Ihre Meinung zu: Ermittlungen in Argentinien: Haftbefehl gegen Ex-Präsidentin

7. Dezember 2017 - 15:22 Uhr

Hat Argentiniens Ex-Präsidentin Kirchner ein Attentat auf ein jüdisches Gemeindehaus im Jahr 1994 verschleiert? Die Justiz des südamerikanischen Landes ist davon überzeugt - und hat jetzt Haftbefehl gegen Kirchner erlassen.

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Kommentare

Argentinien und geflüchtete Nazis

Ich muss gestehen, bei all dem was man von in ARG u.a. Ländern Süd-Amerikas unter-getauchten Nazis nach dem 2. WK weiß (Rattenlinie) ... und dem als "Mitte-Rechts" bezeichneten Regierungsbündnis unter Kirchner ... ich halte so eine Vertuschungs-Aktion für möglich. Es bleibt spanend.

um 15:57 von ncmc

Ihre Bemerkungen zeigen, dass Sie von der heutigen argentinischen Polit-Wirklichkeit wenig Ahnung haben. Die Kirchners gelten als Links-Ausleger der peronistischen 'Partei', die man als solche eigentlich nicht bezeichnen sollte, da sie sich selbst eher als 'die' staatstragende Institution versteht und das bis zu einem gewissen Grad de facto auch ist. Der Amia-Anschlag ist eine höchst undurchsichtige Angelegenheit, in der eigentlich der frühere Präsident und neoliberale Peronist Menem eine besonders schlechte Figur gemacht hat, und der mit den Kirchners, die ja deutlich später an die Macht kamen, nicht übermässig viel zu tun hat. Schon daher kann man davon ausgehen, dass es ein Versuch ist, die extrem umstrittene Stehauf-Frau Kirchner, die kürzlich wieder recht glanzvoll als Senatorin wiedergewählt wurde, politisch unschädlich zu machen. Der Amia-Anschlag ist aller Vermutung nach nur Mittel zum Zweck.

Die Ermittlungen im Fall AMIA

Die Ermittlungen im Fall AMIA wurden, spätestens seit Nisman der Fall übertragen wurde, von der US-Botschaft in Buenos Aires gelenkt.
Nisman war im Übermaß korrupt und ließ sich laut Wikileaks-Enthüllungen die Ermittlungsausrichtung zu AMIA direkt von den USA diktieren und für die durfte es nur einen Schuldigen geben: den Iran.

Die ersten Ermittlungen gegen extrem antisemitische Gruppierungen in argentinischem Militär und Geheimdiensten wurden dann auch schnell wieder eingestellt.
Genau so, wie die Ermittlungen gegen eine Gruppe syrisch-stämmiger Argentinier um Alberto Kanoore Edul.

In einer E-Mail der US-Botschaft an Nisman vom 27. Februar 2008 heißt es:
"Es sollte weder die syrische noch die lokale Spur weiterverfolgt werden. Dies könnte sonst den internationalen Fall gegen die angeklagten Iraner abschwächen."

Endlich ...

... fasst sich der argentinische Staat ein Herz und traut sich auch gegen die Machenschaften des Kirchner-Clans zu ermitteln.

Am 07. Dezember 2017 um 17:51 von Das XXL-Mädchen

Und wer klopft mal der aktuellen Regierung auf die Finger?

CFK

Eine sehr gute Frage in der Pressekonferenz die Senatorin Cristina Fernández gab — Frau Senatorin , sie waren 2 Jahre lang ohne parlamentarische Immunität. Warum hat man sie nicht da festgesetzt , waere doch viel einfacher gewesen. Korruption.Zu geschmierten Regierungsmitgliedern Gehoeren auch schmierende Unternehmen...

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