Kommentare

was ist jetzt der Geck dabei ?

Die privat Versicherten können frei wählen, ob sie in die Bürgerversicherung gehen
oder in der Privaten bleiben"
,
also wie gehabt
wer mehr bezahlt, kriegt nen besseren Service

Versicherung

Jede Versicherung wir billiger, wenn man diesen nicht nutzt oder schadenfrei ist, aber nur die Krankenversicherung bleibt konstant. Vielleicht könnte man die für Personen teurer oder günstiger gestalten, die das auch mehr oder weniger in Anspruch nehmen, das wäre eventuell gerechter.

Notstand

Gesundheit, Pflege und Patienten befinden sich im Notstand. Die Bürgerversicherung soll Gerechtigkeit durch Gleichstellung schaffen. Wir benötigen allerdings staatlich geführte Gesundheitszentren wie beispielsweise in Spanien anstelle der unzähligen privatwirtschaftlich arbeitenden Praxen. Die ärztliche Privatwirtschaft führt zur Kostenexplosion durch 1. mehrfache Untersuchungen und 2. mehrfach dieselben Apparate. In einem staatlich auch auf Wirtschaftlichkeit hin abgestimmten "Betrieb" käme es nicht zu überflüssigen Mehrfachuntersuchungen und -ausgaben. Gesundheit darf nicht dem wirtschaftlichen Interesse freier Arztpraxen unterworfen sein sondern muss ebenso wie Gerichte und Behörden staatlich geleitet werden. Dann kommt es nicht mehr zu derart skandalösen Zuständen, wie ich seit seit meinem Umzug von Hamburg nach Geestland im Cuxland zu erleiden gehabt habe. Mehrfach und immer wieder!

bald gleichschlechte Behandlung für alle

Dieses tolle Bürgerversicherungsystem gab es schon einmal - hieß damals DDR. Aber es ging allen nur gleich schlecht, niemanden besser.

Eine Bürgerversicherung führt nicht zu einer besseren Versorgung sondern im Gegenteil zu einer Verschlechterung. Während heute durch die bessere Behandlung der Privatpatienten Druck auf die GKV entsteht (siehe tetravalente Impfung gegen Grippe - in diesem Jahr nur für Private, im nächsten Jahr auch GKV Leistung), fällt diese entscheidende Triebkraft dann weg.

Als Hausarzt plane ich in drei Jahren ein neues Ultraschallgerät zu kaufen. Bei Einführung einer Bürgerversicherung werde ich sicher darauf verzichten, da sich eine solche Investition dann nicht mehr lohnt. Kaum ein Arzt wird noch in neue Technik investieren.

So schön diese sozialistischen Ideen auch klingen, in der Realität musste man früher Mauern bauen, um die Leute davon abzuhalten sich im Westen ausbeuten zu lassen und um diese vor der 2 Klassenmedizin dort zu schützen ..

Neues?

Zum ersten: Es muss die Beitragsbemessungsgrenze fallen, dann gibt es wesentlich mehr Einnahmen und die Budget-Deckelung ist vom Tisch.
2. Ist vielleicht auch die eine oder der eine oder andere Kommentator privat versichert? Und damit nicht ganz unbefangen in der Diskussion....?

Bürgerversicherung ist so ein

Bürgerversicherung ist so ein cooles Trendy Word ganz schick, denn da muss man nicht das Wort Steuererhöhung verwenden. Das finde ich toll.

Das Gesundheits-System braucht an anderen Punkten Reformen

Was soll da auch nur im entferntesten "heilen"? Reformen würden verdrängt. Die Zeit , die jetzt investiert würde für die Anpassungen und Änderungen, geht faktisch verloren. Im System wird sich doch nicht auf einmal alles ändern. Nein, wenn man sich dran angepasst hat, wird man weiter der Gier nachgeben und alles so haben wie bisher heute. Nur schlimmer, weil es mehr finanzielle Puffer gibt, was einer nötigen Veränderung den Druck nimmt.

Hierzu kann man nur "Nein" sagen, die wichtigste Reform ist mir zwar auch nicht klar. Aber so wie es ist, mit diesen jährlichen Nachrichten, die ich erst gar nicht aufzählen will, kann es nicht bleiben. Nicht das AUssen (Finanzen) des Systems ist kaputt, sondern das Innen. Das wissen wir seit Jahrzehnten und die SPD zaubert mit der Nebelkerze Bürgerversicherung rum, als wüssten sie eben nicht, was sie da tun wollen. Wollen sie das System heilen? Oder nur ein "SYMBOL DER GERECHTIGKEIT" an den Weihnachtsbaum hängen?

private Versicherung

Ja, ich bin privat versichert, mit einer Eigenbeteiligung von 1.000 € pro Jahr. Das bewirkt: Ich überlege mir jeden Arztbesuch, ob er wirklich notwendig ist oder ob es Alternativen der Selbsthilfe gibt. Und ich sorge gesundheitlich vor. Als Selbständiger bin ich gezwungen, gesund zu bleiben. Wenn ich mir allerdings die Statistiken der Volkskrankheiten ansehe: Diabetes, Übergewichtigkeit, Bluthochdruck, Rückenprobleme usw., dann gäbe es für viele Bürger vieles zu tun in Sachen Prävention. Wer aber der Meinung ist, dass die Gesundheit ein Gut ist, das der Staat mit einer "Bürgerversicherung" bestmöglich verwalten sollte, liegt meines Erachtens völlig falsch. Gesundheit ist höchstwertig! Daran kann auch die SPD nichts ändern.

Eine Versicherung

Für alle. Keine Beitragsbemessungsgrenze, das wäre solidarisch. Alles andere ist wieder nur Ausbeutung beim kleinen und am Mittelständler.

Bürgerversicherung

Im gezeigten Video, was eine Bürgerversicherung ist und der Unterschied zwischen privat und gesetzlich sollte man alle Fakten auflisten und nicht nur was gerade gefällt. Beispiel Beitrag gesetzl. KV 15,7 %. Privat keine Angaben. Oder Beitragsbemessungsgrenze 4425 € Bruttomonatsverdienst - wer darüber hinaus verdient zahlt nicht mehr Beiträge zu gesetzl. KV.
In beiden Beispielen die Zahlen nennen.
Darüber hinaus kann es nicht sein, dass sich die Privatversicherten dem gemeinwohl entziehen ( Solidarität- Starke für die Schwachen) gleichzeitig aber bessere Behandlungen erfahren als die gesetzl. Versicherten und auch viel kürzere Wartezeiten bei Fachärzten haben.
Deshalb Bürgerversicherung für Alle.

Was für ein Humbug

Also bedeutet es doch im Klartext, dass das System genauso beibehalten werden soll, wie bisher. Die gesetzliche Versicherung nennt sich dann nur schicker, nämlich "Bürgerversicherung", aber die bestehende Apartheid von gesetzlich Versicherten und privat Versicherten soll nicht angetastet werden.

Was für ein Kukucksei!

Gegenvorschlag: Für alle Menschen in Deutschland wird die Bürgerversicherung verpflichtend inklusive des Beamtenadels und sonstigen bisher privilegierten. Wer darüber hinaus noch finanzielle Möglichkeiten hat, kann sich privat zusätzlich versichern.

Übrigens: Es geht nicht so sehr um "Gerechtigkeit". Es geht vor allem darum, dass den gesetzlichen Kassen das Geld zunehmend fehlt, um wenigstens noch ein Minimum an Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Daher sollten alle Teile der Gesellschaft hier in die Pflicht genommen werden, zum Erhalt der Grundversorgung beizutragen!

Und wer mehr Service will, kann sich ja weiterhin zusatzversichern!

Es hätte in der vergangenen Groko bessere

Ziele gegeben, um dem Land erfolgreich zu dienen und zu nützen.
.
Da hat die SPD tief geschlafen und sich von "alternativlosen" aber letztlich leeren Worthülsen über den Tisch ziehen lassen.
.
Aber sie möchte diesen Irrweg weitergehen.

oder aber

@ Elbestrand
Oder aber, die Politik lenkt die Privatwirtschaft.
So ist z.B. vorstellbar daß ein Niedergelassener Arzt ein teueres Gerät aus einem Pool der Kasse gestellt bekommt, dafür aber für jede Behandlung entsprechend weniger Honorar.
Ein Arzt der sich in einem Gebiet mit akutem Ärztemangel niederlässt erhält ein aus diesem Pool gespeistes jährliches Grundhonorar extra,
jeder niedergelassene Arzt erhält ein Zeithonorar schlicht für geleistete Arbeitszeit, welches die eingehende Beratung, Blutdruckmessen und ähnliche Standardverfahren beinhaltet. In der Hinsicht sind die Gedanken doch frei, da kann man noch sehr viel mehr denken !

@ hackonoya

Eine Rückzahlung durch die Krankenversicherung bei anhaltender Gesundheit gab es bereits, das ist durch Einsprüche der Gewerkschaften wieder abgeschafft worden. Begründung: Wenn die Bevölkerung dafür belohnt wird, nicht zum Arzt zu gehen bleiben viele Krankheiten unentdeckt, was wiederum zu erhöhten Heilungskosten führt.

Mein Hausarzt.....

ist Internist, also Facharzt. Obwohl ich privat versichert bin, muß ich in der Sprechstunde erstaunlicherweise genauso lange warten, wie die Kassenpatienten! Wo ist denn da die 2-Klassen-Medizin? Man sollte endlich aufhören passende Einzelfälle zum Standart hochzustilieseren.

Abschaffen

Man müsste einfach die gesetzliche Versicherung abschaffen, alle Menschen in die Privaten übernehmen und den privaten Kassen einen einheitlichen Beitrag und einheitliche Leistungen vorgeben. Dann wäre die Zweiklassenmedizin zu Ende.

re Hackonya2, 18:01

Ihr Vorschlag widerspricht dem Solidaritätsgedanken, der einer Krankenversicherung zugrundeliegt.
Was soll ein unheilbar Kranker von dem Gedanken halten?

Das klingt super! Danke SPD!

Das klingt super! Danke SPD! Künstliche Verknappung durch Preisbremse, hat in der Geschichte schon sehr oft gut geklappt: Genau 0 Mal.

jeden Tag wird ein neues Fass aufgemacht

Jeden Tag wird ein neues Fass aufgemacht. Vorgestern Europäisierung samt EU-Finanzminister, gestern Digitalisierung, heute Bürgerversicherung. Das Hin und Her spiegelt die Konzeptlosigkeit der SPD-Spitze wider.
Bürgerversicherung – wie soll das denn gehen? Will die SPD das Geld der Gesetzlichen und Privaten Krankenkassen beschlagnahmen und in einem Pool zusammenfassen? Bis es dafür eine gesetzliche Grundlage gibt, wird viel Wasser die Weser runterfließen. Das ganze scheint mir unausgegoren. Aber das volksnahe Thema Gesundheit wird immer gern genommen, wenn es darum geht, Ängste bes. der älteren und benachteiligten Bürger zu schüren.
Uns allen wäre schon geholfen, wenn die unmenschlichen, negativen Begleiterscheinungen der letzten Gesundheitsreform, die Abrechnung nach Fallpauschalsätzen, von Ulla Schmidt (SPD) aus 2004, endlich im Papierkorb der Geschichte verschwinden würden.

Dass Ärzte und Beamte gegen

Dass Ärzte und Beamte gegen die Bürgerversicherung sind, überrascht jetzt nicht wirklich...

Die Privatversicherungen leben zum Teil von Steuergeldern

Ein nicht unerheblicher Teil der Privatversicherten sind Beamten, der Staat finanziert damit indirekt über Steuern die Privatversicherungen und das Gesundheitssystem.
Außerdem leisten Privatversicherten keinen Beitrag zur Solidargemeinschaft. Und ich wünsche mir schon, dass die Besserverdienenden auch einen Beitrag zur Solidargmeinschaft leisten.

Das Problem in Deutschland

ist das es zwar gute Ideen gibt die anderen Ländern auch anstandslos funktionieren, nur in Deutschland dann bei der Ausführung völlig verwässert werden durch Ausnahmen und vieler solcher Dinge.
Deshalb kann das nicht funktionieren.

Und man muss auch nicht darüber diskutieren, denn die Bürgerversicherung kommt nicht.
Auch nicht eine die dann nicht funktioniert weil verwässert.

Gruß

Wenn der Herr Lauterbach...

...sagt, daß an den Honoraren für Ärtze, Physiotherapeuten etc... nichts geändert wird, aber gleichzeitig die "privaten" Versicherungen wegfallen würden:

Wer zahlt das dann wohl ?

Richtig, die "Bürgerversicherung".

Und wo holt die sich ihr "mehr" an Geld her ? Na klar, von den Versicherten, wo denn sonst.

Ach ja, es sind dann ja evtl. "alle" in der BV, ergo gibt es mehr Beitragszahler.

Stimmt.

Aber die ZAHLEN nicht nur ein, sie bekommen auch LEISTUNGEN dafür aus eben dieser BV.

Ich denke mal, daß sich viele Beamte freuen würden, wenn sie von der PV in die GKV wechseln dürften, insbesondere die mit Kindern.

Die Pensionäre erst recht, denn da steigen die Beiträge mit zunehmendem Alter rapide.
Und die dürfen dann zum "Trost" natürlich auch gleich ihre Ehepartner mitversichern, ausser, wenn diese UNUNTERBROCHEN in der GKV waren. Sobald die mehr als 12 Monate nicht gearbeitet haben müssen sie auch in die PV ( bis sie wieder arbeiten ). Als Rentner geht´s ebenfalls wieder in die PV

Dieser Versuch der Gleichmacherei...

...wird entweder im Sande verlaufen oder zu nichts führen. Natürlich werden die Privatversicherungen nicht tatenlos dabei zusehen, wie ihnen das Wasser abgegraben wird und Mittel und Wege finden, sich am lukrativen Versicherungsmarkt weiterhin zu behaupten.
Und, ja: der Zusatzversicherungsmarkt wird natürlich wachsen, was sonst?

Gleichheit ist nicht gleich Gerechtigkeit

Die SPD muß kar machen, welches Problem sie eigentlich lösen will.

Mehr Gleichheit bedeutet nicht automatisch mehr Gerechtigkeit. Sozialismus macht alle gleich, aber ist es gerecht?

Zweiklassenmedizin ist nicht automtisch ungerecht, solange für besseren Service auch mehr bezahlt wird.

Und genau da sehe ich den Kern des Problems: ich habe nie verstanden, daß es gerecht sein soll, wenn sich vor allem jüngere, gesunde, und schon gut verdienende aus der Solidarität verabschieden können und mit einer aufgrund ihrer Demographie günstigeren Prämie besseren Service bekommen. Wer da nicht in die PKV wechselt ist kurzfristig betrachtet fast schon blöd.

Diese Argumentation sehe ich aber bei der SPD nicht. Es kommt stattdessen wieder wie eine Neiddebatte daher, daß man den Leuten den besseren Service nicht gönnt.

Bürgerversicherung - Schutz auf minimalem Niveau

Lars Klingbeil hat anscheinend Wind davon bekommen, dass das Thema Diitalisierung bei der älteren SPD-Klientel nicht so gut ankam. Dann doch lieber das volksnahe Thema „Gesundheit“, Herr Klingbeil? Kann mich nicht erinnern, dass die SPD sich zu diesem Thema schon mit Ruhm bekleckert hätte. Außer vielleicht, dass Herr Lauterbach ab und zu seine Tipps (weniger Salz, mehr Bewegung) zum besten gibt.
Wie würde eine Bürgerversicherung aussehen? Minimal-/Notfallversorgung für alle, so wie in Holland? Das hieße: Pflegeversicherung, Gundschutzversicherung für jeden, Kinder bis 18 Jahre sind frei, eine Familienversicherung (für Eheleute) gibt es nicht. Dazu jede Menge Privatversicherungen für Zusatzleistungen. Zahnersatz, Hörgeräte, MRT, Physiotherapie … für alles müssen privat zu zahlende Zusatzversicherungen abgeschlossen werden. Wollen wir das?
Unser System muss überarbeitet werden, aber es ist solidarisch und wesentlich kranken- und menschenfreundlicher.

Sie haben da etwas missverstanden

Der Placeboeffekt bewirk ja gerade eine Besserung der Symptome. Ihr Titel ist also fehlerhaft. Heilung oder Placebo wäre schon besser gewesen, weil nicht jedes Placebo einen Placeboeffekt erzeugt.

Zu schön um wahr zu sein

Es geht also darum, dass Beamte (und ich nehme an auch Soldaten) dann in die Bürgerversicherung mit einzahlen...
Da gibt es aber noch einen gewissen Klärungsbedarf, wie das gehen soll!

Bei der PKV werden dann ja bestimmt auch eine Menge Arbeitsplätze wegfallen, wenn die Versichererten weniger werden.

Keine Steuererhöhung

@ Goldenmichel:
Bürgerversicherung ist so ein cooles Trendy Word ganz schick, denn da muss man nicht das Wort Steuererhöhung verwenden.


Es hat mit Steuererhöhungen ja auch nichts zu tun. Die SPD will keine Steuererhöhung.

@Goldenmichel

Hätten Sie den Artikel tatsächlich gelesen, wüssten Sie, dass dies auf Abgabensenkungen (!!) in den Sozialversicherungen hinausläuft.

Zitat:
"Wenn 2014 alle Privatpatienten gesetzlich versichert gewesen wären, hätten die Leistungserbringer 12,45 Milliarden Euro weniger eingenommen."

Also das genaue Gegenteil.

Bürgerversicherung: Niemandem geht es besser

sondern es wird nur mehr Geld verschwendet. Wieso soll denn auf einmal irgendetwas besser gehen, bloß weil es auf Dauer 10% mehr Anspruchsberechtigte in der GKV gibt? Die 10% mehr Beitrag werden sofort von den Kosten aufgefressen. Und es sind ja nicht nur Reiche, sondern auch viele mittelmäßig verdienende Beamte. Und am Anfang wird gar nichts besser: Denn die bisher privat Versicherten bleiben privat versichert, es trifft nur neu hinzukommende jüngere Menschen, die noch nicht soviel verdienen und oft auch Kinder haben (für die sie in der Privatversicherung extra zahlen, aber nicht in der Bürgerversicherung). Und Ungleichbehandlung wird es weiter geben: Jeder Wohlhabende kann sich auch weiterhin Luxus kaufen, den sich der Normalbürger nicht leisten kann, es geschieht nur in einem anderen System. Es geht nur um eins: Man möchte die Alterungsrückstellungen der privaten Krankenversicherer, die die nächste Generation schützen sollen, schon heute vergeuden, wie alles andere auch.

@ Roberto16

"Zum ersten: Es muss die Beitragsbemessungsgrenze fallen, dann gibt es wesentlich mehr Einnahmen und die Budget-Deckelung ist vom Tisch.
2. Ist vielleicht auch die eine oder der eine oder andere Kommentator privat versichert? Und damit nicht ganz unbefangen in der Diskussion....?"

Muss sie ganz fallen ?

Was ist wenn ich 400.000 verdiene ?

Muss ich dann wirklich ca. 58.000,- jährlich an Krankenversicherung zahlen ?

Ich würde dann mein Geschäft eher in Holland betreiben oder Dänemark...

Man darf sich von einer

Man darf sich von einer Einheitsversicherung keine Wunder erwarten. Das Problem der überproportionalen Kostensteigerungen im Gesundheitswesen - also teure Geräte, Medikamente etc. - verschwindet davon nicht. Aber es ist klar, dass es für den Einzelnen leichter wird, wenn alle Schultern mittragen. Dass diejenigen stakeholder, die vom aktuellen System profitieren und von schlimmen Folgen unken, ist ja nur logisch. Das öffentliche Interesse ist ein anderes. Eine 'Bürgerversicherung' ist klar ein Schritt in die richtige Richtung.

Macht Nägel mit Köpfen

Nur die Beitragsbemessungsgrenze gehört abgeschafft jeder soll seinem Einkommen entsprechend einzahlen.Und wenn man schon dabei ist sollte das auch für die Rente eingeführt werden. Jeder sollte den gleichen Prozentsatz von seinem Lohn ,Einkommen für Gesundheit und Rente bezahlen und dafür bekommt jeder die gleiche Leistung. Wer mehr verdient kann ja gerne auch noch in eine Private Zusatzversicherung einzahlen und erhält dann auch mehr Leistung aber die Grundleistung aus gesetzlicher Versicherung sollte alleGesundheitsrisiken abdecken bis hin zu einem 2 Bett Zimmer im Krankenhaus. Genauso bei der Rente ,die sollte sich nach 45 Jahren Arbeit am Mindestlohn orientieren ohne irgend welche Abschläge .Wer kommt bloß auf die Idee das Jemand der in Rente geht mit 50% seines vorherigenLohnes leben kann. Nach 45 Jahren Arbeit 1500€ Rente .Wer mehr verdient kann auch hier privat vorsorgen. Und auch Manager mit Millionengengehältern würden sich dann solidarisch zeigen und mit einzahlen.

@ 18:14 von Weltpotentat

Zur Verdeutlichung: Die Krankenversicherung ist eine Versicherung für die eigenen Risiken gegen ein Entgelt, den Beitrag. Wie z.B. die Hausratversicherung auch. Nur dass es in der gesetzlichen Krankenkasse traditionell (warum da und nicht bei anderen Versicherungen?) in einem gewissen, verfassungsrechtlich akzeptierten Umfang eine Solidar-Komponente gibt. Mit dem Beitrag erwirbt man sich aber dennoch einen Leistungsanspruch und um nicht sittenwidrig zu sein, muss eine vernünftige Beziehung zwischen Beitrag und Leistungsanspruch bestehen, der Solidareffekt darf nicht übertrieben werden. Als Alternative hat der Staat nur die Steuer. Er kann natürlich (wie in England) eine entsprechend höhere Einkommensteuer entsprechend der individuellen Leistungsfähigkeit erheben. Und dann dafür Straßen bauen oder eben Ärzte für die Behandlung bezahlen. Nur hat man dann keinen direkten Leistungsanspruch, sondern muss nehmen was man bekommt. So wie man auch die Straßen nehmen muss, wie sie gebaut werden.

@karlheinzfaltermeier, 18.19h

Geht mir genau so.
Ich privat, meine Frau gesetzl. versichert.
Gleiche Wartezeiten auf einen Termin, gleiches Wartezimmer, gleiche Medikamente bei entsprechender Indikation.
Das Privatwartezimmer gibt es seit mindestens 40 Jahren nicht mehr.
Hier wird eine sozialistische Neiddebatte geführt, sonst nichts.

hier

wird wieder versucht zu suggerieren, die 10% Privatversicherten würden durch ihre unerhörte Leistungsfähigkeit den medizinischen Komfort und Standard in Deutschland fast allein finanzieren. Es ist vielmehr wie mit der Rentenversicherung, hier soll der Versicherungswirtschaft ein der Zugang zum Bürgerportmonee offen gehalten werden.

@ 18:19 von KowaIski

Das mit der privaten Versicherung für alle ist schon mal ein guter Schritt, aber gleicher Beitrag für alle klappt nicht, erstens soll es Wettbewerb geben, zweitens haben die einzelnen Unternehmen unterschiedlich kranke Leute, dafür muss (so wie in den Niederlanden) einen staatlich organisierten Ausgleichsfonds geben. Dann funktioniert es. Ärmere bekommen vom Staat einen steuerfinanzierten Zuschuss, aber der Staat und die Gewerkschaften halten sich dann bitte ganz aus dem Gesundheitswesen raus. Das geht die nichts an. Wir leben nicht mehr im 19. Jhdt., wo die Bürger hier auf den Staat angewiesen waren. Das kann heute alles privatwirtschaftlich organisiert werden. Wohlhabendere werden sich immer mehr Komfort kaufen können, da kann man gar nichts gegen machen.

Bürgerversicherung :Heilende Wirkung?

Wenn die SPD jetzt die Bürgerversicherung in der KV,als sehr vordringlich ansieht,so weicht sie auf Nebenschauplätze aus.Es wäre sehr wichtig,wenn sich die SPD,für eine Bürger-
versicherung,in der gesetzlichen Rentenversicherung, wie in Österreich oder in der Schweiz einsetzen würde.Dies hatte der verstorbene Dr.Heiner Geißler,immer als Subsidaritäts- prinzip,aus der katholischen Soziallehre verstanden.Dazu fehlt der SPD scheinbar der Mut.Der Spiegel-Bestseller Autor ,Bodo Schäfer,bezeichnet in Seinem politischen Sachbuch:" Rente oder Wohlstand",das von Konrad Adenauer,im Jahre 1957 eingeführte Umlageverfahren,eines der schlimmsten finanzpolitischen Fehler aller Zeiten".

18:04 von Elbestrand

//Wir benötigen allerdings staatlich geführte Gesundheitszentren wie beispielsweise in Spanien anstelle der unzähligen privatwirtschaftlich arbeitenden Praxen.//

Vor allem könnte man in Gesundheitszentren die Einhaltung von Qualitätsstandards überprüfen.
Gerätetechnik, Fachpersonal, Hygiene, Abrechnung etc.

Genau diese Punkte sind Ziele der Buergerversicherung

Genau dass hier:

http://www.tagesschau.de/inland/krankenkassen-buergerversicherung-spd-10...

Zwei-Klassen-Medizin ist der Kampfbegriff. Er macht plakativ klar, wogegen die Bürgerversicherung steht: Privatpatienten werden gut, Kassenpatienten schlechter behandelt. "Wir wollen alle Menschen in Deutschland auf die gleiche Weise versichern" - das ist daher eine Kernforderung der SPD für eine Große Koalition.

das Ziel der Buergerversicherung. Und das zweite Ziel ist auch, dass die Beiträge bei den Kassen pro Kopf sinken, weil mehr Einzahler vorhanden sind. Und wo mehr Einzahler sind, dort wird die Zahllast auf mehr Schultern verteilt und damit sinkt der Beitrag fuer alle.

Und genau dass hier:

http://www.tagesschau.de/inland/krankenkassen-buergerversicherung-spd-10...

Die SPD will das Problem nun dadurch lösen, dass sie den Ärzten den Anreiz nimmt, Privatpatienten bevorzugt zu behandeln.

ist ein weiteres Ziel der Buergerversicherung.

von Hackonya2

"Jede Versicherung wir billiger, wenn man diesen nicht nutzt oder schadenfrei ist..."

Dann wollen wir mal hoffen, dass Sie niemals arm und gleichzeitig krank werden.

Ein wenig Logik

- Unterschiedliche Bezahlung bei gleicher Leistung führt immer zu unterschiedlicher und ungerechter Behandlung. Die Bezahlung sollte grundsätzlich der Ausbildung, Ausstattung und Leistung angemessen, das heißt mindestens kostendeckend sein.
- Fehlende Kontrolle führt immer zu Missbrauch. Die Leistungsempfänger müssten, egal ob privat- oder gesetzlich versichert, eine auch für den medizinischen Laien verständliche Rechnung erhalten, bestätigen und dann zur entsprechenden Kasse weiterleiten.
- Eine Budgetierung stellt einen Anreiz zur Unterlassung notwendiger medizinischer Maßnahmen dar, verbietet sich also. Der Zeitdruck dem die meisten Ärzte unterliegen würde - zusammen mit der entsprechenden Kontrolle durch Patient und Kasse- überzogene Therapien selten machen.

Positiv: Zusatzbeiträge fallen weg + besserer Leistungskatalog

Was dann außerdem noch ist, ist der Punkt dass der Leistungskatalog der Buergerverischerung wieder besser wird, wenn mehr Beiträge reinkommen weil die Beiträge wieder bezahlbarer werden weil sie eben auf mehr Schultern verteilt werden.

Das weitere Positive dabei ist, ist dass die Zusatzbeiträge - die bislang erhoben werden - dann wegfallen.

Und diese Privatversicherungen:

http://www.tagesschau.de/inland/krankenkassen-buergerversicherung-spd-10...

"Die Abschaffung der Privaten Krankenversicherung ist nicht geplant.

dann nur noch auf wenige Zusatzleistungen beschränkt werden, die nicht im Leistungskatalog der Buergerversicherung drin sind. Als Beispiel nenne ich hier mal sogenannte IGEL-Leistungen die normalerweise keiner wirklich braucht, zum Beispiel teure Kuren, Zusatzleistungen in Seniorenheimen und sowas.

Partei

Einmal ganz grundsätzlich: Die Ärzteschaft und ihre Organisationen haben ja schon angedroht, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen eine Bürgerversicherung zu kämpfen. Das Resultat sehen wir auch in diesem Forum. Viele Beiträge hier resultieren garantiert aus dieser Drohung und sind durchaus parteiisch zu verstehen.

18:20 von c.schroeder

"Uns allen wäre schon geholfen, wenn die unmenschlichen, negativen Begleiterscheinungen der letzten Gesundheitsreform, die Abrechnung nach Fallpauschalsätzen, von Ulla Schmidt (SPD) aus 2004, endlich im Papierkorb der Geschichte verschwinden würden."
Damit haben Sie sicher recht. Ein paar Korrekturen sind dennoch nötig.

@18:15 von RoyalTramp

Können Sie mir bitte den von Ihnen verwendeten Begriff "Beamtenadel" erklären?

privatversicherer profitieren

gewinne mitnehmen und altlasten verstaatlichen. ich hör schon die schampuskorken.

Dass hier von Lauterbach stimmt so nicht ganz

Und dass hier:

http://www.tagesschau.de/inland/krankenkassen-buergerversicherung-spd-10...

Die privat Versicherten können frei wählen, ob sie in die Bürgerversicherung gehen oder in der Privaten bleiben", erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbach.

stimmt so nicht ganz. Die privaten werden eingeschränkt in den Leistungen wodurch mehr Wettbewerb zwischen der Buergerversicherung und der Privaten Versicherung entsteht und zusätzlich zwischen den Privaten Versicherungen untereinander. Denn die muessen sich dann um die Kunden bei der Buergerversicherung bewerben fuer die Zusatzversicherungen die sie anbieten. Und da kann sich dann jeder selbst ueberlegen, was er/sie braucht und ob er/sie sich dass dann leisten kann.

Und auch der Punkt mit den Honoraren fuer die Ärzte ist ein weiterer Punkt der positiv ist. Denn bei der Buergerversicherung werden fuer alle Patienten die gleiche Verguetung gezahlt.

degressiv

Um dem Solidargedanken Rechnung zu tragen und andererseits jedes Einkommen in eine BV zu integrieren ist der Beitrag ab einem zu bestimmenden Einkommen stark degressiv zu gestalten. Da es sich um eine Versicherung handelt muß dem Beitrag eine Gegenleistung entgegenstehen. Man könnte zur Berechnung dazu die teuersten chronischen Erkankungen heranziehen.
Flankierend plädiere ich für eine Abgabe auf jede Form isolierter Kohlehydrate zugunsten der BV, ebenso ist die Tabak,- und Alkoholsteuer der BV zuzuführen.

Unterschiedliche Wartezeiten?

"Es sind vor allem die unterschiedlichen Wartezeiten, die immer wieder für Ärger sorgen."

"Während bei den Privatversicherten alles bezahlt wird, was medizinisch möglich ist, darf bei den Kassenpatienten nur bezahlt werden, was nötig ist."

Wie zum Teufel passen diese beiden Sätze im Artikel zusammen?

Es geht mitnichten nur um "unterschiedliche Wartezeiten"!

Es geht um die vollständig unterschiedliche therapeutische Behandlung privat oder gesetzlich versicherter Patienten!

19:01 von Autograf

"...der Staat und die Gewerkschaften halten sich dann bitte ganz aus dem Gesundheitswesen raus. Das geht die nichts an. Wir leben nicht mehr im 19. Jhdt., wo die Bürger hier auf den Staat angewiesen waren. ..."

Die deutsche Krankenversicherung entstand erst gegen Ende des 19. Jhdt., vorher hat sicher der Staat aus der Gesundheit herausgehalten mit dem Ergebnis, dass Gesundheit und medizinische Hilfe Glücksache waren. Erst mit den Sozialgesetzen Bismarcks konnte die Gesundheit allgemein angehoben werden.
Wollen Sie zurück in die Jahrhunderte, da Arme und weniger Begüterte früher starben, weil sie keine medizinische Hilfe empfingen? Wenn man das Gesundheitswesen wieder abhängig macht vom Geldbeutel, haben wir solche Zustände schneller als gedacht...

Beitragsbemessungsgrenze weg oder deutlich erhöhen

Natürlich sehen die Ärzte mit dem Entwurf erstmal ein Problem.

Die Beitragsbemessungsgrenze muss weg oder zumindest deutlich erhöht werden, dann ist das auch finanzierbar. Ich bin selbst gerne bereit, mehr zu zahlen, wenn mein Einkommen über der Grenze liegt.

Aber daran denkt anscheinend keiner in der Politik.

Alle Patienten werden gleich

schlecht behandelt. Denn gibt es ein Monopol und das führen immer zu schlechten und teuren Leistungen.

Wer ein gutes und preiswertes Gesundheitssystem will, sollte das nicht dem Staat überlassen, sondern dem freien Markt. Denn der bietet immer bestmögliche, individuell gestaltete Leistungen zu geringst möglichen Kosten an. Dafür sorgt der Wettbewerb.

Unser Gesundheitssystem ist schon viel zu sehr reglementiert und daher hat es auch zahlreiche Mängel.

Sozialistische Gleichmacherei führt immer nur zu gleich schlechten Leitungen.

@harry_up um 18.35 Uhr, @wzms00 18.40 Uhr: Volle Zustimmung

Thema Bürgerversicherung plus private Zusatzversicherung: Solange man jung und gesund ist, klappt das alles wunderbar. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass die priv. Zusatzversicherungen unbezahlbar werden, sobald man eine Vorerkrankung hat. Wenn man eine chronische Krankheit, einen orthopädischer Schaden, Aneurismen u..a. Krankheiten vor Abschluss der Zusatzversicherung erleidet, werden die Beiträge unbezahlbar, oder die Behandlung samt Folgeschäden wird von privaten Zusatzversicherungen von vornherein ausgeschlossen. Was macht man, wenn man ein behindertes Kind hat, dass man auch über den Tod der Eltern noch gut versorgt wissen will?
Eine Bürgerversicherung für alle mit Grundschutz und zusätzliche Privatabsicherung – das ist nur etwas für junge gesunde Menschen. Bei Alter oder Vorerkrankungen: Adieu Solidarität.

Wertung ?

"Ist vielleicht auch die eine oder der eine oder andere Kommentator privat versichert? Und damit nicht ganz unbefangen in der Diskussion....?" :D
Das dachte ich auch. Zunächst mal ist fest zu stellen, dass die derzeitige Krankenversicherung in Deutschland einige defizite hat. Die Tatsache, dass man wenn man etwas neu macht es auch verschlechtern kann ist wohl fast immer gegeben. Das hier im Video so explizit darauf hingewisen wird wirft dann aber doch Fragen auf.

@Jonas Bürger

Sie haben das Prinzip der Privatversicherten wohl nicht ganz verstanden. Der Staat zahlt nicht den Privatversicherungen etwas. Vielmehr übernimmt er teilweise oder ganz die Kosten für die Heilbehandlung seiner Beamten. Wenn diese nur teilweise Heilbehandlung haben, können sie freiwillig eine private Krankenversicherung abschließen, um die "Lücke" zu schließen. Übrigens kann jeder Privatpatient sein. Man stellt sich einfach beim Arzt als Privatpatient vor, bekommt dann seine Rechnung nach Hause geschickt und bezahlt diese.
Wenn man "Bestandsbeamte" aus der PKV herausnimmt, würden die öffentlichen Haushalte ganz schön zu knabbern haben. Es dürfte ja klar sein, dass der Arbeitgeber (Bund/Länder/Gemeinden) die Besoldung erheblich erhöhen müsste, damit den Bediensteten wenigstens am Ende genauso viel bleibt wie vorher. Ansonsten wird kaum noch einer z.B. zur Polizei gehen wollen.

Warum eigentlich wird im

Warum eigentlich wird im Artikel wird nur der Aspekt der Bürgerversicherung beleuchtet, der mit viel gutem Willen angreifbar ist? Also die Frage, ob die Bürgerversicherung das Problem der Ungleichbehandlung von Patienten lösen wird?

Der vollkommen unstrittige Aspekt wird dagegen ignoriert: Dass Besserverdiener, die noch krankenversicherungspflichtig sind, für die Gesundheitsversorgung der Einkommensschwachen mitzahlen, während die Spitzenverdiener von solidarischen Pflichten befreit sind.

Um die Frage zu beantworten, ob die Einnahmen der Ärzte durch die Bürgerversicherung sinken würden, würde ich Berechnungen eines von den Privaten Krankenversicherungen finanzierten Instituts lieber nicht heranziehen. Ist doch klar, dass die Vergütung der Ärzte nicht sinken müsste, wenn insgesamt mehr Geld in die Bürgerversicherung fließt, weil auch die Spitzenverdiener endlich Solidarbeiträge leisten. Verlieren würde dabei nur die Spitzenverdiener.

Warum wird die private

Warum wird die private Krankenversicherung nicht einfach abgeschafft? Dazu kann sich ja scheinbar auch die SPD nicht durchringen. Stattdessen nur wieder faule Kompromisse.

Eigentlich wäre ich ja dafür

und würde reflexartig die Ärzte verdächtigen, nur ihre wirtschaftlichen Interessen im Sinn zu haben bei ihrer Kritik. Wenn ich aber sehe, wie die Politik die Mietpreisbremse oder den Mindestlohn vergeigt hat, steht zu befürchten, dass die Ärzte recht behielten. Solche Konstrukte wie die Bürgerversicherung sollen für den Wähler toll klingen, werden aber so gestaltet, dass sie stets von den Lobbies entschärft oder gar nihiliert werden können. Die Politik hat es verdammt schwer, sich Vertrauen wieder zu erarbeiten und ist selbst dran schuld.

18:21 von DerPhi

"Dass Ärzte und Beamte gegen die Bürgerversicherung sind, überrascht jetzt nicht wirklich..."

Richtig!

Warum müssen Chefärzte Privatsprechstunden abhalten? Damit alles doppelt abgerechnet werden kann? Die Röntgenuntersuchungen z.B. wurden von einer MTA durchgeführt, die für diesen Job ein festes Gehalt bezieht.
Der Befund von einem Assistenzarzt erstellt, von einem Oberarzt gegengezeichnet. Dennoch stellt der Chefarzt für alle diese Leistungen eine Rechnung aus und jammert dann noch, dass er von den Einnahmen soooviel an das Krankenhaus abgeben muss. Und auf der Station darf sich der Assistenzarzt das Gemecker der Privatpatienten anhören, weil der Chefarzt zum Kongress ist und der Oberarzt in der Notaufnahme gebraucht wird.

Was wieder mal nicht bedacht

Was wieder mal nicht bedacht wird: Jeder Eingriff in ein kompliziertes bestehendes System kann dazu führen, dass am Ende Dinge geschehen, die keiner gewollt hat, weil keiner daran gedacht hat. Und wenn dann der Koalitions-Kuhhandel hinzu kommt, dann wird es noch schlechter. Siehe unser Steuerrecht, das ja wohl alles andere als gerecht ist. Die Gerechtigkeit ist immer nur eine Art Reklame für irgendwelche Maßnahmen. Und am Ende wird es viel ungerechter als geplant.

um 19.16 Uhr von Demokratieschue...

"Und auch der Punkt mit den Honoraren für Ärzte ist ein weiterer Punkt, der positiv ist. Denn bei der Bürgerversicherung wird für alle Patienten die gleiche Vergütung gezahlt."
Die gleiche Vergütung? Für Kassenleistungen vielleicht, aber wir haben Vertragsfreiheit. Jeder kann private Leistungen eines Arztes "einkaufen", wenn er das nötige Kleingeld hat. Das ist in jedem Gewerbe so. Oder wollen Sie das verbieten?

Ehrlich? Nur Chaos...

Umso mehr Vorgaben die Politik macht, um so teurer wird es werden. Es ist nicht lange her, da hat man für neue Bürger einen Leistungskatalog gemacht, der nicht mal die Hälfte kostet. Auch andere Gruppen bekommen einen anderen Beitrag, und man wundert sich, warum das gerecht sein soll. Und ich befürchte, dass hier noch ein paar Regelungen hinzu kommen, und einfach nichts billiger wird.
Es ist wirklich an der Zeit etwas abzuschaffen, z.B. Leistungskataloge, wo dann nur ein Teil der Bevölkerung solidarisch ist mit anderen. Und letztendlich darf man wohl auch mal die Frage stellen, warum das System nicht von Grund auf steuerfinanziert sein darf. Wenn ich mir anschaue, was mit dem Geld, das ich mir _abstottere_, passiert, dann kann ich mich nur ärgern.

Egal ob 20/10... Mindestlohn

Egal ob 20/10... Mindestlohn etc...
Immer kommen die Lobbyisten /Nutznießer der jetzigen Situation und beschwören das Ende Deutschlands.
Dagegen haben SPD geführte Veränderungen Deutschland weiter gebracht.
Aber so ist der Michel....dann doch lieber so ein Schauspielerverein wie die AFD / FDP wählen.
Der Status Quo kann bei der Unzufriedenheit ja wohl nicht bleiben.

Immer wieder erstaunlich...

..., wenn "Wissenschaftler" nicht in der Lage sind, einfachste logische Schlüsse zu ziehen.

Wenn der Arzt beim Privatpatienten 60 Euro und beim gesetzlich Versicherten 32 Euro bekommt, wird sich der neue Wert bei zusammengeführter Versicherung natürlich nicht auf dem niedrigeren Wert befinden. Er wird irgendwo dazwischen liegen. Darum geht es ja.

Dass das Gesamtbudget davon profitiert, wenn (meist wohlhabende) Privatversicherte mit hohen Beiträgen eingezahlen, ist ja wohl eine Binsenweisheit.

Wer dann immer noch Geld übrig hat, teure Zusatzversicherungen abzuschließen: Bitte.

Aber bitte nach der dem Einkommen angemessenen solidarischen Leistung an die Gemeinschaft!

Mit Geld darf man nicht alles kaufen können!

Ein gerechtes demokratisches Gemeinwesen kann es nicht zulassen, dass sich Menschen aufgrund ihres Einkommens oder Vermögens (also mit Geld) in allen Lebenssituationen Vorteile erkaufen können. Das gilt vor Gericht, das gilt im Straßenverkehr und das sollte auch im Bildungs- und im Gesundheitssystem gelten. Es darf nicht sein, dass jemand, der in der Lage und bereit ist, mehr zu zahlen, bevorzugt behandelt wird. Das ist das eigentliche Problem, nicht das Versicherungssystem. Wenn sich jemand Komfortleistungen kaufen will, wie ein Einzelzimmer oder Behandlungen, deren Nutzen wissenschaftlich nicht erwiesen ist, ist kaum etwas dagegen einzuwenden. Allerdings müssen auch solche Komfortleistungen dann zeitlich gegenüber notwendigen Basisleistungen für andere zurückstehen.

Darf ich mal Herrn Lauterbach ganz frech Fragen, wenn...

1. Private Versicherer zukünftig weniger für Arztleistungen zahlen,
2. Die Einnahmen der Ärzte aber auf dem momentanen Niveau bleiben sollen,

Wo in drei Teufels Namen soll dann die Differenz herkommen? Das läuft doch unterm Strich auf entweder massive Beitragserhöhungen in der GKV oder auf einen massiven Zuschuss aus dem Steuersäckel hinaus. Sozial und Problemlösung sehen für mich anders aus...

Hier in Island

funktioniert das.
Sind aber halt nur 330 000 EW. Alle zahlen ein in einen Sozialtopf und daraus wird Alles bestritten.
Klar diese " Vereinsmeierei" und das Pöstchen geschiebe bei so vielen Kassen entfällt. Ebenso die vielen Bauten , Dienstwagen, Meetings, u.s.w.
Wer sich das in D. traut und gegen diese Lobby angeht und das zum Besseren verändert der hat meinen größten Respekt ,auch wenn es M. Schulz ist , von dem ich nicht grad ein Anhänger bin.
Allerdings müsste man dann auch die persönliche Kassenkarte mit ALLEN Daten einführen und ob das dem Datenschutz so passt, ???. Hier läuft das auf jeden Fall gut und unterm Strich bleibt mehr über.

19:12 von Demokratieschue...

Positiv: Zusatzbeiträge fallen weg + besserer Leistungskatalog

Was dann außerdem noch ist, ist der Punkt dass der Leistungskatalog der Buergerverischerung wieder besser wird, wenn mehr Beiträge reinkommen weil die Beiträge wieder bezahlbarer werden weil sie eben auf mehr Schultern verteilt werden.

Das weitere Positive dabei ist, ist dass die Zusatzbeiträge - die bislang erhoben werden - dann wegfallen.

Und diese Privatversicherungen:

http://www.tagesschau.de/inland/krankenkassen-buergerversicherung-spd-10...
///
*
*
Wenn bisher die Leistungen die Beiträge übersteigen, so das Zusatzbeiträge erforderlich sind.
*
Dann steigen die Ausgaben nicht, wenn die zusätzlichen Beitragszahler auch zusätzliche Leistungen erhalten?
*
Als Abituraufgabe ist diese Rechnung eventuell möglich, die Praxis rechnet immer noch nach Kriterien vor der Mengenlehre.
*
Ideologisch Rechnen als neuen Studienlehrgang, das fehlt noch.

@dervaihinger, 18:58

"Hier wird eine sozialistische Neiddebatte geführt, sonst nichts."

Wenn das alles nur eine "sozialistische Neiddebatte" ist, wie Sie sagen (was übrigens nicht per se etwas Schlechtes ist), und privat Versicherte angeblich überhaupt keine Vorteile haben, sondern nur mehr zahlen, würde mich folgende Frage brennend interessieren:

Warum sind Sie eigentlich privat versichert?

Es muß endlich Schluß sein,

Es muß endlich Schluß sein, mit den Verteilungskämpfen. Das Leben macht keinen Sinn mehr, wenn sich individuelle Leistung nicht mehr in ausreichendem Maße in indivudueller Lebensqualität niederschlägt. Wichtig ist auch, daß Kapitalerträge, die zum Inflationausgleich benötigt werden nicht mehr als Gewinne angesehen werden dürfen. Das muß auch für die allegemeine Besteuerung gelten.

Ein Sozialsystem ist nur dann sozial, wenn es alle als sozial empfinden. Was wir aber hier erleben ist, daß die Profiteure des Sozialsystems einen Kreig gegen die Beitragszahler führen. In einem gerechten Sozialsystem sollten alle Leistungen ausschließlich von den Beitragszahlern bestimmt werden. Und zwar mit einem Stimmrechten in Abhängigkeit vom gezahlten Betrag. Hier ist dann mit einer fairen Abwägung von Bedarf und Kosten zu rechnen.

@ Demokratieschue. um 19.16 Uhr Zusatzleistungen, die keiner. ..

Zusatzleistungen, die keiner braucht?
Schauen Sie einmal, was z.B. in Holland, dem gelobten Land der Bürgerversicherung, nicht mehr bezahlt wird: Physiotherapie, Hörgeräte, MRT, Zahnersatz ...
Das alles muss man selbst bezahlen, und je älter man bei Eintritt in die Zusatzversicherung ist, je mehr Vorerkrankungen man hat, desto teurer wird es.
Nur die letzte Spritze zum Ableben, die ist wieder günstig - spart ja auch Kosten.
Ich finde das grauenhaft.

Gesundheitssystem als Selbstbedienungsladen

Als ob die Bürgerversicherung das Hauptproblem lösen würde, welches wir im Gesundheitssystem haben. Ich habe das Gefühl Herr Schulz sucht hier nur einen Aufhänger, weil im z.Z. nichts Besseres einfällt. Das Hauptproblem ist nicht, das Privatpatienten bei der Terminvergabe bevorzugt werden ( wenn ich das auch zum kot.. finde), das Hauptproblem ist das unser Gesundheitssystem mittlerweile zu einem Selbstbedienungsladen der großen Konzerne geworden ist. Krankenhäuser die im Besitz von Aktiengesellschaften sind, wo wie bei VW am Fließband jeder operiert wird, der nicht bei drei auf dem Baum ist, wo massenweise Hüft,-Knie,- und Schulter-TEP's eingesetzt werden . Wo Krankenhäuser massenweise ihre MVZ einrichten, um möglichst viele Kunden zu angeln. Direkt vom MVZ auf den OP-Tisch, und wieder klingelt die Kasse. Da sollte Herr Schulz mal hellhörig werden....

Legt man einen Gesunden zu

Legt man einen Gesunden zu einem Kranken, wird der Kranke davon nicht gesund

@toto96, 18:53

Wenn ich 400.000 verdienen würde, hätte ich kein Problem damit, 58.000 in die Krankenversicherung einzuzahlen. Ich hätte nämlich ein Vielfaches von dem übrig, was ich jetzt verdiene, und hätte ein so luxuriöses Leben, wie ich es mir gar nicht vorstellen kann.

albexpress

In welcher Welt leben Sie?

"Solidarisch" ist für Sie, wenn der Manager jährlich 40T in die Rentenkasse einzahlt, um später 18T als Rente zu erhalten?
Oder es zahlt einer 20T in die KV ein für die gleichen Leistungen wie jemand, der gar nichts einzahlt?
Das ist "gerecht"?

Die Budgetierung soll

Die Budgetierung soll verhindern, dass Patienten aus reiner Raffgier im 5-Sekunden-Takt abgearbeitet werden oder gar anderweitig betrogen wird. Klar kann man das anpassen, aber mit Vorsicht auf genau dieses Problem. Es sollte am Ende nicht nur um den Patientendurchsatz gehen.

Im übrigen ist das ein allgemeines Problem, dabei geht es nicht um Wartezeiten, sondern die Tragfähigkeit des Systems. Wenn die besser verdienenden alle aus der gesetzlichen Versicherung aussteigen oder deren Gebühr wie bisher zu sehr gedeckelt ist verlagern sich die Kosten des Gesundheitswesen proportional auf die ärmere Bevölkerung. Das kann nicht funktionieren. Und es ist auch nicht fair, wenn ein Geringverdiener 30 Prozent Beitrag zahlt, weil ein fiktives Mindesteinkommen angerechnet wird (derzeit 9xx Euro) und reiche nur 5%, weil es eine Höchstgrenze gibt. Eine Grenze unterhalb vieler realer Behandlungskosten.

Das gleiche Problem gibt es bei den Renten, wenn nur die armen einzahlen.

PKV alles was medizinisch möglich ist?

"Während bei den Privatversicherten alles bezahlt wird, was medizinisch möglich ist..."

Da kann ich nur die Lektüre der Versicherungsbedingungen von weitverbreiteten privaten Krankenversicherungsverträgen anheim stellen.

Mitnichten bezahlt die PKV alles medizinisch Mögliche.
Es kommen sogar rigorose Ausschlüsse bestimmter Behandlungsmethoden vor, so z.B. bei der Psychotherapie.
Hierbei kommt es durchaus vor, dass ein PKV Versicherter schlechter gestellt ist, als ein GKV Versicherter.
Tja, wenn man die dicht bedruckten Seiten nicht liest, ist man selbst schuld.
Allerdings auch ein starkes Stück, dass namhafte PKVs Tarife anbieten, die weit verbreitete Behandlungsmethoden wie die ambulante Psychotherapie ausschließen oder auf ein unerträgliches Mindestmaß von z.B. 10 Sitzungen pro Jahr beschränken.
Das sollte gesetzlich verboten sein.

"Wenn die

"Wenn die Lebensmittelversorgung dem wirtschaftlichen Interesse freier Supermärkte unterworfen ist, funktioniert sie viel besser als wenn vom Staat geleitet. Das ist bei der Gesundheit nicht anders." - nein, dazu gibt es wirklich viele Studien und man kann es auch einfach in der realen Welt beobachten. Es funktioniert nicht besser. Vielleicht für einzelne, reiche Personengruppen. Aber nicht für alle. Bei Privatisierung will man nämlich auch dran verdienen.

"Das Problem mit explodierended Kosten in den USA zum Beispiel, geht auf das überzogene Schadensersatzrecht dort zurück, wo teure unnötige Untersuchungen durchgeführt werden, weil Ärtze Angst vor Klagen haben.
Zu viel Staat ist das Problem, nicht zu viel Markt." - auch das ist falsch. Wenn das so einfach wäre. Die Behandlung in den USA für sozial schwache ist keineswegs voller unnötiger Untersuchungen, schön wäre es für sie wahrscheinlich. Selbst Medikamente sind dort teurer.

19:31 von zyklop

"Jeder Eingriff in ein kompliziertes bestehendes System kann dazu führen, dass am Ende Dinge geschehen, die keiner gewollt hat, weil keiner daran gedacht hat. "

wenn die positiven Effekte überwiegen und die Dinge, die keiner gewollt hat nicht ins Gewicht fallen ... stellen die jetzt nicht wirklich ein Problem dar.
Und das werden sie nicht.

Außer natürlich für die, die sich auf Kosten Anderer bereichern. Aber hey, mal im Ernst, das interessiert die Gerechtigkeit so gar nicht.

Danke für die Fallpauschale, Ulla Schmidt

Soll das jetzt ein neues Kapitel der SPD-Neiddebatte werden, alles im Rahmen von Schulz' Gerechtigkeitsgeschwurbel? Unter der Führung von Lars Klingbeil?

Das ausgerechnet die SPD sich dieses Thema raussucht, ist perfide. Wer hat denn die letzte „Gesundheitsreform“ mir all ihren schlimmen Folgen gerade für ältere und alleinstehende Menschen verbockt? Das war doch die SPD. Das System der Fallpauschalen hat bewirkt, dass man als Patient im Krankenhaus geradezu als „Opfer“ gesehen wurde. Gesundwerden bei guter Pflege? Fehlanzeige! Schnell operieren, abrechnen und dann raus mit dem Patienten. Bis vor einem Monat durften Krankenhausärzte noch nicht einmal die Anschlussmedikation verschreiben. Die musste man sich dann über seinen Hausarzt irgendwie besorgen. – schön, wenn man nette Nachbarn oder Verwandte hat. Viele Leute sind ja nach einer OP noch gar nicht fähig, irgendwelche Wege zu machen, einzukaufen, Essen zu kochen ...Pech gehabt. Danke für die Fallpauschale, Ulla Schmidt (SPD).

Gerechtigkeit?

Ich wundere mich immer mehr über die Auslegung des Wortes 'Gerechtigkeit' in vielen Beiträgen.
Was ist gerecht? Dass die einen für den gleichen Leistungsanspruch mehr bezahlen sollen als andere die weniger 'reich' sind? Und das nennt man dann Solidarität?
Ich nenne das eher legalisierten Diebstahl, der unter Sozialisten immer sehr beliebt war. 'Nimm den Reichen soviel wie möglich weg und gib es mir, denn ich bin arm und brauche es mehr dann die.' Ist das etwa Gerechtigkeit?
Wer so etwas propagiert hat wahrscheinlich inzwischen vergessen wie die erzwungene 'Solidarität' in kommunistischen Staaten funktioniert (hat). Warum dann nicht auch gleich das Privateigentum abschaffen?

Gerechtigkeit? Dies ist der reinste Populismus den die SPD im Augenblick betreibt, sowohl mit der Bürgerversicherung als auch mit der Bürgerrente. Da kann sich de AFD noch eine Scheibe abschneiden. Die heucheln wenigsten nicht so offen.

Ärzte sollten bezahlt werden,

Ärzte sollten bezahlt werden, solange die Menschen gesund sind.

In unserem Gesundheitssystem

In unserem Gesundheitssystem wird an Krankheiten verdient.

Nicht an Gesundheit.

Also letztlich profitieren die, die dazu da das sind, Menschen zu heilen an deren Krankheit.
Das heißt sie haben ein Interesse daran, dass Menschen krank sind.

Ganz schön gestört, oder?

Am Telefon: "Ich benötige

Am Telefon: "Ich benötige einen Termin für ein MRT... Was denn, so lange? Ich bin Privatpatient, kann man da was machen?.... Ja, das ist schon viel besser..."

Geschehen, so wahr ich hier sitze. DARUM geht es. Eine Angleichung wäre super.

Bei Gesundheit sollte keiner gleicher sein, hier geht es um Menschenleben und diese sollten vor dem Gesetz und dem Arzt gleich viel gelten.

Die 233 Milliarden Euro

Die 233 Milliarden Euro Rücklagen der PKV-Unternehmen sollen in die Bürgerversicherung überführt werden. Dann kann die größte sozialpolitische Sause des Jahrhunderts beginnen.

@Klausewitz 21:10

Vielleicht wird der GKV-Versicherte aber schneller gesund, wenn er schneller einen Termin kriegt? Dann braucht der gesunde PKV-Versicherte sich gar nicht mehr daneben legen, nur zum Bräunen im Sommer auf dem Liegestuhl.

um 19.05 Uhr von Anna-Elisabeth: Das glaube ich nicht

Tut mir Leid, aber sich von staatlichen Einrichtungen mehr Sicherheit und Hygiene zu versprechen, das widerspricht meiner Erfahrung. Die letzten schlimmen Krankenhausskandale, Frühchen-Todesfälle wegen mangelnder Hygiene, fehlende Hygiene bei Operationen und denzufolge schwerwiegende Verkeimungen, sogar die mörderische Tätigkeit eine Krankenpflegers in einem norddeutschen Krankenhaus mit mehr als 100 Todesfällen, all das ist in staatlichen Krankenhäusern passiert.

@StöRschall 21:53

Guter Ansatz. Warum wird ein Arzt nicht danach bezahlt, wieviel Patienten er helfen oder gar heilen konnte?

Bürgerversicherungspflicht

nehmen wir auch die Politiker mit in die Bürgerversicherungspflicht.
Dann ist das Thema sofort gegessen.

Das Thema ist viel zu komplex,

um es in ein paar Sätzen abzuhandeln. Hier wurde behauptet, dass die PKV "alles bezahlt, was medizinisch möglich ist". Das ist mitnichten so, da lohnt sich der Blick in die Tarifbeschreibungen und ggf. sicher der Termin bei einem unabhängigen guten Versicherungsmakler. Es gibt gewaltige Unterschiede in den Tarifen und die PKV stellt z.T. höhere Ansprüche an die empirischen Nachweise, dass eine Behandlung zum Erfolg führt. Da sind die gesetzlichen KV unkritischer und bezahlen schon auch mal Bauchtanz- oder Kochkurse. Was es in Einzelfällen geben mag ist eine schnellere Terminvergabe für Privatpatienten, aber nicht bei dringenden Fällen. Ich habe es noch nicht erlebt- nur mein Zahnarzt sagte immer scherzhaft beim Einspritzen ich hätte als Privatpatient auch einen Schladerer bekommen ( Schwarzwälder Schnaps). Ein echtes Ärgernis sehe ich in den Beitragsbemessungsgrenzen zur GKV, die sollten entweder angehoben werden oder entfallen

Wie bitte soll man verhindern

dass reiche Menschen sich einfach Leistungen dazukaufen? Das können sie in jedem System. Wichtig ist doch nur dass alles medizinisch notwendige für jedermann drin ist. Und dafür braucht die GKV mehr Geld, irgendwann auch das der Privatversicherten - die haben ja im Schnitt auch mehr Einkommen.
Leistungskataloge angleichen ist eine gute Idee, dann machen die Privaten Überschüsse die man abschöpfen kann. Ich hoffe nur dass das dann auch geschieht und das eingesparte Geld nicht den Aktionären ausgeschüttet wird.

Scheint nicht das drängendsde

Scheint nicht das drängendsde Problem in Deutschland zu sein. Hat jedenfalls in den Jamaika Konsultationen keine Rolle gespielt.

Es ist ja klar, dass die Ärzte das sagen,

sie leben gut mit dem seitherigen System. "Never change a winning Team". Ich bin selbst privat versichert und kann meine Kosten steuern, weil ich halbwegs gesund bin. Die schwerkranken, teuren Kunden versucht man raus zu drängen. So oder so ist der Krankheitsmarkt ein ganz heißer, und es ist noch nie gelungen, ihn zu zügeln. Laisser faire, solange das Geld strömt, denken unsere Regierungen unter dem Einfluss der Lobby.

@Ernst- 19:24

Wettbewerb? Zwischen PKV und GKV? Gibt es den? Dann dürfte ich wechseln? Que?

Gesundheit darf nichts mit Markt zu tun haben. Der Gedanke, mit einem Medikament Geld zu verdienen ist nichts im Vergleich zum Gedanken, mit einem Medikament vielen Menschen geholfen zu haben. Das hat nichts mit Sozialismus zu tun, vielmehr mit einem Umdenken:

Was macht glücklicher?

A) Geld
B) anderen helfen

Nicht zu optimistisch sein:

Nicht zu optimistisch sein: Auch wenn alle einzahlen - es nutzen auch alle die Leistungen. Bei gleicher Gesamtvergütung für die Ärzte kann diese Bürgerversicherung am Ende auch zu einem HÖHEREN Beitrag führen. Noch etwas anderes: Macht es einen Unterschied, ob es statt "Sind sie privatversichert?" heißt "Sind sie zusatzversichert?"

20:53 von rossundreiter

@dervaihinger, 18:58

"Hier wird eine sozialistische Neiddebatte geführt, sonst nichts."

Wenn das alles nur eine "sozialistische Neiddebatte" ist, wie Sie sagen (was übrigens nicht per se etwas Schlechtes ist), und privat Versicherte angeblich überhaupt keine Vorteile haben, sondern nur mehr zahlen, würde mich folgende Frage brennend interessieren:

Warum sind Sie eigentlich privat versichert?
////
*
*
Weil ich als 40% Minderheitsgesellschafter von der AOK aus der GV entfernt wurde.
*
Danach durfte ich auch meine RV auschließlich aus versteuertem Geld bezahlen, um jetzt 50% vom Minioutput nochmals zu versteuern.
*
Soviel zum Klassenkampf.

keine Ideologisierung!

Die DDR ist insofern ein schlechtes Beispiel, als dort chronischer Geldmangel herrschte, der mit den gigiantischen Summen, die jetzt in die Krankenversorgung fliessen, nicht vergleichbar ist.
In Finnland gibt es ein der Bürgerversicherung vergleichbares System, hier sind die Lohnnebenkosten für Arbeitnehmer ca. 7-8% bei vergleichbaren Leistungen wie in D. Allerdings ist die Gesundheitsversorgung auch sonst staatlich organisiert. Daneben gibt es einen florierenden Privatsektor, und wer möchte, kann das im staatlichen System gesparte Geld dort ausgeben. Die Komplikationen der überflüssigen Operationen des Privatsektors werden dann allerdings wieder von der Allgemeinheit getragen...
Das historisch gewachsene und häufig verschlimmbesserte Versicherungs- und versorgungssystem in Deutschland wird in absehbarer Zeit wahrscheinlich kollabieren, wenn man keinen Mut für grundlegende Veränderungen aufbringt. Wir haben übrigens hier modernste Geräte, rentiert sich wg. besserer Auslastung ;-)

Das alles vorzuschreiben geht

Das alles vorzuschreiben geht nur in einer staatlichen Versicherung, sonst ist es ein zu starker Eingriff in die unternehmerische Freiheit (die allerdings auch so schon nicht so gross ist). Das würde auch enorm Kosten sparen...

PKV abschaffen

Ich bin Beamter auf Widerruf und werde somit oft als Privilegierter bezeichnet. Privilegiert, weil ich ja so von der ach so tollen PKV profitiere.
Nun war ich lange Zeit gesetzlich versichert und es hat mir an nichts gefehlt. Der erste Gang bei Krankheiten war fast immer der zum Hausarzt und bei den meisten Fach-Wehwehchen braucht man auch nicht übermorgen einen Termin beim Spezialisten. Mal keine Sorge, wer Lebensbedrohliches hat, der bekommt schon eine Behandlung bei einem entsprechenden Spezialisten.
Nun zurück zum Beamtendasein. Bei der PKV-Variante wird den Versicherungskonzernen Geld in den Rachen geworfen. Lust, in meiner nicht mehr aktiven Phase 1/3 meiner Pension für einen Konzern auszugeben, habe ich auch nicht. Nutzlose IGEL? Brauche ich nicht. Und: ich will solidarisch sein. Gesund für krank, ein tolles System.
Nun zahle ich den vollen GKV-Beitrag aus eigener Tasche, ohne Arbeitgeberzuschuss. Pro Bürgerversicherung! Alle für alle, auch Beamte für alle anderen.

Das Deutsche Gesundheitssystem ist eines der teuersten

Die Krankenschwestern sind nicht schuld.
Die Hotlines der Krankenkassen tun ihr Bestes.
Die Medikamente sind überteuert.
Auskünfte der Ärzte sind oft nicht besser als die aus dem Internet.
Aber: Es gibt wirklich kompetente Ärzte vor Ort, wenn man Glück hat.

Das ist doch gerade der Witz

Das ist doch gerade der Witz daran, dass die Inanspruchnahme nicht zu sehr von materiellen Erwägungen geleitet werden sollte. Eine überschaubare Selbstbeteiligung von ca. 10 Euro/arztbesuch (mit z.B. jährl. Obergrenze für sozial Schwache) wäre da völlig ausreichend.

@18:14 von willi stauch

Zitat "Solidarität- Starke für die Schwachen"

Ich bin mir ziemlich sicher, daß viele Geringverdiener genau so starke Schultern haben, wie die mit höherem Einkommen.

Unter Solidarität würde ich auch mal einfordern, daß die "Schwachen" daran Arbeiten stärker zu werden. Wieviele der Geringverdiener sind bereit Anstrengungen auf sich zu nehmen, um zu Netto-Steuerzahlern zu werden. Immer ließt man nur, würde ich so-und-soviel verdienen, dann würde ich gern mehr Steuern zahlen. Das mehr verdienen stehe jedem offen, aber man bekommt es eben nicht geschenkt, wie in solchen Aussagen immer wieder suggeriert wird.

Den Grundgedanken

einer Bürgerversicherung finde ich gut- nur sind über die Jahre ganz andere Dinge schon nicht angegangen worden, die auf der Hand liegen. Beispiel die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen, noch viel krasser die höchsten Medikamentenpreise weit und breit. Wie kann es sein, dass Standardmedikamente wie Antibiotika oder Malariaprophylaxe in Frankreich weniger als die Hälfte kosten? Warum sind in Griechenland oder der Türkei Antibiotika oder Ibuprofen zu einem Bruchteil des Preises erhältlich? Da haben sich über die Jahre weder grüne Gesundheitsministerinnen , sozialdemokratische noch christdemokratische Ministerinnen und Minister ran getraut. Warum eigentlich nicht? Das wäre doch der logische erste Schritt. Wenn der schon nicht gegangen wird, wie soll das dann mit einer Bürgerversicherung werden?

@ b_m

"In einem gerechten Sozialsystem sollten alle Leistungen ausschließlich von den Beitragszahlern bestimmt werden. Und zwar mit einem Stimmrechten in Abhängigkeit vom gezahlten Betrag."

Das wäre dann aber eher ein "a-Sozialsystem", denn demnach hätten diejenigen, denen es finanz. nicht so üppig geht, kaum bis gar kein Stimmrecht.

"Das Leben macht keinen Sinn mehr, wenn sich individuelle Leistung nicht mehr in ausreichendem Maße in indivudueller Lebensqualität niederschlägt."

Sorry, mir fehlt auch hierfür völlig das Verständnis. Niemand hindert Sie daran, weiterhin Ihren Mercedes SLK Coupe zu fahren oder 2 Mal im Jahr nach Monaco zu jetten.

Es geht darum, das bei unserem derzeitigen System diejenigen, die finanz. arg gebeutelt sind, & das sind zunehmend mehr ArbeitnehmerInnen, genau das gleiche Anrecht auf Gesundheit & Leben haben sollen, wie die Privilegierten. Warum sind z.B. noch experimentelle Krebsmittel allein nur den Privatpatienten vorbehalten? Es geht hier um Leben & Tod.

erstaunlich

Eine Gerechtigkeitsdebatte !!
Für ein funktionierendes Gemeinwesen bedarf es möglichst vieler gesunder, zufriedener Mitglieder. Es nützt dem der produzieren oder verkaufen lässt nicht der kranke und unzufriedene Mitarbeiter und Kunde.
Nach dem Zusammenbruch der Drohkulisse "Sozialismus" in den 90ern haben einige wenige die Chance erkannt und genutzt und eine Umverteilung der Wertschöpfung auf wenige forciert. Und wie das System nun einmal ist, diesem Streben ist nach oben keine Grenze gesetzt ( worden ). Auch diese Auseinandersetzung um die KV läuft letztlich auf die Verteilung der erwirtschafteten Ressourcen hinaus. Ich bin gespannt wie das am Ende ausgeht.

Wozu eine PKV?

Warum spuckt die SPD schon wieder die eigenen Zähne aus? Privatversicherte dürfen also weiter in der PKV bleiben solange es für sie günstig ist. Werden sie alt und die PKV wird ihnen zu teuer, welchseln sie in die GKV. Wann endlich werden sie an der Finanzierung dr Gesundheitskosten von Geringverdienern, chronisch Kranken und H4-Großfamilien beteiligt. Allen Verteidigern des Zwei-Klassen-Systems stelle ich die Frage: Gebe es heute die GKV für alle, käme wirklich jemand auf die Idee, für Beamte, Politiker und Großverdiener eine eigene Krankenversicherung zu erfinden?

b_m 22:27

"Das höhere Einkommen ist ja kein Geschenk, sondern das Ergebniss ständiger Leistungsbereitschaft. Da sollte man mal ran."

OK, hab ich schon erlebt, dass das so ist. Aber ich würde sagen, mehrheitlich liegt es daran, in welcher Familie man groß wurde, wieviel Vitamin B man hatte und ob man zur rechten Zeit am rechten Ort war. Aber nicht immer, da gebe ich Ihnen recht.

Systemfehler!

Ein System, in dem der Leistungserbringer (der Arzt) selbst darüber entscheidet, welche Leistungen erbracht werden sollen und ein Dritter (die Krankenkasse) muss es bezahlen, muss sehr teuer sein.
Was für Häuser könnte ein Makler verkaufen, wenn sie ein Dritter zahlen müsste?

webchaot83 22:32

Eins nach dem anderen. Bestimmte Leistungen sollten einfach gleich sein. Die Zusatzversicherung betrifft Leistungen, die nicht in der GKV enthalten sind. Darin darf keine schnellere Behandlung von GKV-Leistungen enthalten sein. Wenn doch, haben Sie recht, dass es kaum einen Unterschied macht.

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