Kommentare

Bulgarien

Eine Kollegin mit rumänischen Wurzeln merkte damals zum EU-Beitritt von Rumänien und Bulgarien an:
"Ob die sich das wirklich gründlich überlegt haben?"

Gut für Bulgarien?

Bulgarien ist ein wunderschönes Land, in dem wir seit vielen Jahren Urlaub machen. Sollte allerdings Bulgarien den Euro bekommen, werden sich die Urlaubspreise wohl drastisch verteuern, was für den Tourismus, aber auch für viele in Bulgarien lebende deutsche Bürger schlecht ist. Von daher bezweifele ich den Nutzen, den Bulgarien vom Euro haben soll.

liebe anstalt, verdreht nicht die tatsachen

signore draghi macht das, um seine italiener und die franzosen vor einschneidenden reformen zu bewaren, auf kosten der nordländer!

@Thomas Wohlzufrieden

Da der bulgarische Lew seit über 20 Jahren erst an die D-Mark und inzwischen an den Euro gebunden ist, wird sich preislich vermutlich nichts ändern - anders als dies bei einem Land mit unabhängiger Währungspolitik und flexiblen Wechselkursen evtl. möglich wäre.

Insgesamt wird insbesondere in Deutschland die effektive Teuerungsrate durch Einführung des Euros als deutlich höher wahrgenommen als dies in der Realität der Fall ist (Stichwort gefühlte Inflation vs. reale Preisentwicklung), siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Teuro

Bulgarien hat meiner Ansicht

Bulgarien hat meiner Ansicht nach schon nicht die Kriterien zur Aufnahme in die EU erfüllt, sondern wurde ebenso wie Rumänien wegen seiner Lage am Schwarzen Meer aus geostrategischen, um nicht zu sagen militärstrategischen Gründen in EU und Nato aufgenommen. Das kommt der EU finanziell teuer zu stehen.

Allerdings kommen die EU Gelder nicht der Bevölkerung zu gute, sondern korrupten Oligarchen, die auch am EU Beitritt eine goldene Nase verdienen. Das Land ist viel zu arm und industriell zu wenig entwickelt, um dem Euro beizutreten. Das Land würde langfristig zu einem weiteren Griechenland. Das kann sich die Eurogruppe nicht leisten.

Ich stimme Herrn Juncker in vielem zu, aber nicht bei seiner Forderung eines Eurobeitritts Bulgariens.

Das sagt doch eigentlich alles über die EU

Übernommen aus dem Bericht>
Bei Griechenland wurden damals alle Augen zugedrückt, obwohl bekannt war, dass Athen bei der Erhebung von Daten sehr großzügig war und im Kern die Kriterien nicht erfüllte. Doch auf den Zugang des Landes, in dem die Wiege Europas steht, wollten die Währungshüter aus symbolischen Gründen nicht verzichten - mit allen bekannten fatalen Folgen.
Symbolische Gründe - das ist doch sehr vereinfacht. Banken und Investoren haben sich gesund gestoßen am griechischen Drama. Die Griechen selbst leiden, viel zu wenig wird darüber berichtet. Die Armen und die Mittelschicht dieser "Wertegemeinschaft EU" zahlen und zahlen für Geld welches nach Griechenland und von dort meist irgendwohin weiterfließt.
Wie können symbolische Gründe eine Rechtfertigung dafür sein, dass alle weggeschaut haben als es um die Erfüllung der Aufnahmekriterien ging? Das ist doch einfach lächerlich, für mich schon kriminell. Wie so vieles sonst noch, was in der EU abläuft und die EZB-Euroverdünnung.

Stabiler Euro

Zu diesem Schluss dürfte auch der EZB-Rat in dieser Woche kommen. Für den steht allerdings ein ganz anderes Thema im Vordergrund: Schon wieder ist die Inflation im Euroraum gesunken, gleichzeitig setzte der Euro zum Höhenflug an.

Der Euro ist stabiler und in der Welt begehrter denn je.

Bulgarien möchte auch einen Anteil vom Wohlstand

@ Thomas Wohlzufrieden:
Sollte allerdings Bulgarien den Euro bekommen, werden sich die Urlaubspreise wohl drastisch verteuern, was für den Tourismus, aber auch für viele in Bulgarien lebende deutsche Bürger schlecht ist. Von daher bezweifele ich den Nutzen, den Bulgarien vom Euro haben soll.

Dabei ist das gar nicht so schwer zu verstehen. Wenn es den Menschen in Bulgarien gelingt, den Preis für ihre Arbeit zu erhöhen, verdienen sie mehr und können langsam zu Westeuropa aufschließen. Das bedeutet mehr Gerechtigkeit und ist ein überaus lohnendes Ziel.

Korruption

Doch der wehende Einzug in den Euro-Club dürfte den Euro-freundlichen Bulgaren vermutlich verwehrt bleiben, denn es gibt auch vieles, was dagegen spricht - vor allem die Korruption. In kaum einem Land der EU wird so viel geschmiert wie in Bulgarien.

Das ist ein großes Problem in Staaten des ehemaligen Ostblocks. Man muss sich aber klar machen, dass Bulgarien (75.) auf der Korruptionsliste für die ganze Welt noch deutlich vor der Ukraine und Russland (beide zusammen auf 131.) liegt.

Einführung des Euro

Bulgarien könnte natürlich auch ohne Zustimmung der EZB den Euro als gesetzliches Zahlungsmittel einführen. Nach und nach würden alle Waren nur noch mit Euro bezahlt und bargeldlos in Euro gerechnet.
Venezuela hat ja auch den Dollar als Zahlungsmittel eingeführt, obwohl es kein gutes Verhältnis zu den USA hat.

Ich würde die Einführung

des Euro in Bulgarien nur begrüßen. Allerdings sage ich es nur als Tourist.Die damit verbundenen Schwierigkeiten wie seinerzeit auch in Griechenland kamen, kann ich nicht beurteilen.

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