Ihre Meinung zu: Israel kritisiert Polens Gesetz zu NS-Lager

28. Januar 2018 - 4:46 Uhr

Bis zu drei Jahre Haft drohen dem, der in Polen für NS-Konzentrationslager den historisch falschen Begriff "polnische Todeslager" benutzt. Aus Israel kommt heftige Kritik an dem Gesetz.

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Kommentare

Muss man das Aufheben darum

Muss man das Aufheben darum verstehen?

Wird doch zugegeben das die genannte Bezeichnung “polnische Todeslager“ historisch verfälscht ist und niemand verbietet es die KZs KZ zu nennen.

Es steht außer Frage, daß der

Es steht außer Frage, daß der Holocaust von Deutschland initiiert wurde. Das ist und bleibt historische Verantwortung.
Gleichwohl ist auch Fakt, daß in den von D besetzten Gebieten teilweise der Judenverfolgung zugestimmt wurde. Man denke alleine schon an die vielen "Hilfswilligen" - unter dem Begriff z.B. kann man üble Dinge nachlesen.
Klar gab es wohl viele Gegner des Reiches, aber nicht einmal das das muss unbedingt im Widerspruch zu Judenhass stehen.
Folglich muss sich jedes Land mit dem Thema auseinander setzen und darf es nicht als rein-deutsch wegschieben. Darum geht es Israel, und dabei haben sie völlig recht!

Polnische Konzentrationslager

Was passiert ist, ist schlimm. Es wäre wahrscheinlich besser, von nationalsozialistischen Konzentrationslagern zu sprechen. Denn das Aufflammen von rechten Parteien und Fremdenhass in Deutschland, eher noch zurückhaltend jedoch in anderen Staaten ganz offen, ist zu beobachten. Wir befinden uns in Europa und es gab damals nicht dieses Europa und es war auch nicht dieses Deutschland oder dieses Polen.

@von EU- Schreck

Die Helfer der SS Wachmannschaften waren keinesfalls die Polen , auch wenn man Vorbehalte der katholischen Polen gegenueber ihren juedischen Mitbuergern nicht verschweigen darf. Die Helfer der SS in Konzentratiosnlagern waren Ukrainer und Balten.Von deutscher Seite sollte man sehr vorsichtig sein die Polen hier zu kritisieren. Das Gleiche gilt auch fuer innerpolnische Angelegenheiten welche das Justizstystem angehen. Nicht das die Polen noch wesentlich mehr E ntschaedigungen (dieses berechtigt ) aufgrund der enormen Kriegsschaeden einfordern sollten. Man darf sich gjerne in Polen umschauen mit welchem Einsatz die Polen ihr Land modernisieren. Das die Polen mittlerweile die besseren und mehr motivierten Arbeitskraefte sind im Vergleich zu Deutschen ist wohl auch bekannt. Es waren die Polen die als erstes sichgegen den Kommunismus erhoben haben. Das oeffentliche deutsche Fernsehen sollte mehr ueber den Widerstand der Polen gegen die Nazischergen berichten.

Schuld oder nicht?

Judenverfolgung gab es bereits im Mittelalter (siehe Kreuzzüge, etc.). Ebenso waren Genozide nichts Neues vor Anbruch des Dritten Reichs. Beides wurde jedoch vom Nazi-Regime in abscheulich perfider Weise perfektioniert und quasi automatisiert und Millionen von Menschen unter den Augen der Welt getötet. Wie richtig bemerkt, tragen dafür einzig und allein die Nazi-Planer und -Täter die Schuld. Allerdings sei auch der Kommentar erlaubt, dass ohne die Mitläufer und willigen Helfershelfer sowie in Polen, als auch in Holland oder Frankreich oder anderen Ländern, vielen ihrer jüdischen Mitbürger dieses schreckliche Schicksal erspart geblieben worden wäre. Ebenso trifft die Schuld auch jene, die stillgehalten, geschwiegen, geleugnet haben; ihre Augen verschlossen haben vor dem, was so offen vor ihnen lag. Bereits 1940 waren Berichte an die Weltöffentlichkeit gelangt.

Ordnung/Korrektheit muß sein

die KZ´s wurden von der deutschen Besatzungsmacht gebaut
Wie "kritisch" die polnische Bevölkerung jetzt zur Judenverfolgung stand
also das ist jetzt ne ganz andere Sache

Historisch falsch?

Auschwitz gehörte der IG Farben, nicht der NSDAP.
Darf es trotzdem NS-Lager genannt werden, obwohl das Geschichtsfälschung ist?

Bei dem Gesetz geht es nicht um Wahrheit, sondern darum Polens blutige Weste weiß anzumalen.

JEDES Verbrechen, JEDES Vergehen?

"Jedes Verbrechen, jedes Vergehen muss verurteilt werden", sagt Rivlin, aber meint: Jedes Verbrechen, jedes Vergehen von Goyim gegen Juden muss verurteilt werden.

Die Verbrechen der Nationalsozialisten gegen Sinti und Roma und Kommunisten sind Israel leider völlig egal.

KZ

Vielleicht wollen sich die Polen rein waschen von den Morden nach dem Krieg. In Hunderten Lagern wurden vor allem deutsche Zivilisten nach dem Krieg ermordet. Wer daran erinnert wird jetzt eingesperrt.

Es gab auch unter den

Es gab auch unter den deutschen, polnischen, ukrainischen, ungarischen etc. Juden Menschen die bereitwillig geholfen haben ihre Mitmenschen zu denunzieren, Verstecke zu verraten. Der wichtige Fakt in dieser Diskussion ist wer diese Vernichtungslager geschaffen hat. Und das war nicht die polnische Bevölkerung. Androhung von drei Jahren Haft ist ziemlich hart meiner Meinung nach, sinngemäß aber richtig.

Die Frage ist doch, muss ich

Die Frage ist doch, muss ich für eine inkorrektheit bis zu drei Jahre ins Gefängnis? Und das ist etwas was durchaus zu berichten und auch mit Besorgnis zu betrachten ist.

wenn die meinen....

Hat die Türkei nicht auch ein Problem damit, sich bezüglich Armenien verantwortlich zu fühlen? Schon dass Polen so ein Gesetz rausgebracht hat sagt für sich schon alles...!

Ordnung/Korrektheit muss sein? Nur wenn es Polen passt!

Polen biegt sich seine Geschichte zurecht wie es der rechtskonservativen Regierung gefällt.
Nicht umsonst gibt es den Straftatbestand der "Beleidigung der polnischen Nation".
Ein Land das so unter Minderwertigkeitskomplexen leidet weil es in seiner Geschichte großteils nie souverän war muss eben auf Geschichtsverfälschung zurückgreifen um sich seine eigene Größe zu schaffen.

Da wird der große DEUTSCHE Astronom Kopernikus ( und die Familie war deutsch) in polinischen Schulbüchern gerne zu einem der größten Polen der Geschichte gemacht, dies ist sogar Bestandteil staatlicher Politik. Da spielt der "historische falsche Begriff" "Pole" plötzlich gar keine Rolle mehr.
Denn nur weil Preußen, in dem Kopernikus lebte und starb, heute Teile polnischen Gebietes sind, wird Kopernikus nicht zu einem Polen.
Aber das ist natürlich was gaaaanz anderes......

Nur so lange das so ist sind es POLNISCHE Todeslager weil die Todeslager in POLEN lagen. Punkt!

"wenn die meinen....Hat die

"wenn die meinen....Hat die Türkei nicht auch ein Problem damit, sich bezüglich Armenien verantwortlich zu fühlen? Schon dass Polen so ein Gesetz rausgebracht hat sagt für sich schon alles...!" 07:54 von brillenschlumpf

Wir haben eindeutig die Verantwortung für das Geschehen des unfassbaren Völkermordes durch die Nazis zu übernehmen.
Das auch die Türkei "Probleme" bezüglich Armenien hat, steht auf einem anderen Blatt. Gleiches trifft für den ersten Völkermord im 20 Jhrd. zu.
Christopher Clark umbeschreibt ihn in "Die Schlafwandler" S.208 als "hässlichen Krieg" der USA, der bis zu 1.8 Mio Zivilisten auf den Philippinen das Leben kostete.

Nicht ganz korrekt!

Die Wertung, das die Bezeichnung historisch falsch ist, kommt von Yad Vashem, NICHT aus der Politik. Genau wie die Wertung, der Überfall auf die UdSSR wäre per se KEIN Verbrechen, sondern müsse am Einzelfall juristisch bewertet werden. So die Bundesregierung SCHRIFTLICH! (Wo auch hier das Statut von Nürnberg anderes aussagt. Will man das AUCH korrigieren?)
Allerdings möchte ich hier die ARD positiv hervorheben, daß sie den unsäglichen Ausdruck von Gauck (als BP in Auschwitz) nicht wiederholt, dieses wäre von ukrainischen Soldaten befreit worden, um nicht Rote Armee, oder sogar sowjetische Soldaten sagen zu müssen. Habe mich damals für (ganz?) Deutschland geschämt.
(Der Begriff Ukrainische Front ist NICHT identisch mit ukrainische Soldaten, sondern nur Begriff für eine militärische Formation. Hat er damals schon nicht verstanden, wie übrigens die damalige TS-Redaktion auch nicht.)

Natürlich ist "polnische Todeslager"...

...sowohl historisch als auch rein intuitiv falsch, keine Frage.

Mich Irritieren allerdings zwei Dinge:
Warum muss man eng an diese Begrifflichkeit eine Diskussion über polnische Hilfswillige bzw. über den sicherlich auch in Polen gut abgehangenen Judenhass führen? Andererseits, warum muss man dies in Polen mit Strafe bewehren?

Zum einen scheint mir dies einer dieser immerwährenden Versuche ewig Gestriger zu sein, die abscheulichen Verbrechen des NS zu relativieren, zum anderen scheint es unklug, wenn der polnische Staat statt mit Aufklärung und Information mit Kanonen auf Spatzen schießt.

Ohne den Polen zu nahe treten zu wollen, ist dieses Thema gut zur unaufgeregten Aufarbeitung geeignet. Und den Relativierern hier in D rate ich, nicht ständig bar der Realitäten Schuld ver- oder aufteilen zu wollen. Dass es auch polnische Mittäter gab, steht sicher außer Zweifel, genauso wie es keine Zweifel geben kann, dass Polen Opfer war und nicht Täter.

Wer hat denn polnische

Wer hat denn polnische Todeslager gesagt? Auschwitz war ein Arbeitslager und Birkenau ein Vernichtungslager.
MfG

Ein "Maulkorb" kann doch

Ein "Maulkorb" kann doch nicht ungeschehen machen, daß die Lager unter polnischer Regie weiterbetrieben wurden - allerdings mit deutschen Häftlingen, von denen viele ihr Leben lassen mußten. Ähnliches passierte in der Tschechei und anderswo. Millionen Soldaten wurden als Kriegsgefangene noch viele Jahre festgehalten und zu Tode gebracht. Dies wird kaum jemals thematisiert, um die guten nachbarschaftlichen Beziehungen nicht zu stören. In umgekehrter Richtung darf es aber mit den Vorwürfen ständig weitergehen, denn es lohnt sich allemal. Die Vernichtung von Nationen oder Völkern ist keine moderne Erscheinung, wie bereits im Alten Testament nachzulesen ist und sich durch die gesamte Weltgeschichte hinzieht. Der Holocaust war und ist auch nicht die letzte Katastrophe, Stalin, Pol Pot und der von vielen 68er Jüngern angebetete Mao wären auch zu nennen. Die rasante Zunahme der Weltbevölkerung wird auch zu schlimmen Verteilungskämpfen mit entsprechenden Opferzahlen führen.

Israel kritisiert Polens Gesetz zu NS-Lager

Was soll jetzt diese Wortklauberei?
Keiner bestreitet den Holocaust.
Wer jetzt mehr oder weniger Schuld und wer dabei geholfen hat, ist doch vollkommen unerheblich.

Woher dieses Wissen, Shuusui?

Woher diese Ente stammt, Auschwitz "gehörte" IG-Farben", muß jeder mit sich ausmachen. Als Oberhavelländer sollte ich aber wissen, daß sich die Verwaltung ALER DEUTSCHEN KZ in Oranienburg befand, und der SS, NICHT der NSDAP, unterstand. (Sitzt heute übrigens das Finanzamt drin.) Die Häftlinge wurden, gegen Geld selbstverständlich, an die Konzerne in Firmen "ausgeliehen"
Für mich unverständlich, woher so viel Unwissenheit.

schon seltsam das ausgerechnet

hier in Deutschland zu diskutieren. Gäbe es ein Wort wie Antipolneismus könnten sich die Polen auch wie Israel ständig darauf berufen.

Ohne den Überfall auf Polen bei dem die Polnischen Streitkräfte 70'000 Tote, 130'000 Verwundete sowie 700'000 Gefangene zu beklagen hatten und 20'000 Zivilisten ums Leben kamen, hätte es die Lager dort nie geben können. Natürlich gab es überall solche die auf den Nazizug aufgesprungen sind wie es auch in Deutschland solche gab die die Hand nicht zum Hitlergruss ausgestreckt haben. Aber auf beiden Seiten war das eine Minderheit.

Die Wahrheit ist manchmal schwer.

Andere Länder haben weniger Problemen mit ihrer Geschichte. Da wird über die Kollaboration im Zweiten Weltkrieg offen berichtet. So leider nicht in Polen. Drei Jahre Gefängnis.....

Man sollte hier auch

Man sollte hier auch erwähnen, dass die Türkei damals tausenden juden das leben rettete indem man Ihnen türkische Pässe ausgestellt hat. Die verfolgten Juden waren plötzlich nicht mehr David oder Salmonon sondern Mehmet oder Ahmet. Die Nazis mussten das zähneknirschend hinnehmen und ließen sie weiter. Sogar Ernst Reuter hat in der Türkei Zuflucht gefunden und kam nach dem Krieg zurück nach Berlin und wurde zum Bürgermeister gewählt.

@Shuusui

Was Sinti und Roma angeht ist es bedauerlich, dass das Andenken an ihre Opfer ein Nischendasein fristet. Den getöteten Kommunisten wurde im ehem. Ostblock exzessiv gedacht. Goyim hin, Goyim her: Israel ist das Land mit jüdischer Bevölkerungsmehrheit und Holocaust-Opfern in sehr, sehr vielen Familien. Da ist die Präferenz nur natürlich. Die Exstistenz Israels exkulpiert die Goyim (“Völker der Welt”)nicht von ihrer Verantwortung für den Holocaust!

Ich finde es merkwürdig, dass

Ich finde es merkwürdig, dass die polnischen Gesetzgeber die Zeit finden, sich mit dieser Angelegenheit derart ernst zu beschäftigen. Gibt es heute wirklich nichts Wichtigeres in Polen, worum man sich dringender kümmern sollte? Außerdem: Welcher Pole, welche Polin wird sich damit die Zeit vertreiben wollen, NS-Konzentrations- und Vernichtungslager als polnische zu bezeichnen? Ist es nicht denn viel wahrscheinlicher, etwa einem ausländischen Journalisten könne ein solches Vergehen unterlaufen? Ich kann mir bereits lebhaft die Verwicklungen und internationalen Auseinandersetzungen vorstellen, wozu diese neue Verordnung ganz sicher führen wird. Die Türkei ist bereits ein gefährliches Land für deutsche Journalisten; Ähnliches könnte bald für Polen wahr sein. Wahrscheinlicher noch richtet sich dieses Gesetz gegen Journalisten und Berichterstatter im Allgemeinen.

So?

Das "Gesetz" soll auch im Ausland gelten ?
Da fallen mir aus dem stand mindestens der Zahl 20 ein die wir erlassen sollten um Polen von außen durch Gesetze zu regieren!
Das man sich in Polen nicht fragt was Rechtsstaatlichkeit ist und wie man das richtig übersetzt.
Polen ist verloren, das sollten wir akzeptieren und die neuer EU-Außengrenze an Oder und Neiße zeichnen!

Das Rad der Geschichte...

...lässt sich nicht zurückdrehen.
Das was hier vom Deutschen Volk angerichtet wurde muss in den Geschichtsbücher verankert werden.Damit in zukünftigen Generationen so etwas nie wieder passiert.
Auch in Polnischen Geschichtsbücher darf es nicht fehlen.Aber warum ein Gesetz?Und solch eine hohe Haftstrafe.
Der eigentliche Hintergrund von diesem Gesetz ist von Problemen im eigenen Land abzulenken und den Blick nach Deutschland
zu richten.
Wenn Polen u.A. im Europäischen Haus mitspielen wollen müssen sie auch lernen mit ihrer eigenen Vergangenheit umzugehen.
Ehrlich währt am längsten.

Der Mythos von Widerstandskämpfern

Nach 1945 haben alle europäischen Staaten den Mythos aufgebaut, sie seien Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus bzw. im allg. Faschismus gewesen.

Italien (!), Österreich (!) etc. (einstige Achsenmächte) gingen anfangs sogar soweit, sich als (erste) Opfer darzustellen. (Beim sog. Anschluss war der Jubel und die Zustimmung aber noch groß).

Seit den 80'er/90'er Jahren ist dort die Einsicht eingekehrt, Teil des Ganzen gewesen zu sein. Österreichische Jugendliche engagieren sich seit dem in der "Aktion Sühnezeichen" und arbeiten die verdrängte Geschichte auf.
Vielen Polen, Ukrainern, Balten und Ungarn steht diese Aufgabe noch bevor.

Auch in Frankreich/BeNeLux gab es neben der 'Resistance' eben auch 'Kollaborateure', die nach Kriegsende zur Verantwortung gezogen wurden.

In Polen grassiert ein explizit betriebener ...

Nationalismus, der zwar keinen Sinn hat, aber gern Symbole aufbauscht, was gäbe es mehr, das es an Polen derzeit zu kritisieren gäbe.
Der Versuch nationalistische, chauvinistische oder gar faschistische Politiken mit "demokratischen Wahlentscheidungen" zu rechtfertigen zieht hier wie im allgemeinen nicht, denn ein freier Geist kann sich selbst nur als frei wollen. Borniertheit ist aber das Gegenteil von frei sein, weshalb die Freiheit derzeit wohl das bedrohteste Gut der weltweit ist.

und wie schon martin walser richtig anmerkte...

ist eine instrumentalisierung ausschwitz's auch an diesem beispiel nicht mehr gaenzlich auszuschliessen.

es ist unwuerdig, wie hier noch 70 jahre nach der furchtbaren vergangenheit, mit ebendieser schindluder getrieben wird.

die vorbilder einer gerechten vergangenheitsbewaeltigung, die ja inzwischen vielfach ebenfalls verstorben sind, wuerden sich im grabe herum drehen.

@Shuusui 7:30, Wüste Unterstellung gegen Israel

"...Die Verbrechen der Nationalsozialisten gegen Sinti und Roma und Kommunisten sind Israel leider völlig egal."

So? Wirklich? Diese wüste Behauptung ist schlicht Quatsch.

Der Antisemitismus Deutschlands jener Zeit

ist Fakt. Dass es diesen aber auch in anderen Ländern gab, soll nun verschwiegen werden. Polnische Todeslager, ist in der Tat, ein falscher Begriff. Wir Deutschen wissen das! Dass es aber polnische Helfer gab, daran darf nicht gezweifelt werden.

Die Holocaustbesitzer

Die Greultaten der Nazis haben uns Juden am härtesten getroffen. Aber nicht nur uns (Roma, Kriegsgefangene, Kommunisten, Sozialdemokraten, Christen, Homosexuelle, Widerstandkämpfer, eroberte Völker). Juden leben nicht nur in Israel, und der Staat Israel ist nicht die demokratisch gewählte Vertrtung der Juden auf dieser Welt. Nur hat die Führung in Israel (von Links bis Rechts) sich die Holocausthoheit angeeignet: Die Tragödie gehört ihnen - zur Auslegung, zum Gebrauch. Und da hat man sich nicht mit Fakten zu befassen: da hat man die Geschichte so zu formen wie sie ins eigene Bild passt. Also: nicht das neue Gesetz in Polen lesen und bewerten, sondern umgehend agieren, Handlung signalisieren, oberste Entscheider bleiben. Das Aussenministerium in Jerusalem meint, allerdings, dass im neuen Gesetz keine Mängel festzustellen sind. Aber wer hört in Israel auf Stimmen der Vernunft?

Es wurde auch mal Zeit. Es

Es wurde auch mal Zeit.
Es gibt nichts zu beschönigen und was in der Ns-Diktatur geschehen ist war grausam, aber es wird Zeit auch mal laut und deutlich zu thematisieren, dass diese Greuel ohne die vielen nicht deutschen Helfer nicht in diesem Ausmaß hätten stattfinden können.
Und da darf man sich auch mal die Frage stellen warum die KZ gerade dort errichtet wurden wo sie worden sind. Übrigens ging es auch anders. In DK , also einem unmittelbaren Nachbarland, haben sich viele verweigert mit den NS-SCHERGEN zusammen zu arbeiten was zur Folge hatte dass %ual erheblich weniger Juden deportiert worden als sonst üblich.
Ich stimme ansonsten im keiner Weise mit der israelischen Regierung überein, aber diese Kretik ist gut !

Die Polen haben recht. Es waren

deutsche Konzentrationslager auf polnischen Boden, in denen die Wannsee-Konferenz in die Tat umgesetzt wurde. Es waren nicht die Nationalsozialisten, die die Konzentrationslager errichtet haben, sondern die Deutschen. Und die Deutschen waren im Dritten Reich fast mehrheitlich nationalsozialistisch orientiert. Bei der letzten Reichtagswahl hat es statisch gesehen in jeder deutschen Familie mindestens ein Familienmitglied gegeben, das die NSDAP gewählt hat. So sind die Zahlen.

@Quakbüdel

"Ein "Maulkorb" kann doch nicht ungeschehen machen, daß die Lager unter polnischer Regie weiterbetrieben wurden - allerdings mit deutschen Häftlingen, von denen viele ihr Leben lassen mußten.[...]"

Nein, das kann er nicht, aber er setzt ein (vielleicht nicht taugliches) Mittel ein, sich gegen Ignoranz und Relativierung zur Wehr zu setzen. Ich jedenfalls kann Verständnis dafür aufbringen, wenn die Polen die Deutschen nach dem, was diese dort angerichtet haben, nicht mit Samthandschuhen anfassen.

Dass dort oder anderswo über's Ziel hinausgeschossen wurde, mag in Einzelfällen tragisch sein, aber die Tragödie, die die Deutschen über Europa und die Juden gebracht haben argumentativ in einen Topf mit Bestrafung und emotional allemal nachvollziehbarer Abrechnung werfen zu wollen, finde ich reichlich unangemessen.

Was, wo, und wie?

07:45 von Matthias Klus
Daß es nach dem Krieg auch Verbrechen gegen Deutsche gegeben hat, daraus macht doch niemand ein Geheimnis.
Daß nun die Polen, auch die Tschechen oder Slowaken (Herkunft MEINER Familie) Probleme mit ihren Vergangenheit haben, sollte eigentlich niemanden verwundern.
Wir haben es ja nichteinmal bis heute geschafft, unsere eigene Vergangenheit aufzuarbeiten. Gerade die z.Zt. stattfindende "Suche nach Hitlers Volk" mach das doch mehr als deutlich. Eine NS-Vergangenheit hatte doch nach 1945 nur noch eine Handvoll!
Makaberstes Besispiel:
Reinhard Heydrich, jetzt mal komplett, Chef des RSHA und stellvtr. Reichsprotektor von Böhmen und Mähren (dessen Nachfolger beim RSHA Ernst Kaltenbrunner in Nürberg gehängt wurde), wurde von einen deutschen Gericht (!) in den 50ern zum "Kriegsopfer" erklärt, damit seine Witwe in den Genuß einer Ministerpension kam. (Vorher hatte man sie, vergl. dazu Stasi, auf den Duchschnitt gesetzt.)
ICH habe den Polen nichts vorzuwerfen!

@Shuusui

"Auschwitz gehörte der IG Farben, nicht der NSDAP."

Sie meinen vermutlich das KZ Monowitz, dass als Arbeitslager für ein Buna-Werk der IG Farben diente. Dies wurde von IG Farben finanziert, aber von der SS betrieben. Für die Hauptlager Auschwitz 1 und 2 war nur die SS zuständig.

Israel

Israel hat über dem Thema Shoa oder Ausschwitz die Themenhoheit.

Wenn der Judenstaat will, dass das polnische Lager Ausschwitz auch so, ohne Strafe, genannt werden darf - ist das zu respektieren.

Rein aus moralischen Gründen.

Deutsche, Österreicher und andere töteten im polnische Vernichtungslager Ausschwitz Unschuldige auf grausamste Art und Weise.

Ein Teil der Polen haben geholfen?

Ja, ein Teil der Franzosen, Italiener oder Ukrainer auch. Es waren aber von Deutschen geplante und perfide durchorganisierte Todesfabriken. Das Polen sich gegen diesen Begriff wert kann ich durchaus verstehen. Ob man das aber mit solchen Strafen aus den Köpfen bringt wage ich zu bezweifeln. Polen sollte zu seinen Mitläufern stehen, genau wie Deutschland nicht aus tausenden Wiederstandkämpfern bestand. Das rechtfertigt und verteidigt nichts. Man sollte nur vorsichtig sein gegenüber unmöglichen Unmöglichkeiten. Ein Teil der amerikanischen Bürger fanden den Vietnamkrieg für gerechtfertigt und wie viel Deutsche haben sich des Nachts die Videos von einschlagenden Raketen in Bagdad angeschaut ohne zu registrieren welches Leid es für die Bevölkerung bedeutet.
Wir sind alle so manipulierbar, das entbindet uns aber nicht von unserem Menschenverstand.

06:51 von Norge3

Was sollen ihre Sprüche, dass Polen fleißiger als Deutsche sind? Abgesehen, dass es hier gar nicht hin gehört, finde ich dies eine pauschale Beleidugung. Deutschland hat große Gebiete an Polen abgetreten, dass dies die Toten nicht wieder lebendig macht ist auch klar. Die Vertriebenen, wurden aber auch nicht in Frieden ziehen lassen, ich habe welche in der Verwandschaft. Dass es Antisemitismus auch in Polen gab, dass können sie in Israel, in der Gedenkstätte nachlesen. Deutschland hat diesen Hass auf Juden jedoch auf die Spitze getrieben, diese Schuld nehmen wir auf uns und leugnen diese nicht. Es gab einen Widerstand in Polen, gegen die Besatzer, dass bestreitet auch niemand und ich danke diesen Helden!

Was viele Kommentatoren offenbar nicht verstehen.

Das Gesetz dient nicht etwa der Geschichtskorrektur und die Kritik ist keineswegs Wortklauberei.

Das Gesetz soll der "Reinwaschung" der Polen dienen, die demnach grundsätzlich die "Opfer" und "die Guten" waren, wären die Deutschen "die Bösen" waren und ggf. auch sind. Die Wahrheit ist jedoch, dass die Deutschen natürlich die Hauptschuld am 2. Weltkrieg tragen, aber keine beteiligte Nation komplett frei von Schuld ist. In allen besetzten Ländern gab es Leute, die gerne und freiwillig mit den Nationalsozialisten kooperiert haben und auch bei der Judenvernichtung halfen.

Genau diesen Aspekt möchte die rechtspopulistische Regierung Polens aus dem Geschichtsverständnis der Polen löschen. Dementsprechend ist die Kritik sehr angebracht.

Ich halte es für fragwürdig

Ganz generell historische Wahrheit oder Umwahrheit mit Gesetzen zu erzwingen. Das ist ein wenig so, als wenn man Strafverfolgung für die Behauptung androhte "2+2 sei 5" oder das die "Erde eine Scheibe" sei. Das gilt für die Türkei (Völkermord an Armeniern), aber auch für Deutschland (Holocaust-Leugner, zeigen "verfassungsfeindlicher Symbole"). Diese Gesetze zeigen vor allem eines: Unsicherheit! Polen hat übrigens schon einmal sehr empfindlich bei dem ZDF Spielfilm "Unsere Mütter, unsere Väter" reagiert. Während zB Frankreich recht offen mit der Verstrickung in die Judenverfolgung umgeht, tut das offizielle Polen das nicht, obwohl es jeder in Polen weiß. Viele Ukrainer waren Aufpasser in KZ's (Exemplarisch Fall Demjanjuk). Die Ukraine geht auch nicht offen mit ihrer Geschichte um. Kann schon sein das die Bandera Leute gegen die Deutschen und später die Russen gekämpft hat, aber vorher haben sie eben auch ca. 150.000 Polen in der Westukraine umgebracht. Israel hat völlig recht!

Sprache unter Strafe stellen

Wer Sprache bzw. Begriffe im Zusammenhang mit Geschichte unter Strafe stellen muss, hat etwas zu verbergen! Über 70 Jahre danach wird es langsam seltsam.

KZ

Die Polen haben nach dem Krieg die restlichen überlebenden Juden aus dem Land verjagt.Es gab Prognome wie damals in Russland um 1900.Dieses Thema wird in Polen gar nicht behandelt...

@Quakbüdel um 08:28Uhr

Sie sprechen da ein Thema an, das auch bestimmt diesmal wieder als Antisemitismus oder "Erbsenzählerei" oder Versuch der Aufrechnung von Schuld interpretiert wird. Man wird sich damit abfinden müssen, daß der Holocaust "den" Deutschen niemals vergeben und bei Bedarf immer wieder aufs Tablett gebracht wird. Es gibt einen User, der sehr gerne mit dem Wort "Whataboutism" operiert, der hier aber in einem anderen Sinn Recht hat. Egal, wieviele Zivilisten in den alliierten Bombenangriffen gegen absichtlich zivile Ziele umkamen, egal wieviele Uniformträger nach Kriegsende ermordet wurden, egal wieviele deutsche Zivilisten in deutschsprachigen Siedlungsgebieten umgebracht wurden, es wird verharmlost, relativiert und verkleinert werden. Hinsichtlich des Holocaust unterliegen "die" Deutschen eben der moralischen Sippenhaft! Ist auch verständlich, denn dieses Verbrechen war und ist einzigartig und die Masse der Deutschen hat es ohne Widerstand geduldet und ist damit mitschuldig.

Sprachgebrauch

Mir ist neulich der politisch inkorrekte Ausdruck für mit Schokolade überzogene Eischneesüßigkeiten rausgerutscht, vor einer Gruppe Grundschüler, weil es hektisch war und ich mit diesem bösen Wort aufgewachsen bin.
Wieviel Freiheit würde mich das in Afrika kosten?

Deutsche Vernichtungslager

in Polen wäre m.E. politisch korrekt.

Die historische Aufarbeitung der eigenen Geschichte muss Sache des jeweiligen Landes sein. Noch heute erfüllt es z.B.viele Niederländer mit Scham, dass ausgerechnet ein Landsmann das Versteck der Anne Frank und ihrer Angehörigen verraten hat. Gleiches gilt in Frankreich. Auch dort war es ein langer Prozess, anzuerkennen, dass Franzosen maßgeblich an der Deportation französischer Juden im Juli 1942 beteiligt waren. Polen wird hoffentlich seinen Weg zur Aufarbeitung finden. Mit derartigen Bestrafungen wird man dem aber nicht gerecht.

Habe den Artikel gelesen,

Habe den Artikel gelesen, verstehe aber immer noch nicht, warum "polnische Todeslager" jetzt für die Polnische Regierung das Problem darstellt, - verstehen könnte ich es, wenn die Israelis dieses Gesetz verlangten, weil es vielleicht eine Verharmlosung ausdrückt was auch immer. Jedenfalls ich verstehe die Aufruihr auf beiden Seiten Polen und Israel nicht.

08:28 von Quakbüdel

So wie Sie kann man Geschichte natürlich auch sehen. Ich weigere mich aber strikt, dies zu tun.

@von Defender

Es zeigt sich wieder einmal das durch fehlende oder verdraengende Reflektion und einer wahrscheinlich wieder entstehenden deutschen Ueberheblichkeit (siehe zunehmende Waehler von AfD in Deutschland) die unbeschreiblichen ja einmaligen Verbrechen der Deutschen damit abgemildert werden sollen ,dass man ein Opfervolk wie die Polen es sind ,noch mit verantwortlich machen moechte fuer die schlimmsten Verbrechen aller Zeiten. Die Vertriebenen gehoerten mit zum deutschen Volk und nicht wenige haben die Verbrechen der Nazis gut geheissen.Polen bekam deutsche Gebiete zugesprochen weil die UDSSR im Osten von Polen Gebiete angeeignet hat. Ja ich finde es unmoeglich wie man hier mit einem benachbarten und befrendeten Volk umgeht. Auch in Frankreich gab es Konzentrationslager nur es waren keine Vernichtungslager , dort sind aber auch Menschen aufgrund der unmenschlichen Arbeitsbedingungen zu Tode bekommen , und auch die Franzosen waren an den Verbrechen beleiligt ?

Problem mit der Geschichte

Die rechtsgerichtete polnische Regierung hat ein großes Problem mit der rechten Vergangenheit des Landes. Gefragt wäre ein friedlicher und demütiger Umgang mit der eigenen Geschichte.

Ungeliebte Vergangenheit

Polen, die Ukraine, Russland und Weißrussland haben noch heute große emotionale Probleme mit ihrer faschistischen Vergangenheit. Hier wäre eine vernünftige geistige Auseinandersetzung dringend notwendig.

Ich muss Netanyahu zustimmen

Seine Kritik ist ausgewogen und sachlich. Natürlich ist der Ausdruck "Polnische Vernichtungslager" eine Lüge und der dreiste Versuch, die Schuld aus Deutschland nach Polen abzuschieben.

Das Gleiche versucht jetzt aber die polnische Regierung: Es soll offenbar verdrängt und vergessen werden, dass es viele NS-Kollaborateure in Polen gab.

Das ist im Kern eine nationalistische Argumentation: "Wir waren damals alle und ausschließlich Opfer, und polnischen Antisemitismus hat es nicht gegeben."

Leider passt das auch zu der hartnäckig verbreiteten These, hinter dem Flugzeugabsturz von Smolensk, bei dem der polnische Staatchef ums Leben kam, stecke ein russischer Anschlag.

"Unsere Nation ist rein, und schuld sind immer die Anderen."

@ von Lautrer

Die Verbrechen der Deutschen fanden auf deutsch besetzdem Gebiet statt. Es waren Deutsche die sich fuer die fabrikmaessige Toetung veranworten mussten. Von 1939- 1944/45 waren Polen unter deutscher Besetzund und das werden die Polen nicht vergessen haben . Damit sind die Konzentrationslager eindeutig deutschen Ursprungs.

Was aus Polen kommt muss mit Vorsicht genossen werden

Wer auf die Idee kommt, ein 20m hohes Christuskreuz in Auschwitz aufzustellen wird für vieles Andere unglaubhaft.

Meiner Meinung nach...

...haben die Polen recht, wenn sie sich gegen den Begriff "polnische Lager" wehren. Ob man dafür ein Gesetz mit 3 Jahren Höchststrafe braucht bezweifle ich zwar, das ist aber Sache der Polen.
Nur weil in den Lagern auch Polen gearbeitet haben, bleiben es doch "deutsche Lager". Daran ändert auch nichts, dass es in Polen, wie in vielen anderen Ländern Antisemitismus gab oder vermutlich auch noch gibt.
Die deutschen Verbrechen immer damit zu relativieren, dass "andere ja auch..." führt zu gar nichts. Dass die Völker, die von Deutschland überfallen und besetzt wurden nach dem Ende des Krieges nicht gut auf uns zu sprechen waren verstehe ich.
Meine Oma (Vertriebene, Sudetenland) hat mir beigebracht: "Vor dem Krieg standen meine Nachbarn mit dem rechten Arm in der Luft an der Straße und riefen "Wir wollen heim ins Reich. Als uns die Tschechen nach dem Krieg heim ins Reich geschickt haben, war´s den alten Nazis auch wieder nicht recht." Ich habe nie ein schlechtes Wort über Tschechen gehört.

Die Sache hat schon einen etwas faden Beigeschmack,...

...wenn man bedenkt, dass der Staat Polen jahrzehntelang fast alles getan hat, um die deutsche Vergangenheit weiter Teile seines heutigen Territoriums zu verschleiern oder ganz zu leugnen! "Deutsch" im engeren Sinne war v. a. das, was sich mit dem preußischen Militär oder eben dem Nationalsozialismus in Verbindung bringen ließ. Aus polnischer Nachkriegsperspektive vielleicht verständlich aber eben auch geschichtsklitternd. Wer "Auschwitz" sagt, muss konsequenterweise auch "Breslau" sagen...
Abgesehen davon zeigt diese etwas bizarre Auseinandersetzung zwischen Polen und Israel, dass es auch im Zusammenhang mit dem Holocaust nach wie vor einen Kampf um die politische Deutungs- und Diskurshoheit gibt. Interessant insbesondere wenn wie hier 2 Staaten streiten, die sich beide über ihre historische Opferrolle definieren (wobei Israel als moderner Staat ja zu jener Zeit noch gar nicht existierte).
Das Leben und Sterben der damaligen KZ-Insassen wird hierbei leider zur bloßen Verfügungsmasse!

es gab keine polnischen vernichtungslager.

die erfindung von schlachthöfen für menschen zur vernichtung,beraubung und gewinnung von rohstoffen ist eine rein deutsche.
das es in anderen ländern auch krämerseelen gab die sich ihren eigenen vorteil durch die zusammenarbeit mit deutschland sichern wollten ist auch nichts neues,genausowenig wie die versuche der neonazis den holocaust zu leugnen oder zu relativieren.schuldumkehr und opfermytos sind in deutschland beliebtes mittel,nicht nur von neonazis,um das"heilige deutsche vaterland"von dieser schuld reinzuwaschen.deswegen spricht man auch von nazideutschland,dem nsregieme,nazidiktatur,dabei wird vergessen das die hitlerregierung eine gewählte koalitionsregierung war die nach 2 monaten von den christlichkonservativen und liberalen parteien die ermächtigung zu allem,einschließlich dem holocaust, bekommen hat.
das sich deutschland weigert diese schuld auf sich zu nehmen und sie an einzelpersonen wegen der kosten abschiebt ist erbärmlich.

Weiterbetrieb der KZ

In Osteuropa wurden nach dem Krieg einige KZ von den neuen kommunistischen Machthabern weiter betrieben, um Regimegegner einzusperren. Vermutlich wird die freie Diskussion darüber jetzt durch das jüngste Gesetz auch beschnitten.

Polens Gesetz über NS-Lager

Es sei eine historische Tatsache, dass die "Arbeits- und Todeslager in Polen von den Deutschen geplant und gebaut wurden", doch es sei auch "eine historische Tatsache, dass viele Polen bei der Ermordung von Juden halfen, sie auslieferten, misshandelten und sie sogar während und nach dem Holocaust töteten". Dieser Position Israels ist nichts hinzuzufügen.

Was für komische

Was für komische Probleme.
Was kümmrt es israel wie die Dinger heißen?
Und da ich damals nicht dabei war, habe ich nicht mehr Verantwortung als ca 7mrd andere menschen.
Und israel will aus der Geschichte mal garnichs lernen und unterdrückt munter die Palestinenser ..
Alle verbrechen müssen aufgeklärt werden?
Dann sollen sie mal bei sich zu Hause anfangen.

RE: um 08:06 von Lautrer

nicht dass die Eltern Kopernikus` doch Prußen waren und sich in den vorangehenden Generationen in Krakau und Pszenno niedergelassen hatten. Vielleicht eher ein Pole , aber wohl kein Deutscher. (Selbst Historiker streiten darüber). Der Name Preußen stand später für das Staatsgebilde, hatte mit dem Deutschen Volk insgesamt nichts zu tun.

Schade

Der Sinn des Gesetzes ist offensichtlich nur einer :
Polens Regierung versucht systematisch Stimmung gegen Deutschland und andere EU-Länder zu machen, um die eigene Politik der zunehmenden Aufhebung der Gewaltenteilung zu rechtfertigen.
Die mühsam aufgebaute Deutsch-Polnische Freundschaft soll scheinbar zerstört werden.
Dadurch bleibt Polens populistische Regierung an der Macht.
Ein gemeinsames Feindbild stärkt populistische Regierungen - langfristig auf Kosten des Friedens - womit wir wieder aus der Vergangenheit lernen können.
Früher sind die Deutschen Populisten verfallen nun befinden sich andere Völker auf der ganzen Welt zunehmend auf dem gleichen gefährlichen Weg - wo soll das hinführen? Geschürte Angst vor Flüchtlingen hat das möglich gemacht - dabei geht es faktisch keinem schlechter durch die Flüchtlingswelle - 99% nur Manipulation durch Machthaber und deren Helfershelfer um ihre autokratischen Verhältnisse zu zementieren.

Anschuldigungen

Natürlich, gab es auch Kollaborateure, die nicht nur jüdische aber auch polnische Wiederstandskämpfer bei den Deutschen denunziert haben, ob aus Gier oder auch aus Ansgst.
Es gab aber viel Polen die ihre eigene Leben risikiert haben um den polnisch-judischen Bürgern zu helfen. Es wurden ganze Dörfer bei lebendigen Leib verbrannt, wenn der deutsche Besatzer rausfand, dass dort den Juden geholfen worden war.
Es gab Familien die judischen Kindern christliche Gebette beibrachten um sie so von den deutschen zu tarnen. Polen waren für die Deutschen damals so wie die Juden s.g. 'Untermenschen' und wurden auch ins KZ Lager deportiert und getötet. Ich hätte mir von Herr Netanjahu auch dazu eine Stellung gewünscht.

@09:52 von Seabiscuit

Mir ist neulich der politisch inkorrekte Ausdruck für mit Schokolade überzogene Eischneesüßigkeiten rausgerutscht, vor einer Gruppe Grundschüler, ...

Schaumkuss mit Migrationshintergrund heißt das. Ist das denn so schwer? Mann!

Wie wirkt eine Bezeichung ?

NS-Konzentrationslager in Polen - JA .
polnische Konzentrationslager - ganz klar NEIN.

"Schuld"

...."Haltet den Dieb!"...lenkt ab von Verantwortung gegenüber aktuellen Konflikten und deren Lösungen zum friedlichen Miteinander.

Political correctness als Feigenblatt?

Redigierung v. Kinderbuchliteratur o. Benennung v. Süßigkeiten in Deutschland kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass das offizielle Deutschland jahrzehntelang sehr zurückhaltend war, NS Täter zu verfolgen o. Verbrechen aufzuklären! In meiner Kindheit in den 1970er Jahren habe ich von anderen Kindern "gelernt" das gewisse Chinakracher "Judenf..." (gemeint war pupsen) genannt wurden. Woher die Kinder das wohl hatten ? Ich bin gegen jede Art der Heuchelei! Gestern war d. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz. Leider waren d. meisten Häftlinge bereits auf die "Todesmärsche" geschickt worden. Die sowjetischen (!) Befreier haben v.a. Kinder (a. Überlebende d. Mengele Experimente) u. Kranke angetroffen. Das letzte Massaker an Juden war in Palmnikken, wo von d. SS m. Maschinengewehren 7.000 Frauen und Mädchen am Strand getötet o. in d. eiskalte Ostsee getrieben wurden. In Deutschland hat man sich erst vor 10 Jahren daran überhaupt erinnert! Statt "political correctness" besser d. Wahrheit!

mehrheitlich orientiert ?

Woher wollen Sie wissen, dass die Mehrheit der Deutschen nationalsozialistisch orientiert war? Und Sie widersprechen Sich selbst. Denn wenn in jeder Familie nur einer die NSDAP gewählt hat, war es keine Mehrheit. Nur etwa 30 Prozent der Wahlberechtigten haben die NSDAP gewählt, also weniger als 20 Prozent der Bevölkerung. Und dass auch diejenigen verantwortlich seien, die keinen Widerstand geleistet hätten, ist absurd. Zum einen wusste die Bevölkerung damals natürlich nicht, was man heute weiß. Und in keinem Land der Welt und zu keiner Zeit war und ist eine größere Zahl von Menschen bereit, sich für Unrecht gegen andere einzusetzen, wenn es einem selbst oder der Familie schaden könnte.

@ ähhhhh, 08:49

Österreich war im völkerrechtlichen Sinne als Staat ein Opfer der deutschen nationalsozialistischen Expansion. Dazu gab es etwa bereits ab Mai 1933 die sogenannte 1000 Mark-Sperre der Regierung, um den Tourismus in Österreich zu schädigen. Zudem bot das Deutsche Reich den Männern, die in Österreich im Juli 1934 einen nationalsozialistischen Putsch durchführten („Juliputsch“), Unterschlupf an. Und Hitler bildete mit Mussolini eine Achse, um Österreich schutzlos zu machen (Italien war eine Art Schutzmacht für Österreich gegenüber dem Deutschen Reich).
Zugleich gab es, das untrennbarer Teil der dunklen Geschichte, viele Begrüsser und Unterstützer des „Anschlusses“ im März 1938 (siehe Kundgebung am Heldenplatz in Wien und der schreckliche Terror gegen jüdische Mitbürger).
Summa summarum: die Geschichte beginnt nicht erst im März 1938 und sollte umfassend und facettenreich begriffen werden.

@Norge3 10:23, Differenzierung ist keine Verdrängung

"Es zeigt sich wieder einmal das durch fehlende oder verdraengende Reflektion und einer wahrscheinlich wieder entstehenden deutschen Ueberheblichkeit (siehe zunehmende Waehler von AfD in Deutschland) die unbeschreiblichen ja einmaligen Verbrechen der Deutschen damit abgemildert werden sollen..."

Das ist nicht richtig. Der Grundtenor in diesem Thread will keineswegs die Nazi-Verbrechen abmildern - das werden Sie bei etwas beruhigter Gemütslage sicher auch konzedieren. Sachliche Differenzierung ist keine Verdrängung. Und wenn Sie fragen, ob auch die Franzosen an den Verbrechen beteiligt waren, so möchte ich Sie u.a. an das Schicksal von Petain erinnern. Hier ein interessanter link zur auch aktuellen Diskussion über den Kollaborateur Hitlers in Frankreich "http://www.sueddeutsche.de/politik/frankreichs-marschall-philippe-petain-hitlers-handlanger-1.2499641".

Differenzierung ohne Verdrängung - das ist der Geist der Aufklärung.

Wie ist die Tatsache einzuordnen,

dass Juden die Einreise in die von ihnen gewählten "Schutzländer" verweigert wurde?
Unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge?

Ich bin irritiert!

Natürlich ist der Begriff "polnische Vernichtungslager" irritierend, richtig ist aber Polen als geographische Ortung, also lässt er weg, wer diese Vernichtungslager betrieb. Aber für schräge und falsche Tatsachen sind keine Strafen und Gesetze nötig. Das ist zutiefst undemokratisch und paranoid.

Nazi-Deutschland

Es gab in praktisch allen von den Nazis besetzten Gebieten Kollaborateure, die sich mit der kurzzeitigen Macht-Elite gut stellten. Nicht nur in Polen. Und es ist nicht bekannt, dass polnische Mitarbeiter dort ihre Arbeit verweigert hätten. Aber es ist keine Frage, das Gräuel ging von der deutschen Besatzung aus. Also hat jede Seite ein wenig Recht. Insgesamt ist aber das deutsche Handeln verantwortlich für alles nachgeordnete Geschehen. Und das kann niemals geleugnet werden.

@Shuusui

"Die Verbrechen der Nationalsozialisten gegen Sinti und Roma und Kommunisten sind Israel leider völlig egal."
.
Sagt wer ???
Geht es Ihnen darum, neuen Israel- oder Judenhass aufzubauen, indem Sie Opfergruppen gegeneinander ausspielen?
ALLE Opfer der Nazis sind im gleichen Maße zu bedauern.
Juden waren aber zahlenmäßig die weitaus größte Gruppe, und stehen dadurch in historischen Betrachtungen manchmal im Vordergrund.
Dies schmälert das Leid anderer Opfer in keinster Weise.

Ein Hoch auf die Holocaust-Industrie

70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges sind kaum noch Leute da, die selbst an den Ereignissen beteiligt waren. Ergo muss man dafür sorgen, dass man dafür sorgt, dass jemand das "Erbe" übernimmt damit die Geschäfte, die man daraus zieht am Laufen bleiben. Zur Not zieht man da den Begriff der Nation heran.

Ich lehne es ab, für Sachen verantwortlich gemacht zu werden, die ich weder initiert noch selbst daran beteiligt gewesen zu sein. Man sollte in die Zukunft schauen. Es gibt genug Probleme in der Welt, die gelöst werden müssen, um zu verhindern die Vergangenheit als Musterlösung heran zu ziehen. Wie Beispielsweise, Mauern zubauen damit man nicht sieht, was dahinter geschieht.

Ich verurteile, die Einstellung der israelischen Regierung und den Umgang mit den Menschen, die in der Region leben. Auch die Bevölkerung Israels ist nicht unbedingt, damit einverstanden, wie sich ihre Regierung gebärdet. Die Überheblichkeit mit der man an die Prozesse herangeht (Verstösse gegen Völkerrecht).

@Jörg C - Nein, es waren keine "polnischen Todeslager"

- aber das scheint ja ein polnisches Problem zu sein.
Dass "Deutschland" sich geweigert hat oder noch weigert, diese Schuld auf sich zu nehmen, stimmt jedenfalls für Westdeutschland nicht. Der politische und rechtliche Versuch der "Wiedergutmachung" (natürlich geht das nicht) begann quasi ab Stunde Null der neuen Republik - bei den einzelnen überlebenden Juden, den Juden, die hatten fliehen können, aber in D um ihr Hab und Gut gebracht worden waren - und durch Milliardenunterstützung des Aufbaus von Israel. Es war Thema in den Medien; es gab zig Bücher dazu, es gab die extrem deutliche Kino-Dokumentation "Mein Kampf", die Kölner Ausstellung "Documenta Judaica"; es war Dauerthema in Schulen und in vielen Familien. Dass es auch andere Schulen und Familien gab, steht auch fest.
All das ändert aber nichts daran, dass andere Staaten (z. B. Österreich, Baltikum, Niederlande, Schweiz) sich auch ihrer "Kooperation" stellen müssen, sonst steht das braune Monster Rassismus immer wieder auf.

Man lässt sich nicht gerne vom Aggressor "belehren"...

Ich kann polnische Verärgerung gegenüber deutschen Diskussionsteilnehmern in der aktuellen Debatte insoweit emotional nachvollziehen als man sich prinzipiell nicht gerne vom historischen Aggressor "belehren" lassen will.

Die Rolle etlicher Polen im Zusammenhang mit den Nazi-Verbrechen sollte also idealerweise in polnischen Foren und Medien sachlich und differenziert behandelt werden. Und in diesem Sinne möchte ich die Frage an polnische Gesprächsteilnehmer hier stellen: Inwieweit wird aktuell differenziert und sachlich in Polen selbst über die Rolle etlicher Polen während der Nazizeit diskutiert? Oder finden Sie die Frage doof, weil in Polen grosso modo sowieso eine sachliche und differenzierte Sicht vorliegt und Sie sich entsprechend eine solche "klugscheisserische" Frage verbitten, noch dazu gestellt von einem Deutschen?

@marga reta

Den Vergleich mit dem Schweinefleisch im Kindergarten halte ich hier für komplett fehl am Platz (was ist übrigens falsch daran, Kinder vor Tiermord, Östrogenen, Antibiotika etc. zu schützen?)

Zum Thema: Was für ein Aufsehen um EIN Wort? Wo steht das im Verhältnis zu all den Taten und Worten heutiger Nazionalisten, Faschisten und Geschichtsleugner auch in Polen?

KEIN Land kann sich von Schuld frei sprechen. In jedem Land gab es Mitläufer und Unterstützer, aber eben auch Widerstand.

Zum Glück seh ich mich als Mensch und nicht als 'Deutscher', sonst würde mir und meinen Kindern, als 2. bzw. 3.Generation nach Nazi Deutschland eine Verknüpfung meiner Staatsangehörigkeit und Euthanasie gehörig auf den Senkel gehen.

Die unfassbaren Greultaten dürfen nicht vergessen werden und müssen beim Namen genannt werden, aber ein wort mit Haftstrafe zu belegen, gleichzeitig aber Demonstrationszüge mit 'Hitlergrüßen' durchs Land ziehen lassen wirkt schizophren.

@Wie wirkt eine Bezeichung ? 10:58 von Exillant

Sie haben das Grundproblem des IMHO ausufernden 'Neusprechs' erfasst.

Anscheinend soll die Sprache als verbindendes Element
der Menschen völlig entwertet werden.
Und damit der 'Gehirnwäsche' von wem auch immer der Boden bereitet werden.

Durch solche Gesetze wird die Ausgrenzung von Menschen und Nationen vorangetrieben.
Ich zitiere dazu diese grandiosen Sätze, um zu zeigen,
wie Sprache aufklärerisch wirken kann, wenn man sie denn lässt:
'Was keiner geglaubt haben wird
was keiner gewusst haben konnte
was keiner geahnt haben durfte
das wird dann wieder das gewesen sein
was keiner gewollt haben wollte.'
In Memoriam Erich Fried

Es geht hier doch gar nicht

Es geht hier doch gar nicht um richtig oder falsch, die Frage ist viel eher ob eine solche Einschränkung nicht sogar gegen die Meinungsfreiheit verstößt und vor allem ob eine solche Strafe gerechtfertigt ist.
Hier wird ja nicht der Holocaust verharmlost es geht einzig und allein und political correctness.
Man stelle sich vor jemand sagt“ ... und deshalb waren es im meinen Augen “auch“ ....“
Oder man sagt “die Todeslager in Polen“ (ist das erlaubt oder auch nicht?)

Außerdem sollte man sich Fragen warum die Leugnung des Holocaust die selbe Strafe nach auch zieht. (Zumindest laut Wikipedia, ggf. weiß es jemand besser hier?)
Ist ja in etwa vergleichbar, oder etwa nicht?

Und vor allem wie klein das Ego sein muss wenn man wegen so was jemanden 3 Jahre ins Gefängnis stecken möchte und vor allem wo das dann aufhört wenn man schon wegen einer falschen Bezeichnung ins Gefängnis kommt.
Das ist es man sich Fragen sollte.

Ich kann jedenfalls nur den Kopf schütteln über soviel Kleingeistigkeit.

@Hannebachit 11:05

Bei allem Respekt so haben viele Deutsche geantwortet nach dem Krieg. Die Nazis waren schlimm aber ich hatte nichts mit denen zu tun. Sehr unglaubwürdig. Die NSDAP wurde von einer großen Mehrheit der Bevölkerung damals unterstützt, so bitter es ist, es bringt nichts Tatsachen umzudrehen. Zu den Ermordungen an den Juden, man wusste von dem Gerücht wollte es aber verdrängen um nichts damit zu tun zu haben. So habe ich es von meinen damals lebenden Vorfahren gehört.

10:23 von Norge3

Ich habe nichts relativiert, oder verstehen sie nicht was ich geschrieben habe? Die polnische Bevölkerung waren Opfer des NS Terrors in Europa. Übrigens, die AFD habe ich auch nicht gewählt. Aber es gibt genug Polen, die die rechtspopolistische Partei in ihrem Land gewählt haben. Menschen die bei allem die Schuld in den Nachbarstaaten suchen. Wie denken sie darüber? Klasse, toll, weiter so?? Ich bin Europäer und lebe nicht mehr in der Höhle des Nationalismus!

@ Möbius

"Das letzte Massaker an Juden war in Palmnikken, wo von d. SS m. Maschinengewehren 7.000 Frauen und Mädchen am Strand getötet o. in d. eiskalte Ostsee getrieben wurden."

Es gab keine polnischen Vernichtungslager. Diese Tötungsmaschinerie wurde von Deutschen erfunden und in gang gesetzt! Wir Deutsche müssen diese Schuld und Scham immer unmißverständlich bekennen. Was es aber immer gab, war ein tiefverwurzelter, polnischer Antisemitismus. Und viele Polen profitierten direkt oder indirekt von der Judenverfolgung. Die Kritik Israels zielt wohl auf diese polnische Verstrickung. Diese Aspekte der polnischen Geschichte aufzuarbeiten kann aber nicht Aufgabe von Deutschen sein.

Nach dem 2. Weltkrieg kam es noch zu einer Reihe von Übergriffen und Massakern an Juden. Der bekannteste Pogrom ereignete sich am 06.06.1946 in Kielce, Polen.

@10:41 von b-hh1980

Niemand hindert Sie daran, Breslau statt Wroclaw zu sagen. Sie sagen ja auch Warschau statt Warszawa, Moskau statt Moskwa, Polen sagen Poczdam statt Potsdam, Amerikaner Munich statt München. Zugegeben, Stettin spricht sich leichter als Szczecin für deutsche Zungen. Ehemals deutsche Ortsnamen wurden sehr oft nur ins Polnische übersetzt, Danzig(Gdansk), Gedingen(Gdynia), Niederkränig(Krajnik dolny) usw. Sie sagen ja auch Rom statt Roma, Mailand statt Milano. Also, was solls.

dummes Argument von Morawiecki

"how evil ideologies can lead to hell on earth"

Haha ! Sagt der, der gerade ein menschenverachtendes und lächerliches Gesetz durchgebracht hat !!?? Er hält sich für einen Engel, der das Richtige tut ?

Es kann einem schon mulmig werden, angesichts der Dummheit, die weltweit um sich greift.

10:23 von Norge3

Sie sagen, dass nicht wenige der Vertriebenen den NS Terror gut geheißen haben? Ich bin Deutscher und kann dies nicht behaupten, da ich es nicht weiß. Entspringen ihre Erkenntnisse dem Geschichtsunterricht in Polen? Fest steht, dass bei dieser Vertreibung auch Verbrechen begangen wurden. Dies sollte aber nicht hier thematisiert werden, hier geht es um ein Gesetz, welches ich übertrieben und nicht verhältnismäßig halte. Eine saftige Geldstrafe halte ich für angemessen.

@ cowboy8

Ich erwische mich leider auch immer dabei, wie ich dazu immer noch "Negerkuss" sage. Denn "Schaumkuss mit Migrationshintergrund" stimmt ja im Hinblick auch auf Migranten aus nicht-afrikanischen Länder farblich überhaupt nicht. Ich habe mir schon überlegt, ob man nicht vielleicht korrekterweise daher "Schaumkuss mit schwarzafrikanischem Migrationshintergrund" sagen sollte. Aber dann denke ich mir auch immer: Das ist doch genau das, was auch der Begriff "Neger" impliziert. "Negrid" ist eine wertungsneutrale anthropologische Fachbezeichnung.

Übrigens: Warum regt sich eigentlich keine über "Weisse Schokolade" auf? Die ist nämlich meiner Meinung nach "gelb" und wird mir daher als rassisches Merkmal überhaupt nicht gerecht. Erstens bin ich nicht gelb und zweitens: wenn, dann ist meine Haut eher rosa-beige. Das finde ich alles nicht fair.

Und darf man heute überhaupt noch "Rothaut" sagen? Denn "Indianer" ist eigentlich generisch total falsch. Kolumbus hatte eben nicht Indien entdeckt.

Politisch korrekt

Man sollte es einfach Nazi Konzentrationslager nennen. Da Nazi automatisch mit Deutschland in Verbindung gebracht wird, und da auch alle Mitläufer in andere Länder mit bezeichnet werden.

Bezueglich dem Gesetz muss ich Israel mal recht geben

Was dieses Gesetz angeht, muss man Israel mal recht geben, gar keine Frage:

http://www.tagesschau.de/ausland/polen-ns-todeslager-101.html

Israel hat ein polnisches Gesetz scharf kritisiert, das Haftstrafen für die historisch falsche Bezeichnung "polnische Todeslager" für deutsche Konzentrationslager während des Zweiten Weltkrieges vorsieht.

"Das Gesetz ist haltlos. Ich lehne es strikt ab", erklärte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. "Man kann die Geschichte nicht ändern, und der Holocaust kann nicht geleugnet werden."

Denn diese Lager waren nichts anderes als Todeslager. Dass ist ja wohl eindeutig wissenschaftlich auch nachgeprueft und in Filmen wie Schindlers Liste eindeutig zu sehen. Genauso war Auschwitz ein Vernichtungslager, genauso wie Sobibor und andere.

Auch ich habe sowas in Buchenwald und Dachau gesehen. Daher gibt es gar keine Möglichkeit, den Holocaust zu verleugnen.

11:12, Manfred Korte

>>Wie ist die Tatsache einzuordnen,
dass Juden die Einreise in die von ihnen gewählten "Schutzländer" verweigert wurde?
Unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge?<<

Auch und gerade unter dem Aspekt der momentanen "Migrationsdiskussion" eine sehr interessante Frage.

Wobei "gewählte Schutzländer" kein passender Ausdruck ist, denn er setzt Wahlfreiheit voraus.

@peter04 11:29

"...ALLE Opfer der Nazis sind im gleichen Maße zu bedauern.
Juden waren aber zahlenmäßig die weitaus größte Gruppe, und stehen dadurch in historischen Betrachtungen manchmal im Vordergrund...."
.
Das ist so ja nicht richtig: Es starben etwa 6 Mio Juden, aber auch etwa 27 Mio Russen (bzw. Bürger der Sovietunion).
.
dennoch stehen die Russen in "historischen Betrachtungen" nie im Vordergrund.

Allerdings könnte man da etwas diplomatischer reagieren

Aber bei der Reaktion darauf:

http://www.tagesschau.de/ausland/polen-ns-todeslager-101.html

Israels Botschafter in Polen sei aufgefordert worden, die israelische Kritik an dem Gesetz dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki zu überbringen

kann man schon etwas diplomatischer reagieren. Ich hätte erst mal eine Gesprächsvorladung fuer den polnischen Botschafter in Israel gemacht und so die Kritik ruebergebracht. Und ja, dieses Gesetz muss in der Tat zurueckgenommen werden:

http://www.tagesschau.de/ausland/polen-ns-todeslager-101.html

Das israelische Außenministerium erklärte, es fordere die polnische Regierung dazu auf, die Regelung zu korrigieren.

11:01 von Möbius

gewisse Chinakracher
.
denselben Begriff benutzten wir auch in meiner Kinderzeit
wer sich darüber erregt, der sollte zum Arzt gehen
ebenso wie bei Mohrenköpfen, Amerikanerle, Berlinern, Engländern
(ein Werkzeug wer´s nicht weiß) Pariser

11:12 von tagtest

Ich danke Ihnen für die Klarstellung. Polen hat, wie kaum ein anderes Land unter der NS Besatzung gelitten. Betrachtet man die letzten 50Jahre vor dem 2.WK, so kann man einen latent vorhandenen Antisemitismus in ganz Europa beobachten, dass dies einige Politiker nicht wahr haben wollen, kann ich nicht nachvollziehen. Im und nach diesem Krieg, haben sich viele die Hände schmutzig gemacht, jeder auf eine andere Weise. Polen kann sich da nicht von frei sprechen.

11:30, trojaner2015

>>Ein Hoch auf die Holocaust-Industrie
70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges sind kaum noch Leute da, die selbst an den Ereignissen beteiligt waren. Ergo muss man dafür sorgen, dass man dafür sorgt, dass jemand das "Erbe" übernimmt damit die Geschäfte, die man daraus zieht am Laufen bleiben. Zur Not zieht man da den Begriff der Nation heran.<<

Sie meinen, es ginge ums Geldverdienen?

Ich bin fassungslos.

>>Ich lehne es ab, für Sachen verantwortlich gemacht zu werden, die ich weder initiert noch selbst daran beteiligt gewesen zu sein.<<

Niemand tut das. Bitte opfern Sie nicht herum.

Was soll das?

Zitat: "Während zB Frankreich

Zitat:
"Während zB Frankreich recht offen mit der Verstrickung in die Judenverfolgung umgeht, tut das offizielle Polen das nicht, obwohl es jeder in Polen weiß."

In meinen Augen ist das Leugnen dieser Verstrickung in den Baltischen Staaten wesentlich krasser...

...wenn man bedenkt das zu Beginn der "Wannsee-Konferenz" der "Reichsverwalter" des Baltikums vermelden konnte - dass das Baltikum schon "judenfrei" sei - vor allem dank der zahlreichen Mithilfe der einheimischen Bevölkerung!!

Und genau diese Mithilfe bis heute aggressiv geleugnet wird und man sich viel lieber als Opfer der Sowjetunion sieht.
*sarkasmus*

Aber bei aller Mithilfe auch von Teilen der besetzten Bevölkerung - die KZ und Todeslager waren eindeutig DEUTSCHE Lager - egal wo sie territorial lagen!

11:29 von peter04

Geht es Ihnen darum, neuen Israel- oder Judenhass aufzubauen, indem Sie Opfergruppen gegeneinander ausspielen?
.
genau das ist das Problem !

man kann sich äußern wie man will, sofort ist man ein Judenhasser
... und wenn es das Leid anderer nicht schmälert warum darf man nicht über das zugefügte Unrecht anderer sprechen
analog dazu, dass auch andere Völker Verbrechen verübten, das macht die eigenen Verbrechen auch nicht kleiner, diese zu bennen
aber es wird sofort unterstellt

@ trojaner 11.30h - wie oft noch??

Ihre "Argumente" sind ein klassisches, lehrbuchkonformes Beispiel, wie man ein Forum aufmischen und provozieren will.

Der Spassfaktor für derartige "Autoren" muss enorm sein - lässt sich allerdings für einen normalen Menschen nicht nachvollziehen.

11:23 von Klaus Leist

das Gräuel ging von der deutschen Besatzung aus.
.
ganz bestimmt
aber man darf durchaus erwähnen, dass man bei vielen Polen offene Türen eintrat
Rassismus (nicht nur gegen Juden) kein rein deutsches Problem war und ist
erschließt sich wohl auch dadurch, dass der Begriff "Pogrom" aus dem russischen stammt, und ohne Grund schafft man keine Begriffe

@09:52 von Seabiscuit

Diesen "politisch inkorrekten Ausdruck für mit Schokolade überzogene Eischneesüßigkeiten" - kenne ich aus den Anfängen dieses Produkts vor Jahrzehnten. Ich erinnere mich nicht, daß damals irgendjemand beim Verzehr auch nur im geringsten an die so bezeichneten Menschen dachte oder rassistische Gedanken hatte.
Ich wehre mich etwas dagegen, daß man manchen Worten lange nach deren Einführung eine weitergehende Bedeutung zumißt und diejenigen verurteilt, die es im alten Sinne weiter gebrauchen. Wem hilft das ?

11:05, Hannebachit

>>Woher wollen Sie wissen, dass die Mehrheit der Deutschen nationalsozialistisch orientiert war? Und Sie widersprechen Sich selbst. Denn wenn in jeder Familie nur einer die NSDAP gewählt hat, war es keine Mehrheit. Nur etwa 30 Prozent der Wahlberechtigten haben die NSDAP gewählt, also weniger als 20 Prozent der Bevölkerung<<

So einfach ist das alles nicht zu beschreiben und zu verstehen.

Ich habe gerade ein sehr erhellendes Buch gelesen, von Saul K. Padover, "Lügendetektor. Vernehmungen im besiegten Deutschland 1944/45". Padovers Aufgabe als amerikanischer Offizier für "psychologische Kriegsführung" war es, mittels Interviews herauszufinden, wie "die Deutschen" tickten. Das Buch schrieb er 1946. von besonderem Interesse ist aus heutiger Sicht seine Einschätzung der politischen Orientierung der Menschen östlich der Elbe. Er beschreibt, auf seine Interviewerfahrungen gestützt, die heutigen Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen als sozusagen nationalsozialistisches Kernland.

klar muss jedes Verbrechen verfolgt werden

und wenn es Helfer aus Polen gab, die dazu beigetragen haben, dass ein Genozid stattfinden konnte, sind diese genauso zur Rechenschaft zu ziehen, wie wenn diese Helfer aus anderen Ländern kamen. Nicht die Nationalität ist entscheidend, sondern die Frage: Wer half bei diesem Verbrechen mit?
Man müsste aber diese Frage ausweiten im Blick auf alle Länder, in denen Verbrechen gegen die Menschlichkeit geschahen oder geschehen - auch nach 1945.
Insofern verstehe ich Israels Kritik und danke für den Beitrag der Tagesschau!

um 11:22 von mikeyaa "Ich bin irritiert!"

>>Aber für schräge und falsche Tatsachen sind keine Strafen und Gesetze nötig. Das ist zutiefst undemokratisch und paranoid.<<

Aussagen oder Kunst, die den Holocaust in Frage stellt stehen in Deutschland unter Strafe, dafür gibt es Gesetze.

Finden Sie das auch zutiefst undemokratisch und paranoid? Ich jedenfalls schon. Und trotzdem bin ich nicht unglücklich über diese Regelung. Das sind einfach freie Meinungsäußerungen die niemand braucht und nur Schaden anrichten. Nicht alles muss (und sollte mMn) demokratisch sein in einer funktionierenden Gesellschaft.

@trojaner 2015

Den Begriff "Holocaust-Industrie" lese ich hier zum ersten Mal und finde ihn abscheulich! Für Sie und Ihre Einstellung, (Zitat) "Ich lehne es ab, für Sachen verantwortlich gemacht zu werden, die ich weder initiert noch selbst daran beteiligt gewesen zu sein": Stellen Sie sich vor, Ihre Eltern hätten Konkurs gemacht und deshalb Haus und Hof verloren. Würden Sie Ihren Eltern nicht vorwerfen, sie wären mit Ihrem Erbe unvorsichtig umgegangen? Es gibt nun einmal Ereignisse, die man nicht negieren kann obwohl man selbst nicht dafür verantwortlich ist.

12:14, Sisyphos3

>>11:29 von peter04
Geht es Ihnen darum, neuen Israel- oder Judenhass aufzubauen, indem Sie Opfergruppen gegeneinander ausspielen?
.
genau das ist das Problem !

man kann sich äußern wie man will, sofort ist man ein Judenhasser
... und wenn es das Leid anderer nicht schmälert warum darf man nicht über das zugefügte Unrecht anderer sprechen
analog dazu, dass auch andere Völker Verbrechen verübten, das macht die eigenen Verbrechen auch nicht kleiner, diese zu bennen
aber es wird sofort unterstellt<<

Ich kann Ihre mir sattsam bekannte Haltung nicht nachvollziehen.

Niemand unterstellt mir, ein Judenhasser zu sein.

Das liegt aber vielleicht daran, daß ich nicht, wenn das Thema die Judenverfolgung im dritten Reich ist, darauf hinweise, daß aber anderswo von anderen Leuten ebenfalls ganz schlimme Verbrechen begangen wurden.

Über die rede ich dann, wenn sie das Thema sind, und nicht, um von einem Thema, welches mir vielleicht unangenehm ist, abzulenken.

Wenn die Wahrheit schmerzt, hilft kein leugnen

Es gab polnische Opfer und polnische Täter in dieser Zeit.
Das Lager war eine deutsche Einrichtung und war auf der Idee der Deutschen basierend entstanden.
Allerdings mit einem Gesetz und solcher Härteregelung vorzugehen, halte ich für falsch und fragwürdig.
Natürlich darf Deutschland seine Schuld nicht auf andere abwälzen; allerdings gab es eben in vielen anderen Ländern auch all zu gern freiwillige Helfer. So etwa auch in Lettland und Littauen, in Polen und den Niederlanden, etc.
Es wäre töricht, nicht zugeben zu wollen, dass Antisemitismus in dieser Zeit mit den verheerenden Auswirkungen, nicht auch Beifall im benachbarten Ausland gab.

Man sollte diese Zeit als Mahn-Historie nicht verschleiern oder umbenennen wollen.
Auch dann nicht, wenn diese grausame Zeit den Ländern den Spiegel vorzuhalten fähig ist.
Die Welt online schrieb den Artikel: Polens Judenhass nach 1945
www.welt.de/kultur/literarischewelt/article109560980/Polens-Judenhass-na...

@Srnsibelius

Sie können sich weigern wie sie wollen, solche Ereignisse wie der Holocaust werden sich wiederholen, nein, sie haben sich bereits wiederholt.

Es waren nun mal

LAger, die durch Polen in Polen erreichtet, und von einer Vielzahl von Polen als Personal am Laufen gehalten wurden.
Man kann hier nicht einfach so tun, als hätte man keine Chance gehabt, die deutsche Reichsregierung beim Aufbau des Vernichtungssystems zu behindern.
Diese Lage wurden auch von einem Grossteil der poln. Antisemiten begrüsst!
Von daher sind und waren alle Lager immer auch Lager der jeweiligen Verwaltung.
Nur wer Widerstand leistete und leistet, ist entschuldbar. Damals wie heute (Guantanamo....)

12:20 von fathaland slim

11:05, Hannebachit
>>Woher wollen Sie wissen, dass die Mehrheit der Deutschen nationalsozialistisch orientiert war? Und Sie widersprechen Sich selbst. ...Wahlberechtigten haben die NSDAP gewählt, also weniger als 20 Prozent der Bevölkerung<<

So einfach ist das alles nicht zu beschreiben und zu verstehen.
Ich habe gerade ein sehr erhellendes Buch gelesen, von Saul K. Padover, ..". Padovers Aufgabe a herauszufinden, wie "die Deutschen" tickten. Das Buch schrieb er 1946. von besonderem Interesse ist aus heutiger Sicht seine Einschätzung der politischen Orientierung der Menschen östlich der Elbe. Er beschreibt, a..erfahrungen gestützt, die heutigen Länder Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen als sozusagen nationalsozialistisches Kernland.
///
*
*
Diese Länder haben anschließend den linkssozialistischen perfektionierten Terrorstaat incl. Mauermord ertragen müssen.
*
2015 Pegida in Dresden: 35 Prozent der Befragten verfügen über einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss.
*

07:12 von Sisyphos3

Ordnung/Korrektheit muß sein

die KZ´s wurden von der deutschen Besatzungsmacht gebaut
Wie "kritisch" die polnische Bevölkerung jetzt zur Judenverfolgung stand
also das ist jetzt ne ganz andere Sache
////
*
*
Also der polnische Aufseher ist eine ganz andere Sache?

sich weniger mit der Vergangenheit bechäftigten

wichtiger, in die Gegenwart und Zukunft schauen.
Es nervt, diese ständigen Kriegsgeschichten im TV, um uns an unsere Schuld zu erinnern.
Wer den Hintergrund nicht verstehen will, wird seine Meinung nicht ändern.
Deshalb rigoros gegen die rechten Elemente vorgehen. Dies gilt auch für die Polen mit ihrem neuen Nationalismus.
Wenn sich dort wieder neue provokatorische und kriegerische Aktionen gegen uns bilden, den Geldhahn abdrehen, die Grenzen dicht machen. Sollen sie sich wieder den Russen anschließen.

@ um 08:43 von tomtomtoy

"So?
Das "Gesetz" soll auch im Ausland gelten ?
..."

Wieso behaupten Sie, dass das Gesetz auch im Ausland gelten solle? Im Bericht heißt es lediglich 'Das Gesetz soll für polnische Bürger und für Ausländer gelten.' Das ist für Gesetze üblich.

Wenn Sie auch noch "Polen ist verloren, das sollten wir akzeptieren und die neuer EU-Außengrenze an Oder und Neiße zeichnen!" schreiben, begeben Sie sich auf eine sehr niedrige polemische Stufe.

Im Übrigen käme ich nie auf die Idee, die auf polnischem Boden errichtete KZs als 'polnisch' zu bezeichnen.

Gebetsmühlenartiges Wiederkäuen

Egal was man einschaltet oder liest- immer wieder "Sünde; gegen das Vergessen; Mahnmal; Schuld; Schande usw usw." Sorry dass ich es mal so sage: man hat es irgendwann satt an etwas erinnert zu werden, dass man nicht verbrochen hat, nur weil man ein Teil dieses Landes ist. Ein Friedenszeichen wäre für mich: abreißen - und zwar nicht nur in Polen und einen Schlussstrich ziehen.
Greueltaten gab und gibt es genug. Ebenso "rechte Gedanken"- auch die gibt es in anderen Ländern. Man macht es auch nicht dadurch besser, indem man krampfhaft versucht ein Gut-mensch-Vorzeigeland zu sein oder werden und ständig einem vorsetzt "wie unmenschlich man war". Das Ergebnis davon sehen wir ja.

@ Sisyphos3 12.14h - es gibt Regeln, auch ungeschriebene

...........man kann sich äußern wie man will, sofort ist man ein Judenhasser...........

1. Wenn man von Auschwitz spricht, dann hat der Begriff Palästinenser darin nichts zu suchen.
2. Wenn man über Hl. Inquisition redet dann ist der Begriff Unterdrückung der Frauen im Islam ebenso falsch am Platze
3. Wenn man von Fischstäbchen spricht, dann hat das nichts mit tierquälerischen Tiertransporten zu tun.

Ich denke, allzu viel Feingefühl zum Verständnis dieser 3 Beispiele ist nicht nötig. Wers hat der hats.

Lerne deine eigene Schuld

Der Vergleich mit Nazi Endlösung und Ariertum kann nicht mit den Kriegssituation und Hinterhalt der Armenier gegen ihren Staat Türkei verglichen werden. Einen sog. Völkermord mit der Absicht eine Minderheit aus ideologischen, rassistischen Merkmalen auszurotten hat es in der türkischen Geschichte nie gegeben. Wogl aber in der westlich christlichen Welt ( Judenverfolgung, Vernichtung der Eingeborenen in Süd- und Noramerika, Sklavenhandel Afrika, Kolonialismus, Imperialismus.........und und und) Sie können ihre Falschbehauptungen und Verleumdungen noch tausendmal wiederholen, dadurch wird Geschichte nicht nach ihren Wünschen neu geschrieben. Achja den Massenmord an den bosnischen Bevölkerung nur wegen der Zugehörigkeit zum Islam hat Europa und Amerika zugeschaut während serbische Schergen die Opfer von holländischen Blauhelmen zum Abschuß frei erhielten. Und der Irakkrieg? Ein Krieg aus christlichem Mißverständnis heraus? Und der Massenmord an Palestinensern? Danke Deutschland....?

das wirkliche Ziel dieses Gesetzes ist

die unbequemen ausländischen Journalisten aus Polen fern oder unter Kontrolle zu halten. Wie bei Erdogan bestimmte Begriffe oder Beiträge zu kriminalisieren und Journalisten in Polen strafrechtlich zu verfolgen. Wobei dies künftig auch auf weitere Begriffe ausgedehnt werden dürfte.

@geselliger misa...

"Das ist so ja nicht richtig: Es starben etwa 6 Mio Juden, aber auch etwa 27 Mio Russen (bzw. Bürger der Sovietunion)."
.
das ist richtig, allerdings bezog sich mein Kommentar auf die Konzentrationslager

Hier kann man lesen, wie Europa zusammen gewachsen ist.

Wir sind eine Gemeinschaft und darauf bin ich stolz. Dass es jetzt Regierungen gibt, die wieder zurück in die Höhle des Nationalismus möchten, ist für mich nicht zu begreifen. Dass man in Polen, für eine falsche Wortwahl im Gefängnis landen kann, ist für mich rückwerts gewandt und dumm. Das Volk hat es in der Hand, diesen Irrweg mit zu gehen, oder bei der nächsten Wahl anders zu entscheiden. Mal schauen!

12:45, Critical-X

>>Egal was man einschaltet oder liest- immer wieder "Sünde; gegen das Vergessen; Mahnmal; Schuld; Schande usw usw." Sorry dass ich es mal so sage: man hat es irgendwann satt an etwas erinnert zu werden, dass man nicht verbrochen hat, nur weil man ein Teil dieses Landes ist. Ein Friedenszeichen wäre für mich: abreißen - und zwar nicht nur in Polen und einen Schlussstrich ziehen.<<

Ich möchte zu der Höckeposition, die Sie hier beziehen, gar nicht groß Stellung beziehen und Sie lediglich daran erinnern, daß das, was Sie schreiben, mit dem hier diskutierten Artikel absolut nichts zu tun hat.

Oder fühlen Sie sich, sobald es in irgendeinem Zusammenhang um den Holocaust geht, in Ihrer Eigenschaft als Deutscher niedergemacht?

Wenn Sie das so sehen, dann ist natürlich jedes Mahnmal und jedes Museum ein persönlicher Angriff auf Sie.

Auf mich nicht.

Das unterscheidet uns.

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