Ihre Meinung zu: Ex-Mitarbeiterin erhebt Nötigungsvorwürfe gegen Oxfam

13. Februar 2018 - 14:19 Uhr

Die frühere Oxfam-Managerin Helen Evans erhebt schwere Vorwürfe gegen die Hilfsorganisation: Mitarbeiter sollen Frauen in Notlagen zum Sex gegen Hilfsgüter gezwungen haben - ohne interne Konsequenzen.

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Ich schreibs mal hier rein

Russisches Verteidigungsministerium: Al-Nusra und Weißhelme planen Chemiewaffen-Provokation in Idlib

Quelle: Reuters

Journalisten filmen eine zurückgelassene Al-Nusra Stellung
Das russische Verteidigungsministerium hat bekannt gegeben, dass es im Besitz von Informationen ist, wonach die Al-Nusra-Front in Zusammenarbeit mit den Weißhelmen Chlorbehälter in ein Dorf in der Provinz Idlib gebracht hat. Ziel sei es, dort zeitnah "eine Provokation" zu inszenieren.
Bewohner des Dorfes Serakab in der Provinz Idlib sollen sich an das Russische Zentrum für Versöhnung gewandt und über die geplante Provokation berichtet haben.

Laut Aussagen der Dorfbewohner brachten am Nachmittag des 12. Februar Mitglieder der Terrororganisation Dschabhat Al-Nusra drei Autos mit mehr als 20 Chlorbehältern und persönlicher Schutzausrüstung nach Serakab.

Wir werden das in allen Netzwerken weiterverbreiten.

Neben den vielen

Vorkommnissen der letzten Jahre bei solchen Vereinen die immer Laut Ihre Stimme erheben und mit dem Finger auf andere zeigen, ist das hier ein weiter Grund für viele sich mit Spenden zurückzuhalten.

Gruß

Für den, der wirklich helfen will, ist es immer schwer

die Organisationen ausfindig zu machen, bei denen am wenigsten Geld in die Verwaltung fließt und / oder vor Ort sinnentleert versickert.

Besonders schlimm an dem Fall ist, dass die Notlage nach einer Naturkatastrophe dazu benutzt wurde, Frauen weiter auzunützen. Mit Spendengeldern von Menschen, die eigentlich Gutes tun wollten.

Bei so viel Zynismus der Organisation, will auch ich nicht zimperlich sein. Und frage: erinnert mich diese Vizepräsidentin vom Typus nicht an die weißen Frauen, die nach Afrika reisen um sich dort, mit dicker Brieftasche, einen Einheimischen zu "gönnen"?

Denn wäre dem so - würde besser verständlich werden, wieso ihr als Chefin da das Problembewußtserin völlig fehlte. Denn Hinweise für solxhe Praktiken soll es
ja gegeben haben.

Eine Schande, wie Menschen die Hilfsbereitschaft anderer ausnutzen, um sich selber ein besseres Leben zu finanzieren.

Fundamental falsch

Eine Organisation wie Oxfam braucht einen klaren, eindeutigen Kodex, wie sich ihre Mitarbeiter in den Einsatzländern verhalten dürfen und wie nicht. Das muss transparent sein und bei Verstößen müssen harte Konsequenzen gezogen werden.

Denn eines ist doch klar: Wenn ich mit Hilfe (Nahrung, medizinische Versorgung usw.) da auftauche, habe ich Macht. Ich kann Hilfe gewähren oder verweigern; viele werden versuchen, etwas von mir zu bekommen, manche werden auch Angebote machen, die an Bestechung grenzen. Und ich kann Gegenleistungen verlangen, weil die Hilfsbedürftigen keine Wahl haben - eben das ist Macht. Wenn diese Situation innerhalb der Organisation Oxfam nicht als ein zentrales Problem gesehen wurde, ist das so fundamental falsch, dass mich nicht wundert, dass das Gerede von "Einzelfällen" die konsequente, und genauso falsche, Reaktion ist.

Ob andere Organisationen

auch betroffen sind?
Das hier dürfte doch nur die Spitze des Eisberges sein.

Tja, die lieben, gesponserten Gutmenschen.

Es menschelt an allen Ecken, wo Wasser gepredigt aber Wein gesoffen wird.
Es ist halt auch nur eine Industrie wie jede andere.

Oje!

Die ewigen Linksaußenverteidiger dieser Organisationen kommen jetzt aber ganz schön übel in Erklärungsnot.

und dann gibt es da noch eine madonna-gleiche frau

die sich in afrika ihre kinder kauft. gutmenschen tun halt nicht immer gutes. das hat ja sogar der Herr Bono erfahren müssen. mit bill clinton auf dem foto, darüber aber vergessen, seine steuern zu zahlen

Vertrauen und Glaubwürdigkeit

Vertrauen und Glaubwürdigkeit ist das Kapital mit dem Hilfsorganisationen Spender zum spenden bringen.
Um diesen Ruf aufrecht zu erhalten gehen sie über 'Leichen'.

Wie wäre es mal mit einer

Wie wäre es mal mit einer Nachricht über die #metoo Anführerin Christina Garcia, die nun gerade wegen sexueller Übergriffe in Bedrängnis gerät? Nö ... das ist ja eine Feministin die was böses getan haben könnte, das passt nicht. Nur Männer können Böses tun.

https://youtu.be/ARud0BAgVUI

https://www.cbsnews.com/news/california-assemblywoman-
cristina-garcia-accused-of-groping-daniel-fierro/

@S1, 14:46

Es ist halt auch nur eine Industrie wie jede andere.

Wenn das Ihre Meinung über Menschen ist, die anderen helfen, ist die Sache doch ganz einfach: weigern Sie sich, Kunde dieser Industrie zu werden. Wenn Sie dann Hilfe brauchen, bekommen Sie eben keine. Dafür können Sie das schöne Gefühl genießen, im Recht zu sein.

Die können zu machen

"... wird es immer eine Minderheit geben, die dieses Vertrauen für ihren persönlichen Vorteil missbraucht" ?

Also bitte! Das passierte doch alles vor den Augen vieler. Kann mir doch keiner erzählen, dass da nicht eine ganze Menge Leute alle Augen zugedrückt haben.

Was wollen die sich jetzt noch groß rechtfertigen? Wer wird denen denn jetzt noch Geld spenden wollen, bei der reichhaltigen Auswahl an Hilfsorganisationen? Ein Sex-Skandal bleibt an einem kleben bis in alle Ewigkeit.

@Pflasterstein, 15:01

Wie wäre es mal mit einer Nachricht über die #metoo Anführerin Christina Garcia, die nun gerade wegen sexueller Übergriffe in Bedrängnis gerät? Nö ... das ist ja eine Feministin die was böses getan haben könnte, das passt nicht. Nur Männer können Böses tun.

Nachdem letzte Woche der Lenker eines Fahrzeugs mit Münchner Kennzeichen in meiner Kleinstadt einen Auffahrunfall verursachte, und in der Tagesschau davon nichts berichtet wurde, könnte ich ja auch behaupten "Tagesschau berichtet nichts Nachteiliges über Münchner".
Die von ihnen implizierte Unterstellung, über Frauen, die "was böses getan haben", werde nicht berichtet, entbehrt jeder Grundlage.

@ Joes daily World

"Besonders schlimm an dem Fall ist, dass die Notlage nach einer Naturkatastrophe dazu benutzt wurde, Frauen weiter auzunützen. Mit Spendengeldern von Menschen, die eigentlich Gutes tun wollten." Am 13. Februar 2018 um 14:34 von Joes daily World

Ich drücke es drastisch aus:
Die Spender haben die Täter für Nötigungen und Vergewaltigungen bezahlt.

Da dreht sich jedem der Magen um.

@ S1

"Oje! Die ewigen Linksaußenverteidiger dieser Organisationen kommen jetzt aber ganz schön übel in Erklärungsnot."

Natürlich ist hier ein klarer Verstoss gegen die eigenen Grundsätze erfolgt. Das kann aber nicht als Anlass dafür herhalten sich von diesen Grundsätzen abzuwenden und keine Hilfe mehr an die Ärmsten dieser Welt zu leisten und auf dessen Schicksale aufmerksam zu machen.
Die neo-liberale Weltordnung ist bestimmt keine Alternative, in der die Ausbeutung der Ärmsten in Form von Sex oder sonstiger Sklavenarbeit zum Hungerlohn als kapitalistische Tugend erhoben wird.

Generalisieren hilft nicht

Ja, auch Buddhisten sind nicht nur friedlich. Ja, auch Scheinheilige gibt es an allen Orten.
Ja, auch Oxfam Mitarbeiter sind nicht nur gut.
Aber: in der Regel sind Buddhisten friedlich, die Scheinheiligen nicht in der Überzahl und Oxfam macht eine notwendige und prima Arbeit.
Wer schwarze Schafe verallgemeinert, sollte sich fragen, wofür es sich dann noch lohnt einzutreten.
Ich vermute, die mediale Lust am Fehler finden + die "haben wir doch schon immer gewusst" Kommentare helfen den Mutigen wenig. Transparenz und weitermachen helfen.

Man sieht

das es auch in Institutionen wie Oxfam Leute gibt, die keinen Anstand und keinen Charakter haben.
Solche Personen sollten umgehend von ihren Posten entfernt werden.
Es geht nicht an, das Hilfsbedürftige für Medizin, Nahrund, Zelte usw. die Gelüste von Oxfam-Mitarbeitern befriedigen müßen.
Ich werde nach diesen Vorfällen keinen Cent an diese Organisation spenden.
Sie sind nicht vertrauenswürdig für mich.

@Pflasterstein, 15:01

„Nur Männer können Böses tun.“

Schauen Sie sich doch bitte die Zahlen an. Auch unter Berücksichtigung von Dunkelfeldern ist die absolute Mehrzahl der Täter bei sexuellen Übergriffen männlich, während mehr Mädchen und Frauen Opfer solcher Taten werden.

Das ist auch in diesem Fall der Anschein. Dass noch dazu eine Hilfsorganisation das Umfeld dieser Taten ist, erklärt den Nachrichtenwert - im Gegensatz zu Vorwürfen gegen eine eher unbedeutende Einzelperson.

Wo ist Ihr Problem? Der Kern der Problematik ist im Artikel schon getroffen, zumindest besser als in Ihrem Verweis auf etwas, das in meinen Augen ein Nebengleis ist.

@ Pflasterstein

"Wie wäre es mal mit einer Nachricht über die #metoo Anführerin Christina Garcia, die nun gerade wegen sexueller Übergriffe in Bedrängnis gerät? Nö ... das ist ja eine Feministin die was böses getan haben könnte, das passt nicht. Nur Männer können Böses tun."

Wie du selber schon schreibst handelt es sich hier lediglich um eine Anschuldigung die noch nicht bewiesen ist - ander als der Vorgang bei Oxfam.
Allerdings sehe ich diese metoo Geschichte und ähnliche Skandalschleudern ebenso als fehlgeleiteten Pranger. Die gute Frau merkt nun am eigenen Leib wie vernichtend allein die öffentliche bezichtigung schon sein kann.

Oxfam

Jeder Mitarbeiter, der das getan haben soll, muss nach Beweisen eine harte Strafe bekommen, wegen: Nötigung, Erpressung und Vergewaltigung.
Aber eine wirklich harte Strafe, mal sehen ob es dann wieder mal Nachahmer geben wird. Ungestraft sollte auf jedenfall niemand davon kommen.

Über Zynismus weit hinaus

Betroffen sexuelle Übergriffe, jeder Lebensbereich. Familie, Öffentlicher Raum, Feste, Kirche, Schulen und Betreuungseinrichtungen, Firmen, Vereine, Parteien, Militär, NGOs, jede Betreuungs-, jede Untergebenen-, jeder Schutzbedürftigensituation impliziert mögliche sexuelle Übergriffe plus Verleumdungen in diese Richtung. Über Zynismus, jetzt hats auch "die" erwischt, ist die Menschheit weit hinaus. Wenn, wie in so vielen berichteten Fällen, der Mensch nicht mehr in der Lage ist, die Empathie aufbringt, Not und Mißbrauch einzuordnen, und moralische Maßstäbe anzuwenden, sieht es zappenduster aus. Die Mehrheit der Menschheit ist dazu in der Lage, es stellt sich dann die Frage, ob der idR "erfolgreiche" narzisstische Macher. wirklich ein Erfolgsmodell ist. Die Mehrheit der Oxfam-Mitarbeiter reicht die helfende Hand, und nötigt keine Hilfsbedürftige. Da diese Taten meist unbeobachtet stattfinden, helfen selten Justiz, sondern eher Erziehung, die heute weitgehend outgesourct wird.

14:54 von S1

Oje!

Die ewigen Linksaußenverteidiger dieser Organisationen kommen jetzt aber ganz schön übel in Erklärungsnot.
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Das wird auch in nichtlinken Oraganisationen und Verwaltungen Probleme bringen, mit der jahrzehntelangen Allmacht der Stellenpläne.

Was ist daran eigentlich neu und wie sieht die

Sache aus der anderen Sicht aus? Wieviele Frauen haben sich nach dem Krieg mit Soldaten der Siegermächte eingelassen? Das Hemd ist einem näher als die Hose. Ach so, ich Dummkopf, das war ja Liebe.

@16:00 von frosthorn

"@S1, 14:46
Es ist halt auch nur eine Industrie wie jede andere.

Wenn das Ihre Meinung über Menschen ist, die anderen helfen, ist die Sache doch ganz einfach: weigern Sie sich, Kunde dieser Industrie zu werden. Wenn Sie dann Hilfe brauchen, bekommen Sie eben keine. Dafür können Sie das schöne Gefühl genießen, im Recht zu sein. "

Die Hilfsindustrie ist eben nur eine Indusrie wie andere, weil die Menschen dieselben sind. Die Hilfsromantik kann man sich sonstwohinstecken. Und man hat selbst das Recht auf Hilfe auch wenn man Unzulaenglichkeiten ausgesetzt ist.

Diese Gewaltdumpfbacken

die ihre männlichen, rechten Gewaltphantasien ausleben und dafür irgend welche Pseudo-Entschuldigungen finden, gibts eben überall - scheinbar auch hier im Forum ...

?

Was hat die frühere Oxfam-Managerin Helen Evans denn mit ihrem Wissen um diese Vorfälle in den letzten 3 Jahren getan?
Laut diesem Artikel ist sie doch schon seit 2015 nicht mehr in ihrem Job bei Oxfam.

@sinuhe251, 17:37

Herzlichen Dank für diesen Kommentar. Besser kann man's nicht ausdrücken.

das einzige was da schief gelaufen ist,

ist dass es raus kam...

Über den Fall Garcia muß ich

Über den Fall Garcia muß ich auch grinsen; der gehört aber nicht in den hier dargestellten Zusammenhang.
Dann schwadroniert noch jemand über „weiße Frauen mit dicker Brieftasche“ in Afrika – gehört hier auch nicht hin. Es ist ihr Geld, nicht das von Hilfsorganisationen, und oft genug verlieren diese Damen noch alles an sehr clevere Männer. Selber schuld, und hier ebenfalls nicht relevant.

Darf ich daran erinnern, daß es hier um Männer geht, die Spenden von gutwilligen Menschen mißbrauchen, um notleidende Frauen auszunutzen?
Das ist hier die Konstellation, keine andere. Nicht mal ein bißchen.

Was noch fehlt ist die Nennung des kulturellen Hintergrundes jener schuldigen Männer; diese Information würde nach meiner Erfahrung auch Augen öffnen.
Die relativierenden Beiträgen zu vieler Herren hier im Forum öffnen dagegen wiederum meine Augen.

Hilfsorganisationen ...

... IWF und Entwicklungshilfe - die Geißel der armen Länder.

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