Ihre Meinung zu: Gladbecker Geiselnehmer Degowski auf freiem Fuß

16. Februar 2018 - 16:46 Uhr

Der Gladbecker Geiselnehmer Degowski ist nach fast 30 Jahren Haft freigelassen worden. Der 61-Jährige verließ bereits die Justizvollzugsanstalt Werl. Sein Komplize Rösner bleibt vorerst in Haft.

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Kommentare

Nicht zu verstehen !

Es ist nicht zu glauben dass man einen Mörder wieder auf die Menschheit los lässt . Die deutsche Justiz spottet jeder Beschreibung !

Warum ist das eine

Warum ist das eine Eilmeldung? Sollen sich jetzt alle rechtzeitig zuhause verbarrikadieren? Der ist doch wohl hoffentlich frei, weil er ein neuer Mensch ist.

Machen wir doch gerne

Wird er schon ab Montag seine Tätigkeit
z.B. als Sozialarbeiter oder so aufnehmen ?

Degowski

Ich halte diese Entscheidung für falsch. Es gibt für Degowski keine sozialen Bindungen.
Es ist von weiteren Straftaten auszugehen.

Verstehe den Umstand der Eilmeldng

ebenfalls nicht...

Schade

Sein(e) Opfer haben lebenslang. Er hätte im Gefängnis bleiben müssen - wie alle Mörder.

Willkommen in der Freiheit Herr Degowski

Straftat begangen, dafür verurteilt, Strafe abgesessen, jetzt wieder frei, ganz normal im Rechtsstaat. Wünsche Herrn Degowski dass er sich in der Freiheit zurechtfindet, sollte in unserer christlich geprägten Gesellschaft, die von Barmherzigkeit und Vergebung geprägt ist, aber nicht all zu schwierig sein.

Wenn´s gut geht

wenn´s nicht gut geht, muss der, der es zu
verantworten hat genauso lage in den Bau wie Degowski dann.
Das ist nur gerecht denen gegenüber, die es erlitten haben.

Am 16. Februar 2018: Freilassung nach 30 jähriger Haft

Jeder Mensch sollte nach einer so langen Zeit der Haft die Möglichkeit eines neuen Lebens erhalten. Das entspringt den abendländischen christlichen Traditionen: Nach einer Verurteilung und nach Einsicht, Reue und Verbüßung einer Strafe die Chance zu erhalten, ein neuer Mensch sein zu können resp. zu zeigen, dass er ein neuer Mensch geworden ist.
Todesstrafe oder ein "Verschimmeln lassen" im Gefängnis ist absolut unmenschlich.

Zum Glück leben wir in einem

Zum Glück leben wir in einem Rechtsstaat, der sogar eine AFD aushält.

Es wird wieder nur über die armen Täter berichtet

Silke Bischof hiess das junge Mädchen,das der Herr Degowski kaltblütig ermordet hat .

onklefranz 15:51

"Es ist nicht zu glauben dass man einen Mörder wieder auf die Menschheit los lässt . Die deutsche Justiz spottet jeder Beschreibung !"

Ich glaube Ihnen auf´s Wort, dass Sie die Entlassung Degowskis nach Absitzen seiner Haftstrafe nicht verstehen können. Denn sonst würden Sie sich nicht grundlos über die "deutsche Justiz" beschweren.

Degowski

Laut Presseberichten hat der Gutachter positiv berücksichtigt, dass Degowski nicht drogen-oder alkoholabhängig ist.
Da hat der Mann sich ja im Strafvollzug vorbildlich zurückgehalten.

Degowski ist ein Mörder

Warum nennt Tagesschau.de das Verbrechen, das Degowski für immer zu einem Mörder macht nicht?

Stattdessen wird berichtet, zwei Menschen "wurden erschossen".
Ich bin entsetzt, dass die Fakten nicht genannt werden.

Es war Degowski, der an der Raststätte Grundbergsee den 15-jährigen unschuldigen Unbeteiligten Emanuele De Giorgi gezielt erschoss.

Nicht ganz einfach

Es ist sicherlich nicht leicht zu begreifen, warum, unter bestimmten Voraussetzungen, auch Mörder ein Gefängnis wieder verlassen dürfen.

Ich erwarte nicht, dass die üblichen Verdächtigen in diesem Forum, in der Regel diejenigen, die sehr gerne gleichzeitig von dem bedauerlichen Ende des (barmherzigen und vergebenden) christlichen Abendlandes berichten, dies begreifen.

Ebenso kennt niemand hier die Akte des Herren und die genaue Begründung, die zu der Entlassung führte. Einige schreiben dennoch schon davon, dass bei ihm die Rückfallgefahr hoch sei. Bedenklich und vor allem unseriös.

Ich weiß nicht, wie sich die Familien der Opfer fühlen, aber ich wünsche ihnen viel Kraft und die Stärke die Entscheidung nachzuvollziehen und damit leben zu können.

Degofski frei

Zum Glück leben wir in einem Rechtstaat. Aber ist die Freilassung eine Eilmeldung wer?

Kennen Sie den persönlich?

Kennen Sie den persönlich? Hatten Sie Akteneinsicht? Sind Sie vom Fach?

Wer ist das nächste Opfer?

Manche Taten kann man nicht verbüßen. Die Freilassung ist ein Schlag in die Gesichter der Opfer und deren Angehörigen.
Ich wäre dafür den Gangster erst freizulassen, wenn es seinen Opfern besser geht. Also am jüngsten Tag!
Bis dahin verschärfte Haft .
Ich bin sicher er bekommt von den Fernsehsendern die damals die Interviews geführt haben eine eigene Show.

Freilassung nicht zu verstehen !

Damals, nach der Urteilsverkündung in Essen, waren wir uns im Gerichtssaal darüber einig, dass keiner der beiden Verbrecher jemals die Freiheit erleben dürfe. Die Mordopfer werden nicht mehr lebendig. Es ist auch für mich unerträglich, diesen Verbrecher in Freiheit zu sehen, womöglich ihm noch einmal zu begegnen !

Möglicherweise.....

bin ich wirklich ein schlechter Christ, denn ich halte nichts davon auch die andere Wange hinzuhalten, aber auch nichts von Rache! Alle diejenigen, die vor Verständnis für Degowski triefen, sollten gezwungen werden, jeden Tag an das Grab der Silke Bischoff zu gehen und um Vergebung zu bitten. Das Mädchen war 18 Jahre alt, aber das hat weder Rösner noch Degowski interessiert. Es wird vermutlich nicht lange dauern, bis von Degowski eine tränennasse Biographie auf den Markt kommt, und wenn die Freilassung kein gutes Ende nimmt, gibt es sowieso keinen Verantwortlichen und außerdem ist immer die Gesellschaft schuld, oder?

16:14 von wolf2, vollkommen falsch

"Silke Bischof hiess das junge Mädchen,das der Herr Degowski kaltblütig ermordet hat"

Lt. Behördenangaben wurde Silke Bischoff durch einen Schuss aus Rösners Waffe getötet, das geschah während des von Kompetenzstreitigkeiten geprägten und konfusen Polizeieinsatzes auf der Autobahn.

Justiz pervers

###Der zu lebenslanger Haft verurteilte Gladbecker Geiselgangster Dieter Degowski ist am Donnerstag aus der Haft entlassen worden. ###Unser Rechtsstaat ist schon pervers . Und bei Rösner wird's auch nicht mehr lange dauern. Trotz der besonderen schwere der Schuld bei Degowski und Sicherungsverwahrung bei Rösner sind sie bald wieder vereint und für neue Taten noch nicht zu alt. Denkt von den Verantwortlichen auch nur einer kurz an die Opfer der beiden ,die sind vermutlich immer noch tot und solange das so ist sollte eine Entlassung unmöglich sein. Im deutschen Strafvollzug sollte nicht nur Resozialisierung eine Rolle spielen ,geht bei Gewaltverbrecher doch meißt schief, sondern auch Strafe . Es ist nicht zu verstehen dass Lebenslang nur ein paar Jahre sind bei einer Lebenserwartung von fast 100 Jahren welche die 2 Opfer vielleicht gehabt hätten. Oder wird davon ausgegangen dass sie sowieso einen Unfall oder so etwas gehabt hätten und deshalb nicht sehr alt geworden wären.

im Namen des Volkes...?

wer einen kaltblütigen Mörder wieder der Gesellschaft zur Last auferlegt, der handelt nicht im Namen des Volkes sondern im Namen des Wahnsinns...

Frei ist nicht frei

Ein Moerder bleibt man ein Leben lang. Auch nach einer Freilassung.

In vielerlei Hinsicht, tiefsinnig oder nicht, - so ist es nunmal.

Degowski

Wenn ich an die beiden ermordeten jungen Menschen denke, die kaltblütig durch ihn und seinen Komplizen getötet wurden, kann ich nur hoffen, das Leben in Freiheit wird für ihn zur Hölle!

Mörder sind unter uns !

Damals, nach der Urteilsverkündung in Essen,
dachten wir dieser Verbrecher würde nie mehr in Freiheit leben können. Die Opfer werden nie mehr lebendig. Ich darf mir nicht vorstellen wie es ist, wenn mir dieser Verbrecher wieder begegnen sollte.

16:14 von wolf2

und ein gewisser Herr Plasberg war damals als krawallreporter mit degowski im interview für die ARD

In meinen Augen ist das

In meinen Augen ist das ungeheuerlich. Ich fühle mit den Opfern. Wahrscheinlich bekommt er jetzt noch auf Staatskosten seine Tatoos entfernt, damit man ihn in der Öffentlichkeit nicht erkennt.

Regionalmeldung

werden doch sonst vermieden und muss man wo anders lesen oder wird von der Masse erzwungen.
Mir würden da einige Meldungen die Länder betreffen einfallen die nicht bei TS erscheinen, was Nachbarländer machen ist nicht so wichtig wie eine Freilassung eines Menschen der alles abgesessen hat ?.

Strafe verbüßt auch wenn das mir zu kurz erscheint, die Hauptsache Er wird im Auge behalten bis zur nächsten Straftat.

Gruß

Es ist wie es ist!

Unser demokratisch juristischer Staat des Rechtes hat nicht nur Vorzüge und nicht Lösungen für Jedermann/Jederfrau, auch leider nicht für die Hinterbliebenen, leider, aber ich will solch einen Rechtsstaat, auch dann wenn es weh tut, es ist wie es ist!

Die Opfer bekommen keine

Die Opfer bekommen keine Chance sich zu resozialisieren...

um 15:51 von onkelfranz

Typische Stammtischparolen. Die schwere Straftat wurde entsprechend schwer gesühnt. Wozu denn noch Gerichtsverfahren, in Fällen, in denen die Täterschaft schon feststeht? Konsequent zu Ende gedacht, führt diese Einstellung - na wohin? Eine Gesellschaft, die nie vergibt, ist keine, in der sich zu leben lohnt.

Bei den Fakten bleiben

@wolf2: Silke Bischoff wurde laut Polizeibericht von Rösner erschossen.

Wie bitte?

Wenn jemand 30 Jahre lang in Haft ist, dann führt es zu einer "günstigen Prognose", wenn der Mann weder Alkohol noch Suchtprobleme hat??????

Was soll mir das über den Strafvollzug sagen?

Wer war Emanuele De Giorgi ?

Auch wenn ich persönlich eine Freilassung Degowskis nicht unterstütze, akzeptiere ich die Gerichtsentscheidung.
Ich finde es nur immer traurig, wenn die Medien an den Mörder und seine Taten erinnern, es aber nicht für nötig halten, seinen Opfern eine Zeile zu widmen.
Emanuele De Giorgi war der 15-jährige Junge, der nachweislich vom jetzt freigelassenen Täter vorsätzlich erschossen wurde. Der Junge wäre heute ein 45jähriger Mann, der sicherlich noch weitere 30 Jahre seines Lebens vor sich gehabt hätte.
Die Namen der Täter werden noch viele Jahre lang öffentlich genannt, doch die Namen der Opfer sind schnell vergessen.
Es sollte eine andere Sichtweise in der seriösen Berichterstattung geben. Dann hätte die Überschrift gelautet:
"Der Mörder von Emanuele De Giorgi ist nach dreissig Jahren wieder auf freiem Fuss"
In den Geschichtsbüchern findet man fast nur die Namen der Täter und viel zu selten die der Opfer ! Sie sollten immer in einem Atemzug mitgenannt werden müssen !

dt. Justizsystem ist kein Racheverein

Anscheinend vergessen immer viele Mitbürger, dass das deutsche Justizsystem nicht auf Rache sondern auf Strafe, Besinnung und Wiedereingliederung basiert. 30 Jahre sidn sicherlich genug Zeit um seinen Fehler einzugestehen und therapiert zu werden.

@wolf2 Das ist so nicht

@wolf2 Das ist so nicht korrekt. Silke Bischoff wurde von Rösner erschossen, Degowski hat Emanuele de Giorgi ermordet. Unabhängig davon werden die Täter in der Berichterstattung nicht als Opfer dargestellt, so wie sie mit "armen" Tätern ausdrücken

Er ist Verurteilt worden

und er hat seine Strafe abgesessen.
Dabei soll es jetzt auch gut sein. Was ich aber nicht gut finde, das die TS. Darüber Berichtet!
Es ist schon schwer genug als Normaler - Mensch sich in der heutigen Gesellschaft zu Recht zu finden, aber für einen Menschen der30 Jahre hinter Gittern gesessen hat und 61 Jahre alt ist und auch noch ohne sozialen Bindungen sein wird, Ich weiß nicht.
Man sollte ihn einfach in Ruhe lassen! Die Behörden werden ihn schon nicht aus den Augen lassen.

Falsche Behauptung von wolf2

Es sollte doch nur derjenige einen Kommentar abgeben dürfen, der den Sachverhalt auch richtig darstellt:
Hier die Klarstellung:
"Während der Flucht ermordete Degowski den 15-jährigen Italiener Emanuele De Giorgi in einem entführten Linienbus und bei der Verfolgung in die Niederlande kam bei einem Zusammenstoß mit einem LKW ein Polizist ums Leben. Eine zweite Geisel, die 18-jährige Silke Bischoff, wurde während der abschließenden Polizeiaktion auf der Autobahn erschossen. Laut Behördenangaben wurde der tödliche Schuss auf sie aus der Waffe Rösners abgegeben." (aus Wikipedia)

Eilmeldungen

Liebe Onlineredaktion,
Eilmeldungen stehen für WICHTIGES!
Nicht für KONTROVERSES.

der eigentliche Skandal für

der eigentliche Skandal für mich ist, dass ein Mörder seinen Namen ändern darf um dieses "Stigma loszuwerden"?! Ein Mord, welcher nur als "Begleiterscheinung" stattfand um Geld zu stehlen... Eine Unverschämtheit von ihm und einem Staat, der dies zulässt gegenüber den Opfern! Pfui!

Die "Rübe ab" Fraktion ist ja wieder

in voller Stärke an den Tastaturen angetreten ...

Der entscheidende Fehler ist mal wieder ...

nicht vor oder nach dem Schuldspruch durch die Gerichte geschehen, sondern schon vorher. Der Mord hätte gar nicht geschehen dürfen. Was immer unsere Polizei damals getrieben hat, sie hat des Problem nicht ausreichend früh und vor Ort gelöst.

Das unser Rechtssystem zusätzlich "falsch gepolt" ist, indem die Aufarbeitung von Schuld und Reue mehr zufällige Ergebnisse der Strafverbüßung, bzw. charakterlicher Eigenart sind, bleibt außer Frage, ist an dieser Stell aber nachrangig.

Jetzt sollte für den Mörder aber die Phase der Sühne anbrechen - wie hoch sind die Schmerzensgelder, die er den Hinterbliebenen zu zahlen hat, wie hoch die Schadensersatzsummen - beides wird doch mehr sein, als selbst ein erfolgreicher Manager in einem Leben abarbeiten kann.

Erst wenn alles wieder gut ist, ist alles gut gemacht.

@Wolf2"...nur über die armen Täter berichtet"

Nein, es wird über einen Täter/Mörder berichtet, der nicht nach 15 und auch nicht nach 24 Jahren entlassen wurde sondern nach 30.
Offensichtlich hat man sich Zeit gelassen und genau hingeschaut, ob er eine 2. Chance tatsächlich auch nutzen kann.

Mord kann man niemals wieder gut machen. Aber der Staat ist nicht für Rache zuständig, sondern für Bestrafung und Schutz der Gesellschaft. Dass es in unserem System noch einen Rest an Barmherzigkeit gibt, finde ich beruhigend.
Wenn Sie "Rübe ab" wollen, sind Sie im falschen Land.

Die Täter sind mir egal, 30 Jahre, 60 Jahre, so what?

30 Jahre ist 'ne Menge Zeit. Ich hätte allerdings auch nichts dagegen, wenn es 60 Jahre oder von mir aus 90 wären. Vollkommen egal.

Erbarmen, Mitgefühl ... kann ich für die Täter nicht empfinden. Sorry, ... kann ich nicht, aber ich gehöre auch nicht zu denen, die noch härtere Strafen fordern.

Ich glaube nicht, dass 30 Jahre einen Mord aufwiegen. Die Schuld ist damit nicht getilgt, aber eigentlich sind mir Typen wie Degowski und Rösner herzlich egal. Sie müssen mir ja nicht gerade über den Weg laufen.

Bei der Einstellung mancher

Bei der Einstellung mancher Kommentatoren hier zum Thema "Schuld und Sühne" wundert es mich nicht, dass eine Partei wie die AfD in manchen Bundesländern bei knapp 20% landet.
Auch wenn Herr Dedowski seinerzeit ein gewiss furchtbares Verbrechen begangen hat, rechtfertigt dies in keinster Weise den Hass, der einem (und hiervon müssen wir im Sinne der Unschuldsvermutung ausgehen) geläuterten Herrn Degowski entgegengebracht wird. Aber nächsten Montag bei Pegida wird sich dann wieder auf christliche Werte und Kultur berufen, nicht wahr?

hat sein Recht verwirkt

Selbst 30 Jahre sind zu wenig für so ein Verbrechen. Er hat anderen das Leben genommen und darf nun selbst ein neues Leben beginnen. Das werde ich nie akzeptieren können!

"Die deutsche Justiz spottet

"Die deutsche Justiz spottet jeder Beschreibung!" "Unser Rechtsstaat ist schon pervers"...

Bin ich hier bei bild.de?? Bei den Kommentaren bin ich sowas von froh, dass es Berufsrichter gibt. Auch der Degowski kommt frei, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen.

"Es ist nicht zu verstehen dass Lebenslang nur ein paar Jahre sind bei einer Lebenserwartung von fast 100 Jahren welche die 2 Opfer vielleicht gehabt hätten."

Der hat nicht nur ein paar sondern fast DREISSIG Jahre gesessen! Erstmal lesen vorm Empören!

"die Opfer der beiden ,die sind vermutlich immer noch tot und solange das so ist sollte eine Entlassung unmöglich sein."

oh mann, da muss man nichts mehr drauf sagen, das is wirklich großes Kino...:-D...

Hauptsache man kann sich über Dinge empören, von denen man keine Ahnung hat.

Krasse Fehlentscheidung

Unverständliche Entscheidung unserer Justiz und des gutachterlichen Psychologen. Wie soll jemand mit dieser Vita in Freiheit wieder auf die Beine kommen. Möglicherweise sieht es der Gutachter als Experiment an. Ich war damals mit meiner Familie zufälliger Zeuge der Gefangennahme auf der A3 und werde heute noch stets bei der Vorbeifahrt daran erinnert.

Wir sind ein Rechtstaat - wir werden es ertragen

insofern muss man die Freilassung akzeptieren. Das er "eine Chance" bekommt, das hängt einzig von Ihm ab. Er ist ein Mörder. Ein 15 jähriger Junge hatte keine Chance, ein Leben zu führen. Dank diesem Mann. Diese Schuld trägt er immer mit sich, und diese Schuld wird kein Gericht der Welt ihm nehmen können.
.
Natürlich ist es schwer erträglich, wenn so eine Person wieder sein ganz normales Leben führen kann, als wäre nichts gewesen. Aber genau das macht uns aus, und wir werden es ertragen! Seien wir doch Stolz darauf, das wir eben nicht so sind, wie Degowski es war: ein simpel gestrickter Wichtigtuer, Rächer und armseliger Hasser.

Lebenslänglich?

Wenn man nicht "lebenslänglich" meint, sollte man es auch nicht "lebenslänglich" nennen! Wieder mal mehr Verständnis für den Täter als für die Opfer. Die Justiz ist ein zahnloser Tiger in Deutschland.

Polit-Observer, verraten Sie uns allen mal

welche gutachterlichen Fähigkeiten Sie in diesem Fall aufweisen können. Welche Veröffentlichungen von Ihnen gibt es? Wo haben sie Psychologie studiert und wie schaffen Sie es, per gelesener "kurz&knapp Ferndiagnose" gebildete und sachlich kompetente Menschen zu übertrumpfen. Ich bin gespannt.

@karwandler um 16:46Uhr

Auch wenn Sie es vermutlich nicht glauben, aber ich sympathisiere weder mit PEGIDA noch der AfD und wählen tu ich die schon garnicht! Aber nachdem ein Yücel in einer Zeitung das Aussterben einer Ethnie erhoffen und einem Schlaganfallpatienten einen erneuten tödlichen Schlaganfall wünschen darf und das erstaunlicherweise als Humor erkannt wird (ha-ha, selten so gelacht), haben Sie sicher Verständnis dafür, wenn ich Ihnen oder Ihrer Familie auch einmal das Opfer-Privileg eines resozialisierten Täters wünsche, oder?

Die Opfer bekommen keine Chance

[16:35 von Sebastian73]
Das gilt auch für diejenigen, die in der vergangenen Woche gestorben sind, weil Lastzugfahrer sie geradezu zermalmt haben. Was machen wir mit denen?

Bitte nicht missverstehen: Ich will hier nicht relativieren oder Vergleiche zwischen Erschießen und Überfahren ziehen. Es geht mir nicht um die Täter, sondern um die Opfer. Sie sind in beiden Fällen tot und werden auch nicht dadurch wieder lebendig, dass man die Verursacher wegsperrt.

Was hinter der allgemeinen, hier im Forum geäußerten Meinung, die Mörder müssten für immer eingesperrt bleiben und keine 2. Chance erhalten, steckt, ist letzten Endes auf dem Niveau der Rache angesiedelt. Und das ist, mit Verlaub, Mittelalter- und Steinzeitdenke.

Vom Verstand her verstehe ich es

Aber mein Gefühl sagt etwas anderes. Im Artikel steht, Degowski sei dafür dankbar, dass die Gesellschaft ihm noch eine Chance gebe. Ich persönlich gebe ihm keine. Ich habe diese Sache damals fast live mitbekommen. Herrn Degowski möchte ich niemals in meinem Leben als "Teil der Gesellschaft" haben.

Raubmord und auf freiem Fuß

Eine solche Entscheidung trägt weitreichende Konsequenzen. Allen potentiellen Straftätern wird damit die Botschaft vermittelt, dass die Strafe am Ende nicht so schlimm ist, sogar für Raubmord. Wo liegen die Grenzen unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung?

Auch nach 30 Jahren ...

... ist mir die unwürdige Rolle, die die Journalisten damals gespielt haben, in Erinnerung geblieben.

Man hatte den Eindruck, einige Journalisten hätten sich mit diesen Kriminellen verbrüdert. Einer hat denen sogar geholfen aus der Innenstadt zu fahren und sie in dem Auto als Beifahrer begleitet.

Eigentlich unvorstellbar

Auf den Punkt

[16:46 von karwandler ]
„Die "Rübe ab" Fraktion ist ja wieder in voller Stärke an den Tastaturen angetreten ...“

Genau so ist es. Leute, die sich selbst womöglich als Christen bezeichnen und in die Kirche rennen. Und gar nicht merken, wie sie unsere Gesellschaft und Kultur vergiften.

Aber hier muss ich auch die TS kritisieren: Das als großartige Meldung herauszubringen, ist ein Niveau, das ich sonst bei „Revolverblättern“ verorten würde. – Den Redakteuren sei geraten, sich mal in aller Ruhe hinzusetzen und sich selbstkritisch die Frage zu beantworten, weshalb sie diese Meldung – ganz ehrlich – gebracht haben. Aufklärung kann es nicht sein. Und wichtig ist es nur für ... ähm ... für wen, bitteschön?

Ich verstehe viele

Ich verstehe viele Kommentatoren nicht. Eine vorzeitige Entlassung nach guter Führung ist kein Justizversagen. Gefängnis ist nicht nur Strafe und wer Lynchjustiz will und nur auf Rache aus ist, kann sich ja gleich für die Wiedereinführung der Todesstrafe einsetzen. Das hilft der Gesellschaft aber auch nicht.

Antwort an: „von Demokratisch“

Der Getroffene bellt, es scheint, dass ich einen der hochkompetenten Fachpsychologen mit meinem Beitrag getroffen habe. Und das ist gut so.
Ich habe diesen Fall damals Live erlebt und ich setze zur Beurteilung meinen gesunden Menschenverstand ein, den ich auf dieser App veröffentliche. Aber vielleicht können Sie sich ja mit Fachkompetenz äußern, weshalb man diese Verbrecher wieder auf die Menschheit loslässt.

@wenigfahrer

das ist keine "Regionalmeldung"! Vielleicht sind Sie zu jung um sich zu erinnern. Aber der Fall Gladbeck war und ist ein Riesenskandal.

Bankraub, Entführung, Mord. Ja, das ist schon fast alltäglich.

Was Gladbeck (die Stadt tut mir leid) wirklich bekannt machte, war all das, was um die Verbrechen der beiden Männer herum geschah.

Die Polizei, die sich nicht gerade mit Ruhm bekleckerte und die Medien, die eine mehr als unrühmliche Rolle spielten.

Gerade in einer Zeit, in der jeder "Nachrichten" verbreiten kann, finde ich es wichtig, an diese Ereignisse zu erinnern.

Verbrecher werden Medienstars - ja das kennt man auch - vor allem bei "spektakulären" Fällen. Aber dass sie während der Tat, also im Verlauf des Verbrechens zu solchen gemacht werden, das ist doch recht einzigartig. Hoffe ich jedenfalls!

@ Faktenschlacht

Da haben Sie wohl die Fakten geschlachtet.

Der Mörder Degowski würde zu "lebenslang" verurteilt. Er hatte keine befristete Haftzeit. Nur würde er vorzeitig aus der Haft entlassen. Das ist Usus in unserem Rechtsstaat.

In einem heutigen Gerichtsverfahren hätte er wohl eine anschließende Sicherungsverwahrung bekommen.

Degowski in meinen Augen schlimmer als Rösner

U. a. @Kokolores und Demokratisch

Zitate:
"Mord kann man niemals wieder gut machen. Aber der Staat ist nicht für Rache zuständig, sondern für Bestrafung und Schutz der Gesellschaft. Dass es in unserem System noch einen Rest an Barmherzigkeit gibt, finde ich beruhigend."

"Natürlich ist es schwer erträglich, wenn so eine Person wieder sein ganz normales Leben führen kann, als wäre nichts gewesen. Aber genau das macht uns aus, und wir werden es ertragen! Seien wir doch Stolz darauf, das wir eben nicht so sind, wie Degowski es war: ein simpel gestrickter Wichtigtuer, Rächer und armseliger Hasser."

Ich muss zugeben: Es fällt mir schwer, dieses zu ertragen. Den Mord an Emanuele de Giorgi war besonders kaltblütig, rücksichtlos und ohne Gnade und geschah vor den Augen, der kleinen Schwester - damals 9 Jahre. Sie ist inzwischen verheiratet und hat vier Kinder. "Das lenke sie ab, sagt sie. Aber ohne Medikamente macht sie nachts immer noch kein Auge zu. "

Und doch habt Ihr wohl Recht.

ich freue mich mit...

und fuer ihn.

30 jahre sind eine lange zeit, und seine schult sollte auch von den letzten in diesem forum als gesuehnt erachtet werden.

fuer den weiteren schutz der bevoelkerung ist im allgemeinen die sicherheitsverwahrung zustaendig, doch diese ist bei ihm nicht verhaengt worden.

und so freue ich mich also mit ihm und bin gluecklich, in einer republik zu leben, in der neben ordnung und recht auch gnade seinen platz findet.

16. Februar 2018 um 16:44 von DieZielgruppe:

Eilmeldungen stehen für WICHTIGES!
Nicht für KONTROVERSES.@Eilmeldungen "So kontrovers wie wichtig" so sagte es Müntefering im Mai 2005, wo es um Kapital-Debatten ging! Ich würde sagen auch Eilmeldungen sind wichtig auch dann, wenn kontrovers!

Freilassung des Gladbeck Entführer

Ich bin eine überzeugte Demokratin und bin so froh in einem Rechtsstaat wie der Bundesrepublik Deutschland zu leben. Ich bin auch der Meinung, dass, wenn jemand seine Strafe verbüßt hat, er freikommen sollte.
Aber! Dieser Mann, wurde VORZEITIG aus der Haft entlassen! Besonders schwere Schuld wurde damals festgestellt!
WARUM wird so jemand vorzeitig entlassen? Er hat einen Menschen getötet. Er kann seine Tat nie wieder gutmachen. Aber seine Haftjahre hätte er wenigstens auf sich nehmen müssen!
Wie viel Zeit ist ihm eigentlich erlassen worden? Und haben sich die Verantwortlichen gefragt, was den Angehörigen von damals durch den Kopf gehen muss bei dieser Meldung. Womit wird gerechtfertigt, dass Herr D. vor der Zeit entlassen wird. Was rechtfertig den Umstand, dass er nicht die gesamte Strafe verbüßt. Dass er sich vorbildlich verhält, könnte ja auch als Selbstverständlichkeit angesehen werden. Er wird ja quasi belohnt. Aber wofür? Aus meiner Sicht eine unverständliche Entscheidung!

Harte Strafe

Alle Kommentatoren, die die milde des Urteils beklagen sollten sich folgendes vor Augen führen:

- 30 Jahre sind sehr lang. Die Tat und der Haftbeginn war vor der Wiedervereinigung! Es ist zumindest ein halbes Leben, mE Sühne genug.
- Die Rückfallquote bei Morden ist extrem gering.
- Dieser Täter war reuig und hat sich um Resozialisierung bemüht. Sein Mittäter verweigert sich und sitzt weiter ohne Perspektive auf Entlassung.
- Hoffnung zu haben ist Kernbereich der Menschwürde und diese hat jeder Mensch. Kein Mensch kann auf seine Menschenwürde verzichten und der Staat muss sie schützen.

Die Sachentscheidung erscheint fundiert getroffen worden zu sein, daher ist die Entscheidung in Ordnung.

@Einfach Unglaublich

Zitat: "... ist mir die unwürdige Rolle, die die Journalisten damals gespielt haben, in Erinnerung geblieben.

Man hatte den Eindruck, einige Journalisten hätten sich mit diesen Kriminellen verbrüdert. Einer hat denen sogar geholfen aus der Innenstadt zu fahren und sie in dem Auto als Beifahrer begleitet."

Ja stimmt. Verstehe nicht, warum man den Beifahrer nicht für die Beihilfe zur Rechenschaft gezogen hat. War der nicht für "Express" tätig und hat er danach nicht anschließend bei der Bild Karriere gemacht? Bin mir da jetzt nicht ganz sicher.

Das wäre mal der Faktencheck des Herrn Plasberg gefragt.

In "Löschen" und "Abhaken" kriegt der ne glatte 1.

Degowski frei

Empathie mit den Tätern ist bei den Kommentaren reichlich vertreten. Ist auch relativ leicht, wenn man nicht selbst betroffen ist.
Ich gehöre eher zur -offenbar kleinen- Fraktion derer mit Empathie für die Familien der Opfer.
Unfassbar, was die vermutlich nun nochmals durchmachen.

@ Sebastian73

"Die Opfer bekommen keine Chance sich zu resozialisieren..."

Wie auch, die sind tot. Da ändert sich nichts mehr dran, auch nicht wenn Degowski im Knast verschimmeln würde.

Degowski hat fast dreißig Jahre allein wegen dieser Taten gesessen und wegen anderer vorher auch schon einige Jahre.
Die Sozialprognose ist wohl günstig und allein auf Grund seines Alters dürfte keinerlei Gefahr für seine Mitmenschen mehr ausgehen. Sein Leben in Freiheit wird sich eh auf eine Art betreutes Wohnen beschränken, die Welt die er mal kannte gibts nicht mehr, alleine kommt der in keinster Weise klar.
Auch wenn ich die Bilder noch vor Augen hab wie er kaltblütig den italienischen Jungen erschoß - Degowski hat seine Strafe abgessen. Noch sprechen wir in Deutschland Recht und nicht Rache. Das Angehörige der Opfer dies womöglich völlig anders sehen mag sein, ändert aber nichts an der Sachlage.

Keine Panik

Es deutet nichts darauf hin, dass er noch eine Gefahr ist. Er wurde bereits ein paar Mal raus gelassen und ist jedes Mal brav zurrück gekommen. Freigang. Von allem was man so liest, ist er resozialisiert. Unser Justizsystem basiert nicht auf Rache, sondern Gerechtigkeit und dem Glauben, dass Menschen sich ändernden können.

Darum: Keine Panik und seid stolz, dass es unserem Justizsystem gelungen diesen Mann zurrück in die Gesellschaft zu bringen.

Für mich unverständlich! Bei einer solchen

Tat darf niemand, wenn er sich auch im Gefängnis gut verhalten hat, jemals wieder in die Freiheit entlassen werden. Man kann ihm im Gefängnis einige Vergünstigungen gewähren, aber ihn niemals mehr freilassen. Das ist man den Menschen, die er mit seinem Kumpan zusammen ermordet hat, schuldig.

Demokratie zeigt Unfähigkeit ihres Selbstschutzes

Einen Mann auf freien Fuß zu setzen, der, -zumal in reifem Alter-, kaltblütig und brutal einen italienischen Jungen auf deutschem Boden erschießt, ist eine Bankrotterklärung des Gerechtigkeitssinnes dieser Bundesrepublik Deutschland.

(Wer hier in der S-Bahn schwarz fährt, kommt in den Knast)

Der junge Italiener war jedenfalls Gast auf deutschem Boden! Und hätte, gemäß dem Gastrecht ständig geschützt werden müssen.

Die Polizei hat versagt. - Die Justiz versagt spätestens heute.

Das Problem ist nun: Die Glaubwürdigkeit der Wehrhaftigkeit eines normalerweise gastfreundlichen Rechtsstaaates zu bewahren, - und dabei anderseits den kalt-brutalen Mörder eines jungen Italieners frei zu lassen.

Der Junge durfte sein Leben und seine weitere jugendliche und erwachsene Entwicklung nicht mehr erleben.

Der Mörder bezieht bald Rente oder Sozialhilfe.

-Danke!-

Akzeptiert

andere Schwerverbrecher kommen auch frei und da regt sich keiner auf. Also was soll das Theater? Er hat die Strafe abgesessen und verdient eine Chance wie jeder andere auch. Aber, warum wird Rösner nicht freigelassen??? Meiner Meinung war Degowski noch kaltblütiger und unberechenbarer wie Degowski, außerdem war Rösner seinerzeit bereit die Geiseln freizulassen. Justiz wie es sie nur bei uns geben kann,.......Kopfschüttel

Ich denke es geht keine Gefahr

von Degowski mehr aus.Nach 30Jahren im Gefängnis ist sicherlich ein Sinneswandel eingetreten.Er bekommt einen neuen Namen und sollte eine Chance im " Neuen Leben " erhalten.Ja,ich weiß seine Opfer hatten diese Chance nicht und deshalb war die Abwägung der Justiz sicherlich sehr schwer.

Auf Gefühlsebene...

verstehe ich die, die sich wünschen, dieser Mörder würde nie wieder in die Freiheit entlassen.
Aber wenn wir alle nur auf unsere Gefühle hören (und diese ausleben) würden, würde das ins Chaos und in eine schreckliche Welt führen, teilweise ist das ja auch schon zu beobachten...
So bitter es für Opfer und Hinterbliebene manchmal sein muss, bin ich sehr froh, über unser Rechtssystem, das nach Gesetzeslage und nicht Gefühlslage entscheidet.
Und was ich bei manchen Kommentatoren gar nicht verstehe: Sie tun so, als hätte Degowski ja nur ein paar Jahre auf der linken Ar..backe abgesessen.
Aber so war es ja nicht. Das waren 30 Jahre. Das sollte man nicht vergessen. Als er ins Gefängnis ging, gab es noch kein Internet, die Mauer war noch da und die SPD noch eine Partei mit Erfolgsaussichten. Drei Jahrzehnte sind eine lange Zeit. Der Mann der jetzt entlassen wird ist sicher nicht mehr der, der verurteilt wurde.

Ist sein Leben schon zu ende?

Nein, ist es nicht. Also warum kommt er auf freien Fuß bei "Lebenslänglich"? Die typische Leuteverdummung. Der Begriff sollte ganz überarbeitet und der wahren Länge angepasst werden.

ich erinnere mich gut an den Vorfall

Als damals der Bus in Bremen entführt wurde, war ich in unmittelbarer Nähe.
Ich habe ein komisches Gefühl dabei, dass er nun wieder frei kommt.
Unabhängig davon hat er seine, ihm auferlegte Strafe abgesessen, und kommt daher bei guter Prognose nach unserem Gesetz frei.
Auch wenn es mir komisch vorkommt, ist es das Gesetz, dass diese Vorgaben macht, und nicht mein Gefühl. Ich bin sicher, dass diese Gesetze gut sind, siewollen nicht unmenschlich sein, auch dann nicht, wenn sich Täter vielleicht so verhalten haben.

Justizversagen?

Denen, die ein Versagen der Justiz beklagen, sei gesagt, dass die jetzt getroffene Entscheidung auf den bestehenden Gesetzen beruht - und nicht etwa auf Gefühls- oder Stimmungslagen.

Wer die Gesetze für falsch hält, muss die Parlamente kritisieren, die sie gemacht bzw. nicht geändert haben.
Eine Mehrheit für die Todesstrafe oder ein Rache-orientiertes Strafrecht kann ich aber auch heute noch nicht erkennen.

re einfach unglaublich

"In einem heutigen Gerichtsverfahren hätte er wohl eine anschließende Sicherungsverwahrung bekommen."

Das spekulieren Sie ins Blaue hinein.

Die Sicherungsverwahrung ist kein Instrument zur willkürlichen Verlängerung der Haft, sondern ist nur anzuwenden, wenn vom Straftäter nach Verbüßung der Haftstrafe weiter eine konkrete Gefahr ausgeht.

Sie werden wohl kaum für sich an Anspruch nehmen können, das im Fall Degowski beurteilen zu können.

re: Vollkommen falsch

Herr Degowski hat allerdings vorsätzlich und nachweislich im Bus den 15 jährigen Emanuele erschossen. - ober nun den Tod des Mädchens oder des Jungen zu verantworten hat spielt daher eine untergeordnete Rolle.

Das ist deutsches Strafrecht - nicht Strafunrecht!

Viele haben es nicht verstanden: Eine lebenslange Freiheitsstrafe bedeutet eben nicht, dass der Mörder die Haftanstalt nur im Sarg verlassen darf. Auch ein Mörder muss irgendwann wieder in Freiheit leben können. Er hat eben nicht alle seine Rechte verwirkt. Die im Grundgesetz verankerten Grundrechte gelten auch für ihn. Während der Strafverbüßung werden sie zwar vollständig oder teilweise eingeschränkt, aber sie können niemanden dauerhaft bis zum Tod verwehrt werden. Das ist ja gerade das deutsche Rechtsstaatsprinzip. Wer das nicht verstehen oder akzeptieren möchte, sollte auch die Konsequenz daraus ziehen und die Wiedereinführung der Todesstrafe fordern.
Degowski ist wegen Mordes verurteilt worden und hat weit mehr als die Mindestfreiheitsstrafe von 15 Jahren verbüßt. Der weitere Strafvollzug wird nun zur Bewährung ausgesetzt. Das ist deutsches Strafrecht - da geht es um der Tat und der Schuld angemessene Strafen und nicht um Rache und Vergeltung.

17:32 von tisiphone

erwähnen sollte man auch noch, daß ein SPD innenminister (wie jäger letztens) zuständig war. erst stand der herr vor der polizei. danach hinter der polizei, bevor er sich in die büsche geschlagen hat. Schnorr nannte sich dieser herr

re susanne64

"Aber! Dieser Mann, wurde VORZEITIG aus der Haft entlassen!"

Leider völliger Unsinn.

Lebenslänglich hat keine zeitliche Dauer, also gibt es auch kein vorzeitig.

Eine Mindestdauer von 15 Jahren kann bei Lebenslänglich gar nicht unterschritten werden.

Später kann die Haftentlassung bei Vorliegen von Gründen beantragt bzw. gewährt werden.

Ein "Einsperren und der Schlüssel wegwerfen", wie von manchen gewünscht", ist in Deutschland verfassungswidrig.

Wie übrigens auch in den meisten zivilisierten Ländern gehandhabt.

Man möchte sich schämen

für die Ignoranz und Dummheit einiger derer, welche diesen Beitrag mit ihrer "Meinung" zugemüllt haben. Wir in Deutschland sind glücklicherweise im Besitz eines Grundgesetzes, auf welchem unser Rechtsstaat und dessen Mittel basieren. Denn wir haben uns weiterentwickelt, leben inzwischen nicht mehr in den Zeiten des Alten Testaments! Auge um Auge, Zahn um Zahn, dass war einmal. Besagter Herr D. hat ein schreckliches Unrecht verübt, welches die Hinterbliebenen für immer gezeichnet hat. Doch wurde er dafür mit allen Mitteln unseres Rechtsstaates verurteilt und bestraft. Mehr durften und dürfen wir ihm jetzt nicht mehr antun. Seine Strafe ist nun verbüßt und so hat Herr D. jetzt das Recht, wie jeder andere, ein unbescholtenes Leben leben zu dürfen. Ehrlich gesagt graut es mir vor den unsachlichen, uniformierten, ungebildeten, unreflektierten und unprofessionellen Ansichten der Maulhelden des Internets, in den Diskussionsforen der Medienwelt, weit mehr, als vor Mördern und Gewaltverbrechern

Gruselkabinett

Angesichts der hier zu lesenden Häufung primitivster Rachegelüste und von keinerlei Kenntnis sowohl unseres Strafsystems als auch nur vom Wissen um einfachste Grundlagen der Psychologie getrübten blinden Hasses zeigen sich schlaglichtartig die Grenzen der Demokratie.

Wenn sie zur Herrschaft des Pöbels verkommt, verliert Demokratie ihren Daseinszweck.

Mich erschreckt die Primitivität hier in diesem Forum der ARD. Ich hätte es so vielleicht bei RTL oder Bild erwartet, hier nicht.

Ich stelle mir gerade Plebiszite dieses selbst nach 30 Jahren so leicht aufhetzbaren Volkes unter dem Einfluss selbst mäßig geschickter populistischer Demagogen vor.

Nun, womöglich habe ich Glück und erlebe noch eine moderne Form der Epistokratie in Europa.

re tretschko

" Noch sprechen wir in Deutschland Recht und nicht Rache. Das Angehörige der Opfer dies womöglich völlig anders sehen mag sein, ändert aber nichts an der Sachlage."

Ich bin nicht mal überzeugt, dass die hiesigen Anwälte der Rache damit für die Angehörigen sprechen.

18:11 von karwandler

re einfach unglaublich

"In einem heutigen Gerichtsverfahren hätte er wohl eine anschließende Sicherungsverwahrung bekommen."

Das spekulieren Sie ins Blaue hinein.

Die Sicherungsverwahrung ist kein Instrument zur willkürlichen Verlängerung der Haft, sondern ist nur anzuwenden, wenn vom Straftäter nach Verbüßung der Haftstrafe weiter eine konkrete Gefahr ausgeht.

Sie werden wohl kaum für sich an Anspruch nehmen können, das im Fall Degowski beurteilen zu können.
////
*
*
Man kann aber bei erfolgten Wiederholungstaten "noch" Infragestellen ob die Entscheider das immer richtig beurteilen konnten?

Ich bin dafür, dass wenn

Ich bin dafür, dass wenn Gutachter und alle sonstigen Beteiligten der Justiz, die einen (insbesondere Serien-) Mörder freilassen weil angeblich keine Gefahr mehr von ihm ausgeht und er resozialisiert sei, bei Rückfälligkeit des Täters, also einer Widerholungstat ebenfalls inhaftiert werden und zwar wegen fahrlässiger Tötung oder Beihilfe zum Mord. Diese schwere Verantwortung mit drohender harter Sanktion, sollte zu weniger Fehlurteilen und damit zu weniger zukünftigen Opfern führen. Auch eine Fußfessel und tägliche Überwachung sollten bei solchen Schwerverbrechern Standard sein.

17:32 von Einfach Unglaublich

In einem heutigen Gerichtsverfahren hätte er wohl eine anschließende Sicherungsverwahrung bekommen.
re
Ha Ha und die Urteile heute bei und wegen Minderheit und gefährdung des Asylrechts und schwere jugend in A..wäre er .... Frei.
Schau mal die Urteile an .

18:10 von wibo

ich erinnere mich gut an den Vorfall

Als damals der Bus in Bremen entführt wurde, war ich in unmittelbarer Nähe.
Ich habe ein komisches Gefühl dabei, dass er nun wieder frei kommt.
Unabhängig davon hat er seine, ihm auferlegte Strafe abgesessen, und kommt daher bei guter Prognose nach unserem Gesetz frei.
Auch wenn es mir komisch vorkommt, ist es das Gesetz, dass diese Vorgaben macht, und nicht mein Gefühl. Ich bin sicher, dass diese Gesetze gut sind, siewollen nicht unmenschlich sein, auch dann nicht, wenn sich Täter vielleicht so verhalten haben.
////
*
*
Für die Hinterbliebenen hat die Gesetzgebung aber keine Verjährungsfrist bewirken können.
*
Für die Opfer geht das Leben ohne Resozialisierung auch nach Haftende weiter.
*
Ihnen sollte trotzdem das Mitgefühl gelten.

Nicht zu verstehen !

Wirklich nicht. Ich möchte mal in das Hirn von so einem Richter hineinsehen können.

Machen wir doch gerne

Nein der schreibt wein Buch wird sicher ein Bestzähler. P.P.

von Faktenschlacht

Straftat begangen, dafür verurteilt, Strafe abgesessen, jetzt wieder frei, ganz normal im Rechtsstaat. Wünsche Herrn Degowski dass er sich in der Freiheit zurechtfindet, sollte in unserer christlich geprägten Gesellschaft, die von Barmherzigkeit und Vergebung geprägt ist, aber nicht all zu schwierig sein.

Re und ich wünsche den Menschen die trauern um die junge Tochter ,Polizisten Witwe und und ,dass sie sich nicht zu sehr aufregen .

@Sven Hasse: Ihr Lösungsvorschlag?

(Zitat) "Allen potentiellen Straftätern wird damit die Botschaft vermittelt, dass die Strafe am Ende nicht so schlimm ist, sogar für Raubmord"
Aha, und welche Strafe ist dann Ihrer Meinung nach hoch genug, damit sie potenzielle Täter nicht als "nicht so schlimm" ansehen? Ich wäre wirklich gespannt auf Ihren Lösungsvorschlag! Und falls Sie jetzt mit "richtig lebenslänglich" oder noch Schlimmerem kommen: nach der Logik dürfte es in vielen Staaten der Welt ja gar kein Verbrechen mehr geben!

Verschimmeln

Was für ein Quatsch: kein einziger Inhaftierter in Deutschland "verschimmelt" , wenn er bis zum Lebensende in Haft bzw. in Sicherungsverwahrung ist!
So wie diese beiden Straftäter damals kaltblütig ohne Erbarmen gehandelt haben und ihr erbärmliches Verhalten auch noch in den Medien stolz präsentieren konnten, ist eine lebenslange Strafe, also bis zum Tod, eine Gnade für die überlebenden Straftäter, denn sie leben und können das Leben noch geniessen, wenn auch in einem begrenzten Umfeld. Ist doch alle mal besser als Tod zu sein wie Silke Bischoff, oder ?

@susanne64

Wenn das Urteil auf mindestens 24 Jahre Haft lautet und der Verurteilte 30Jahre in Haft war,ist das dann vorzeitig?

@16:10 von Zeppa - Wie kommen sie auf Reue?

Wie kommen sie auf Reue? Davon sagt der Leiter der Strafanstalt aber nichts. Im Gegenteil: Er hält Degowski für nicht resozialisierbar (s. Interview).

Unfassbar. Was ist mit den Toten?

Dürfen die jetzt auch ihr Leben leben? Und deren Familen und Freunde? Bei denen wird jetzt wieder alles aufgerissen. Die ganze Wut kommt wieder hoch. Es gibt Taten, die erlauben keine 2. Chance. Die lebenslange Haft ist die Alternative einer weniger barbarischen Gesellschaft zur Todesstrafe. Dann sollte sie auch so ultimativ gelten. Und dann noch ein neuer Name....da fällt mir nichts mehr ein.

re querdenker112

Ich verzichte auf eigene Worte und zitiere Wikipedia:

"Einem Verurteilten muss die grundsätzliche und gesetzlich festgeschriebene Möglichkeit eingeräumt werden, irgendwann die Freiheit wiederzuerlangen. Allein die Möglichkeit der Begnadigung nach z. B. 30 oder 40 Jahren Haft reicht dazu nicht aus. Dies gebieten nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 21. Juni 1977 das Rechtsstaatsprinzip und die Menschenwürde (BVerfGE 45, 187, 253 ff.). Die lebenslange Freiheitsstrafe ist nach Maßgabe der Entscheidungsgründe mit dem Grundgesetz gerade noch vereinbar, jedoch nie als absolute Strafe im Sinne einer von vornherein feststehenden Strafverbüßung bis zum Tode."

Richten Sie bitte, wenn's nicht zuviel verlangt ist, den Blick auf Rechtsstaatsprinzip und Menschenwürde.

@wolf2 16:14

Das Mädchen starb nicht durch Degowskis Waffe sonder Rösners. Degowski jedoch erschoss einen italienischen Jungen, der seine Schwester schützen wollte.

Freilassung nachvollziehbar

Grundsätzlich ist die Freilassung unter den heutigen Umständen richtig, sofern tatsächlich nach Abwägung aller Tatsachen das Ergebnis ist, dass er voraussichtlich nicht wieder straffällig wird.
Man muss ja auch bedenken, was aus heutiger Sicht die Konsequenz wäre, wenn man jetzt alle Schwerverbrecher bis zum Lebensende im Gefängnis lässt: Man könnte immer weniger Täter verurteilen, weil immer weniger Platz in den Gefängnissen ist. Es werden schon heute bei viel zu wenigen Gewalttaten Gefängnisstrafen verhängt.
Gerade deswegen darf es aber auch keine Haftstrafen für kleinere Delikte geben, da muss es andere Strafformen wie etwa eingeschränkte Geschäftsfähigkeit geben, etwa bei Verbrechen finanzieller Art. Aber neue Bestrafungsformen müssten erst eingeführt werden, das geht nicht von heute auf morgen.
Eine Haftstrafe ist aber nicht zur Rache da, sondern zum Schutz der Bevölkerung und zur Abschreckung vor Taten. Fast 30 Jahre im Knast würde jeden, den ich kenne, abschrecken.

Strafrecht

Ich kann Ihrer Ansicht, ein Mörder MUSS irgendwann wieder in Freiheit leben können, absolut nicht teilen: es sollte besser heissen, ein Mörder KANN irgendwann wieder in Freiheit leben. Mit dieser Betrachtung wird nämlich im Einklang mit dem dt. Strafrecht eine Bewertung der Schwere der Schuld abgebildet. Und da D. kaltblütig und vorsätzlich den 15 jährigen Jungen erschossen hat und den ganzen Irrsinn bis hin zum Tod der S. Bischoff ohne Bedenken mitgemacht hat, unterscheidet sich seine Straftat von anderen Straftaten mit tödlichem Ausgang und diese Umstände rechtfertigen ein ganz anderes Strafmaß bis hin zur wirklich lebenslangen Haft!

@16:14 von wolf2

Emanuele de Giorgi hieß der 15-Jährige junge, der seine kleine Schwester beschützen wollte und dem Degowski eiskalt in den Kopf schoss.
Silke Bischoff starb durch eine Kugel aus Rösners Waffe während der Befreiungsaktion der völlig überforderten Polizei.

Es herrscht bei uns die Gewaltenteilung

All diejenigen, die sich über unsere Justiz beschweren, mögen sich doch mal bitte mit der Gewaltenteilung in unserem Land auseinandersetzen.
Sie besteht bekanntlich aus der Legislative, also der gesetzgebenden Gewalt des Parlaments, der Exikutive, sie vollziehende Gewalt aus Regierung, Verwaltung, Polizei, usw. und der Judikative, der rechtsprechenden Gewalt.
Unsere Justiz kann daher immer nur die Gesetze anwenden, die das Parlament verabschiedet hat. Das es dabei Spielräume gibt ist a) logisch und b) gewollt.
Von einer laschen Justiz in Deutschland zu sprechen, geht daher völlig ins Leere.
Es ist ebenfalls klar, das einen Unterschied gibt, zwischen dem gefühlten Recht des Einzelnen und der Rechtsauffassung unseres Rechtsstaates. Das bei uns letztlich, von Einzelfällen der strafbaren Selbstjustiz abgesehen, noch immer noch der Rechtsstaat das letzte Wort hat, ist ein glücklicher Umstand, den ich nicht missen möchte.

Medien

Unglaublich und auch heute noch unfassbar, was damals durch einige Medienvertreter so veranstaltet wurde. Schade, das niemand den Mut hatte einzuschreiten und den Geiseln Hilfe zu leisten anstatt am Auto der Gangster mit diesen zu diskutieren und sie dann davonfahren zu lassen!

17:16 von karlheinzfaltermeier

diesem aufsatz schliesse ich mich vollumfänglich an. ich kann ich das nur nicht in so schöne worte kleiden. danke für ihre klaren worte!

An alle diejenigen

die der Ansicht sind, dass ein kaltblütiger Mörder jemals seine Strafe verbüßt haben könnte, kann ich nur appelieren sich einmal Gedanken über die Opfer und deren Angehörigen zu machen. Wer es schon einmal selbst am eigenen Leib erfahren hat weiß was es bedeutet wenn einem das eigene Kind aus dem Leben genommen wird - und dann noch auf diese Art und Weise! Die Täter wurden über Jahre und Jahrzehnte von der Gesellschaft durchgefüttert - und was bekommen die Familien der Opfer? Welche Zuwendungen / Unterstützungen? Sie werden mit sich und ihrem Leid alleine gelassen, Menschen und / oder ganze Familien, die an so etwas zerbrochen sind - für die gibt es keinen "Rechtsstaat", die bekommen keine zweite Chance auf Steuerzahlers Kosten!
Und wie ein Vorredner bereits erwähnte: Die Opfer sind immer noch Tot und daran wird sich auch nie etwas ändern!
Guten Tag

re karwandler

Berücksichtigen Sie bitte aber auch, dass es Unterschiede in der Schwere der Tat gibt, die eine andere Auffassung zur Höhe und Dauer der Strafe zu lassen!

30 Jahre Knast

Ob 30 Jahre abschreckend wirken?
Wohl nur bei normal denkenden und handelnden Menschen, nicht aber bei Menschen, die insbesondere bewußt abscheuliche Straftaten begehen - in Amerika oder anderen Ländern schreckt noch nicht einmal die Todesstrafe einen Menschen ab, Verbrechen zu begehen.

re querdenker112

"Berücksichtigen Sie bitte aber auch, dass es Unterschiede in der Schwere der Tat gibt, die eine andere Auffassung zur Höhe und Dauer der Strafe zu lassen!"

Ich erkenne in Ihrem Einwurf keine Begründung, welche andere Auffassung als die des Grundgesetzes sie anzuwenden wünschen.

Das bisschen Würde?

Die Menschenwürde ist unantastbar!

Das sollten sich die Extremisten hier vor Augen halten, wenn sie mit ihrer radikalen Forderung nach der ultimativen Bestrafung den Betroffenen zum Objekt ihrer Rachegelüste machen.

Mord bleibt Mord und Mörder bleibt Mörder. Einen Angehörigen zu verlieren ist hart, erst Recht, wenn es um Opfer von Gewaltverbrechen geht.

Aber anderen das Menschsein absprechen, das ist in meinen Augen nun wirklich pervers.

Ich sehe es genauso,

Ich sehe es genauso, befürchte jedoch das sich unsere Gesellschaft immer mehr von Dingen wie "Barmherzigkeit" entfernt.
Davon ab, niemand in den Kommentaren lenkt mal den Blick auf das Tun der Presse zur Tatzeit. Ich bin der Überzeugung das die Journalisten die eigentlichen Verursacher der Tat waren. Die beiden Geiselnehmer wurden derat "hochgejazzt", die Polizei wurde , evtl. nicht ganz zu Unrecht, dermassen der Lächerlichkeit preisgegeben, das die beiden Verbrecher sich als "Nabel der Welt" und völlig unantastbar fühlen mussten. Das soll nicht heissen das jeder von denen nicht hätte anders handeln können, aber ich denke ohne das beispiellose vorgehen der Presse wäre es nicht soweit gekommen. Bedauerlich das von denen nicht auch ein paar in den Bau gesteckt wurden.

Dass hier

wie in anderen Fällen auch, starke Emotionen im Spiel sind, ist zwar nachvollziehbar, aber wer möchte ernstlich in einer Gesellschaft leben, die einem Menschen, wenn eben möglich, keine zweite Chance gibt. Blindes Vollziehen von Rachegelüsten haben wir in unserem Rechtsstaat zum Glück überwunden.
Ja, es ist manchmal schwer auszuhalten. Aber wie soll ein Mensch mit einer solchen Vergangenheit je wieder Fuß fassen, wenn ihm nur Hass und Ablehung entgegenschlägt? Ich hoffe, dass die Resozialisierung gelingt, weil er selbst sich bemüht und ebenso, weil er hoffentlich Unterstützung erfährt.
Nicht weniger hoffe ich, dass die Angehörigen der Opfer Unterstützung erfahren haben und immer wieder werden.
Es nützt nichts, das eine gegen das andere auszuspielen.
Für eine humane Gesellschaft!

Lebenslänglich...

...ist unmenschlich. 150 Jahre Haft wären angemessener.

@ 18:42 Peter Plauerts Bestzähler

"Nein der schreibt wein Buch wird sicher ein Bestzähler"

Es ist immer wieder interessant zu erfahren, wie die sich dergestalt qualifiziert äußernden geschätzten Mitforisten unserem Justizsystem gegenüberstehen.

Chapeau!

Verständnis

Ich habe selbst kürzlich einen nahen Angehörigen verloren und verstehe sehr wohl, welches Loch der Tod eines Menschen in den Stoff reissen kann, den wir 'Sinn des Lebens' nennen. Auch wage ich zu bezweifeln, ob dieses Loch jemals ganz zu flicken sein wird.

Ihre Frage 'Was bekommen die Familien der Opfer'? ist daher berechtigt und ich stimme Ihnen zu, wenn hier zu wenig geschieht.

Eine Strafe, die die Menschwürde des Täters verletzt, kann allerdings nicht die Antwort sein. Denn dann hätten die Familien der Opfer nicht nur einen Menschen verloren, sondern auch die Menschlichkeit der Gesellschaft, in der sie fortan leben müssen.

Auge um Auge

Zahn um Zahn im Alten Testament hat übrigens nicht, wie hier und anderswo immer wieder zu lesen ist, mit Rache in einer minder entwickelten Gesellschaft zu tun, sondern ist meines Wissens eben eine Vorschrift einer angemessenen Bestrafung: statt Blutrache zu üben, soll eine Tat mit einer vergleichbaren Strafe geahndet werden, also im Bild gesprochen: ein verursachter Schaden an einem Zahn ist geringer zu bestrafen als einer an einem Auge, und jeweils ist zu überlegen, was dem in etwa als Strafe entspricht, also als bildhafte Faustformel.
Im Bild bleibend also unangemessen wäre es, für einen Zahnschaden dem Täter ein Auge auszureissen.
Im Grunde ist es das, was unsere Justiz zu tun versucht, ein angemessenes Strafmaß zu finden.

Faktenschlacht

Jetzt wissen wir es endlich:
Schuld am Tod der jungen Frau war die inkompetente Polizei.
Die wäre besser auf ihrer Wache geblieben.
Gehts noch?

Interessant

Wie viele Leute hier den Sinn von Haftstrafen oder allgemein der Justiz und verhängten Strafen nicht verstehen (ich gebe aber zu, dass das bei mir in manchen Fällen ähnlich ist).
Der Mann hat 30 Jahre gesessen, aber das ist vielen hier nicht genug... Bedenklich, gerade auch in Zeiten, in denen der Rechtsextremismus wieder erstarkt. Eine Umfrage zur Todesstrafe mit Abstimmungsoption wäre hier vielleicht mal interessant, hier tummeln sich ja einige derart gestrickte Extremisten.

Degowski ist ein Bankräuber, der auf seiner Flucht an der Tötung von zwei Menschen beteiligt gewesen ist. Also kein `kaltblütiger Mörder´, wie hier jemand einfach mal behauptet hat. Das ist etwas anderes.

Die Eilmeldungen heute sind beide oder alle sehr seltsam gewählt. Wirklich von hohem Interesse ist davon nichts.

Am 16. Februar 2018 um 18:41 von Peter Plauert Nicht zu verstehe

Nun, der steht alleine da mit seiner Entscheidung ,die er ja treffen muss nur gestützt auf die Gutachten, von denen er abhängig ist weil er "nur" Richter aber kein Sachverständiger ist. Rechtsprechung ist nicht immer einfach,- auch nicht für den Richter der an das Gesetz gebunden ist.

Warten wir mal ab

Warten wir doch mal ab, wie er mit seiner Freiheit umgeht?

Wenn er wirklich ein geläuterter Mensch ist, dann sollte er seine verbleibende Lebenszeit dazu nutzen, etwas Gutes zu tun. Mit der Schuld, Menschenleben auf dem Gewissen zu haben, wird er sowieso immer leben müssen, aber er kann doch sicher auch anderen Menschen irgendwie helfen und auf diese Weise für die Gesellschaft wieder wertvoll sein?

Und ja, dazu kann es auch nützlich sein, seinen Namen zu ändern, um nicht nur auf seine damaligen Taten reduziert zu werden.

Der Grundtenor der Meldung lässt zumindest so eine Einstellung vermuten. Ich hoffe es sehr.

Vielleicht hören wir in der Zukunft, ob sich diese Hoffnung erfüllt.

Nicht zu verstehen !

Vorab, gebe ich zu ,voreingenommen zu sein!
Als Jugendlicher, habe ich die Geschehnisse damals haut nah mit bekommen.
Und es war ER, der einen jungen Menschen ausgewählt hat und brutal ermordet hat.
Das nicht im Affekt oder geschweige aus einem ersichtlichen zwingendem Grund heraus.
ER schoss einem fünfzehnjährigen, der seine neunjährige Schwester schützen wollte, in den Kopf!

Warum bekommen wir als Bürger, nicht die sogenannten Erkenntnisse im Detail dargestellt,
die zur Freilassung führen.
Wer übernimmt hier die Verantwortung?
Ich bin ein Verfechter unseres Rechts States, im Urteil wurde die Besondere schwere der Straftat berücksichtigt!
Und jetzt ist alles wieder gut?
Ich trauere immer noch mit den drei Opfern.

Ich schließe mich Ihnen beiden voll an. Karlheinzfaltermeier, danke für die klaren Worte.

Am 16. Februar 2018 um 17:06 von Marius141

Lieber Marius schön dass sie meinen Kommentar genau gelesen haben, sie haben eine gänzlich andere Meinung dazu wie ich, das finde ich in Ordnung und ist auch gut so ,alle mit gleicher Meinung dann ist ein Forum langweilig. Aber trotzdem Resozialisierung ,der Begriff sollte für Kleinkriminelle gelten und auch nicht unbegrenzt ,höchsten 3x und dann sind sie halt nicht resozialisierungsfähig.
Bei Schwerkriminalität wie Mord ,Vergewaltigung,Entführung sollte dieser Begriff nicht angewendet werden .Er verspottet die Opfer. Und wenn ein Staat Urteile fällt in denen das Wort Lebenslang vorkommt dann sollte das auch so sein, wie es das Wort vermuten läßt. Wenn er das nicht will ,dann bitte den Begriff Lebenslang aus der deutschen Justiz entfernen ,dann kommt es nicht zu solchen Irritationen.

Mein Beitrag um 19:36 Uhr

Ich hätte schreiben sollen: Im Bild bleibend wäre es also unangemessen, für einen verursachten Zahnschaden den Täter so zu bestrafen, als hätte er ein Auge geschädigt.
Im selben Satz im Alten Testament werden noch weitere Gegenüberstellungen benannt; immer geht es darum, mit einer als etwa gleich stark gesehenen Bestrafung eine Tat zu ahnden.
Es bezieht sich also auf ein angemessenes Maß der Bestrafung bei Körperverletzung, statt eine unangemessene Rache zu üben.
Dazu findet man auch einen wikipedia-Artikel, der dies umfassender erläutert.
Wir haben heute in Vielem ein anderes Rechtsverständnis, aber dieses vor weit mehr als 2000 Jahren entwickelte Prinzip verdient positive Beachtung, weil es den nachvollziehbaren Rachegelüsten schon damals Einhalt gebietet.

Die Gutmenschelei

Es ist immer wieder unverständlich wie Gutmenschen, Badisdemokraten und sonstige Gutgläubige auf derartige Foren reagieren.
Für Mord gibt es für mich keine Gnade. Wer anderen Menschen das Leben vorsätzlich nimmt, muss dafür büßen. Punktum. Das Gutachten besagt, es bestehe weder eine Alkohol- noch Drogensuchtgefahr. Ich gehe mal davon aus, dass es hierfür im Knast keine Gelegenheit gab dies zu überprüfen. Unsere Justiz- und Gutachtergilde hat einen gewissen bedenklichen Track Record für Fehlentscheidungen gezeigt. Und dies darf man sicherlich noch anmerken. Die Fehlleistung gewisser Medien bei der damaligen Straffälligkeit will ich nicht weiter kommentieren.
Anmerkung: Ich bin weder Anhänger der AfD noch sonstiger rechter Gruppen, sondern ein Bürger mit Rechtsempfinden.

Die Gutmenschelei

Es ist immer wieder unverständlich wie Gutmenschen, Badisdemokraten und sonstige Gutgläubige auf derartige Foren reagieren.
Für Mord gibt es für mich keine Gnade. Wer anderen Menschen das Leben vorsätzlich nimmt, muss dafür büßen. Punktum. Das Gutachten besagt, es bestehe weder eine Alkohol- noch Drogensuchtgefahr. Ich gehe mal davon aus, dass es hierfür im Knast keine Gelegenheit gab dies zu überprüfen. Unsere Justiz- und Gutachtergilde hat einen gewissen bedenklichen Track Record für Fehlentscheidungen gezeigt. Und dies darf man sicherlich noch anmerken. Die Fehlleistung gewisser Medien bei der damaligen Straffälligkeit will ich nicht weiter kommentieren.
Anmerkung: Ich bin weder Anhänger der AfD noch sonstiger rechter Gruppen, sondern ein Bürger mit Rechtsempfinden.

Zu früh

Wer wie ich jedes mal, wenn er "Degowski" oder "Gladbeck" hört, wieder die Bilder vor Augen hat, wie dieser Mensch - cool mit Kippe im Mund - im Taxi sitzt und einer jungen Frau (die dann später getötet wurde) seine Waffe an den Kopf hält, wer dabei immer wieder an den Jungen denkt, der erschossen wurde oder aber auch an die sensationsgeilen "Journalisten", die sich um das Auto der Verbrecher scharen, der wird vermutlich auch denken: Zu früh - mindestens 1000 Jahre zu früh!

der kleine Mann auf der Straße und das Deutsche Rechtssystem

wie gut, dass in Deutschland die Gesetz von humanistisch gebildeten Menschen gemacht werden. Der Mann auf der Straße fordert immer nur die Todesstrafe oder lebenslange Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Meine Empfehlung an den kleinen Mann: Auswandern in die arabischen Länder. Da gibt es noch die guten alten, mittelalterlichen Rechtssysteme... :-)

Perverser "Volkswille"

ja - der "Volkswille" fordert immer die Todesstrafe und lebenslange Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Deshalb wird in Deutschland das Volk bei der Erarbeitung der Gesetze auch nicht direkt gefragt. Sonst hätten wir ja hier immer noch so mittelalterliche Rechtssysteme wie manche arabischen Länder :-)

@ onkelfranz

"Nicht zu verstehen!" Dann werfen Sie einen Blick ins Grundgesetz!

ganz richtig

ja - das "Volk" versteht das deutsche Rechtssystem manchmal nicht. Für das "gesunde Volksempfinden" muß mindestens die Todesstrafe herauskommen oder lebenslang mit anschließender Sicherheitsverwahrung. Aber wenn einem das humanistisch geprägte deutsche Rechtssytem nicht gefällt, kann man ja auch z.B. in die arabischen Länder gehen. Da gibt es noch so richtig schöne Rechtssyteme wie bei uns im Mittelalter... :-)

@ wolf2

"Es wird nur über den armen Täter berichtet." Der Täter ist ja auch gerade aus der Haft entlassen worden! Deshalb wird über ihn berichtet. Über Silke Bischoff wurde in der Vergangenheit berichtet, sie ist aber leider tot. Interessant wäre ggf. in einem separaten Artikel ein Interview mit Angehörigen (wenn die es denn wollen). Ihre Häme können Sie sich in jedem Fall sparen! Es ist absolut billig, den Redakteuren / Journalisten jedesmal bei einem Bericht vorzuwerfen, sie hätten aber über einen anderen Aspekt berichten sollen. Aber viele Foristen sind ja so viel besser...

@ conversator educatus

Wenn Sie so gebildet sind, wie Sie mit Ihrem Forennamen vorgeben zu sein, halten Sie bitte Ihre Mitmenschen nicht für minderbemittelt. Wenn Herr Degowski zu lebenslanger Haft verurteilt wurde und sogar 30 Jahre in Haft war, dann hat er die Strafe nicht für einen Taschendiebstahl erhalten... Die TS hat das Verbrechen bereits vor 30 Jahren beim Namen genannt und es ist peinlich, wie Sie hier versuchen, Kritik an den Haaren herbeizuziehen.

Nach verbüßter Strafe Schutz vom Staat?!

Die Strafe wurde verbüßt und nun wird der ehemalige Straftäter entlassen.... so ist das nun einmal in unserem Rechtsstaat. Das hat auch einen Sinn in Bezug auf Reintegration.
Nur würde mich interessieren, mit welcher Begründung dieser Mensch eine neue Identität bekommt?! Dieses Individuum soll zu seiner Tat stehen. Wenn er sich wirklich geändert hat, sollte er auch in der Gesellschaft bestehen können. Und falls das Argument „Schutz seiner Person vor möglicher Vergeltung“ der Grund hierfür sein sollte, bedeutet dies ja offensichtlich, dass alle Bürger als potenzielle Straftäter auf Rachefeldzug angesehen werden. Das würde aber auch bedeuten, dass der Staat sein Gewaltmonopol bedroht sieht, da die Gesetze anscheinend durchweg von der Bevölkerung ignoriert werden?
Na dann....

@ Herbert Bräuninger

Haben Sie überhaupt den Artikel gelesen?

re polit-observer

"Es ist immer wieder unverständlich wie Gutmenschen, Badisdemokraten und sonstige Gutgläubige auf derartige Foren reagieren.
Für Mord gibt es für mich keine Gnade"

Die Gutmenschen, Basisdemokraten und Gutgläubigen bewegen sich auf dem Boden der Verfassung.

Sie nicht. Macht Ihnen zwar keiner streitig, aber wieso kommen Sie auf die Idee, damit wären Sie der bessere Mensch?

Und noch was

All diejenigen, die hier die durchaus anzuerkennende Position vertreten, dass die Schuld irgendwann abgegolten ist oder das es auch Vergebung geben sollte, bitte ich, mal "Geiseldrama von Gladbeck" oder den Namen "Silke Bischoff" zu googeln und sich dann die dazugehörigen Bilder anzusehen. Wer dann immer noch meint, dass man Degowski freilassen durfte, ist vielleicht ein besserer Mensch als ich. Aber ich stehe dazu: Ich finde, er hätte bis zum Ende seiner Tage in Haft bleiben müssen. Es gibt Verbrechen, da ist jede Grenze überschritten. Ich bin ein absoluter Gegner der Todesstrafe, aber "für IMMER wegsperren" ist manchmal durchaus angemessen.

re albexpress

" Und wenn ein Staat Urteile fällt in denen das Wort Lebenslang vorkommt dann sollte das auch so sein, wie es das Wort vermuten läßt. Wenn er das nicht will ,dann bitte den Begriff Lebenslang aus der deutschen Justiz entfernen ,dann kommt es nicht zu solchen Irritationen."

Irritationen kann das nur bei solchen auslösen, die sich nicht mal auf Wikipedia-Niveau mit dem Begriff "Lebenslänglich" als Haftstrafe befasst haben.

Für Bildungsferne machen Sie mal bitte nicht auch noch den Staat verantwortlich.

Dieser Berufsverbrecher ist frei

und die zwei Geiseln die erschossen wurden haben Lebenslang. Da lobe ich mir doch die amerikanische Rechtsprechung !

Rechtstaat, zum Glück!

Wir leben zum Glück in einem Rechtstaat.
Durch die damaligen Fehler, u.a. auf Seiten der Medien, wurde sein Fall immer wieder öffentlich diskutiert. Dadurch wurde wohl auch die Meldung von seiner Entlassung zur Eilmeldung, was meiner Meinung nach so hätte nicht sein sollen.

Degowski ist ein nun freigelassener Raubmörder. Viele andere Raubmörder wurden schon ohne große öffentliche Aufmerksamkeit entlassen.
Sie bekamen nach dem "verbüßen ihrer Schuld" wieder eine Chance. Wieso sollte man diese Degowski verwehren?

"keine Gnade"

Sie müssen auch gar keine Gnade zeigen. Sie werden nämlich in diesem Punkt glücklicherweise vom deutschen Rechtssytem nicht gefragt. Wo kämen wir denn dahin, wenn alle humanistischen Errungenschaften plötzlich vom "allgemeinen Rechtsempfinden" über Bord geworden würden... :-)

@ F. Rager 19:38

Sie beziehen sich auf User "Faktenschlacht", der aber das, was Sie hier schreiben, nicht behauptet hat.
Was meinen Sie, warum Gerichtsverfahren in Deutschland gründlich geführt werden, um zB die ganzen Zusammenhänge herauszuarbeiten? - Dass es auch diskussionswürdige Verzögerungsmöglichkeiten gibt, okay. Aber insgesamt dienen gründliche Verfahren einer differenzierten Urteilsfindung. In diesem Zusammenhang ist sicherlich das ganze Geschehen, die ganze Dynamik, wer aller Beteiligten zu welchem Zeitpunkt sich wie verhalten hat, mit eingeflossen. Eine schlichte Hauruckverurteilung ist etwas anderes; nicht wenige würden vielleicht es einfach richtig finden, beide Täter in gleicher Weise zu verurteilen mit Haftstrafe bis zum Tod oder eher noch Todesstrafe. Das alles hat mit unserem insgesamt gut funktionierenden Rechtssystem wenig zu tun. "Faktenschlacht" hat dabei einen Aspekt erwähnt, zu dem natürlich noch Vieles andere hinzukommen muss.

Kann man im Knast alkohol- bzw. drogenabhängig werden?

Wie soll ich die Aussage des Gutachters verstehen, dass Degowski nicht drogen-oder alkoholabhängig sei.
Können die Straftäter im deutschen Knast regelmäßig Alkohol oder Drogen beziehen?

Strafmaß

Nein, kein einziger hier im Forum hat sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe ausgesprochen! Kein Einziger!
Und das , obwohl einem Fünfzehnjährigen wissentlich, willentlich, bewusst, mit Absicht, zielstrebig und mit voller Genugtuung in den Kopf geschossen wurde, mit der Absicht, ihn auszulöschen! Ohne Gnade!
Bei ihrer Argumentation für Humanität und Rechtstaat hat auch ein Anders Breivijk Anspruch auf Resozialisierung!?

Absolute Frechheit

Am 16. Februar 2018 um 18:26 von karwandler
re tretschko
" Noch sprechen wir in Deutschland Recht und nicht Rache. Das Angehörige der Opfer dies womöglich völlig anders sehen mag sein, ändert aber nichts an der Sachlage."

Ich bin nicht mal überzeugt, dass die hiesigen Anwälte der Rache damit für die Angehörigen sprechen.

———————————

Selbstverständlich tun sie das nicht. Das ist schlicht ein Entblößen der eigenen niederen Triebe, vorgetragen auf dem Rücken der Opfer.
Woher will man wissen, was die Opfer denken oder fühlen? Es gibt Menschen, die stark genug sind als Betroffene auch so eine Tat zu verzeihen. Alleine führ das eigene Seelenheil. Auch etwas, dass die Rachsüchtigen hier niemals verstehen werden.
Es ist unheimlich dreist mit den Opfern zu „argumentieren“.

Und dann noch diese unsägliche Forderung, dass man die Opfer immer auch namentlich erwähnen sollte, wenn man über die Täter berichtet. So sehr kann ich meinen Kopf gar nicht schütteln, wie es das erfordern würde.

re tinkotis

"Ich bin ein absoluter Gegner der Todesstrafe, aber "für IMMER wegsperren" ist manchmal durchaus angemessen."

Nein, Sie sind kein Gegner der Todesstrafe. Denn Sie huldigen nicht weniger dem Prinzip: Rache bis zum Tod des Schuldigen.

re pax domino

"Dieser Berufsverbrecher ist frei

und die zwei Geiseln die erschossen wurden haben Lebenslang. Da lobe ich mir doch die amerikanische Rechtsprechung !"

Jetzt habe ich doch fast gelächelt ob solcher Naivität.

Haben denn die amerikanischen Opfer kein Lebenslang?

Lieber nippes123

Es gibt einen Unterschied zwischen dem abwägendem und im Einzelfall auch mal den vollständigen Rahmen ausschöpfendem Einsatz des guten deutschen Rechtssystems, dass für Degowski durchaus die "nie wieder frei"-Möglichkeit zugelassen hätte und den von Ihnen als Vergleich herangezogenen Systemen in den "arabischen Ländern".
Ich weiß, wovon ich rede, da ich sowohl dort als auch in den USA bereits dem vollen Rahmen solcher Systeme als Zeuge beiwohnen durfte. Was auch einer der Gründe ist, warum ich nicht mal für einen Adolf Hitler die Todesstrafe fordern könnte. Manche Menschen haben aber nun mal jedes Recht auf eine zweite, dritte oder vierte Chance verspielt, und ich bleibe dabei: Das gilt auch für Degowski, er hätte für immer in Haft bleiben müssen.

re claro1st

"Bei ihrer Argumentation für Humanität und Rechtstaat hat auch ein Anders Breivijk Anspruch auf Resozialisierung!?"

Breivik ist zu 21 Jahren (Höchststrafe in Norwegen) mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Und auch er wird irgendwann als ungefährlicher alter Mann entlassen werden. Norwegen ist eben auch ein zivilisierter Staat.

Ich kenne niemanden,

der seinen Tod ungesühnt lassen wöllte.
Ist auch wieder der menschlichen Vernunft und abertausendjähriges Empfinden gesunder Menschen.

wo bleibt die Kreativität - Gespräch mit Herrn Degowski

mal angenommen, Herr Degowski säße zufällig am Nebentisch im Straßencafe und Sie würden sich trauen ihn zu fragen: Wie fühlt es sich an, Herr Degowski, wenn Sie auf Ihr Leben zurückblicken? Erst haben Sie die Sonderschule besucht. Dann haben Sie sich mit Gelegenheitsarbeiten und Sozialhilfe durchgeschlagen. Und dann kam der Bankraub mit dem Mord an mehreren Menschen. Und dann kam Gefängnis.
Würde er Ihnen antworten? Oder lieber nicht? Hätten Sie Angst vor einer Antwort?
Seien Sie unbesorgt - er tut Ihnen nichts: mit 61 Jahren ist Diebstahl und Mord kein lohnenswertes "Geschäftsmodell" mehr.

Namensänderung

Können Opfer ihre Namen ändern oder andere Personen die den Namen Degowski führen?
Das man eine Namensänderung für Täter ermöglicht ist für mich nicht nachvollziehbar.Er kann anscheinend nicht mit der Konfrontation mit seinem Namen leben,der arme Täter wird ja dann vielleicht auf seine Tat angesprochen.Das muß er aushalten können,andernfalls ist er nicht stabil genug um in Freiheit leben zu können.Also wieder Täterschutz vor Opferschutz.

Im Rausch?

Am 16. Februar 2018 um 20:58 von Claro1st
Strafmaß
Nein, kein einziger hier im Forum hat sich für die Wiedereinführung der Todesstrafe ausgesprochen! Kein Einziger!
Und das , obwohl einem Fünfzehnjährigen wissentlich, willentlich, bewusst, mit Absicht, zielstrebig und mit voller Genugtuung in den Kopf geschossen wurde, mit der Absicht, ihn auszulöschen! Ohne Gnade!
Bei ihrer Argumentation für Humanität und Rechtstaat hat auch ein Anders Breivijk Anspruch auf Resozialisierung!?

———————————

Woher wissen Sie denn über die Genugtuung des Täters so gut Bescheid? Klingt unglaubwürdig was Sie da schreiben, wenn Sie mich fragen. Es war außerdem kein geplanter Mord, sondern wurde im Zuge eines Raubes dazu.

Der große Unterschied zu Breivik. Dessen Ziel war es nämlich soviele Menschen wie möglich, gezielt gerade Jugendliche und Kinder, umzubringen. Das alles aufgrund einer Ideologie, der er folgte.

Sie merken, selbst bei so schweren Verbrechen gibt es noch große „Qualitäts“unterschiede.

@ PaxDomino 20:44

Ich habe nicht den Eindruck, dass wegen der anderen Rechtsprechung in den USA das Leben dort gerechter, sicherer, von mehr Humanität geprägt ist.
Vielleicht können Sie hier Hinweise geben, was konkret dort besser ist, und ob die Angehörigen/Opfer dort weniger leiden.

Todesstrafe

da haben Sie Recht. Keiner im Forum hat die Todesstrafe gefordert. Aus meiner Sicht ist das reine Feigheit. Oder vielleicht Berechnung, damit man nicht aus dem Forum fliegt...
Herr Breivijk ist in der Tat ein Fall, der alles übersteigt, was man sich vorstellen kann. Oder auch nicht. In den USA gibt es ja genug ähnliche Fälle.
Ich denke, dass es Menschen gibt, die zeitweise oder lebenslang nicht in einer sozialen Gemeinschaft leben können, ohne andere zu gefährden. Dazu kennt das deutsche Recht den Begriff "Sicherheitsverwahrung". Da blickt man die die Abgründe der menschlichen Psyche und muß dann entscheiden, was zu tun ist. Ganz schwer...

§ 211 StGB . Mord. Geschieht jedes Jahr knapp 400 mal

und diese Zahlen sinken im großen und ganzen kontinuierlich. Im Jahre 2000 waren es noch knapp 500. Das sind alles unfassbar schlimme Tragödien, und sogut wie niemand von uns hat einen Mord in der Verwandschaft erleben/erleiden müssen. Gott sei Dank nicht. Fakt aber ist auch, das selbst die Todesstrafe nicht abschreckend wirkt. Siehe USA, wo die Mordrate um ein vielfaches höher ist, als hierzulande.
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Auch wenn Links hier nicht erwünscht sind, empfehle ich einen Blick auf die Grafik bei Wikipedia. "Tötungsrate nach Ländern".
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So unfassbar schlimm jeder einzelne Mord ist, kein Grund für uns alle, die deutsche Justiz anzuschreien. Fehlurteile hin oder her: die deutsche Justitz macht in dieser Hinsicht allem Anschein nach einen sehr guten Job. Denn die Mordraten bei uns sind mit am geringsten weltweit. Und bei psychisch verkorksten Mördern bleibt sogar die Sicherungsverwahrung auf Lebenszeit. Und das sind immerhin weit über 500 Personen. Niemand schaut bei Mord also leichtfertig weg!

Ich

kenne keinen Menschen, der durch Rachenehmen glücklicher geworden ist, wohl durch Erleben gerecht empfundener Bestrafung und sogar Vergebung (die man sicher nicht einfach erwarten kann, zu der man aber jedem einen guten Weg wünschen kann, damit er selbst wieder in größerem Frieden leben kann).

re tinkotis

"Es gibt einen Unterschied zwischen dem abwägendem und im Einzelfall auch mal den vollständigen Rahmen ausschöpfendem Einsatz des guten deutschen Rechtssystems, dass für Degowski durchaus die "nie wieder frei"-Möglichkeit zugelassen hätte"

Die nie-wieder-frei-Möglichkeit ist höchstens für unheilbar triebgesteuerte Straftäter möglich, und auch nur solange, bis die physische Substanz eine Rückfallgefahr ermöglicht.

Sie argumentieren sich in eine Sackgasse hinein.

die gesunden Menschen

vom gesunden Menschen ist es dann nicht mehr so weit bis zum gesunden Volksempfinden...
Und überhaupt: kein gesunder Mensch schreibt Freitagabend Kommentare im Tagesschau-Forum. Da muß schon irgendeine kleine psychische Störung im Spiel sein... :-)

re jensl

"Ich kenne niemanden,

der seinen Tod ungesühnt lassen wöllte.
Ist auch wieder der menschlichen Vernunft und abertausendjähriges Empfinden gesunder Menschen."

Ja, einer mit dem "gesunden Volksempfinden" hat hier noch gefehlt im Gruselkabinett.

Neuer Mensch???

Sind die beiden jungen Menschen, die der brutale Killer getötet hat, jetzt auch "neue Menschen" geworden.

Ihre typischen Floskeln stehen für symptomatisch für Sympathie für den Mörder, die unschuldigen Opfer werden leider, wie immer, vergessen.

@McColla

Dann unterstelle ich ihm zumindest, das es ihm nicht leid tat! Er hat sich wohl kaum bei dem Jungen entschuldigt und ihm erklärt, warum er ihn jetzt leider gezwungenermaßen erschießen müsse!
Ich verwahre mich aber gegen den Vorwurf einiger Floristen hier, dass alle, die die Entlassung dekowskis nicht gutheißen, als AFDler verunglimpft und mit
Todesstrafe-Befürwortern gleichgesetzt werden! Ich bin weder das eine, noch das andere!
Aber ich finde auch, lebenslang heißt lebenslang!?
Denn Weihnachten bedeutet ja auch nicht Ostern!?

Lebenslang und doch

befristet geht eigentlich garnicht.
Wer seinen Opfern die Würde nimmt zu leben,der hat für mich als Mörder seine Würde für immer verloren. Ich habe diesen Fall als junger Mensch mit erlebt und es berührt mich heute immer noch. Sobald ich von diesem Herren nur ein Foto sehe,läuft es mir kalt den Rücken herunter! Solche Mörder und verurteilte Kinderschänder für immer wegsperren,ist die beste Vorsorge.

Lieber Karwandler,

wenn Sie das Ausschöpfen der Möglichkeiten des Rechtsstaates im Einzelfall als "einem Prinzip huldigen" auslegen, sind Sie einer schwarz-weiß-Sicht der Dinge wesentlich näher als ich. Auch mir Rachegelüste vorzuwerfen, halte ich für gewagt, denn mir persönlich hat Degowski nichts getan.

Ich denke aber, dass unser Rechtsstaat manchmal seinen vollen Rahmen ausnutzen muss, um den Betroffenen das Gefühl zu geben, dass ihnen soweit möglich Gerechtigkeit gegeben wird, eben damit diese dann nicht das Gefühl haben, Rache nehmen zu müssen.

Und der Schmerz der Angehörigen, die damals die Bilder sehen mussten und jetzt erleben, dass dieser Mensch unter neuem Namen frei kommt, wird wohl kaum das Gefühl von Gerechtigkeit erzeugen.

@claro1st

Da Sie sich vermutlich auch auf mich beziehen:
Ich unterstelle keineswegs allen, die die Freilassung Degowskis nicht gutheißen, dass die auch für die Todesstrafe wären. Nur den üblichen Verdächtigen.
Ich kann auch gut verstehen, dass man damit seine Schwierigkeiten hat. Ich glaube aber, dass 30 Jahre, ob im Knast oder überhaupt, einen Menschen ändern (können). Darum halte ich wenig davon, jemanden für immer wegzusperren.
Einen Breivik übrigens würde ich auch nie wieder freilassen. Das ist für mich aber was anderes als dieser Fall hier.

Ostern ist Ostern und Weihnachten ist Weihnachten

da haben Sie Recht. Jeder möchte, dass die Welt so schön geordnet ist. Ist sie aber nicht. Da kann man schon mal in die Versuchung geraten, eine Partei zu wählen, die einem verspricht, die "Ordnung" wieder herzustellen... :-)

@nippes123

Da hamms recht! ;)
Ciao :)

re claro1st

"Aber ich finde auch, lebenslang heißt lebenslang!?"

Ich verweise Sie auf meinen Kommentar 18:59.

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