Ihre Meinung zu: Steinmeier zu israelfeindlichen Protesten: "Das beschämt mich"

15. Dezember 2017 - 13:24 Uhr

Nach israelfeindlichen Protesten mit brennenden Flaggen auf deutschen Straßen zeigt sich Bundespräsident Steinmeier entsetzt und beschämt. Der Antisemitismus sei nicht überwunden - und die Verantwortung gegenüber Israel gehe alle an.

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Kommentare

Not your turf

"Der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff forderte nun ein generelles Verbot von Flaggenverbrennungen."

Es steht ausländischen Diplomaten nicht zu, zu fordern oder vorzuschlagen, was in Deutschland verboten oder nicht verboten sein sollte.

Wirklich?

Ist Kritik an Israel tatsächlich Antisemitismus? Ist dann Kritik an Deutschland Kritik an Christen? Oder Kritik an Russland Kritik an Orthodoxe?

Ich komme hier einfach nicht mehr weiter. Ich habe jüdische Freunde, bin komplett offen gegenüber allen Menschen (solange sie sich mir gegenüber ebenfalls so verhalten) und dann darf ich Israel, bzw. dessen Politik nicht verurteilen?

Die Art der Demonstartionen ist natürlich bedenklich. Aber wir sollten langsam mal wieder runterkommen und jeden, der Israel kritisiert automatisch als Antisemiten zu betiteln. Ich persönlich würde das als Beleidigung ansehen, wenn das jemand mit mir machen würde.

Was will man?

Der Islam gehört doch mittlerweile zu Deutschland, zumindest ist es eine Aussage führender deutscher Politiker. Seit meiner frühestens Kindheit kenne ich die Fernsehbilder brennender israelischer Flaggen aus der islamischen Welt. Wer sich Probleme einlädt muss zwangsläufig auch mit unliebsamen Konsequenzen rechnen.

Antizionismus und Antisemitismus

Der Antisemitismus (eigentlich Antijudaismus) ist die Ursache des Antizionismus. Schon immer siedelten Juden, als Bürger 2. Klasse im Osmanischen Reich, in Palästina. Niemand wird das Recht von verfolgten Menschen bestreiten, nachdem sie legal in Palästina eingereist sind und legal Land gekauft haben, dort zu wohnen und gegen Vertreibung geschützt zu werden. Genau darum geht es aber beim Antizionismus: Man wollte die legalen jüdischen Nachbarn loswerden, ein "rein" arabisches, vor allem muslimisch beherrschtes Palästina haben, wo alle anderen Menschen höchstens Duldungsstatus haben. Das Problem lag noch nicht einmal bei den einfachen Bürgern, sondern bei deren Clanführern, die in der jüdischen Besiedlung ihre Vormachtstellung gefährdet sahen. Sie hetzten ihre Bürger zur Gewalt auf. Der entstehende Konflikt machte zum Schutz der legalen jüdischen Bewohner erst eine Zweistaatenlösung notwendig. Und der "Kampf" gegen so aus Fremdenfeindlichkeit entstandenen Staat Israel ist Antizionismus.

Steinmeier entsetzt und beschämt.

Manchmal frage ich mich, in welcher Welt unsere Elite-Politiker leben. Ich glaube fest, daß sie den Überblick über Deutschland verloren haben.

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Re: 12:41 Karwandler

"Es steht ausländischen Diplomaten nicht zu, zu fordern oder vorzuschlagen, was in Deutschland verboten oder nicht verboten sein sollte."

Aber sind Sie der Meinung, dass es den Palästinensern und anderen muslimischen Bürger in Deutschland zusteht, gegen Israel und Juden im Allgemeinen zu hetzen und teilweise sogar "Juden ins Gas" zu fordern?

Verschieden

Kritik an Israel bzw. seiner Politik und Antisemitismus sind zwei völlig verschiedene Dinge. Das sollte man sorgfältig voneinander trennen.

@ HWHH (12:51)

"Wer sich Probleme einlädt muss zwangsläufig auch mit unliebsamen Konsequenzen rechnen."

Viele Deutsche haben sich diese Probleme nicht eingeladen - werden durch Leute wie Steinmeier nun aber kollektiv des Antisemitismus in Deutschland verunglinft. Ich wünsche mir bei Aussagen zu solch grassierendem Antisemitismus mehr Mut bei der Bennenung der Täter. Doch das verschweigt man lieber in höchsten politischen Kreisen aus falsch verstandener political correctness.

Was gedenkt die Politik dagegen zu tun?

Steinmeier sagt, dass der Antisemitusmus in Deutschland nicht überwunden sei. Diese Aussage ist zum einem gewissen Teil richtig, aber zu einem viel größeren Teil völlig falsch. Natürlich gibt es auch Deutsche, also solche, die, wie Merkel es ausdrücken würde, schon länger hier leben und antisemitsche Positionen vertreten, keine Frage. Hier geht es aber doch vielmehr um den Antisemitismus, den Deutschland selbst in Form von Migranten aus der islamischen Welt importiert hat, insbesondere eben zu großen Teilen in den letzten zwei Jahren aufgrund der verfehlten Merkelschen Politik. Und genau darüber sollten die Politiker und der Bundespräsident mal nachdenken und sich dann auch ganz klar dazu äußern. Es gibt weder die klare Aussage dazu, von wem dieser Antisemitismus ausgeht, noch eine Idee, was man denn dagegen tun möchte. Wenn Merkel und Steinmeier nur verurteilen und fordern, dass es so etwas nicht geben darf, ist das viel zu wenig. Wo bleibt etwas Konkretes und Substanzielles?

Ich habe keine geschichtliche Verantwortung!

"Die geschichtliche Verantwortung gegenüber Israel muss [...] ausnahmslos für alle Menschen in Deutschland gelten [...]"

Die Bundesrepublik Deutschland mag eine geschichtliche Verantwortung haben, aber es gibt keinen Grund, warum sich ein heute lebender Bürger gegenüber Israel in irgendeiner Weise verpflichtet fühlen sollte.

Was Herr Steinmeier hier einfordert, ist die Anerkennung einer deutschen Erbschuld. Mit dieser selbst auferlegten Schuld lässt sich nicht nur jede Kritik an der israelischen Politik unterdrücken. Sie polarisiert auch und lässt sich so zur Verbreitung nationalistisches Gedankenguts nutzen.

Wir brauchen einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Holocaust, bestehend aus Aufklärungsarbeit und Erinnerungskultur. Was wir nicht brauchen, ist ein völlig irrationales Verantwortungsbewusstsein.

Wir haben unsere eigenen Taten zu verantworten und vielleicht noch die unserer Kinder, aber ganz sicher nicht die Taten unserer Urgroßeltern!

um 13:44 von kommentator77

wie kommen Sie denn auf so eine Schnappsidee?
Karwandler hat vollkommen Recht mit seiner Aussage, die in keinster Weise irgendeinen Hinweis darauf enthält, der sie auch nur ansatzweise berechtigt, ihm so einen Unsinn zu unterstellen.

Hat Herr Steinmeier seine

Hat Herr Steinmeier seine Meinung eine Woche lang mit allen mitzeichnenden Ressorts abgestimmt? Oder warum hat der Bundespräsident eine geschlagene Woche gebraucht, um öffentlich das Verbrennen von israelischen Fahnen am Brandenburger Tor kritikwürdig zu finden?

Antisemitismus ...

bezieht sich nur auf das Judentum.

Man darf den Staat Israel durchaus kritisieren, wenn hier Menschenrechte verletzt werden.

Der Antisemitismus-Vorwurf ist ein Totschlagargument gegen jegliche Israel-Kritik. Selbst wenn diese Kritik von gebürtigen Israelis und Juden getätigt wird.

Die Trennung zwischen Staat und Glaube ist in einigen Köpfen wohl noch nicht vorhanden, sollte aber für eine aufgeklärte Gesellschaft verständlich sein.

Steinmeiers Äußerungen entsprechen nicht der modernen Zeit, aber im Club der Ewiggestrigen ist er ja nicht alleine. Gerade in den höher gestellten Kreisen findet man Menschen, welche von Säkularität noch nichts gehört haben.

Herr Bundespräsident Steinmeier,

ich bin nicht immer einer Meinung mit Ihnen, aber hier stimme ich Ihnen in jeder Hinsicht zu. Ich hoffe, daß auch andere führende Politiker aus Deutschland so klar Stellung beziehen, wie Sie es tun. Ich denke da besonders an den Bundesratspräsidenten, den Bundestags-präsidenten, die Kanzlerin sowie an alle Fraktionsvorsitzenden des Bundestages.
Es stände auch den Medien gut zu Gesicht, wenn sie einmal klar Stellung pro Israel beziehen würden.
Aber meine Meinung wird weder Politiker noch Medien interessieren. Stellte ich dagegen hier antisemitische Thesen auf, wäre mir (zurecht) ein Aufschrei gewiß.

Antisemitismus?

"Nach israelfeindlichen Protesten mit brennenden Flaggen auf deutschen Straßen zeigt sich Bundespräsident Steinmeier entsetzt und beschämt. Der Antisemitismus sei nicht überwunden ..."

Ich möchte Steini ja nicht einmal widersprechen.
Aber ich verstehe die Begründung nicht. Vielleicht kann mich ja einer der Mitforisten aufklären:

Was haben "Israelfeindliche" Proteste und "brennende" Flaggen bitte mit Antisemiotismus zu tun????

Man kritisiert einen Staat - aber doch nicht die jüdische Religion - Staat und Kirche sollte man trennen.
Wenn man Israel kritisiert ist man doch kein Antisemit'?!

Wenn man sagt ich finde die Illegale besetzung Palestinas und den Ilegalen Siedlungsbau und den Apartheitsstaat engegen den Palestinenser nicht so toll.

Dann denke ich doch dabei nicht an Relegion.

Antisemitismus.

Das Verbrennen israelischer Flaggen ist kein Antisemitismus.

Das Verbrennen polnischer Flaggen wäre schließlich auch kein "Antikatholizismus".

Die meisten Juden haben überhaupt keinen israelischen Pass.

Manche von ihnen sehen die Politik Israels kritisch, manche nicht (wie in jeder anderen Religionsgemeinschaft).

Zweierlei Maß

Trump macht Politik, wie man es nun kennt: Ist ihm langweilig, twittert er oder zündelt. In diesem Fall hat er gezündelt. Wenn eine Seite danach in Bedrängnis kommt, kann er aus den entstehenden politischen Emotionen Kapital schlagen. Z.B. sich in einem Konflikt um Beruhigung bemühen, den er selbst entfacht hat.

Einfach undurchschaubar schlau, der Bursche. Immer einen Tick voraus.

Aber verbrannt werden die Fahnen Israels. Das scheint Einigen leichter von der Hand zu gehen.

Was hat Kritik and der Politik

Israels mit Antisemitismus zu tun? Ach ja, Kritik an den Kriegshandlungen der USA wird auch mit Antiamerikanismus gleichgesetzt.

Bitte differenzierter (Teil 1/2)

Ich halte es für gefährlich wenn in dieser Debatte nicht mehr über den Unterschied von "Antijudaismus", "Antisemitismus" und "Antizionismus" gemacht wird. Es ist nicht so, dass ich irgendetwas davon gut finde, aber es hat durchaus ganz andere Ursprünge und Qualitäten.

Der Antijudaismus ist eine religiöse Geschichte christlichen Ursprungs. In so ziemlich allen christlichen Kirchen gibt es eine antijudaische Tradition, die sich theoretisch aber "nur" gegen den jüdischen Glauben richten kann und nicht zwangsläufig gegen seine Anhänger.

Der Antisemitismus ist eine völkische und rassistische Irrlehre, die von der Weltverschwörung durch das pseudowissenschaftliche Fantasiegebilde einer "jüdische Rasse" ausgeht, welche angeblich die "anderen Rassen" vernichten oder versklaven will. Ein Antisemit seinerseits will dem durch die Vernichtung oder Versklavung dieser "jüdischen Rasse" zuvorkommen.

Der Antizionismus kann zwar antijudaistisch, antisemitisch motiviert sein, muss es aber nicht!

klare Unterscheidung nötig

der Punkt ist der, im Falle von 'altem' ("Nazi-") Antisemitismus fühle ich mich als Mitglied unserer Gesellschaft selbst betroffen und auch in der Verantwortung, doch im Falle von moslemisch/islamistisch motiviertem Antisemitismus überhaupt nicht.
Ich und auch die Geschichte unseres Landes haben damit absolut nichts zu tun, das kommt nicht von uns.
Deshalb finde ich, daß die darauf gründende Aussage 'der Antisemitismus in Deutschland nähme wieder zu' sehr differenziert betrachtet werden muß.

14:01 von schutzbefohlener: Eine Frage, keine Unterstellung

Streng genommen sind Sie der Einzige, der hier etwas unterstellt: Sie unterstellen mir, dass ich dem Kommentator karwandler etwas unterstellen würde. Das stimmt aber nicht. Ich habe ihm lediglich eine Frage gestellt.

re ku

"Es stände auch den Medien gut zu Gesicht, wenn sie einmal klar Stellung pro Israel beziehen würden."

Wie kommen Sie auf die Idee?

Die Medien haben über und aus Israel zu berichten. Daraus kann sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Es ist bestimmt nicht Aufgabe der Medien, ein fertiges Urteil Über Israel zu transportieren - egal wie pro oder contra es ist.

Wenn man Israel kritisiert

besteht natürlich die Möglichkeit, dass man Beifall von Antisemiten erhält.

Aber soll man sich den Mund verbieten lassen, nur um diese Möglichkeit auszuschließen?

Splitter und Balken

Als tendenziell „rechts“ stehend, finde auch ich es äußerst beschämend, dass so etwas wie das Verbrennen israelischer Flaggen hier wieder stattfindet. Aufgrund unserer Geschichte könnte ich mich sogar damit anfreunden, dies mit einer Extrastrafbewehrung zu versehen.

Mich bedrückt auch die häufige Israelkritik mancher Foristen (meinem Eindruck nach eher von „linker“ als von „rechter“ Seite). Natürlich wollte ich die nicht verbieten, selbst wenn ich es könnte, aber oft habe ich den Eindruck, dass da mehr dahintersteckt als einfach nur rationale kritische Auseinandersetzung. Denn wenn man die Maßstäbe, die an Israel angelegt werden, mit denen vergleicht, an denen die „andere Seite“, sprich Palästinenser und insbesondere die Hamas, gemessen werden, komme zumindest ich nicht drumherum, hier ein deutliches Ungleichgewicht zu verspüren.

MfG A.

Peinlich

@ karwandler:
Wenn man Israel kritisiert besteht natürlich die Möglichkeit, dass man Beifall von Antisemiten erhält.

Wenn diese Antisemiten dann in unseren Straßen "Tod den Juden" skandieren, ist das schon sehr peinlich für unser Land und wir sollten unser Strafrecht schärfen.

Stimmt leider nicht

1.) 90% der antisemitischen Gewalttaten werden von Rechten verübt (s. BND-Berichte und statistisches Bundesamt)
2.) Islamistischer Antisemitismus ist teils von Nazideutschland importiert worden (s. Mohammed al-Husseini, SS in der arabischen Welt seit den späten 1940er Jahren, Nazitheoretiker als islamistische Lektüre)
3.) Auch der allgegenwärtige deutsche Rassismus dürfte - indirekt - einen Beitrag leisten, dass muslimische Migrant_innen sich 'die Juden' als Feinde erfinden. Dann haben sie mit den Bio-Deutschen ja schon etwas gemeinsam.

@UdSSR, 18:08

Wenn jemand in der Öffentlichkeit "Tod den Juden" ruft, ist das meiner Ansicht nach Volksverhetzung. Da muss kein Strafrecht verschärft werden. Es ist bereits kriminell.

Ich hoffe und gehe davon aus, dass die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

Das Verbrennen von israelischen Flaggen hingegen ist per se nicht verboten. Es ist im schlimmsten Fall geschmacklos, aber darüber lässt sich streiten. Auf keinen Fall ist es antisemitisch.

@kommentator77

"... gegen Israel und Juden im Allgemeinen zu hetzen ..."

Hier ist der Gedankenfehler.

Wenn man meint das jede Kritik an Israel gleichzeitig auch Kritik am Judentum ist, dann liegt man schlicht falsch.
Es gibt durchaus berechtigte Gründe an Israel negative Kritik zu üben.
Und das ohne den Aspekt der Religion anzusprechen.

Israel sollte meiner Meinung nach keine Sonderstatus erhalten, man sollte aber die Ausübung aller Religionen garantieren.
Ja das Judentum muss in Deutschland weiterhin geschützt werden, genauso wie jede andere Religion. Aber Kritik am Staat Israel muss dennoch auch erlaubt sein.

D.h. man muss differenzieren. Und gerade bei der Jerusalemfrage verstößt Israel und auch die USA gegen Völkerrecht.
Ostjerusalem ist annektiertes Gebiet und gehört zurück gegeben. So steht es in der UN-Charta und darauf beruft sich auch das Urteil bezüglich des Jerusalemgesetz aus den 80ern.

Das Rumgeeiere von Steinmeier..

..nur um keinem Moslem auf die Füsse zu treten, ist doch peinlich. "Auf deutschem Boden ..", "Antisemitismus in vielfältigem Gewand ...", " diejenigen, die später hinzugekommen sind..".
Übrigens @NKral 18:09:
"Die Behörden ordnen 93 Prozent der aktuell 681 Fälle von antisemitischen Delikten dem rechten Spektrum zu. Betroffene sprächen hingegen von mutmaßlich muslimischen Tätern in 62 Prozent der verbalen und 81 Prozent der körperlichen Angriffe." (focus.de vom 8.9.17: )

@Asparagus

"Denn wenn man die Maßstäbe, die an Israel angelegt werden, mit denen vergleicht, an denen die „andere Seite“ ..."

Das liegt schlicht daran wie man Israel stets darstellt.
Israel wird als einzige Demokratie in der Region dargestellt.
Israel wird alles Paradis auf Erden beschrieben, obwohl es es nicht ist.
Kritik gegenüber Israel wird stets mit dem Antisemitismushammer niedergeschlagen. Obwohl man sich nur über die Politik des Landes beschwert hat und nicht über die Religion, oder ihre Ausüber.
Die Siedlungspolitik Israels verstößt auch gegen geltendes Völkerrecht, aber keiner macht was dagegen.

All dies führt zu Frust bei Leuten die diese Ungerechtigkeit erkennen und sehen die Gräueltaten auf der anderen Seite als weniger schwerwiegend an.
Hier entsteht also durchaus ein eingeschränktes Bild, was aber nur eine Reaktion ist. Würde Israel seinen Sonderstatus verlieren, wäre auch die Kritik an der anderen Seite stärker.

Maßstäbe

>Das Verbrennen von israelischen Flaggen (...) ist im schlimmsten Fall geschmacklos, aber darüber lässt sich streiten.<

Sg rossundreiter,

„im schlimmsten Falle“?? Nein, darüber lässt sich m.E. nicht streiten. Ich empfinde es als absolut geschmacklos, im besten Falle!

>Auf keinen Fall ist es antisemitisch.<

Na, wenn ich Bilder von einer brennenden israelischen Fahne sehne, drängt sich zumindest mir sehr stark der Verdacht auf, dass da Antisemitismus pur dahintersteckt!

MfG A.

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