Ihre Meinung zu: Irak: Deutsche wegen IS-Zugehörigkeit zum Tode verurteilt

21. Januar 2018 - 10:29 Uhr

Die deutsche Lamia K. ist im Irak wegen der Zugehörigkeit zum "Islamischen Staat" (IS) zum Tode verurteilt worden. Laut NDR, WDR und "SZ" reiste sie mit ihrer Tochter ins Ausland, um sich der Terrormiliz anzuschließen.

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Kommentare

Wer Wind sät..

Sie hatte offenbar kein Problem mit dem IS solange sie dort gelebt hat. Mir fällt es schwer, Mitleid zu empfinden.

Die Beteiligten waren bereit

Die Beteiligten waren bereit zu sterben, also, was solls.

IS-Zugehörigkeit

Wer sich sehenden Auges und bewusst in eine derartige Situation begibt muss wissen, womit ggf. zu rechnen ist...

Der Satz

hat schon fast was von Anachronismus.
" Die Deutsche mit marokkanischen Wurzeln sei zum Tod durch Erhängen verurteilt worden, urteilte das für Terrorismus zuständige Strafgericht in Bagdad. "

Mein Mitleid hält sich in Grenzen, weil die Grenzen überschritten wurden.
Zur Todesstrafe enthalte ich mich aus diesem Grund, gibt es ja in ach so Demokratischen Ländern auch.

Gruß

Nun denn wie heißt es doch :

Nun denn wie heißt es doch : Wer sich in Gefahr begibt kann darin umkommen.
Und wer ein Verbrechen begeht, hier Mitglied in einer kriminellen Vereinigung (IS) der wird , nach den Landesgesetzen , bestraft.
Wenn das hier im Falle hängen ist dann halte ich das für in Ordnung .

Ob man nun für die Todesstrafe

Ist oder nicht. Die Kämpfer, ich nenne sie Terroristen, haben unzähliges Leid über Hunderttausende wenn nicht Millionen von unschuldigen gebracht. Väter, Brüder, Mütter, Kinder und ganze Familien wurden ausgerottet. Da ist Mitleid nun wirklich nicht angebracht. Ist das Urteil gerecht? Es ist die einzig gerechte Strafe!

Deutscher in Irak verurteilt

Hier sollte die Tat im Vordergrund stehen und nicht die Nationalität. Ich hoffe die BRD wird keinen Einspruch erheben!

Obwohl ich gegen die Todesstrafe bin...

Ob sich für die Person einzusetzen nicht das falsche politische Signal wäre?

Alle IS-Leute werden sich doch denken, dass eine Flucht nach Deutschland die beste Lösung sei, weil hier nicht nur nicht hingerichtet wird, sondern auch nicht an Länder ausgeliefert wird, wenn dem überführten Täter dort die Todesstrafe droht.

So eilig haben die es nämlich nicht, in Paradies im Jenseits zu kommen.

Mein Mitleid hält sich in Grenzen

Ich bin auch der Meinung wer sich dem IS anschließt sollte die dt. Staatsbürgerschaft entzogen bekommen.

Ein Gericht hat entschieden

Wie immer ein ordentliches Gericht entscheidet.
Es gelten die Gesetze des Landes.
Jeder sollte sich darüber im Klaren sein das er unter die jeweiligen Landesgesetze fällt.
Todesstrafe ja oder nein das ist hier nicht die Frage.

Der Irak ist so sicher, dahin können wir ruhig abschieben!?

Das Beispiel beweist, dass auch Abschiebungen von Terrorverdächtigen in den Irak das Todesurteil bedeuten könnten.

Spätestens jetzt sollte jede Abschiebung in solche Krisengebiete absolutes Tabu sein!

schrecklich!

ich empfinde grundsaetzlich mitleid. mit allen straftaetern egal welchen geschlechts, oder welcher religioesen ausrichtung.

daher entsetzt mich der tenor in diesem forum!

ich hoffe instaendig, dass sich die bundesrepublik nach kraeften einschaltet, um diese exekution zu verhindern.

Es sollte kein IS Anhänger

Es sollte kein IS Anhänger zurück nach Deutschland dürfen.

Und was tut die Bundesregierung?

Ich lese kein Wort im Artikel dazu, wie die Bundesregierung darauf reagiert, dass eine Deutsche zum Tode verurteilt wird.

Wenn hier nicht massiver Protest erfolgt, dann habe ich Zweifel, ob diese Bundesregierung noch auf der Grundlage unserer westlichen Werte handelt oder ob sie nicht eine Law-and-Order-Politik mit der Folge einer toten Deutschen billigt.

ABSOLUT KORREKT !

ABSOLUT KORREKT !

Der IS ist verantwortlich für den Tod

von zigtausend Toten und Verletzten. Wer sich so einer Organisation anschließt, unterstützt wissentlich diese Morde. Wenn sie dann dafür zur Rechenschaft gezogen werden so empfinde ich dies, auch wenn ich eigentlich die Todesstrafe ablehne, mehr oder weniger als gerecht.

Zudem; wenn sie denn festen Glaubens zu ihrer Ideologie stehen so erwartet sie doch nach dem Tod das Paradies. Daraus kann man folgen, dass der Tod für diese Leute doch eine Verbesserung ihres Daseins ist. Oder habe ich das falsch verstanden?

Nun, ich finde die

Nun, ich finde die Todesstrafe ist sowohl als auch angemessen.
Anwesenheit, bzw. Ausbildung beim IS bescheinigt doch die Bereitschaft zum Töten.

Rückkehr hoffentlich ausgeschlossen!

Todesstrafe lehne ich grundsätzlich ab! Denn wer von Staats wegen Tötet ist nicht besser, als der Mörder selbst. Diese Frau hat absolut kein Mitleid verdient, ob ihrer Zugehörigkeit zum Terrorverbreiter. Aber die Todesstrafe lehne ich ab. Und eine Rückkehr nach Deutschland muss ausgeschlossen sein! Dauerhaft.

Die Todesstrafe ist immer falsch.

Ich halte die Todesstrafe immer für falsch.
Eine "Begnadigung" zu lebenslänglich in einem irakischen Gefängnis wäre vielleicht aber auch keine tolle Alternative.
Das Zurückholen nach Deutschland wäre allerdings auch das falsche Signal an IS-Terroristen.

10:32 von MrArrows

Wer Wind sät..

Sie hatte offenbar kein Problem mit dem IS solange sie dort gelebt hat. Mir fällt es schwer, Mitleid zu empfinden.

Re Mir noch mehr aber es darf nicht sein ,dass eine Deutsche zum Tode verurteilt wird .Sie soll hier in das Gefängnis für ihre Taten .Soviel Einfluss hat Deutschland auf Länder um das durchzusetzen.Wenn nicht , Gelder sperren und das Land ...
Gibt Politische Mittel eine Lösung zu finden.Hier müsste aber dann auch ein Urteil nach Gesetz und nicht wie jetzt nach NGO denken erfolgen.

Es ist schon überraschend wie

Es ist schon überraschend wie in diesem Forum nach dieser kurzen Info, die kaum Erklärungen bringt, Partei für die Hinrichtung genommen wird. Der kluge Mann wartet auf weitere Informationen, der andere hat sofort seine Meinung. Bravo weiter so!

Da gibts aber auch genug ohne Wurzeln im Ausland

Z.B, Linda W. aus Sachsen, die darf sich ja dann auf was gefasst machen:
https://www.tagesschau.de/ausland/irak-dschihadistin-103.html

P.S. Ich bin gegen Todesstrafe auch in diesen Fällen.

Im Irak wegen IS-Zugehörigkeit zum Tode verurteilt

Wer sich mit dem IS identifiziert und Verbrechen verübt hat, muss auch die ganze Härte der dortigen Gesetze sprüren. Mein Mitleid hält sich da in Grenzen. Und die Herkunft spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

Entscheidung und Konsequenz

Kein Mitleid. Wer sich für den IS entscheidet, darf sich nicht wundern, wenn ihn die Härte der hiesigen Gesetze trifft.

@traurigerdemokrat

"Die Beteiligten waren bereit zu sterben, also, was solls."

Beachtlich, wie gleichgültig sie auf den drohenden Tod eines Menschen reagieren. Waren sie wirklich "bereit" zu sterben? Das können sie aus diesen paar Zeilen des Artikels ablesen? Auch beachtlich.

Worin unterscheiden wir uns eigentlich von Ländern, die Rache-Strafen wie die Todesstrafe verhängen? Wir waren mal weiter. In Europa gabs die Aufklärung. Menschenrechte, Recht auf Leben. Ist Ihre Antort darauf ebenfalls "was solls"?

#Piffke 10.42

Wenn der Bericht richtig ist, wird Ihre Frage im ersten Satz beantwortet: "Eine deutsche Staatsangehörige ist im Irak wegen der Zugehörigkeit zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zum Tode verurteilt worden."
Meine Meinung: Die bloße Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung ist anders, milder zu bewerten als Morde und Anstiftung zu Morden. Kein Kommentator war beim Prozess dabei und kennt die Einzelumstände.
Zweitens: Die Todesstrafe halte ich grundsätzlich nicht für richtig, weder hier noch im Irak noch in den USA. Das hat was von Rachefeldzug und konterkariert unsere christliche freiheitliche Grundordnung, die wir haben wollen und genießen.

was spielt es für eine Rolle ...

ob "deutsch" oder nicht "deutsch". Mit gefangen, mit gehangen und verschiedenerlei Recht, je nach Herkunft, da könnten wir gleich den Adel wieder in Amt und Würden setzen.

Die Tat ist egal...

...die Todesstrafe ist trotzdem nicht zu rechtfertigen. Niemand hat das Recht, das Leben eines Menschen zu beenden, völlig gleich, was dieser Mensch getan hat. Eine Demokratie, die auf Menschenrechten basiert, hat entschieden dagegen vorzugehen und zwar nicht nur zuguten eigener Staatsbürger. Hier geht es nicht um Mitleid oder darum, dass sie damit doch hat rechnen müssen. Es geht darum, dass die gerechte Strafe niemals der Tod ist.

Nun Ja!

... manche Kommentare wieder! ...

Entweder bin ich FÜR die Todesstafe oder DAGEGEN - WELTWEIT und ungeachtet des Verbrechens ... PUNKT!

... Etwas anderes ist es die Gerichtsbarkeit eines anderen Landes als diese zu Akzeptieren!
Da ich mich bezüglich der formaljuristischen Feinheiten der Zuständigkeiten bezüglich Gerichtsbarkeit nicht auskenne, werde ich mich dazu auch nicht weiter äußern ... außer, daß es seitens der westlichen Staaten, aus denen manche IS-Anhänger stammen, scheinbar auch keine stärkeren Bemühungen gibt, eigene Zuständigkeiten der Gerichtsbarkeit durchzusetzen! ... Für mich kommt das ein wenig einer Problementledigung gleich, die den Schicksalen dieser Leute nicht gerecht werden, da es sicher verschiedene Gründe dafür gab, warum sich Menschen dem IS angeschlossen haben, und weil von staatlicher Seite im Voraus lange nichts dafür getan wurde um Radikalisierungen zu verhindern!

@um 10:54 von Heberus

Ich sehe das nicht so: Wenn jemand nachweislich an dem Terror und Tod von Menschen beteiligt hat, dann sollte dieser keine zweite Chance bekommen, sowas nochmal gestalten zu können. Sie haben aber nicht angegeben, was den richtig für Sie wäre? 100%ig nachgewiesen sollte es aber sein, wer keinen Terror verübt hat, dem könnte man eine Chance geben.

Wer sich in Gefahr begibt...

...kommt darin um.
Die Terroristin kann dann wenigstens keine unschuldigen Menschen mehr töten. Ethisch korrekt oder nicht ist eine schwierige Frage, effektiv ist die Todesstrafe aber auf jeden Fall. Und seien wir mal ehrlich, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit einer Rückkehr der Vernunft und Resozialisierung nach einer gegebenenfalls alternativ verhängten Haftstrafe?

@Friedrich Spee 10:49, Zivilisation und Hass

Ich möchte mich bei Ihnen bedanken, dass Sie hier die Fahne der Mitmenschlichkeit und Zivilisation im Forum hochhalten. Wenn man bedenkt, dass die Dimension der Vergebung ein Markenzeichen des Christentums ist, so kann man sich hier schon so seine Gedanken machen...

Sicherlich ist der Hass, der hier gegen die zum Tode verurteilte Frau (von der in Gefangenschaft keine Gefahr ausgeht) aus vielen Kommentaren spricht, eine "menschlich unmenschliche" Dimension, deren Natürlichkeit, die es vermutlich schon seit den Zeiten des Neandertaler (und davor...) gibt, ich gar nicht in Abrede stellen möchte.
Dennoch betrachte ich es, wie Sie, als zivilisatorischen Fortschritt, wenn die Menschheit sich in ihrem archaischen Rachegedanken zügelte.

@JuliaDittmann

Ich respektiere ihre Einstellung zur Todesstrafe. Aber die getöteten Menschen wollten auch Leben und hatten auch Träume und Ziele und vielleicht auch Familie. Ich bin Humanist, aber jemand, der mit Vorsatz und dann auch noch mit terroristischem Hintergrund Menschen achtlos tötet oder gezielt dazu beiträgt, hat sein Recht als Mitglied, also als Mensch, in der Gesellschaft verwirkt. Wenn dann ein Staat dafür die Todesstrafe vorsieht, dann haben wir das zu respektieren, ob uns dass passt oder nicht. Das ist meine Meinung.

Im Gegensatz zu Deutschland ...

hier ist ein IS Mitglied letzten März zu 3 Jahren und 3 Monaten Jugendhaft verurteilt worden.
Etwas weniger als der Flaschenwerfer beim G20 Gipfel bekam.
Manchmal ist es nicht leicht die Gerechtigkeit in unserem Rechtsystem zu erkennen.

Für den IS-Fan in D. lief es jedenfalls sehr gut, bei guter Führung wird er wie in der Jugendstrafe nicht unüblich, nach Verbüssung der Hälfte der Strafe, wieder ein volles Mitglied in unserem Sozialsystem sein.

Hinrichten können alle Beteiligten im Irak nachweislich

Wie bei vielen mittels Gewalt herrschenden Staaten und Gruppen wird vor, während und nach dem Krieg professionell hingerichtet. Mir scheinen bei den Beteiligten wenig andere, z. B. soziale Fähigkeiten dermaßen ausgeprägt oder zumindest - aus dem Geschehenen erlernt - als förderungswürdig erkannt. Hier ist meiner Meinung nach jede Intervention - ob jetzt, weil Deutsche beteiligt oder aus anderen Gründen - angebracht.

Todesurteil für Deutsche

Also grundsätzlich bin ich gegen die Todesstrafe, also auch gegen diese. Ich finde meinerseits bedenklich, dass diese Migrantin sich bei uns radikalisiert hat. Wer weiß schon genau, wieviel Deutsche jetzt in den islamischen Krisenregionen ihr Unwesen treiben und vor allem radikalisiert unter uns leben oder sich zukünftig radikalisieren. Die von den Geheimdiensten genannten Zahlen sind sicher nur die Spitze des Eisberges.

Es gibt kein Verbrechen

für das die Todesstrafe angemessen ist. Absolut keines. Niemand hat das Recht, jemanden umzubringen, schon gar kein Staat. Abgesehen davon bezweifle ich sehr, dass im Irak so etwas wie ein Rechtsstaat überhaupt existiert. Der Irak ist ein "failed state", in dem man von überhaupt nichts ausgehen sollte. Da herrschen Terror und Chaos.

Die Bundesregierung sollte sich für sie einsetzen. Bei eigenen Staatsangehörigen kann sie das zumindest tun. Andere haben leider Pech.

Laut tagesschau24 behauptet

Laut tagesschau24 behauptet das zuständige Ministerium im Irak die Frau sei an einem Angriff auf irakische Sicherheitskräfte beteiligt gewesen.

von Schutzbefohlener

Die Rechtsprechung in D. ist doch viel zu lasch.

Bin ich Ihrer Meinung

Jeder der sich dieser "Organisation" anschließt, angegschlossen hat und damit bereit ist Terror zu unterstützen ist sich der damit verbundenen Konsequenz bewusst und hat für seinen Handlungen einzustehen.
Habe so solche kein Mitleid und sehen durch auch dieses Strafmaß - egal welcher Nationalität oder auch Alters - durchaus als gerecht an. Und solche dramatischen Strafen gehören durchaus legitimiert für Terrormitglieder.

Ein korrektes Urteil...

....gegen eine Frau die die IS-Terrormiliz unterstützte, wird vermutlich nicht das Einzige sein.
Mitleid zu haben wäre hier absolut unangebracht.

@Moos P

"Ethisch korrekt oder nicht ist eine schwierige Frage, effektiv ist die Todesstrafe aber auf jeden Fall."
Ja, sie ist sogar so effektiv, dass viele, bei denen sich später die Unschuld herausstellte, nicht mehr wiederbelebt werden konnten.

Todesstrafe: nein!

Die Todesstrafe ist grundsaetzlich abzulehnen. Niemand hat das Recht, zu toeten, auch nicht, um zu bestrafen. Damit eruebrigt sich jede weitere Diskussion um die Umstande oder die Gerechtigkeit dieser Strafe.

Man mag vielleicht bezweifeln, ob es richtig war, dieser Person die deutsche Staatsbuegerschaft zu geben. Aber sie hat nun mal die deutsche Staatsbuergerschaft. Und Deutschland sollte sich grundsaetzlich fuer alle seine Staatsbuerger einsetzen, auch in diesem Fall.

Ob sie dann im Irak oder in Deutschland inhaftiert wird, ist vielleicht eine nachrangige Frage.

Andere Länder, andere Sitten

Andere Kultur, andere Weltanschauung, andere Gesetze.
Was gäbe es daran zu kritisieren?
Wer in andere Länder reist, sollte sich vorher über die dort geltenden Gesetze Informieren.
Das gilt für den Irak genauso, wie für die Türkei oder die USA.
Allerdings sollten die, die für den Aufbau und die Ausrüstung des IS gesorgt haben mindestens in Den Haag vor Gericht stehen.
Obwohl eine Auslieferung an den Irak sicherlich eine abschreckendere Wirkung hätte.
Und das ist ja auch ein Sinn von Gesetzen.

um 11:00 von JuliaDittmann

"Niemand hat das Recht, das Leben eines Menschen zu beenden, völlig gleich, was dieser Mensch getan hat"
Hat der IS auch danach gefragt, ob er gerecht handelt, wenn er unschuldige Menschen geköpft oder anders umgebracht hat?

Richtig

Wer Menschen tötet oder dabei hilft hat auf dieser Welt seinen Schutz verloren und muss aus diesem Kreise für immer ausscheiden. Der Tod ist die einzige Wahl die da bleibt. Punkt

Lebenslängliche Gefängnisstrafe

wäre die bessere Strafe. Warum einem irre geleiteten Menschen einen Gefallen tun? Die Frau wird stolz sein, als Märtyrerin zu sterben und das finde ich nicht gut. Abgesehen davon, ist die Todesstrafe absolut hinterweltlich. Alle Nationen, die diese Strafe vollziehen, halte ich für rückständig. Die Türkei unter AKP Regierung möchte ja auch zurück ins Mittelalter!

Wer sich ins Ausland begibt

der muss auch die dortigen Gesetze einhalten. Tut er/sie das nicht muss mit Konsequenzen rechnen. In diesem Fall gehe ich sogar davon aus, dass bewusst der eigene Tod in Kauf genommen wurde. Zwar nicht durch ein Urteil aber doch durch die reine Anwesenheit dort. Insofern habe ich ernsthafte Schwierigkeiten damit, diese Entscheidung in Frage zu stellen.

Todesstrafe

Hier wird immer wieder betont, dass die Gerichtsbarkeit des jeweiligen Landes gelte und wenn dass nun mal die Todesstrafe sei, dann solle das in Ordnung sein. Dann befürworten die Foristen auch Hände abhacken, Steinigen von vergewaltigten Frauen und Schwulen, Erhängen von Andersgläubigen, 1000 Stockhiebe für Regierungskritiker usw
Das kann doch nicht wirklich eure ernsthafte und durchdachte Meinung sein.
Todesstrafe ist staatlich sanktionierter Mord.

@Skudder

Die Unangemessenheit der Todesstrafe ist aber unsere Sicht der Dinge. Vielleicht haben wir keine Todesstrafe, weil wir eben kein failes state sind. Aus irakischer Sicht mag die Todesstrafe aber das einzige Mittel sein, um wenigstens etwas Gerechtigkeit in die verwahrloste Nation zu bringen.
.
Daher frage ich Sie: Woher haben wir das Recht, über völkerrechtskonforme Gesetze und Strafen von Ländern zu urteilen, die von uns unterschiedlicher nicht sein können? Vielleicht halten wir uns für moralisch standfest/aufgeklärt, sind aber in zwei Jahrhunderten auch wieder bei der Todesstrafe, wer weiß? Normen ändern sich.
.
In Rome do as the Romans do. Wenn man damit nicht einverstanden ist, dann sollte man wegbleiben. Die Frau muss die Konsequenzen selber tragen, die Bundesregierung soll da die Finger raus lassen, auch aus Respekt vor den lokalen Behörden. Die brauchen ihre ohnehin kleine Legitimität nicht noch von unserem "großartigen Rechtsstaat" untergraben.

@JuliaDittmann

Das Prinzip "Auge um Auge" ist ein paar tausend Jahre her. Ich hatte eigentlich gehofft, wir hätten uns weiterentwickelt.

Die Todesstrafe ist übrigens weder effektiv noch ethisch vertretbar, was man z.B. beim Blick über den großen Teich und die dortige Verbrechensrate erkennen sollte. Die Todesstrafe hält offensichtlich niemand von einem Mord ab.

@pkezler

Geht es ihnen um Strafe oder doch eher um Rache!?

@Esperas:

Was bitte haben Sie gegen Gesetze in anderen Ländern? Wenn ich hier den rechten Arm hebe, muß ich ins Gefängnis. Dort unten wahrscheinlich nicht. Etwas mehr Respekt gegenüber der Rechtsstaatlichkeit anderer Länder erwarte ich schon. Und nein, nicht alles ist BRD, USA, westl. Dekadenz.

Es fällt mir schwer

hier eine Meinung abzugeben. Ich bin generell
gegen Todesstrafe weltweit. Kann aber auch nicht verhindern das sie in vielen Ländern dieser Erde Bestand des dortigen Rechtssystem ist......

@sprachloser : Einzig gerechte Strafe?

Viele Menschen werden umgebracht, genau mit den Argumenten, die Sie für eine Hinrichtung als Strafe aufzählen. Das sind genau die Verallgemeinerungen, die jeden individuellen Bezug zu der Person verleugnen. Der IS hat unter anderem bestimmt auch die Parole ausgegeben, dass der Gegner ganze Familien ausgerottet habe oder andere Todsünden begannen habe, und deshalb 'hingerichtet' werden muss. Unterirdisch.

Ich glaube die Abschaffung der Todesstrafe in vielen ...

... "zivilisierten" Ländern war und ist ein Fehler!
.
Es gibt Straftaten, gegen Menschen oder gegen die Gesellschaft ansich, die mit Haftstrafen weder zu bestrafen noch zu sühnen sind.
.
Ich bin mir einigermaßen sicher, dass in Zukunft auch wieder Staaten die abgeschaffte Todesstrafe wieder eingeführen werden.
.
Zum aktuellen Fall: Ich hoffe die Bundesregierung hält sich zurück. Wenn es Schule macht, dass in Terrorländer ausgereiste und verurteilte Terroristen später von der Bundesregierung quasi "rausgehauen" werden, ist das keine Abschreckung für andere sondern Ansporn.

Todesstrafe

Aus den Informationen kann ich nicht erkennen, was wirklich abgelaufen ist. Es scheint aber wohl zu Recht zu einer Verurteilung gekommen zu sein.

Eines muss aber auch hier gelten: Todesstrafe darf es nicht geben. Dies gilt für alle Länder dieser Welt. Die Menschenrechte müssen auch im Irak zur Geltung gebracht werden.

Gerecht?

Sie wird dann nach dem selbst ersehnten Recht durch die Scharia verurteilt.
Das ist doch das Recht, wonach der IS immer strebte.
Das ist dann die Ironie der Historie.

Ich halte die Todesstrfe, als

Ich halte die Todesstrfe, als solche, für ein unlegitimes Mittel, um Verbrechen zu bestrafen! Und dabei ist mir das Land, welche sie anwendet, relativ egal.
Fakt ist aber auch das man damit rechnen muss, das man eventuell für sein Handeln zur Verantwortung gezogen wird.
Und wenn in dem Staat, in dem ich handel, die Todesstrafe existiert sollte, dann bin ich mir dessen bewusst!
Und das der IS kein Blumenhändler war ist mir dann auch klar.
Kurz gesagt, mein Mittleid hält sich da in Grenzen!
Und ehrlich gesagt, ist es mir auch gleich in welcher Beziehung die Frau zum IS stand.
Sie hat aus eigenem Antrieb in dieser Organisation, welche gemordet und misshandelt hat, gehandelt, und sich damit schuldig gemacht.

Der IS hat die Todesstrafe als Ultima Ratio.
Wenn diese Frau wirklich dem IS angehört, ist das Urteil genau das, was sie wollte.
Sie wird sich also als durchaus gerecht behandelt fühlen.

Hauptsache ist ...

Hauptsache ist ... dass diese Terroristin nicht mehr nach Europa zurückkommt. Damit ist allen geholfen.

@ThePhlogistinator

Bei allem Respekt für Ihre Meinung, aber müssen wir jetzt alle kranken Gesetzgebungen in anderen Ländern akzeptieren? Händeabhacken, Köpfen und Steinigen in Saudi-Arabien, Aufhängen an Baukränen im Iran, usw.?

Nein, die Todesstrafe ist nie akzeptabel. Vor ein paar Jahrzehnten hatten wir die auch einmal. So etwas darf nie wieder passieren, und da muss unsere Regierung Stellung nehmen. Auch z.B. gegen die USA.

Todesstrafe ist unmenschlich

Eine lebenslange Haft in einem irakischen Gefängnis möchte ich mir erst gar nicht vorstellen.

Todesstrafe

Denjenigen, die die Todesstrafe für hinterweltlich halten und die Menschenrechte ins Feld führen, sei gesagt, dass sie sich nicht allzu sicher fühlen sollten, dass auch wir in D die Todesstrafe für immer hinter uns gelassen haben werden. Denn dass sie uns so unmöglich erscheint, hat lediglich mit dem derzeitigen antroposophischen Weltbild zu tun, dass wir uns selbst zugelegt haben (und dem auch die Menschenrechte entspringen). Weltbilder können sich aber immer und jederzeit verändern.

@Esperas 11:27, Ich unterstütze Ihren zivilisatorischen Appell

Ich finde Ihren Kommentar ausgezeichnet und schliesse mich Ihrem zivilisatorischen Appell, Ihrem Eintreten gegen die Todesstrafe, vollumfänglich an. In globalen Zeiten der Verunsicherung und der Verrohung (dessen Symptom - und keineswegs Ursache! - auch die Wahl von Donald Trump ist) sind die Rufe nach Mitmenschlichkeit und Mässigung sehr nötig.

@geselliger misa

Wie effizient die Todesstrafe ist, können Sie z.B. in den USA erkennen. Die dortige Verbrechensrate zeigt deutlich, dass das nichts bringt. Und die USA sind im Gegensatz zum Irak immerhin ein Rechtsstaat.

@10:48 von Erich Kästner

Ich bin kein genereller Befürworter der Todesstrafe. Sie aber haben wohl nicht verstanden wer hier zum Tode verurteilt wird. Diese Menschen haben in den Ländern alles brutal abgeschlachtet was sich der IS nicht unterworfen hat einschliesslich Kinder. Ich nehme an Sie halten es für humanitärer diese Leute wieder nach Deutschland zu lassen und sozial zu rehabilitieren damit dann das nächste Attentat geschehen kann. Es ist immer leicht aus dem relativ sicheren Westen und all dessen Annehmlichkeiten so wie sie zu kommentieren. Die Dame kann froh sein das sie von den Offiziellen Stellen gefangen wurde und die technische Ausführung der Todesstrafe relative schnell passiert. Wäre es eine Gefangenen des IS wuerde sie auf "Gut Deutsch" regelrecht abgeschlachtet werden.

Natürlich

wird die deutsche Botschaft alles tun, um die Todesstrafe der deutschen Staatsangehörigen abzuwenden.

Es kann allerdings sein, dass die Bürgerin die deutsche Staatsangehörigkeit verliert, sollte sie die marokkanische noch besitzen. Denn die Unterstützung des islamischen Staates ISIS und Ausreise zu diesem ist doch Grund zur Aberkennung der deutschen, wenn noch eine 2. Staatsbürgerschaft vorliegt? Allerdings wäre dann eine moralische Frage aufgeworfen. Befände sie sich auf deutschem Boden, wäre Auslieferung an den Irak bei der Strafe unmöglich.

Für mich ist das rein eine juristische Frage. Es ist nicht Aufgabe der Bundesrepublik, weltweit Todesstrafenkandidaten zu retten im Einzelfall. Eine andere Sache wäre im Völkerrecht zu verankern, dass Todesstrafen grundsätzlich weltweit abzuschaffen sind.
Allerdings hat die Delinquentin freiwillig sich einer Organisation unterworfen, die ausdrücklich die Todesstrafe als Grundpfeiler ihrer "Staatsform"ansieht.

Ja, genau das ist der springende Punkt

dem ist nichts mehr hinzuzufügen und dies sehe ich genauso.

um 11:27 von Esperas

Zwischen der Akzeptanz, die Gerichtbarkeit eines Landes anzuerkennen und der Befürwortung von verhängten Strafen ist aus meiner Sicht ein Unterschied zu erkennen
Unser Staat erkennt die Gerichtbarkeit in Saudi Arabien an, liefert Waffen und unterhält enge wirtschaftliche Verbindungen und obwohl ich dieses Verhalten kritisiere, wäre es falsch, unserer Regierung zu unterstellen, dass sie "Steinigen von vergewaltigten Frauen und Schwulen, Erhängen von Andersgläubigen, 1000 Stockhiebe für Regierungskritiker usw" befürwortet.

Und auch wer die Todessttrafe im Fall von IS Terroristen befürwortet, befürwortet nicht alle "unmenschlichen" Hinrichtungsarten und Gründe.

Ich persönlich halte die Todesstrafe für keine Strafe im eigentlichen Sinn, sondern eher für ausgelebte Rache. Keiner weiß ob der Tod nicht vielleicht eine Erlösung ist und jemand der den Märtyrertod als erstrebenwert erachtet, ist sicher mit einem sehr langen Leben in Haft mehr gestraft.

Überführung möglich?

Das deutsche Recht ist mit der Todesstrafe nicht vereinbar. Vorausgesetzt die Frau ist tatsächlich schuldig - was nicht unbedingt sicher ist; auch Schauprozesse sind unter den aktuell schwierigen Bedingungen im Irak denkbar - so sollte sie dennoch aus dem Irak überführt werden und ggfs. lebenslang ins Gefängnis kommen. Wir werden sehen was passiert, aber der Staat muss versuchen seine Bürger zu schützen, selbst wenn diese Verbrechen begangen haben.

Doppelmoral auf Höchstniveau

Die deutsche Doppelmoral ist wieder mal auf Höchstniveau. Sonst sind wir ja immer die zivilisierten westlichen Bürger, die stets gegen die Todesstrafe sind. Jetzt auf einmal ist es allen egal. Alles Heuchler..

Wer die Todesstrafe als

Wer die Todesstrafe als legitimes Instrument der Bestrafung hält, dem sei gesagt, daß man sich hier mit Mördern auf eine Stufe begibt. Denn nichts anderes ist das Durchführen der Todesstrafe.
MfG

@ Erich Kästner um 10:48 Uhr

"...dass auch Abschiebungen von Terrorverdächtigen in den Irak das Todesurteil bedeuten könnten."
Dann also lieber im relativ sicheren Deutschland Terror veranstalten?

@11:18 von pkeszler

>>um 11:00 von JuliaDittmann
"Niemand hat das Recht, das Leben eines Menschen zu beenden, völlig gleich, was dieser Mensch getan hat"
Hat der IS auch danach gefragt, ob er gerecht handelt, wenn er unschuldige Menschen geköpft oder anders umgebracht hat?<<

Und genau diese konträren Grundverständnisse zu den Menschenrechten unterscheiden JuliaDittmann, mich und viele Andere vom IS!

@Sebb1956 (10:40):

>>Hier sollte die Tat im Vordergrund stehen und nicht die Nationalität. Ich hoffe die BRD wird keinen Einspruch erheben!<<

Ich hoffe, Sie haben dann auch genauso wenig Probleme damit, dass sich die BRD nicht um Sie als Staatsbürger bemüht, sollten Sie einmal im Ausland verurteilt werden.

um 11:31 von sedance

"Geht es ihnen um Strafe oder doch eher um Rache!?
Um was geht es Ihnen? Mir geht es immer um eine gerechte Strafe nach den dortigen Gesetzen. Und die sind nun mal anders als bei uns in Deutschland.

@ schutzbefohlener von 11:53

... da fehlt ein wenig Differenzierung!

1. hatte das verurteilte IS-Mitglied noch keine Strafttat in diesem Sinne begangen!
2. sind die Urteile zum G20 Gipfel schon grenzwertig nah an wahlpolitisch motiviert (Berufung läuft vermutlich noch)

Was also ist Ihr Punkt?

@RoyalTramp

Da haben Sie leider Recht. Das kann sich durchaus ändern. Schließlich hatten wir das ja früher auch schon (33-45). Ich hoffe trotzdem, dass so etwas nie wieder bei uns vorkommt. Ich hoffe das sehr.

@11:31 von schiebaer45

Man mag die Todesstrafe in anderen Ländern vielleicht nicht verhindern können, aber man kann sich davon distanzieren.

10:51 Erich Kästner

Die Frau kommt ursprünglich aus Marokko. Das ist eines diese Länder wofür es eine doppelte Staatsangehörigkeit gibt.
Frage ist: Ist sie Deutsche, Marokkanerin, hat sie beide Nationalitäten. Wie Deutschland darauf reagieren kann sehen wir in der Türkei wo viele Deutsch-türken inhaftiert sind.
Ich bin gegen eine Todesstrafe, aber diese Frau soll nie wieder nach Deutschland kommen. Dann soll die Regierung bezahlen damit die lebenslang in Irak inhaftiert bleibt.

@um 11:44 von JD53

Dito! So sehe ich das auch, wer nachweislich sich an Terror Aktionen beteiligt und dabei unschuldige Menschen ermordet, dem muss man auch kein Mitleid zeigen, den der zeigt diesen ja gegenüber seinen Opfern auch nicht.

@11:43 von RoyalTramp

Ihr seltsamer Beitrag klingt wie eine Drohung für Alle die sich zu unserem Grundgesetz und den damit verbundenen Werten bekennen.

10:41 von Tada

"Obwohl ich gegen die Todesstrafe bin...
Ob sich für die Person einzusetzen nicht das falsche politische Signal wäre? ..."

Entweder man ist gegen die Todesstrafe oder nicht. Ist man es, muss man konsequent sein und sie überall für jeden ablehnen. Ein Mittelding gibt es da nicht.

Das Problem der Todesstrafe,

ist, dass wenn einmal ausgeführt, diese nicht mehr rückgängig zu machen ist.
Dies gilt in der Regel auch für Amputationsstrafen.
Daher sind für mich diese Art von Strafen nicht akzeptabel. Egal für welches Vergehen. Niemals.

Unser Empfinden und unsere Gesetze

Einerseits verstehe ich viele Leute hier, die kein Mitleid mit der zum Tode Verurteilten empfinden angesichts des Leides, das der IS über so viele Menschen gebracht.

Aber ich bin dankbar, dass unsere Gesetze, allen voran das wunderbare Grundgesetz, über meinen niederen Racheempfindungen steht. Und das die Verantwortlichen aus diesem Grund sich für das Leben dieser Frau einsetzen werden.

Mein Mitgefühl ist mit den

Mein Mitgefühl ist mit den Menschen, die Opfer dieser Frau geworden sind!
Ich kann nicht glauben, dass es Kommentatoren gibt die fordern, so jemanden zurück nach Deutschland zu holen, um ihn dann in unserem Rechtssystem wieder zu "resozialisieren"!

Mal ganz ehrlich...

finde ich richtig, Punkt aus. Besser diese Frauen erhalten da drunten ihr Verfahren/Urteil und nicht in Deutschland wo sie letzten Endes doch wieder als Opfer hingestellt würden. Müssen eben nun mit den Konsequenzen leben (sterben). Für solche Leute habe ich nicht den Funken Mitleid.

berufsrisiko

selbstverständlich ist es "gefährlich" in einen krieg zu ziehen - zumal in einen angriffskrieg gegen zivilisten.
ein interessanter welt-artikel aus 2015:
https://tinyurl.com/ybxao9cd

Hab kein Mitleid

Warum soll ich da Mitleid haben, mir ist es auch egal ob Sie eine Deutsche war.

@Hackonya2

Geht es hier um Gerechtigkeit oder vielleicht eher um Rache? Nichts anderes als Rache ist nämlich die Todesstrafe. Hat sie übrigens wirklich jemanden umgebracht?

Abgesehen davon würde ich den Irak nicht wirklich für einen Rechtsstaat halten. Würden Sie sich tatsächlich den Händen eines irakischen Gerichts anvertrauen?

Es erschreckt mich, wie viele

Es erschreckt mich, wie viele hier die Todesstrafe für angebracht halten.

Die deutsche Lamia K.

mit marokkanischen Wurzeln war in anderen Medien zu lesen (Stuttgarter Zeitung)
nur der Vollständigkeit halber

@11:53 von ErebMacar

Nicht immer alles durcheinander bringen. Es muss richtig heissen ...dass sich die BRD nicht um Sie als Staatsbürger bemüht, sollten Sie einmal ins Ausland gehen um vorsätzlich kriminelle menschenverachtende Taten zu begehen und Mörder unterstützen und dann dort verurteilt werden.

Die Todesstrafe ist barbarisch und widerwärtig

ob im Irak, den USA oder Saudi Arabien.. nur jedes Land hat seine Gerichtsbarkeit und wenn ich mich in das Land begebe und dort schwere Straftaten verübe gilt nun mal Landesrecht. Wir wollen ebenfalls nicht die Scharia oder ähnlichen Unsinn her gelten haben. Von daher sehe ich keine Notwendigkeit seitens Deutschlands diesbezgl. vorstellig zu werden. "Deutsch sein schützt nun mal vor Strafe nicht " .

Unser Empfinden und unsere Gesetze

Einerseits verstehe ich viele Leute hier, die kein Mitleid mit der zum Tode Verurteilten empfinden angesichts des Leides, das der IS über so viele Menschen gebracht.

Aber ich bin dankbar, dass unsere Gesetze, allen voran das wunderbare Grundgesetz, über meinen niederen Racheempfindungen steht. Und dass die Verantwortlichen aus diesem Grund sich für das Leben dieser Frau einsetzen werden.

Dann befürworten die Foristen

Dann befürworten die Foristen auch Hände abhacken, Steinigen von vergewaltigten Frauen...

Da geht es um zwei völlig unterschiedliche Dinge:

(1) Das, was strafbar ist (in Ihrem Beispiel Homosexualität), und
(2) das Strafmaß dafür (in Ihrem Beispiel Händeabhacken).

Ich gehe davon aus, dass die meisten Foristen hier es nicht tolerieren, dass etwas, für das der "Täter" rein gar nichts kann (Beispiel: Homosexualität) unter Strafe steht.

Aber im aktuellen Fall geht es gar nicht darum. Dass eine Beteiligung an einem Mord (und das wird der Frau nun mal vorgeworfen) in jedem Land strafbar sein sollte, steht meines Erachtens außer Frage.

Es geht den Foristen also nur um die Frage nach dem Strafmaß für eine Straftat, die wohl überall in der Welt als Schwerverbrechen gilt.

12:00 von Izmi

Entweder man ist gegen die Todesstrafe oder nicht
.
verstehe ich jetzt nicht
ich lehne die Todesstrafe ab
was andere Länder so tun ....
das ist deren Sache
schätze es auch nicht, wenn die sich in meine Angelegenheiten mischen

Wenn meine Staatsbürger in vollem Wissen darum dorthin reisen
tun sie das auf eigenes Risiko
so sieht es Belgien, so sieht es Frankreich
wir haben da ne andere Auffassung, bemühen uns um eine Überstellung

Lebenslang im Ausland wäre besser

Laut anderen Medien ist die Frau ursprünglich Marokkanerin. Also sollte sich auch Marokko um die Frau kümmern, eventuell lebenslang in Marokko inhaftieren. Allen die sich IS anschlossen sollte man lebenslang die deutsche Staatsbürgerschaft entziehen und die Einreise nach Deutschland verweigern. Sie wären ein nicht kontrollierbares Risiko für uns alle! Und das die Exekutive immer noch keine absolute Kontrolle hat, zeigen doch die Personalmängel bei Polizisten bei beschlossenen Rückführungen, z.B. nach Afghanistan, die daher nicht durchgeführt werden können. Wie könnte dann bei solchen Personal- und Strukturmängeln unsere Exekutive die Überwachung von IS-RückkehrerInnen garantieren? Selbst die Bundeswehr könnte auf Grund der materiellen Probleme bei U-Booten, Fahrzeugen und Flugzeugen derzeit keinen umfassenden Einsatz zur Sicherheit Deutschlands leisten. Also sollten diese IS-KämpferInnen auch im Ausland im Gefängnis lebenslang bleiben.

Ich lasse mir nicht ausreden,

Ich lasse mir nicht ausreden, daß es Verbrechen und Verbrecher gibt, die die Todesstrafe verdienen.
Allerdings ist fraglich, ob menschliche Gesellschaften Systeme schaffen können, die einen Irrtum absolut, absolut, absolut ausschließen. Da es irreversibel wäre, muß ich mich auch fragen, wäre ich bereit, für so ein Urteil mit meinem eigenen Leben einzustehen, sollte es sich als falsch erweisen? Nein? Dann kann ich es nicht fällen.
Das ist für mich das einzige, und gleichzeitig das entscheidende, Argument gegen die Todesstrafe.
Was soll man mit solchen Mördern und Folterern machen? Ich weiß es noch nicht, aber ich weiß eins: Die Natur der Verbrechen und der Geisteshaltung dieses IS führt dazu, daß ich diese Person, und keinen ihrer Kumpane, je wieder in meinem Land haben möchte. Ich muß es nicht richtig finden, wie der Irak mit solchen Verbrechern umgeht, aber dort hat sie ihre Verbrechen begangen, dort leben ihre Opfer und deren Strafsystem gehört diese Frau nun.

Herkunft schützt vor Strafe nicht..

... unbestritten wusste die Dame worauf sie sich einlässt, wenn sie dich den Todesschwadronen des Daesh anschließt. In Irak steht auf Terror und Mord nun einmal die Todesstrafe. Glaube das hätte sie sich vorher überlegen müssen bevor sie andere Menschen, die selbst gerne leben würden, eine Familie hatten oder sonst irgendwelche Ziele noch erreichen wollten gewaltsam aus dem Leben befördert hat. Nun damit zu argumentieren sie wäre eine "Deutsche" mit marrokanischen Wurzeln und daher müsse sich die Deutsche Regierung um sie bemühen ist fadenscheinig und eine Verhöhnung der Opfer wie der deutschen Bürger. In dem Tag als sie sich Daesh angeschlossen hat, hat sie aufgehört humane Werte zu akzeptieren und kann nun, wo es ihr selbst an den Kragen geht nun wirklich keine Humanität als brutale Mörderin erwarten.

Herkunft schützt vor Strafe nicht..

... unbestritten wusste die Dame worauf sie sich einlässt, wenn sie dich den Todesschwadronen des Daesh anschließt. In Irak steht auf Terror und Mord nun einmal die Todesstrafe. Glaube das hätte sie sich vorher überlegen müssen bevor sie andere Menschen, die selbst gerne leben würden, eine Familie hatten oder sonst irgendwelche Ziele noch erreichen wollten gewaltsam aus dem Leben befördert hat. Nun damit zu argumentieren sie wäre eine "Deutsche" mit marrokanischen Wurzeln und daher müsse sich die Deutsche Regierung um sie bemühen ist fadenscheinig und eine Verhöhnung der Opfer wie der deutschen Bürger. In dem Tag als sie sich Daesh angeschlossen hat, hat sie aufgehört humane Werte zu akzeptieren und kann nun, wo es ihr selbst an den Kragen geht nun wirklich keine Humanität als brutale Mörderin erwarten.

Todesstrafe? "Volksmeinung" und Humanismus....

schließen sich manchmal aus, eines der wenigen Themen, die (wie etwa der Minderheitenschutz) nicht in die Hände des empörten Pöbels gehören. Manchmal scheint der in seiner Aufgeregtheit nicht zu merken, wie seelenverwandt er mit den Straftätern ist. Klare Sache: Dokumentieren, Beweisen und Bestrafen, nicht Totschweigen, in "die Ecke stellen" oder in ein genehmes Land verweisen.

Das gilt für alle Strafen

Auch eine Gefängnisstrafe ist irreversibel. War jemand einmal unschuldig einmal für 10 Jahre im Gefängnis, dann kann man die Uhr nicht zurückdrehen.
Das Problem an der Todesstrafe ist vielmehr, dass der Betroffene nachdem er hingerichtet wurde und zB rauskommt, dass er unschuldig war, keinen Ausgleich mehr erhalten kann.

Ob ein Ausgleich bei Amputationsstrafen möglich ist, mag ich hier nicht beurteilen.

Jedes Land hat seine Gesetze

Wer in einem anderen Land gegen das dortige Recht verstößt, muss auch die dortigen Strafen akzeptieren. Egal welchen Pass man hat.

@RoyalTramp 11:43, Werte können sich negativ entwickeln

Sie haben Recht, Gesellschaftliche Werte sind nicht in Stein gemeisselt und unterliegen Änderungen (und das gilt selbstverständlich auch für D). Die Wahl von Donald Trump in den USA beweist es.
Wenn ich also für bestimmte Werte eintrete, so muss ich mich entsprechend für sie einsetzen, sie sind keineswegs unabänderliche physikalische Naturkonstanten. Damit richte ich mich insbesondere an die Vielen, die sich in dieser Gesellschaft wohl fühlen, aber bisweilen "zu faul" sind, sich zu engagieren, weil sie davon ausgehen, die derzeit akzeptierten Werte seien ungefährdet.

@Sisyphos3

Am 21. Januar 2018 um 12:07 von Sisyphos3
"Die deutsche Lamia K.
mit marokkanischen Wurzeln war in anderen Medien zu lesen (Stuttgarter Zeitung)
nur der Vollständigkeit halber"

Steht doch so auch hier auf der Seite:

"Wie NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" aus irakischen Justizkreisen erfuhren, soll die Deutsch-Marokkanerin gegenüber..."

die todesstrafe ist inakzeptabel...

da sie nicht nur leben und wuerde des bestraften zerstoert, sondern uebrigens auch die wuerde des henkers.

viele argumente pro und contra todesstrafe kann ich daher ueberhaupt nicht verstehen, weil schon simple argumentation am ernst dieser sache vorbeigeht.

Ob Todesstrafe oder nicht hat mit Mitleid nichts zu tun

Was für einige Kommentatoren hier und andere Leute viel schwieriger nachzuvollziehen ist, ist das die deutsche Botschaft auf Grund des Strafmaßes dagegen protestieren muss. Da das Verbot der Todesstrafe in den Grundfesten unserer Gesellschaft und unserer Gesetzte verankert ist, können wir es nicht ohne Protest hinnehmen das ein Mensch (besonders einer unserer Mitbürger) hingerichtet wird. So wie wir die Gesetzte anderer Länder respektieren (das bedeutet nicht kritiklos hinnehmen) müssen andere Länder unsere Gesetzte respektieren. Die einfachste Lösung wäre die Todesstrafe in Gefängnisstrafe umzuwandeln. So wäre diese Frau nach den Gesetzten des Irak für ihre Mitgliedschaft beim IS verurteilt und nach den deutschen Gesetzten bliebe ihr Leben verschont.

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Die Moderation

¿Wann hat das Morden ein Ende?

Unfassbar wie in dieser Diskussion plötzlich alle die Todesstrafe so einfach hinnehmen. Die Gesetzgebung eines Landes und die Straftat ändern doch nichts an der moralischen Pflicht, die ein jedem von uns obliegt, den anderen zu respektieren, unabhängig davon ob derjenige dies auch tut. In dem Moment in dem wir den Mord eines Menschen billigend in Kauf nehmen, begeben wir uns auf eine Ebene mit all dem was wir verurteilen.

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