Ihre Meinung zu: Türkei: Prozesse gegen kritische Journalisten fortgesetzt

6. März 2018 - 15:27 Uhr

Deniz Yücel ist frei - doch viele Journalisten sitzen in der Türkei noch immer in Haft. Die Vorwürfe sind oft nebulös, Zeugenaussagen wirken dubios. Alle Angeklagte haben etwas gemeinsam. Von Oliver Mayer-Rüth.

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Kommentare

Journalisten

Jeder in der Türkei weiß, das die Cumhuriyet Zeitung z.B. irgendwann in die Hände der Linksradikalen gelandet ist und die nur noch Nachrichten machen, welche in diese Richtung propagiert. Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob die Nachricht der Wahrheit entspricht oder nicht. Warum wurde den in Deutschland dann linksunten.indymedia.org verboten, dann sollte man das nun auch als mundtot machen von Journalismus nennen und das obwohl Deutschland nicht mal ein echtes Terror Problem wie die Türkei mit der PKK, DHKP-C, Fetö etc. hat?

Unschuldig

Wenn alle in der Türkei, die verhaftet werden unschuldig sein sollen, dann frage ich mich, wie sich der Terror propagiert, organisiert und von wem ausgeführt wird. Entstehen die opfer von ganz alleine? Nur an den PKK Terror bislang 40.000 Menschen.

Ob sich Ankara und Berlin nun

Ob sich Ankara und Berlin nun anderen Themen widmen können als Menschenrechte und Pressefreiheit liegt ja auch daran, ob zB die ARD-Anstalten so wie bisher gelegentlich darüber berichten!
Schon seit Beginn der Krise in der Türkei vermisse ich Live-Berrichte zu den katastrophalen Umständen, unter denen der Diktator Erdowahn diktiert.
Interviews mit türkischen Menschen auf der Straße, Liveberichte von Demonstrationen gegen Erdowahn, Liveberichte von Veranstaltungen mit Erdowahn. Eine türkische Presseschau.
Aber auch da ist offensichtlich Sendepause!?
Über andere Journalisten als Herrn Yüsel, immerhin Hunderte, wird nur sehr selten berichtet.
Wenn sich alle ausländischen Journalisten in der Türkei da mal mutiger zeigen würden, und zur Not auch gemeinsam in den türkischen Knast gingen, könnten sie sicher mehr für Meinungs - und Pressefreiheit tun, als durch konzertantes schweigen.
Aber auch die haben anscheinend Angst vor 3 Millionen Flüchtlingen.
Erbärmlich ist das.

@16:13 von nie wieder spd

"Schon seit Beginn der Krise in der Türkei vermisse ich Live-Berrichte zu den katastrophalen Umständen, unter denen der Diktator Erdowahn diktiert.
Interviews mit türkischen Menschen auf der Straße, Liveberichte von Demonstrationen gegen Erdowahn, Liveberichte von Veranstaltungen mit Erdowahn."

Gehen Sie mal auf die WDR-Seite "Türkei unzensiert" oder auf "ozguruz" (deutsch und türkisch).

Ich kann es ......

eigentlich nicht glauben! Finden sich wirklich nur noch linke oder links-liberale Zeitungen wie die "Cumhuriyet" zur Kritik an Erdogan bereit? Was ist mir konservativ-liberalen Zeitungen? Gibt es die nicht in der Türkei oder hat die Erdogan schon auf seine Seite gezogen? Man sollte nicht "Links" mit "Liberal" gleichsetzen, denn das verträgt sich genauso wenig wie "Rechtsradikal".

"Jeder in der Türkei weiß,

"Jeder in der Türkei weiß, das die Cumhuriyet Zeitung z.B. irgendwann in die Hände der Linksradikalen gelandet ist ... ."

Ich glaube kaum, dass das "jeder" so sieht wie Sie, ,eine türkischen Freund jedenfalls nicht.

Erdogan und seinesgleichen können nicht differenzieren und werfen alles in eine Topf: TAK, PKK, PYD, HDP, Linke und kritischeJournalisten ... und alle die Erdogans Führungsanspruch im Weg stehen, alle sind Terroristen.

Die HDP ist die letzte Generation, über die und mit der eine friedlich Lösung der Kurdenfrage möglich wäre, statt mit Ihr für eine Lösung zusammen zu arbeiten, werden ihre Funktionäre und Mitglieder ins Gefängnis gebracht.

Die syrische Kurdenpartei PYD verfolgt zwar die gleichen Ziele (Föderalismus, Autonomie, Gleichstellung der Frau usw.) wie die PKK, hat aber ganz andere Prioritäten.

Für das zentralistische Denken ist es unbegreiflich, dass es sogar in einer einzigen Partei oder Organisation verschieden Meinungen gibt.

Pressefreiheit

Danke, dass die TAGESSCHAU weiterhin das Thema der inhaftierten Journalisten hochhält. Die Meinugs- und Pressefreiheit kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

@Hackonya2

Sind Sie Mitarbeiter des türkischen Geheimdienstes oder mit der Familie Erdogan verwandt?
Eine Klarstellung Ihrerseits würde sicherlich Ihre Kommentare erklären.

@16:09 von Hackonya2 - Jeder weiß ...

"Jeder in der Türkei weiß, das die Cumhuriyet Zeitung z.B. irgendwann in die Hände der Linksradikalen gelandet ist ... ."

Ich glaube kaum, dass das "jeder" so sieht wie Sie, meine türkischen Freunde jedenfalls nicht.

Erdogan und seinesgleichen können nicht differenzieren und werfen alles in eine Topf: TAK, PKK, PYD, HDP, Linke und kritischeJournalisten ... und alle die Erdogans Führungsanspruch im Weg stehen, alle sind Terroristen.

Die HDP ist die letzte Generation, über die und mit der eine friedlich Lösung der Kurdenfrage möglich wäre, statt mit Ihr für eine Lösung zusammen zu arbeiten, werden ihre Funktionäre und Mitglieder ins Gefängnis gebracht.

Die syrische Kurdenpartei PYD verfolgt zwar die gleichen Ziele (Föderalismus, Autonomie, Gleichstellung der Frau usw.) wie die PKK, hat aber ganz andere Prioritäten.

Für das zentralistische Denken ist es unbegreiflich, dass es sogar in einer einzigen Partei oder Organisation verschieden Meinungen gibt.

@Hackonya2 - Wen wunders hier, daß Sie...

...mal wieder einer der ersten sind die sich hier melden.

Ich erspare mir diesmal Ihre Schreibergüsse zu lesen, da diese stets dasselbe enthalten.

Es lebe RTE.

Schönen Tag noch.

re Hackonya2: Terror?

„Wenn alle in der Türkei, die verhaftet werden unschuldig sein sollen, dann frage ich mich, wie sich der Terror propagiert, organisiert und von wem ausgeführt wird. Entstehen die opfer von ganz alleine? Nur an den PKK Terror bislang 40.000 Menschen.“

Erstens: Hier geht es nicht um „alle, die in der Türkei“ verhaftet werden, sondern um gut recherchierte Fälle zu Verhaftungen missliebiger Journalisten. Darunter versteht man übrigens Journalisten, die die eigene Sichtweise nicht teilen. Sehr befremdlich, dass Sie dies in Schutz nehmen. Besonders, da Sie sich zu anderen Themen sehr liberal zeigen.

Zweitens: Ich würde jetzt mal endlich wissen wollen, wie Sie auf die hier immer wieder gebetsmühlenartig wiederholten „40.000 PKK-Opfer“ kommen. Wann wurden die von wem unter welchen Umständen ermordet und wer wurde dafür mit welchen Beweisen zur Rechenschaft gezogen?

@Hackonya2 (06.03.18 16:12): Opfer von wem?

zu "Nur an den PKK Terror bislang 40.000 Menschen."

Sie wiederholen immer wieder diese falsche Aussage. Korrekt wäre, daß die allermeisten dieser Toten eindeutig in die Verantwortung der von der AKP okkupierten Regierungsmacht der Türkei liegen.

zu "wie sich der Terror propagiert, organisiert und von wem ausgeführt wird. "

Die naheliegende Antwort - unter Berücksichtigung des aktuellen von der AKP dominierten Staatsterrors - ist: AKP-Regierung und alle abhängigen und gleichgeschalteten Institutionen wie Geheimdienst, Polizei, Justiz und Medien.

@16:12 von Hackonya2

"frage ich mich, wie sich der Terror propagiert, organisiert und von wem ausgeführt wird."

Schaun Sie mal auf die Seite "ozguruz" von Can Dündar. Dort gib es einen Artikel zum Thema Therrorismus "Die Türkei kennt den Mörder". Jahrelang wurden Dschhadisten in Syien für die eigenen Machtinteressen unterstützt.

In der Kurdenfrage wäre ein Frieden möglich gewesen mit Zugeständnissen. Aber selbst ein föderales System wie in Deutschland mit wenigstens ein bischen Autonomie der Behörden auf kommunaler und Bundeslandebene ist für einen Zentralisten wie Erdogan undenkbar.

@hackonya 16:12

Wenn die Türkei ein Rechtsstaat wäre, brauchten Sie diese Frage nicht zu stellen, denn es gäbe längst Anklageschriften, in denen die Schuldvorwürfe begründet wären.
Dass es nicht so ist, haben Sie doch hier gelesen.

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