Ihre Meinung zu: Arbeitslosigkeit sinkt EU-weit auf Tiefstand

1. März 2018 - 15:25 Uhr

Die Zahl der Arbeitslosen in der EU ist so niedrig wie seit neun Jahren nicht. Doch es gibt große Unterschiede zwischen den Mitgliedsländern. Für junge Erwachsene hat sich die Lage nicht verbessert.

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Kommentare

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit

kommt zu einem gutem Teil daher, das sich die Unternehmen komplett aus der sozialen Verantwortung gestohlen haben.
Sie beteiligen sich nicht an der Ausbildung welche somit immer schlechter wird, auf der anderen Seite wollen sie aber keine schlecht Ausgebildeten beschäftigen.

Außerdem herrscht eine dreiste Ausbeutermentalität vor.
Hier ein Beispiel aus Spanien:

Meine Cousine ist Ende 20, sie hat ihr gesamtes Berufsleben seit der Ausbildung zur Anwaltsgehilfin in der selben Kanzlei gearbeitet.
Ihr Chef kommt zu ihr und sagt ihr sie hätte nun für ein drittel weniger zu arbeiten oder er sucht sich wen ders tut.
BEi der Arbeitsmarkt Situation schluckt sie die Kröte wird aber 3 Monate später entlassen weil er jemand noch billigeren gefunden hat.
Danach besitz er tatsächlich die Dreistigkeit, von ihr zu verlangen den Neuen unentgeltlich Anzulernen.

Alles höchst dubios und illegal, auch in Spanien, aber da weggeschaut wird wo es nur geht... gang und gebe.

zunehmend prekäre Arbeitsverhältnisse

Diese Quote sagt gar nichts über die Qualität der Arbeitsplätze aus. Immer mehr Menschen brauchen 2 oder 3 Arbeitsplätze, weil ihre Arbeitsverhältnis prekär sind. Ferner sagt sie weder etwas über das Nettoeinkommen aus noch über die Arbeitsstunden, die die leisten müssen, die einen oder mehrere Arbeitsplätze haben. Alles in allem ist eine sinkende Arbeitslosenquote allein wenig aussagekräftig und in diesem Fall überhaupt keine Erfolgsmeldung.

Auslegungssache

Zitat aus dem letzten Monatsbericht der Bundesagentur für Arbeit (Zitat): "Nach vorläufiger Hochrechnung gab es im Februar 5.025.000 erwerbsfähige Leistungsempfänger von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II".

Da europaweit gleich ausgelegt wird, kann man da ja wohl von einigen Diskrepanzen sprechen.

Die Italienwahl steht an. Dort sind einige Eurogegner verdächtigt Erfolge verbuchen zu können. Möglicherweise ist daher der Druck auf die Arbeitslosenzahlen noch mal ein bisschen höher.

Bitte weiter so! Allen

Bitte weiter so! Allen Unkenrufen zum Trotz bahnt sich die EU unaufhaltsam den Weg zur wirklichen Alternativlosigkeit. Zwar ist sie für Leute wie mich bereits unsterblich und lange nicht mehr wegzudenken, aber auch für die langatmigsten Kritiker wird das Eis immer dünner. Auf gehts in die Zukunft!

@ um 15:24 von metafa Bitte weiter so! Allen

Eine sinkende Arbeitslosenquote täuscht die meisten Menschen nicht darüber hinweg, dass die Schere zwischen Arm und Reich auch in der EU rasend schnell immer weiter aufgeht. Wenn dieser Vorgang nicht aufgehalten wird, dann werden auch in der EU die Massen verelenden. Wenn Sie das für "alternativlos" halten und gutheißen, dann sind Sie wahrscheinlich in einer Lage, wo Ihnen die zunehmende Verarmung nichts anhaben kann.

@metafa

ich finde auch, das die EU auf lange Sicht das einzig Wahre ist. (mein innerer Utopist hätte sogar gerne eine Weltunion)

Man könnte sie jedoch deutlich glaubwürdiger, sozialer und Rechtssicherer Gestalten.

Solange diejenigen die die EU übernational lenken sollen nur national gewählt werden, wird die EU nie ihr volles Potential ausschöpfen.
Ferner müssen die Einzelstaaten endlich Kompetenzen abtreten.
Ein wirklich funktionierendes Europol, mit Zugang zu allen Datenbanken, das wäre mal ein guter Richtiger Schritt.

Seitdem Arbeitslosigkeit mit

Seitdem Arbeitslosigkeit mit H4 weggerechnet werden kann, traue ich diesen Statisken nicht mehr.
Ein Arbeitsloser auf Fortbildung beim Arbeitsamt, zählt nicht mehr als arbeitslos. Der hat sich dann in Luft aufgelöst.

Es wird Zeit für den europaweiten Generalstreik gegen die Sharholder und Abschröpfer. Das Beispiel oben, mit der Anwaltsgehilfin spricht doch Bände.
Auch das hiesige Geplärre wegen angeblichenFachkräftemangel- Völliger Quatsch.
Wer nciht ausbildet, kann nichts erwarten. Wer ncihts zahlt, bekommt keine Leute.

Wir haben ein Bezahlungsproblem. Sonst nichts.

Arbeitslosigkeit sinkt,

Einkommensminderung steigt.
Quasi arbeiten zur Steigerung der Altersarmut.
Die Löhne heute haben nicht einmal das Niveau der Löhne von 1990 erreicht in den meisten unteren Berufsgruppen. (Bankiers und Vorstände gehören nicht dazu...)

Nichtssagende Statistik

Der Stand der Arbeitslosigkeit sagt überhaupt nichts über die Arbeitsqualität aus. Jobs, die staatlich subventioniert werden müssen, oder zum leben gar nicht reichen, sind kontraproduktiv. Außerdem entspricht nur sinnvolle Arbeit dem menschlichen Bedürfnis nach Würde, nicht aber irgendwelche Minderwertigen Jobs.

Arbeitslosigkeit sinkt EU-weit auf Tiefstand

Aus manchen Ländern gibt es auch eine Arbeitsemmigration nach Norden,was zur Folge hat,daß die Arbeitslosenquote in Südeuropa sinkt.
Und von welcher Qualität sind denn die neu entstandenen Jobs ?
Aber wie wären die Zahlen denn,wenn bestimmte Volkswirtschaften nicht vom Exportstärksten niedergedrückt würden ?
Wenn sie nicht in EU und Eurozone wären ?

Fehlende Konzepte

Gut, gehen wir mal davon aus, dass sich die Arbeitslosigkeit im EU-Raum verringert hat. Dennoch ist sie so hoch, dass es mit der Vorstellung einer sozialen Marktwirtschaft nicht zu vereinbaren ist.

Außerdem ist zu überlegen, was von diesem Hoch nach Ende der lockeren Geldpolitik der EZB und der Unterbewertung des Euro noch übrig bleibt.

re einerer

"Seitdem Arbeitslosigkeit mit H4 weggerechnet werden kann, traue ich diesen Statisken nicht mehr."

Das ist doch kompletter Unfug. Für die Arbeitslosenstatistik ist es irrelevant, ob der Arbeitslose ALG I oder II bezieht.

Traue nie eine Statistik die man selber nicht gefälscht hat.

Traue nie eine Statistik die man selber nicht gefälscht hat.

@ um 15:57 von Säbelzahn Fehlende Konzepte

Soziale Marktwirtschaft ist Geschichte. Die wurde ab den frühen 80ern mit der Kohl-Regierung schrittweise abgebaut. Heute sieht es doch eher so aus, das "sozial" zum Schimpfwort geworden ist. Dennoch hat der breiten Bevölkerung in Deutschland und auch der deutschen Volkswirtschaft die soziale Marktwirtschaft Wohlstand gebracht. Sie könnte es auch wieder tun, man müsste sie nur wieder populär machen und wiedereinführen.

Arbeitslosigkeit 0%

Die Umsetzung ist doch einfach und liegt auf der politischen und wirtschaftlichen Linie:
Jeder arbeitslose Bürger erhält einen Besen in die Hand gedrückt und den Auftrag vor seiner Haustüre zu kehren.
Damit existieren keine Arbeitslose mehr.
Von einem Entgelt war schließlich nie die Rede.

Und die vielen neuen

Und die vielen neuen Arbeitsplätze (Sorry, alte Gewohnheit, meinte Jobs) werden so richtig gut entlohnt!

re denkerundlenker

"Traue nie eine Statistik die man selber nicht gefälscht hat."

... es sei denn, sie bestätigt das eigene Weltbild. Dann ist sie korrekt.

So ist der Spruch komplett.

Zahlen sind keine Qualität!!!

Die Ursachen für die sinkende Arbeitslosigkeit wären viel interessanter - wo sind die Statistiken (machtvolle ÄMTER?), die messen, wie gut es den Menschen bei ihrer Arbeit geht, und wieviel Freizeit sie noch haben, nachdem sie 3 Jobs hintereinander erledigen müssen. Ich kenne eine Nachbarin, die schuftet sich mit mehreren Jobs regelrecht zu Tode und hat trotzdem nicht genug.

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