Ihre Meinung zu: Funde aus der längsten Unterwasserhöhle der Welt vorgestellt

20. Februar 2018 - 11:00 Uhr

Vor wenigen Wochen wiesen Forscher um den Aschaffenburger Höhlentaucher Schmittner in Mexiko die längste Unterwasserhöhle der Welt nach. Dort wird er nun gefeiert wie ein Star. Von Xenia Böttcher.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
5
Durchschnitt: 5 (19 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Hut ab, Herr Schmittner

Für seine Forschung und die Ergebnisse, welche nun in die Öffentlichkeit gebracht werden, spreche ich Robert Schmittner mein Lob und meinen Respekt aus.

Vielleicht werden hierdurch viele Fragen beantwortet, die seit Jahrzehnten offen waren. Hut ab, Herr Schmittner.

Unermesslich für wen?

Von unermesslicher Bedeutung heißt noch lange nicht von unermesslichem Nutzen.

Für das Überleben der Menschheit ist nämlich genau das entscheidend: das pragmatische Wesen der Wissenschaft.

Unermesslich ist wahrscheinlich viel eher der immense Aufwand, der hinter der Bergung solcher Schätze steckt, was uns ein trügerisches Werturteil fällen lässt.

Ich finde das schon toll aber

Ich finde das schon toll aber wie kann ein Team nur mit dem mitgenommenem Sauerstoff in Flaschen, oder wie sonst , feststellen das diese Höhle 350KM lang ist ? oder gibt es in der Höhle stellen welche höher liegen so das man dort auftauchen kann und auch ein Biwak einrichten kann ? Weis das hier wer?

Respekt

Das ist eine großartige Leistung.

Toll

Ich finde es gut, wenn uns durch solche Forschung mal wieder bewusst wird, dass Europa in historischen Zeiten nicht der Nabel der Welt war.
Kolumbus hat Amerika entdeckt, oder die Wikinger? Was würden wir denn sagen, wenn ein Schiff voller Maya nach Europa gesegelt wäre? Hätten dann die Maya Europa entdeckt?
Ich verstehe, dass Mexico auf sein historisches Erbe stolz ist und die Nachfahren der amerikanischen Hochkulturen sollten alles tun um daran zu erinnern, dass dort vor Ankunft der Conquistadoren keine "primitiven Heiden" lebten, die man einfach so beklauen und töten durfte.
Aber natürlich haben unsere Vorfahren sie aus uneigennützigen Motiven mit den christlichen Werten beglückt.

Vielen Dank, Frau Böttcher,

für den guten Artikel, der auch Begeisterung durscheinen lässt, was sicher nicht einfach ist in diesen Zeiten. Aus Aschaffenburg ist er, das macht schon ein bisschen stolz und ich bin bestimmt keiner, dem man mit der Nazikeule kommen könnte. Ich finde, die Medien dürften ruhig öfter von Forschungserfolgen berichten, nicht nur im Zusammenhang mit Deutschland, aber gerne auch und von mir aus auch statistisch unausgewogen ;-)

@Анна Новый Город

Sie schon ein wenig zynisch.
In den Bericht geht es darum das sich in der Höhle eine sehr lange Kette Menschlicher, pflanzlicher und tierischer Entwicklungsgeschichte befindet.

Ein Schatz viel wertvoller als all der Menschenverachtende Kommerz an den Börsen.

Die wahre, bahnbrechende Wissenschaft war nie pragmatisch, sie lebt schon immer von und durch Träumer.

Wir hätten heute weder Bluetooth noch Handy wenn nicht ein paar Star Trek Enthusiasten unbedingt hätten telefonieren wollen wie Uhura.

Atomenergie wurde von Forschen entwickelt die eine friedliche unerschöpfliche Energiequelle suchten (die leider aufs übelste Missbraucht wurde).

Dies liese sich lange fortsetzen.

@mac tire - Auftauchen (Cenotes)

11:02 von mac tire:
"oder gibt es in der Höhle stellen welche höher liegen so das man dort auftauchen kann [...]"

Das Höhlensystem ist nicht vollständig geschlossen. Durch Einstürze der Höhlendecke haben sich immer wieder Zugänge gebildet, die Cenotes genannt werden. Luftgefüllte Räume wird es aber auch geben.

(Mehr bei Wikipedia.)

Unermesslich für wen???

Ich verstehe Ihre Kommentare nicht.
Es ist schon Nützlich mehr über die Menschheitsgeschichte zu erfahren.
Wenn Wissenschaft nur dem ÜBERLEBEN der Menschheit dienen darf, oder soll. Dann brauchen wir sie eigentlich nicht. Überlebt hat die Menschheit auch in der Steinzeit. - Kakerlaken übrigens auch.

Was uns neben einigem anderen von anderen Lebewesen auf diesem Planteten unterscheidet, ist das Bewusstsein um eine Vergangenheit und eine Zukunft. Mehr über beides herauszufinden ist ureigenes Interesse der Menschheit. Nicht umsonst gibt es breit angelegte Ahnenforschung. Und sicher nahezu jedes Adoptivkind wird mir hier beipflichten.

Ob unermesslich, oder nicht, sicher war die Erforschung aus dieser Sicht richtig und sinnvoll.

"Für das Überleben der

"Für das Überleben der Menschheit ist nämlich genau das entscheidend: das pragmatische Wesen der Wissenschaft."

Was ist denn das pragmatische Wesen der Wissenschaft? Und fehlt das allen Wissenschaften, die nicht direkt zum Überleben der Menschheit beitragen?

10:26, Анна Новый Город

>>Unermesslich für wen?
Von unermesslicher Bedeutung heißt noch lange nicht von unermesslichem Nutzen.

Für das Überleben der Menschheit ist nämlich genau das entscheidend: das pragmatische Wesen der Wissenschaft.

Unermesslich ist wahrscheinlich viel eher der immense Aufwand, der hinter der Bergung solcher Schätze steckt, was uns ein trügerisches Werturteil fällen lässt.<<

Was meinen Sie mit dem "pragmatischen Wesen der Wissenschaft"?

Was sind "trügerische Werturteile"?

Zum Verständnis von Wissenschaft:

Sie folgt keinen Nützlichkeitserwägingen. Das Wesen jeder Wissenschaft ist die Erkenntnis um der Erkenntnis willen.

Natürlich gibt es auch sozusagen marktorientierte Wissenschaft, die von der Industrie bezahlt wird. Das nenne ich angewandte Wissenschaft. Aber auch die bezieht sich immer auf Erkenntnisse, die Forscher gewonnen haben, die um des Forschens willen forschten.

Immenser Aufwand ohne direkten ökonomischen Nutzen gab und gibt es bei vielen Forschungsprojekten.

12:51 von

12:51 von "IchUndDuMuellersKuh
Unermesslich für wen???"

Kultur ist für die Menschheit von unermesslichem Nutzen.

Selbst Pflanzen und sogar Bakterien kultivieren sich selbst.

Das einzige Vorkommen, das von Kultur keinen Nutzen hat ist Unrat, oder das was sich darunter einordnet.

Tulum ist ja als historische

Tulum ist ja als historische Maya Stätte schon lange bekannt und Karsthöhlen sind in Kalkgestein sehr häufig, auch in Deutschland, anzutreffen. Ist da jemnd 350 km weit getaucht ?

11:02 von mac tire

"Ich finde das schon toll aber wie kann ein Team nur mit dem mitgenommenem Sauerstoff in Flaschen, oder wie sonst , feststellen das diese Höhle 350KM lang ist ? oder gibt es in der Höhle stellen welche höher liegen so das man dort auftauchen kann und auch ein Biwak einrichten kann ? Weis das hier wer?"

1. Bekannt waren zuvor bereits mehrere Höhlensysteme mit einer Einzellänge von bis zu 250 km. Neu ist, eine Verbindung zwischen ihnen entdeckt zu haben und die daraus resultierende neue Gesamtlänge.
2. Es gibt Tausende "Cenotes", Tageslichtöffnungen des Höhlensystems. Und in den Höhlen gibt es zusätzlich Abschnitte, die nicht geflutet sind und wo aufgetaucht werden kann.
Z.B. die "Fledermaushöhle" in "Dos Ojos".

Nichtsdestotrotz eine gigantische Herausforderung für die tauchenden Wissenschaftler!

Ich kann das Tauchen in Cenoten nur empfehlen, es ist ein einzigartiges Erlebnis. Zugänglich für jeden lizensierten Sporttaucher ("Open Water").

12:12 von Deeskalator

"Die wahre, bahnbrechende Wissenschaft war nie pragmatisch, sie lebt schon immer von und durch Träumer."

Goethe würde hierzu sagen: "Du sprichst ein großes Wort gelassen aus" ;).

Gruß (nomen est omen)

Schatz der Karibik

@ Анна Новый Город 10:26
Die Schätze zu erforschen heißt ja nicht zuwangsläufig, sie auch zu bergen - schon gar nicht vollständig. Schätze sind auch nicht nur nach dem materiellen Wert zu bemessen. Geborgen wären es vllt gar keine.
Mit Ihrer Meinung zur pragmatischen Wissenschaft (im Gegensatz beispielsweise auch zum Aberglauben) gebe ich Ihnen uneingeschränkt Recht. Aber auch der dient diese wie jede ernsthafte Forschung.

15:05 von träumensollteerlaubtsein

«Es gibt Tausende "Cenotes", Tageslichtöffnungen des Höhlensystems. Und in den Höhlen gibt es zusätzlich Abschnitte, die nicht geflutet sind und wo aufgetaucht werden kann. […] Ich kann das Tauchen in Cenoten nur empfehlen, es ist ein einzigartiges Erlebnis.»

Ich kann den Besuch von Cenotes "sogar" dann sehr empfehlen, wenn man keinerlei taucherische Ambitionen hat.

Habe ich persönlich nicht. Aber der Einstieg und die Höhlenwelt in einem "kleinen und unbedeutenden" Cenote in Belize war ein beeindruckendes Erlebnis.

Nicht nur der Einstieg, schon der (sehr schweißtreibende) Weg dorthin durch den dichten Dschungel mit all den Geräuschen & Gerüchen war mehr als der Mühe wert.

In gewisser Weise beneide ich Sie, dass Sie in einer derart begnadet schönen Gegend der Welt leben können/dürfen.

Als häufiger Besucher Mittelamerikas weiß ich aber auch, das das permanente Leben dort nicht annähernd so angenehm & unbeschwert ist wie das eines Touristen.

Nicht nur wegen der vielen Erdbeben!

mac tire: Die Höhle ist nicht

mac tire: Die Höhle ist nicht ein "glatter" Schlauch, sondern hat viele Verzweigungen und auch Zugänge ans Tageslicht. Auch ist sie nicht komplett geflutet, zumindest die Verbindung der beiden Höhlen ist trocken.

Die 350 km ist einfach die längste Strecke, die man theoretisch in diesem Höhlensystem zurücklegen kann, ohne den Untergrund zu verlassen. Die Expeditionen dürften in Etappen stattgefunden haben, von einem Zugang zum nächsten.

15:39 von schabernack

"In gewisser Weise beneide ich Sie, dass Sie in einer derart begnadet schönen Gegend der Welt leben können/dürfen.
Als häufiger Besucher Mittelamerikas weiß ich aber auch, das das permanente Leben dort nicht annähernd so angenehm & unbeschwert ist wie das eines Touristen.
Nicht nur wegen der vielen Erdbeben!"

Führt zwar vom Inhalt der Nachricht weg, aber "Danke" ;).
1. Mexico = NORDamerika
2. Für mich wiegt insbesondere die positive Lebenseinstellung der Mx sowie deren grenzenlose Freundlichkeit alle Einbußen an "Lebensstandard" mehr als auf.

PS: Es bebt weiter, täglich, aber auch das gehört dazu.

Spannende DNA-Analysen aus einer "Zeitkapsel"

Besonders spannend sind die möglichen DNA-Analysen aus dem Material dieser einzigartigen "Zeitkapsel".

Besonders aufregend wäre zu sehen in den menschlichen Überresten, ob dort DNA von Menschen aus dem damaligen Europa nachweisbar wäre und wenn wieviel und von welchen genetischen Gruppen, was einmalige Hinweise auf die Besiedlungsgeschichte geben könnte...

16:05 von träumensollteerlaubtsein

«Führt zwar vom Inhalt der Nachricht weg, aber "Danke" ;).
1. Mexico = NORDamerika.»

Führt zwar auch vom Thema der Nachricht weg, aber es wird mir hoffentlich erlaubt:

In Ordnung: Mexico = NORDamerika.
Dann weiß ist jetzt wenigstens genau, dass ich beim Grenzübertritt von Süd-Yucatan nach Nord-Belize von Nord- nach Mittelamerika gewechselt bin …

«2. Für mich wiegt insbesondere die positive Lebenseinstellung der Mx sowie deren grenzenlose Freundlichkeit alle Einbußen an "Lebensstandard" mehr als auf.»

Kennen Sie den deutschen Dokumentarfilm:
"Weit. Eine Reise um die Welt." (2017)?

Es ist die Reise eines deutschen Paares, das sich zum Ziel gesetzt hatte, von Freiburg/Breisgau aus die Welt nach Osten zu umrunden, um von Westen nach Deutschland zurückzukehren, ohne dabei ein Flugzeug zu benutzen.

Ein ungeplant in der Mongolei gezeugtes Kind haben sie in MEX aus eben den von Ihnen genannten Gründen zur Welt gebracht.

Der Film würde Ihnen gefallen!
http://weitumdiewelt.de/

Darstellung: