Ihre Meinung zu: Dopingsperren aufgehoben: "Wir freuen uns sehr auf unsere Sportler"

1. Februar 2018 - 16:42 Uhr

Politiker in Moskau haben erleichtert reagiert, als der CAS die Sanktionen gegen russische Wintersportler aufgehoben hatte. Die Athleten könnten nun an den Spielen in Südkorea teilnehmen. Von Sabine Stöhr.

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Kommentare

es geht nur über individuelle schuldnachweise

es kann ja nicht sein,dass die us-sportler, aktuelle oder etwa die aus den 80ern und 90ern aus den berühmten doping-schmieden etwa Kaliforniens ihre "ehre" behalten, - aber die russen, denen individuel genausowenig nachgewiesen ist, die Buhmänner sein sollen.
DIE ALLEINIGEN

Danke Hrn. Seppelt für sein Engagement, auch für das,was er nachgewiesen hat(oder als naheliegend aufgezeigt hat)

Aber er darf nun auch nicht über das Ziel hinausschiessen.

Ich verstehe persönliche Frustration, vieles ist ja auch wirklich zum Haare raufen und kann als bewiesen angesehen werden.

Aber das Prinzip "keine Sippenhaft" und "Gleiches Recht für Alle" kann nicht einfach ausser Kraft gesetzt werden.

Das ist hart aber anders wäre es noch schreiender ungerecht und "politisch" völlig untragbar.

Man kann jetzt

nur hoffen das die Hexenjagt ihr Ende findet.
Es ist so wieso schleicherhaft das nur russische Sportler mit soviel Energie verfolgt wurde.
Wenn ich so an die Sommerspiele denke,kommen mir doch auch so meine Zweifel.
Vielleicht sollte man sich doch nicht nur auf auf einen "ZEUGEN"verlassen,sondern auf handfeste Beweise.

...was soll man sagen?...

Ich glaube nicht, dass der Kreml nicht gewusst hat vom staatsmässig organisiertem Doping. Das gab es auch in der DDR. Damit sollte die angebliche Überlegenheit des Sozialismus über den Imperialismus (oder Kapitalismus) gepriesen werden. Was man auch zu jeder Zeit wahrhaft auskostete. Es wurde immer gefeiert wie ein Sieg über das andere System. Dazu ist es auch jetzt noch ganz brauchbar... .
Aber die gesundheitlichen Schäden durch Anabolika etc. müssen leider die Menschen tragen, die dazu missbraucht worden sind... .

Medwedjew

"'Wir haben nie gezweifelt, dass unsere Sportler ihre Medaillen verdienten, die sie in Sotschi erworben hatten. Gut, dass ihre Sauberkeit bewiesen ist', sagte Medwedjew."

Das hat er wohl was missverstehen wollen. Der CAS erklärt nicht die Sauberkeit für erwiesen, sondern die Unsauberkeit für unerweislich. Ein 'Freispruch zweiter Klasse' also.

Ceterum censeo, dass das CAS-Urteil ein Schlag ins Gesicht der Doping-Bekämpfung ist.

Dopingsperre aufgehoben

Es gibt wohl nur eine Antwort: Den Fernseher auslassen.

Frau Stöhr sollte sich vorher informieren

"Die Athleten könnten nun an den Spielen in Südkorea teilnehmen."
Nein, Frau Stöhr vom WDR.
Alle Russen, somit auch die jetzt frei gesprochenen, stehen unter Sonderbehandlung des IOC.
Das bedeutet, nur vom IOC persönlich eingeladene Russen-Sportler dürfen in Südkorea an den Olympischen Spielen teilnehmen.
Das IOC kann also den nächsten Vogel abschießen, indem bestimmte Sportler aus Russland nicht eingeladen werden.
Trotz Freispruch vom Sportgericht CAS.
Und bitte, was soll schon wieder die Einbettung dieses unsägliche Russen-Dopingjägers Seppelt im Artikel.
Er hat einem Gericht und einem Gerichtsurteil öffentlich im Fernsehen massive Schelte erteilt.
Das widerspricht auf Gröbste uns sonst heiligen Rechtsgrundsätzen.

Ich frag mich immer wieder,

Ich frag mich immer wieder, ob Seppelt und die ARD die Dopingaffäre auch dermassen hoch gehängt hätten, wenn, sagen wir einmal Polen, oder Frankreich betroffen wäre.

Herr Seppelt hat sich mit

Herr Seppelt hat sich mit Wonne auf Russland gestürzt. Ich glaube, er hätte bei allen führenden Sportländern ähnliche Ergebnisse recherchiert. Das soll keine Herabwürdigung seiner Arbeit oder ein Gutheißen der russischen Aktivitäten sein. Es ist nur die Feststellung, dass die Recherchen einseitig gegen ein Land geführt wurden. Das hat ein Geschmäckle!

Es ging um die individuelle Schuld der Sportler

und dort konnten für die jetzt Freigesprochenen keine belastbaren Beweise für Doping vorgelegt werden. Wieso können sich dann Funktionäre, auch vom DOSB, diese Urteil als "Schlag ins Gesicht des sauberen Sports " bezeichnen ? Eine Verurteilung ohne Beweise wäre ein Schlag ins Gesicht der Rechtssprechung. Ich begrüße daher dieses Urteil. Doping muss bekämpft werden, jedoch nicht durch Sippenhaft.

Keine Pauschalverurteilungen mehr

Persönlich finde ich es sehr gut, dass man jetzt von Pauschalverurteilungen absieht. Strikte Kontrollen von Sportlern aller Nationen bei internationalen Wettkämpfen und Eindämmen der vielen Sonderregelungen (Einnahme ähnlicher Verbindungen aus medizinischen Gründen) sind nötig um Leistungssport (auch zum Anschauen) wieder attraktiver zu machen.

PS - verstehe nicht, dass der Beitrag nicht freigegeben wurde?! Daher noch ein Versuch zur (freien?) Meinungsäußerung.

18:17 Automatic

Es ging um individuelle Fälle......
sehe ich ganz genau so. Sippenhaft und kollektive Bestrafung ohne Beweise würde vor keinem Gericht Bestand haben. Also war es richtig so zu urteilen.

Nicht nachzuweisen.

Individuelles Doping war nicht nachzuweisen. Das ist nachvollziehbar, war doch genau das eines der wesentlichen Ziele des Systems. Man hat also seine Arbeit zur Zufriedenheit erledigt.
Das System als solches war jedoch nicht Bestandteil der Verhandlung und dieses ist auch, bis auf Russland selbst, unwidersprochen.
Meines Erachtens war bereits die Entscheidung zu Rio 2016 ein Skandal. Das IOC hat sich aus seiner Verantwortung herusgestohlen. Zu den Spielen 2018 hat man sich ebenfalls einer "weichen" Lösung entschieden, möglicherweise im Ergebnis einer bekannten Männerfreundschaft. Für mich ein weiterer Skandal.
Sollten also nun Sportler suspendierter NOKs mit auch nur im Ansatz zweifelhafter Vergangenheit eingeladen werden, kann man den olympischen Gedanken tatsächilch beerdigen.

Ein Dank nach Moskau

Solche Artikel, wie von Frau Stöhr ist man gar nicht mehr gewohnt. Danke Frau Stöhr.
Tatsachen, Fakten und das wars. Sie erspart uns den unsäglichen Herrn Hörmann, der, genau wie der gleichartige Herr Seppelt, ein geewaltiges Problem haben. Ein Problem mit der Rechtsstaatlichkeit.
Wer Gerichtsurteile nicht akzeptieren kann, hat eigentlich in Deutschland nichts auf verantwortlichen Posten verloren. Und das sage ich unabhängig davon, ob es hier um Russland, USA, oder Takatukaland, um Doping, Raub, oder den Knallerbsenstrauch geht.
Allerdings geht das nicht einmal allen Redaktionsmitarbeitern ein. Sonst hätte man dem Statement von Herrn Hörmann, das des Herr Tröger gegenüberstellen MÜSSEN. Denn nur das wäre Qualitätsjournalismus. (Oder ist einigen der Name Tröger nicht mehr geläufig?)
Und deshalb nur noch eine Meinung aus 15 Jahren Schöffentätigkeit. Was hier einige Journalisten und Sportfunktionäre dem Ruf des Rechtsstaats Deutschland angetan haben dürfte lange nachhallen!

Ein lautes NEIN

18:03 von pnyx
"Ich frag mich immer wieder, ob Seppelt und die ARD die Dopingaffäre auch dermassen hoch gehängt hätten, wenn, sagen wir einmal Polen, oder Frankreich betroffen wäre."
Der Gegenbeweis ist doch durch Herrn Seppelt und die ARD längst öffentlich erbracht.
Oder kennt jemand noch den "Dopingskandal" in der engl. Premier League? Die Nutzer der Dopingmittel im kenianischen Höhentrainigslager? Den Verbleib der brit. Dopingkontrolleure, die Termine verkauft haben? Die neuesten Dopingfälle im brit und austr. Radsport? und und und. (merkt jemand was? Die Briten sind fast überall dabei! Beim Doping UND in den Spitzen von Verbänden und WADA!)
Werte Redaktion, alle bei Ihnen im Archiv durch 'faktenfinder' nachprüfbar.
Das die Antwort auf Ihre Frage.

Doch keine Sippenhaft

Da ist der Westen mit seinen Pauschalbeschuldigungen wohl doch nicht durchgekommen?
War schon interessant, da kommt einer aus Russland - der das Land sicherlich aus Grund verlassen hat - und beschuldigt Russland des Dopings. Ohne jegliche belastbare Beweise.

Sofort reagiert das IOC (das vorrangig von den Geldern der westlichen Geldgeber lebt) und kommt dem Wunsch nach Sippenhaft nach.
Gleich ob schuldig oder nicht.

Man stelle sich dies in einem Rechtsstaat vor!

Übrigens hat Wissenschaftler Simon Krivec von der Universität Hamburg einiges über das Staatsdoping in der Bundesrepublik gesammelt - sehr aufschlussreich!

das ZDF hat's am besten gesagt

Heute Abend in den Heute-Nachrichten betreffs dieses Themas kam die beste Zusammenfassung im Schlußsatz (sinngemäß): "Mit den Sperren gegen Russland ohne stichhaltige Bewiese war es ein Schlag ins Wasser."
Dem ist nichts hinzuzufügen...

Super, alles ist sich

Super, alles ist sich meglich, wenn russisches Funktionär ist sich mit von Partie und was ist schon so a bisserl Doping, macht sich doch jeder. Nastrovje

Dopingsperren aufgehoben:"Wir freuen uns auf unsere...

Nach dem Urteil des CAS fällt irgendwie auf:Die Akteure,die Journalisten und Medien zeigen sich wenig selbstkritisch.Auch dann nicht,wenn sie mit ihren Aktivitäten zum beträchtlichen Teil scheitern,wie in diesem Falle.

Die Frage ist:Was kommt als nächstes ?

Seppelt eine Schande für den Sport!

Wenn Seppelt den Präsidenten Putin in Verbindung mit den gedopten russischen Sportlern bringt, dann soll er auch Angela Merkel als Drahtzieherin im Dopingskandal um Jan Ullrich beschuldigen. Warum nicht?
Der Mann soll sich schämen und in der Zukunft lieber sein Mund halten, denn er ist weder kompetent noch geneigt fair zu urteilen.

Am 01. Februar 2018 um 20:23 von Sachse64

"Heute Abend in den Heute-Nachrichten betreffs dieses Themas kam die beste Zusammenfassung im Schlußsatz (sinngemäß): "Mit den Sperren gegen Russland ohne stichhaltige Bewiese war es ein Schlag ins Wasser.""

Seit wann braucht man Beweise, wenn Russland der Beschuldigte ist? Oder sollte wieder Recht und Gesetz zum Vorschein kommen? Es wäre ein guter Anfang.

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