Kommentare

Diese "Leute"

sollten sich nur mal das LOGO der Deutschen Luftwaffe anschauen. Aber das haben sie möglicherweise im Kopf gehabt.

Sachsen und die liebe Polizei

Die Kritik ist mehr als verständlich. Sachsen hat ein Problem mit Rechtsextremismus (andere Bundesländer aber auch).

Die exekutive Gewalt (u.a. Polizei, Bundeswehr) fällt nicht zum ersten mal mit solchen Aktionen auf. Man sollte die Polizei endlich gründlicher auf rechtes Gedankgen"gut" überprüfen! Diese Aktion ist für mich definitiv nicht mehr provokativ zweideutig, sondern ganz und gar eindeutig!

Das ist ein Fall

für UvdL. Diese ist einzig in der Lage derartig komplizierte Dinge zu beurteilen.

Adler ist nicht falsch

Das Logo sollte besser einen vollständigen Adler enthalten als nur die Flügel. Natürlich erinnert es an frühere Logos mit Hakenkreuz oder Eiserne Kreuz. Sie sind es aber nicht.

Unglaublich : "Grüne stellen (deswegen) kleine Anfrage"

Nun ja, wenn es sonst keine regierungsrelevanten Dinge gibt....muss sich der/die gutbezahlte, grüne Politiker/-in halt über ein gestricktes Logo Sorgen machen.

Da fragt man sich

...ob die nicht auch gleich auf die Uniformfarbe Braun welchseln wollen.

Ich habe zuerst geguckt, ob nicht vielleicht erster April ist oder so. Unglaublich, wie man in Deutschland anno 2017 so gänzlich merkbefreit sein kann, was die Geschichte angeht.

Schön,

dass wir aktuell scheinbar keine brennenderen Themen haben !
Und ausgerechnet Herr Beck als "Saubermann",na ja...

Absurdistan

Soziale Schere, Schulen vergammeln, Regierungskrise, Euro-Krise, Bankenkrise, Griechenland-Krise, Brexit-Krise...und es gibt Leute, deren Sorgen um Frakturschrift und Lorbeerkranz auf einem Sitzbezug kreisen. Willkommen in Absurdistan.

Sachsenproblem -ausgerechnet

Dass es in Sachsen rechts(-tolerant) zugeht, auch innerhalb des demokratischen Spektrums, zeigte die Vergangenheit, in der man sehr lange brauchte, ein radikal-rechtes Problem überhaupt zu sehen. Tillich leistete sich hier einiges! Die CDU in Sachsen ist sehr weit rechts, wie auch an der neuen Spitze in der Person Kretschmers zu sehen. Und auch in der Bundeswehr selbst gab und gibt es noch immer einiges an rechtem Gedankengut. Mehr als in der Gesellschaft selbst, da naturgemäß links eingestellte Menschen in D. das Militär eher meiden, wohingegen Rechte generell per se militäraffin sind. Wen wundert es da, wenn solche Logos, vor allem noch in Frakturschrift und in einer alttümlichen Aufmachungen solche Assoziationen wecken? Man sollte diese Geister mit allen Mitteln von sich weisen, mit dem Logo aber erreicht man das Gegenteil. Doch das Problem liegt viel tiefer und dürfte nicht so einfach zu beseitigen sein wie eine Stickerei.

als Sachse

kann ich nur sagen... habt ihr echt keine anderen Probleme?

In China ist ein Sack Reis umgefallen....

Man kann es ja gar nicht fassen, um welche Nichtigkeit man sich kümmern kann...

Zeichen

Also mir gefällt das Logo und die Frakturschrift auf dem Logo.
Ich verstehe auch wieder die Aufregung nicht-weshalb muss alles mit der Zeit von 33-45 auf dem Prüfstand.Frakturschrift gab es vorher schon und den Lorbeerkranz auch.Manche Leute sind auch verkrampft

Sturm im Wasserglas

na wenn wir sonst keine Probleme haben...

Möglicherweise gibt es heute Wichtigeres ?

Abzeichen hin, Emblem her.

Heute gab es die G 20 Pressekonferenz in
Hamburg. Heute wird der Breitscheidplatz
zu einer Hochsicherheitszone aufgerüstet.

In beiden Fällen fällt mir Merkel ein.

Merkel ist Veranstalterin von G 20. Merkel
hat nichts getan, um den Opfern des
Breitscheidplatzes zu helfen oder gar die
Sicherheitslage in Deutschland zu verbessern.

Aber ich habe ja immer noch die große
Hoffnung, daß es in Deutschland vielleicht
mal eine Aufarbeitung des Systems Merkel
geben wird.

Einfach nur geschmacklos

Daß beim Anblick der Stickerei niemandem aufgefallen ist, daß das in einer - vorsichtig ausgedrückt - rückwärts gewandten Ausführung vorgenommen wurde, beschämt.

Seit Jahren versuchen sich bestimmte Menschen(-Gruppen) darin, rechtes Gedankengut durch solche Dinge aber auch durch entsprechende Äußerungen wieder hoffähig zu machen. Dabei werden immer wieder die Grenzen des guten Geschmacks überschritten und an etlichen Ecken leider auch verschoben.

Mit dem Wissen aus dem NSU-Prozeß (der leider ja vieles im Hintergrund nur anriß und nicht behandelte oder weiter ermitteln ließ) kann man immer wieder nur konstatieren:

Wehret den Anfängen.

Wenn Ideologie blind macht

Nichts an diesem Logo hat etwas Nationalsozialistisches!
Der Lorbeerkranz, die Löwen, die Frakturschrift, das Wappen, alles ist älter als die NS Ideologie und nichts davon ist jemals spezifisch nationalsozialistisch gewesen.

Nur die Querbalken weisen eine gewisse ästhetische Ähnlichkeit zum Reichsadler dieser Epoche auf, aber die ist zum einen nicht so groß und zum anderen stand dieser Adler immer in Verbindung mit einem Hakenkreuz, das hier nirgends auszumachen wäre.

Wer sich darüber aufregt, der müsste sich auch über das Eiserne Kreuz der Bundeswehr beschweren oder darüber, dass Deutschland überhaupt einen Adler als Wappentier nutzt.

Logo

Natürlich gibt es auf dem Welt wichtigere Probleme als das.
Mich wundert aber, das in einer Zeit, in der alle immer so modern sein wollen, sich die Polizei ein Logo aussucht, das sie, weniger kritisch formuliert, auch schon in der Kaiserzeit hätte haben können.
Wenn ich mir ein Logo gestalten ließe würde ich auch schauen, wer sich sonst noch ähnliche Logos gibt, ähnliche Schriften verwendet und ob ich in dieser Gesellschaft sein möchte.
Aber jeder kann sich das Image aussuchen, das er gerne haben möchte.

KRIMINELL

Dieses Zeichen erinnert extrem an die NS-Zeit und sollte sofort verboten werden. Was sich Regierung und Polizei heute erlauben, kann man schon als kriminell bezeichnen. Würden normale Bürger mit solchen Symbolen hantieren, wäre der Staat sofort mit der Polizei vor Ort. Langsam entwickelt sich die BRD zurück in eine Zeit, die furchtbar war. Sprachlosigkeit macht sich breit.

Fraktur-Schrift

(Ah, es geht wieder... also neuer Versuch)
Ich zitiere mal aus dem Wikipedia-Artikel Fraktur (Schrift):
"Sie war von Mitte des 16. bis Anfang des 20. Jahrhunderts die meistbenutzte Druckschrift im deutschsprachigen Raum,...",
die Nazis haben diese aus Vereinfachungsgründen 1941 per Erlaß abgeschafft. Daher ist eher die Antiqua (die lat. Druckschrift wie wir sie heute alle verwenden) die eigentliche "Nazi-Schrift".

Was viel mehr stört ist die falsche (bzw. Nicht-) Verwendung des 'langen s' "ſ" - richtig muß es geschrieben werden:
"Sachſen" und "Spezialeinſatzkommando"

@skydiver-sr

"weshalb muss alles mit der Zeit von 33-45 auf dem Prüfstand."
.
Dafür gibt es nun wirklich reichlich Gründe. Die Zeit von 1933 bis 1945 hat uns absolut gar nichts Gutes als Erbe hinterlassen.

Deutschland pur

Und gleich eine kleine Anfrage.
So etwas gibt es wirklich nur in Deutschland.

Deutscher gehts nicht

Eine derartige Debatte vom Zaun zu brechen, das ist typisch deutsch. In der Sache allenfalls dann nachvollziehbar, wenn man Spezialist für political correctness ist und sonst nichts Besseres zu tun hat. Im übrigen fragt man sich dann, wieso niemand schon längst auf die Idee kam, den Schriftzug "Wachbataillon" bei der gleichnamigen Einheit der Bundeswehr zu bemängeln. Aber wer weiß, vielleicht kommt das ja noch...

@ein zuschauer

/// die Nazis haben diese aus Vereinfachungsgründen 1941 per Erlaß abgeschafft. Daher ist eher die Antiqua (die lat. Druckschrift wie wir sie heute alle verwenden) die eigentliche "Nazi-Schrift". ///

Sehr sehr viele Tageszeitungen, z.B. die FAZ oder auch die New York Times benutzen die Frakturschrift in ihrem Zeitungsnamen. Man sollte dem Volker Beck das mal mitteilen. Evt. fordert er eine Änderung.

@c4-- - Naziästhetik wie man es dreht und wendet

Sicherlich sind die einzelnen Elemente nicht exklusiv Symbole der Nazis (so wie das Hakenkreuz z.B. ja aus Asien ist), aber die Kombination, der historische Kontext Deutschlands und das momentane Image von Sachsen addieren sich schon zu etwas Heiklem auf.
.
Es bleibt auch die Frage: Warum gerade diese speziellen Elemente? Sie sind weder 'in', noch besonders gut lesbar. Es ist einfach kein gutes Logo-Design und der assoziative Bezug zur Nazi-Ästhetik hilft auch nicht gerade. Man hätte so viele alternative Logo-Elemente finden können, um diese Assoziationen erst gar nicht zu wecken. Außerdem: Fraktur? Im Jahr 2017?

Fettnäpfchen

Mit diesem Logo ist die sächsische Polizei in ein Fettnäpfchen getreten. Das es hierauf als Reaktion Kritik geben wird, hätte man eigentlich vorraussehen müssen. Daher ist die Polizei gut beraten, das Design noch einmal gründlich zu überdenken.

@goldnugget

Können Sie das denn überhaupt beurteilen? Ich nämlich nicht. Über vereitelte Anschläge wird naturgemäß nicht so viel geredet wie über verübte Anschläge.

Sachsenspiegel

Wenn solche Symbole kritisiert werden und auf geteilte Meinungen treffen ist dies zumindest ein Indikator, dass noch eine gewisse Sensibilität in unserer Gesellschaft zu finden ist.

Sprecher des LKA-Sachsen:
>> Das SEK-Emblem gebe es bereits seit 1991, fügte er hinzu. Es sei nur für den internen Gebrauch gedacht und zugleich eine "identitätsstiftende Maßnahme".<<

Gerade in Sachsen sollte man wissen, dass die Identitätsembleme der dort angesiedelten Heimatschützer in Symbolik und Schriftart hier ziemlich konform gehen.

Diese Symbolik hat eine bestimmte politische Aussagekraft - und über die sollte nachgedacht werden.

Kritik ist berechtigt!

Ich habe das Bild zuerst gesehen und noch nicht die Überschrift gelesen und habe sofort an die Symbolik des Dritten Reichs gedacht!

Da zu behaupten, das ganze habe nichts damit zu tun, mag ja vielleicht stimmen! Dennoch sollte man zu sich selber einmal so ehrlich sein und eingestehen, dass dieses Symbol schon verdammt nah an den Insignien der Nazis heranreicht!

Muss man den Rechten noch ein Zeichen überlassen?

Ist ja schon schlimm genug, dass ich mein Geschenk aus der Mongolei immer noch nicht tragen kann (wir hatten schon vor Jahren hier eine Diskussion über Zeichen), schlimm genug, dass Nazis keltische Symbole beanspruchen, aber ich finde es wirklich verkehrt erstmal die komplette rechte Zeichenpalette durchzugehen, um nach möglichen Ähnlichkeiten Ausschau zu halten und sich dann dem unterzuordnen. Bald darf man gar keine Abkürzung mit auch nur einem S verwenden, weil es auch mit Nazis in Verbindung gebracht werden könnte.

Ps. Vor dem Aufregen sollte man die Barettabzeichen der Bundeswehr sehen:
hxxps://de.m.wikipedia.org/wiki/Barett_(Bundeswehr)
Flügel machen dann Sinn, wenn auch mal geflogen wird, was beim SEK durchaus vorkommen kann. Ein Panzerfahrzeug wird wohl kaum ein Sonderzeichen bekommen.

Mal darüber nachdenken ...

... wie die NS-Zeit, die Millionen von Menschen ins Unglück gestürzt hat, nachwirkt.

1. Im Sinne von: das darf nie wieder passieren, egal wo auf der Welt und wir tragen deswegen eine große Verantwortung
2. über: Was waren die Ursachen? Wie erkenne und bekämpfe ich sie?
3. bis: Was waren die Symbole? Wo ist aufgrund der Symbolik Punkt 2 zu erwarten, damit Punkt 1 nicht passiert.

Darauf sollten die Embleme geprüft werden!
Ich sehe hier allerdings keine Verbindung zum 3. Reich. Eine andere moderne Schriftart hätte ich aber passender gefunden für eine moderne Einheit.

Übrigens, ich bin sehr geschichtsinteressiert. Und auch die Geschichte unserer potenziellen Vorfahren, die der Germanen begeistert mich schon seit Kindertagen. Da muss man sich manchmal auch Fragen gefallen lassen, ob man dieses aufgrund der Vereinahmung durch die Nazis noch für angebracht hält. Die Antwort: Germanen kannten keine Nazis - und umgekehrt offensichtlich auch nicht!

Was lernt man.....

aus der ganzen Aufregung um dieses Abzeichen, das wohl besser in einer moderneren Schriftart gefertigt worden wäre? Deutschland ist der einzige Staat weltweit, der mit Medien und NGO gesättigt ist, die 24 Stunden täglich auf der Suche nach Punkten sind, bei denen sich ein Zusammenhang mit der noch dunkleren Vergangenheit herstellen läßt und deren einziger Daseinszweck darin besteht, das Gefühl der Schuldigkeit zu erzeugen und am leben zu erhalten! Einzige Ausnahme ist der Gewinn der Fussball-Weltmeisterschaft! Aber wie lange noch?

@Interessent2016

Wieso ist political correctness so in Verruf geraten? Sicherlich ist das Logo im Verhältnis zu anderen Sachen eine Kleinigkeit, aber da es so völlig unnötig ist der Polizei ein Logo zu geben, das definitiv Assoziationen zur Nazizeit herstellt, darf man das ja schon mal bemängeln. Was würde denn als nächstes kommen? Charakteristische vertikale rot-weiß-schwarze Fahnen? Lange Mäntel als Uniformen? Alles erstmal "harmlos" im Einzelfall, aber in der Gesamtheit sendet es dann doch unangebrachte Signale aus. Symbolik ist nicht unwichtig - das wussten auch schon andere und haben sie entsprechend benutzt.

Voll der Hammer!

Lemmy hätte es gefallen.
Und ich finde es jedenfalls ästhetisch.
Es hat ja schon einen gewissen Chic. Das wussten die damaligen Designer (Hugo Boss) auch.

Es erinnert nicht nur an NS-"Ästhetik"....

.... es IST ein rückwärtsgewandtes Schriftbild - von Ästhetik mag man hier gar nicht mehr reden wollen.
Die Tatsache, dass die meisten der Unter 25-jährigen diese Schrift schon gar nicht mehr lesen können (!!), zeigt doch auch, welch rückwärtiger Schwachsinn dahinter steckt.

Von Geschichte keine Ahnung

Es ist mal wieder typisch. Von Geschichte und in diesem Fall von Typografie keine Ahnung, aber ein großes Fass aufmachen. Nur weil jede Dorfkneipe, die sich ansatzweise als deutsches Restaurant sieht, der Meinung ist, es müsste auf die Fraktur zurückgreifen, heißt das noch lange nicht, dass damit automatisch auf die Hitlerzeit verwiesen wird. Im Gegenteil: Die Nazis wollten die Fraktur als Staatsschrift abschaffen und in die Antiqua umändern. Außerdem sprachen sie von der Fraktur abschätzig von den "Schwabacher Judenlettern". Es ist sicherlich nicht besonders klug von den Panzer-Innenarchitekten von Rheinmetall dies für ein Militärfahrzeug zu verwenden. Aber daraus ein Thema zu machen, sagt viel über Deutschland 2017 aus.....

Nicht die Schrift ist böse

Das wichtigste hat mir ein Zuschauer schon vorweggenommen: Das Bezeichnendste sind wohl die Schreibfehler... Mich ärgert nur, dass die arme Fraktur ständig als Nazischrift bezeichnet wird. Wenn überhaupt, dann ist wohl nur die Schaftstiefelgrotesk so zu bezeichnen. Allerdings gab es die auch schon vorher, was zeigt, dass die Nazis auch nur Kind Ihrer Zeit waren. Die Beschriftung der Polster erinnert mich eher an Kaisers Zeiten oder Schmuckschrift z. B. auf Taschentüchern. Sie ist einfach schön. Vielleicht ist das ja auch der Grund dafür, dass die Nazis sie verboten haben und verordnet haben, die lateinische Schrift als deutsche zu bezeichnen (weshalb immer noch manche die deutsche Schrift als ,,altdeutsch’’ bezeichnen...). Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass der Verantwortliche eine Schaftstiefelgrotesk gewählt hätte, wenn man sie ihm gezeigt hätte. Von daher ist es vielleicht nicht schlecht, da mal nachzuhaken.

Schnapsidee

Ich dachte zuerst, die werden jetzt von Jägermeister gesponsert...

Dumme Hakenkreuzjagd

Eine Truppe wie der NSU kann jahrelang morden ohne erwischt zu werden, aber hey hier haben wir nen Logo dass bei Betrachtung aus 50m Entfernung wie etwas aussieht was man als Geschichts-5er als Nazisymbolik identifiziert, also immer schön rauf auf dieses banale harmlose Logo und man hat mal wieder seinen Dienst "gegen rechts" erfüllt.

Wochenschau, Autobahnen, Frakturschrift und vieles andere wurden lediglich von Nazis und anderen Antisemiten genutzt, aber keinesfalls erfunden.

Zurück in die Vergangenheit!

[15:40 von c4--]
„alles ist älter als die NS Ideologie und nichts davon ist jemals spezifisch nationalsozialistisch gewesen“

Ein Einsatzwagen soll nicht als Antiquität aufgebrezelt werden, sondern praktisch sein. Wer also im Jahr 2017 irgendein öffentlich-rechtliches Objekt mit Zierde und mit einer Schrift aus dem vorletzten Jahrhundert versehen will (was man ja nicht umsonst bekommt), der WILL damit definitiv etwas ausdrücken. Und das hat bei diesem Wagen hier ganz bestimmt nichts mit dessen praktischer Verwendung zu tun.

@ kritischer bonner um 16:16

Sie schrieben:
"Die Tatsache, dass die meisten der Unter 25-jährigen diese Schrift schon gar nicht mehr lesen können (!!), zeigt doch auch, welch rückwärtiger Schwachsinn dahinter steckt."
Wenn man den zuletzt veröffentlichten Ergebnissen von Bildungsstudien glauben darf, scheint bei den unter 25jährige Lesen per se (egal welche Schriftart) als "rückwärtiger Schwachsinn" (was soll das überhaupt sein?) angesehen zu werden. Deshalb lernen sie ea garnicht erst.

@als Sachse 14:13 von To_LE

als Deutscher kann ich aber sagen,
dass der 'Reichskriegsadler' keine 'Nichtigkeit' darstellt, sondern tief blicken lässt.

Man kann es ja gar nicht fassen, was heutzutage schon wieder unbeanstandet
durch diverse Gremien geht.

Assoziation ist entscheidend, nicht historische Tatsachen

Ob Fraktur nun spezifisch Nazi ist oder nicht spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass dieses Logo Assoziationen weckt, die hier nicht hingehören. Wer 2017 so eine Schrift benutzt, will genau diese Assoziation erreichen oder nimmt das zumindest in Kauf. Weg damit!

16:13, JohnBowie

>>Lemmy hätte es gefallen.<<

Lemmy Kilmister liebte solche Sachen. Er trieb gerne mit Entsetzen Spott. Da war er sehr britisch.

Die Form allein sagt nichts, aber

.. denkbar wäre es, dass das Logo von jemandem mit rechtem Gedankengut entworfen bzw. in Auftrag gegeben wurde, um damit unterschwellig einen solchen Geist zur Schau zu stellen. Man müsste herausfinden, ob das der Fall war. Wenn ja ist Änderung angesagt, wenn nicht ist es egal.

Mal wieder Sachsen. Das Ding

Mal wieder Sachsen. Das Ding sieht schon auf den ersten Blick gruselig aus.

16:36, GDN

Mit Ihrem Kommentar ist alles gesagt. Damit ist die Diskussion für mich eigentlich beendet.

Warum regt man sich hier eigentlich nicht nehr darüber auf ...

,dass für ein wie auch immer gestaltetes Logo überhaupt Geld ausgegeben wird?
Die Mehrkosten für so eine Sonderausstattung hätte man sich sparen können.
Sobald da einer drauf sitzt kann man es sowieso nicht mehr sehen.

Zeichen

@skydiver-sr

Also mir gefällt das Logo und die Frakturschrift

Mir nicht. Ich hätte lieber Antiqua und modernes Design.

Ich verstehe auch wieder die Aufregung nicht-weshalb muss alles mit der Zeit von 33-45 auf dem Prüfstand

Die Frage beantwortet sich von selbst.

Frakturschrift gab es vorher schon

Natürlich. Die Frakturschrift selbst ist völlig unschuldig. Nur ist es so dass heutige Neonazis gern solche Symbolik verwenden (übrigens ahistorisch, die Nazis haben diese Schrift gerade abgeschafft). Für die Verwendung durch Neonazis kann die Schrift nichts, trotzdem sollte diese Symbolik entfernt werden, falls sie mit solcher Absicht angebracht wurden.

"Verkrampft"? Gewalt und Macht verherrlichende...

Ausdrucksweise mit selbsterhebenden identitären 'Beigeschmack'.

Wie weit kann man mit Vorbildfunktionen und hier auch Hetzereien sowie Verlogenheiten noch sinken?
Ach ja. Es wurde ja schon vorgemacht...

Bitte bringen sie diesen Beitrag von Michael Lück, FH-Designer

ich muss ihnen als Typograph und historisch versierter Mensch mal erklären, das die Frakturschrift nichts mit dem National-sozialismus zu tun hat. Sie existiert seit dem 11.& 12. Jahrh als Ergebnis einer mit breiter Freder ausgeführten Schreibweise. Durch das Ändern der Schreibrichtung enstehen gebrochene Zeichen: die Fraktur. In anderen europäischen Ländern, bereits ab 1880 neue serifenlose Schnitte sowie Grotesk Schnitte eingeführt wurden, fehlte in Deutschland dieses Bewusstsein. Vermutlich rührte das aus der Kaiserzeit bei der die Entwicklung neuer beweglicher Druckletter auf Kosten der Rüstung zurückgestellt wurde. Um diesem Misstand zu begegnen haben die Nationalsozialisten die Frakturschrift abgeschaft. "Mein Kampf sollte lesbar sein." Deswegen verstehe ich diesen Blödsinn im Zusammenhang nicht. Auserdem bin ich Sachse und es nervt, das bei uns sogar die Polizei rechts sein soll. Da die Ossies ein viel sensibleres Verhältnis zu Diktaturen haben, sind die Ängste davor überschaub

@karlheinzfaltermeier - 16:08

"Deutschland ist der einzige Staat weltweit, der mit Medien und NGO gesättigt ist, die 24 Stunden täglich auf der Suche nach Punkten sind, bei denen sich ein Zusammenhang mit der noch dunkleren Vergangenheit herstellen läßt und deren einziger Daseinszweck darin besteht, das Gefühl der Schuldigkeit zu erzeugen und am leben zu erhalten!"

Das ist doch Quatsch!
Bei der Zuordnung dieser Symbole kann jeder, der mit der Geschichte dieses Landes vertraut ist, ohne Medien und NGO's sofort einen Zusammenhang zu den Symbolen des sogenannten "Dritten Reiches" erkennen.

Wer da Anleihen aus dieser Zeit als demokratische Normalität betrachten möchte, hat das Gefühl der Schuldigkeit bis heute nicht verstanden, den der Faschismus aus Deutschland über die Welt gebracht hatte.

Politische Affinität

"Von der Verwendung einer gebrochenen Schrift auf eine politische Affinität zu schließen, geht nicht", sagte eine Sprecherin der Behörde.

Doch, das geht, und ist nur logisch. Welchen Grund sollte es sonst für das Retrolabel geben?

Das Logo werde bereits seit 1991 verwendet, intern beim SEK. Daher sei es "identitätsstiftend".

"Identitätsstiftend" ist für Manche so Manches, z.B. die Wehrmacht.

"Hier ist nichts Schlechtes passiert", sagte LKA-Sprecher Tom Bernhardt hingegen der "Leipziger Volkszeitung": "Das ist eine Eigenkreation und nichts aus der Vergangenheit."

Ja ne, is klar. Höchstkreativ, das LKA - rechts herum im Rückwärtsschritt.

Der_Mahner, 14:11

||Soziale Schere, Schulen vergammeln ...und es gibt Leute, deren Sorgen um Frakturschrift und Lorbeerkranz auf einem Sitzbezug kreisen.||

Nun ja, es ist halt nicht jeder in der Lage, einen Zusammenhang zwischen unsozialer Politik und dem anhaltenden Rechtstrend zu erkennen.

Allein der Zeitaufwand

sich wegen Frakturschrift in einem Polizeieinsatzwagen aufzuregen ist eigentlich Lächerlich.Es ist eine schöne Schrift ,wenn man absolut will kann man bei fast allen Sachen Heutzutage verbindungen zur NS Zeit finden.Da wäre zb Volkswagen eine sehr schöne Sache.Allein das Wort "Volk" als Bezeichnung für eine Sache bringt eine Unweigerlich in den Sprachgebrauch der NS zeit zurück.Das das Brandenburger Tor noch steht ist eigentlich ein richtiges Wunder ,oder das Olympiastadium in Berlin .

Fragt die Typografen

Schriftarten drücken Unterschiedliches aus. Und was sie ausdrücken, wird (wie auch die mit ihnen geschriebenen Begriffe) durch die Geschichte ihrer Anwendung bestimmt. Hier lohnt es sich doch einmal, einen Artikel im Fontblog aus dem Jahr 2006 zu verlinken: http://www.fontblog.de/fraktur-ist-auch-eine-nazi-schrift/

Eindeutig Nazi-Symbolik.

Eindeutig Nazi-Symbolik. Fehlt nurnoch der Reichsadler anstelle des Lorbeerkranzes.
MfG

Genau so sehe ich das

Genau so sehe ich das auch.
Sobald rechtes Gesindel irgendetwas benutzt ist es in der Gesellschaft regelrecht verboten für die normalen Menschen.
Welche Macht hier einige den Nazis geben!
Wie soll das in Zukunft weitergehen?

Jedesmal wenn die etwas für sich beanspruchen müssen wir weichen? Müssen wir immer alles hergeben?
Wäre es nicht besser zu versuchen sich die Sachen zurückzuholen?

Ich meine hier nicht nur die Schrift...

Textura oder Fraktur

Die Schriftart entspricht nicht ganz der Fraktur, sondern eher der Textura, die seit der Gutenbergbibel modernisiert und kaum noch verwendet wurde. Ich habe aber keinen Zweifel am Statement hinter der Schriftartenauswahl. Das ist ein klares Zeichen gegen die Bemühungen um eine demokratische Formensprache der Bundesrepublik, wie sie beispielsweise am Bundesadler des Bundestages zu sehen ist, wie gelungen man das auch finden mag. Keine Schriftart steht eindeutig für den Nationalsozialismus, wohl aber ein antisemitischer Formenstreit um die Repräsentation des "deutschen Wesens" in Schrift und Kunst. Insofern kann es nicht lächerlich sein, Anstoß an dieser Stickerei zu nehmen. Für die Nazis war es auch keinesfalls lächerlich, sich mit Ästhetik auseinanderzusetzen, auch wenn die Ergebnisse widersprüchlich waren. Mit diesem Logo und Schriftzug ist ganz eindeutig (mindestens) ein Statement gegen eine demokratische und zeitgenössische Formensprache verbunden.

Über

Geschmack läßt sich streiten.
Aber das ist wohl schon der Gipfel der Geschmacklosigkeit

Man sieht nur, was man sehen will

[16:50 von Michael Lück]
„ich muss ihnen als Typograph und historisch versierter Mensch mal erklären, das die Frakturschrift nichts mit dem National-sozialismus zu tun hat. Sie existiert seit dem 11.& 12. Jahrh als Ergebnis einer mit breiter Freder ausgeführten Schreibweise. “

Ihre typografischen Kenntnisse in allen Ehren – doch hier geht es nicht um wissenschaftlich-historisches, sondern um das Gebaren von „Neo-Nazis“. Und die schmücken sich nun einmal allüberall mit solcher Schrift. Deshalb wird diese Schrift im Empfinden weiter Bevölkerungskreise auch mit NS- und rassistischem Gedankengut identifiziert.

Und ich bin persönlich davon überzeugt, dass diejenigen, die das in Auftrag gegeben haben, keine solche typografischen Gedankenspielchen getrieben, sondern diese Schrift sehr wohl mit dem Gedanken an die heutige, weit verbreitete Identifikation (Frakturschrift=Stärke, Gewalt, Härte, Überlegenheit, Kampf) gewählt haben.

Frage: Schrift des Buchs „Mein Kampf“ = ?

Absurdistan die 2.

[14:11 von Der_Mahner]
„Soziale Schere, Schulen vergammeln, Regierungskrise, Euro-Krise, Bankenkrise, Griechenland-Krise, Brexit-Krise...und es gibt Leute, deren Sorgen um Frakturschrift und Lorbeerkranz auf einem Sitzbezug kreisen.“

Ich gehe einmal davon aus, dass diese Stickereien nicht kostenlos sind, und da frage ich mich als Steuerzahler, wozu in so einem Mobil auf jedem Sitz ein einem Hoheitszeichen (aus vergangener Zeit) ähnliches Symbol – überhaupt irgendein Symbol – aufgestickt sein muss. Wird dadurch das die Motivation der Fahrgäste gefördert?

Wer sich über diese Stickereien aufregt, der tut das völlig berechtigt. Wer so etwas bestellt, dem fehlt es an Verantwortungsbewusstsein, aber ganz gewaltig.

Das ist Blödsinn

"Das Logo werde bereits seit 1991 verwendet, intern beim SEK. Daher sei es "identitätsstiftend"."

Keine staatliche Behörde oder Einheit kann sich intern irgendwelche Abzeichen oder Symbole zulegen.

Entweder hat das sächsische SEK ein vom Innenminister genehmigtes spezielles Abzeichen, oder es gibt keins.

Ende der Durchsage.

Die Frakturschrift ist selbst ein Opfer der Nazis

im Normalschrifterlass von 1941 wurde die Verwendung von Frakturschrift mit der Begründung sie wäre jüdischen Ursprungs verboten. Sie war in ihrer beliebtesten Form als "Schwabacher" bekannt.

@Wanderfalke um 16:52Uhr

Danke, daß Sie mir Dummheit bescheinigen, weil ich "das Gefühl der Schuldigkeit nicht verstanden habe!. Meine erste Antwort erhielt keine Freigabe, aber ich frage erneut, wer von uns beiden jetzt mit Vorurteilen belastet ist? Übrigens wurde die Fraktur-Schriftart auch schon im Kaiserreich benützt!

JOJO

Am 18. Dezember 2017 um 17:23 von kleinermuck2012
Eindeutig Nazi-Symbolik.

Eindeutig Nazi-Symbolik. Fehlt nurnoch der Reichsadler anstelle des Lorbeerkranzes.
MfG

nnnnnnnn

Es ist ihrer Aufmerksamkeit vieleicht entgangen, aber wir haben immer noch den Adler als Wappentier.
Im Bundestag hing er an der Wand, fehlte nur noch der Kranz.

Abwägung !

Das war abzusehen, das sich der volker Beck auch in dieser Sache meldet ,
ok, sein gutes Recht .
Ich persönlich mag Traditionen u. nicht alles war früher schlecht, vieles war besser wie heute .

Habt ihr eigentlich

Habt ihr eigentlich hingeguckt?
Also mir kommen dabei schon Assoziationen zur scharfen SS Symbolik. Es wirkt sehr unpassend. WIe ein Vorrender schon sagte, Embleme und Symbole werden durch die Geschichte geprägt, besser gesagt durch das Bewusstsein von Geschichte. Aber wir kennen alle die Geschichte, sobald wir in Berührung mit der Nazizeit kommen (zB mit einer Doku, Schule oder Zufall usw.).

Ein Polizist, der auftritt mit einem Symbol das denen einer anderen Zeit täuschend ähnlich sieht - die Grünen haben recht.

Rein sachlich gibt es keinen Grund

Rein sachlich gibt es keinen Grund an dem Logo Kritik zu üben.
Aber Sachlichkeit ist nicht jedermanns Ding.

Die Assoziation bleibt beim Betrachter hängen

Wer das Symbol sieht, der assotiert damit ein Nazi-Symbol. Egal ob die Frakturschrift schon 100 oder mehr Jahre vorher benutzt wurde. Und das ist es was beim Betrachter hängen bleibt.
Dass dies ausgeerechnet in Sachsen geschieht verwundert nicht, ist Sachsen doch die Hochburg der Rechten in Deutschland und die sächsicher Politik, Polizei und Justiz auf dem rechten Auge ziemlich blind.

@ Neuländer & GDN

Ein Logo hat keinen Praktischen Nutzen, es soll einfach schön aussehen und zur Thematik passen, beides sehe ich hier erfüllt.
2017?? Das Wappen ist aus dem Jahr 1991.

@16:16 von kritischer bonner

die meisten der Unter 25-jährigen diese Schrift schon gar nicht mehr lesen können

Was sehr schade ist, da ihnen eine Menge lesenswerter Literatur aus den letzten 3 Jahrhunderten entgeht. Nicht alles wird immer wieder neu aufgelegt und neu gedruckt.

Übrigens braucht man diese Schrift sogar als Student der Naturwissenschaften, da sehr viel Originalliteratur (Fachzeitschriften, Bücher) aus dem 19. Jhdt. in dieser Schrift gedruckt wurde, an der man als Naturwissenschaftler nicht vorbeikommt.

@Don-Corleone

"Ich persönlich mag Traditionen u. nicht alles war früher schlecht, vieles war besser wie heute ."

bestimmt auch dieser österreichische obergefreite, oder?

@fathaland slim

richtigstellung:

"Lemmy Kilmister liebte solche Sachen. Er trieb gerne mit Entsetzen Spott. Da war er sehr britisch."

ich hatte das vergnügen, diesen mann zweimal interviewen zu dürfen. dabei kam auch seine leidenschaft für devotionalen dieser art zur sprache. und ich versichere ihnen, schockieren war das, was er nicht damit wollte. im gegenteil, er war sehr interessiert an der geschichte der damaligen zeit, sehr belesen und hat so manchen studierten, selbsterklärten, experten in den schatten gestellt. bewunderung der damaligen zeit war allerdings zu keiner sekunde zu erkennen, lediglich geschichtliches interesse.

Peinlich

Nicht nur der Assoziationen erweckende Schriftzug ist peinlich. Wenn man Fraktur schon verwenden will (warum auch immer), sollte man die Regeln beachten. Es gibt 2 verschiedene Formen des "s", eine langes und ein rundes: Das runde s (Schluss-S) nur am Wort- oder Silbenende. In allen anderen Fällen wird das lange "s" verwendet.

Entweder hata) der

Entweder hat
a) der staatliche verordnete Antifaschismus der DDR zu Blindheit geführt (betrifft ältere Generation)
b) finden es die Entscheider einfach „ooch gudd so“ („auch gut so“, beträfe auch die jüngere Generation)
c) sind beim sächsischen LKA Hobby (!)-Heraldiker entscheidungsbefugt,
d) oder trifft es einfach die Stimmung seit 1991 (!) (dem mutmaßlichen Zeitpunkt der Entstehung des sog. Logos)
Meine Empfinden nach steckt bei den Akteuren (u.a. im ehem. sog. Tal der Ahnungslosen) eine ganzes Stück Portion Provokation "es einfach mal so zu machen" und zu zündeln: i.S. von
„das wird man wohl noch zeigen dürfen“. Und ja, rechtlich haben sie nichts falsch gemacht:
diese (Abge-)Sicherheit mittels des bundesdeutschen Rechtsstaates will man sich dann aber natüüüürlich nicht nehmen lassen; in der Summe: so eine Haltung ist finster.
Markus Sommer

@c4-- 20:45

"Ein Logo hat keinen Praktischen Nutzen, es soll einfach schön aussehen und zur Thematik passen, beides sehe ich hier erfüllt."

Über die Thematik die dieses Logo bedient wird hier kontrovers gestritten.
Welche Thematik wollen Sie in Verbindung mit diesem Abzeichen denn als passend erfüllt sehen?

Etwas Semantik

In der Semantik (Wissenschaft der Bedeutung der Zeichen) wird zwischen Denotation und Konnotation unterschieden. Von der Denotation her, der Grundbedeutung also, ist Frakturschrift nur eine antiquierte Schriftart und der Adler ein weit verbreitetes Wappentier. Von der Konnotation her ist Frakturschrift nun mal stark durch die Geschichte des Nationalsozialismus geprägt, insbesondere, wenn sich dazu noch der Adler mit ausgebreiteten Flügeln gesellt, der nur von den Römern und den Nationalsozialisten gebraucht wurde, und das alles auf der Uniform eines Vertreters der staatlichen Autorität. Die Konnotation überlagert die Denotation.
Und zum besonderen sächsischen Logo 2 Bemerkungen. 1/ die Frakturschrift erschwert die Leserlichkeit des Textes, warum also ausgerechnet diese Wahl. Auf einer modernen Ausrüstung passt eine antiquierte Schriftart wohl kaum. 2/ Was sollen die „Flügel“, wenn sie mit dem NS-Adler nichts zu tun haben ? Es ist doch keine Ausrüstung der Luftwaffe.

LOL !!

Erinnert ein wenig an Martin Kippenbergers Bild mit dem ironischen Titel:
Ich kann beim besten Willen kein Hakenkreuz entdecken.

Trifft ja auch bei einigen Reaktionen voll ins schwarze.
Manche argumentieren sogar noch mit historischen Fakten über die Schrift, etc.
Wer bei dem Design das Problem nicht sieht.....

Wer hat das Design in Auftrag gegeben?

Wer in Deutschland auch nur bis zur zehnten Klasse die Schule besucht hat, der wurden schon alleine aufgrund des Lehrplans im Geschichtsunterricht oft genug mit NS-Zeichen und NS-Symbolen konfrontiert. Es dürfte also außer Frage stehen, dass der Auftraggeber ganz genau wusste, wie und zu welchem Zweck er ein bestimmtes Design gewählt hat. Die Ähnlichkeit mit der Nazisymbolik dürfte dieser Person nicht entgangen sein, daher empfinde ich die Zurückweisung des Vorwurfs vonseiten des SMI als eine pro forma-Aktion mithilfe einer Textvorlage, sonst nichts.

Auch die Verharmlosung dieser causa, die hier im Forum stattfindet, finde ich erschreckend. Wörter, Symbole, und Zeichen erlangen zu einem bestimmten Zeitpunkt und an einem bestimmten Ort durch historische Ereignisse eine gewisse Bedeutung, auch wenn sie vorher eine andere Konnotation hatten. Man fragt sich, was diese Frazierung im Einsatzwagen überhaupt verloren hat, wenn sie denn so unbedeutend ist.

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