Wochenendtrips nach NY verlost werden, oder noch dekadenter: Kurzausflüge zum Shopping nach Dubai. Und das Ganze nennt sich dann Wirtschaftsförderung für Hessen (Fraport).

Ja geht's denn noch? Wir haben den Schuss einfach noch nicht gehört.

Gruss, Niccolo

20:27 von Hackonya2

«Viele sehen es einfach falsch, das man wegen einer Reise meint sich politisch beteiligen zu dürfen/müssen. […] Irgendwo schon absurd, das man meint mit sich besaufen oder baden gehen bestimmen zu dürfen, wie ein Land zu regieren ist.»

Ja, äußerst absurd.

Aber kaum weniger absurd ist es, zu glauben, dass (viele!) Touristen annehmen würden, man dürfe durch Baden oder Sich-Besaufen in fremden Ländern (nicht nur in der Türkei) mitbestimmen, wie das jeweilige Land zu regieren sei.

Jeder/jede möge dorthin in Urlaub fahren, wo es ihm/ihr gefällt, was er/sie sich leisten kann/mag, wo es ihm/ihr nicht gar zu unsicher/gefährlich erscheint, usw., usf.

Generell mag man sich überlegen, welche Länder wegen der politischen Führung und des dort herrschenden gesellschftlichen Klimas als potenzielle Urlaubsländer von der eigenen Liste zu streichen sind.

Welches Land erscheint warum attraktiv und "der bessere Deal"?
Für mich ist es Bolivien, wenn ich dieses Land mit der Türkei vergleiche …

@Boris.1945 um 19:11

auch wenn das hier OT ist.
Ich habe 1995 gestaunt, als ich als Wochenendpendler nach NRW kam, wieviele "Schickane-Ampeln" es dort gab. Sobald ein Auto durchgefahren war, ging die Ampel auf rot. Man mußte bis zur Haltelinie vorfahren (also nicht ausrollen) um den Induktionskontakt auszulösen. Dann dauerte es 30 bis 40 Sekunden, bis die Ampel auf grün ging.
Das lief damals unter "Verkehrsberuhigung".
MfG
Alfred Haas
(Werte Moderation: Entschuldigung für diesen OT)

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