Ihre Meinung zu: Streitkräfte sollen Kriminalität in Rio de Janeiro bekämpfen

16. Februar 2018 - 15:51 Uhr

Brasiliens Präsident Temer will die Streitkräfte im Kampf gegen die Kriminalität in Rio de Janeiro einsetzen. Dies wäre die erste umfassende Militärintervention seit dem Ende der Militärdiktatur.

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Kommentare

Der Fisch stinkt vom Kopf her.

Das Sprichwort trifft hier vollkommen zu.
Temer und seine kriminelle Riege - wie sonst soll man es bezeichnen, wenn selbst ein beschuldigter Mörder, der ihn mit an die Macht brachte, nicht belangt werden kann? - wollen die Kriminalität bekämpfen...

Kriminalität in Rio de Janeiro ...man schwebt über ...

den Dingen - wie hier manche Humanisten, möchte man rufen, schreien oder brüllen, "Ursachen bekämpfen"!! Aber dann, bevor der heisere Klang des eigenen Gedankens vergangen ist, weiß man das dies in einer verarmenden und sich verdichtenden Welt ein Fass ohne Boden ist, das mit den Ursachen.
Ursachen bekämpfen, zumindest die unmittelbaren der Kriminalität - das verdienen von Geld durch Raub, Mord, Handel, Korruption, sollte doch - aber auch das ist in Ländern am Rande des Zerfalls ein Fass ohne Boden.

So geht es wie in dem Lied, "Ein Loch ist im Eimer Karl-Otto ...."

Warum nicht in Brasilia

Warum nicht in Brasilia anfangen? Am besten bei Temer selbst.

um 15:58 von krittkritt

Ganz, aber wirklich ganz Ihrer Ansicht. In Brasilien hat sich der Bock zum Gärtner aufgeschwungen. Und ein noch grösserer steht für die nächsten Wahlen in den Startlöchern und hat, falls Lula von den Böcken definitiv aus dem Rennen genommen wird , die besten Chancen.

gegen Kriminalität?

Der feine Herr Temer will das Millitär gegen Demonstranten einsetzen.
Herr Temer weis, dass das Volk diese ganze korrupte Regierung los werden will.

Kriminalität? Ich lach mich weg.

das sind die Werte des Westens:

Anstatt den Menschen in den Favelas so etwas wie das Experiment von Wörgl zu erlauben (oder es sogar zu unterstützen), kennt die westliche Wertegesellschaft nur Gewalt, um das eigene menschenverachtende System aufrechtzuerhalten. Und ARD/ZDF decken dies noch.

Mehr Morde

Ich verstehe. Seit der Amtsenthebung von Frau Rousseff in 2016 und der 'Übernahme' von Herrn Temer ist die Mordrate um 26% angestiegen, wie sie in dem Artikel angeben. Militärische Intervention muss sozialstaatlicher Fürsorge weichen. Es geht voran in Brasilien!

@nochnichtnathan

"...kennt die westliche Wertegesellschaft nur Gewalt, um das eigene menschenverachtende System aufrechtzuerhalten. Und ARD/ZDF decken dies noch."

Sie haben den Artikel über Wörgl in der 'Zeit' nicht zu Ende gelesen.

"Unbemerkt von der großen Wirtschaftswelt, gibt es heute im deutschsprachigen Raum Dutzende regional gültiger Schwundwährungen. Sie heißen Urstromtaler, Chiemgauer oder Rheingold. Manche sind eine Spielerei, andere eine ernsthafte Zweitwährung, ..."

ARD und ZDF haben offensichlich trotz Ihrer vermuteten "Menschenverachtung" und "Gewalt" das Ziel des abgrund tief Bösen noch nicht erreicht.
Trotzdem schon schlimm in welcher Welt Sie leben müssen. Mein Beileid.

Militarisierung führt zu mehr Gewalt

Ne klar, super Idee. Hat z. B. in Mexiko auch ganz toll geklappt.

Eine reformierte Polizei

Eine reformierte Polizei sollte diese Aufgabe übernehmen und die Regierung sollte einen viel stärkeren Fokus auf Familienplanung legen.

Armee gegen eigene Bürger einsetzen?

Länder, die das tun, gehören in eine ganz bestimmte Kategorie.

Nutzlos

Erst müssen die Ghettos abgerissen bzw. die miesen Stadtteile wiederaufgebaut werden, dann wird die Kriminalität um mind. 50% sinken. Die Umgebung ist maßgebend für Kriminalität - sie New York während der 70-80er.

Kriminalität in Rio de Janeiro

Ich bin seit 25 Jahren mit einer Brasilianerin verheiratet und verbringe jedes Jahr mehrere Monate in diesem schönen Land (wir haben eine Wohnung in Recife).
Während der Kampagne gegen Dilma 2016 - gesteuert von TV Globo und der Mehrheitspresse, vergleichbar mit der Situation in Italien zur Zeit Berlusconis - hat ein Bekannter (PT-Wähler und Lula-Fan) bereits angeküngdigt, dass nach einem Sturz Dilmas die Kriminalität auf den Srtraßen explodieren würde.
Und genau das ist passiert, auch hier bei uns in Recife.
Die korrupte Politikerclique in Brasilia versucht mit allen Mitteln die Rückkehr Lulas ins Amt zu verhindern, mit bestochenen Zeugen und unverhohlen parteiischen Richtern.
Die Nr. 2 bei Umfragen hinter Lula ist der fanatische homphobe Rassist Jair Bolsonaro, der "brasilianische Trump", Bewunderer der Militärdiktatur von 1964-1986, Befürworter von Folter etc. Leider glauben hier viele Leute, ein solcher Mensch könnte mit "harter Hand" die Probleme "lösen".
Armes Brasilien!

um 19:29 von Brasilfan

Ich bin schon lange nicht mehr in Brasiliene gewesen, allerdings habe ich das Land Anfang der Jahrtausendwende häufig besucht. Es war nicht alles gut in Brasilien, aber vieles war besser unter Lula. Selbst die Währung war stark und die Wirtschaft war in starkem Aufschwung. Leider infizierte sich wohl auch Lula mit dem Korruptionsvirus, wie alle anderen seiner Vorgänger in Brasilien auch. Dilma hatte nie das Charisma wie einst Lula und hat viele Fehler gemacht. Ein Temer, der selbst skrupellos korrupt is hat dies voll ausgenutzt. Schade für so ein tolles Land. Südamerika kann sich einfach nicht von Korruption befreien - das spielt es fast keine Rolle ob es rechte oder linke Regierungen sind. Es endet fast immer in Chaos und totaler Korruption und Leidtragende sind immer die Armen der Bevölkerung

#Googol 'Nutzlos'

Mit Architektur und städtebaulichen Maßnahmen würde man nur an den tatsächlichen Ursachen für Kriminalität vorbei operieren. Des Pudels Kern ist doch: Warum sollten sich die einfachen Leute an Gesetze halten, wenn die herrschenden Eliten diese schon nicht einmal achten, Stichwort Korruption!
Zudem würde Abriss und Neubau von Wohnungen teure Mieten zur Folge haben. Von welchem Geld sollen die Bewohner der Favelas diese den bezahlen? Es ist doch genau das fehlende Geld zum Auskommen welches die Menschen in erster Linie in die Kriminalität treibt!!! Niemand wird kriminell weil er gerne böse sein will, höchstens in schlechten Gangsterfilmen!
Erst wenn auch die ökonomischen Vorraussetzungen für eine gesunde Volkswirtschaft geschaffen sind, kann man sich auch um das optische Bild kümmern!

Auch ich fühle mich in Rio sehr unwohl

Ich war schon oft in Rio und fühle mich dort nie sicher. Selbst tagsüber besteht die Gefahr an der Copa Cabana überfallen zu werden. Die meißt jungen Kriminellen haben oft Schusswaffen bei sich und würden auch nicht davor zurückschrecken sie einzusetzen.
Brasilien ist ein generell unsicheres Pflaster und Rio und Sao Paulo ganz im besonderen.
Es ist einfach traurig immer mit einem unsicheren und unbeschwertem Gefühl unterwegs zu sein.
Man muss die elende Korruption und Vetternwirtschaft in den Griff bekommen und die Jugendarbeitslosigkeit beseitigen, mit Polizei und Militär alleine bekommt man das Problem alleine nämlich nie in den Griff.

Wo liegen letztlich die Ursachen...

In der Armut und Verelendung mehrerer Generationen. Da wird Polizeigewalt nicht nachhaltig helfen.

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