Ihre Meinung zu: Digitalisierung: Jeder Dritte fühlt sich überfordert

23. Januar 2018 - 19:25 Uhr

Obwohl die meisten Deutschen das Internet nutzen und die Gesellschaft immer digitaler wird, fühlen sich viele Menschen damit überfordert. Was bedeutet das für unsere Zukunft? Von Sophia Stritzel.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
2.5
Durchschnitt: 2.5 (8 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Was wird als Digitalisierung verkauft?

Alle sprechen von Digitalisierung, die Industrie entdeckte Digitalisierung 4.0 um staatliche Fördermittel anzuzapfen, die Konzerne versuchen den Bürgern allen Blödsinn aufzuhängen - weil es ja digital ist.
Die Internetversorgung ist entwicklungslandnah, da es privatisiert wurde, man also nun jemand hat der die Gewinne abgreift, aber natürlich nur wenig ausgeben will - diesen Part übernimmt glücklicherweise der Steuerzahler - Dank Digitalisierung.
Die Bürger sollen aber aufpassen, dass sie unter dem Slogan Digitalisierung nicht in die totale Überwachung abgleiten - Alexa und Co. sind schon da!

Jeder Dritte fühlt sich überfordert ...

Wer fährt seinen Wagen häufiger im Grenzbereich, wer (außer der Vorzimmerdame) beherrscht die Telefonanlage, wer weiß welche Daten sein Smart Phone wohin verpetzt, wer hätte nicht gern einen Chip im Hirn, der ihm all das Zugänglich macht ... Im Zeitalter der selbst fahrenden Autos, wer hätte nicht gern eine Schnittstelle, die ihm notfalls den Zugriff aufs Bremssystem per Gedanken Befehl (wie bei modernen Prothesen) ermöglich, statt erst das verschreckte Muskelsystem aufwecken zu müssen ..etc. , etc.
Das Problem besteht wohl schon länger, aber die allgemeine Überforderung nimmt halt zu, weil jedes digitale Etwas halt mehr kann als wir ahnen.
Wichtig ist aber nicht, was es kann, sondern das es das, was es kann nicht gegen unsere Interessen einsetzt. Was immer wir gebrauchen, am meisten bräuchten wir ein Zügel, das uns in all den undurchschaubaren Dingen zur Hand geht, möglichst ohne das wir das jedes mal bemerken müssen.

Überforderung

Die Digitalisierung wird uns auf ganzer Linie als Fortschritt verkauft, was sie aber tatsächlich nicht ist. Wenn es nicht mehr möglich ist, ohne Computerlehrgang das Autorradio zu bedienen, (vom Fahrzeug selber ganz zu schweigen), oder ohne Smartphone eine Fahrkarte zu kaufen, oder ohne PC einen Arzt-oder Behördentermin zu bekommen, dann hat die Digitalisierung jene Grenze zur Überforderung bereits überschritten.

Als 1972 Geborener verstehe...

...ich dieses bedrohlich klingende "Deutschland hinkt digital hinterher" nicht.
Wie so oft stimmt dieser Satz maximal aus dem Blickwinkel der Wirtschaft.
Die Kehrseite der Medaille für den Einzelnen dürfte doch so langsam wirklich jedem klar werden:
- Ablenkung, obwohl Konzentration nötig ist.
- Permanentes Ablichten und Posten von Fotos, die keiner sehen will, insbesondere von sich selbst sehen will.
- Der Zwang, dem "Pfeifen" des mobilen Endgeräts zu folgen (Konditionierung gemäß Pawlow).
- In der Familie/Ehe wird "Tippen" insgeheim als Verheimlichen gewertet.
- 30 Schulkinder im Klassenraum: unter permanentem Bombardement von sich rückmeldenden Handys, WLAN und Bluetooth.
- Kurzsichtigkeit usw.
Ich will die Vorteile der sog, digitalen Welt ja nicht leugnen, aber die Nachteile überwiegen aus meiner Sicht immer mehr.
Als Familienvater mache ich mir tatsächlich Sorgen über den Nachwuchs, denn der wird unser Offline-Leben von damals niemals kennenlernen (dürfen).
"Generation Ladekabel"

@Was wird als Digitalisierung verkauft? 18:33 von Denkerist

"Die Bürger sollen aber aufpassen, dass sie unter dem Slogan Digitalisierung
nicht in die totale Überwachung abgleiten - Alexa und Co. sind schon da!"

So siehts aus. Andererseits eine hoffnungsvolle Anmerkung.
Die grossen Oligo/Monopole waren immer ein Hemmschuh in der Entwicklung,
da sie die Konkurrenz behindern.

Bestes Beispiel Intel oder Winzigweich oder diese komische kugelige Welt.
Alexa wird genauso scheitern wie Alexander damals.
Und Größenwahn ist glücklicherweise immer noch von der Natur ausgebremst worden.

Angefangen bei den Dinosauriern und nicht aufgehört bei den 'stabilen Genies'..

Völlig richtig

Skeptizismus gegenüber potentieller Total-Überwachung & Marginalisierung durch Unvermögen, digitale Medien einzusetzen, sind zwei Paar Schuhe. Da muß man schon deutlich(-er) unterscheiden. Besonders gilt dieses für aussagekräftige Studien.
Wenn man es ganz genau wissen will muß natürlich auch die "politische" sprich staatliche Überwachung & die wirtschaftliche (also durch privatwirtschaftliche Unternehemen) unterschieden werden. Der Staat kann eine/-n in den Knast schicken, die wirtschaftliche Durchleuchtung führt im Endergebnis zur vollständigen wirtschaftlichen Ausbeutung. Gegen beides muß/kann/soll man sich mit unterschiedlichen Mitteln zur Wehr setzen.
Bildung tut Not auch in anderer Hinsicht, z. B. Ethik & Moral. Was heißt "Mensch sein", wie ist die Abgrenzung gegenüber künstlicher 'Intelligenz. Dann ist die Einstellung auch eine andere, wenn das reflektiert wird. Die Menschen dürfen durch Digitalisierung nicht weiter zu "Konsumtrotteln" erzogen werden...

Grüße vom Xie

Obwohl die meisten Deutschen

Obwohl die meisten Deutschen das Internet nutzen und die Gesellschaft immer digitaler wird, fühlen sich viele Menschen damit überfordert.
Ich würde diesen Satz noch ergänzen wollen, zu mindesten von den Menschen die noch den Kaffee mit einem Filter und Filtertüte und Kaffee und Kochendem Wasser auf Brühen!
Erstens: Man vereinsamt, man vereinsamt, man vereinsamt............
1000 Freunde brauche ich nicht! Einer würde genügen, sind aber leider alle Beschäftigt ///mit dem Simsen/// 

Mich wundert eher

das schon so viele sind die das Netz nutzen, und den Schub hat es mit dem Smartphone noch mal gegeben.
Es geht viel zu viel frei Zeit verloren und dabei mach ich selber keine Ausnahme auch wenn ich Smartphone und Alexa oder Siri nicht nutzen werde. Ich bin auch von Anfang an dabei und hab mit kleinsten Modem angefangen.
Es gibt 2 Punkte die eben sehr teuer sind, einmal bezahlen wir alle schon GEZ und dann vielleicht noch einen schnellen Anschluss.
Das macht schon mal locker 70 Euro und ist der Einkauf von Lebensmittel für eine Person die nicht viel hat für eine ganze Woche.

Punkt zwei ist auch für wenig geübte das Ganze umständlich und die Unsicherheiten nehmen ja eher zu als ab. Hab gerade das Problem selber, Telekom will ja alle Alten los werden und umstellen, kann aber nichts vernünftiges anbieten.
Also muss man den Anbieter wechseln, und das ist in einer fertigen Wohnung nicht immer ganz einfach und umständlich.

Aber wir alle verbringen zu Zeit im Netz, frische Luft ist auch gut.

Begriffswahrnehmung

Die Industrie 4.0 wurde nicht von Konzernen gerade entdeckt um Bürgern Blödsinn aufzuhängen - Auto-ID Systeme gibt es seit den 70ern und 80ern, prinzipiell mit Einführung des Barcodes. RFID ist auch schon etwas länger auf dem Markt, erreicht aber erst jetzt flächendeckende Wirkung.

Es ist vielmehr die Wahrnehmung und ein regelrechter Medienhype um den Begriff entstanden.

Tatsächlich hinkt Deutschland aber in Themen der Datenübertragung meilenweit hinterher. Und das betrifft vor allem: den Bürger. Denn wenn ich bei meinen Eltern zu Besuch bin, muss ich selbst für ein lausiges YouTube Video minutenlang puffern. Manche Firmen auf dem Land haben Mitarbeiter, die USB Laufwerke mit dem Auto von/nach Hause bringen um Kunden mit Daten zu versorgen. Und Filme per Streaming genießen ist hier nicht für jeden selbstverständlich. Der Vergleich zum Ausland ist immer unfassbar - ob in Amerika oder Südostasien oder Resteuropa, überall besser.

Digitalisierung

Das einzige, das man von Seiten der Politik die letzten Jahre bis heute zum Thema Digitalisierung hört, ist Netzausbau für Privathaushalte und Schulen. Mehr kommt da nicht. Es fehlt in der Diskussion völlig eine Vision.
Dass in der Gesellschaft ein großer Teil der heutigen Beschäftigten (auch hochqualifizierte Arbeiten) arbeitslos und teilweise unvermittelbar werden wird, ist kaum noch umstritten, da die Produktivität gesteigert werden kann, ohne neue Märkte zu erschließen.

Dabei teile ich die Meinung von Herrn Yogeshwar: nicht Arbeiten zu müssen ist ein uralter Menschheitstraum und positiv gestaltet kann die Digitalisierung viel Gutes bringen. Aber dazu braucht es eine gestalterische Vision auf die man hinarbeiten möchte.
Wenn in der Politik nicht bald Impulse in diese Richtung gesetzt werden - in welcher Form auch immer, und diese Gestaltung alleine dem Silikon Valley überlassen wird, sehe ich eher düster. Denn dort will man uns in Zukunft von der "Last" der Entscheidung befreien...

Vielschichtig wie die Protokolle

Der Artikel bildet nur einen kleinen Abriss der Probleme dar.
Kaufen sie sich ein Smartphone. Ein wenig später gibt es schon keine Updates mehr und das nächste ist fällig. Der Sendestandart wird verändert und das nächste wird fällig. Einmal aus der Hand gefallen, das nächste wird fällig.
Ein Element des Smarthome bekommt eine neue Firmware, das nächste wird fällig.
Das SP fällt aus , das SH funktioniert nicht mehr.
Das ist ein Bruchteil der Hardwareprobleme die auftauchen können, zumal nicht jeder alle zwei Jahre ein neues SP haben will, weil man sich gerade an das "Alte" gewöhnt hat.
Jetzt geht es weiter mit der Software.
Der flächendeckende Einsatz eines Staatstrojaners wurde jetzt durch Kaspersky aufgedeckt. Das bedeutet, es ist ein Fehler im Betriebssystem der nicht behoben wird. Update hier , Upgrade da, Bluetooth aktiviert.
So und jetzt geht es ins Internet.....oder lieber doch nicht.
Aus einem Nutzer wird ein gläserner Werbedatensammler und Persönlichkeitsabbildlieferant....

Jeder kann nur

über seine eigene Zukunft verfügen.
Und die beginnt immer in der Gegenwart. Okay, ich lasse next also wieder Arbeiter in meine Wohnung, um (wieder mal) neue Kabel legen zu lassen, Krach & Dreck auszuhalten. Okay, alles für n a c h mir, für die Nachmieter ... Obwohl in 10, 20, 30 Jahren bestimmt wieder andere 'neuen' Technologien gefröhnt werden wird. (Nun ja, nach mir die Sintflut)

Gefragt, ob ich das möchte, BRAUCHE, wurde ich 'natürlich' nicht. Klar, den PC möchte ich nutzen können, möglichst ungebremst. Aber eine neue Kabelage fürs Fernsehgerät brauche ich z. B. nicht, da ich schon seit 18 Jahren keins brauche. Und auch in Zukunft nicht. Denn meine Lebenszeit verbringe ich ohne TV (Lesen, Schreiben, Sex, Sport ...)

Was ich sagen möchte, ist, dass mich so gut wie keine digitalen Neuerungen in meinem Alltag bereichern - im Gegenteil, ich brauche sie nicht, und lasse mir nie irgendeinen Quatsch andrehen. Über mein Leben bestimme ich selbst. Punkt. DAS macht doch überhaupt Leben aus.

Agenda-Setting

muss sein.

"Obwohl die meisten Deutschen das Internet nutzen und die Gesellschaft immer digitaler wird, fühlen sich viele Menschen damit überfordert. Was bedeutet das für unsere Zukunft?"
Frau Stritzel, wo ist denn Ihre Glaskugel hin?

Das kontinuierliche Nachschieben irrelevanter "Nachrichten" in Richtung Digitalisierung, sprich "4.0" ist sowas von langweilig. Oder ist jetzt etwa schon Mitte Januar informationell die Sommerflaute ausgebrochen ?

Warum muss alles digital sein?

Warum muss alles digital sein? Ich zum Beispiel verkaufe Fahrkarten in einem Reisebüro. Natürlich kann man die jetzt auch ganz bequem von zu Hause aus buchen. Aber die Kundinnen und Kunden, die zu uns kommen, finden es eben schön, noch von einem Menschen eine Fahrkarte zu kaufen. Es erhöht auch die Attraktivität (und auch die Sicherheit) des Bahnhofs. Es ist zwar nicht komplett ohne Digitialisierung, denn zum Buchen der Fahrkarten nutzen wir ja auch das Internet. Aber es sind eben doch noch Einzelfahrausweise, Monatskarten, Fahrplanauskünfte auf Papier, nicht als QR-Code auf dem Smartphone. Muss das unbedingt anders werden?

Eisscholle oder fester Boden?

""Überall muss ich auf das Internet zugreifen können, um teilhaben zu können", sagt Müller. "

Ich weiss nicht wo und wie Herr Müller lebt, aber ich brauche kein Internet um zu essen, wohnen, schlafen, zu lieben, Freundschaften pflegen, mit meinen Kindern Freude haben, Sport zu treiben, meine Hobbies zu pflegen, zu singen, malen, tanzen, wandern.

Mein Kühlschrank ist internetlos, wie mein Auto, Stromzähler, Kaffeemaschine, Badewanne, Radio, Spielkonsole und Arbeitscomputer. Kein Smartphone und doch verhungere ich nicht, kann überall hinfahren, habe Licht, Essen, Wasser, Musik Spass etc.

Geld verdienen könnte ich mit nur 1 Stunde online pro Tag und ich lebe sehr gut von meiner Arbeit.

Ich empfinde mich nicht als überfordert, unterversorgt, untergebildet oder gar einsam. Ich habe nicht das Gefühl auf einer schmelzenden Eisscholle zu sitzen, eher auf einem analogen festen Felsen umgeben von einsamen Menschen die permanent wischend und Accounts prüfend auf digitalem Treibsand wandern

"Am 23. Januar 2018 um 19:40

"Am 23. Januar 2018 um 19:40 von enttäuscht
Warum muss alles digital sein?
"

Ganz einfach, damit man die Menschen besser überwachen und unter Kontrolle halten kann. Auch ist eine totale Digitalisierung sehr hilfreich um Einkommen verfolgen zu können und entsprechend die Einkommenssteuern dann zu kassieren, gelle.

18:37 von Thomas Wohlzufrieden

"" Die Digitalisierung wird uns auf ganzer Linie als Fortschritt verkauft, was sie aber tatsächlich nicht ist. Wenn es nicht mehr möglich ist, ohne Computerlehrgang das Autorradio zu bedienen, (vom Fahrzeug selber ganz zu schweigen), oder ohne Smartphone eine Fahrkarte zu kaufen, oder ohne PC einen Arzt-oder Behördentermin zu bekommen, dann hat die Digitalisierung jene Grenze zur Überforderung bereits überschritten.""
#
Sie haben es auf den Punkt gebracht. Es wird uns Verbraucher als schöne neue Welt verkauft,ist es aber nicht.Ich gehöre weiß Gott nicht zu Dehnen die mit PC u. Smartphone nicht umgehen können,aber alles nur von der Digitalen Welt abhängig zu machen ist m.M.n. zu kurz gedacht.Wie störanfällig ist das denn auch noch wie z.B. bei Gewitter oder Kosmischen Strahlungen ?
Und die Vereinsamung der Menschen untereinander nimmt weiter zu. Gruß

Analog vs. Digital - persönliche Entscheidung der Lebensweise

Jeder muss frei und ohne Zwänge seine persönliche Lebensweise bestimmen können.
Ich persönlich halte von totaler Digitalisierung nicht viel.
Bis heute (ja, sehr stolz drauf) kein Smartphone, keine Äpps, kein ständiges *ding ding* *däng däng* *dong dong*. Mein Handy ist von 2002 und kann was ich für nötig halte.
Bis 2015 hatte der Router nicht mal Wlan, ich musste ihn mangels Updates und Features dann halt gegen ein Modell mit Wlan ersetzen.
Mein Youngtimer-Auto kennt kein Mobilfunk, nicht mal GPS ab Werk. Wenns fertig ist, hol ich dasselbe Modell wieder.
Für mich ist ein weitgehend analoges Leben einfach die persönliche Präferenz.
PS: Arbeite als Programmierer in der IT.....

Digitalisierung ohne Strom

Vor kurzem lief in Las Vegas die Technik-Messe CES, die nicht durch ihre digital-smarten neuen Gimmicks von sich reden machte sondern von etwas ganz Trivialem: Einem Stromausfall infolge eines kräftigen Regenschauers. Selbst Google stand im Dunkeln. Tja, so schnell kann es gehen ... ;)

Ein Drittel gefühlt überfordert

Und alle die, die überfordert sind, das aber nicht fühlen, bis zum Burnout vergeht oft einige Zeit, sind dabei noch nicht einmal mitgerechnet. Der einen oder anderen Studie aus dem Gesundheitswesen, wie ständige (Pflicht zur) Erreichbarkeit, nach Feierabend "mal eben" die Geschäftsmails checken, sollte wesentlich mehr Beachtung geschenkt werden.

@18:33 von Denkerist: Das ist der huxley'sche Ansatz

Alexa & Co, die nichts weiter sind als die "Televisoren" und "Richtmikrofone" aus dem Roman 1984 von George Orwell - holen sich die Leute freiwillig ohne jeden staatlichen Zwang in die Häuser. Sie fahren funkvernetzte Autos mit Mikrofonen und Kameras ("Müdigkeitserkennung....."), wo jede Minute das Fahrverhalten und die Position gesendet wird.
Das alles ist wie in "Brave New World" von Aldous Huxley, der die genaue Gegenthese zu 1984 beschreibt.
Eine Überwachungsgesellschaft, die das alles aus Motiven des Perfektionismus und Protz heraus mitmacht.
Für die Überwacher und Daten-Analysten ist es so noch viel besser, weil diese Daten nicht aus Zwang heraus entstehen (der Mensch verhält sich "unecht" unter Zwang).
Und Ich muss das alles einfach nur boykottieren, um meine Freiheit und Privatsphäre zu erhalten. Noch kann ich keine Ausgrenzung spüren ohne Smartphone und Facebook.....
Danach werd ich halt zum "digitalen Eremit" - auch recht.

... darf's auch mal was Anderes sein?

Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland bei der Digitalisierung in vielen Bereichen hinterher. Zum Beispiel beim Ausbau von Breitbandanschlüssen.

Zum Beispiel ja - genau dieses Beispiel wird aber derart monoton wiederholt, dass man davon aus geht, es gäbe kein anderes. Nennen Sie doch mal etwas Anderes! Nur ein Mal!

Digitalisierung 4.0

Digitalisierung 4.0 bedeutet ,einen bestehenden Markt effizienter zu machen. Also mittel- und gehobene Dienstleistungsberufe Werden wegfallen.

Die Vorderung Nach mehr und schnelleres Internet ist nur eine neoliberale propaganda , oft getarnt mit der Überschrift
" Selbstoptimierung"

Von dem versuch des ständigen "Aufmerksamkeitsraubes" mal ganz zu schweigen .
Sehe ich besonders kritisch bei Kindern.

Content-Produktion

"Im alten Griechenland war es so: Die Sklaven arbeiteten und die anderen befassten sich zum Beispiel mit den schönen Künsten. Und das könnte man provokant auf heute ansetzen und sagen: Müssen wir nicht heute vielleicht mehr den Wert von Gedichten und Malerei sehen, weil wir in vielleicht 15 bis 20 Jahren nicht mehr alle beschäftigt sind?"

Ein absolut Beispiel für alles-und-jeden Kunst ist Youtube, es sind aber auch die Kommentarfuntionen oder jene Inhalte, auf die Herr Maas kürzlich gesetzlich die Jagd eröffnet hat ... Das sollte man schon von beiden Seiten her denken, nicht nur vom "Schönen".

Ich hab kein Handy!

Digitalisierung ist nichts anderers als anerzogene Unmündigkeit, Unselbsttändigkeit und Einschränkung der Lebensqualität. Wer z.B. ohne Handy nicht mehr leben kann macht sich und seine "Freunde" von einer Akkuladung abhängig.

Wenn Werbung uns Herzschrittmacher besser verkaufen würde, hätte sicher jeder gern einen.

Von der Digitalisierung ueberfordert

sind m. E. diejenigen, die Smartphone und Alexa & Co. am meisten verteufeln. Jeder Smartphonebesitzer kann frei entscheiden, ob er das Ding staendig in der Hand halten und bei Piep sofort drauf schauen muss. Genauso kann jeder Alexa- oder Siri-Besitzer frei entscheiden, was er mit seinem elektronischen Assistenten macht. Wer Alexa dazu nutzt, um bei Amazon einzukaufen, ist selbst schuld, wer bei jedem "Bing" zwanghaft auf's Handy schauen muss, auch. Statt rumzujammern, dass wir durch Smartphone & Co. zuviel Freizeit verlieren und immer einsamer werden, sollten wir mit diesen Dingen verantwortungsvoll umgehen und auch unsere Kinder zu einem solchen verantwortungsvollen Umgang damit erziehen. Dann klappt's auch mit der Digitalisierung.

um 21:30 von Badman

Sie blenden den Menschen und seine Schwächen komplett aus.
Wenn ich schreiben würde, jeder Mensch kann frei entscheiden ob er Rauchen oder Heroin konsumieren will ist das auch falsch, bzw. ab einem gewissen Punkt ist diese Aussage falsch.

Der Suchtfaktor ist ein enorm hoher, dazu kommt die soziale Bindung. Heute ist diese sehr eng mit dem Internet verknüpft und das schon in sehr frühen Jahren.
Das heißt menschen werden schon in der Kindheit in eine Abhängigkeit geführt.
Dem Staat und der Wirtschaft dienlich --- dem Menschen nicht.

18:49 von artist22

Bestes Beispiel Intel oder Winzigweich oder diese komische kugelige Welt. Alexa wird genauso scheitern wie Alexander damals.

Na, ich würde die Dinge malnicht durcheinanderbringen. Inkompatibilität durch proprietäre Lösungen und/oder aus reiner Geschäftsabsicht, wie bei den von Ihnen genannten Beispielen, die sorgen natürlich für Überforderung.

Die meisten Menschen hingegen - im Umkehrschluss wohl 2/3tel zusätzlich jener, deren Überforderung in o.g. Schwierigkeit besteht (im Artikel: Die Hauptgründe: [...] Schwierigkeiten mit der Technik [...])- wünschen sich, dass alles problemloser interoperabel miteinander vernetz eingerichtet werden kann.

Was sind diese Menschen für Sie?

Auch ich

komme bestens ohne Smartphone & Co. aus. Ohne Auto, da ich noch immer gerne (seit meinem 3. Lebensjahr) Fahrrad fahre. Bei weiteren Strecken per Bus oder Bahn. No problem.

Niemals steht etwas bei mir auf Stand-by. Ich bestelle selten etwas online (Buch o. CD), gehe lieber einkaufen & zahle bar. Meine Fahrkarten kaufe ich am Kiosk.
Also: Bitte weniger Digitalisierungen über des Bürgers Kopf hinweg.
Besser wäre es, wenn man angeschrieben würde und bestimmte Ja/Nein-Kästchen ankreuzen könnte, ob man z. B. etwas installieren möchte oder nicht, etc.

Es lebe die Individualität - und nicht die Konformität, die Gleichschaltung aller über einen Kamm. Das erinnert mich nämlich an etwas, das ich nie & nimmer vergessen kann - -

@21:00 von WirSindLegion

"Mein Youngtimer-Auto kennt kein Mobilfunk, .... Wenns fertig ist, hol ich dasselbe Modell wieder" - Irrtum, denn das gibt es dann so nicht mehr bzw. es wäre nicht mehr zulassungsfähig. Das eigentlich Problem dabei ist, daß Leute, die mit PC, Tablet und Smartphone nichts am Hut haben heute schon überfordert sind, wenn sie ein nur mäßig ausgestattetes neues Auto kaufen. Das erfordert für einfachste Dinge andere Handgriffe als früher und entwickelt ein ausgeprägtes Eigenleben. Letzteres kann sehr verunsichern.
Im übrigen bin ich nahe bei Ihrer Einstellung.
Für Firmen wurde die Teilnahme erforderlich und privat ist es ganz praktisch. Es gibt jedoch vieles, wofür nach Kräften geworben wird, was ich schlicht nicht brauche. Das verschafft mir kein Problem.
Ich denke bei den ganzen Digitalisierungsfanatikern sowie E-Auto-Fans spielt auch mit, daß sie sich bestätigt fühlen, wenn sie jemanden von der "Notwendigkeit" teilzunehmen überzeugen konnten.

Am 23. Januar 2018 um 18:49 von artist22

Wenn es Sie interessiert: Die Dinosaurier gab es ca. 150 Millionen Jahre lang als "dominierende" Spezies.

M.E. müssen die Menschen aufpassen, dass sie es nicht übertreiben mit der Digitalisierung. Diese hat unbestritten in vielen Anwendungsmöglichkeiten enorme Vorteile. Aber es gibt einige Anwendungen mittlerweile, da frage ich mich, ob die Nachteile für die meisten Menschen nicht größer sind als die Vorteile. Insbesondere wenn bei sicherheitsrelevanten Anwendung die Schutzmethoden Redundanz und Diversität im Vertrauen auf diese Technik nicht mehr so genau genommen werden.
Mal davon abgesehen, dass auf er einen Seite die Menschen gebeten werden, möglichst sparsam mit elektrischer Energie umzugehen und auf der anderen Seite alles Wichtige (und Unwichtige) im Hause ferngesteuert (also mittels elektrischer Energie) betrieben werden soll.

Ich arbeite seit fast 30 Jahren

mit dem "Internet"
Leider haben Menschen die politischen Rahmenbedingen gesteckt, die tatsächlich nicht wußten was sie tun.

Im Jahr 2014 als Öttinger zum Kommissar für Digitalwirtschaft wurde, war das der Höhepunkt einer politischen Fehlbesetzung.

Vergleicht man die Entwicklung der IT-Welt mit der Autoentwicklung und Öttingers Postenübernahme,, dann wäre das so als hätte zu Zeiten des Golf IV ein Pferdekutscher das Amt des EU-Kommissars für Verkehr übernommen.
Und wenn er auf fehlende Kompetenz angesprochen worden wäre, mit "Wenn ich nicht mehr weiß, was eine Ampel ist, frage ich eben meinen Enkel", geantwortet.
Er fands witzig - ich war schockiert.

Die Gestalter der Gesetzgebung haben sich von Konzerninteressen geführt, aus Unwissenheit über den Tisch ziehen lassen, oder aus Gier ...

@21:45 von Phonomatic: Diese Menschen sind Träumer....

Ich wünsche mir auch weitgehende Interoperabilität. Die wird aber immer ein frommer Traum bleiben, weil jeder Hersteller SEIN Produkt, das mit proprietären und undokumentierten Schittstellen und Protokollen arbeitet, möglichst marktbeherrschend im Markt haben will.

Amazon, Microsoft, Samsung, LG, Hitachi, Toshiba, Philips, Huawei, Google - alles inkompatibel und proprietär.
Android ist theoretisch Open Source und dokumentiert - aber nur als nacktes Basissystem. Die "Varianten" der Hersteller sind nicht wiederzuerkennen und voll mit Eigenentwicklungen.

um 21:42 von schutzbefohlener

"Sie blenden den Menschen und seine Schwächen komplett aus." - Nein, das mach ich nicht oder Sie kennen mich besser als ich mich selbst.

"jeder Mensch kann frei entscheiden ob er Rauchen oder Heroin konsumieren will ist das auch falsch" - Nikotin-/Heroinkonsum mit Smartphonebenutzungsverhalten zu vergleichen ist schon sehr weit hergeholt.

"Das heißt menschen werden schon in der Kindheit in eine Abhängigkeit geführt." - Das halte ich gelinde gesagt fuer Unfug. Wir als Eltern sind fuer unsere Kinder hinsichtlich Smartphones etc. genauso erzieherisch verantwortlich wie auch fuer andere Dinge. Wer als Elternteil seinem Kind erlaubt, stundenlang auf einer Spielkonsole oder einem Smartphone rumzudaddeln, weil man glaubt, keine Zeit zu haben, um sich mit ihm aktiv zu beschaeftigen, der braucht sich nicht zu wundern, wenn beim Kind was schief laeuft.

Zwang zur Digitalisierung

Was ein wenig unter den Tisch fällt, das sind die Zwangsmaßnahmen, die fällig werden, wenn man sich Dingen wie der eGK oder biometrischen Pässen mit Fingerabdrücken verweigert.

All die Foristen, die hier einen auf analog machen: Wie sieht es aus mit dem Widerstand gegen die Digitalisierung und damit kommerzielle Verwertung Ihrer Daten im Gesundheitswesen?

Lernunwillig, so ist es.

"Obwohl die meisten Deutschen das Internet nutzen und die Gesellschaft immer digitaler wird, fühlen sich viele Menschen damit überfordert. Was bedeutet das für unsere Zukunft?"

Das die Menschen aufhören müssen so stinkefaul zu sein und sich mit dem Medium eben einmal auseinandersetzen und lernen wie man es richtig benutzt statt es nur zu besitzen.
Vorallem Eltern sind da in der Pflicht. Wenn ich sehe das die ganzen Kinder bereits ein Smartphone besitzen frage ich mich wirklich ob die Eltern sich im klaren sind was sie ihrem Balg da in die Hand geben. Ich denke die wenigsten dieser Geräte sind tatsächlich mit einer Kindersicherung versehen.

Da will man einen PC, ein Smartphone, ein Tablet und ist nicht einmal in der Lage die simpelsten Sachen wie Datein speichern/verschieben, neue APPs aus dem Playstore laden etc. auf die Reihe zu bekommen.
Und dann wird gefluch was für ein schei.dreck das doch alles sei. Jaja...kenne zuviele solcher Menschen.

Man kann vor der Zukunft nicht wegrennen

Vor- und Nachteile

Digitalisierung hat Vor- und Nachteile. Geschäftstüchtige Manager und Verkäufer werden vielleicht nur die Vorteile erwähnen. Dann ist es erfrischend, Kommentare zu lesen, die ohne geschäftliche Absichten geschrieben wurden und oftmals mehr der Wahrheit entsprechen.

21:59 von WirSindLegion

Tjaja - aber man glaubt es kaum und schon ist es Normalität: auf dem MacBook läuft auch'n Windows!
Mit der Zeit gibt es immer die Tendenz zur Interoperabilität - oder zum Verschwinden.

Fragt sich nur wer überfordert ist?

Ist das Postulat "weitere Digitalisierung macht vieles besser" denn überhaupt richtig? Sollten wir uns nicht fragen welche Werte wir leben wollen? Erst im Lichte von bestimmten Werten kann ich vielleicht entscheiden was besser ist?

Fakt ist Firmen schaffen durch private Normen (teils durch Patente geschützt) und geschlossene Netze (siehe Facebook) Monopole und zerstören damit den freien Wettbewerb. Und viele unserer Politiker bejubeln diese Firmen auch noch.

Fakt ist weiter: früher konnten wir viele Vorgänge noch verstehen, heute ist überall ein Stück Software dazwischen, mit irgendeinem von außen nicht verständlichen Algorithmus, der sich bei jedem Update auch noch ändert.

Das berühmte Beispiel mit dem Kühlschrank, der die Butter nachkauft, ist wohl ein Beispiel für etwas, was die allermeisten Menschen nicht brauchen.

Wir wollen all unserer Sinne gebrauchen und das verstehen, was um uns vorgeht, und nicht bei jedem Pups von einer "intelligente Software" bevormundet werden.

Von der ... überfordert ?!

Gestatten Sie mir Ihren Kommentar nur in einem Schlüsselwort mit leichten Anpassungen zu ersetzen. Nur als kleiner Denkanstoss zu Ihrer Logik:

"von der Alkoholnutzung überfordert sind die, die .. & Co am meisten verteufeln. Jeder Alkoholbesitzer kann frei entscheiden, ob er das Ding staendig in der Hand halten muss oder bei jedem Reiz sofort dran nippen muss. Genauso kann jeder Alkoholbesitzer frei entscheiden, was er zu seinem Assistenten macht. Wer Alkohol nutzt um ... ist selbst schuld, wer bei ... etc. pp. ... . Dann klappt's auch mit dem Alkohol."

Erklärend an meiner Metapher soll sein, dass ich nicht in die Ecke der von Alkohol Überforderten zu stellen bin, nur weil ich mich ausdrücklich gegen ihn entscheide.

Das gleiche wünsche ich mir, wenn es statt um Alkohol um Digitalisierung geht. Bitte bezeichnen Sie Leute nicht als überfordert, wenn sie etwas deutlich nachdrücklicher ablehnen oder kritisieren, als Sie es tun.

Umfassendes Ablehnen ist auch mündiger Umgang mit etwas.

um 22:01 von Badman

Erstens haben Kinder auch ein soziales Umfeld außerhalb des Elternhauses und mit zunehmendem Alter spielt dies eine zunehmende Rolle und zweites haben viele Eltern einfach nicht die Zeit, sich so intensiv mit Ihren Kindern zu beschäftigen, wie sie es beschreiben.
Wie sollen Alleinerziehende Berufstätige ihren Vorstellungen gerecht werden?

Der Aspekt mit der schwindend nötigen Arbeit ist...

...auch ein guter Beitrag.

Konzeptionell müssten alle schon erarbeiteten Konzepte au ihre besten Eigenschaften geprüft und das langsam übernommen werden.

Dann wäre die Gesellschaft frei von Dauerkrise, Krisenspitzen, Reichtumsteilhabeproblemen(Anzeize für schwieriger produzierbare Zusatzreichtümer können geschaffen werden).

Nur noch Naturkatastrophen wären Probleme und nicht mehr ser Mensch in seiner dauerhaft problematischen Sozialisation.

Wenns dicke kommt

Naja wenns dicke kommt dann bekommen wir durch die Digitalisierung millionen von arbeitslosen, besonders in den Dienstleistungsbreich , Banken, Versicherungen, Juristen , Autohersteller ( sebstfahrende autos wer brauch da noch parkende autos?) usw . Die anderen ,die dann noch einen job haben die bekommen alle burnouts weil sie diese effizient weggefallenen Jobs selber, in ihrer freizeit , machen müssen. Also als Bankangestellte( Onlinebanking) reiseagentur bzw Beförderungsbereich ( check in online) , usw. Also ihre tausenden apps selber verwalten und ständig aktualiesieren müssen...

Soll das Digitaliesierung 4.0 sein?

Tolle neue welt .

Es sei den wir machen uns mal gedanken was wir nun mit diesem Internet anstellen?

Leistungsgesellschaft hat sich ja damit verabschiedet . Also die Besteuerung auf Arbeit wird dann nicht mehr funktionieren.

So zukunft? Was is nun, was wollen wir machen , wie wollen wir damit leben..

Vermisse da die politische Debatte.

um 19:23 von BobbyJack

//...in welcher Form auch immer, und diese Gestaltung alleine dem Silikon Valley überlassen wird, sehe ich eher düster. Denn dort will man uns in Zukunft von der "Last" der Entscheidung befreien...//

Was unzweifelhaft zu weiterer Verblödung großer Teile der Gesellschaft führen würde. Aber was ist für die Wirtschaft schöner, als ein blöder Konsument. Und Politik ließe sich auch viel leichter 'gestalten'.

Langsame digitale Zukunft

Die neue Regierung wird sicher unseren letzten Platz in Sachen digitaler Autobahn prima ausbauen können (wie bei den echten Autobahnen auch).

Ich sehe es eher anders herum, als es uns ...

... der Artikel "verkaufen" will.

Wir müssen wieder weg von der ständig steigenden Digitalisierung!

Die komplette D. birgt enorme Gefahren, denn sie ist angreifbar, und zwar in einem Maße, das viele nicht wahr haben wollen.

Das Internet lässt sich auf oft einfache Weise lahmlegen, Updates bergen Sicherheitslücken, weil sie nicht genügend gesichert bzw. getestet wurden, das Verständnis der Neuerungen wird für viele immer geringer, das menschliche Miteinander bleibt immer mehr auf der Strecke (oder sollte man inzwischen schon sagen, die Menschlichkeit bleibt auf der Strecke?!).

Ich weiß nicht, ob man es als Angst bezeichnen kann, aber die Geschwindigkeit der technischen Updates verursachen bei mir zumindest ein deutliches Unwohlsein. So manches Mal wünsche ich mir eine Zeit ohne die ganze Technik zurück.

Natürlich können wir den Fortschritt nicht vollständig aufhalten, wir sollten aber aufpassen, dass er uns nicht komplett "verschlingt"!

um 21:59 von WirSindLegion

"Amazon, Microsoft, Samsung, LG, Hitachi, Toshiba, Philips, Huawei, Google - alles inkompatibel und proprietär."

Proprietaer trage ich mit aber inkompatibel - da sag ich einfach mal Nein. In meinem Samsung-Fernseher steckt ein Amazon-TV-Stick und eine Philips Hue-Lampe steuere ich mit Alexa.

Alexa, Siri und amazon echo

Liebe TS-Redaktion,

Amazon Echo ist kein Sprachassistent.

... und ganz ehrlich:

Wer hier als Erwachsener Zeitmangel für das Bewusstsein in der Erziehung seiner Kinder im Umgang mit der Digitalisierung vorschiebt, der sollte sich besser gar keine Kinder "anschaffen"!!!

Die größe Gefahr ist auch nicht

die Überforderung irgend einer Menü -Führung nicht mehr folgen zu können, oder jene, eine Zugfahrkarte via smartphone zu ordern, sondern die Folgen von Entwicklungsprozessen zu erkennen. Ich kenne "Parteisoldaten", der Regierungsparteien die wirkliche Koryphäen auf diesem Gebiet sind, Professoren Titel tragen und deren Meinung in der Partei zu diesen Themen nichts zählt, weil Platzhirsche mit lauten Brunftschreien ihre klugen Beiträge übertönen.
Und so landet der Platzhirsch eben da, wo der Fachmann eigentlich hingehört. Der widerum hängt im Wahlkampf dann Plakate auf.
Und das ist nun wirklich eine wahre Geschichte.

Mit gefangen, mit gehangen?

Ich gehöre beileibe nicht zu den Kostverächtern von Internet, Digitalisierung und Co.
Verbringe jeden Tag wohl immer wieder mal einige (verdaddelte) Zeit vor dem Bildschirm, brauch das Internet auch beruflich, kann die "Überforderung", von der im Artikel die Rede ist, schon nachvollziehen ... nur das (berufliche) Arbeiten werde ich mir auch in Zukunft nicht nehmen lassen. Und ich glaube auch, dass wir die im Artikel erwähnten antiken Lebensverhältnisse nicht bekommen werden (menschlicher Erfindungsgeist wird neue berufliche Tätigkeitsfelder erschaffen). Was mich im Artikel nur nervt, ist dieser latente Fatalismus, der uns glauben machen möchte, bestimmte Entwicklungen hätten unausweichliche Folgen für uns. Wir werden uns in Zukunft wahrscheinlich sehr viel genauer und aktiver entscheiden müssen, was wir wollen und wie wir unseren Alltag selbst gestalten möchten. Wir sind doch keine willenlosen Lemminge.

sehr unkritische Auseinandersetzung

Ich arbeite im Internet. medial. ein smartphone haben wir nicht, wollen wir auch nicht. Wir haben auch kein Facebook und kein Twitter. Braucht man nicht wirklich. wir versuchen das Wort MUSS aus unserem Leben fernzuhalten. Und wir hinterfragen immer wieder kritisch die Suchmaschinen und Angebote. Ich halte generell das Internet mehr für einen Fluch als einen Segen. Und leider steht Digitalisierung gerade völlig alternativlos in den Schlagzeilen. Darf sie aber nicht sein. Denn es geht gerade die Fähigkeit zu eigenständigem Denken und Handeln immer mehr verloren. Es gibt eine starke Monopolisierung, dadurch immer reichere Reiche und eine verarmende Mittelschicht. Die mit dem Internet anhängige Bedrohung durch Fremdsteuerung von Ampeln, Zügen, Uhren, Stromnetzen, Autos, Medizingeräten, Medien ist noch gar nicht thematisiert. Auch nicht die verlorenen Fähigkeiten, wenn das Internet ausfällt. Denn das katapultiert uns augenblicklich zurück ins Mittelalter.....

Pizza essen im digitalen Zeitalter

Drei Freundinnen sitzen in der Pizzeria. Sie unterhalten sich nicht, weil sie alle mit Ihrem Smartphon beschäftigt sind. Auch die Schwierigkeit, die das Essen der Pizza bereitet (Tischmanieren wurden offensichtlich bei den Klingonen abgeguckt), macht eine Unterhaltung offensichtlich unmöglich.
Wer ist der Abgehängte und wer hängt sich ab?

@22:01 von Interessant

Erstens geht es um die Menge an Daten und darum Risiken und Einflüsse zu vermeiden. Die Argumentation, "Wenn Sie Ihre Zwangsdigitalisierung nicht komplett vermeiden können (Elektronische Gesundheitskarte), dann brauchen Sie garnichts vermeiden." entspricht in etwa dem "Wenn sie das Einatmen von Spuren von Feinstaub nicht vermeiden können, brauchen Sie sich garnicht schützen." Also ab nach Peking oder in die Kohleminen!

Ausserdem geht es auch darum, wem ich meine Daten gebe, wem sie weiter verkauft werden und wie sehr ich mich davon bevormunden lasse.

Zu argumentieren wenn man etwas nicht zu 100% erreichen kann, kann man es gleich ganz sein lassen, spielt dem bequem in die Hände, der kein Interesse hat überhaupt etwas zu verbessern.

Zweitens glauben manche Menschen einfach nicht, wenn ihnen alle erzählen sie seien mit minimalem digitalen Einsatz nicht lebensfähig - was ja bei Einigen hier seltsamerweise doch möglich ist.

Es muss nicht Null sein, weniger ist halt mehr und gut.

Überfordert

ist vor allem die Telekom die es nicht schafft uns mehr als 4-5Mbit zu liefern. Der Ausbau auf Vectoring hatte bisher nur die folge das DSL von knapp7Mbit auf 4-5Mbit abgesackt ist. Das Kupferkabel wurde beim Ausbau beschädigt. Die Telekom schert sich einen Dreck drum. Werde wohl auf UnityMedia per Kabel gehen müssen um nicht komplett abgehängt zu werden. Für z.b. Homoffice reichen die 4-5Mbit nicht. Einen Tatort kann man sich nur mit ca. 50 Zwangspausen mit jeweils ca. 5 sekunden totalstopp anschauen. Das ist nervig...

Es geht um die totale Kontrolle der Menschen

Das ist das Ziel von Google, Apple, Amazon, Facebook, und Genossen.
Sie verdienen ihr Geld mit dem Ausnutzen der persönlichen Daten ihrer "Kunden".
Schon alleine die Smartphones - ohne Root - erlauben keine Sperrung des Abzockens aller persönlichen Daten der Nutzer.
Und wenn man die Dinger rootet, was zwingend erforderlich ist um auf seinem eigenen Gerät Administratorrechte zu haben, wird mit Verlust der Garantie gedroht.
Nein, so eine "Digitalisierung" brauchen wir nicht!
Dann lieber offline leben wie die vergangenen Jahrzehnte unseres Lebens auch.

willkommen im Club

Wir haben gerade ein neues Auto gekauft, mit so wenig digitaler Technik wie möglich. Aber mir ist das schon zu viel und ich habe mehr Vertrauen in unser 25 Jahre altes Fahrzeug als in den neuen. Der Alte steht gerade in der Werkstatt, wird wieder frisch gemacht. Und so komfortabel der Neue ist, so fremdel ich mit ihm. Auch ein Smartphone haben wir nicht, haben im Verwandtenkreis ausdrücklich verboten, unser Kind mit solchem Gerät aufzunehmen, gar Bilder zu versenden. Wer mit uns Kontakt haben will, findet andere Wege, ansonsten sind wir nicht wichtig genug. Isoliert fühlen wir uns nicht, aber deutlich weniger gestresst. Und weniger bevormundet.

Ich habe 4 Enkelkinder

und wenn wir alle bei bestimmten Familienfeiern zusammen sitzen,dann ist es in unserer Familie erstes Gebot das Handy,Smartfon auszuschalten.An diese Regel halten sich alle Familien Mitglieder. Wir haben unter uns festgestellt das man nicht immer und zu jeder Zeit erreichbar sein muss,b.z.W. die neuesten Nachrichten erhalten muss.

Aufklärung adieu, Selbständiges Denken ist nicht gefragt

Ich will hier eine kleine Werbung machen, aber als Fan von Precht (ZDF-Talk 4...6 mal pro Jahr) muss man einfach alles hinterfragen.
"Betreutes Leben - Wie uns Google, Facebook und Co. beherrschen. Ob Teenager oder US-Präsident, die Welt kommuniziert im Minutentakt über Twitter, Facebook und Instagram. Wir lassen uns über Apps und virtuelle Sprachassistenten Vorschläge für unser Leben unterbreiten. ..." (05.02.2018 0.00 Uhr)

Und ich persönlich finde, es fehlt uns einfach an Gleichmut, Gelassenheit, Bescheidenheit und Glückseligkeit (verirrt im Wald auf der Suche nach dem richtigen Weg ganz ohne Elektronik).

18:57 von Wolfgang Eitorf

"Erstens: Man vereinsamt, man vereinsamt, man vereinsamt............
1000 Freunde brauche ich nicht! Einer würde genügen, sind aber leider alle Beschäftigt ///mit dem Simsen/// "

Ich wurde beim Aufnahmegespräch in einer Kurklinik nach meinem Freundeskreis gefragt. Ich hatte geantwortet: "Ich habe nur wenige Freunde, aber auf die kann ich mich verlassen."
Der Arzt war völlig überrascht und erklärte, dass die meisten Patienten sagen: "Da hat man sooo viele Freunde und keiner kümmert sich..."

Tja - Facebook und Twitter bringen mich nicht nach Sylt, holen mich auch nicht wieder ab, machen keine Besuche und schicken keine Päckchen. Aber offensichtlich gehöre ich zu den Abgehängten.

Umfassendes Ablehnen ist auch mündiger Umgang mit etwas.

Nein, umfassendes Ablehnen ist einfach nur "dagegen sein".

Auch ich habe Smartphones lange Zeit abgelehnt. Nicht weil ich davon nichts verstehe sondern weil ich nicht wollte, dass es mich zu einem "Smartphone-Zombie" macht. Heute hab ich eins und bin froh darueber, weil es in vielen Belangen nuetzlich ist und ich trage es nicht staendig in der Hand und schaue drauf sobald es einen Piep von sich gibt.

Ihr Vergleich mit dem Alkohol ist uebrigens an den Haaren herbeigezogen, genauso wie der Vergleich mit Nikotin/Heroin in vorherigen Kommentaren.

Die digitale Last

Wo sich Geld verdienen lässt werden alle eventuellen Folgeschäden ausgeklammert.
Dies war schon so bei den industriellen Revolutionen, wo wir durch die industrielle Luftverschmutzung die Folgen jetzt noch weltweit spüren.
Dies ist so mit der weltweiten Abholzung von Wäldern vor deren Folgeschäden Humboldt schon gewarnt hatte seinerzeit.
Dies ist so mit der momentanen weltweiten Aufrüstung.
Dies ist jetzt auch so mir der Digitalisierung und der Folgen der schnellen Globalisierung welche die Welt und die Menschheit total überfordern.
Den Fehler welche die Branche und alle die welche vom digitalen Wahn getrieben werden machen ist der, dass sie Risiken einfach ausklammern.
Die Digitalisierung hat sicherlich in vielen Bereichen ihre sinnvolle Bedeutung und erfüllt auch dort ihren Zweck,
doch in vielen Bereichen ist sie alles andere als sinnvoll und es sind dann oft gerade diese Bereiche welche aufblühen und wo die grössten Umsätze erreicht werden.
Hier wird Sie dann zur Last und zur Gefahr.

Digitalisierung nicht im Griff

Nur so als Randbemerkung: Nicht jeder katastrophale Ausfall durch Trojaner oder Viren wird der Presse gemeldet.
Ich denke jeder kann sich vorstellen, was ein stundenlanger Ausfall sämtlicher elektronischer Krankenakten bedeutet.

Digitaler Personalausweis

Im Videobeitrag wurde der digitale Personalausweis genannt. Der Grund aus dem er nicht gebutzt wird liegt aber nicht (nur) in der mangelnden Kenntnis der potentiellen Benutzer, sondern auch darin, dass das Konzept Mist ist.

Ich habe einen einzigen Personalausweis. Werden diese Daten irgendwo online hinterlegt ist dies ein enormes Sicherheitsrisiko für mich das im schlimmsten Fall irreparable Schäden nach sich zieht. Identitätsdiebstahl ist nicht sonderlich lustig - und unser Staat ist was technische Lösungen angeht leider meist nicht sehr professionell.

um 22:20 von LifeGoesOn

Meldung aus dem Juli 2017

2,7 Millionen Deutsche arbeiten in zwei Jobs

Abgesehen, davon dass viele dieser Menschen selbst mit der rasanten Entwicklung überfordert sind, zumal wenn sie nicht beruflich mit IT ANngelegenheiten zu tun haben, sollen die jetzt alle keine Kinder "anschaffen"!!

Ich berate in und helfe Menschen im Bereich der Digitalisierung, glauben Sie mir die wenigsten wissen was sie tun und vor allem was wirklich passiert wenn sie "Alexa" rufen oder ihr smartphone bedienen.
Die meisten möchten es auch nicht wissen.
Alles unterhalb der OSI Schicht 6 ist für 80% unveständlich - um Digitalisierung zu verstehen muss man tiefer schauen.

Ich hab's im Griff

"Jeder Dritte fühlt sich überfordert"

das ich doch nicht schlimm.

Viel schlimmer sind doch die Menschen, die glauben Ihren digitalen Konsum zu verstehen und im Griff zu haben.

22:44 von Badman

""Auch ich habe Smartphones lange Zeit abgelehnt. Nicht weil ich davon nichts verstehe sondern weil ich nicht wollte, dass es mich zu einem "Smartphone-Zombie" macht. Heute hab ich eins und bin froh darueber, weil es in vielen Belangen nuetzlich ist und ich trage es nicht staendig in der Hand und schaue drauf sobald es einen Piep von sich gibt.""
#
Das sehe ich genau so,es sind viele nützliche Dinge die ich jederzeit abrufen kann.Ich denke nur es ist ja Jedem überlassen wie Er/Sie sich völlig davon abhängig machen lassen.

es ist doch wie mit allem

es muß überschaubar sein
die Technik ebenso wie die Gesellschaft, die persönliche Umgebung

um 23:35 von schiebaer45

"Ich denke nur es ist ja Jedem überlassen wie Er/Sie sich völlig davon abhängig machen lassen."

Bei Erwachsenen sehe ich das auch so aber bei Kindern sind wir in der Verantwortung, ihnen zu helfen, damit sie nicht in eine Abhaengigkeit von digitalen Dingen geraten, z.B. durch solche Regeln (Abschalten von Handies bei Familientreffen) wie sie bereits frueher erwaehnt haben.

ungeil

dabei kommt mir die heutige Meldung bei TS.de in den Sinn "Intel zieht Updates zurück".

Manch Einer dürfte diese Updates bereits installiert haben. Ich gehöre zwar zu den Menschen, die dieses ständige geupdate nervt, und die lieber mit Vertrautem arbeiten, als das ständige Versteckspiel mit irgendwelchen Einstellungen auszufechten, die bei jedem Versionsupdate anders heißen oder woanders liegen.

Technik ist eben nur dann geil, wenn sie funktioniert (und man deswegen nicht dauernd frisch entdeckte Sicherheitslücken mit neuen Sicherheitslücken stopfen muss).

"Jeder Dritte in Deutschland

"Jeder Dritte in Deutschland ist nicht nur skeptisch, sondern fühlt sich überfordert mit der zunehmenden Digitalisierung."
..
Kein Wunder wenn Software - egal ob Anwenderprogramme oder Firmware - so voller Fehler ist, und so schlecht bedienbar daß es einen graust. Was in Hardware kaum verkäuflich wäre, kann als Software beliebig dem Käufer untergejubelt werden. Es gibt bei Software erhebliche Mängel bei der Qualitätskontrolle. Die Leidensfähigkeit der Kunden wird auf eine harte Probe gestellt.

@Alexa & Co, die nichts weiter sind als 1:12 WirSindlegion

"die "Televisoren" und "Richtmikrofone" aus dem Roman 1984 von George Orwell "

Genauso sehe ich das inzwischen auch.
Und habe immerhin 45 Jahre IT-Erfahrung hinter mir.
Und verstehe u.a immer noch was in Linus' Kernelgroup gemacht wird.
Das Problem ist, dass wir systematisch die Kontrolle entzogen bekommen.
Selbst auf dem PC, wo das noch am ehesten unterbunden werden kann.

Heute lief zum ersten Mal bei meinem besonders gesicherten 'Familien-PC'
der Windows Creator Update durch.
Danach musste ich bei jedem User die Sicherheitseinstellungen samt Menus neu anpassen,
die Windows in seiner 'Heiligkeit' einfach z. Teil wieder zurückgesetzt hatte.
Auch in der Firewall!

Glücklicherweise bekommt man da genügend Einblicke,
wie man auch mal den 'Grossen Bruder' selbst ärgern kann.
Mehr dazu sag ich hier lieber nicht.
Man muss ja die NSA nicht gleich 'aufwecken'

Statt WLAN (Luxus!)

Statt WLAN (Luxus!) auszubauen, sollte man die schnellen DSL Leitungen auf dem Land ausbauen. Dass die Politik so einen Hype übers WLAN macht, zeigt auch dort die ganze Überforderung. Wo man überfordert ist, lässt man sich gern von der Lobby reinreden (die mit WLAN gute Geschäfte macht).

So viel Kompetenz muss man sich da auch nicht aneignen-.

22:44 von Badman

Auch ich habe Smartphones lange Zeit abgelehnt.
.
es ist immer die Frage
besitzt man es oder besitz es einen

ich habe und brauche (privat)
kein Handy oder Smartphone

Hinterher ganz gross

Also, Ich habe schon öfters erfahren müssen, wie Rückständig D ist in Sachen Internet, Informationverarbeitung, usw. ist

Wenn ich dazu noch manche dieser Kommentare lease, dann wird es mir wirklich bange um D. Kaum zu glauben, dass man so weit hinterherhinken kann.

Übrigens, lehne ich

Übrigens, lehne ich Smartphones und Handys persönlich auch ab. Mich stört die ständige Erreichbarkeit, und den Stress mit dem Wiederaufladen kenne ich von anderen.
Ausserdem bin ich elektrosensitiv und höre in der Nähe besonders von WLAN aber auch Handymasten einen hohen Pfeifton im Ohr. Schrecklich, von uns Leidenden gibt es nicht wenige. Aber nicht genug, dass es jemand kümmerte. Solange man nicht selbst leidet, hält man das gerne für Esoterischen Aluhutdings.

"wir leben in einer sich radikal

verändernden Welt" liest man immer mal wieder.
Doch wo hat sich denn was radikal verändert in den letzten 10 Jahren??
Weiter zunehmend Im Internet bestellte Pakete werden immer noch von niedrig bezahlten Fahrern ins Haus gebracht und nicht von umherschwirrenden Drohnen.
Selbstfahrende hochkomplexe Autos sind weiterhin noch Zukunftsmusik ebenso Roboter die in der lage wären Fenster zu reinigen oder Arbeiten von fehlenden Krankenpflegern zu übernehmen.
Und schliesslich liegt die jährliche Produktivitätsrate immer noch bei mageren 1,5% statt 15 oder gar 50!

Alle "von der Scholle holen" ist ein Fehler

Es gibt einen Teil unserer Gesellschaft, der analog ist und bleiben will. Das muss die digitale Mehrheit respektieren.
Eventuell will ein Teil der Minderheit tatsächlich „abgeholt“ werden. Vielleicht aber auch nicht. Die Bemühungen der digitalen Mehrheit dürfen jedoch nicht im Versuch zur Gleichschaltung enden.
Gefühle der Unsicherheit und Überforderung bedeuten nicht zwangsläufig, dass nur der richtige Kursus fehlt.
Machen wir nicht den selben Fehler, wie im letzten Jahrhundert bei der Motorisierung unserer Gesellschaft. In den 1970ern wurden Menschen als Spinner oder Hinterwäldler, im günstigsten Fall als zu arm angesehen, wenn sie kein Auto hatten. Heute will keines meiner erwachsenen Kinder ein Auto besitzen.
Unsere Gesellschaft muss für alle (!) lebenswert bleiben. Wir haben nicht die Verantwortung „die Analogen von der Scholle zu holen“. So, wie es Geh- und Fahrradwege für nicht Motorisierte gibt, muss unsere Gesellschaft auch weiterhin für analoge Menschen erreichbar bleiben

Darstellung: