Ihre Meinung zu: Merkel und Macron für neuen Élysée-Vertrag

21. Januar 2018 - 19:59 Uhr

Deutschland und Frankreich setzen sich für eine Erneuerung des Élysée-Vertrags ein. Anlässlich des 55. Jahrestages haben Kanzlerin Merkel und Präsident Macron einen Aufruf per Video gestartet. Von Marcel Wagner.

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Kommentare

Gute Absichten

Bei all den schlechten Nachrichten aus aller Welt ist das doch mal etwas Positives. Ich kann nur hoffen, dass dieser Absichtserklärung auch Taten folgen, von denen alle Bürger dieser Länder etwas haben. Dann könnte daraus auch ein Motor für eine erneuerte EU werden und die hat es dringend nötig. Gemeinsame Umwelt- und Naturschutzprojekte, grenzüberschreitende Nationalparks, gemeinsame Lehrpläne für Universitäten und Sprachunterricht an den Schulen. Gemeinsame Projekte der Entwicklungspolitik und Integration der Mitbürger aus dem jeweils anderen Land. Gemeinsame Standards in der Sozial- und Arbeitspolitik. Es gäbe viel zu tun.

Revision des Fehlers von Karl dem Großen?

Eine Überwindung der Teilung des Frankenreiches könnte eine neue Hoffnung für Europa und ein Albtraum des Post-Brexit UK sein. Selbst um den Preis, dass Französisch mal wieder die europäische Sprache wird. Wenn Merkel dies noch, hoffentlich mit Zustimmung der SPD, auf den Weg bringt, hat sie ein ähnlich historisches Vermächtnis wie Helmut Kohl aufzuweisen. Sie hat dann nicht nur den Wohlstand Deutschlands in schweren Zeiten gesichert, sondern auch ein wirtschaftliches Wiedererstarken Europas ermöglicht, dass beim Tanz um das Goldene Kalb über die eigenen Füße gestolpert war. Kultur, Recht und Demokratie muss vor Gier kommen.

pro Europa

Schön, daß die "wichtigen" Leute beider Länder ihre Freundschaft weiter pflegen. Allein meine letzten Erfahrungen in Paris (2017) waren nicht so schön. Zum Glück gibt es aber auch nette Franzosen, welche nicht so "selbstbewusst" sind, wie ein Großteil der arroganten Hauptstädter.
Es lebe die deutsch-französiche Freundschaft.

Ein erneuerter Vertrag für

Ein erneuerter Vertrag für die Bürger oder die Eliten?

Aus meiner Sicht

betreibt Macron France first; die meisten merken das bloss nicht.

@ 20:53 von neunzehn89er

Waren Sie schon mal in Berlin?

So sehr ich für eine deutsch-französische Freundschaft bin ...

So sehr ich für eine deutsch-französische Freundschaft bin ... in Macron habe ich so viel Vertrauen wie in die EZB oder die albanische Mafia.

In meinen Augen verfolgt er angebliche "europäische" Projekt wie die Bankenunion, die Eurobonds, ein EU-Finanzministerium lediglich mit dem Ziel, um eine Schulden- und Transferunion nun offiziell zu zementieren. De facto besteht diese ja bereits seit Jahren.

Da ziehe ich ja fast die Versailler Verträge vor ...

von neunzehn89er

wo hast du denn die netten getroffen? meine waren so wie deine, in Le Mans, in Nizza und in und um archachon

ich find's toll

endlich wieder gemeinsame Schritte mit unseren französischen Nachbarn und Freunden.

mkd-2050 um 21.15

Das ist auch meine Sicht und ich möchte ergänzen: Und dazu braucht er unser Geld und unsere Wirtschaftskraft!

Freundschaft auf Raten?

Frankreich braucht Deutschland und Europa.
Deutschland braucht und will Europa.
Doch Deutschland braucht dazu nicht unbedingt Frankreich.
Macron setzt seit seinem Amtsantritt auf Deutschland und setzt sich damit in den Mittelpunkt europäischer Politik.
Europa mit und durch Frankreich und zusammen mit Deutschland.
Macron lenkt den Fokus damit nicht nur auf Frankreich sondern vor allem auf sich selbst.
Macron verspricht sich davon in erster Linie Aufmerksamkeit und viel Lob.
Macron wird somit das Scheitern seiner Politik, wenn es dazu kommt, auf andere abwälzen und dies dann rhetorisch wohl verpackt.
Frau Merkel sollte ihre Politik nicht auf Macron aufbauen, sondern auf sich und ihre Koalition, die sie dabei ist einzugehen und auf sämtliche europäischen Mitstreiter, welche sich eine europäische Union wünschen.
Frau Merkel hat mit Sicherheit, so wie auch Jean-Claude Juncker, eine anderer europäische Vision wie der Queraufsteiger aus Frankreich.
Es lebe der gesunde europäische Geist.

@traurigerdemokrat

Wissen Sie eigentlich, wie eng Frankreich und Deutschland z. B. entlang des Rheins zusammenarbeiten? Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg mit Elsaß und Lothringen? Und nicht nur in der Fluss- und Wasserwirtschaft, Polizei, Verkehr, sondern auf den Gebieten Kultur, Studium.
Saar-Lor-Lux hat Verbundausbildung an Unis und Fachhochschulen; einen riesigen Pendlerverkehr in beide Richtungen.
Da wäre es schon sehr praktisch - nicht nur im Rahmen der EU, sondern gezielt zwischen D und F - die Sozial- und Krankenkassen anzugleichen - da gibt's auch was von den Franzosen zu lernen. Der Schüler- und Studentenaustausch, der auch durch die Elysée-Verträge eingeführt wurde, ist ebenfalls kein Projekt für Eliten.

Ich bin begeistert

Ich bin begeistert wie unsere Bundeskanzlerin wichtige Dinge wie die deutsch-franzöische Freundschaft weiter voranbringt, während sich der mögliche zukünftige Koalitionspartner nicht über hü oder hot oder beides einig wird.

21:49 von Schartin Mulz

Ich bin begeistert wie unsere Bundeskanzlerin wichtige Dinge wie die deutsch-franzöische Freundschaft weiter voranbringt, während sich der mögliche zukünftige Koalitionspartner nicht über hü oder hot oder beides einig wird.
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Das habe ich anders wahrgenommen, der Martin hat den Blancoscheck über Büssel doch schon auf dem Schreibtisch gehabt?

Hoffentlich bringen ...

diese Gemeinsamkeiten mal Fortschritte. Man darf hoffen dass durch diesen Vertrag Hartz4 hier abgeschafft wird und nicht in Frankreich eingeführt wird.

Da aber nichts genaueres genannt wird, sollte man mit dem Schlimmsten rechnen. Das würde zugleich mit meiner Meinung über Macron übereinstimmen.

@ 21:49 von Kokolores2017

Bitte nicht das frz. Krankenkassensystem - das ist pleite, trotz der für uns unglaublich hohen Selbstbehalte. Es gibt zwar gute Ideen in Frankreich, wie z.B. die Gemeindeschwester, die an Tagen, wo kein Arzt in die kleinen Gemeinden kommt, die Versorgung und Erstbegutachtung übernimmt. Aber das Krankenkassenwesen ist alles andere als Ideal. Da können die Franzosen definitiv von uns lernen.

Merkel und Macron für neuen Élysée-Vertrag

ist der "alte" so schlecht

und ehrlich gesagt zur Adenauer und de Gaulle Partnerschaft habe ich mehr vertrauen

Kommentar von Breiter Bart

Der war gut . Vor allem der letzte Satz-lol

Klingt ja gut

leider hab ich gestern aber auch einen anderen Artikel gelesen der nicht so positiv ist, es gibt eben auch eine Seite von Frankreich.
"Samstag, 20.01.2018, 16:58
Der Grundgedanke der Europäischen Union: ein wirtschaftlicher Binnenraum, der sich gegenseitig stärkt. Die Grundbedingung: Ein einfacher Austausch, auch über Landesgrenzen hinweg.

Die Realität gestaltet sich für deutsche Unternehmen aber anders: Frankreich hat durch bürokratische Schikanen eine unsichtbare Mauer an der Grenze aufgebaut. Firmeninhaber beklagen in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass Paris eine Politik „einer richtigen Abschottung“ betreibe, „und das mitten in Europa.“

Gruß

22:04 von Shantuma

Hoffentlich bringen ...

diese Gemeinsamkeiten mal Fortschritte. Man darf hoffen dass durch diesen Vertrag Hartz4 hier abgeschafft wird und nicht in Frankreich eingeführt wird.

Da aber nichts genaueres genannt wird, sollte man mit dem Schlimmsten rechnen. Das würde zugleich mit meiner Meinung über Macron übereinstimmen.
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Wenn deutsche Zahlungen das Hartz 4 in Frankreich verhindern soll, dann kann man es in Deutschland nicht abschaffen.
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Auch wenn Viele glauben, das man einen Euro mindestens zweifach ausgeben kann.

Das sind doch wieder nur Floskeln

und ich erschrecke regelrecht über das Pathos von "gemeinsam mit unseren freunden" usw. usf. Ich bin wirklich ein Freund der Franzosen und habe in Frankreich gelebt und gearbeitet, aber um was es Macron geht, ist doch in erster Linie deutsches Steuergeld. Gemeinsame Verschuldung, Euro-Bonds, europäischer Finanzminister- das Alles läuft doch nur darauf hinaus, dass Macron Frankreich und andere Staaten mit deutschen Geldern und deutscher Bonität entlasten will. Deutschland hat aber mit Niedriglöhnen, Wohnungsnot, niedrigen Renten und höherem Eintrittsalter schon bedeutende Opfer gebracht, jetzt müssen nicht die Deutschen sich noch mehr einschränken. Jetzt sind zunächst mal die Andern mit Gürtel-enger-schnallen dran

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