Ihre Meinung zu: U-Boot-Unglück: Argentinien feuert Marine-Chef

16. Dezember 2017 - 18:05 Uhr

Der argentinische Verteidigungsminister hat den Chef der Marine einen Monat nach dem Verschwinden des argentinischen U-Boots "ARA San Juan" entlassen. Von dem U-Boot fehlt noch immer jede Spur.

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Kommentare

Entweder braucht die Regierung

einen Sündenbock, oder es sind mittlerweile sicherheitskritische Schlampereien bei der Marine ans Tageslicht gekommen.

oder beides.

Was kann der Marine Chef für das Unglück?

Wenn es ein technisches Versagen in der Batterieeinheit war, würde es mich interessieren, warum der Marine Chef gehen muss.

Das ist billig... löt aber die Probleme in der Marine

nicht und macht die Toten auch nicht wieder lebendig...

Die bodenlose Schlamperei und die Korruption waren zu Zeiten der Militärdiktatur unter Videla, Viola und Galtieri normal und danach hat sich nicht geändert, außer, das die zivilen Regierungen die Streitkräfte verkommen ließen.

Es war nicht nur das technische Versagen...

Die argentinische Marine hat seit dem Falklandkrieg eigentlich nur so vor sich hin gedümpelt. Chronisch unterfinanziert, schlecht geführt, miserabel ausgebildet und dazu die alltägliche Korruption... es war nur eine Frage der Zeit, bis das einmal Folgen haben würde und auch jetzt sind natürlich die Militärs schuld und ausländische Firmen, die schlampig gearbeitet haben bei der Überholung und... und.. und... Die politische Ebene wird dieser Dauer-Skandal auch diesmal nicht erreichen.

Wenn der Chef die Verantwortung trägt

Mal alle persönliche Befangenheit beseite gelegt, wofür hatte dieser Marine-Chef eigentlich gearbeitet? Natürlich trägt er die Verantwort für die ihm Unterstellten.

Warum soll man dem Dienstherren seine Schlamperei, die Leben gekostet hat, einfach so übersehen? Irgendwann ist es auch mal genug mit der Obrigkeitshörigkeit.

Wenn ich jemanden anleite, dann trage ich auch die Verantwortung. Das gilt ja wohl für die meisten Menschen.
Hätte er besser inspiziert, dieser Marine-Chef, dann wären vielleicht die toten U-Boot-Soldaten noch lebendig, weil sie garnicht ausgelaufen wären.

Der Papierkram im Alltagsleben eines Schreibtischmörders ist nicht umsonst. Manchmal vergessen die Stubentiger, was ihre Arbeit ist und für was sie einsteht. Handaufhalten und Kopfschütteln ist wohl keine Arbeit.

@Jayray:

Zitat :"...Hätte er besser inspiziert, dieser Marine-Chef, ..."

Was glauben Sie, soll der Marinechef jede Schraube und jedes Kabel kennen ?

Völlig illusorisch !

Der war vielleicht noch nie auf deisem ( wenn überhaupt auf einem ) U-Boot.
Und wenn, dann 60 Minuten im "Schnelldurchlauf".

Trotzdem hat er natürlich die Verantwortung...

20:33 von Gerd Hansen

Trotzdem hat er natürlich die Verantwortung..
.
eben !

Verantwortung

Dazu hat Admiral Hyman G. Rickover, "Vater der US-Nuklearmarine" ganz klar festgestellt:

"Responsibility is a unique concept... You may share it with others, but your portion is not diminished. You may delegate it, but it is still with you... If responsibility is rightfully yours, no evasion, or ignorance or passing the blame can shift the burden to someone else."

Das gilt nicht nur für Marine-Chefs, sondern für jeden von uns.

man feuert einen "schuldigen"...

und alles ist in Butter?
Ich würde einem verantwortlichen Mitarbeiter die Daumenschrauben anlegen dass dieser sich Tage und Nächte um die Ohren schlägt um die wahren Hintergründe zu ermitteln...nö, einfach mal mit vollen Bezügen (Vermutung) nach Hause entlassen um damit zu demonstrieren, dass man ja alles im Griff hat?

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