Ihre Meinung zu: Metall-Tarifverhandlungen gescheitert - Streiks angekündigt

27. Januar 2018 - 11:33 Uhr

Nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall ganztägige Warnstreiks in 250 Betrieben angekündigt. Die Metall-Arbeitgeber wollen vor Gericht ziehen.

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Kommentare

Ist doch immer so

" Verhandlungsführer und Südwestmetall-Chef Stefan Wolf sagte, er könne nur davor warnen, den Konflikt weiter eskalieren zu lassen. "

Interessant wären mal Daten um welche Summen von Stundenlöhnen es geht bei Südwestmetall, so lässt es sich immer schwer einschätzen um was es geht.
Das die 28 Stunden nicht auf Gegenliebe stoßen ist vorher klar gewesen.

Gruß

Hintergrundinformationen

Was haben die Arbeitgeber denn im Gegenzug angeboten?
Die unverschämten Forderungen kamen doch wohl eher von dieser Seite.

Wieder mal typisch, die Gewerkschaft und die Arbeiternehmer...

...sind die Buhmänner.
Ach die armen Arbeitgeber können sich das nicht leisten.
Und die Möglichkeit auf Arbeitszeitverkürzung in Zeiten der modernen Sklavenarbeit zu fordern grenzt an Majestätenbeleidigung.
Ich rede hier nicht von der kleinen Handwerkerfirma
bei kleinen Firmen kann man Sonderregelungen aushandeln. Nein, es geht um den Mittelstand und die
AG geführten Unternehmen.
Jährlich schleppen wir zig tausende von Überstunden vor uns her.
Ein Programm mit einer verkürzen Arbeitswoche bietet die Chance Facharbeiter aus Hartz 4, Zeitarbeit, Leiharbeit in den 1. Arbeitsmarkt zu schwemmen.
Aber das wollen die feinen Herren und Damen da oben eben nicht.

Und was die Lohnerhöhung angeht, wie oft haben die Arbeiter in den letzten Jahren in die Röhre geguckt, währenddessen die Gewinne der Manager stetig stiegen und steigen.
Manchmal wünschte ich mir Franzose zu sein.
Die wissen wie man ´richtig streikt und den Staat lahm legt.

Wir sind das Volk, hiess es mal.
Handelt danach.

Ich bin selbst betroffen,

aber bei 6,8% gesamt,hätte man zugreifen sollen.
Ich selbst arbeite 40 Stunden im Dreischichtsystem in BW.
28 Stunden sind realitätsfern nur einmal. Jetzt gibt es schon absolut keine Fachkräfte mehr am Markt. Die Arbeit wird jetzt schon mehr als genug verdichtet. Heißt als Dreher statt 2 jetzt schon 4 Maschinen mit einem Helfer der aus Rumänien oder Bulgarien kommt und kein deutsch spricht und an 3 bis 4 weiteren Maschinen mitarbeiten muß,aber absolut keine Ahnung hat, was er tut. Das wiederum treibt unsere Qualitätsmängel exorbitant in die Höhe. So kann man sich seine Kunden auch vom Hals schaffen.

viel zu wenig!

Die meisten IG-Metall Unternehmen sind Aktien-Unternehmen.
Und bevor hier jemand Müll erzählt, seit 20 Jahren werden die Arbeiter im Lohn gedrückt, damit man den Aktionären höhere Renditen spendieren kann. Zudem, von 100,-€ mehr vom Arbeitgeber, bekommt alleine Berlin schon 50,-€ und das ist erst der Anfang.
Kaum einer aus der Mittel oder Unterschicht, hat durch die tollen Exporte nach China usw, mehr Geld im Portmonnaie, so sieht es aus!
Genauso könnte ich auch fragen, wer eigentlich unter dem Strich von der EU profitiert? der Malocher? die Familie? der Bürger? der Steuerzahler? Oder doch nur der Staat und die obersten 10.000!?

Metall-Tarifverhandlungen gescheitert-Streiks angekündigt

Da besteht ja jetzt die Chance,daß das Image Deutschlands als Niedrigstreikland Deutschland durchbrochen wird.

Die IG-Metall soll sich bloß nicht auf eine "Schlichtung" mit irgendwelchen Münteferings und Co. einlassen,sondern in die Urabstimmung eintreten.

12:12 von Biocreature

Wieder mal typisch, die Gewerkschaft und die Arbeiternehmer...

...sind die Buhmänner.
Ach die armen Arbeitgeber können sich das nicht leisten.
Und die Möglichkeit auf Arbeitszeitverkürzung in Zeiten der modernen Sklavenarbeit zu fordern grenzt an Majestätenbeleidigung.
Ich rede hier nicht von der kleinen Handwerkerfirma
bei kleinen Firmen kann man Sonderregelungen aushandeln. Nein, es geht um den Mittelstand und die
AG geführten Unternehmen.
Jährlich schleppen wir zig tausende von Überstunden vor uns her.
Ein Programm mit einer verkürzen Arbeitswoche bietet die Chance Facharbeiter aus Hartz 4, Zeitarbeit, Leiharbeit in den 1. Arbeitsmarkt zu schwemmen.
Aber das wollen die feinen Herren und Damen da oben eben nicht.
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Manchmal wünschte ich mir Franzose zu sein.
Die wissen wie man ´richtig streikt und den Staat lahm legt.

Wir sind das Volk, hiess es mal.
Handelt danach.
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Deshalb sollen wir ja auch die französische Modernisierung bezahlen!

Als Handwerksmeister freue

Ich mich immer über den Arbeitgebervertreter. Wundern tue ich mich über die Gewerkschaft. Warum? Wir suchen händeringend nach Mitarbeitern und Auszubildende und die Gewerkschaften lassen sich runterhandeln. Verstehe ich nicht, finde es aber ganz prima. Weitermachen !!!

28 Stunden Woche der richtige Weg.

Ich wünsche den Beschäftigten viel Erfolg bei der Durchsetzung ihrer absolut berechtigten Interessen. Die 28 Stunde Woche ist hierbei genau die richtige Richtung, denn durch die zunehmende Automatisierung wird der Mensch in der Produktion immer weniger benötigt. Auch der angebliche Fachkräftemangel zieht nicht. Gäbe es ihn wirklich, wäre die Branche selber Schuld, dann hätte sie nämlich zu wenig ausgebildet. Und dieses Versäumnis kann nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer ausgetragen werden.

Angebot von 6,8% Lohnerhöhung - Almosen der Kapitalisten

Das Angebot der Kapitalisten an die IG Metall ist eine Beleidigung für die werktätige Klasse. Die Rendite der Anteilseigner und die Gehälter ihrer Vorstandsvasallen steigen exorbitant und die im Schweiße ihres Angesichts schwer schuftenden Arbeiter*Innen sollen mit lapidaren 6,8% abgespeist werden. Die dringend erforderliche Reduzierung der Arbeitszeit auf 28 Stunden bei vollem Lohnausgleich abzulehnen ist mensch*innenverachtend und - wie nicht anders zu erwarten war - unsozial. Mensch*innenverachend, weil schon 28 Stunden Fronarbeit in der Woche wider die menschliche Natur sind. Unsozial, weil die Reduzierung der Arbeitszeit Beschäftigungschancen für All*Innen im BRD sich Aufhaltend*Innen eröffnet hätte. Es bleibt zu hoffen, dass die IG Metall jetzt schnellstmöglich den Streit beschließt, um ihre mehr als berechtigten Forderungen endlich durchzusetzen, und einen gnadenlos harten Arbeitskampf gegen die Kapitalisten führt.

Tarifverhandlungen-Streiks angekündigt...

Ich glaub es ja wohl nicht ! Der Arbeitgeberverband (ME) spricht von unnötige Eskalation ? Die Forderung der IGM für ihre 3,9 Mitglieder ist mehr als gerechtfertigt ! Die mangelnde Kompromislosigkeit der Arbeitgeber und ihrer Vertreter ist es doch , die zu einer Eskalation in der Metallindustrie führen ! Warum sollen die forderungen nach einer befristeten 28 Stundenwoche für Mitarbeiter in Notlage eine Zumutung sein ? In einer Notlage, und ich betone Notlage kann ein jeder geraten ! Glauben die Arbeitgeber, sofort nach einer Einführung würden 3,9 Mio. Beschäftigte nur noch 28 Std. arbeiten wollen ? In Deutschland wurden 2017 ca. 1,7 Milliarden Überstunden geleistet, bezahlte und unbezahlte. Sie sind Flexibel über das Maß hinaus.Und sie hat die gewinne der Industrie erwirtschaftet ! Die Forderung ist nicht nur gerechtfertigt sondern auch längst überfällig. Also hollt euch die 6% und die 28 Stunden !

Staat

Haben Sie und viele andere Kommentatoren sich schon einmal gefragt, wer der Staat ist???

Ich darf die Herren

Ich darf die Herren Arbeitgeber daran erinnern, Deutschland ist ein freies Land und wenn es ihnen hier nicht mehr gefällt können sie gerne mit ihrem Unternehmen umziehen.

14:37 Jaroslaw P.

„Das Angebot der Kapitalisten an die IG Metall ist eine Beleidigung für die werktätige Klasse. Die Rendite der Anteilseigner und die Gehälter ihrer Vorstandsvasallen steigen exorbitant und die im Schweiße ihres Angesichts schwer schuftenden Arbeiter*Innen sollen mit lapidaren 6,8% abgespeist werden. Die dringend erforderliche Reduzierung der Arbeitszeit auf 28 Stunden bei vollem Lohnausgleich abzulehnen ist mensch*innenverachtend und - wie nicht anders zu erwarten war - unsozial. Mensch*innenverachend, weil schon 28 Stunden Fronarbeit in der Woche wider die menschliche Natur sind...“

Liebe Redaktion, warum werden diese dumpfen Parolen des Klassenkampfs hier veröffentlicht?

Über die Mehrzahl der

Über die Mehrzahl der Beiträge der Foristen wundere ich mich. Ich arbeite in der Metallbranche und weiß, dass die tariflich angestellten Arbeitnehmer bereits fair nach ERA eingestuft und bezahlt werden. Stattdessen werden die Arbeitgeber als Blutsauger dargestellt, die die armen Arbeiter ausbeuten. Leute, vergesst das. Ihr wisst nicht, wovon ihr redet.

Re 14:37 von Jaroslaw P

"Angebot von 6,8% Lohnerhöhung - Almosen der Kapitalisten"
Darauf kann ich nur so viel sagen. Innerhalb von 10 Jahren von der EG5 auf die EG7 Metalltarif BW gestiegen,+ 15% Prozent freiwillige Arbeitgeberzulage,+ca.24% aus den jährlichen Tarifverhandlungen der letzten 10 Jahre,+ 3% jährlicher Bonus vom Überschuß und zu guter Letzt noch die betriebliche Rente, welche enorm ist nach 27 Jahren in der Firma (6stellig mit Zinsen).
Von daher,6,8% sind keine Almosen,die müssen erst mal erarbeitet werden bei dem heutigen Preisdruck auf die Auitomobilzulieferer.

35-Stunden-Woche im Osten

Ich höre nichts mehr davon, die 35-Stunden-Woche im Osten einzuführen. Das wäre gerechter, als die Flexibilisierung auf 28.
Aber davon hätten die West-Arbeitnehmer natürlich nichts.
Oder wissen die das eventuell gar nicht, dass wir jede Woche praktisch drei unentgeltliche Überstunden leisten. Man kann auch sagen: Urlaubsbereinigt ist das fast ein Monat im Jahr.
Ich bin ja gespannt, wie das die IG-Metall mit der Gerechtigkeit versteht.

IG-Metallforderung und der Mittelstand

Ich arbeite in einem mittelständischen Unternehmen der Zulieferindustrie und frage mich: "wer denkt eigentlich an den Mittelstand?" In meiner Position bin ich ständig mit Preisreduzierungen beschäftigt, um unsere Aufträge nicht an "Low cost countries" zu verlieren. Wenn wir bei den Lohnforderungen nicht mitgehen, laufen wir Gefahr unsere Mitarbeiter zu verlieren. Gehen wir mit, laufen wir Gefahr unsere Aufträge zu verlieren und damit die Jobs unserer Mitarbeiter. Egal, was bei der Verhandlung herauskommt, eines steht jetzt schon fest: Unsere Kunden (die großen Player in der Metallindustrie) werden die Zeche von uns einfordern, indem sie uns zu Preisreduzierungen zwingen (über die Methoden hierbei möchte ich mich gar nicht erst äußern). Ich bin gespannt, wie lange das noch gut geht - für uns Zulieferer und unsere Mitarbeiter und Arbeitsplätze im ländlichen Raum. Eine Reduzierung der Arbeitszeit: ich weiß nicht, wie ich´s umsetzen soll. Wir haben jetzt schon ein Mangel an Mitarbeitern.

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