Kommentare

Bürgerversicherung ist Sozialismus

Bürgerversicherung ist Sozialismus. Der alte Traum davon, dass alle gleich sein sollen.
Doch wäre dieser Zustand einmal erreicht, herrschte dann Stillstand.
Wer vom Prinzip der Freiheit des Einzelnen ausgeht, kann die Bürgerversicherung nur rundherum ablehnen. Es sollte tatsächlich jedem selbst überlassen sein, ob er privat oder gesetzlich versichert sein möchte. Auch die Beitragsbemessungsgrenze sollte abgeschafft werden, sodass jeder Bürger entweder privat oder gesetzlich versichert sein kann.
Es geht also bei der Frage nach der Bürgerversicherung um die grundsätzliche Frage der 70er Jahre:
Freiheit oder Sozialismus?

Bürgerversicherung/Rente wir es mit der CSU nie geben

Die blockieren da schon immer
Gerade in Hinblick der Arbeitsreform wo viele
Selbstständige Ich - AG´s nicht mehr in die Kassen zahlen
und der gesetzlich Zahlende zum Schluß die Kosten tragen muß
ist dieses angebracht.

Der erste Teil der Erklärung

Der erste Teil der Erklärung ist präzise und korrekt, die letzten 30 Sekunden allerdings verkennen, dass für die Einführung einer Bürgerversicherung genau darüber zu verhandeln sein wird: wie geht man z.B. mit der bisherigen Beitragsbemessungsgrenze um etc. Und natürlich löst eine Bürgerversicherung nicht en passant alle Probleme unseres Gesundheitswesens: aber sie ist ein wichtiger Baustein dazu.

Bürgerversicherung

Das bisherige System hat sich bewährt. Bei einer Bürgerversicherung würden die Beiträge steigen und die Leistungen würden sich verschlechtern. Für mich auch ein Grund AfD zu wählen.

So ist halt Artikel 1 dess GG zu verstehen.

Weil du arm bist, mußt du eher sterben. Aber die Würde des Menschen ist unantastbar. So kann man dann auch in Würde sterben.

Bürgerversicherung macht nur Sinn

wenn man von der niedrigen Beitragsbemessungsgrenze abrückt und einen Krankenversicherungsbeitrag (ggf. auch Rentenversicherungsbeitrag) auf das Gesamteinkommen berechnet. Dann könnten auch die KV/RV - Beiträge gesenkt werden und wir hätten ein echtes Solidarprinzip was für alle "Bürger" gelten sollte (bspw. sei hier die Schweiz mit einem ähnlichen Modell angeführt). Da werden sich die einkunftstarken Bevölkerungsgruppen aber sicher nicht drauf einlassen, leider.

überfällig

Wir brauchen endlich wieder ein vernünftiges Gesundheitssystem, im dem sich die Einen nicht vor die Anderen "vordrängeln" (bzw vorgedrängelt werden) oder in dem gar ausschließlich die Einen behandelt werden. Ein Gesundheitssystem, das für Alle da ist und in dem natürlich das Solidarprinzip gilt. Das aber auch in der Lage ist, die medizinische Versorgung überall zu gewährleisten, ohne dass man mit akutem Schlaganfall drei Monate auf eine Behandlung warten muss. Aus meiner Sicht wäre schon das alleine 4 Jahre Groko wert, weil alleine das bereits viel mehr Vernünftiges enthielte al eine Jamaika Koalition in dieser Zeit hätte erzielen können.

Über die Ausgestaltung im Detail muss man dabei durchaus diskutieren. Sollen Ärzte ihren Patienten während der Behandlung dubiose und teure Extras aufschwatzen, so wie die Quacksalber im Mittelalter? Oder sollte der Patient sich bei einem Arzt nicht darauf verlassen können, dass der Arzt alleine auf der Basis von medizinischen Überlegungen handelt?

Bürgerversicherung ist...

wie Hartz eine unausgegorene Idee der SPD die außer Unruhe nix bringt und niemand nützt

"gerecht"

eine Familie mit 10 Kindern zahlt dasselbe in die gesetzliche Krankenversicherung ein,
wie ein Single
ist das nicht mehr als sozial
(den Begriff "gerecht" traue ich mich schon gar nicht zu verwenden)
wenn einer bessere Leistungen verlangt, soll er eben auch mehr bezahlen (Privat)
teure Keramikkronen/Implantate und statt eines übliches 3 Bett Zimmer ein Einzelzimmer
Wie heißt es so schön "Zweckmäßig Ausreichend Notwendig", muß eine Behandlung sein
und Wegfall der Beitragsbemäßungsgrenze,
warum das, verlangt man von Besserverdienende im Supermarkt auch mehr fürs Brot und den Käse ? oder kostet für den der Freibad/Kinobesuch auch mehr
wobei - Besserverdienende zahlen ja jetzt schon erheblich mehr (bis zur Bemessungsgrenze)

Was soll das denn werden wenn

Was soll das denn werden wenn es fertig ist? Ich pflege einen gesunden Lebensstil und hatte seit 10 Jahren keine größeren Probleme mit der Gesundheit. Als ich bin der gesetzlichen in die private Krankenkasse gewechselt bin, habe ich statt 660€ nur noch 170€ gezahlt. PRO MONAT!
Ich wäre bereit dazu mehr zu zahlen, wenn man nach Risikogruppe besteuert wird. Ich sehe es nicht ein meinen Anteil zu zahlen, weil Menschen ihre Essgewohnheiten nicht im Griff haben oder Extremsport treiben. Wer raucht oder Drogen nimmt, soll also von meinem Geld versichert werden? Das ist der Gipfel der Unverantwortlichkeit.

rentabilität

sinkt die rendite bei den privaten? die ersten veräußern ihre "alt"-lasten ja bereits an "gemeinnützige" dritte mit sitz in der wall street. aber kein problem: wir schaffen auch das!

manchmal bevorzugt...?

Meine Schwester hatte sich Sonnabend Nachmittag das Handgelenk gebrochen.
Ich habe sie ins Krankenhaus gefahren und war bei der Besprechung mit dem Arzt dabei.

Schwester: "sowas dummes, dabei will ich in 10 Tagen in den Urlaub fahren."
Arzt: "Na da wird nichts draus, wir gipsen das Handgelenk ein und am Donnerstag machen wir eine OP um die Knochen zu sortieren. Es ist ein komplizierter Bruch."
Schwester: "Kein Urlaub mehr?"
Arzt: "Nein, Nach der OP dürfen sie kein Auto fahren. Es ist ja alles im Gips."
Schwester: "Das schmerzt sehr stark, geht die OP auch früher?"
Arzt: "Nein wir haben keine Kapazität, Es ist Wochenende."
Schwester: "Gibts da keine andere Möglichkeit als Gips?"
Arzt: "Das zahlt ihre Kasse nicht".
Schwester: "Ich bin privat versichert".
Arzt: "Oh... Man könnte das Handgelenk mit einer Schiene am Knochen fixieren, dann braucht es keinen Gips. Auch in den Urlaub können sie dann fahren."
Schwester: "Super, Donnerstag dann?"
Arzt: "Das mache ich selber, Morgen früh".

Die Idee ist gut - beinahe

Erstens sollte es keinen "Deckel" geben, auch Besserverdienende sollten mit einem identischen, festen Prozentsatz einzahlen. Das ist mir am Wichtigsten. Zudem: Zusatzversicherungen (teuer) für die Wohlhabenden, wenn denn abgeschlossen, reichen völlig aus, um ggf. für eine bessere Versorgung zu dienen. Reiche werden älter, das ist i.O. Aber diese Riesenkluft heute zwischen "gesetzlich" und "privat" mit dem Ergebnis einer 2-Klassen-Medizin und der Selektion der Patienten durch die Ärzte würde aufgeweicht und besser werden. Und ich bin nichtmal pro-SPD.

@ZuWortMelder

Guter Post. Unterschrieben!

09:11 qpqr27

Da bin ich Ihrer Meinung, außerdem ist die gesetzliche Krankenversicherung nicht so schlecht wie sie dargestellt wird.

Sozialer Fortschritt dank SPD

Was mit Jamaika nie gegangen wäre, wird jetzt die SPD in der GroKo konsequent umsetzen, nämlich echten sozialen Fortschritt.

09:41 von ncmc

Was ist das denn für eine Kommunistische Logik? Man soll mehr zahlen als man selbst beziehen könnte? Wieso führen wir denn nicht gleich den Kommunismus ein?
10% Einkommen für Essen
20% Einkommen für Krankenkasse
50% Steuern für den Staat
10% Unterhaltung
10% Miete + Strom
Unterschiedliche Lebensstile, unterschiedliche Kosten. Das ist der Sinn von Individualismus.

Sie wissen schon, dass die meisten kleinen Arztpraxen sich von Privatpatienten finanzieren? Sie wollen also dass wir einen noch größeren Ärztmangel haben und noch mehr Ärzte, die ins Ausland auswandern. (Mittlerweile 4-stellig pro Jahr!)

Es denken immer nur alle "Oh ja, 2 Klassen Medizin, blabla". Das klingt ja so fair, aber an die Konsequenzen denkt wieder kein Mensch. Das wird dann so Enden wie das NHS in GB.

Kleiner Tipp in grundlegender Ökonomie: Wer Kosten deckelt, verringert Qualität und/oder Angebot. -> Friedman

09:29 von Axtos

das ist jetzt ein sehr gutes Beispiel
für "schöneres Wohnen"
Sonderlackierung am Auto - die auch nichts bringt, kostet eben extra
... und jetzt erklären sie mal der Gemeinschaft der Versicherten, warum man einer Person, die aus Bequemlichkeit ne OP will (in Urlaub fahren) eine teure Variante anbieten muß

kürzer

Noch kürzer erklärt.
Ein Grund mehr die SPD nicht zu wählen.

Die Einnahmeausfälle in den Arztpraxen durch den Wegfall der Privatversicherten wird nach einem Gutachten im Auftrag der Grünen bei 3,6 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Andere Schätzungen rechnen mit bis zu 6 Milliarden Euro, wenn die PKV komplett abgeschafft würde.

Das wäre das Ende der Niederlassung. Die Ärzte wären damit pleite und müßten die Praxen dicht machen. Danach wäre der Beruf noch unattraktiver und noch ein Grund mehr als Arzt auszuwandern.

Die Bürgerversicherung

macht nur Sinn wenn Sie nach oben keinen Deckel hat, und wenn es dann wirklich nur ein Versicherung gibt statt den 112 mit Ihren Vorständen. Das spart erst mal gewaltig, alle bedeute auch die Regierung und Abgeordnete, und die Lasten müssen wieder in die Parität gehen so das die Arbeitgeber keinen extra Kuchen mehr haben.

So würde das dann wirklich auch funktionieren, für Reiche darf es dann noch Zusatzversicherungen geben für Bestimmte Leistungen. Die sollten so gestaltet sein das eben keine Diskriminierung der anderen geschieht.
Alles eine Frage der Ausgestaltung, da unsere Beamten bis hoch in die Regierung das ganz sicher für sich nicht wollen.
Ist die Gefahr das so etwas eingeführt wird sehr gering, und wenn angefangen wird Schlupflöcher einzubauen macht die BV keinen Sinn.

Also kommt die BV auf gar keinen Fall.

Gruß

Bürgerversicherung? Ja natürlich!

Die Bügerversicherung/Rente ist der einzige Weg aus der Armut/Ungerechtigkeit und zwei Klassen Medizin. Von Gleichmacherei kann überhaupt keine Rede sein, denn wer will, kann sich ja zusätzlich versichern.

Was für ein Beitrag

Privatpatienten werde nicht 'bisweilen', sie werden immer bevorzugt. Die anderen müssen schonmal bis zum nächtsten Quartal warten oder werden eher geringschätzig behandelt.
..
Wieso ist denn die Beitragsbemessungsgrenze nicht gerecht? Werden denn besser verdienende häufiger krank als andere?

Vorher Reform bei den gesetzlichen Krankenkassen

Bevor man eine Bürgerversicherung ins Spiel bringt sollten man erstmal dringend das System der gesetzlichen Krankenkassen reformieren.Es gibt zu viele Kassen und dadurch entstehen zu viele Kosten im Verwaltungsapparat.Das Abrechnungssystem gängelt die Ärzte und macht Patienten zum Kostenfaktor, statt zum Patienten.Viele Praxen retten deshalb ihre Existenz mit Privatpatienten.Wenn Bürgerversicherung,dann hat der Staat erhebliche Mehrausgaben für seine Beschäftigten.Die SPD möchte vorschnell und undurchdacht Änderungen vornehmen,nur um sich selbst zu profilieren.Ich halte die Versicherung für eine gute Sache,wenn es vollständig durchdacht ist.Aber das ist es eben nicht.

Ich finde die Bürgerversicherung ist die beste Lösung.

Bessere Versorgung wird es dadurch natürlich nicht geben. Dafür bräuchten wir mehr Ärzte und müssten die besser Bezahlen.
Ausserdem müssten Krankenhäuser nach ihren Leistungen öffentlich bewertert werden. Gute Leistungen haben nicht nur mit Ausstattung oder Ausbildung zu tun. Entscheident ist auch die Anzahl der Fälle einer Krankheit die jedes Jahr behandelt werden. Das erhöht einfach die Erfahrung und Übung. Wäre eine einfache Sache das ins Netz zu stellen damit sich ein Kranker informieren kann wo er am besten versorgt wird, will aber kein Verantwortlicher.

Mit einer Deckelung kann ich leben. Zumindest wenn die so hoch bleibt wie sie jetzt ist und mit der Geldentwertung angehoben wird. Egal ob das gerecht ist oder nicht. Das System wird auf jeden Fall gerechter als jetzt!

Ich halte es aber für wichtig Menschen ohne eigenes Einkommen, z. B. Kinder oder Hausfrauen kostendeckend aus Steuern zu finanzieren. Nur dann bekommen wir vernünftige Beiträge.

@ 08:55 von andererseits

Der erste Teil der Erklärung ist präzise und korrekt, die letzten 30 Sekunden allerdings verkennen, dass für die Einführung einer Bürgerversicherung genau darüber zu verhandeln sein wird: wie geht man z.B. mit der bisherigen Beitragsbemessungsgrenze um etc. Und natürlich löst eine Bürgerversicherung nicht en passant alle Probleme unseres Gesundheitswesens: aber sie ist ein wichtiger Baustein dazu.

Das sehe ich genauso.
Eine Bürgerversicherung ist vor allem deshalb gerecht, weil sich die Reichen und Gesunden (Beamte z. B.) beteiligen müssen.

Auserdem wären die ganzen Scheinselbstständigen, z. B. Paketlieferfahrer mit 1500€ Brutto, wieder Krankenversichert.

Eine Autoversicherung, in die nur Autofahrer mit Unfällen einzahlen müssen, würde auch nicht funktionieren und wäre sehr teuer.

10:05 von Thomas Wohlzufrieden

Bürgerversicherung? Ja natürlich!

Die Bügerversicherung/Rente ist der einzige Weg aus der Armut/Ungerechtigkeit und zwei Klassen Medizin. Von Gleichmacherei kann überhaupt keine Rede sein, denn wer will, kann sich ja zusätzlich versichern.
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Klar, das englische Laybourkrankensystem muss her.
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Alle warten solidarisch und klassenlos etwas länger als bisher und ein bischen teurer wirds.

Bürgerversicherung? Naja..

Ich muss sagen ich bin auch als freiwillig gesetzlich Versicherter nach wie vor nicht überzeugt von dem Konzept, auf mich wirkt es unausgegoren. Ich vermute dass es letzten Endes zu einem Nullsummenspiel wird, man hat zwar mehr Menschen die in die Kasse einzahlen, aber auch mehr die Leistungen beziehen.
Zumal: Wenn es nach wie vor die Möglichkeit gibt, freiwillig durch höhere Beiträge Zusatzleistungen zu beanspruchen, hat sich doch letzten Endes auch wieder nichts geändert. Dann hat das Kind einen neuen Namen, aber das Grundprinzip bleibt das gleiche. Folglich kann ich die Euphorie mancher um dieses Thema nicht verstehen.

Nicht Freiheit sondern Solidarität

Für mich ist die Krankenversicherung keine Frage der Freiheit sondern der Solidarität.

IMHO sind Ärzte, die gegen die Bürgerversicherung schimpfen, nur auf ihren finanziellen Vorteil bedacht, und Versicherte, die das tun, auf ihren Vorteil hinsichtlich besserer Versorgung für vergleichsweise weniger Geld, weil die PKV durch ihre Tarifgestaltung dafür sorgen kann, dass es pro Geld die bessere Leistung gibt. Das heißt nicht "Freiheit" sondern "purer Egoismus" seitens derer, denen es sowieso besser geht!!!

Ich habe Fälle miterlebt, wo von zwei Extrem-Frühchen das in der PKV mit allen medizinischen Mitteln durchgebracht wurde, während das in der GK versicherte nicht die gleiche Behandlung bekam und sterben musste. Erzählen Sie diesen Eltern mal was von Freiheit!

Ich selbst bin übrigens seit 10 Jahren freiwillig und mit Maximalbeitrag in der GKV. Auch ich könnte für viel weniger Geld in die PKV. Aber ich halte sie für ein asoziales System, das sich unbedingt abgeschafft gehört.

Der Wunsch nach einer

Der Wunsch nach einer "Rundum-sorglos-Versicherung" ist besonders in Deutschland sehr stark und ich habe den Eindruck, daß gerade das florierende Versicherungswesen die Eigenverantwortlichkeit untergräbt. Es sollte - statt den Versicherungsschutz immer weiter auszubauen - doch besser über das Zurückfahren oder die gänzliche Abschaffung nachgedacht werden. Es gibt Länder, in denen es auch ohne Krankenkassen recht gut läuft. Es mag gerade jetzt - in Zeiten von Zuwanderung zahlloser Menschen ohne jegliche Zuzahlung in die Sozialsysteme - nicht der richtige Zeitpunkt für solche Experimente sein, doch sollte Eigenverantwortlichkeit für die Gesundheit mehr gefordert werden. Es ist doch jetzt schon so, daß die sogenannten "Besserverdiener" für die Geringverdiener die notwendigen Mittel aufbringen müssen. Soll diese Ungerechtigkeit durch Wegfall der Beitragsbemessungsgrenze etwa noch verstärkt werden ?

@ Alyaz Comenei - Statt 660€ nur noch 170€ gezahlt. PRO MONAT!

Na wenn das keine gute Lösung ist.
Im Alter dreht sich das schnell , oder die Private KV pleite geht.
Dann wechseln sie wieder in die andere gesetzliche Versicherung.
Das Sie dabei das komplette Krankenkassen System schädigen, ist ihnen gar nicht bewußt.
Bei den Privaten sprudeln die Gewinne für die Aktionäre
und der Rest zahlt wieder der Bürger doppelt.

Bürgerversicherung ist wieder mal...

ein Fehlschuss aus der SPD-Allzweckwaffe Karl Lauterbach die im Ernstfall bisher noch immer versagte

10:24 von MeineMeinung77

> IMHO sind Ärzte, die gegen die Bürgerversicherung schimpfen, nur auf ihren finanziellen Vorteil bedacht

Ach, das ist ja was ganz neues. Extrablatt! Akteure in einer Wirtschaft sind auf persönlichen Vorteil bedacht! Die Konsequenzen von allem Anderen sind irrelevant bis wir Zustände wie in England haben.

> seit 10 Jahren freiwillig und mit Maximalbeitrag in der GKV.
Schön, das ist ihre individuelle Entscheidung.
> ich halte sie für ein asoziales System, das sich unbedingt abgeschafft gehört.
Und das hier ist Linksfaschismus.

10:37 von Karl Klammer

Oh bitte, die PKV ist bereits so weit reguliert, dass ihre gesamte Nachricht ein Strohmann ist.

Milchmädchenrechnung?

Was ist wirklich gerecht?
Jedenfalls führt die typische Gerechtigkeitsdebatte der SPD wieder einmal ins Nichts.
Solidarität kann es nur geben, wenn sich auch alle solidarisch verhalten. Das ist beileibe nicht der Fall. Nein, was die SPD fordert, ist einfach nur ideologisch geprägt.

Noch etwas zu den Beamten. Die sind nur zum Teil privat (i.d.R. 50%) versichert und müssen für jedes (!!!) Familienmitglied gesondert Beiträge aus dem Nettogehalt zahlen. Die Erstattungen durch Beihilfen orientieren sich schon seit langer Zeit an den Leistungen der GKV. Da gibt keine Vorteile! Wann nimmt man das endlich zur Kenntnis?

Und übrigens: Da Einkommenverluste ausgeschlossen werden, müsste zunächst das Brutto der Beamten entspr. dem gesetzlichen Vers.-Beitrag erhöht werden.
Zum Zweiten müsste der AG der Beamten den Arbeitgeberbeitrag zusätzlich zahlen.

Wer hier nur halbwegs nachrechnet, muss zu dem Schluss kommen, dass die geforderte Änderung ein sehr teures Unternehmen für den Steuerzahler wür

@09:57 von Orfee

Die Einnahmeausfälle in den Arztpraxen durch den Wegfall der Privatversicherten wird nach einem Gutachten im Auftrag der Grünen bei 3,6 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Andere Schätzungen rechnen mit bis zu 6 Milliarden Euro, wenn die PKV komplett abgeschafft würde.

Wodurch kommen die Ausfälle? Das Geld bleibt doch im System. Ist das so gerechnet, dass die PKV ersatzlos wegfällt und alles andere bleibt, wie es ist?

Die Benachteiligung von GKV-Patienten kommt ja daher, dass die PKV den Ärzten mehr zahlen muss. Man muss also nur dafür sorgen, dass genauso viel Geld wie bisher ausgegeben wird, nur eben nicht so ungleich über alle Patienten verteilt, sondern bei allen etwas mehr als das aktuelle GKV-Niveau. Dann bleiben die Gesamteinnahmen der Ärzte gleich, ohne dass sie noch einen Anreiz zur Diskriminierung von Patienten haben.

PR-Bots der Medizinkonzerne

Man kann davon ausgehen, dass 50% der Diskussionsbeiträge von bezahlten PR-Bots der Gesundheitsindustrie und der Versicherungskonzerne kommen. Und das zeigt, dass die Bürgerversicherung eine gute Idee ist: all das Geld, das vorher im undurchsichtigen Geflecht in privaten Taschen landete, wird dann direkt in die medizinische Behandlung fließen.

@ KarlderKühne

Unsinn. Jeder GKV-Versicherte erhält alle medizinisch notwendigen Leistungen.

Auch GKV-Versicherte haben regelmäßig private Ergänzungsversicherungen wie z.B. das Einbettzimmer im KrHs oder/und Chefarztbehandlung, Zahnersatz usw.

Das würde sich auch in einem neuen System nicht ändern.
Manches davon ist auch fragwürdig. Wieso sollte die medizinische Behandlung durch den Oberarzt schlechter sein als durch den Chefarzt?

Praxen am limit

Derzeit sind die Ärztepraxen wirklich am limit. Die älteren Ärzte können in meisten Fällen keine Nachfolger finden und ihre Praxen den jüngeren Kollegen nicht weiter verkaufen. So werden immer mehr Praxen ohne Nachfolger geschlossen.

Selbst die besser verdienenden Facharztpraxen sind knapp bei der Kasse und können die hohen Kosten schwer ausgleichen.

Abschaffung der 2 Klassen Versicherung ist sicherlich gerechter aber viele Praxen überleben gerade noch wegen den besser bezahlten Privatpatienten.

Die jahrelang selbst von der SPD angestrebten KV Reformen haben immer dazu geführt, daß die Ärztepraxen für ihre Leistungen immer weniger Geld bekommen haben.
Es wurde immer gespart auf Kosten der Ärzte, Krankenhäuser und Praxen. Personal wurde reduziert, daß die Pflege immer schlechter wurde.
Das Ziel war immer die Kosten des Gesundheitssystems zu reduzieren.

Es wurde niemals mehr für das Gesundheitssystem investiert oder mehr Geld ausgegeben. Es gibt da nichts mehr zu kürzen.

Gerecht

Also ich habe hier immer meine Schwierigkeiten mit "gerecht".

Also wenn ich 2000€ verdiene soll ich 400€ bezahlen. Wenn jemand nur 1000€ verdient soll er nur 200€ bezahlen. Gleiche Leistung, doppelter Betrag, ist das gerecht? Nun gut, Solidargemeinschaft....das ist aber was anderes als "gerecht"

Mein Kollege macht dieselbe Arbeit, hat aber keine Lust so viel zu arbeiten und arbeitet nur noch halbtags...bekommt dann auch nur noch 1000€ und muss nur noch 200€ bezahlen. Aber warum bekommt er nun die gleiche Leistung von der Krankenkasse, obwohl er nur noch halb so viel arbeitet. Ist das jetzt immer noch gerecht? Könnte er dann nicht wenigstens 25 Stunden arbeiten und auch 400€ bezahlen...wäre das nicht gerechter ?

Gerechtigkeit ist im Grunde ein abstrakter Begriff, den jeder für sich interpretieren kann. Und was jeder dann auch tut. Und was eben diese Diskussionen hervorruft

Gerecht?

Wenn Herr Westermann hier am Ende seines Beitrags behauptet, dass die Deckelung des Beitragsatzes nicht gerecht sei, liegt er falsch. Das Gegenteil ist der Fall: es ist ungerecht, dass für gleiche Leistungen unterschiedlich viel zu zahlen ist. Anders verhält es sich beim sozialen Aspekt. Hier kann man durchaus sagen, dass Besserverdienenden auch einen höheren Sozialbeitrag leisten können. Sozialabgaben haben nichts mit Gerechtigkeit zu tun, beides in einen Topf zu werfen ist Populismus und der guten Sache einer Bürgerversicherung unwürdig.
Es ist auch sehr verständlich, dass sich insbesondere die Beamten wehren, der gesetzlichen KV zugeordnet zu werden. Schließlich wissen sie am besten, dass die gesetzliche KV ebenso wie die RV gerne zur Haushaltskonsolidierung und zur Verschleierung von Ausgaben missbraucht werden. Jüngstes Beispiel sind die Gesundheitsleistungen für die Flüchtlinge: obwohl diese vom Staat zu zahlen sind, wurden die Rücklagen der GKV belastet, Beamte blieben außen vor

Unvollständig

Leider fehlen in der kurzen Erklärung viele Dinge.
So ist es zum Beispiel nicht so, das die PKV alles zahlt was die GKV zahlt und noch was drauf legt. Das merken die PKV-Versicherten aber erst dann, wenn plötzlich einige teure Dinge nicht von ihrer Versicherung bezahlt werden.
Die Beiträge könnten sicher steigen, aber nur für die, die sich bislang aus der Solidargemeinschaft verabschiedet haben. Also 10% der Bevölkerung. Diese gehören ohnehin zu den Leistungsstarken der Bevölkerung.
Ein weiteres Problem ist, Leute die die Beiträge für ihre PKV nicht mehr bezahlen können, fliegen raus und fallen dann der Allgemeinheit "zur Last".
Zuletzt ist auch die unterschiedliche Behandlung der Einkommensarten auch ein Skandal. Warum werden z.B. Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung nicht auch für die KV herangezogen?
Wer das alles "ungerecht" findet, schaue mal in die USA, eines der besten Gesundheitssysteme, aber Millionen Menschen die sich keinen Arzt leisten können. DAS ist asozial.

09:57 von Orfee

>> bei 3,6 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Andere Schätzungen rechnen mit bis zu 6 Milliarden Euro, wenn die PKV komplett abgeschafft würde. <<

Wo kommen diese Ausfälle her? Beim Thema PKV lese ich immer, dass diese drastisch billiger ist, als die GKV. Wenn ich weniger einzahle, wo kommen dann die Mehreinnahmen her? Für mich ist das nicht schlüssig.

@ 08:50 von Calenberg

// Bürgerversicherung ist Sozialismus //

Was hat das mit Sozialismus zutun?
Sie haben sehr schlecht oder garnicht richtig zugehört.
Aber warum sollen immer die jenigen die mehr verdienen als eine Putzfrau soviel Privilegen bekommen und haben.
Wie war doch das mit dem Grunggesetz?
Die Würde des Menschen ist in diesen Land ,na lassen wir es lieber.

Meine Meinung

Sie sollten sich bei den zwei Frühchen die Frage stellen, wie die Erklärung bei umgekehrtem Resultat lauten müßte. Die Beitragsgestaltung der Kassen (auch ich bin bei einer Ersatzkasse) wird mir stets ein Rätsel bleiben: Habe kürzlich eine ältere Rechnung gefunden, wo ich für die ganze Familie mit drei kleinen Kindern etwa 360 Mark zahlte. Heute sind es etwa 700 Euro (ohne Kinder) - das ist das Vierfache ! Wohin verschwinden die Gelder ?

10:51 von killing joke

Haben Sie Beweise oder ist das ihre Art sich die Finger in die Ohren zu stecken und laut "LA LA LA LA LA!" zu rufen?

Stimme Ihnen zu 10:55 von Orfee:
Bevor man die PKV in die GKV zwingt, sollte man die GKV nachhaltig machen. Wenn die BV genauso geführt werden soll wie die GKV, werden wir den Gipfel des Praxensterben und Ärztemangel erleben.

Bei links-Ideologen braucht man mit realistischen wirtschaftlichen Bedingungen aber nicht anfangen, die verstehen schon das Prinzip der Selbstbestimmung nicht.

die armen Arztpraxen

Ich habe im Kundenstamm diverse Arztpraxen und die schreien alle auf. Die Einnahmen von den privaten Krankenkassen machen einen riesen Anteil an den Einnahmen aus, obwohl die Zahl der Patienten überschaubar ist. Warum - weil Privatpatienten halt viel mehr für die Behandlung bezahlen.
Fallen deren Zahlungen auf das Niveau der gesetzlichen Krankenkassen können die Praxen nicht mehr überleben.
Fakt ist ja auch, dass die meisten Privatversicherten eher selten zum Arzt gehen (meist Selbstständig oder in Führungspositionen), im Alter viel von den vorher gesparten Beträgen doch noch aufgerufen werden etc..

Vor einer Bürgerversicherung muss sich am Bezahlsystem etwas ändern!

Bitte keine Bürgerversicherung!

Der Grund für die BV soll mehr Gerechtigkeit sein. Die Privatversicherten würden jetzt besser behandelt als die gesetzlich Versicherten. Mit der BV soll diese ungleichheit beseitigt werden. Wie denn, wenn man sich auch nach Einführung der BV eine Besserbehandlung durch Zusatzversicherungen kaufen kann?

Das derzeitige System soll auf Solidarität beruhen, die Starken zahlen für die Schwachen. Sorry, wenn ich das so nicht sehe.

Wo bitte Bitte keine Bürgerversicherung! die Solidarität von denjenigen, die sich z.B. um Ihre Gesundheit nicht kümmern? Wenn jemand auf seine Curry-Wurst, seine Zigarette und Alkohol nicht verzichten will, dann soll er auch zahlen. Wie kann es gerecht sein, dass ein gesundheltich bewusst Lebender gleich behandelt wird, wie ein Übergewichtiger, Raucher, Trinker…

Die Damen und Herren werden dann, nachdem sie die bewährten Strukturen zerstört haben, Aufsichtsrat von Gazprom oder vielleicht eines Pharmariesen. Da erkennt man sofort, dass es ihnen um Gerechtigkeit

@Calenberg

Freiheit oder Sozialismus?

Ich weiß nicht, warum manche jeden Schritt in Richtung mehr Solidatität und Gerechtigkeit als Sozialismus verteufeln. Ich finde es völlig richtig, dass starke Schultern mehr zum Gemeinwohl beitragen als schwache. Daher bin ich absolut für eine Bürgerversicherung - und zwar ohne Beitragsdeckelung. Wer im Jahr eine Million Euro verdient (bzw. zumindest bekommt), der kann sich auch einen Krankenkassenbeitrag von 150.000 Euro leisten, ohne dass er deshalb keinen guten Lebensstandard mehr hätte. Es geht um Solidarität, nicht um Sozialismus.

Fundemantale Neugestaltung nötig

Es braucht eine fundamentale Neugestaltung des Gesundheitssystems.
1. Eine Grundversicherung mit definiertem Rahmenleistungen als Pflichtversicherung für jede Person (auch nicht arbeitende Partner in der Familie müssen zahlen)
2. Eine freiwillige Zusatzversicherung, die optional ist und zusätzliche Leistungen enthält, Einzelzimmer, Chefarztbehandlung, etc.
3. Eine auf den Lebensmitteln deklarierte Gesundheitsbesteuerung, die wissenschaftlich erwiesen für Volkskrankheiten verantortlich sind, Zucker, gehärtete Fette, Salz, Alkohol etc. und die ausschliesslich in die Grundversicherung fliesst.
4. Finanzielle Anreize und Massnahmen dieser Gesundheitskassen gesund zu leben und sich gesund zu ernähren, Kurse, Zuschüsse, bzw. Beitragserstattungen.
5. Beitragsreduktionen für regelmässige Blutspender und angemeldete Organspender
6. Beitragsreduktionen durch gestaffelten Selbstbehalt bis 500 Euro/Jahr in der Grundversicherung.
7. Vollkommene Abschaffung des Arbeitgeberanteils.

Einheitssysteme z.B. in Großbritannien funktionieren schlecht

Die Kommentatoren, die hier die Bürgerversicherung so loben, sollten mal einen Blick auf die Einheitssysteme in den Niederlanden oder in Großbritannien werfen. Oder noch besser: dort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen. Dann würde ihnen auffallen, dass die gesundheitliche Versorgung im Einheitssystem wesentlich schlechter ist als bei uns und die Bürgerversicherung nicht das Allheilmittel, als das die SPD sie anpreist.

Kann man sich eigentlich denken, wenn man ein bisschen was von Ökonomie versteht. Denn Monopole sind letztlich immer schlecht für die Verbraucher.

Ich habe selbst eine Weile in London gelebt und musste dort auch mal wegen einer schweren Mittelohrentzündung ärztlich behandelt werden. Das ist kein Spaß, glauben Sie mir... Die Wartezeiten sind um ein Vielfaches länger als in Deutschland, die Leistungskataloge sind begrenzter, und so weiter. Deshalb gibt es ja so viele wohlhabende Briten, die zur Behandlung ins Ausland fahren - das ist dann echte Zweiklassenmedizin.

@ Paddy B.

"Wodurch kommen die Ausfälle? Das Geld bleibt doch im System. Ist das so gerechnet, dass die PKV ersatzlos wegfällt und alles andere bleibt, wie es ist?"

Die Praxen überleben gerade noch mit den Privatpatienten. Über GOÄ läßt es sich selbstverständlich besser abrechnen 2,3 bis 3,5 x.

Die 6 Milliarden EU, die wegfällt entsteht wenn aus den privaten Patienten KV Patienten werden.

Dann muß die EBM aufgewertet werden, daß die Praxen von den gesetzlich versicherten Patienten eine bessere Vergütung bekommen.

Das wäre glaube ich seit > 20 Jahren die erste Aufwertung des KV Abrechnungssystem. Da wir schon davon ausgehen müssen, daß die EBM so bleibt, dann werden die Praxen pleite gehen.

Das Ende der PKV ist unausweichlich

Die privaten Krankenversicherungen sind auf Einnahmen vom Kapitalmarkt angewiesen, um ihr "kapitalgedecktes" Modell zu finanzieren. Ähnlich wie die Kapital-Lebensversicherungen dürfen sie hierbei nur besonders sichere Anlageformen wählen, die keine entsprechenden Zinsen mehr bringen. Und ein Ende der Niedrigzins-Phase ist nicht abzusehen.

Bereits jetzt steigen die Beiträge zur PKV durchschnittlich um 4,1% pro Jahr. Die Kostensteigerungen in der PKV liegen bei 5% jährlich. Mehr als 100.000 PKV-Kunden sind heute nur noch notversichert, weil sie sich die Beiträge nicht mehr leisten können (ohne die Beamten, die die Hälfte der Privatversicherten stellen, wären es sicher noch mehr).

Diese und weitere Details gibt's auf den "Nachdenkseiten" von Jens Berger:
www.nachdenkseiten.de/?p=41443

von Calenberg

Bürgerversicherung ist Sozialismus.
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Mit diesen Schlagwörtern wird eine vernünftige Forderung ad Absurdum geführt. Das ist zu verurteilen. Eine Grundsicherung und die Kasse für alle ist keine Sozialismus! ich halte es für gerecht und die Einteilung in "Doofenversicherung" und 10 % "Privilegierte" halte ich für ungerecht. Jeder hat die Möglichkeit dann noch eine Zusatzversicherung abzuschließen.
Auch die Versicherungswirtschaft und die Ärzte wird dadurch nicht am Krückstock gehe.

Ärztemangel

Ich bin Arzt und lebe im Ausland. Hier gibt es das Modell der Bürgerversicherung. Es ist viel billiger als in Deutschland, obwohl keine Beitragsbemessungsgrenze. Die Verdienste der Ärzte sind mit Deutschland vergleichbar. Behandlungserfolge genauso gut wie in Deutschland oder besser. Arbeitsbedingungen bei großteils Festanstellung (auch Allgemeinärzte) hervorragend. Eine gut ausgstaltete Bürgerversicherung könnte mich bewegen, in Deutschland zu arbeiten. Das ist alles nur Panikmache der Funktionäre, denn davon würde ein Teil überflüssig. Gesundheitsvorsorge und Krankenversorgung sind staatliche Aufgaben und keine Privatangelegenheit, ganz ohne Sozialismus. Wer der Meinung ist, dass sowieso immer nur die anderen krank werden und sich das für einen Leistungsträger nicht schickt kann gelegentlich schnell eines Besseren belehrt werden, dann zahlt hoffentlich seine Versicherung. Weniger als 0,5% der Bevölkerung könnten sich Verdienstausfall und Behandlung auf eigene Rechung leisten.

Das Thema Bürgerversicherung

Das Thema Bürgerversicherung ist die Sau, die seit Jahrzehnten von SPD/Grünen/Linke immer wieder durch das Dorf getrieben wird. Das Problem der GKV ist, daß Beiträge nach dem Einkommen berechnet werden. Was hat das Einkommen mit dem Krankheitsrisiko zu tun? Nichts, eine Kopfpauschale wäre ein sinnvollerer Weg. Wer wenig verdient, dem muß der Staat als beispringen. Die Medizin ist durch den technischen Fortschritt und das Älterwerden der Gesellschaft so teuer geworden, soll aber in der GVK den Preis eines Kleinwagens kosten, aber die Leistungen eines teuren Autos bringen. Das funktioniert nicht! Im Gegensatz dazu werden die Prämien der PKV nach dem Risiko berechnet, was wirtschaftlich richtiger ist. Bei GVK-Versicherten zahlt der Staat einen Zuschuß für die Kinder, bei der PKV nichts! Neue Leistungen werden relativ schnell bei der PKV bezahlt, bei den gesetzlichen Kassen dauern neue Verfahren und Medikamente bis zu 8 Jahren, bis diese Kassenleistung werden.

Ideologen, Dilettanten und Populisten

wollen unser Gesundheitssystem reformieren, eines der besten der Welt. Sie fangen nicht in Großbritannien oder Norwegen an, sondern bei uns. Warum? Warum nicht erst einmal all die tollen Ideen dort ausprobieren, wo sich sich schon genügend Ideologen, Dilettanten und Populisten verewigt haben, und der Karren schon im Dreck steckt? Es gibt für das vorgeschlagene Modell kein einziges auch nur nennenswert so gut wie unser System funktionierendes Beispiel auf der Welt. Aber natürlich soll mal wieder auf Kosten des kleinen Mannes experimentiert werden. Denn wer am Ende die Rechnung bezahlen und dafür auch noch eine miese Behandlung bekommt, darüber sollte sich niemand Illusionen machen. Der kleine Mann. Nirgendwo auf der Welt ist der Gesundheitsschutz so gleichmäßig gut für alle Bürger, als bei uns. Das Problem ist eher, dass Ansprüche nicht wahrgenommen werden, z.B. in der Kleinkindversorgung. Aber es ist soviel einfacher, Neid zu schüren, als sachlich vorzugehen.

@Endlich Direktd

"Es braucht eine fundamentale Neugestaltung des Gesundheitssystems."

Eine fundementale Neugestaltung braucht viel Finanzierung bei der Übergangsphase und auch danach.

Die Regierung war bis jetzt niemals bereit für das Gesundheitssystem etwas zu investieren. Die Kosten dieser Neugestaltung übersteigen wahrscheinlich jeder Vorstellung.

Deswegen ist eine Bürgerversicherung nur eine Utopie. Ich schreibe es nochmal. DIe Ärzte, die Pfleger, die Krankenhäuser und die Praxen sind all am limit. Sie überleben gerade noch. Jede Veränderung ohne große Investitionen wäre derzeit ein Disaster mit unabsehbaren Folgen.

Sehr gut erklärt...

in dieser Kurzform. Wie erläutert würde es eben sehr von der Ausgestaltung abhängen, ob ein System mit Bürgerversicherung gerechter wäre. Die Beitragsdeckelung für Gutverdiener im jetzigen System empfinde ich aber als eklatant ungerecht und hat mit dem Solidarprinzip nichts mehr zu tun. Wer z.B. 1 Million verdient sollte auch 15,7 % an die Krankenversicherung zahlen und könnte dies wohl auch. Wenn wir alle Gutverdiener dazu heranziehen würden, könnte der Beitragssatz vermutlich erheblich sinken. Da hat die Schweiz, glaube ich, das bessere System. Dass unsere Politiker sich bei einer Bürgerversicherung wieder breit schlagen ließen, Ausnahmen ohne Ende zuzulassen, das würde das Konzept dann leider wieder konterkarrieren.

@08:50 von Calenberg

Leider ist "Freiheit oder Sozialismus" keine Frage der 70er, sondern aktueller denn je.

Deutschland hat sich bereits von einem Rechtsstaat zu einer sozialistischen Umverteilungskleptokratur (Vulgo: Sozialstaat) mit Reichtumgsgarantie für Plutokraten entwickelt.

Deutschland begann in den 50ern mit einem Sozialanteil im Bundeshaushalt von 15%. Heute gehen, den Zuschuß zur Rentenversicherung inklusive, erschütternde 60% in "Soziales". Immer mehr Arbeitnehmer liegen im Spitzensteuersatz und sogenannte Sozialabgaben erreichen Rekordwerte.

Nun wird unter "Bürgerversicherung" der nächste Sozialismusschub angestrebt. Zahlen sollen vorgeblich "Reiche". Die Neidargumentation verfängt. Sozialismus ist eben die Hoffnung auf Kosten anderer Leben zu können.
Und diese Hoffnung, die man getrost auch als Schmarotzertum ansehen kann, hat in jeder Generation viele Anhänger.

Weder Venezuela, noch Kuba oder Nord-Korea sind Abschreckung genug.

Bei der Erklärung fehlt ...

... dass die sozialistische Einheitsversicherung genau so toll ist wie ein Trabant oder fehlende Bananen in den Regalen.

@ 10:01 von wenigfahrer

Ich fürchte, Sie haben das Ziel der "Bürgerversicherung" noch nicht verstanden. Es sollen ja nicht die ganzen gesetzlichen Kassen, die wesentlich von Gewerkschaften kontrolliert werden, abgeschafft werden, nein da würden zuviele Pöstchen verloren gehen (der Chef der größten gesetzlichen Ersatzkasse in Deutschland verdient mehr als die Bundeskanzlerin). Es soll das Geld der privaten Kassen, das die dort Versicherten für das Alter angespart haben, zusätzlich in den großen Verschwendungstopf der gesetzlichen Kassen gefüllt werden, also auch zusätzlich heute verbraten werden (statt der nächsten Generation zu dienen). Sonst soll sich nichts ändern. Vor allem nicht der Versicherungsschutz der einfachen Bürger ... Dafür reicht das Geld nämlich nicht.

Eine Bürgerversicherung kann nur positiv sein

Wer will kann sich ja zusätzlich privat versichern

von Orfee

Das wäre das Ende der Niederlassung. Die Ärzte wären damit pleite und müßten die Praxen dicht machen. Danach wäre der Beruf noch unattraktiver und noch ein Grund mehr als Arzt auszuwandern.
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Na ja, das ist jetzt doch etwas übertrieben. Solange die Ärztekammer mit einen Numerus Clausus dafür sorgt, daß nur eine bestimmte Anzahl von Ärzten auf den Markt kommen, kann es nicht so weit her sein. Ich gebe zu, dass sich viele Ärzte über den Sprechstundenbedarf ihr Salär etwas aufbessern indem sie doppelt abgerechnet werden. Das würde dann wegfallen.

Bürgerversicherung

Wenn diese Idee genauso gut klappt wie die Rechtschreibreform oder jetzt gefordert schreiben nach Gehör dann ist das Chaos perfekt . Wenn die die dieses Verlangen dann selber in die Versicherung eintreten also unsere Politiker und das aus Überzeugung und wirklich alle dann kann man sich darüber unterhalten. Denn was man nicht vergessen darf ,unsere Politiker sindnach meinen wissen alle in der privaten . Und wenn ich sowas fordere gehen diese doch sicherlich mit guten Bsp. vorne weg . Und das glaube ich nicht denn die 2 klassengesellschaft ist besonders stark ausgebildet zwischen Bürgern dieses Landes und den Politikern. Das ist mein Kommentar zu diesen Thema

Beitragsbemessungsgrenze ungerecht?

Die Krankenversicherung ist eine Versicherung mit beitragsbegründeter Leistungspflicht, nicht, wie in England, eine steuerfinanzierte Staatsleistung, die nach Kassenlage des Staates leistet oder eben auch nicht. Daher muss der Beitrag in einem vernünftigen Verhältnis zur Leistung stehen, sonst wird es verfassungsrechtlich zu einer Steuer und die dortigen Regeln würden gelten. Daher darf der Versicherungsbeitrag nicht unrealistisch hoch sein, also deutlich über den durch die Beitragsbemessungsgrenze bestimmten Beitrag liegen. Die Beitragsbemessungsgrenze wird doch heute nur deshalb beibehalten, damit die Unfähigkeit und Verschwendung der gesetzlichen Kassen gegenüber den privaten Unternehmen nicht zu deutlich wird. In den Niederlanden z.B. funktioniert ein rein privates System ebenfalls sehr gut, jedenfalls besser als alle staatlichen Systeme weit und breit.

Bürgerversicherung alternativlos

Die Einführung der Bürgerversicherung ohne Beitragsbemessungsgrenze ist alternativlos. Nur die Bürgerversicherung schafft Gerechtigkeit und - das ist mindestens genauso wichtig - Gleichheit. Von den Reichen sollte darüber hinaus auch ein Solidaritätszuschlag als Vermögensabgabe (Besteuerung der Vermögenssubstanz!) für die Bürgerversicherung erhoben werden. Damit könnten dann auch alternative Therapien (z.B. Klangschalentherapie oder Urschreitherapie) in den Versicherungsschutz aufgenommen werden. Die Möglichkeit einer Zusatzversicherung für Reiche sollte ausgeschlossen sein, da dies wiederum zu Unterschieden führt, die den Zusammenhalt der solidarischen Gesellschaft stören. Parallel zur Bürgerversicherung sollte dann auch eine solidarische Rente eingeführt werden, wobei auch dort alle einzahlen sollten, ohne Bemessungsgrenze. Mit diesen beiden Systemen wird der soziale Frieden gesichert und Gerechtigkeit für All*Innen geschaffen.

Alptraum SPD

Für Ärztekammer und das gesamte Gesundheitssystem ist die SPD wie ein Alptraum.

Die angeblichen Reformen von damals Ulla Schmidt hatte nur einen Zweck auf Kosten der Versicherten und des gesamten Gesundheitssystems zu sparen und sie haben dazu geführt, daß ein bürokratischer Aufwand für die Ärzte entstanden ist.

Das Personal der Verwaltung wurde aufgestockt mit besserem Verdienst dafür wurde in der Pflege und ärztlichem Personal gespart.

Wenn die SPD von einer Gesundheitsreform spricht, dann klingeln bei allen Menschen, die in diesem Sektor arbeiten, die Alarmglocken insbesondere die, die dort arbeiten und nicht verwalten.

Wenn ihr googelt werdet ihr finden, wie die Ärzte gegen diese Bürgerversicherung protestieren.

11:25 von Endlich Direktd...

Besonders 3 und 4 sind für mich der Grund warum ich die GKV ablehne. Die Verantwortungslosigkeit der Menschen wird finanziert.
Wer Gesund lebt MUSS weniger zahlen, ansonsten werden die Menschen noch mehr dazu verleitet sich nicht um ihre Gesundheit zu kümmern.

Punkt 5 halt ich auch für überwiegend positiv. Damit werden die Kosten von Menschen, die wegen der Kleinigkeit zum Arzt rennen reduziert. Vorallem schiebt es den Arbeitszeit-Betrügern einen Riegel vor.
Als ich noch nicht Selbstständig war, hatten viele Arbeitskollegen kranke Tage für Freizeit und damit Kosten für die Krankenkasse und Arbeitgeber verursacht. Wieder: Unverantwortliches Verhalten.

Wenn diese Probleme nicht gelöst werden, brauchen wir gar nicht über eine BV reden.

@PR-Bots der Medizinkonzerne 19:51 von killing joke

"Man kann davon ausgehen, dass 50% der Diskussionsbeiträge von bezahlten PR-Bots der Gesundheitsindustrie und der Versicherungskonzerne kommen. "

Schlimmer noch. Sogar unbezahlten.
Soweit ist die 'Unsolidarität' in unser Gesellschaft schon fortgeschritten,
dass man seine 'Lakaien' nicht mal mehr bezahlen muss. ;-)

Man muss sich nur die anderen Kommentare dieser hier
auf dieser Plattform mal genauer angucken.
Dann wundert einen der Zustand unseres Gesundheitssystems nicht mehr.

Natürlich gibt es noch schlimmere. Aber was für ein Argument.
In der Mongolei muss man im Zweifel hunderte Kilometer zum nächsten Arzt reisen.
Soll das die Messlatte sein?

10:05 von Thomas Wohlzufrieden

und zwei Klassen Medizin.
...denn wer will, kann sich ja zusätzlich versichern.
.
verstehe ich jetzt nicht !
Zusatzversicherung
also doch wieder 2 Klassenmedizin

11:25 von Endlich Direktd... ... gerade wollte ihnen ...

beipflichten - dann habe ich Punkt 7 gelesen... so natürlich nicht. Sondern es muss heißen Wegfall des Arbeitnehmeranteils - der AG zahlt pro Kopf, einkommensunabhängig, alles andere vertieft nur wieder die soziale Spaltung. Statt einkommensabhängiger Beiträge (und Obergrenze) sollte ein Einheitssatz (nach Lohndurchschnitt) gezahlt werden, für alles das, was heute "Kassenleistungen" sind.
Besondere Risiken (Rauchen, Drogen, Sport aber auch gefährliche Tätigkeiten) sollten zusätzlich abgesichert werden müssen.
Ihre Heranziehung von Beiträgen aus "Genussabgaben" finde ich besonders zielführend, Auch aus der Hundesteuer, der Katzenunfallversicherung und der Waffen-/Treibstoffsteuer etc. sollten Beiträge entnommen werden.
Am Ende wird es trotz dem Bemühungen um eine Kostendämpfung geben müssen, trotz dem sollte die Rückführung zumindest eines Teils der Krankenhäuser in den Schoß der öffentlichen Hand betrieben werden.

11:02 von kurtsteiniger1

so ist das Leben - hierzulande -

wenn ihr Nachbar nur die halbe Zeit arbeitet kriegt er über Hartz4 oder so auch die Differenz gesponsert
und wie man so hört, finden viele das "gerecht"

mit grundsätzlichen Systemveränderungen a la SPD...

hat Dtl bisher immer ausgezeichnete Erfahrungen gemacht - Hartz ist hierfür der beste Beweis

Die Zweiklassenmedizin existiert

Es ist doch so, dass Praxen, Kliniken usw. nur durch die Einnahmen aus der PKV überhaupt funktionieren. Außerdem zahle ich für die PKV erheblich mehr als ich für die GKV zahlen müsste. Somit wäre für die Bemessungsgrenze viel Luft nach oben, ohne dass irgendjemand wirklich benachteiligt würde. Außerdem zahle ich ja mit zunehmendem Alter immer mehr in die PKV ein. Marktwirtschaftlich heißt es somit: Wer mehr bezahlt, bekommt bessere Gesundheitsleistungen. Weil die meisten aber nicht frei zwischen den Versicherungsarten wählen können, ist das sozial ungerecht. Als privat Versicherter bekommt man Facharzttermine usw. umgehend, als gesetzlich Versicherter erst in Wochen oder Monaten. Als PKV-Zahler genieße ich die besseren Leistungen, als GKVler werde ich kalt gestellt. Es ist doch absurd: Niemand käme auf die Idee, die Benutzung der linken Autobahnspur nur ab einem bestimmten Einkommen zu erlauben (weil man ja mehr Steuern zahlt). In der KV haben wir genau diese Verhältnisse.

Unüberlegt

Was nutzt die Bürgerversicherung, wenn die Krankenkassen machen was sie wollen: Leistungen werden gestrichen, Zuzahlungen erhöht, Therapien abgelehnt, Physiotherapie gibt es mangels Therapeuten nur noch nach wochenlanger Wartezeit, Krankenhäuser schließen, aber es werden Zusatzgebühren erhoben, bei 15 Milliarden € Überschuss. Die Krankenhäuser müssen Gewinne erwirtschaften und über 50% aller Krankenhäuser bundesweit schreiben rote Zahlen, Personal unterbezahlt. Solange dem kein Riegel vorgeschoben wird und sich der Staat von Krankenkassen bevormunden lässt, kann keine Art der Versicherung etwas für den Bürger zum positiven bewegen.
Warum müssen Krankenhäuser mit kranken Menschen Geld erwirtschaften? Das ist nicht sozial.
bis denne

@ 11:08 von Gesundheitausmister

Wer sich die normalen Beiträgen in der privaten Krankenversicherung nicht mehr leisten kann, darf nicht in die gesetzliche Kasse und "der Allgemeinheit zur Last fallen" sondern kommt in den Notlagentarif der privaten Versicherung und der wird von den anderen Privatversicherten subventioniert. Neid und Populismus sollten doch wenigstens bei den Tatsachen bleiben.

Sozialismus go home

Sozialismus ist: allen geht es gleich miese - Behördokratur,Enteignung Entmündigung Entrechtung Honecker läßt grüßen...Die SPD mit ihrer salonsozialistischen obsoleten Klassenkampfattitüde wird es nie verstehen! Sie ist ein Plagiat von vorvorgestern..ein inkompetenter Hühnerhaufen der für den eigenen Machterhalt zu allem bereit ist!

KarlderKühne und Sisyphos 3..

Was eine angemessene Behandlung bzw.Arm in Würde zu sterben bedeutet ist nicht mehr das,was ich zu Beginn meiner Pflegerausbildung im Jahr 1982 erlebt habe.

In Zeiten,in denen BWL-Absolventen Kliniken und Krankenkassen beherrschen und alles und alle zum Zweck der Zertifizierung auf Effizienz getrimmt wird,ist es nicht mehr gut,krank zu sein..

@ Jaroslaw Pain

Von den Reichen sollte darüber hinaus auch ein Solidaritätszuschlag als Vermögensabgabe (Besteuerung der Vermögenssubstanz!) ... erhoben werden.

Wenn das Einkommen, das zu diesem Vermögen führte schon versteuert wurde, dann kann der Staat das Vermögen nicht nocheinmal versteuern, denn das verbietet das Grundgesetz.

Sisyphos3..12.09 Uhr

Zusatzversicherung bringt nur bedingt was..

Im Prinzip hängt alles davon ab,was am Patienten geschieht..und das ist mit Sicherheit weniger als früher..

@ 11:41 von Johann_1

"Ich bin Arzt und lebe im Ausland. Hier gibt es das Modell der Bürgerversicherung. Es ist viel billiger als in Deutschland, obwohl keine Beitragsbemessungsgrenze." Wo leben Sie denn? Das wäre jetzt mal richtig interessant. Wenn die Ärzte festangestellt sind (wie in England), gehen sie bei Feierabend nach hause, egal wie voll das Wartezimmer ist. Deshalb gingen deutsche Ärzte lange nach England, doch das ist jetzt auch nicht mehr so gut. Natürlich sind die Behandlungserfolge auch gut - aber was ist, wenn der Patient keinen Termin bekommt? Wartezeiten in deutschen Krankenhausambulanzen sind schon schlimm (auch für Privatpatienten), aber wer wegen den festen Praxiszeiten in England nicht mehr dran kommt, wartet ewig. Oder arbeiten Sie in den Niederlanden? Dort stehen Privatunternehmen hinter der Krankenversicherung, nicht eine staatliche Mammutbehörde.

Nicht (nur) Bürgerversicherung - Bedingungsloses Grundeinkommen.

...ist die Frage der Zeit. Und zwar ein bedingungsloses Grundeinkommen, das es wert ist, so genannt zu werden!

Grober Unfug. ..

Wenn eine private Versicherung mit Bonussystem gut arbeitet ist schon alles okay!
Jeder Privatversicherte hat absolute Transparenz,er bekommt die Rechnung und kann hinterfragen, bei Kosten und Leistung! Vorteile gegenüber Gesetzlich Versicherten konnte ich in 20 Jahren nicht feststellen, gleiches Wartezimmer, gleicher Hausarzt, gleiche Behandlung
Und der Leistungskatalog ist für mich identisch! Meiner Meinung sollte man das gesamte System privatisieren,
Sicher kann es auch Minitarife für wenig oder Nichtverdiener einführen

@ Thomas Wohlzufrieden

Was heißt hier "Zweiklassenmedizin"? Sie können es ja einem Menschen mit gutem Gehalt nicht verbieten, etwas davon in seine Gesundheit zu investieren. Irgend wo ist mit Bevormundung ja auch mal Schluss.

@ 12:22 von MiLiNo

Warum sind gesetzliche Kassen so teuer? Sie prahlen damit, ihre Kosten seien nicht höher als die der privaten Versicherungen. Ok. Nur: Den Beitragseinzug zahlen die Arbeitgeber, sie werden nicht wie bei privaten Versicherungen aus den Beiträgen bezahlt. Die Leistungsabwicklung bezahlen die kassenärztlichen Vereinigungen aus dem Topf der Honorare, nicht wie bei privaten Versicherungen aus den Beiträgen. Wofür geben die gesetzlichen Kassen überhaupt Geld aus? Und trotzdem geben sie genauso viel Geld wie die privaten aus? Vielleicht sollten wir endlich einmal eine strikte Kontrolle der gesetzlichen Kassen einführen, sie zusammenlegen und die Gewerkschaften raushalten, statt das einzige, was wirklich funktioniert abzuschaffen.

Wieso sollte sie "gerecht" sein?

Da wird einfach behauptet, die Beitragsbemessungsgrenze sei ungerecht, dabei wäre eine Abschaffung verfassungswidrig, weil dann Reiche für die identische Leistung eine extrem viel höheren Beitrag zahlen müssten.

Leider sehen viele die Krankenversicherungsbeiträge als zusätzliche Steuer, die als solche auch behandelt werden müssten. Aber das sind sie nicht und waren sie nie. Die GKV ist dazu da, die Menschen gegen Krankheitskosten abzusichern und zwar so, dass sich auch Ärmere es sich leisten können. Sie ist aber NICHT für eine staatliche Umverteilung da. Dafür gibt's Steuern.

Die GKV ist primär für die unteren Schichten da, die nicht anderweitig abgesichert sind oder Krankheitskosten privat sich nicht leisten könnten.

Psychiater braucht das Land

Die Schwarzmalerrei ist köstlich
ohne die Privaten Gesundheitskassen
würde das ganze System zusammenbrechen
und die Ärzte würden aussterben :-)

Beim Autofahren klappt es doch auch
Haftplicht muß jeder zahlen
und wer mehr will zahlt für Teil oder Vollkasko zu

Populistisch

Es heißt doch immer die AFD sei populistisch und würde keine Lösungen bringen.

Was die SPD mit der Bürgerversicherung bringt, ist erst recht populistisch. Das soll ideologisch den Eindruck bringen die Menschen werden gleich behandelt.

Wer mehr Geld ausgeben möchte für seine Gesundheit kann es immer machen. Es gibt eine Regelung wie Igel-Leistungen (individuelle Leistungen). Wer mehr aus eigener Tasche zahlt, kann auch mehr Leistungen bekommen.

Wenn es zu Bürgerversicherung kommt, dann wird das noch weiter verbreitet.

Jürgen Wasem der Ökonom eines des Top-Experten auf dem Gebiet des Gesundheitssystems warnt: Wenn die Bürgerversicherung kommt, gibt es einen Ärzte-Aufstand.

Daß alle privat Versicherten zu Gesetzlichen wechseln ist verfassungswidrig. Wenn man PKV langsam aussterben läßt, das heißt die Versicherten einzeln wechseln, dann werden die Beiträge für die Restlichen enorm steigen. Weil die privaten Pat. wegfallen, würden die Praxen in finanziellem Not geraten.

lieber das jetzige System überarbeiten

Unser Gesundheitssystem krankt nicht an der fehlenden Bürgerversicherung, sondern an den unmenschlichen Regeln, die 2004 von Ulla Schmidt (SPD) eingeführt wurde. Das System der Fallpauschalen, die nicht die Dauer und Intensität der Krankenfürsorge honorieren, sondern nur die pauschale Abrechnung eines Eingriffs/einer Behandlung, hat bewirkt, dass Menschen zu schnell durchgeschleust und entlassen werden, auch wenn sie zu Hause nicht versorgt werden.
Die Schwachstellen des aktuellen Gesundheitssystems müssen ausgebügelt werden.
Auch eine Bürgerversicherung wird nicht verhindern können, dass es weiterhin Menschen gibt, die sich mehr oder weniger gut versorgen lassen können. Wer will verbieten, dass ich mir meine Zähne in Budapest machen lasse? Schon heute gibt es einen Medizintourismus (Ayurveda, Chiropraktik, Lasern am Auge) ... Wer will verbieten, dass ich meinem Arzt zusätzliche Leistungen bezahle? Das wäre ein Beschränkung der Vertragsfeiheit, die niemand wollen und dulden kann.

An Calenberg, Ihr Beitrag ist rundum falsch. Warum?

Die Erfahrungen der umliegenden westeuropäischen Länder wie Österreich, Schweiz, Luxemburg, Niederlande, Dänemark, Norwegen u.a. in den letzten ca. 10 Jahren sind durchweg positiv. Vor allem für die unteren und mittleren Schichten in der Bevölkerung. Wenn jeder, auch die Millionäre, Beamten, Gutverdienenden, Politiker u.a. einzahlen, kommen vor allem von diesen Menschen viel Geld in die gesetzlichen Krankenkassen. Beispiel Österreich, s. Quelle: "Pflegeversicherung in Österreich im Vergleich." Untermauert von s. Quelle: "Pflege in Österreich gesetzlich geregelt." Daraus Zitat: "Die Leistungen sind für alle Versicherten gleich, unabhängig vom Einkommen und Vermögen." Zitatende In Österreich, wie auch alle vorher genannten Staaten ist die Unterbringung in einem Heim kostenlos. In D. zahlt der Betroffene selbst. In der KV das gleiche Gesetz, jeder Mensch ob arm oder reich wird gleich behandelt. Sozial gerecht, heute in D. sozial ungerecht. Zusatzversicherung in jedem Land für PKV möglich.

Prinzip der Bürgerversicherung nicht. Herr Westermann vom NDR, siehe Video, hat es ausdrücklich erklärt. Die Reichen zahlen in diesem System für die Armen mit. Gerecht und schon lange Wirklichkeit in allen westeuropäischen Staaten in Mittel- und Nordeuropa. Mit großem Erfolg. Was in D. noch fehlt ist die Einzahlung aller Bewohner dieses Landes in die gesetzliche Rentenversicherung, Wirklichkeit in Österreich, Schweiz, Niederlande, Dänemark, Norwegen u.a. Staaten. Durch diese Solidargemeinschaften, von den Staaten gesetzlich geregelt, bekommt jeder Mensch, ob Rentner, Arbeitsloser u.a., eine Altersrente bzw. garantierte Unterstützung von Minimum 1 000 Euro und mehr vom Staat. Durch diese Bürgerversicherungen für Rente und Krankenversicherung ist die Altersarmut und Armut insgesamt in den genannten Staaten stark zurück gegangen. Das Gegenteil in D. wo nur die Gutverdienenden, die Vermögenden und Reichen von den Politikern des Landes, ausgenommen der Linken und jetzt SPD, bedacht werden.

Was steckt dahinter?

Es gibt für dieses Vorhaben nur einen Grund:

Die Sozies wollen den Daumen auf die mehr als 250 Milliarden Euro an Rücklagen, die in der PKV schlummern legen. Mal eine Viertelbillion für den maroden Staat abgreifen.

Das ist der eigentliche Grund der Bürgerversicherung.

GKV oder PKV?

Für mich wäre als Grundlage einer Bürgerversicherung erst einmal die Zusammenfassung aller 100 oder 200 sogn. Gesetzlichen zu einer, dann eben Bürgerversicherung, kurz "BV". Und dann taucht auch noch die Frage auf: Kann sich der oder die Bürger/in danach auch trotzdem noch privat zusatzversichern oder ist das ausgeschlossen?

perchta

"Privatpatienten..... werden immer bevorzugt." Stimmt nicht! Im Wartezimmer meiner Hausärztin geht es seit ich denken kann nach der Reihenfolge. - Schon mal gehört?

silverbeard

Aha: "..die Reichen und Gesunden (Beamte z.B.)" Interessant, daß bei Ihnen alle Beamte gesund sind!!

Sozialismus = alle müssen sich beteiligen?

@08:50 von Calenberg
... wenn man Sozialismus so definiert, bin ich schon dafür.

Wie begründen Sie, dass nur die gesetzlichen Krankenkassen für die Flüchtlinge zahlen?
Eine Bekannte, gut privat versichert, wurde gemäß einer relativ neuen Regelung zwangsweise in die AOK aufgenommen.

Und zu Ihrer grundsätzlichen Frage der 70er Jahre:
Freiheit oder Sozialismus?

Die Bundesbürger haben damals für den Sozialismus gestimmt!

Bürgerversicherung

Eine müßige Debatte, die vor allem neidgesteuert ist. Traurig.

echten sozialen Fortschritt.....

.....dafür hat ja die SPD bekanntlich schon in den letzten Jahren gesorgt, nicht wahr , "Mannemer Bub "?

@Tesserts

Beamte bekommen vom Dienstherrn eine steuerfinanzierte Beihilfe, die deutlich über dem max. 50% Arbeitgeberanteil liegt. Dies wäre also eine Entlastung. Auch transferiert keine PKV Gelder zur GKV, damit diese die Familienversicherungen finanzieren kann.

Bei all der Diskussion um

Bei all der Diskussion um "Kapitalismus gegen Sozialismus" sollte man einfach mal darüber nachdenken, ob es wirklich Sinn macht VIELE Krankenversicherungen zu haben. Wird das die Beiträge senken? Eher nicht, denn es geht ja nicht um einen "täglichen Wettbewerb bei dem der Kunde ständig wechselt". Die "Chefetage" mit den gehobenen Gehältern und den Verwaltungs-Wasserkopf gibt es aber bei jeder Krankenkasse. Diese alle zusammenzufassen sollte eigentlich Kosten senken und wäre eine gute Sache.

Die Grundsatzfrage ist doch die: Was gehört zur GRUNDVERSORGUNG der Bürger und sollte deshalb vom Kapitalismus ausgenommen werden? Wasser, Strom, Telefon, Internet, Post/Paketdienste, ÖPNV und Gesundheitsversorgung sollten dazugehören! Dummerweise aber wurde für den Kapitalismus noch ein weiterer Briefzusteller zugelassen, damit nun zwei Briefträger im Auto/mit Moped täglich die Straßen abfahren anstatt nur einem. Noch schlimmer beim Paketdienst. Effizient (=energiesparend) ist das nicht!

An Blind Faith, Sozialismus go home, Auf Grund ihres

Beitrages bedenken Sie nicht. Sämtliche westliche Staaten um D. herum haben heute bereits die Bürgerversicherungen für Kranken- und Rentenversicherungen. Mit großem Erfolg, denn vor allem D., unser Land hat auf 100 000 Bürger gerechnet, die meisten Obdachlosen mit großem Abstand zum nächsten Land. S. Quelle: "Wohnungslosigkeit- 850 000 Menschen haben in Deutschland keine Wohnung." Davon sind ca. 370 000 Menschen obdachlos, in Niederlande ca 20 Millionen nur 31 000, in Österreich ca. 9 Mil. nur ca. 12 000 Obdachlose usw. Warum diese Unterschiede? In all den Ländern gibt es Bürgerversicherungen, wo die Reichen die Armen mitfinanzieren. Nur in D. nicht, ist das gerecht? Deswegen bin ich für diese Bürgerversicherungen damit endlich eine Kehrtwende zwischen arm und reich in unserem Land eingeläutet wird. Das reiche D. hat nicht nur die meisten Obdachlosen, sondern auch die niedrigsten Renten, vor allem für Frauen, in den westeuropäischen Ländern. Z.B. Österr. 1 220 Euro, D. 590 Euro.

Der Autor schreibt, dass die Grenze nicht gerecht sei, weil dadurch weniger Verdienende einen geringeren Teil ihres Einkommens zahlen. Das ist jedoch nur ein einseitiger Blick. Denn sie zahlen deshalb nicht weniger €. Jemand mit 6.000 € Einkommen zahlt wie jemand mit 4.425 € monatlich 694,73 €. Ein Versicherter mit 2.000 € zahlt hingegen mit 314 € erheblich weniger. Ob 4.425 € die richtige Grenze ist, muss bewertet werden.

es wäre doch logisch...

wenn sich die Menschen die sich vom Solidarprinzip verabschieden...auch sonst nichts von der Gemeinschaft bekommen...d.h. keine aktive und passive Politik machen dürfen z.B.---

Ein bisschen mehr Differenziertheit bitte!

Liebe Mit-Kommentatoren, bitte etwas differenzierter mit dem wichtigen Thema umgehen, es geht immerhin um die Finanzierung einer lebenswichtigen Infrastruktur.

Grundsätzlich bin ich bei denjenigen, die den Wettbewerb im momentanen System als wichtige Triebfeder für Innovationen und Wirtschaftlichkeit benennen.

Das ganze funktioniert aber nur solange und lässt sich auch nur dann legitimieren, bis Akteure im System dieses pervertieren und dessen Legitimität in Frage stellen.

Jeder Arzt, der systematisch PKV-Versicherte bevorzugt, jedes Krankenhaus, das GKV-Versicherte ihren Status spüren lässt, jede KV, die ihre Mitglieder im Umgang mit den GKV-Versicherten besonders gängelt, sind Totengräber des bestehenden Systems.

Solange die Unbelehrbaren als Leistungserbringer die Oberhand haben, wird es immer wieder die Diskussion um die Abschaffung des dualen Finanzierungssystems geben. Selber schuld!

Falscher Ansatz zum falschen Problem

Besser wäre schlicht beide Beitragsbemessungsgrenzen zu schleifen. Die untere geht stets vergessen und ist erheblich, wenn ein Arbeitgeber beispielsweise einen erwerbsgehemmten Menschen resozialisieren möchte. Der Freiberufler - auch ein Produkt des Innovationsversagens der Deutschen in vielen Bereichen politisch, nicht inhaltlich geführten Oligopolstrukturen (Volkswagen u.ä.) - leidet z.B. weil er in schlechten Zeiten drunter liegt und die Kosten ihn erdrücken. Sobald er Arbeit hat liegt er oberhalb der oberen Beitragsbemessungsgrenze. Der Bereich zwischen unterer und oberer Bemessungsgrenze und seine Kostenimplikation für den Arbeitnehmer steht in keinem Verhältnis zu den hier ausgelösten Verwaltungskosten. Jeder der nicht mit Bitcoins handelt und über einen IQ größer 80 verfügt, wird sich für die gesetzliche Krankenversicherung entscheiden, weil sie als einzige eine refinanzierte Mindestversorgung garantiert. Warum also die Privatversicherten zu ihrem Glück zwingen?

@Feidl

Da wird einfach behauptet, die Beitragsbemessungsgrenze sei ungerecht, dabei wäre eine Abschaffung verfassungswidrig, weil dann Reiche für die identische Leistung eine extrem viel höheren Beitrag zahlen müssten.

Ich glaube nicht, dass das verfassungswidrig ist, denn auch heute schon wird (nur eben leider nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze) der Beitrag prozentual zum Einkommen berechnet, so dass es für Besserverdienende mehr kostet. Und das ist gut so! Wir brauchen mehr Solidarität (nicht Sozialismus!) in unserer Gesellschaft. Starke Schultern müssen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen werden. Ich glaube, das das Grundgesetz das sogar gebietet, denn EIGENTUM VERPFLICHTET.

@wega

Aber warum sollen immer die jenigen die mehr verdienen als eine Putzfrau soviel Privilegen bekommen und haben.

Ja, eine gute Frage. Aber ich würde das Wort "verdienen" vermeiden. Gut, die Putzfrau als gering qualifizierte Arbeitskraft ist ein schlechtes Beispiel, aber nehmen wir die Krankenschwester. Ich glaube nicht, dass die angesichts ihrer Ausbildung oder ihrer Arbeitsbelastung weniger VERDIENT als ein Banker ... sie BEKOMMT nur leider weniger.

Bürokratismus

Die gesetzlichen KK sind so teuer, weil sie einen enormen Verwaltungsapparat haben. Ich arbeite als Physiotherapeut und kann ein Lied davon singen. Es wurden Studenten eingestellt, um nach Fehlern auf den Rezepten zu suchen. Wenn auch nur ein Buchstabe falsch ist, wird das Rezept abgesetzt, d.h. nicht bezahlt. die kassenärztliche Vereinigung würden viele Ärzte liebend gern wieder verlassen. Die Beihilfesätze der Beamten wurden seit fast 15 Jahren nicht mehr erhöht. Viele Private Versicherungen kürzen bei den Rechnungen ebenfalls. Egal ob Beihilfe oder Rein Privat. Wohin fließen also die Beiträge? Warum herrscht denn ein Personalmangel in den Krankenhäusern? Warum sind denn 5.000 offene Stellen Bundesweit für Physiotherapeuten bei den Arbeitsämtern gemeldet und können nicht besetzt werden? Weil die Beiträge nicht für die Genesung oder dem dafür zuständigen Personal ankommt, sondern in der Verwaltung und den Rücklagen der Krankenkassen verschwindet.
bis denne

12:22 von MiLiNo

>> aber es werden Zusatzgebühren erhoben, bei 15 Milliarden € Überschuss <<

Hab gerade mal auf den entsprechenden Seiten des Bundes geschaut. In den letzten Jahren lagen Einnahmen und Ausgaben auf Augenhöhe bei ~220 Milliarden. Mal eine Milliard Minus, mal eine Milliarde Plus - immer unterhalb 1% der Erträge.
Die 15 Milliarden sind die Reserven aller Kassen, nicht das Jahresergebnis.

@08:57 von golfspieler

"Das bisherige System hat sich bewährt. Bei einer Bürgerversicherung würden die Beiträge steigen und die Leistungen würden sich verschlechtern. Für mich auch ein Grund AfD zu wählen."

Dieser Satz gilt meines Erachtens vor allem für diejenigen, die als privat Versicherte ohne Kinder jenseits der Beitragsbemessungsgrenze verdienen. Denn klar ist, aktuell bekommen diese privat Versicherten eine wesentlich bessere Leistung als gesetzlich Versicherte die nah an der Bemessungsgrenze verdienen und zahlen dafür einen geringeren Beitrag.

Natürlich wird es dazu kommen, dass eine gerechtere Lösung bedeutet, dass bisher privilegierte Gruppen mindestens eins ihrer Privilegien aufgeben müssen: Vorzugsleistung oder Vorzugspreis.

Auch mit einer allgemeinen Grundversicherung kann man fest davon ausgehen, dass es weiterhin die Möglichkeit für individuelle Zusatzversicherung geben wird. Wer das Geld hat kann dann weiterhin mit Keramik-Inlays, Chefarzt und Einzelzimmer leben.

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