Ihre Meinung zu: Kosten für Rettungswageneinsätze stark gestiegen

25. Februar 2018 - 10:16 Uhr

Die Zahl der Rettungswageneinsätze ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen - und damit sind es auch die Kosten. Politiker sehen das Verhalten der Patienten als Ursache und wollen nun gegensteuern.

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Kommentare

Rettungsvermögen

Es ist teilweise ein lukratives Geschäft......

Es ist so gewollt

...und niemand steuert dagegen-das hat damal schon der Rössler gesagt.
Passiert ist nichts.
Es wird immer so weiter gehen-so lange ich als NotSan nicht das Recht habe dem Pat.zu sagen das ihn nicht in das KH bringe und das etwas für den Hausarzt ist.
Ich werde Nachts zu Pat geschickt mit Blaulicht,die seit 3 Tagen Zahnschmerz haben.
Und wenn man sagt das dies Misbrauch des Notrufes ist wird man noch beleidigt.

Nicht vorschnell alarmieren

Man sollte den Rettungs wagen nur alarmieren, wenn es auch wirklich nötig ist.

Information und Ausbildung der Bevölkerung

Es gibt viele Einsätze, weil die Bürger mit medizinischen Themen überfordert sind. Viele Wissen nicht ob Symptome gefählich sind oder es sich nur um Kleinigkeiten handelt. Aus dieser Unsicherheit heraus wird dann der Rettungsdienst bestellt. Andere wissen auch gar nicht, dass der ärztliche Notdienst (116117) eine Alternative darstellt, wenn es nicht so gefährlich ist. Was kann man tun? In Schulen sollte Gesundheitslehre das Wissen über Notfälle und Erkrankungen vermitteln. Erste-Hilfe Kurse haben früher viel über Notfälle und Verhaltensweisen vermittelt. Sie müssen wieder kostenlos für jeden angeboten werden und im Fernsehen sollten Werbesspots dafür laufen, wie es z.B. in Großbritannien der Fall ist. Leider ist in den letzten Jahren die Qualität der Ertse Hilfe Kurse stark reduziert worden, so dass es dringend einer Erweiterung der Inhalte bedarf. Dann gibt es noch die Leute die den Rettungsdienst als Taxi missbrauchen, da könnten private Rechnungen helfen.

Ich arbeite im

Ich arbeite im Gesundheitsdienst. Die Krankenkassen versuchen überall, die Kosten zu drücken. Auch auf Kosten der Qualität Behandlung. Das sind reine Ökonomen. Für die Bezahlung der Krankentransporte sollten die besser nicht zuständig sein.

Dieser Artikel kann tödlich sein!

Ich habe als Ersthelfer bei einer Lungenembolie einmal den Rettungswagen gerufen (112). Die Feuerwehr hat die Symptome abgefragt und dann entschieden ob der Rettungswagen kommt, nicht ich.

Die Hemmschwelle, 112 an zu rufen war für mich relativ hoch. Hätte ich damals einen Artikel wie diesen gelesen hätte ich noch länger gezögert. Die folgen währen definitiv tödlich gewesen.

Wenn man bei unnötige..

Alarmierung der Rettungsdienste ein saftigen Bußgeld einführen würde, wäre sowas kein Thema.

Eine Folge von Dr.Google?

Wenn medizinische Laien sich mit Symptomen erst im www informieren und dort von Krebs,Lebensgefahr,etc. lesen,ruft man schneller den Sanka als wenn man informiert ist..meint ein Fachkrankenpfleger

Ich bin schwerbehindert

und musste wegen einer lebensbedrohlichen Situation auf Grund einer Stoffwechselstörung sehr oft 112 anwählen.

Da ich Privatpatient bin, bekomme ich die Rechnungen des Einsatzes des Rettungswagens und des Notarztes direkt zugestellt, zusammen ca. 1000,- EUR für jeden Einsatz jedes mal.

Die Satzung der Gemeinde legt die Preise fest.

Die Preise sind erneut stark angestiegen, da neue Fahrzeuge beschafft werden mussten usw., haben sich zu 2015 fast verdoppelt.

Die Rettungssanitäter und Notärzte/innen sind jedesmal sehr freundlich zu mir gewesen und verbrachten mich in die Intensivstation des nächsten Krankenhauses, wo ich versorgt wurde.

Aber ich überlege mir auch, in Zukunft ggf. den ADAC anzurufen oder das nächste mal den Ärztlichen Notdienst, um Kosten zu sparen.

Der ADAC hat übrigens die allerbeste Ausstattung von Fahrzeugen und Personal und ist wesentlich billiger als die Feuerwehr u.a.

112 Zusammenlegung riskant

Eine Zusammenlegung der 112 mit dem ärztlichen Notdienst halte ich für riskant. Wer die 112 anruft, hat bereits einen Notfall und es ist keine Zeit mehr, um mit dem ärztlichen Notdienst zu diskutieren. Viele Patienten könnten überdies mit einer Handy-App nichts anfangen - wie meine Eltern, die beide über 90 sind - oder wären viel zu nervös, um sie in einer Notsituation zu bedienen.

Die Frage ist doch:

Warum ruft ein Zahnschmerzpatient oder jemand, der sich in die Hand geschnitten hat, den Notarzt?
Ich sehe darin ein sich immer weiter ausbreitendes Anspruchsdenken nach dem Motto: “Ich bezahle für die Krankenversicherung, sollen die jetzt mal was für mich tun!“
Das widerum ist Teil der grassierenden Rücksichtslosigkeit mit ihren vielen Facetten, sei es die Rettungsgasse, das Gaffertum mit Behinderung und Handyfotos, Drängeln, Behinderung der Hilfskräfte usw..

09:30 von skydiver-sr

«Es wird immer so weiter gehen-so lange ich als NotSan nicht das Recht habe dem Pat.zu sagen das ihn nicht in das KH bringe und das etwas für den Hausarzt ist.
Ich werde Nachts zu Pat geschickt mit Blaulicht,die seit 3 Tagen Zahnschmerz haben. Und wenn man sagt das dies Misbrauch des Notrufes ist wird man noch beleidigt.»

Ich kenne diese Argumentation und den Ärger von einem Berufsfeuerwehrmann in meinem Bekanntenkreis, der immer wieder über gleich gelagerte Erfahrungen berichtet.

Ich habe ihm schon mehrfach entgegnet, dass er als Nicht-Arzt dann auch eine sehr viel größere Verantwortung tragen müsste, wenn er aus eigenem Entscheiden die Einlieferung eines "den Notruf missbrauchenden Patienten" ins Krankenhaus verweigern könnte.

Er ist sich dieses Dilemmas sehr wohl bewusst, und weiß auch keine wirkliche Lösung dieser Problematik. Ihnen wird es da ganz ähnlich gehen …

Rettungsfahrten

Es gibt dieses Problem. Solange jedoch Minister und Abgeordnete beihilfeberechtigt sind und damit die Steuerzahler deren Gesundheitsversorgung mit bezahlen ist nicht einsehbar wieso wieder die gesetzlich Krankenversicherten zur Kasse gebeten werden sollen. Zumal bei alten, gebrechlichen, gehbehinderten Versicherten die gesetzlichen KV einen Patienten- bzw. Krankentransport zum niedergelassen Facharzt trotz Überweisung des Hausarztes nicht bezahlen.

Wenn dir Krankenkassen ihre

Wenn dir Krankenkassen ihre Kosten begrenzen wollen, sollte man vielleicht erstmal damit beginnen die schwachsinnige Homöopathie nicht mehr zu bezahlen. Sonst ist der hier beschriebene Vorstoß geradezu lächerlich, wenn klar wird, dass an andererstelle Geld für erwiesenermaßen wirkungslosen Mist vergeudet wird.

ich arbeite...

Kann ich nur bestätigen. Die Krankenkassen und deren Mitarbeiter sollten strafrechtlich belangt werden können, wenn sie Leistungen verweigern.

Pauschale Kosten

Es gibt regional erhebliche Unterschiede für einen Transport mit dem Rettungswagen: In Göppingen(BaWü) waren es 50 EUR für 15km und in Torgau (Sachs.) für die gleiche Entfernung 290 EUR. Das ist eine Pauschale, die vom Landkreis festgelegt wird. Bei der PKV muss man diese Kosten, je nach Vertrag, teilweise selbst tragen.

Die Schuld an der Kostenexplosion

an die Patienten durchzureichen ist typisch. Aus meiner Sicht ist das eine gewollte Entwicklung, die durch die Ärztelobby der niedergelassenen und somit am Notdienst der kassenärztlichen Vereinigungen zur Teilnahme verpflichteten Ärzte herbeigeführt wurde. Die flächendeckende Reform der KV-Dienststrukturen mit immer größer werdenden Zuständigkeitsbereichen, überlasteten, schlecht verfügbaren KV-Praxen, die teilweise mit nicht optimal qualifizierten Ärzten besetzt sind ist einer der Hauptgründe den Rettungsdienst statt den KV-Dienst zu alarmieren - ein Umstand der durchaus von der Lobby der Niedergelassenen so gewollt wird, um Dienstbelastung zu reduzieren. Außerdem kennen die Menschen die 116 117 nicht - woher auch? Ich habe noch nie eine geschaltete Werbung oder Info in den Werbeblöcken des öffentlichen Rundfunks gesehen... In den Notaufnahmen der Kliniken siehts übrigens auch nicht anders aus - vor lauter Husten und Schnupfen wartet der wirklich Kranke auch mal zu lange...

Notfalls per Taxi ins Krankenhaus

Im Zweifelsfall kommt man mit dem Taxi schneller und günstiger ins Krankenhaus. Zumindest wenn man noch laufen kann.

@AfroDieter

Durch diese "schwachsinnige Homöopathie habe ich meine Hausstauballergie mit bronchialem Asthma verloren.
Die Schulmedizin hat mir zur "Linderung" jahrelang Cortison verschrieben.
Ausserdem sind die Kosten für eine Homöopathische Behandlung wesentlich geringer als ein Arztbesuch in der Schulmedizin

re Pixelage, 09:57

Ihr Bußgeldvorschlag ist höchst zweischneidig. Ist jemand subjektiv der Überzeugung, sich in einer Notlage zu befinden, hat er sicher das Recht, den Notarzt zu bemühen.
Stellt dieser nachher fest, dass es sich um eine Bagatelle handelte, wird es trotzdem schwierig sein, dem Patienten eine leichtfertig veranlasste Notsituation vorzuwerfen oder gar nachzuweisen.

09:44 von Gustl1970 ... Information und Ausbildung

Einfacher und schneller wäre, wenn Rettungswageneinsätze außerhalb von Unfällen pauschal selbst zu bezahlen sind und man sich bei Angemessenheit der Maßnahme später das Geld von der KK erstatten lassen könnte. Das würde in der Sache schnell Abhilfe schaffen.
Ich ähnlich wie bei den allfälligen Bagatellunfällen, wo aus "Unsicherheit" die Polizei gerufen wird. Dazu müssten sowohl die Polizei, als auch die Versicherer was sagen. Auch dort wäre eine Rechnung an die Versicherung angemessen, sofern keine erschwerenden Fakten ein Mitwirken von Polizei notwendig machen.

Notversorgung soltle in staatlicher Hand bleiben

Es ist sicherlich zu begrüßen, dass die nicht alles in diesem Land durch Ökonomen bestimmt wird. Gesundheit und Rettungsdienst muss in staatlicher Hand bleiben, damit alle und nicht nur die gut zahlen können versorgt werden.
Warum man wegen Kleinigkeiten den Notruf auslöst ist mir allerdings schelierhaft. Vielleicht ein Fehler aus den letzten Genrationen, in dem man zum Schuhe zubinden eine Medaille bekam.

@Brüggemann, 10:14

Bitte was soll in diesem Zusammenhang Ihr unpassender Hinweis auf beihilfeberechtigte Minister und Abgeordnete?
Hier geht es um “Maier, Müller und Schulze“, die ungerechtfertigt den Notarzt rufen, und die sind nicht zwangsläufig beihilfeberechtigt.
Und wenn ein alter und gebrechlicher Mensch den Notarzt ruft, wird ihm das, wenn er das aus berechtigtem Grund tut, niemand auf der Welt vorwerfen.

Sie haben am Problem vorbeidiskutiert.

Aufklärung

Das viele Einsätze unnötig sind, ist leider eine Tatsache. Allerdings hilft hier nur die bessere Aufklärung der Bevölkerung über die Alternativen wie die 116117 für den ärztlichen Notdienst. Eine Androhung von Strafen ist kontraproduktiv, da hier auch das persönliche Empfinden der Notfallsituation des Einzelnen zu berücksichtigen ist. Der Laie ist nun mal kein Fachmann in der Medizin (auch wenn dank Internet das manche mittlerweile meinen). Strafandrohung hält die Notfalleinsätze für Schnupfen kaum ab. Was es abhält sind häufig eher diejenigen, die wirklich Hilfe brauchen. Wenn der Herzinfarkt oder Schlaganfall dann aus Angst noch später im Krankenhaus landen hat keiner etwas gewonnen, da dann die Behndlungs- und Folgekosten steigen. Also Bevölkerung über Aufgaben von Rettungsdienst, Krankentransport und ärztlicher Notdienst besser aufklären.

Ja ja,

die "Pampersgesellschaft". Einfach laufen lassen, irgend jemand wird sich schon drum kümmern...
Das ist m.E. ein riesen Problem, dass nicht nur das Rettungswesen betrifft. Ob die Zusammenlegung der Notrufnummern eine wesentliche Verbesserung bringen wird, wage ich zu bezweifeln. Der Disponent wird sich im Zweifeln nicht dem Haftungsrisiko aussetzen, keinen RTW geschickt zu haben. Die Sanis werden aus dem selben Grund den Patienten mit in die Notaufnahme nehmen. Man sollte für offensichtliche Bagatellfälle die Kosten dem Patienten auferlegen. Jedem mündigen Bürger muss klar sein, dass ein Kratzer an der Hand oder ein mittelmäßig alkoholisierter Kumpel keine lebensbedrohlichen Notfälle sind. Anderenfalls müsste man unser gesellschaftliches Modell der Mündigkeit überdenken...

10:07 von Bürokratenchinese

Da ich Privatpatient bin, bekomme ich die Rechnungen .... ca. 1000,- EUR für jeden Einsatz jedes mal.
Die Rettungssanitäter und Notärzte/innen sind jedesmal sehr freundlich zu mir gewesen
.
wundert sie das ?
da wäre ich auch freundlich :-)

es wäre aber durchaus denkbar bei "unnötigen" Anrufen ne Strafe zu verhängen,
nur wer legt das aus "unnötig"
... und ich war einmal beim Notdienst in der Augenklinik (Taxi hingefahren)
zwei Personen waren wir dort, wegen eines Splitters im Auge, die übrigen 3 "Notfallpatienten" brauchten ne andere Brille etc.
hatten wohl keinen regulären Termin bei ihrem Augenarzt gekriegt

@GesunderMensche...

"Am 25. Februar 2018 um 09:47 von GesunderMensche...
Ich arbeite im

Ich arbeite im Gesundheitsdienst...
Für die Bezahlung der Krankentransporte sollten die besser nicht zuständig sein."

Die Krankenkassen sind nun mal für die Bezahlung aller notwendigen Kosten im Gesundheitswesen zustädig.
Das ist nun mal die Aufgabe der Krankekasse.

Sollte ihrer Meinung nach der Steuerzahler direkt die Kosten für Krankenfahrten aller Aert übernehmen?

@ AfroDieter

Bravo!
Nicht nur am Thema vorbei argumentiert, sondern obendrein auch noch sachverständig, was Homöopathie betrifft. Nehmen Sie doch einfach zur Kenntnis, dass es unzählige Menschen gibt, die beste Erfahrungen mit dieser Heilmethode gemacht haben.
Und was deren Kosten betrifft:
Sie ist allemal billiger als unnötige OPs samt kostspieliger Nachsorge.
Nach Ihrer Formulierung wird Sie das natürlich nicht überzeugen, das ist mir schon klar.

@Pixelage

"Wenn man bei unnötige.. Alarmierung der Rettungsdienste ein saftigen Bußgeld einführen würde, wäre sowas kein Thema" Am 25. Februar 2018 um 09:57 von Pixelage

Soweit ich weiß sind Spaßanrufe und Missbrauch bereits strafbar.

Unterlassene Hilfeleistung und durch Unterlassen ist ebenfalls strafbar, z.B. wenn man einen Rettungswagen nicht ruft, um Kosten zu sparen.

Und was macht man, wenn

der ärztliche Notfalldienst keine Lust hat, der nächste Bereitschaftsarzt zu weit weg oder überlastet ist und auf die 112 verweist?

Anspruchshaltung und andere Probleme

Sicher, die Anspruchshaltung ist ein Aspekt - wer bis 24h im Supermarkt shoppen kann (oder dort arbeitet, um das Kunden zu ermöglichen), der verlangt dann auch gerade bei medizinischen Problemen den gleichen Servicestandard: keine Wartezeit und Wunderheilung.

Aber die Probleme im Rettungswesen isoliert von dem Run auf die Notaufnahmen oder der Terminknappheit gerade bei Hausärzten zu betrachten, macht meiner Meinung nach wenig Sinn. Ob sich die strikte Budgetierung und die niedrigen Fallpauschalen für ambulante Dienste an dieser Stelle nicht rächen? (auch hier Zuständigkeit zwischen KV und Kassen gesplittet)

Außerdem sollte man vielleicht darüber nachdenken, wieder mehr in Sozialarbeit, Suchtbehandlung und Prävention zu stecken - traurigerweise ist die Zahl der stark betrunkenen Patienten im Rettungsdienst nämlich nach wie vor erheblich.

Bürgerversicherung hin oder her - wir müssen dringend mal wieder über Gesundheitspolitik reden.

Kurze Richtigstellung

...ich bin grundsätzlich der Meinung das auf jeden Notruf reagiert werden muß-aber ich möchte als Retter vor Ort entscheiden dürfen ob ich den Pat.in das KH bringe(mit allen Konsequenzen).
Diese Entscheidungsgewalt habe ich aber nicht und das ist das Problem.
Jemand mit 3Tagen Zahnschmerz würde ich auf jedem Fall an den Hausarzt verweisen.

Ich kann vom Gegenteil berichten

Ich habe bei einer Nachbarin einen Kellerbrand gelöscht. Die Feuerwehr rückte trotzdem an, was ich verstehen kann, da ein Brand ja für den Laien unvermutet wieder aufflackern kann. Daran also keine Kritik.

Aber obwohl es keine Verletzten gab, kam ein NRW mit Notarzt, dieser bestand darauf, dass ich zwecks Überprüfung auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gefahren werde, obwohl ich mich wohl fühlte. Der Witz: das Krankenhaus steht auf der anderen Straßenseite, für die Fahrt wurden meiner Krankenkasse 140 Euro in Rechnung gestellt (inklusive 10 Euro Selbstbeteiligung für mich).
Ich fühle mich ganz klar missbraucht. Egal, ob man es nun Gewinnstreben oder Kostendeckung nennt.

@Aufklärung 10:39 von jim-rt

und nochmals Aufklärung, da haben Sie recht.
Aber auch:
mehr Geld für die Infrastruktur und Transparenz über die beteiligten 'Dienste'.

Sonst passiert dasselbe, wie auch jetzt schon, bei den Krankenhaus-Notdiensten.
Die werden nämlich auch schon mit Bagatellfällen überlastet.

Und zwar nicht nur wegen der 'dummen Patienten',
sondern wegen des Ärztemangels in der Fläche.

Womit wir beim Hauptthema wären.

@ AfroDieter, 10:17: Noch ein Beispiel:

Nach über 20 Jahre dauernder Behandlung durch -zig Orthopäden Schmerztherapeuten, Hausärzte wegen Schultergelenksproblemen (Kosten insgesamt weit über 12.000 €) konnte ich mir nach genau 6 Wochen mit homöopathischer Behandlung wieder ohne Schmerzen einen Pullover ausziehen. Bis heute, 10 Jahre später.
Kosten: Keine 35,- €.
Schwachsinn?
Nein, “Einbildung“, werden Sie sagen.
Ich sage: “Wer oder was heilt, hat Recht“.
Steigen Sie einfach runter von Ihrem hohen Ross.

@Brüggemann

"Am 25. Februar 2018 um 10:14 von Brüggemann
Rettungsfahrten

Es gibt dieses Problem. Solange jedoch Minister und Abgeordnete beihilfeberechtigt sind und damit die Steuerzahler deren Gesundheitsversorgung mit bezahlen ist nicht einsehbar wieso wieder die gesetzlich Krankenversicherten zur Kasse gebeten werden sollen."

Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen nur für Ihre Mitglieder, also nicht für Personen (z.B. Beamte usw.) die eine private Krankeversicherung haben.

"Zumal bei alten, gebrechlichen, gehbehinderten Versicherten die gesetzlichen KV einen Patienten- bzw. Krankentransport zum niedergelassen Facharzt trotz Überweisung des Hausarztes nicht bezahlen."

Wenn der Hausarzt keinen Krankentransport auf der Überweisung ankreuzt wird dieser Krankentransport bezahlt. Das Problem ist dann allerdings, dass der Rettungsdienst eventuell mit einer rollenden Intensivstation RTW diese Krankenfahrt durchführen muss (in Ermagelung von Alternativen).

Kein Facharzttermin verfügbar --> Leute rufen Rettungsdienst

Ein Grund, warum die Leute auch bei nicht lebensbedrohlichen Fällen die 112 wählen, könnte folgender sein:
Wenn man beim Facharzt einen Termin möchte, muss man oft wochenlang warten. Daher gehen viele Leute in die Notaufnahme ins Krankenhaus. Mittlerweile ist es so, dass man dort stundenlang warten muss. Das bewegt die Leute dazu, im Zweifelsfall nicht selbst dorthin zu fahren, sondern den Rettungsdienst zu rufen, weil sie dann sofort drankommen und nicht warten müssen. Wenn man an diesem Problem etwas ändern möchte, könnte also ein Ansatzpunkt sein, die Terminvergabe bei den niedergelassenen Fachärzten zu beschleunigen.

@Sisyphos3

".. und ich war einmal beim Notdienst in der Augenklinik (Taxi hingefahren) zwei Personen waren wir dort, wegen eines Splitters im Auge, die übrigen 3 "Notfallpatienten" brauchten ne andere Brille etc. hatten wohl keinen regulären Termin bei ihrem Augenarzt gekriegt" Am 25. Februar 2018 um 10:41 von Sisyphos3

Also es warteten da 5 Personen.
Was hat das jetzt mit den Einsätzen von Krankenwagen zu tun?
Frei Ärztewahl hat man trotzdem. Und Krankenhäuser und Kliniken haben auch normale Sprechstunden. Irgendwie müssen Ärzte ausgebildet werden, auch wenn gerade kein Notfall da ist.

Moment mal!

Irgendwas am diesem Bericht ist merkwürdig!
Welches Rettungsmittel zum Einsatz kommt entscheidet der Disponent in der Leitstelle und nicht der Anrufer.
In unklaren Fällen schickt man natürlich vorsichtshalber den Notarzt mit zur Einsatzstelle.
Daran würde sich aber auch nichts ändern, wenn irgendwelche Nummern zusammengelegt werden.

Die Diskussion ist extrem schwierig zu führen

zu Beginn hätte ich noch gesagt wer unnötig den Notarzt beansprucht soll zahlen. Da gibt es sicher die lupenreinen Fälle des offensichtlichen Mißbrauchs. Andersherum allerdings kann eine aus falscher Vorsicht unterdrückte Rettungsmaßnahme den Tod bedeuten. So gesehen möchte ich weder für mich noch für andere diese einmalig falsche Entscheidung wegen ein paar hundert Euro treffen müßen. Umgkehrt stellt die Beritstellung eines effektiven Rettungssystems natürlich ein Kostenfaktor dar, den aber sollte man nicht unbedingt als Einsparpotential sehen solange anderweitig die öffentliche Hand noch sinnlose Geldvernichtung betreibt. Beispiele ständig fehlkalkulierte Baumaßnahmen (Ber20**) oder andere Verschwendungen.

@frosthorn

"Am 25. Februar 2018 um 10:51 von frosthorn
Ich kann vom Gegenteil berichten"

"Aber obwohl es keine Verletzten gab, kam ein NRW mit Notarzt, dieser bestand darauf, dass ich zwecks Überprüfung auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gefahren werde, obwohl ich mich wohl fühlte."

Was ist ein NRW?

Wenn ein Notarzt Sie in ein Krankenhaus bringen lässt um eine mögliche Rauchgasvergiftung auszuschließen, sollten Sie diese Entscheidung getrost diesem Fachmann überlassen.

"Der Witz: das Krankenhaus steht auf der anderen Straßenseite, für die Fahrt wurden meiner Krankenkasse 140 Euro in Rechnung gestellt (inklusive 10 Euro Selbstbeteiligung für mich).
Ich fühle mich ganz klar missbraucht."

Kam der RTW bzw. der Notarzt denn aus diesem Krankenhaus "gegenüber"?

Wieviel Zeit hat Ihrer Meinung nach der gesamte Einsatz des RTW+Notarzt in Anspruch genommen?

@ex_Bayerndödel

"Am 25. Februar 2018 um 10:48 von ex_Bayerndödel
Und was macht man, wenn

der ärztliche Notfalldienst keine Lust hat, der nächste Bereitschaftsarzt zu weit weg oder überlastet ist und auf die 112 verweist?"

Dann folgen Sie diesem Vorschlag und wählen die 112. Sie haben dann alles Richtig gemacht! Super!

@frosthorn

Was soll ein NRW sein? Meinten sie einen NEF oder einen NAW?
Haben sie schon mal etwas von der Alarm- und Ausrückeordnung gehört? Nein, dann sollten sie sich vielleicht darüber nicht künstlich aufregen und lieber freuen, das wir (noch) ein funktionierendes Rettungssystem haben.

@ 10:17 von AfroDieter

"Wenn dir Krankenkassen ihre Kosten begrenzen wollen, sollte man vielleicht erstmal damit beginnen die schwachsinnige Homöopathie nicht mehr zu bezahlen. Sonst ist der hier beschriebene Vorstoß geradezu lächerlich, wenn klar wird, dass an andererstelle Geld für erwiesenermaßen wirkungslosen Mist vergeudet wird."

Sehr richtig. Ob ein Medikament oder eine Behandlung bezahlt wird muss davon abhängen ob sie notwendig ist, und ob ihre Wirksamkeit nachgewiesen ist.

Notwendig bedeutet dabei, dass jemand der seit drei Tagen Zahnschmerzen hat und sich dann einen Krankenwagen ruft statt rechtzeitig mit dem Taxi zum Zahnarzt zu fahren bitteschön selber zahlt.

Und nachgewiesene Wirksamkeit bedeutet medizinische Doppelblindstudie, keine anekdotische Evidenz (aka "Die Tante meiner Nachbarin hat aber..")
Worunter in der Tat als allererstes Energiesteine und Homöophatie fallen, die die GKV auch nur zahlt weil die dahinterstehende Industrie über ihre Esoterik-Schäfchen so gekonnt Druck ausübt.

3 Tage Zahnschmerzen können durchaus gefährlich sein

"Jemand mit 3Tagen Zahnschmerz würde ich auf jedem Fall an den Hausarzt verweisen." Am 25. Februar 2018 um 10:50 von skydiver-sr

Und was soll ein Hausarzt da machen???
Bei solcher Beratung...
*

Natürlich sollte derjenige vorher beim Zahnarzt gewesen sein, aber wer weiß ob er nicht Angst hatte, den Job zu verlieren? Soll vorkommen. Will man darüber urteilen?

Manche habe bei jeder Erkältung Zahnschmerzen an bestimmter Stelle, weil 2 Nerven zufällig sehr dicht beieinander liegen. Da kann man einen Ernstfall auch übersehen.

Und was passieren kann, wenn ein Eiterbeutel platzt und das Zeug ins Blut gelangt sollte jedem klar sein.

Dann ist überhaupt nicht bekannt, wo die meisten Notrufe kommen. Ich tippe auf ländliche Gegend mit miserablen Verkehrsanbindung. Da wird immer weiter "optimiert" bis an manchen Orten gar keine mehr da ist.

Rettungseinsatz

vor einiger Zeit hatte ich Nachts auf der Autobahn eine Kolik, leider kommt da kein Bereitschaftsdienst, man ist gezwungen die 112 zu rufen, in meinem Fall hätte eine Spritze völlig gereicht, wurde vom Notarzt abgelehnt, man brachte mich entgegen meinem Willen ins 33 km entfernte Krankenhaus, was ich nach 30 Minuten wieder verlassen habe, Kosten Krankenhaus 290,00 Euro, Kosten 112 Einsatz 780,00€,
ein Hausarzt berechnet dafür 25,00€. Wie ist sowas möglich?

Notruf 112

Hier in Hannover dauert es bis zu 3 Stunden bis der Notarzt kommt, daher der häufige Anruf auf 112. So einfach ist das!

@Lenni1979, 11:03 re @frosthorn

Ein NRW ist ein Notfallrettungswagen. Ich glaube aber, dass die Bezeichnung des Einsatzmittels nicht das Problem ist.

Wie gesagt, das Krankenhaus liegt grade mal über die Straße. In dreißig Sekunden hätte ich hinlaufen können. Das wäre sogar schneller gegangen als mit dem Sanka, das Risiko, dass ich unterwegs sterbe, also sogar noch geringer.
In welches Krankenhau ich gebracht werden sollte, wusste ich vorher nicht. Der Notarzt sehr wohl. Für den war also völlig klar, dass der Transport unnötig war.

Und wo der Notarzt herkam, spielt keine Rolle. Er hat einfach die naheliegende Überlegung angestellt, dass er einen Teil der Kosten abwälzt, wenn er diese völlig überflüssige Fahrt anordnet.

Homöopathie kann wirksam sein

Es gibt Stoffe, die in Abhängigkeit von der Menge wirken. Diese eignen sich nicht für Homöopathie.

Andere Stoffe wirken bereits in minimalen Mengen, aber nur WENN sie regelmäßig eingenommen werden. (In Natura sind es zum Beispiel Hormone - die Pille wirkt nicht, wenn Frau die 21 Tabletten auf einmal schluckt., jeden Tag eine Pille wirkt.) Solche Stoffe können in homöopathischen Mengen helfen.

X Telefonnummern für mehr

X Telefonnummern für mehr oder minder für den Laien das gleiche. Wer durchsucht denn gerne wenn es weh tut das kaum mehr vorhandene Telefonbuch?
Wenn man dann noch viele zuständige Fachärzte angerufen hat und dort Termine in 2-3 Monaten bekommt ist es für mich kaum verwunderlich vorher Hilfe haben zu wollen.

10:50 von skydiver-sr

«… aber ich möchte als Retter vor Ort entscheiden dürfen ob ich den Pat.in das KH bringe(mit allen Konsequenzen).
Diese Entscheidungsgewalt habe ich aber nicht und das ist das Problem.»

Ich bin unsicher, ob es die Anzahl der zu häufigen ungerechtfertigten Anrufe auf der 112 verringern würde, wenn die Rettungssanitäter die Entscheidungsgewalt über die Einlieferung / Nicht-Einlieferung der Patienten ins Krankenhaus bekommen würden.

Ich stelle mir vor: Sie kommen nachts bei so einem "aufbrausend-beleidigenden 3-Tages-Zahnschmerz-Opfer" an, und sagen ihm, er solle am nächsten Tag zu einem niedergelassenen (Notfall-)Zahnarzt gehen.
Sie nehmen ihn wirklich nicht mit.

Die Wahrscheinlichkeit, dass er vor dem Morgen verstirbt, erscheint mir recht gering. Aus medizinischer Sicht würden Sie da wohl mit Ihrer Verweigerungs-Entscheidung keine Probleme zu erwarten haben.

Das sich ungerecht behandelt fühlende "Opfer" wird dennoch Ihre Qualifikation & Fähigkeiten anzweifeln.

Auch nicht gut.

@ 10:55 von harry_up

"Nach über 20 Jahre dauernder Behandlung durch -zig Orthopäden ... konnte ich mir nach genau 6 Wochen mit homöopathischer Behandlung wieder ohne Schmerzen einen Pullover ausziehen. ..
Kosten: Keine 35,- €."

Und diese 35€ sind ihnen privat zu teuer?

"Alternative medicine has either not been proven to work or has been proven not to work. Do you know what they call alternative medicine that's been proven to work? Medicine."

[Tim Minchin]

Es gibt in der Wissenschaft gut ausgearbeitete Methoden, um die Wirksamkeit von Medikamenten und Behandlungen nachzuweisen.

-Die Anzahl der Probanden muss groß genug sein
- Um Placebo-Effekte auszuschließen dürfen die Probanden nicht wissen, ob sie in der Test- oder der Kontrollgruppe sind
- Systemathische Einflüsse müssen so weit möglich ausgeschlossen werden (z.B. Testgruppe: Leistungssportler, Kontrollgruppe: Raucher..)

Unter diesen Bedingungen konnte eine Wirksamkeit von Homöophatie nicht nachgewiesen werden, so dass nur Anekdoten bleiben.

Na toll, soll denn jeder Medizin studieren, um zu wissen,

wann der Notarzt erforderlich ist?
Ich wurde vom Arzt einer Spezialstation dann blöd angeredet, weil ich auf ausdr. Betroffenenwunsch (der mir noch mit Anwalt drohte) hin erst den Hausarzt verständigt hatte. (trotzdem alles gut gegangen).
Beim nächsten Mal dann woanders blöd angeredet, weil es nicht erforderlich gewesen wäre.

Es wird doch immer geklagt, dass keine Erste Hilfe geleistet wird? Ja wie denn, wenn man so verunsichert wird? Und ich werde trotzdem zukünftig nicht wegschauen!

@ GesunderMensche

Die Krankenkassen versuchen überall, die Kosten zu drücken. Auch auf Kosten der Qualität Behandlung. Das sind reine Ökonomen.

Um ehrlich zu sein, finde ich es eher beruhigend, dass sich Ökonomen um die Kosten kümmern.

So schwer ist die Entscheidung ja nicht...

@ 11:00 von Elefant

"zu Beginn hätte ich noch gesagt wer unnötig den Notarzt beansprucht soll zahlen. Da gibt es sicher die lupenreinen Fälle des offensichtlichen Mißbrauchs.
.. kann eine aus falscher Vorsicht unterdrückte Rettungsmaßnahme den Tod bedeuten. "

Das ist doch einfach... wer in einer unübersichtlichen Situation, z.B. einem Unfall, einen Krankenwagen ruft, kann nicht dafür bestraft werden, selbst wenn der dann doch nicht gebraucht wird.

Wer hingegen einen Kw ruft für eine Beeinträchtigung, die schon seit ein paar Tagen besteht, offensichtlich nicht lebensbedrohlich sein *kann* (Zahnschmerzen), ihn nicht daran hindern ein Taxi zu nehmen.. der schon.

Letztendlich hätten wir dasselbe Problem mit Feuerwehr und Polizei, wenn man sich durch das Rufen derselben einen Vorteil verschaffen könnte wie z.B. eine Behandlung am Wochenende ohne Wartezeiten.

Also muss man nicht klären, ob der Krankenwagen zu recht gerufen wurde, sondern nur, ob ein offensichtlicher Missbrauch vorliegt

10:26 stereotyp72

Richtig, mit dem Taxi geht es schneller, aber...
Eine Freundin würde ohnmächtig beim spazieren in der Nähe von ein Krankenhaus. Wir haben sie sofort zum Krankenhaus gebracht, und würden angemotzt."Wenn wir sie zum Krankenhaus bringen können, können wir sie auch zum Hausarzt bringen".
Wenn Notfall, IMMER Krankenwagen, alles was mann selber machen kann, ärztliche Notdienst.

@ Honigfuchs

"Irgendwas am diesem Bericht ist merkwürdig!
Welches Rettungsmittel zum Einsatz kommt entscheidet der Disponent in der Leitstelle und nicht der Anrufer." Am 25. Februar 2018 um 10:59 von Honigfuchs

Korrekt.
Das kann ich auch bestätigen. Mein Bericht war wohl zu persönlich und wurde nicht freigeschaltet.

Aber ich kann bei sämtlichen Fällen, bei denen in meinem Umfeld ein Notdienst angerufen wurde genau das bestätigen.
Von "Krankenwagen kommt bald", über "Geben Sie dem Kind ein Zäpfchen" bis:
- Arzt angerufen
- der hat an Notdienst verwiesen
- der Notdienst hat Bescheinigung vom Arzt verlangt, wenn Krankenwagen kommen soll
alles schon gehabt.

Meiner Meinung nach wird schlicht die nächste Sparmaßnahme vorbereitet. Bei Überschüssen der Krankenkassen fragt man sich, wofür das Geld ausgegeben werden soll - wofür es schon eingeplant ist.

@AfroDieter

Die Homöopathie schwachsinnig zu finden - obwohl sie Millionen Menschen , die ihr zugetan sind nachweislich hilft - ist intolerant und auch ein wenig -

@ 11:26 von Tada - Denkfehler

"Es gibt Stoffe, die in Abhängigkeit von der Menge wirken. Diese eignen sich nicht für Homöopathie.
Andere Stoffe wirken bereits in minimalen Mengen"

Das ist genau diese Art von esoterischem Denkfehler, die in der Wissenschaft vermieden werden:

*Alle* Stoffe wirken in Abhängigkeit von der Menge. Auch Hormone.
Wenn Sie Hormone femtogrammweise geben tun die gar nix. Und eine einzige Antibabypille zermahlen, verdünnt und über ein Jahr verteilt eingenommen wird auch nicht wirken, egal wie oft Sie die "potenzieren".

"..aber nur WENN sie regelmäßig eingenommen werden. (In Natura sind es zum Beispiel Hormone - die Pille wirkt nicht, wenn Frau die 21 Tabletten auf einmal schluckt., jeden Tag eine Pille wirkt.) Solche Stoffe können in homöopathischen Mengen helfen.

Homöopathische Mengen bedeuten: Null. Die meisten Potenzierungen sind so hoch, dass kein einziges Molekül des Ausgansstoffes übrigbleibt. Nur dessen "Schwingungen".
Glücklicherweise... viele sind hochgiftig.

??

@frosthorn : "Ein NRW ist ein Notfallrettungswagen."
Sowas gibt es im Rettungsdienst nicht.
Aber was wollen sie uns mit ihrer Geschichte jetzt eigentlich sagen?
Wenn Sie unbedingt zu Fuß ins Krankenhaus wollen, warum haben Sie dann den Transport nicht verweigert? :-)

Keine Verschlechterung des Rettungsdienstes

Achtung! Hier droht eine Verschlechterung des Rettungswesens in Deutschland. Man muss den ärztlichen Notdienst ausbauen und besser bewerben, auch in Fremdsprachen! Bei dieser Gelegenheit: Respekt und größte Hochachtung für die Notärzte und Rettungswagenbesatzungen!

Im letztem Sommer

ist meine Frau unglücklich gestürzt und konnte nicht mehr allein aufstehen.Da das in der nähe eines Campingplatzes war und ich kein Handy dabei hatte,bin ich zur Rezeption gelaufen und von dort wurde der Notarzt gerufen. Innerhalb von wenigen Minuten waren 3 Rettung Fahrzeuge da.Meine Frau wurde ins nächste Krankenhaus gefahren und Notoperiert.Bis auf 10€ sind uns keine weiteren Kosten entstanden.Alles wurde von der Krankenkasse übernommen.

Die gestiegene Erwartungshaltung ...

die ist das eigentliche Problem !
Wo steht denn eigentlich , dass Hilfe umsonst sein muss ?
Das wird in unserer Gesellschaft allgemein erwartet - also vorausgesetzt .
Und was man voraussetzt wird auch nicht geachtet ...
Mir hat ein Rettungssanitäter erst 2017 gesagt : " Sie sind der erste Patient - seit 28 Jahren - der sich bei mir bedankt hat" .
Und alleine diesen Umstand finde ich mehr als traurig ...
Und nochmals :
Vielen Dank an alle Rettungssanitäter - dass Ihr immer da seid , wenn man Euch braucht !

@mick2018

Nicht die Homöopathie hilft, sondern der Placeboeffekt. Und den können sie mit einem Zuckerwürfel deutlich billiger haben!

re bitterer Pille, 11:27

Sie missverstehen das: Die von den Ärzten zuvor zusammengekommenen Summen waren zu hoch, die 35,- Euro habe ich mit Kusshand bezahlt.
Ich bin von der Wirksamkeit homöopathischer Behandlung überzeugt. Und so, wie nicht alle pharmazeutischen Medikamente bei jedem Patienten mit den gleichen Symptomen ansprechen, ist das auch bei homöopathischen Mitteln. Was also ist daran so unglaubwürdig?
Ausprobieren und gut is.
Was las ich vor einiger Zeit auf der Tüte einer Apotheke(!):
“MISCHE JEDER ARZENEY EINEN TROPFEN HOFFNUNG BEY!“
In diesem Sinne: Gute Besserung! :-)

Anfall = Notfall?

Als Mitarbeiter einer Beratungsstelle für Menschen mit Epilepsie kann ich nur sagen, dass nicht wenig Betroffene ihre Anfälle selbst nicht als Notfall sehen. Wieder bei Bewusstsein, blicken sie oft in die Augen des eben eingetroffenen Notarztes/Rettungssanitäter, und müssen dennoch mitgenommen werden! Nicht selten wider Willen!

@ 11:45 von mick2018

"Die Homöopathie schwachsinnig zu finden - obwohl sie Millionen Menschen , die ihr zugetan sind nachweislich hilft - ist intolerant und auch ein wenig -"

Wenn Homöopathie oder.. sagen wir Weidenrinde zur Fiebersenkung und Schmerzlinderung tatsächlich *nachweislich* helfen würde, wäre sie per Definition inzwischen Teil der Schulmedizin.

Oh, moment... Weidenrinde, oder besser die in ihr enthaltene Acetylsalicylsäure hilft tatsächlich nachweislich gegen Fieber und Schmerzen. Gut, sie wird heute synthetisiert, stammt aber von einem uralten Naturheilmittel ab. Heute Schulmedizin da Wirksamkeit bewiesen.

Homöopathie hingegen halt nicht, da Wirksamkeit nicht bewiesen. Bzw. meines Wissens sogar widerlegt.

Ebenso übrigens wie Magnetsteine, Heilkristalle und Marienbildchen. Da erzählen zwar auch ständig Leute das es wirkt, aber wo will man die Grenzen ziehen, wenn man erstmal den Bereich von Nachweisen und unabhängigen Tests verlassen hat?

Notarzt versus ärztlicher Notdient

"3 Stunden bis der Notarzt kam" ist ganz sicher falsch.
Es mag der ärztliche Notdienst sein, auf den so lange gewartet wird, niemals aber der Notarzt.
Schon in dieser falschen Auslegung der Terminologie erkenne ich ein gehöriges Informationsdefizit des gemeinen Bürgers.
Solange niemand den Unterschied zwischen Notarzt und ärztlichem Notdienst versteht, wird das auch nicht besser.

10:14 von harry_up

Die Frage ist doch:

Warum ruft ein Zahnschmerzpatient oder jemand, der sich in die Hand geschnitten hat, den Notarzt?
Ich sehe darin ein sich immer weiter ausbreitendes Anspruchsdenken nach dem Motto: “Ich bezahle für die Krankenversicherung, sollen die jetzt mal was für mich tun!“
Das widerum ist Teil der grassierenden Rücksichtslosigkeit mit ihren vielen Facetten, sei es die Rettungsgasse, das Gaffertum mit Behinderung und Handyfotos, Drängeln, Behinderung der Hilfskräfte usw..
///
*
*
Jeder Zusammenhang mit unserem Bildungs- und Kultursystem ist selbstverständlich rein zufällig und nicht gewollt?

@ 11:56 von harry_up

"Ich bin von der Wirksamkeit homöopathischer Behandlung überzeugt. Und so, wie nicht alle pharmazeutischen Medikamente bei jedem Patienten mit den gleichen Symptomen ansprechen, ist das auch bei homöopathischen Mitteln. Was also ist daran so unglaubwürdig?"

Ich fürchte, wir reden aneinander vorbei.
Klar, nicht jede Behandlung schlägt bei jedem Patienten an.

Zu Medizin werden daher die Behandlungen gezählt, die deutlich häufiger helfen als der Placebo-Effekt.

Schlagen sie nur etwa so häufig an wie der Placebo-Effekt, zählt man sie zur Esoterik.

Dann sind sie übrigens austauschbar, solange nur der Patient daran glaubt. Gebete, Homöopathie, Magnetsteine und schamanische Rituale sind dann also gleichwertig. Und da die GKV eben bei gleichwertigen Behandlungsmethoden nur die billigste bezahlen muss, dürfte es auf Gebete hinauslaufen.

Die übrigens eine längere und umfangreichere Geschichte anekdotisch "nachgewiesener" Wirksamkeit haben als die Homöopathie.

Kommunen

Das Herr Müller von der AOK den Kommunen unterstellt, sie würden ihre Position ausnützen,um die Preise in die Kosten absichtlich in die Höhe zu treiben, finde ich geschmacklos in Anbetracht dessen, dass die Kommunen oft die Einzigen sind, die diesen Bereich der medizinischen Versorgen stemmen. Das mit der Nummernzusammenlegung finde ich sinnvoll, weil es die Rettungsdienste ein wenig entlasten würde.

@geigenzart

"Das Herr Müller von der AOK den Kommunen unterstellt, sie würden ihre Position ausnützen,um die Preise in die Kosten absichtlich in die Höhe zu treiben, finde ich geschmacklos"

Sie können sich wieder beruhigen, da der Herr Müller das keinesfalls unterstellt. Bitte einfach den betreffenden Absatz noch mal in aller Ruhe lesen ...

@unser hund carlos

"Achtung! Hier droht eine Verschlechterung des Rettungswesens in Deutschland."

Warum das? Wenn Leute nicht mehr gerettet werden, die gar nicht gerettet werden müssen?

Da gibt es noch einen wichtigen Faktor

Was in dem Artikel nicht beachtet wird ist die Veränderung der Behandlung im Krankenhaus. Ich hatte vor einiger Zeit spontan von einem Moment auf dem nächsten extreme Schmerzen, bin daraufhin sofort Nachts um 2 ins Krankenhaus. Beim ersten sagte man mir es sei gerade kein Arzt da, also bin ich ins nächste, unterwegs noch einen Wisch für die 30er Blitze vor dem KH bekommen, und saß dann da bis 6 Uhr morgens im Wartezimmer, bis ich dann entnervt stattdessen zu meinem Hausarzt gefahren bin.

Auf Nachfrage warum ich denn in 2 Krankenhäusern nicht behandelt würde bekam ich die Antwort: "Wir sind alle so überlastet, wer hier nicht liegend rein kommt für den ist keine Zeit."

Wenn ich also das nächste mal ins Krankenhaus muss, ruf ich einen Krankenwagen, sonst werde ich nicht behandelt.

Homöopatie hilft nachweislich nicht.

Es gibt mehr als genug Untersuchungen zur Homöopathie - und diese hilft nicht besser als Placebo = reine Einbildung.

Für diese Scharlatanierie Geld auszugeben soll gerne Privatsache werden; man kann ja schließlich niemenden daran hindern sein Geld wegzuwerfen.

Das aber von Krankenkassenbeiträgen zu bezahlen ist ein No-Go.

Immer die Symptome bekämpfen, keinesfalls die Ursache.

Ärzte sind eigentlich zu Hausbesuchen verpflichtet, sie durchführen tut fast keiner. Krankentransporte, die sehr viel günstiger als Rettungswageneinsätze wären, werden auch zu immer weniger Anteil übernommen. Dann redet man von "Ansprüchen" wenn Menschen den Notruf wählen, weil der Arzt nicht nach Hause kommt, sondern sagt, wählen sie den Notruf und lassen sie sich ins Krankenhaus bringen?

Viele Dinge, die vor 30 Jahren selbstverständlich waren, wurden inzwischen wegrationalisiert. Da wundert man sich, dass die Last für die verbleibenden Dienste immer mehr ansteigt?

Homöopathie

Die Homöopathie und andere Naturmedizin gehören nicht in diese Diskussion, da sie mit dem Rettungseinsatz nur so viel zu tun haben, dass ein Kügelchen Arnika C 30, gleich nach dem Unfall gegeben, einen Noteinsatz u.U. vermeiden kann. Aber Homöopathie muss ohnehin privat bezahlt werden, belastet also die Kassen nicht. Wer sich damit befasst hat, weiß Bescheid. Wer fleißig rechnet, dass nach der Lohschmidtschen Zahl bei D 23 kein Molekül der Substanz mehr enthalten ist, hat das Prinzip nicht begriffen.

die Streichung beim ärtzlichen Notdienst rächt sich

Wenn immer mehr funktionierende ärtzliche Notdienste, auch gegen den Willen der niedergelassenen Ärzte, von der Kassenärztlichen Vereinigung platt gemacht werden muss sich keiner wundern, wenn die 112 gewählt wird.

Bei uns wird am Bürger gespart und das Geld lieber Schubkarrenweise nach Brüssel verschickt!

Dass hier halte ich fuer eine höchst unfaire Unterstellung

Zu dem hier:

http://www.tagesschau.de/inland/rettunsgeinsaetze-101.html

Verändertes Patientenverhalten
Verantwortlich für diese Kostensteigerung ist nach Ansicht von CDU-Politikerin Karin Maag eine stark gestiegene Anspruchshaltung der Patienten. Immer häufiger werde die Notfallnummer 112 wegen Bagatellen gewählt, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Union der Zeitung.

sage ich mal:
was fuer sogenannte "Bagatellen" meint die werte geschäftsfuehrende Bundesregierung damit?? Diese Unterstellung finde ich höchst unfair! Dazu hätte ich gerne mal Fakten von dieser sogenannten geschäftsfuehrenden Bundesregierung!

Ist doch kein Wunder

Ärzte reduzieren ihre Öffnungszeiten und erhöhen ihre Wartezeiten, die medizinische Versorgung wird immer schlechter. Unsere Krankenhäuser nehmen jetzt wegen der grassierenden "Grippeepidemie" keine Patienten mehr auf (Was wird uns bei einer richtigen Epidemie, wie der von 1918, blühen?). Wenn man die 116117 wählt, wird man gebeten, die nächste Ambulanz aufzusuchen, auch wenn man aufgrund der Krankheit nicht mehr aus dem Haus kann (In eigener Familie sowie im Bekanntenkreis vorgekommen!). Kein Arzt macht irgendwelche Hausbesuche, allenfalls zum Ausstellen eines Totenscheins. Wer krank und allein ist, muß sehen, wie er klar kommt. Niemand wird kommen und ihm helfen.

Da ist es kein Wunder, daß viele Patienten beim Anruf etwas übertreiben, um überhaupt medizinisch versorgt zu werden.

@skydiver-sr

Ich werde Nachts zu Pat geschickt mit Blaulicht,die seit 3 Tagen Zahnschmerz haben.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, warum Leute seit 3 Tagen Zahnschmerzen haben und nichts dagegen unternehmen?
Zahnschmerzen können extrem unangenehm sein und dass jemand 3 Tage darunter leidet, dürfte wohl vor allem damit zusammenhängen, dass es kein Zahnarzt in der Nähe einen zeitnahen Termin für einen Akutfall zur Verfügung gestellt hat. Da ist es dann nicht verwunderlich, dass die Patienten dann auf dumme Ideen kommen, wie den Notruf zu wählen, wenn sie vor Schmerzen nicht schlafen können, der Zahnarzttermin sich aber noch zieht. Das Problem ist einfach das völlig kaputtoptimierte Gesundheitssystem.

@harry_up

" nach genau 6 Wochen mit homöopathischer Behandlung wieder ohne Schmerzen einen Pullover ausziehen. [...]
Kosten: Keine 35,- €."

Zuerst dachte ich ja: guter Arzt. Aber bei diesen Kosten war das ein einmaliger Besuch mit der Verschreibung eines Mittelchens.

Geholfen hat Ihnen also definitiv weder der Arzt noch die Homöopathie oder das Mittel, sondern nur Sie selbst.
Das möchte ich übrigens keinesfalls schlechtreden, da unser Geist die stärkste "Medizin" ist, die es auf der Welt gibt.

Aber Ihr Problem war anscheinend kein orthopädisches.

(P.S.: Mir fällt gerade auf, dass mein Nick irreführend sein könnte. Ich bin kein Arzt. Was ich soeben geäußert habe, ist meine Überzeugung nach den allgemein zur Verfügung stehenden Studien über die Wirkweise und Wirksamkeit der Homöopathie.)

Und dass hier werde ich blockieren wenn es kommen sollte!

Und dass hier:

http://www.tagesschau.de/inland/rettunsgeinsaetze-101.html

Maag kündigte eine Neustrukturierung der Notfallversorgung in dieser Legislaturperiode an. "Dabei werden wir auch über bestehende Strukturen sprechen, die bislang nicht so gut funktionieren."

werde ich blockieren, sollte es hier zu einem Volksentscheid kommen. Offensichtlich will hier die werte geschäftsfuehrende Bundesregierung die Notfallversorgung ausduennen und die Kosten den Patienten auferlegen. So nicht, sage ich mal ganz deutlich dazu. Denn auch ich rufe den Rettungswagen nur dann, wenn wirklich Notfall am Mann ist. Und ich gebe ganz offen zu, dass auch ich schon mal vor jetzt knapp drei Jahren - als mein Vater damals seinen Herzinfarkt hatte - den Notarzt rufen musste. Wir können froh sein, dass der Notarzt so schnell kam und meinen Vater nach Nienburg in die Klinik gebracht hat und er dann einige Tage später per Rettungshubschrauber in die Uni-Klinik Wuerzburg geflogen wurde.

Patienten als Kostentreiber?

Als mein Vater zusammenbrach, rief meine Mutter eine zuvor zurechtgelegte ärzliche Notrufnummer. Der Sanka mit Notarzt kam rasch und brachte meinen Vater ins Krankenhaus wo er am nächsten Tag verstarb.

Während die Krankenwagenbesatzung die Erstversorgung vornahm, fuhr ein Taxi vor, ein Mann in weißem Kittel stieg aus, ließ sich die Versichertenkarte aushändigen, zog sie durch ein Lesegerät und verschwand wieder mit dem Taxi ohne überhaupt meinen Vater gesehen zu haben.

Später erfuhr ich, es war der Mann vom ärztlichen Notdienst, der die Weiterleitung des Notrufes an die Feuerwehr nicht kostenlos machen wollte.

@Brüggemann , 10:14

* Zumal bei alten, gebrechlichen, gehbehinderten Versicherten die gesetzlichen KV einen Patienten- bzw. Krankentransport zum niedergelassen Facharzt trotz Überweisung des Hausarztes nicht bezahlen.*
...da reicht die Überweisung nicht. Für einen Krankentransport wird auch eine Verordnung vom Hausarzt benötigt. Diese kann man sogar im Voraus für ein ganzen Jahr vom Hausarzt austellen lassen! Sie wird dann bei der Krankenkasse eingereicht welche diese Transporte dann bewilligt oder ablehnt!

Meine Familie und ich danken den Ärzten

Von daher sind meine Familie und ich dem Notarzt, den Ärzten im Klinikum Nienburg, den Ärzten in der Uni-Klinik Wuerzburg, den Piloten vom Rettungshubschrauber absolut dankbar, dass er durchgekommen ist (er hat damals einen Bypass und mehrere Stents bekommen und befindet sich bis heute in Nachbehandlung). Wir können froh sein, dass wir meinen Vater noch haben.

Von daher ist dieses Vorhaben völlig irregeleitet und gefährdet Menschenleben! Stopp it!!

Außerdem gebe ich auch offen zu, dass auch ich schon als Kind mal im Rettungswagen gelegen habe. Damals ging es um eine Mandelgeschichte, die beinahe meine Luftröhre zugedrueckt hätte. Damals war ich noch Kind und etwa fuenf Jahre alt. Noch auf der Fahrt in die Klinik wurde ich in Narkose gelegt und kam sofort auf den OP-Tisch und lag danach dann 14 Tage in der Klinik. Auch ich hätte damals sehr leicht tot sein können, wenn der Notarzt nicht gewesen wäre.

@ facepalm (12:33): dass hier von Ihnen stimmt so nicht

hi facepalm

Dass hier von Ihnen:

Es gibt mehr als genug Untersuchungen zur Homöopathie - und diese hilft nicht besser als Placebo = reine Einbildung.

Für diese Scharlatanierie Geld auszugeben soll gerne Privatsache werden; man kann ja schließlich niemenden daran hindern sein Geld wegzuwerfen.

stimmt einfach ueberhaupt nicht.
Beispiel: pflanzlicher Hustensaft bei Erkältung oder Arnikasalbe oder sowas. Solche Naturmedikamente helfen schon. Und dass ist keine Einbildung wie Sie behaupten. Frage an Sie:
kann es sein, dass es auch Ihnen nur um die Interessen der Pharma-Konzerne geht??

Und wenn man sich dann die Zahl der Grippe-Toten anschaut, dann sage ich Ihnen, wovon dass kommt. Es kommt von diesem Serum, das nur 30% Wirksamkeit hat laut Sueddeutscher und anderen Quellen! Das nenne ich Skandal! Viele von diesen Grippe-Toten könnten noch leben, wenn das Vierfach-Serum mit höherer Wirkquote geimpft worden wäre!

re bitterer Pille, 12:16

Ich bin meilenweit davon entfernt, Ihnen was schmackhaft zu machen, von dessen Ungenießbarkeit sie zutiefst überzeugt zu sein scheinen.
Und mit der Weidenrinde widersprechen Sie sich selbst.
Lange bevor die pharmazeutischen Giganten wussten, dass sich mit der Synthese von ASS Milliarden verdienten lassen, haben sich unsere Altvorderen sehr wirksam mit Weidenrinde geholfen. Wollen Sie ernsthaft behaupten, das darin enthaltene DASS wirke nicht, sehr wohl aber das, was Ihnen der Arzt verschreibt?
Warum Sie nun dauernd mit Gebetssteinen und schamanischen Ritualen herumsurfen, ist vollkommen daneben; aber vielleicht sollten Sie mal ein Gebet sprechen, dass Sie nicht irgendwann, wenn Ihnen (was ich Ihnen nicht wünsche!) die Schulmedizin nicht mehr weiterhilft, nicht doch auf eines der von Ihnen so verächtlich gemachten Mittel zurückgreifen wollen oder müssen.

re DrBeyer, 12:45

Ja natürlich war das ein einmaliger Arztbesuch. Und selbst den hätte ich mir sparen können, hätte ich das Mittel zuvor gekannt.
Wieso mein Körper dann spontan beschlossen hat, dass dieses Problem, eine chronische Entzündung wohl, nach Einnahme der Tropfen runter zu fahren, ist mir letztlich auch egal. Cortison wirkte maximal 2 Wochen, das homöopathische Mittel, wie gesagt, über 10 Jahre.
Auch für die KV erfreulich, finden Sie nicht?

@11:12 von bitterer Pille

statt rechtzeitig mit dem Taxi zum Zahnarzt zu fahren

Vielleicht hat er längst einen Termin - zwei Wochen später?

Und nachgewiesene Wirksamkeit bedeutet medizinische Doppelblindstudie...

Grundsätzlich haben Sie recht. Allerdings werden nicht für alle nachweislich wirksamen Mittel, insbesondere in der sog. Naturmedizin, derartige Tests durchgeführt, weil das eine nicht ganz billige Angelegenheit ist. Drum ist einiges davon vom Markt verschwunden. Häufig sind auch die Mechanismen nicht bekannt oder werden vernachlässigt, mit der Wirkstoffe ihre Wirkungen / Nebenwirkungen entfalten, zB ob die Stereochemie eine Rolle spielt. Hier verweise ich gerne auf das Beispiel Cetirizin (wird bezahlt) / Xusal (wird nicht bezahlt). Der Wirkstoff ist in beiden gleich, allerdings in Xusal racemisch rein als Levocetirizin, was bedeutend weniger müde macht. Wie steht's eigentlich mit der nachgewiesenen Wirksamkeit autogenen Trainings, das von den KK auch oft bezahlt wird?

@skydiver-sr

"Ich werde Nachts zu Pat geschickt mit Blaulicht,die seit 3 Tagen Zahnschmerz haben."

Gibt es Feuerwehrärzte? Ich frage nur, weil Sie sich kürzlich noch selbst als Feuerwehrmann einer Berufsfeuerwehr in einer Großstadt in DE. bezeichnet haben.

Viele kranke Menschen haben leider keine andere Wahl

Mein Vater klagte über Schmerzen, bekam aber leider keinen Arzttermin. Als er nach zwei Wochen doch endlich zum Arzt durfte, wurde er sofort ins Krankenhaus geschickt, wo von einem kleinen Herzinfarkt die Rede war ...
Meine Mutter musste über viele Monate (!) hinweg unerträgliche Schmerzen aushalten. Die Schmerzmittel der Hausärztin zeigten keine Wirkung. Als sie endlich zum Orthopäden durfte, wurde sie ebenfalls schnell ins Krankenhaus überwiesen und musste wegen einem Wirbelbruch operiert werden.
Als Patient, gerade als älterer Mensch, der schon einmal an den einen oder anderen Schmerzen leidet, kann man nicht immer selbst beurteilen, ob ein Notfall vorliegt - das muss schnellstmöglich durch einen Arztbesuch zu klären sein.
Aber leider ist die medizinische Versorgung, insbesondere in ländlichen Gebieten, so katastrophal, dass ich verstehen kann, wenn Menschen den Notruf wählen. Nur so kann man anscheinend schnell zu einer Behandlung kommen, die ggf. Schlimmeres verhindert.

@DrDreyer

In einigen Städten wird der Rettungsdienst von der Feuerwehr übernommen. Hamburg zum Beispiel.

Viele Irrtümer

"Homöopathie hilft...pflanzlicher Hustensaft bei Erkältung oder Arnikasalbe oder sowas. Solche Naturmedikamente helfen schon." Homöopathie ist nicht das gleiche wie Naturheilkunde. Und eigentlich nicht das Thema hier.

Auf dem RTW sind keine Notärzte, aber ausgebildetes medizinisches Personal.

"RTW kostet 300 Euro für nur 150m Strecke" - RTW kostet immer das gleiche - Stichwort Einsatzpauschale: ob für 1km oder 30km

Wie kommt man

Wie kommt man von der Diskussion um nötige/unnötige Rettungseinsätze zu Weidenrinde?? Symptomatisch für unseren gesellschaftlichen Diskurs...

Am 25. Februar 2018 um 12:45 von DrBeyer

"(P.S.: Mir fällt gerade auf, dass mein Nick irreführend sein könnte. Ich bin kein Arzt. Was ich soeben geäußert habe, ist meine Überzeugung nach den allgemein zur Verfügung stehenden Studien über die Wirkweise und Wirksamkeit der Homöopathie.)"

Viele Menschen lesen nur das, was ihren Vorstellungen entspricht. Vielleicht auch einmal über den eigenen Schatten springen und etwas anderes lesen?

Rücksichtslosigkeit und Ich-Bezogenheit

setzen sich leider auch hier immer mehr durch. Da denkt Keine und Keiner mehr an die wirklich dringlichen Fälle und dass Kapazitäten begrenzt sind. Das gleiche Phänomen erkennt man ja auch in den Notfallaufnahmen der Krankenhäuser, in denen mittlerweile Land unter ist, weil massenhaft ungeduldige Patienten mit Bagatellerkrankungen sitzen, die keinen Termin beim Hausarzt abwarten wollen. Dafür sind die Rettungswagen und Notaufnahmen nicht vorgesehen und das wird, neben den weit höheren Kosten auch das System gefährden und scheitern lassen. Niemand muss wegen einer Erkältung oder einer Verstauchung zur Notaufnahme

Systemrelevante Auswüchse

Man wollte es politisch doch so.

Natürlich kann man jetzt überzogenes Anspruchsdenken in gesundheitlichen Belangen feststellen - aber war das nicht absehbar?

Seit Ökonomie und Wettbewerb das Gesundheitswesen dominieren sind Zweck und Verhältnismäßigkeit der Konzentration auf das Abgreifen von Leistungen gewichen.

Niedergelassene Ärzte bieten fragwürdige Igel-Leistungen an, therapeutisch sinnlose Präparate fluten seit Jahrzehnten den pharmazeutischen Markt und die Apotheken Umschau sensibilisiert die Kundschaft dazu noch mit geballter Eigenwerbung.
Alle Player im System wollen einen möglichst hohen Anteil aus dem Topf für sich abzweigen. Was interessieren da noch Zweck und Verhältnismäßigkeit?

Und die Kommunen machen da mit den Rettungsdiensten keine Ausnahme.
So kann die Rettungsfahrt bei gleicher Strecke mal 35.- und in einer anderen Gemeinde wieder 290.- Euro betragen, weil diese Beträge dem maroden Haushalt nützen. Mit dem tatsächlichen Aufwand hat das wenig zu tun.

Unsachlichkeit, weil sich viele betroffen fühlen?

Liebe Mit-Foristen,

offenbar fühlen sich bei dem Vorhaben des Gesetzgebers viele persönlich angegriffen, fürchten Benachteiligung etc.

Ich kenne von vielen Notärzten (kenne durch meine Hausärzte einige) exakt die genannte Problematik - und das bereits seit fast 20 Jahren, Tendenz zunehmend. Die viel präsentere Nummer 112 scheint eine Rolle zu spielen.

Bei dem o.g. Vorhaben geht es nicht darum, Menschen schlechter zu versorgen, sondern ganz im Gegenteil, Menschen zielgerichteter zu behandeln.
Eine gemeinsame Leitstelle kann durch entsprechendes Fragen dafür sorgen, daß entweder
- die nächste Notfallpraxis genannt wird,
- der ambulant fahrende Notarzt oder
- der Krankenwagen
kommt.
Die Belastung der Klinik-Ambulanzen mit Bagatellen sollte so sinken.

Wichtig ist bei alldem aber, daß die Leitstelle mit gutem Personal arbeitet, das eine Bagatelle vom Notfall unterscheiden kann. Die Sorge, daß das nicht gewährleistet ist, macht Angst - mE eine Ursache der emotionalen Kommentare.

@um 13:12 von DrBeyer

Ich kann mir auch schwer vorstellen, das wenn jemand wirkliche Zahnschmerzen hat, dieser extra 3 Tage wartet bzw. es überhaupt aushält. Wenn einem der Job nicht passt, dann sollte man eben nicht Nachts arbeiten oder aber nicht jammern, das man Nachts es tun muss.

?? unverständlich

Rettungswageneinsatz braucht man , wenn der Patient nicht mehr mobil ist und akut geholfen werden muss.
Es ist auch völlig ok, dass vorher telefonisch zu klären.
Durch Abschreckung von Patienten wird man aber das Gesunheitswesen in Deutschland nicht reformieren.

Homöopathie ist nicht gleich "Naturmedikamente"

Es gibt mehr als genug Untersuchungen zur Homöopathie - und diese hilft nicht besser als Placebo = reine Einbildung.

[facepalm]

@ 12:55 von Demokratieschue...

"stimmt einfach ueberhaupt nicht.
Beispiel: pflanzlicher Hustensaft bei Erkältung oder Arnikasalbe oder sowas. Solche Naturmedikamente helfen schon."

Wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, die Beiträge anderer zu lesen, müssten Sie inzwischen wissen, dass

1. "Naturmedikamente" sehr wohl Teil der Medizin sind, wenn ihre Wirksamkeit nachgewiesen ist.

2. Homöopathie nichts mit "Naturmedizin" zu tun hat. Homöopathie ist die Idee, dass nicht die Substanzen selber wirken, sondern deren Schwingungen. Dass man daher die Lösungen so stark verdünnen kann, bzw. muss, dass kein Molekül der Ausgangssubstanz mehr in der verabreichten Löung vorhanden ist, und sich das Wasser an die "Schwingungen" der "Wirkstoffe" erinnert.
Dabei aber bequemerweise all die Schwingungen der Fäkalien, die das Wasser bis dato transportiert hat, vergisst.

@ von DrBeyer

Die Feuerwehren stellen auch Rettungswagen mit Sanitätern und die fahren häufig, je nach Einsatzmeldung, zunächst erst ohne Arzt zu einem Einsatz, das entscheidet die Rettungsleitstelle. Je nach dem wie die Lage sich dann vor Ort gestaltet, wird ein Notarzt nachgefordert, dann kommt der auch sehr schnell oder der Patient wird ohne Arzt ins Krankenhaus gefahren.

An alle anderen Kritiker, Patienten sind keine Kostentreiber aber die zunehmende Unselbstständigkeit und Unvernunft sind es!
Wegen Zahnschmerzen holt man keinen Notarzt. Eine junge Patientin mit Nasennebenhöhlenentzündung, wie sie sie immer hat, gehörte auch nicht in meine Notaufnahme nur weil der Hausarzt zu hatte...es gibt eine Vertretung oder einen Kassenärztlichen Notdienst.

Schließlich gibt es auch Patienten, die holen den Rettungsdienst nur weil sie denken dann weniger lang in der Notaufnahme warten zu müssen als wenn sie selber kommen! Aber im Krankenhaus bleiben wollen Patienten sie wenns ernst ist auch wieder nicht!

bezahlen....

Es würde helfen, wenn der Pa das dann bezahlen müsste.....

@ 12:56 von harry_up

"Und mit der Weidenrinde widersprechen Sie sich selbst.
... Wollen Sie ernsthaft behaupten, das darin enthaltene DASS wirke nicht, sehr wohl aber das, was Ihnen der Arzt verschreibt?"

Ja... so etwas habe ich erwartet. Sie haben Ihre vorgefasste Meinung, und nehmen Ihre Umwelt dann so selektiv wahr, dass sie zu Ihrer Meinung passt.

Nein, ich widerspreche mir nicht selbst.

Ich sage:

Es ist dann Medizin, wenn die Wirksamkeit nachgewiesen ist. Egal ob Naturheilverfahren oder Big Pharma.
Beispiel: Weidenrinde zur Fiebersenkung

Ist sie nicht nachgewiesen oder gar widerlegt, ist es Esoterik.

Sie machen daraus: "Wollen Sie ernsthaft behaupten, das darin enthaltene DASS wirke nicht, sehr wohl aber das, was Ihnen der Arzt verschreibt?"

Sie unterstellen mir das Gegenteil meiner eigenen Aussage.
Wenn das nötig wird, um Ihre Meinung zu behaupten, wird es wohl Zeit diese zu überdenken.

@ Demokratieschule: Es wird auch wegen bagatellen

der Notarzt gerufen. Natürlich sehen betroffene Ihre Beschwerden schlimmer, das ist völlig normal. Aber wegen Bauchweh sofort den Notarzt rufen kommt durchaus vor.

Kann man gerne Nachprüfen, wenn man mal zufällig in der Notaufnahme sitzt und wach genug ist, die Vorgänge zu verfolgen. Alleine das Verhalten einiger, die sich Beschweren wenn andere vorgezogen werden weil diese dringlicher sind spricht Bände. Jetzt geht das Gerücht, dann diejenigen vorgezogen werden, die mit dem Notarzt eingeliefert werden. Was nicht stimmt, aber man will ja schnell drankommen.

Und genau dies ist uns in der

Und genau dies ist uns in der Familie passiert vor nicht allzu langer Zeit passiert - in einer deutschen Gross-Stadt!

Von den Notfall-Nummern halte ich inzwischen rein gar nix - die sind reine Augenwischerei.

Das ganze ist letztlich auch nur ein Teil eines komplett in die Schieflage geratenen Mehr-Klassen-Krankensystem...

...in Berlin nimmt mich faktisch kein Augenarzt in näherer Umgebung (45 min Fahrzeit ÖPNV) als Neu-Patient auf - einzigste Chance ist die Notsprechstunde.

Komplett absurd wird es in der Zahnmedizin:
Obwohl ich massive Parodontose habe (auf dem Röntgenbild gut zu erkennen) kann diese NICHT behandelt werden - da zunächst der Zahnstein weg muss - aber genau dies MUSS ich als private Zahlreinigung selbst finanzieren und das von meiner Sozialhilfe??!!
Die Parodontose-Behandlung übernimmt dann wieder die KK.
Streng genommen haben die Zahnärzte die Möglichkeit die Entfernung bei der KK abzurechnen - nur haben die flächendeckend in Berlin keinen "Bock" drauf!

@ 13:08 von riewekooche

"Und nachgewiesene Wirksamkeit bedeutet medizinische Doppelblindstudie...

Grundsätzlich haben Sie recht. Allerdings werden nicht für alle nachweislich wirksamen Mittel, insbesondere in der sog. Naturmedizin, derartige Tests durchgeführt, weil das eine nicht ganz billige Angelegenheit ist. Drum ist einiges davon vom Markt verschwunden. Häufig sind auch die Mechanismen nicht bekannt oder werden vernachlässigt.."

Vielen Dank, das ist ein sehr gutes Argument. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass wirksame Behandlungsmethoden nicht nachgewiesen sind da zu teuer oder weil die dahinterstehenden Mechanismen nicht bekannt sind.
Oder sie sind nachgewiesen, aber nicht zugelassen.
Dabei muss man nur an Doxycyclin als Malariaprophylaxe denken...

Für die Homöopathie ist diese Argumentation allerdings nicht unbedingt gültig, deren Funktionsweise und Wirksamkeit wurde wohl tatsächlich gründlich widerlegt.

@ 12:45 von und-nachts-da-ruft

"Zahnschmerzen können extrem unangenehm sein und dass jemand 3 Tage darunter leidet, dürfte wohl vor allem damit zusammenhängen, dass es kein Zahnarzt in der Nähe einen zeitnahen Termin für einen Akutfall zur Verfügung gestellt hat. "

Was ein quatsch. Wenn man einen Termin hat ist es nicht mehr akut. Dann ist es auf Termin.

Ich habe jedenfalls noch keinen Arzt gesehen, der einen mit schmerzen wieder weg schickt. Weder Hausarzt noch Zahnarzt.
Das Problem ist wohl eher, dass gewisse Leute keine Lust haben, mal ein wenig zu warten, wenn man unangekündigt vorbei schaut.

Und Sie glauben, das wäre die einzig mögliche Erklärung?

@ 12:39 von Oldtimerin

"Wer sich damit befasst hat, weiß Bescheid. Wer fleißig rechnet, dass nach der Lohschmidtschen Zahl bei D 23 kein Molekül der Substanz mehr enthalten ist, hat das Prinzip nicht begriffen."

Das ist eine Möglichkeit. Die andere Erklärung ist, dass derjenige das Prinzip sehr wohl verstanden hat, aber für Humbug hält.

Die "Schwingungen" der Wirksubstanz übertragen sich auf das Gedächtnis des Wassers, das aber auf magische Weise all die anderen Schwingungen von Fäkalien, Medikamenten, Nitraten und Tensiden, mit denen das Wasser bis dahin in Kontakt gekommen ist vergisst.

"Homöopathie muss ohnehin privat bezahlt werden"

Wer sich damit befasst weiß auch, dass viele Kassen inzwischen die Kosten für homöopathische Behandlungen übernehmen, nachdem die Homöopathie-Anbieter mal dazu aufgerufen haben, die Kasse zu wechseln wenn das verweigert wird.

Ein bisschen Prinzip Quengelzone für Erwachsene, funktioniert aber hervorragend

Früher kamen Hausärzte ins

Früher kamen Hausärzte ins Haus (darum hießen sie so) und riefen dann bei Bedarf den Krankenwagen.
Heute muss der Kranke selbst entscheiden wie krank er ist. Vielleicht sollte man da mal was ändern und die Hausärzte zwingen - und dafür bezahlen - wieder ins Haus zu kommen, auch durchaus mal außerhalb der Praxiszeiten. Der kann nämlich beurteilen, ob der Pa ein Querolant oder z.B. Herzkrank ist.

Aber das kann man Ärzten ja nicht mehr zumuten. Die sind nach Praxisende nicht mehr zu erreichen.
Gut wäre es, wenn Fachärzte an drei kompletten Tagen ohne Termine arbeiten müßten, denn ich weis nicht, ob ich in zwei Monaten Rückenschmerzen oder Luftnot haben werde. Wie soll ich da einen Termin machen?
Und wenn ich dann an div. Anzeichen für Herzinfakt denke - soll ich dann ein Taxi nehmen weil der Hausarzt auch nur noch mit Termin arbeitet und nicht ins Haus kommt?

Ganz einfach

Wenn dem Einsatz kein unmittelbarer Krankenhausaufenthalt folgt, muss der Einsatz aus eigener Tasche bezahlt werden.

Wieviel ist uns ein Menschenleben noch wert?

Aus eigener Erfahrung in meiner Umgebung weiß ich, dass ältere Menschen ohnehin zögern, bevor sie bei Anzeichen eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls einen Rettungswagen anfordern. Oft sind sie unsicher und warten lieber erstmal ab, ob die Symptome von selber nachlassen.

Solche unverantwortlichen Beiträge und Kommentare werden für noch mehr Zurückhaltung sorgen. Jeder Einzelne sollte sich fragen, ob er das verantworten kann und will.

Ich finde, lieber 50-mal unnötig kommen als einmal zu wenig. Das sollte unserer Gesellschaft ein Menschenleben wert sein.

Führt doch eine Notruf-Gebühr ein!

Mein Vorschlag: eine Notruf-Gebühr. Jeder Notruf sollte 10 Euro kosten.

Die Praxisgebühr hat ja gezeigt, wie sinnvoll es ist, die Patienten zu "erziehen". [Ironie aus]

Nachdem ich mal selbst zum Krankenhaus ging und bei der Notaufnahme erst nach 30 min behandelt wurde, werde ich in Zukunft auch den Notarzt rufen. Kein Wunder, dass die Zahlen steigen. Daran sind nicht die Patienten schuld, sondern das System!

@Pixelage: Hohe Bußgelder sind kontraproduktiv

Wir haben jetzt schon das Problem, dass die Menschen sich scheuen, erste Hilfe zu leisten.

Darum sind die Notärzte und Rettungsdienste froh, wenn potenzielle Ersthelfer wenigstens die 112 rufen, wenn sie sich schon nicht trauen, selbst Hand anzulegen.

Wenn nun Bußgelder in den Vordergrund gerückt werden, überlegen sich die wankelmütigen Geister gleich dreimal, ob sie überhaupt das Händi zücken oder ob sie nicht gleich an einer am Boden liegenden Person vorüber gehen und den Gedanken formen, dass es ja vielleicht nur einer ist, der seinen Rausch ausschläft.

Lieber für eine Milliarde unnütze Rettungseinsätze als Tote und schwer Geschädigte wegen nicht gerufener Retter.

Die Konzentration...

...aller mobilen medizinischen Einsatzkraefte in einer Leitstelle gab es schon mal. In der DDR. War nicht alles schlecht;)

Thema verfehlt... ein Segen?

@ 13:25 von mcdutts

"Wie kommt man von der Diskussion um nötige/unnötige Rettungseinsätze zu Weidenrinde?? Symptomatisch für unseren gesellschaftlichen Diskurs..."

Ja. Muss aber nichts schlechtes sein. Im Gegenteil:

Themen müssen in einen größeren Kontext eingeordnet werden, sonst bleiben sie akademische Spiegelfechterei. Es wurde ja schon erwähnt, dass eine drohende Strafe für das missbräuchliche Rufen von Rettungswagen die Leute auch in echten Notfällen zögern lassen könnte. Es ist also eine zweischneidige Sache, die wir hier diskutieren. Und natürlich geht es dabei vor allem wieder ums Geld.
Da ist es nicht nur sinnvoll, sondern sogar geboten diesen Kosten mal komplett unnütze und vermeidbare Kosten im Gesundheitssystem gegenüberzustellen.

Das kann den Horizont erweitern, und das Werfen von Nebelkerzen, bzw. präsentieren von Sündenböcken erschweren.

Hilfsbedürftige

In Landeseinrichtungen, sagen wir in einer JVA, wird im Zweifelsfall, immer ein Notarzt und ein RTW bestellt. Was dem Gesetzesbrecher recht ist sollte gut genug für den Rest der Bevölkerung sein. In wie vielen tausend Fällen im Jahr wird kein Notarzt bestellt weil Feunde / Angehörige Zweifel haben. Menschen sterben. Die Entwicklung ist moderat, hier soll auf Kosten der Bürger gespart werden. Vielleicht hat die Bundeswehr dann Geld für neue Zelte.

Noch mal!

Es scheint sich hier hartnäckig die Meinung zu halten, das mal einfach mal bei der 112 anruft und sagt, schicken sie mir mal einen Notarzt vorbei!
Ich hatte oben schon geschrieben, das diese Entscheidung beim Leitstellendisponent liegt und nicht beim Patienten.

Ich glaube, viele sind gar nicht in der Lage zwischen Notarzt, kassenärztlichem Notdienst und Notfallsanitäter zu unterscheiden.

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