Kommentare

sachlich richtig

Die goldene Frage ist aber wie immer: wer soll/will das bezahlen?
Obwohl ich Beamter - und Privatversicherter - bin, habe ich überhaupt kein Problem mit einer Gemeinschaftsversicherung.
Aber dann bitte EINE Versicherung - durch die ALLE Grundleistungen abgedeckt sind.
Für Zusatzleistungen dürfen dann gern erweiternde Privatversicherungen abgeschlossen werden; aber für die allg. Gesundheitsleistungen eine einzige Kasse.
In diese Versicherung zahlt JEDER mit Einkommen - gleich welcher Art - einen Prozentsatz "x" ein; dann braucht's auch keine extra Pflegeversicherung mehr.
Schließlich ist auch Pflege eine Art der Gesundheitsfürsorge.
Wieviel Kohle könnte man sparen, wenn man die ganzen Verwaltungsapparate und -bauten der vielen Kassen einspart?
Dann reicht es vielleicht auch für eine angemessene Entlohnung ALLER Mitarbeiter im Gesundheitswesen.

Budgetierung abschaffen

Wie wäre es, wenn man diese leidliche Budgetierung abschaffen würde? Wenn alles geregelt vorgeschrieben ist, kann kein Arzt das verdienen, was verdient. Kein Arbeitnehmer arbeitet mehr, wenn er seine Stückzahl erreicht hat. Warum auch? Er bekommt es ja nicht bezahlt.
Und statt den Krankenhäusern mit Steuermitteln unter die Arme zu greifen (also jeder Beitragszahler zahlt dann doppelt) sollte wieder der Mensch und Patient im Vordergrund stehen und nicht als Fallkostenpauschale.
bis denne

Typisch

"Andere Ideen im Kampf gegen den Pflegemangel hat die FDP: Quereinsteiger fördern, Halbtagskräfte zur Ganztagsarbeit motivieren, Weiterbildungen anbieten. FDP-Gesundheitsexpertin Aschenberg-Dugnus gibt sich zuversichtlich, dass Spahn als Gesundheitsminister dafür offen ist..."

Typisch FDP, es darf ja nicht sein das die Arbeitgeber fair bezahlen müssen...
Meine Mutter hat in der mobilen Altenpflege gearbeitet, die Bezahlung ist mies, die Arbeitszeiten sind mies und man hat schnell im Alter körperliche Beschwerden aufgrund von Belastung. Hinzu kommt dass man nur wenig Zeit pro Patient hat, da wird teilweise pro Person nur 20-30 Minuten vorgegeben. Schnell hin, aus dem Bett ziehen, waschen und fertig - keine Zeit Rücksicht auf den zu Pflegenden zu nehmen. Da wird entsprechend Druck von oben gemacht.
Es muss mehr eingestellt, wesentlich besser bezahlt und bessere Arbeitsbedingungen geschaffen werden, dann kommen die Leute von alleine und die Patienten profitieren ebenfalls.

Pflegenotstand

... wie wäre es einfach mal mit mehr Geld und besseren Arbeitsbedingungen? Ich denke, dass die meisten Pfleger ihren Job aufgeben, weil sie solange ausgepresst wurden, bis sie auf dem Fensterbrett standen und die Reissleine gezogen haben. Eventuell mal über Pflegeschlüssel nachdenken. Aber dafür hat die „schwarze Null Politik“ ja kein Geld. Damit müssen ja Systemrelevante Autokonzerne und andere Versager gerettet werden.

Hohe Beiträge für privat Versicherte?

Viele privat Versicherte müssten im Verhältnis zu ihrem Einkommen sehr hohe Beiträge zahlen

Da fragt man sich, warum sie dermaleinst eine private Krankenversicherung der gesetzlichen vorgezogen haben. Schließlich steht es jedermann frei, sich zwischen privater und gesetzlicher KV zu entscheiden - einmal. Dabei sollte man sich - wie bei vielen anderen Entscheidungen im Leben - über die Konsequenzen klar sein, bei der privaten KV gehört dazu, daß die Beiträge nicht vom Gehalt, sondern vom Alter abhängen. Selbst als privat Versicherter könnte man sich ja dann später für eine Grundstufe entscheiden, bei der sowohl Leistungen als auch Kosten der GKV entsprechen. Dafür wurden diese Grundstufen vom Gesetzgeber eingeführt.

Viel besser wäre es, wenn alle ausnahmslos gesetzlich versichert würden und es PKV nur noch als Zusatzversicherung gäbe. Das würde viele Probleme aus der Welt schaffen. Auch das der "hohen" Beiträge alter PKV-Versicherter.

Wo es hingeht

Spahn erklärte, das die Privatversicherten zu viel bezahlen würden. Nun, damit ist seine Richtung mit einem Satz vorgegeben. Spahn ist nicht dafür bekannt, sich für untere Lohngruppen einzusetzen. Im Gegenteil. Hier werden sich die Lobbyisten der Privaten und die Pharmaindustrie freuen. Mit Spahn bekommen sie guten Ansprechpartner.

Pflegenotstand

An die Arbeit, Herr Spahn! Nirgends wird der Pflegenotstand deutlicher gespürt als von Familien und Angehörigen in der häuslichen Pflegeversorgung, die 73% aller Pflege in Deutschland leisten. Dort gilt es anzusetzen, um Familien zu entlasten. Pflege darf nicht primär die Verantwortung einzelner Familien bleiben, sie ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Ihr marktwirtschaftlicher Ansatz profitiert den Betreibern, nicht den Menschen!

Bin pessimistisch

Wenn man einen bekennenden Konservativen und Wirtschaftsliberalen zum Gesundheitsminister macht, dann weckt das bei mir bestimmte Erwartungen.
Und die Tatsache, dass er sich in seinem ersten Interview nach seiner Nominierung als Erstes um die armen Privatpatienten sorgt, die es so schwer haben senkt meine Befürchtungen nicht.
Aber zum Glück ist Spahn gut vernetzt mit Playern im Gesundheitswesen. Da werden sich die Lobbyisten entspannt zurücklehnen.

@ 05:01 von Bernd66

Ist ja schön mit der einen einzigen Krankenkasse. Nur funktioniert das aus zwei Gründen nicht: 1) Jede Krankenkasse bietet Gewerkschaften schöne Posten, wo sie sich, obwohl sie heutzutage gar nichts mehr mit Krankenversicherung zu tun haben, tummeln können. 2) Einheitskassen gibt es in vielen Ländern und funktionieren überhaupt nicht. Es entwickeln sich Bürokratiemonster ohne jede Konkurrenz, die sich hauptsächlich selbst verwalten und nicht auf den Bedarf der Bürger reagieren. Das ist insgesamt die teuerste und schlechteste Lösung.

Sehr richtig

Ich bin absolut ihrer Meinung. Sehr schön.

Terminvergabe

Es gibt in Deutschland etwa 10% Privatversicherte. Wer glaubt, dass die nennenswerten Effekt auf die Terminvergabe haben könnten, träumt. Selbst wenn die immer sofort dran kämen (was nicht der Fall ist), würde bei deren Wegfall der Kassenpatient statt 30 Tage 27 Tage warten. Aber sie fallen ja nicht weg. Sie würden nur in der gleichen Schlange warten, so dass sich statistisch vielleicht 1 Tag Unterschied ergibt. Es bleibt das Neidargument: Wenn wir schon warten müssen, soll es niemand besser haben. Und selbst das stimmt nicht: Es ist Illusion zu glauben, dass Reiche und Arme jemals gleich behandelt werden. Das gilt nicht beim Autohändler und auch nicht beim Arzt. Reiche brauchen eigentlich gar keine Versicherung oder nutzen Zusatzversicherungen, die können daher auch zu reinen Privatärzten gehen oder in Privatsprechstunden, das kann niemand verhindern. Hier wird wirklich ein populistisch agiert, denn die Effizienz der Privatkassen ist den Bürokraten ein Dorn im Auge.

@ 06:22 von Sebastian Fischer

Das ist richtig. Die Pflege von Alten und Behinderten wird das Thema der Zukunft und um es angemessen zu gestalten, müssen wir sehr viel in die Hand nehmen - Geld, dass der jungen Generation woanders fehlen wird. Denn darum geht es: Die ältere Generation (zu der ich auch gehöre) hat jahrzehntelang gelebt, als gäbe es kein Morgen, ja das Demographieproblem wurde jahrzehntelang geleugnet. Jetzt ist die Party vorbei und die Alten verlangen von den Jungen, dass sie nicht nur den Planeten aufräumen, die Schulden bezahlen sondern auch noch auf alles sonst verzichten, damit die Prasser auch noch "in Würde" alt werden können. Die nächste Generation wird gar nicht genug Geld haben, das alles leisten zu können. Die Alten werden versuchen, als große Minderheit, ihr Wohl politisch zu erpressen. Aber dann laufen die Jungen einfach weg, weil sie sich nicht ausbeuten lassen wollen. Wir reden über sehr viel Geld - wer soll das bezahlen?

Augenwischerei!

Das Einzige, was wirklich unser marodes, durch CDUCSUSPDFDPGrüne kaputt reformiertes Gesundheitssystem retten kann, ist eine s.g. "Bürgerversicherung".
Eine Krankenkasse, eindeutige Regelungen, ohne Ausnahmen für Honorare, Preisgestaltung und Aufsicht der Pharmakonzerne etc., sowie die Beseitigung des Klüngels aus Versicherung-, Pharma- und Ärztelobby und der Politik.
Wie viele Politiker sind doch gleich nochmal mit irgendwelchen Pharmakonzernen und Versicherungen "wirtschaftlich verbandelt" und beziehen auf die eine oder andere Art "Zuwendungen" von jenen?
Das wäre z.B. mal etwas für den "Faktenfinder"!
Falls es jemand wagt, dieses heiße Eisen anzufassen ...
So bleibt jedenfalls der Bock Gärtner und uns wird weiterhin ein X für ein U vorgemacht. Die Zeche dafür zahlen, wie gewohnt, die Versicherten (GKV und PKV) und das med. Personal.
Jene, die es versemmeln sind ja auch hier schön außerhalb dessen versorgt, was man unsereinem zumutet.
Es ist höchste Zeit für Veränderungen!

Arme Privatversicherte

Spahn sieht es falsch herum. Denn soviel kostet ordentlicher Krankenversicherungsschutz, der auch noch demographiegesichert ist. Alle Problem der gesetzlichen Kassen kommen daher, dass diese eben nicht mehr Geld von den Versicherten erheben dürfen, sondern lieber an der Leistung gespart wird. Man versucht jetzt irgendwo noch Geld zu bekommen, z.B. indem man das Geld der funktionierenden Privaten enteignet, nur das reicht gerade für die Portokasse, für die nächste unsinnige Mailaktion der Gesetzlichen. Die 10% Privatversicherten sind letztlich vernachlässigbar, auch wenn sie für manche Ärzte ein vernünftiges Zubrot darstellen, der Unterschied zwischen gerade über die Runden kommen und vernünftig verdienen. Jeder Privatversicherte kann die Kosten deutlich senken, indem er in den Basistarif geht - d.h. Versorgung auf Niveau der Gesetzlichen. Das ist alles schon geregelt - sollte der Fachmann wissen. Unser Gesundheitssystem ist heute im Vergleich mit dem Ausland recht gut.

allein bei der AOK

könnte man jährlich zig Millionen einsparen
wenn nicht jeder Landkreis einen eigenen
hochdotierten Vorstand hätte. Im übrigen
wozu brauchen wir über 200 Krankenkassen?

Recht hat er.

Das deutsche Gesundheitssystem ist ein Witz. Im Grunde genommen, muss es komplett eingestampft werden und ein neues System geschaffen werden mit 1 gesetzlichen Krankenkasse für ganz Deutschland und ähnlich wie mit der privaten Altersversorge, kann man sich dann zusätzlich privat versichern.
Dass mit den Terminen könnte man so regeln. Nach der Regelarbeitszeit des Arztes könnten die privat Versicherten kommen, dann wird den gesetzlich Versicherten nichts genommen und da die Leistung in den Überstundenbereich rein spielt ist auch eine höhere Vergütung gerechtfertigt.
Viel Arbeit für Jens Spahn und ich hoffe er bekommt ähnlich wie vdL die Zeit dazu.
Aus meiner Sicht entstehen dem Gesundheitssystem als Ganzes keine Mehrkosten, denn der Pott als Ganzes verändert sich ja nicht, es findet nur eine Umverteilung statt aber ich denke Jens Spahn macht das schon, er will ja mal Bundeskanzler werden.

Die eigentliche Frage wird nicht gestellt

die lautet nämlich:
Wie verhindern wir, bzw. wie machen wir Rückgängig, dass die Gesetzlichen Krankenversicherungen eigentlich nur ein Selbstbedienungsladen der Pharmalobby sind.

Und da dann als Paragraph 2:
Wie kann es sein, dass die Arzneimittelbehörde der Pharmalobby so nach dem Mund redet?

Man erinnere sich an den Bericht der TS über ein Präparat, das sein 20 Jahren gegen MS verwendet wird. Da bringt Pharma ein Mittel raus das genau das Gleiche ist (erwähnte der Bericht) verkauft dies aber zu einem vielfach höherem Preis. Und Freund Arzneimittelbehörde leistet Beihilfe indem sie das ältere bewährte (günstige) Präparat zur Anwendung bei MS untersagt.

Ich mag damit jetzt offene Türen einrennen, aber sollte im Gesundheitssystem nicht die Gesundheit im Vordergrund stehen, nicht der Kommerz?

Eine Abschaffung der

Eine Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen wäre der erste vernünftige Schritt zur besseren Finanzierung. Aber damit würde es für die Besserverdienenden etwas teurer werden. Das wird Herr Spahn nicht zulassen.
Und wer sich über die Vergütung von Ärzten mehr Gedanken macht als über die angemessene Bezahlung und dringend nötige Arbeitszeitverkürzungen für Pflegekräfte, von dem kann sowieso nichts erwartet werden.

Rumgefrickel

Es wird weiter ein rumgefrickel am Gesundheitssystem geben. Das haben die Vorgänger nicht anders gemacht. Pflegenotstand wird weiter auf die Schultern def Angehörige verteilt, Krankenhausfinanzierung den Ländern überlasssen, Kassensystem nicht reformiert.

Alles nur, weil der Mut fehlt. Da ist Herr Spahn nicht anders. Klar, nach 4 Jahren will er nicht aus dem Amt gehen und sich hinstellen müssen, dass er das Gesundheitssystem teurer gemacht hat. Er will ja wieder gewählt werden.

Politik dient dabei nur sich selbst und nicht dem Bürger. So wird es auch mit ihm sein.

@ 06:18 von riewekooche

Die Beiträge der Privatversicherten hängen überhaupt nicht vom erreichten Alter ab, sondern von dem Alter zu dem man eingetreten ist. Theoretisch bleiben die Beiträge danach bis zum Tod gleich. Allerdings dürfen die Beiträge den Kostensteigerungen angepasst werden, das gilt aber für alle Alter gleich. Wer relativ wenig verdient, z.B. geringverdienende Beamte, die knapp kalkuliert haben, können durch die Kostensteigerung, aber auch wegen der Beiträge für Kinder und Ehefrau, die im Unterschied zur Gesetzlichen nicht kostenfrei mitversichert sind, in Schwierigkeiten kommen. Erst recht gilt dies im Alter, wenn die Einkommen sinken, nicht aber die Beiträge. Hierfür gibt es aber den Basistarif, mit deutlich niedrigeren Beiträgen. Aber wer will schon auf Sparleistungen gesetzt werden, wenn man sein Leben lang gute Leistungen gewöhnt ist? Da beschwert man sich lieber. Spahn wird noch merken, wie kompliziert Krankenversicherung wirklich ist.

@Bernd66

das ist eine schöne Vorstellung, ich hoffe sowas sehen wir noch mal entgegen aller Erwartungen.

Aber leider haben zu viele Menschen mit Macht ein persönliches, meist monetäres, Interesse daran den Status Quo zu halten, oder das System noch mehr in Richtung Geldfabrik für wenige auf Kosten vieler zu verschieben.

Ich war länger politisch aktiv und ein Modus hat sich mir eingebrannt:
Opportunistische Jasager steigen in den Rängen auf, besonders wenn es etwas gibt das man gegen sie in der Hand hat um sie zu kontrollieren (schmutziges Geschäft die Politik).

Idealisten die wirklich was bewegen wollen sind zu unbequem und versanden daher aller spätestens in der Kreisebene.

Über Bundesgrenzen schauen

Warum alles neu erfinden? Sehen wir uns Dänemark, Schweden oder die Niederlande an: Dort wird die Pflege zu großen Teilen aus Steuern finanziert. Man hat erkannt, dass es eine gesellschaftliche Aufgabe ist. Und die läßt sich anders nicht finanzieren.
Bei Steuern ist nach den gigantischen Steuersenkungen der letzten Jahre erheblich Luft nach oben. Man sollte sie nutzen.
Wenn Pflegekräfte ordentlich bezahlt werden, finden sich auch welche.
Problem ist dann noch die hohe Lebensarbeitszeit. Wer kan diesen Knochenjob bis 67machen? Wohl kaum jemand! Aber das ist dann schon die nächste Baustelle.

wenn die korruption

im gesundheitswesen beseitigt wird, werden immense finanzielle mittel frei.

in deutschland war ich 35 jahre privat krankenversichert und habe die beitragserhoehungen erlebt.

in uruguay bin ich privat krankenversichert, mit einer in alle richtungen tragbaren eigenbeteiligung.
die es in deutschland in anderem umfang ja auch gibt.

ich erlebe hier wie mit medikamenten u.a. umgegangen wird und habe es in deutschland erlebt.

ich erlebe hier wie aerzte medizin machen und habe es privat als patient und beruflich in der pharmaindustrie erlebt.

dazwischen liegen welten.

die medizinische kompetenz hier ist mit der in deutschland vergleichbar.

der umgang mit patienten ist es nicht. hier wird der patient als patient wahrgenommen.

es sind unendlich viele milliarden die gespart werden koennen und an anderer stelle hilfsbeduerftigen sinnvoll zur verbesserung ihrer situation, zur verfuegung gestellt werden koennen.
mein monatsbeitrag betraegt 20% des beitrags in deutschland.

@05:01 von Bernd66

Aber dann bitte EINE Versicherung - durch die ALLE Grundleistungen abgedeckt sind.

Sie sagen es genau richtig. So lange man das Gesundheitssystem als Markt sieht und nicht als Grundrecht, so lange kann es keine echte Gesundheitsreform geben und wir bleiben dem Diktat der privaten Versicherungsgesellschaften unterlegen. Dabei haben diese eigentlich am wenigsten mit dem Gesundheitssystem zu tun, denn sie dienen lediglich als Geldverwaltungsysteme, stecken sich aber einen ordentlichen Batzen ein. Die über 200 Versicherungs-Wasserköpfe braucht kein Mensch! Eine staatlich kontrollierte echte Krankenkasse (kein Versicherungskonzern) und es dürfte mit dem frei werdenden Geld wohl problemlos Vollversorgung für alle geben.

Man könnte natürlich mit den wegfallenden Arbeitsplätzen argumentieren, aber dafür ist das Gesundheitssystem nicht zuständig - es ist keine Arbeitsbeschaffungsmassnahme! Und die Versicherungen erfinden sicher neue andere "Produkte", die diese Mitarbeiter verkaufen.

ich wüßte da noch ein paar Baustellen für ihn

- Pharmafirmen die Zulassung entziehen die alte Medikamente unter neuem Namen auf dem Markt bringen um sie nun für den 10fachen Preis verkaufen
- Ärzten die mehrfach grob falsch abrechen die Zulassung entziehen
- Medikamente vom Markt nehmen deren Zulassung nicht sauber war (z.B. v. indischen Subs durchgeführt; der Apotheker der die Krebsmittel gepanscht hat belieferte mit diesen auch Studien; etc.)
- Lobbyisten die im Bundestag u. Ministerien ein- und ausgehen müssen klar gekennzeichnet sein (z.B. Firmenloge 20cm groß vorne u. hinten auf Kleidung)
- an allen Gesetzen müssen die Namen aller an der Ausarbeitung Beteiligter dokumentiert sein
Seltsam ist doch daß mit jeder bisherigen Gesundheitsreform die Kosten stiegen, die Leistungen verringert wurden und die Gewinne der Pharmakonzern wuchsen

"und die Frage, wie schnell...

..gesetzlich Versicherte im Vergleich zu privat Versicherten einen Arzttermin bekommen. Bekanntlich warten gesetzlich Versicherte teils deutlich länger."
Das ist bislang an mir vorübergegangen :-(
Ich bin privat krankenversichert und ich habe bisher weder schneller einen Termin beim Arzt/Facharzt bekommen noch bin ich im Termin schneller drangekommen, sondern habe genau so lange im Wartezimmer gesessen wie alle anderen auch.
Und ich habe schon gar nicht den Eindruck, dass ich besser behandelt würde. Was soll die Hysterie?

@06:57 von Autograf und 07:11

Es gibt in Deutschland etwa 10% Privatversicherte. Wer glaubt, dass die nennenswerten Effekt auf die Terminvergabe haben könnten, träumt.

Ihre Betrachtungen klingen mathematisch schlüssig. Die Realität stellt sich für gesetzlich Versicherte, insbesondere bei vielen Fachärzten anders dar. Im Extremfall gerät man beim Anruf erst eine einen Telefonautomaten ("Sind Sie privat versichert, drücken Sie die 1"). Eigentlich sollte die 1. Frage der MFA nach Namen und Beschwerden sein. Und dann erlebt man im Bekanntenkreis, wie schnell man als privat Versicherten beim Orthopäden drankommt, im Unterschied zum gesetzlichen Hungerleider.
Die privaten Versicherungen profitieren auch davon, dass sie Rosinenpickerei betreiben können. Ihr Klientel verdient besser, ist im Schnitt jünger und sie müssen nicht jeden versichern. Da kann man anders kalkulieren. Und natürlich hängt der Beitrag vom Alter ab. Wer sich mit 25 neu privat versichert, zahlt weniger, als jemand der 30 Jahre dabei ist.

Solange die verschiedenen Lobbygruppen

Vorrang vor der kostengünstigen Gesundheitsversorgung der Bevölkerung haben, wird es keine echte Reform geben.

Ein Gesundheitssystem, in das ALLE einen bestimmten %-Satz einzahlen (meinentwegen auch mit einer Deckelung ab 10.000€ im Monat). Die "Heilfürsorge" bei den Beamten zahlen alle anderen ja über ihre Steuern mit, da ist das nur ein Umlagern der Kosten, da können die über PV abgedeckten Restbeträge gleich mit übernommen werden.

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Wider die Mär der Nichtbevorzugung der "Privaten", die auch hier von interessierter Seite immer wieder eingekippt wird:
Es ist durch viele unabhängige Untersuchungen wiederholt festgestellt worden, dass die Wartezeiten der "Privaten" auf einen Termin beim Facharzt signifikant geringer sind als bei GKVlern.

2-Klassen Gesellschaft abschaffen

Es muß endlich die 2-Klassen Gesellscahft abgeschafft werden.
Es muß auch auf dem Land genügend Ärzte wieder geben (meine Mutter war am ersticken, es kam kein Arzt! Wo leben wir? Das ist Deutschland!)

Es muß endlich bzgl. Pflege was für uns Bürger getan werden, man arbeitet sein Leben lang, kann immer mehr von der Rente oft nicht leben und wartet dann in unmenschlichen Heimen auf den Tod.

Das ist Deutschland, in welchem man NICHT gut und gerne lebt.

designierter Gesundheitsminister

not my Gesundheitminister!
Einer der 40 Jahre ins System eingezahlt.
Bin mal gespandt was mit den 17,5 Milliarden Überschuß der GK passiert. Vielleicht nimmt er ja das Geld um die PK jetzt zu reformieren.

Ich bin ein Gutverdiener

bin aber das ganze Leben lang aus Überzeugung in der GKV geblieben. Ich finde es unerträglich, dass ich, weil ich über der Beitragsbemessungsgrenze liege, einen weit kleineren prozentualen Anteil meines Einkommens an die KV abführe als irgendein Geringverdiener. Und erst recht ist es ein Unding, dass mein Arbeitgeber sich auf diese Weise auch noch einen schlanken Fuß machen kann, denn für ihn sind ja die Sozialversicherungsbeiträge ebenfalls günstiger.
Die Beitragsbemessungsgrenze muss weg, sowohl in der Kranken- als auch in der Rentenversicherung. Jetzt möchte ich gerne den sehen, der mir eine "Neiddebatte" vorwirft.

Was soll jetzt das Geplänkel

Was soll jetzt das Geplänkel? Im Grunde zielen doch beide Parteien in die gleiche Richtung, im Endergebnis sind sie auseinander, nur bis zum Endergebnis braucht es sowieso längere Zeit. Also erst mal ran an die erkannten Probleme die Herr Spahn ja durchaus aufzählt, nur erwähnt er nicht die Finanzierung. Außerdem ist das Thema Umstellung, egal wie, anerkanntermaßen ja komplex, also was soll das Getöne jetzt, wo noch nicht mal klar ist ob diese kleine GroKo wirklich kommt, derzeit also reiner Aktionismus der schlichtweg fehl am Platz ist und eher die handelnden Personen für ihren Job disqualifiziert.

07:03 von Autograf

Wie kann man die diversen, immer zahlreicher werdenden sozialen Miseren verallgemeinernd einer Generation - und damit Millionen von hart arbeitenden Menschen - in die Schuhe schieben und diverse Lobbyisten, Politiker, Reiche etc außen vor lassen? Es gibt keine Interessendifferenzen von Alt und Jung, kein Gegeneinander. Dieses Konstrukt ist lediglich Produkt der neoliberalen Vernebelungspropagandisten.
Die Rentnergeneration, die in der Mehrheit CDU wählt, wird hoffentlich auch mal klüger
werden und ihren Kindern das Los von Pyramidenarbeitern ersparen.

die Finanzierung der

die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen ist ein Riesenproblem: immer weniger Beitragszahler, aber immer mehr Nutzniesser. An der Beitragsbemessungsgrenze wird fast der 8-fache Beitrag dessen bezahlt, was der Staat an Beiträgen für einen Hartz4-Empfänger zahlt. Zu Jahresbeginn wurde es uns als Erfolg verkauft, dass die gesetzlichen Krankenkassen mehr Mitglieder denn je haben, aber auch Hartzer sind Mitglieder, und deren Zahl ist durch die Zuwanderung stark gestiegen. Die Gesundheitskosten hierfür tragen zum Großteil die gesetzlich versicherten Besserverdiener.

und hoffentlich...

... begraebt er dann als erstes auch gleich das grundgesetzwidrige, gegen jeden Datenschutz verstossende (noch mehr wenn in Kuerze die DSGVO kommt) und voellig ueberteuerte und sinnlose Vorhaben der faktischen Aufhebung des Arztgeheimnisses mit Namen 'elektronische Gesundheitskarte'. Die fortgesetzte Noetigung der Krankenkassen, medizinischen Personals und der Versicherten durch das Bundesgesundheitsministerium. Mehr als 11 Milliarden Euro wurden da bereits versenkt; was waeren da fuer Leistungen fuer die *Versicherten* mit bezahlbar gewesen.

Der Wahnsinn hat ja momentan leider immer noch kein Ende.

Es sind *Ihre* Versicherungsbeitraege und Steuergelder die da *gegen Ihre Interessen* (Datenschutz) verschwendet werden, liebe Mitforenten...

Gesundheitssystem:Viel zu verarzten für Spahn

Und er ist ja auch so qualifiziert dafür.Er hat sich schon in ganz jungen Jahren mit dem Gesundheitswesen befaßt.

Laut Focus war von 2006 bis 2010 Teilhaber einer GbR mit dem Namen Politas und als Pharmalobyist unterwegs.Das er gleichzeitig im Gesunsheitsausschuss saß wir seiner Klientel sicher nicht unrecht gewesen sein.
Also,wenn er verarztet,in welchem Interesse ?

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