Ihre Meinung zu: Den Haag: Außenminister tritt nach Lüge zurück

13. Februar 2018 - 18:25 Uhr

Der niederländische Außenminister Zijlstra ist nach einer Lüge über ein angebliches Treffen mit Russlands Präsident Putin zurückgetreten. Die Story über dessen "Groß-Russland"-Äußerung habe er "geborgt".

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.666665
Durchschnitt: 2.7 (9 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Donnerwetter!

Donnerwetter!
Tatsächlich habe ich immer mit eine Auszeichnung solcher Lügenbolde mit einem Medienpreis gerechnet.

Lügen haben kurze Beine........

manchmal jedenfalls, "Großrussland" so ein Blõdsinn, ein Blick in den Atlas genügt, Russland ist das größte Land der Erde....geographisch jedenfalls.........;-)

Das Wort "Großrussland" gibt

Das Wort "Großrussland" gibt es in der russischen Übersetzung nicht.

Herr Außenminister

wegen so einer Kleinigkeit tritt man doch nicht zurück.

Die Welt ist verrückt...

... Ein Treffen mit Putin, kein Treffen mit Putin... Alles führt zu einem infamen Rücktritt.

So etwas.......

Das war wohl nichts Herr Außenminister Zijlstra. Wie kann man denn so etwas behaupten? Was ich nicht verstehe , im calvinistischen Westen der Niederlanden gibt es doch gar keinen Karnaval.

Politiker lügen?

Aber die Medien haben uns doch versichert, dass Politiker nicht lügen und nur Nazis so etwas behaupten.

Sollten die Medien etwa gelogen haben?

Und das ist jetzt - was?

Also - er hat gesagt, Putin hat gesagt.

Jetzt sagt er: also jemand hat mir gesagt, dass der Putin gesagt hat.

Interessant daran ist, dass bereits schon 2 Mal ein ähnliches Thema so verlaufen war:

Der Fall Sikorski, als er behauptete Putin hätte Tusk vorgeschlagen, die Ukraine aufzuteilen.

Der Fall Barroso. Überall war zu lesen: Putin droht Ukraine einzunehmen.
Putin drohte mit Veröffentlichung des Mitschnitts des Gespräches und die EU Kommission sah sich zu einer Entschuldigung genötigt.

Was haben alle 3 Vorfälle gemeinsam?

Sie scheinen "Beweise" zu liefern, für Russlands Aggression und Expansionsdrang.

Das wird dann wundervoll breit getreten.
Dann rudern die Betreffenden zurück.
Der Schaden aber bleibt.

Denn bei den Menschen bleibt nicht mehr die genaue Nachricht, sondern eben nur die Meldung (in endlos-Wiederholung) der Putin will die Welt, Beweis mitgeliefert.

Wochen später: der Beweis war doch keiner ändert nix mehr.

Perfide.

Lügen über Putin....

gehören doch zum guten Ton in der heutigen Politiker und Mediengesellschaft, wer möchte dabei denn ohne eigenen Beitrag im Abseits stehen stehen bleiben. Wenn dieser Rücktritt Schule macht....gar nicht auszudenken.

"nicht nur unklug, sondern sogar dumm"

ist es, einzuräumen bei dem Gespräch nicht dabei gewesen zu sein aber daran festzuhalten, die dort gefallenen Äußerungen im Großen und Ganzen richtig wiedergegeben zu haben.

So ein "Geborgter" wäre vielleicht schon besser vor seiner Lüge zurückgetreten.

Wie kann man denn so etwas machen?

Ich habe ja mittlerweile mitbekommen, dass "Fake News" nicht nur eine Methode extremer Randgruppen ist, sondern alltägliches Bearbeitungsmittel.

Aber wenn man schon mit so etwas arbeitet, dann sollte man dies so tun, dass der zu geringe Wahrheitsgehalt nur sehr schwer nachweisbar sind.

Mal davon abgesehen, schon 2006 waren die Ukraine und Georgien uninteressant für Russland. Damit hätte sich Russland nur zusätzliche wirtschaftliche Probleme verschafft von denen sie ohnehin genug hatten und haben. Auch vor der Ölkrise schon.

Zijlstra

... mag sich in diesem Fall töricht verhalten haben. Aber Hut ab vor so viel persönlicher Konsequenz.

Ein schöner Tag für Russland!!!

Na war mein Kommentar Ihnen zu heikel, zu viel Wahrheit! Ich würde nie und niemals nur auch einen Cent für Ihre verlogene TS zahlen! Die Trollen sind gerade solche Sendungen wie Sie. Und die Wahrheit mit der Ukraine kriecht auch schon aus allen Löchern raus! Seihe bloß Sakaschwilli in Polen! Ihr macht keinen Jornalismus ihr seit Tellerlecker!

Der eigentliche Skandal fehlt im Beitrag

Jeroen van der Veer, der Zijlstra diese Geschichte erzählte, sagte der Zeitung "de Volkskrant", daß das Wort Großrußland von Putin in einem historischen Kontext gebraucht worden war. Zudem äußert sich van der Veer dahingehend, daß er gegenüber Zijlstra nichts dergleiche erzählte, was einen Rückschluß dieses Wortes "in einem aggressiven Sinne zu deuten" zuließ.

Warum fehlt diese Tatsache hier?

Der Skandal liegt also nicht in der Lüge, daß Zijlstra persönlich anwesend war, sondern darin, daß Zijlstra dem russischen Präsidenten bewußt Aggressivität unterstellte, die aus dem Kontext der Aussagen nicht gegeben ist!

Gelogen und doch richtig

Der Minister hat gelogen und tritt deshalb auch umgehend zurück. Das ist richtig und respektabel. In der Sache aber glaube ich ihm. Ich bin mir sicher, dass Putin und andere Mitglieder der russischen Politelite "Großrussland" anstreben. Der Westen sollte vorsichtig sein.

Wichtigtuer

Es ist schon erschütternd, wie viele Wichtigtuer als oberste Staatsdiener unterwegs sind. Aber "das Volk" will es offenbar genau so.

Lügner

...mit dem Ziel andere zu diffamieren und zu diskreditieren.
In diesem Fall wollte er Putin bzw.RU eins auswischen.
(Ich dachte immer das machen nur die Bösen aus dem Osten)

"Zugleich hielt er daran fest, dass er Putins Worte..."

"...im Großen und Ganzen richtig wiedergegeben habe." Kann schon sein, dass Herr Zijlstra das so sieht; jener Zeuge, der die Worte Putins wirklich gehört hat, schildert die damaligen Äußerungen aber ganz anders! Jeroen van der Veer: "Herr Zijlstra hat die Worte von Präsident Putin über Groß-Russland aggressiver ausgelegt, als ich sie selbst damals in der Datscha gehört habe. In der Tat, ist meine Erinnerung, dass Präsident Putins Bemerkung historisch gemeint war". Jeroun van der Veer darüber in einer Mail am Montag: "Andere Interpretationen (in einem aggressiven Sinn) sind weder meine noch meine Verwendung von Wörtern." (Quelle: "de Volkskrant", Artikel der online-Ausgabe vom 13. Februar 2018, 16:03 Uhr)

Egal ob Putin so unklug war, es klar zu sagen,

seine Maßnahmen sprechen Bände. Für ihn war die Teilung der Sowjetunion nur ein Betriebsunfall, den es zu heilen gilt. Er bedroht die ohnehin in der Besatzungszeit durch Ansiedlung von Russen national geschwächten baltischen Staaten, wo sicherlich demnächst einmal die also dort wohlweislich angesiedelten Volksbrüder befreit werden müssen. In der Ukraine wird schon kräftig nach Salamitaktik besetzt und bekriegt. Und der Rest ist ohnehin halb abhängig und bleibt es nur solange, wie man noch für die wohlmeinendsten Menschen im Westen die kreideweiche Stimme des Schäfchens braucht - auch wenn das nicht so ganz zu dem Machotypen Putin passt.

Mit Doku: "Es begann mit einer Lüge"

hat uns WDR mit journalistisch aufklärerischer Glanzleistung informiert über die Wahrheit während NATO Bombardements in Jugoslawien. (ca. 20 Jahre später, leider) Keiner dieser Lügner ob aus Politik oder Medien hat wegen seiner unmoralischen Haltung je eine Konsequenz erfahren müssen. Niemand.

Insofern ist "die Überraschung", dass heute ein Außenminister aus NATO Land in Atmosphäre herrschenden Russlandsanktion wegen Vorschwindelns eines Treffes mit Putin zurück tritt.
Wird Holland zum Putinversteher?

Großrussland

Dass es viele politisch rechts gerichtete Menschen in Russland gibt, die die Ukraine wieder unter russischer Herrschaft sehen wollen, ist denke ich bekannt. Ob wirklich Putin dazu gehört, ist schwer zu sagen. Die Aussage des niederländischen Ministers deutet aber stark darauf hin.

Großrussische Sicht

Es wird oft spekuliert, wie einflussreich die politische Rechte in Putins Russland wirklich ist und wie weit "Großrussland"-Gedanken bis in höchste Machtkreise salonfähig sind. Ob das Putin-Zitat verbrieft ist, wüsste ich aber schon gerne.
Der Westen ist gut beraten, vorsichtig und distanziert mit der gegenwärtigen Machtelite in Russland zu bleiben.

Ergänzung

Der ehemalige Kollege von Zijlstra, van der Veer, der mit Putin zusammen war, hat das Gespräch mit Zijlstra bestätigt, aber zu Protokoll gegeben, dass Putin "Grossrussland" in einem anderen, historischen Kontext gebraucht habe. Und er verwahrte sich dagegen, dass Putins Äusserungen "in einem aggressiven Sinne gedeutet" werden sollten.

(De Volkskrant)

Gutes Angebot?

Hat der ehemalige Herr Minister vielleicht ein gutes Angebot aus der Wirtschaft? Dann wäre das doch ein eleganter Abgabg, oder? Und so ein bißchen Hetze gegen Russland ist doch immer gern gesehen.

nunja

überrascht?
mich wundert nichts mehr,
der wahrheitsgehalt der nachrichten über putin und russland in den medien und aussagen von politikern tendiert bei mir spätestens seit dem maidan berichten,gegen null.

Erklärt mal jemand die Logik?

"Zugleich hielt er daran fest, dass er Putins Worte im Großen und Ganzen richtig wiedergegeben habe."
Wenn im "Großen und Ganzen" alles stimmt, warum tritt dann ein Außenminister zurück?
Ich vermute eher, daß ein Wink aus Moskau kam, daß man soclch einen Lügenbold dort nicht sehen möchte. Wäre für alle Seiten auch zu peinlich, wenn der Minister bei der Ankunft in Moskau den nächsten Flieger zurück hätte nehmen müssen.
Allerdings passt das zu den gegenwärtigen Problemen, die die NL mit Russland haben. Hat nicht erst im Dez. der Sicherheitsrat der NL entschieden, den Abschlußbericht zu MH17, TROTZ Gerichtsurteil nicht an Journalisten herauszugeben? Im Gegentei! Auf Drängen von Poroschenko(!) wurde die Frist der Veröffentlichunh erneut verschoben, auf den August.
Mein Spruch für solche Fälle: Sich selbst eine Grube gegraben, und plötzlich nicht wissen, wie man wieder herauskommt!

Der hat es doch nur gut gemeint

Gebt ihm den Friedensnobelpreis. Obama hat doch auch Einen und hat in seiner Amtszeit nicht einen Tag Frieden gehabt. Und wir sind uns doch alle einig. Russland muss weg. Da ist doch jedes Mittel recht. Auch mal ne kleine Notlüge.

@ 19:26 von Autograf

>> Er bedroht die ohnehin in der Besatzungszeit durch Ansiedlung von Russen national geschwächten baltischen Staaten ... >>
///
Ich nehme an, sie sind kein Historiker. Ansonsten würden sie vielleicht die Dinge die sie hier behaupten mit irgendwelchen Quellen belegen. Können sie aber nicht selbst wenn sie es wollten. Russland hat drei Militärbasen in fremden Staaten. Die USA haben 140 !
Russland hat - wie übrigends auch der Iran - niemals andere Staaten überfallen. Die USA haben alleine in 2016 sechs Staaten bombardiert.

einfach mal informieren bevor man so einen Kommentar raushaut.

@Großrussische Sicht 19:40 von Juri Gerasimenko

"Ob das Putin-Zitat verbrieft ist, wüsste ich aber schon gerne."

Da ich bekanntlich ein Putin-Kritiker bin,
ihn dessenungeachtet als wesentlich fähiger als seinen amerikanischen 'Kollegen' erachte,
hier meine Analyse:
Das Zitat ist deutlich fehlinterpretiert.
Putin meinte es eher im historischen Sinn mit dem 'Grossrusslandbegriff'.
Allerdings tendiert er deutlich, siehe auch die Krim-Annexion, zu einer Sichtweise die Solschenizyn entspricht
https://ru.glosbe.com/de/ru/Gro%C3%9Frussland
In diesem Zusammenhang gilt die Krim sowie Teile der Ukraine (!) und Weissrusslands als 'russisches Kernland'.

Das Verhalten der VVD in NL ist deswegen auch unglaubwürdig,
weil diese 'Populistenpartei' durchaus enge Beziehungen zu RU pflegt.
Putin ist ja bekanntlich ein Freund diverser Rechtspopulisten in der EU.

Schön, dass der Mann es

Schön, dass der Mann es selber einsieht, dass er dumm gehandelt hat. Wenn er jetzt auch noch zugeben würde, dass er sich die angebliche Putin-Aussage aus den Fingern gesogen hat, statt neuerlich eine äusserst unwahrscheinliche Geschichte aufzutischen, wärs noch schöner.

@ Deutsch-Ukrainer (19:32)

Lesen Sie einfach meinen Kommentar zu dem wirklichen Skandal und Sie werden verstehen, daß es keinesfalls um die Belanglosigkeit von geborgten Wörtern geht.

Sonst kann ich mir nur schwerlich vorstellen, daß die Russische Föderation die Ukraine unter ihre Herrschaft zu nehmen gewillt ist. Die Russen haben ja noch nicht einmal den Donbass genommen. Denn aus eigenen Erfahrungen weiß ich, daß es in der abgewirtschafteten Ukraine außer Probleme und Korruption nichts zu holen gibt.

Großrussland

... erinnert mich an die Annexion der Halbinsel Krim nach einer geschickt fingierten Abstimmung und russischer Militärpräsenz.

Und unsere

Medien haben es jahrelang als Fakt hingestellt und Kommentare die es hinterfragten einfach gelöscht.

Expansives Verhalten

Die baltischen Staaten waren einst gegen ihren Willen Teil der Sowjetunion und haben sich nach deren Auflösung aus freiem Willen für die NATO und die EU entschieden. Wenn es in Russland nationalistische Bestrebungen gäbe, den Machtbereich Russlands wieder auf das Baltikum auszudehnen, sollte der Westen da sehr vorsichtig und verteidigungsbereit sein.

@SvetIana

Ich bin mir sicher, dass Sorros und andere Mitglieder der westlichen Finanz- und Politelite ein "zerteiltes Russland" anstreben. Russland sollte vorsichtig sein.

Und so sieht es die andere Seite.

Darstellung: