Ihre Meinung zu: EU will Entschädigung für Bahnkunden einschränken

7. Dezember 2017 - 13:05 Uhr

Wenn Bahnreisende viel zu spät ans Ziel kommen, erhalten sie bisher bis zu 50 Prozent des Fahrpreises als Entschädigung zurück. Das gilt auch bei Stürmen oder schlechtem Wetter. Das will die EU-Kommission nun ändern. Von Andreas Meyer-Feist.

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Kommentare

Der Bahnverkehr und seine seltsamen Entschädigungen

Da zahlen sich sogar die Verkehrsunternehmen sich gegenseitig Entschädigungen
wenn sie hintereinander sich aufhalten oder gar Stau´s verursachen.

Wäre doch was für unseren neuen Mautminister wenn ein LKW
(natürlich nur ausländische) einen Unfall
mit Stau verursacht zahlt dieser an alle verspäteten Autos & Lkw´s dahinter.

Gerecht

Die Anpassung an die Bus- und Flugregelung ist gerechtfertigt. Allerdings sollte klar gemacht werden, was akzeptierte Witterungsbedingungen sind, nicht dass dann die verrosteten Weichen auf einmal als witterungsbedingter Grund angegeben werden. Es müssen unvohersehbare Witterungsbedingungen sein!

Die Bahn gibt schon auch Anlass zur Klage.

Bei einer 3-stündigen Verspätung trickste die Bahn: Die Reservierung, die wir - bis auf die erste 1/2 Stunde - nicht bekamen wurde z.B. mit 0 € angesetzt.
Auf meine Rückfrage, ob ich in Zukunft mit darauf berufen kann, dass eine Reservierung nach dem Umstieg kostenlos ist, wurde natürlich nicht beantwortet.

Bei der Rückfahrt war's noch schlimmer: Am Zielort wurde uns mitgeteilt, dass der ausgedruckte - und bezahlte - Zug für die Rückfahrt nicht fahren würde.
Wir mussten also ca. 5 Stunden früher fahren. Die Zug (und zwangsweise auch Busfahrt) war um 4 Stunden länger.
Die Bahn setzte den Ausgleich mit 0 € an, da wir ja nur mit einer Stunde Verspätung (gegenüber der ohnehin schon 3 Stunden längeren Fahrt) angekommen wären.

Bürgerferne EU

Habe ich da etwas mißvertsanden, oder sollte die EU nicht die Lebensumstände der Menschen in Europa verbessern? Wozu sollte sie auch sonst da ein? Etwa nur als Bewahrer der Interessen von Wirschaft, Banken und Konzernen? Die stetig steigende Ablehnung der EU unter den Europäischen Bürgern sollte doch Warnung genug sein umzudenken, hin zu einem Verbraucherfreundlichen Europa.

Verständlich

Ich finde es recht und billig (auch wenn ich Bahnkunde bin...), ein Verkehrsunternehmen nur dann zahlen zu lassen, wenn es die Störungen selbst herbeigeführt hat oder zumindest etwas hätte unternehmen können. Da kann man im Einzelfall zwar diskutieren (hätte der Baum gefällt werden sollen, bevor er auf das Gleis stürzen konnte?), aber im Prinzip hat die EU-Kommission hier recht.
Sie könnte sich bei der Gelegenheit noch der unterschiedlichen Besteuerung der verschiedenen Verkehrsmittel annehmen...

Chance vertan

Wäre die EU-Kommission konsequent, würde sie den korrekt erkannten Mangel beseitigen - aber nicht in der Art und Weise, dass Verbraucherrechte eingeschränkt werden, sondern in dem vergleichbare Fahrgastrechte für Nutzer von Fernbussen etc. geschaffen werden.

Und der ganz große Wurf wäre es, würde man ein Reisekettenrecht schaffen, mit einheitlichen Verspätungsentschädigungen für alle Anbieter öffentlicher Verkehrsleistungen, bei dem es auch nicht darauf ankommt, einen durchgehenden Fahrschein zu haben. Der Fahrgast macht diese bei einer zentralen Stelle geltend und ein internes Clearing belastet die Kosten dem/den auslösenden Unternehmen. Aber das könnte ja echte Anreize zur Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel schaffen, so tief will man wohl nicht sinken ...

EU will Entschädigung für Bahnkunden einschränken....

Das bedeutet Verschlechterungen beim Verbraucherschutz durch die EU.Also gegen die Bahnkunden.
Da haben sich Lobbyisten durchgesetzt,die genau wissen,daß bei weiterer Privatisierung im Bahnsektor,personelles und die Infrastruktur ausgedünnt wird.Und solche Bahngesellschaften dann auch von Naturkatastrophen härter getroffen werden,es mehr Verspätungen und Zugausfälle gibt als früher bei den staatlichen.

EU will Entschädigung für Bahnkunden einschränken....

Das bedeutet Verschlechterungen beim Verbraucherschutz durch die EU.Also gegen die Bahnkunden.
Da haben sich Lobbyisten durchgesetzt,die genau wissen,daß bei weiterer Privatisierung im Bahnsektor,personelles und die Infrastruktur ausgedünnt wird.Und solche Bahngesellschaften dann auch von Naturkatastrophen härter getroffen werden,es mehr Verspätungen und Zugausfälle gibt als früher bei den staatlichen.

Wenn man sich nicht um das Netz kümmert....

.... ist natürlich alles "höhere Gewalt".

Gibt es bei der Bahn wieder offene Posten für alternde EU-Leute die man besetzen kann?
Es ist "Mitarbeitern" eines EU Organes ja nicht zu zumuten bis 60 oder länger zu Arbeiten wenn es bei der Bahn einen Posten gibt bei dem man nichts machen muss aber Geld bekommt.

Nur fair...

Aber was höhere Gewalt ist, darf nicht die Bahn festlegen. Und das eine Bahn noch fahren kann - und auch sollte - wenn Flugzeuge schon lange am Boden bleiben sollte auch klar sein.

Gleiches gilt ja bereits bei Flügen und anderem ...

Nur die Bahn musste bisher erstatten, damit wird das Recht angeglichen

Schlechte Entscheidung gegen die Verbraucherinteressen!

"Sie beruft sich auf den Gleichheitsgrundsatz. Die bisherigen Erstattungspflichten für Bahnunternehmen widersprechen gleichen Wettbewerbsbedingungen im Konkurrenzkampf mit Bus- und Flugunternehmen. Denn hier gibt es keine Entschädigungsansprüche für Kunden, wenn höhere Gewalt im Spiel ist"

Gleichheitsgrundsatz? Mit demselben Argument könnte man begründen, dass die Entschädigung nun auch für Busse und Flüge gelten soll!

Das hätte die EU-Kommission genauso gut entscheiden können. Stattdessen macht sie Politik gegen die Verbraucherinteressen und für die Interessen der Transportunternehmen.

Ein Rückschritt für den bisher so guten europäischen Verbraucherschutz!

Das EU-Parlament sollte dem entschieden widersprechen!

Lobbytum

Hier sieht man wieder die Arbeit der Lobbyisten. Von wegen die Bahn können nichts für die zahlreichen Sturmschäden. Vom Prinzip richtig, denn das Wetter läßt sich nicht beeinflußen, aber man kann die Auswirkungen einschränken. Mehdorn hat zahlreiche Weichen und somit Ausweichstrecken aus "Kostengründen" gestrichen. Und dann die Bäume die bis an die Gleisanlagen ungehindert wachsen. In Dampfzeiten wurde, wegen der Brandgefahr ein Sicherheitsbereich eingehalten. Warum dann nicht einen Sicherheitsbereich gegen umfallende und damit leitungszerstörende Bäume? Schließlich noch, es gibt kaum noch Ersatz und Bauzüge an größeren Bahnhöfen. Der AG sei Dank. Somit bedeuten auch "kleine" Schäden stunden-, wenn nicht gar tagelange Ausfälle mit zahlreichen gestrandeten Kunden. Solange die Bahn nicht entschieden nachbessert muß sie eben zahlen. Vielleicht lernt man etwas daraus.

Und wann ist bitte Sturm?

Keine Entschädigung bei schlechtem Wetter oder Stürmen. Aber gerade dann sollte man doch zurückgreifen können auf öffentliche Verkehrsmittel. Die Änderungen der Eu in vielen Bereichen, so gerade im Transportbereich streben nur Verschlechterungen an. Zumeist schleichend, in diesem Falle ganz dreist. Sie mögen sich darüber amüsieren , aber wenn ich mich erinnere welch ein Service und Pünktlichkeit die Bahn vor 50-60 Jahre geboten hat........
garantierte Sitzgelegenheit, und welch ein Platz, für mehr und größeres Gepäck extra Stellraum unbezahlt, ein Höchstmaß an Pünktlichkeit und ....... freundlich.
Das nennt man Fortschritt heute, nicht wahr.

Dann aber auch Beträge wie bei den Fluggesellschaften

Ich sehe ein, dass es ein Wettbewerbsnachteil gegenüber den Fluggesellschaften ist, wenn diese bei wetterbedingten Verspätungen nicht zahlen müssen, die Bahn aber schon.

Allerdings sind die Beträge, die die Fluggesellschaften zahlen müssen dann aber auch unabhängig vom Ticketpreis sehr viel höher. So habe ich schon mal für eine längere Verspätung von Air France aufgrund eines technischen Problems 600 Euro erhalten obwohl mein Ticket nur 250 Euro gekostet hat. Wenn ich dies zukünftig auf bei der Bahn für mein 19 Euro Sparpreisticket erwarten kann, dann verzichte ich auch gerne im Fall von Unwettern auf die Entschädigung. Ob dies für die Bahn auf Dauer billiger wird?

@Thomas Wohlzufrieden um 13:37 - Bürgerferne EU

Selbst verständlich ist auch die EU am Wetter Schuld :-)

Wissen Sie eigendlich wer die Entschädigungen zahlt ?

Sie als Steuerzahler !

Als ich letztes Winter für

Als ich letztes Winter für eine cca. 300km lange Strecke 6 Stunden brauchte, mit zwei mal Umsteigen und schon vorprogrammierter Verspätung, nahm ich "Alternative" im Form von Pkw, keine Verspätung, keine Stundenpausen in verlassenen Bahnhöfen, wo alles nach 20h geschlossen ist und von Haustür bis Haustür, ohne Gepäck zu schleppen. Spritkosten sogar 2x billiger als der Ticket...

Als Bahnkunde bin ich grundsätzlich gestraft

Es stimmt, dass Fluggesellschaften bei witterungsbedingten Flugausfällen nicht regresspflichtig sind. Sie zahlen aber trotzdem den vollen Ticketpreis zurück! Als Pendler im Nahverkehr erhalte ich keinerlei Ausgleich. Da interessiert es die Bahn auch nicht, wenn ich über das Jahr verteilt ca 30 Arbeitsstunden verliere. Ich finde diese Fahrgastrechte sind ein Witz

Die Bahn machte einmal Werbung damit

bei jedem Wetter pünktlich zu sein. Nachdem sie privatisiert wurde, ist von diesem Versprechen nichts übrig geblieben. Temperaturen unter 0 oder über 30°? Die Bahn hat Probleme. Windstärke 7 oder mehr? Die Bahn hat Probleme. Regen über Nieselniveau oder gar leichter Schneefall? Die Bahn hat Probleme. Auf dem Bahnsteig ist das Licht ausgefallen? Die Bahn hat Probleme (und kann dort nicht mehr halten, wie neulich in Trosidorf).

Und da wird sich gewundert, weshalb so viele Menschen geländetaugliche Fahrzeuge fahren - mit denen kommt man wenigstens an. Anders, als mit der Bahn.

Petrus hat Schuld

Nicht der Sturm hat Schuld, sondern die Bahn mit ihren mangelhaften Baummanagement. Regelmäßig fallen Bäume auf die Oberleitung, weil die Streckenbegleitung chronisch unterbesetzt, Fällpläne nur nach größter Not erstellt werden und Oberleitungen oft im schlechten Zustand sind. Es fehlt ein Programm der zielgerichteten Wartung und Pflege der Waldstrecken, vom ausufernden Wildwuchs und deren Beseitigung mal ganz abgesehen.
Abgesehen davon ist das wieder die EU, die ich so hasse. Bürgerfern und bürgerfeindlich!

Diese Maßnahme war zwingend notwendig

Endlich eine richtige Maßnahme.
Die Bahn, die eh nix für das Extemwetter konnte, darf doch nicht noch Bahnkunden entschädigen müssen.
Bei Wetterunbillen muss doch jeder mitdenkende Mensch damit rechnen, dass ein Verkehrsmittel Störungen haben kann.
Die Schuld trägt das Wetter und nicht die Bahn. Sogar der Bahnkunde kann selbst schuld sein, wenn er nicht vorsorgt.

Im Grunde nachvollziehbar.

Für Stürme und "höhere Gewalt" kann keiner etwas.

Allerdings erwarte ich dann, dass das so gesparte Geld auf die Fahrkartenpreise umgelegt wird und so allen Kunden zugute kommt.

Und ich erwarte die Anerkennung dieses Umstandes auch in anderen Bereichen. Etwa, wenn Arbeitslose Termine beim Amt oder Vorgeladene solche vor Gericht aufgrund "höherer Gewalt" nicht wahrnehmen können.

Wäre es nicht

erstmal fair, wenn sich die EU um die Pünktlichkeit der Bahn kümmert?
Dann kann man auch das andere in Angriff nehmen.Aber wie immer wird das Pferd von hinten auf gezäumt.
Aber was solls,die Menschen sind ja von den Herrn aus Brüssel nichts anders gewohnt.

Lächerliche Entschädigungen

Keine Entschädigung, wenn die Bahn nichts für die Verspätung kann - das scheint auf den ersten Blick fair zu sein. Spätestens dann wird es jedoch problematisch, wenn die Entscheidung, wann höhere Gewalt vorliegt, eigenmächtig von der Bahn gefällt werden kann. Ab welchen Witterungsverhältnissen ist Bahnverkehr wirklich nicht mehr möglich? Was ist zum Beispiel mit einer Signalstörung während eines Starkregens? Ist sie witterungsbedingt oder Resultat mangelhafter Wartung? Streit ist hier vorprogrammiert, und es kann nicht sein, dass dann die Bahn das letzte Wort hat. Überhaupt sind die Entschädigungsregeln eigentlich jetzt schon lächerlich: maximal 50 Prozent des Fahrpreises, und erst ab einer vollen Stunde Verspätung mickrige 25 Prozent. Wie wäre es, werte EU-Kommission, hier endlich im Sinne der Verbraucher deutliche Zeichen zu setzen, anstatt zum wiederholten Male einschlägigen Lobbyisten willfährig zu sein?

In dieser Sache bin ich nicht auf Seiten der EU

In dieser Sache bin ich auch nicht auf Seiten der EU.

OK, es muss zwar einheitliche Entschädigungen geben was Bahn, Flugzeug und sowas angeht. Aber: nicht jede Witterung ist gleich höhere Gewalt!

Denn gegen viele Wetterlagen können sich die Flieger, die Bahn und andere vorbereiten. Weichen kann man beheizen, Rollwegen und Startbahnen kann man mit mehr Räumtrupps freibekommen. Auch ein Pilotenstreik oder ein Streik von Cabinenpersonal oder von Lokfuehrern oder von Fahrdienstleitern ist ebenfalls keine höhere Gewalt weil man sich darauf einstellen kann und weil diese Probleme hausgemacht sind durch interne Tarifstreitigkeiten und durch zu duenne Personaldecke und auch durch unzureichend eingerichtete Technologie.

Genauso ist auch ein Triebwerksausfall ebenfalls keine höhere Gewalt, weil hier oftmals Konstruktionsfehler oder Wartungsfehler vorliegen und die sind vermeidbar indem man einfach besser aufpasst und genauer hinschaut bei der Wartung und gruendlicher arbeitet.

@Caligula17-EU,die ich so hasse. Bürgerfern & bürgerfeindlich!

Sie meckern selbstverständlich nicht, wenn die
Bahn ihren kompletten Baumbestand auf ihrem Grundstück absägt ?

Bürger/Industriefeindlich sind eigendlich diese Grundstückbesitzer welche es nicht
aus freien Stücken machen um einen sicheren Bahnverkehr zu gewährleisten.

Schuld ist immer die EU und andere

Wäre es denn nicht besser wenn der Staat als Eigentümer der Bahn alle Grundstücke 30m links & rechts von Bahnstrecken enteignen würde :-)

Eine Frage der Prioritäten.

Früher galt in Deutschland das Motto: "Die Bahn fährt bei jedem Wetter". Mit einer soliden, von Ingenieuren ohne kurzsichtigen betriebswirtschaftlichen Kostendruck konzipierten und sorgfältig gepflegten Infrastruktur kann man den Eisenbahnverkehr so organisieren, daß die meisten Wetterlagen weitgehend störungsfrei zu bewältigen sind. Man hat allerdings den Eindruck, daß die Prioritäten des heutigen sog. "Managements" eher andere sind...

@justin - 14:23

"Spritkosten sogar 2x billiger als der Ticket..."

Mmhhh, 'mal kurz nachgerechnet:
Ticketpreis minus (das erste Mal "einmal billiger") Ticketpreis ist gleich "Null";
"Null" minus (das zweite Mal "zwei Mal billiger") Ticketpreis ist gleich "-Ticketpreis".
Sie haben also an der Tankstelle nicht nur den Tank gefüllt, sondern auch noch das Geld, dass das Ticket gekostet hätte, rausbekommen?
Glaub ich nicht . . .

Oder meinten Sie etwa "Spritkosten nur halb so hoch wie der Ticketpreis"?

@friedrich peter@14:11

Ihr Zitat:
"welch ein Service und Pünktlichkeit die Bahn vor 50-60 Jahre geboten hat...."
Meine Antwort:
vor 55 Jahren war ich Student und bin per Zug nach Hause gefahren;
ich bin um ca 13 Uhr von München kommend in Plattling angekommen;
nächster FAHRPLANMÄSSIGER Zug Richtung nach Hause um 19:30;
das ist heute entschieden besser;
Fahrpläne sind heute wesentlich besser optimiert, als damals.
Entschädigungen für Verspätungen? Da hätte sich die DB kaputt gelacht.
Ich könnte Ihnen noch eine Geschichte aus Schwandorf erzählen; aber vermutlich kann sich diese Begebenheit heute niemand mehr im Traum vorstellen.

Früher war alles besser

Die Bahn fuhr noch mit 80km/h Dampf bei Waldbrandgefahr vielen die Züge aus.
Oder fluchte wenn eine Kuh auf den Schienen stand.
Die Signale wurden mit Seilen bedient welche rissen oder im Winter einfroren.
Man zahlte noch für eine Bahnsteigkarte
den Gepäckträger und hatte Respekt vor den Beamten.
Auch damals gab es keine Erstattungen :-)
Heute fährt man mit 200km/h für 29€ durch Deutschland und das ist offenbar
noch vielen zu teuer :-)
Man kann bei defekten Signalbirnen noch weiterfahren ohne zum Streckentelefon zu laufen und Umleitungen fahren wenn sich
täglichen Selbstmörder in die Gleise legen
oder die verzogenen Gören dort Gegenstände ablegen um Züge zum entgleisen zu bringen. Vergessen wir auch nicht die vielen Autofahrer welche trotz
Warnlicht/Schranken immer Vorfahrt haben.

Erfolgreiche Lobby-Arbeit.

Der Bahn wird ihre eigene Schlamperei langsam zu teuer. Also müssen die "Strafen" weg.

Infrastruktur-Apokalypse - Von Managern gemacht und von uns beza

Infrastruktur-Apokalypse - Von Managern und Politikern gemacht und von den"Kunden" bezahlt.
Ich setze in diesen Zeiten die Kunden nur noch in " " weil wir schon längst nur noch Geldabsaugobjekte sind!

@ 15:33 von Karl Klammer

//Wäre es denn nicht besser wenn der Staat als Eigentümer-----///.

Ansicht kein schlechter Gedanke.Aber der Staat muß dann ja Ausweichflächen zur Verfügung stellen.Aber mit diesen sieht es so langsam ganz mau aus.

@Karl Klammer@15:33

Ihren Vorschlag:
"Wäre es denn nicht besser wenn der Staat als Eigentümer der Bahn alle Grundstücke 30m links & rechts von Bahnstrecken enteignen würde :-)"
Meine Antwort: Nein, das wäre nicht besser!

EU will Verbraucherrecht gegenüber der Bahn verschlechtern

Die Bahn kann das Verbraucherrecht erst dann anpassen, wenn die Voraussetzungen für einen störungsfreien Verkehr auch bei Unwettern gewährleistet ist. D.h., daß die Bahntrassen frei von Bäumen auf einer Breite von mindestens 10m auf jeder Seite und durch Stahlzäune gesichert sind, damit niemand die Bahntrassen beschädigen kann. Solange dies nicht gesichert ist, hat der Bahnkunde ein Recht auf Entschädigung.
Außerdem sollte für jede Verkehrsart, Regional, Fernverkehr sowie der Güterverkehr auf eigenen Trassen fahren, damit die jeweiligen Züge sich nicht gegenseitig stören.

@WirSindLegion - Infrastruktur-Apokalypse

Infrastruktur-Apokalypse - Von Managern & Politikern gemacht

Das Trifft den Nagel auf den Kopf
Die Automobil/Mautlobby steuert und das
Bahnnetz ist auf vielen Strecken hoffnungslos total überlastet.
Früher gab es Pufferzeiten um einen Zug anzuschieben . Heute fährt man schon im 3Min Zugabstand. Die Strecken/Bahnhöfe sind voll und irgendwie muß dann noch eine Lok zum abschleppen davor.

Ich verstehe diese Kurzsichtigkeit unserer "Landeslenker" nicht

Unsere Straßen sind überfüllt - bald geht hier nichts mehr.
Vor 2 Wochen Dienstreise von Rhein-Neckar nach NRW - die A45 ist komplett kaputt - habe die Baustellen bald nicht mehr mitgezählt - im Grunde nur noch eine einzige Baustelle.
Letzte Woche nach ULM über die A6 und A7 nach Ulm (um die "Katastrophe Stuttgart" zu umfahren: Besser, aber auch sehr schlimm. An der Tankstelle haben sich 2 Männer um eine freie Zapfsäule geprügelt - was sind das denn für Zustände??!
Dieser Verkehr macht die Menschen wahnsinnig und lässt sie völlig entgleisen - wer hält das noch bis zur Rente aus??

Der Bahnverkehr und ÖPNV ist die einzige Lösung. Und die wird vor die Wand gefahren - in welchem falschen Film sind wir? Kann ich mal die "Matrix" wechseln, bitte?

DIE EU sollte AUCH woanders ansestzen

Wenn ein Arbeitnehmer wegen Sturm (Bahnverspätung) zu spät kommt, dass es dann für den Arbeitnehmer nicht bedeutet, "er hätte für Pünktlichkeit zu sorgen", d.h. heute kann einer wegen Verspätung durch Zugausfälle gekündigt werden.

Mit diesem EU-Vorhaben würden die Leiden durch den Sturm nur noch verschärft. Die Unternehmenswelt aber bricht durch die 3-4 Stürme an einem Ort im Jahr nicht zusammen. Der Arbeitenehmer muss sehr viel Druck und Belastung erfahren, weil er rechtlich verpflichtet ist, in jedem Fall pünktlich zu sein. Ich meine nämlich, mal so ein Urteil gelesen zu haben, dass Verspätungen wegen Sturm eine Abmahnung oder gar Kündigung möglich machen. Es kommt natürlich drauf an wo man arbeitet (wie kulant ist man da), aber heute ist ja fast alles konzernialisiert und der Mensch zählt bald gar nichts mehr. Und es braucht verbindliche aber auch vernünftige Regeln. Dass der Kunde jetzt kein Geld zurück kriegt, ja gut - aber dann muss noch mehr folgen.

Hoch leben die Lobbyisten...

Jeder Kunde, ob bei Bahn, Flugzeug oder Bus sollte selbstverständlich einen Entschädigungsanspruch haben, wenn ein Unternehmen eine Leistung nicht erbringt. Unternehmen könnten sich dagegen z.B. leicht versichern... Die EU sollte ihre ohnehin schon alles regierenden Lobbyisten langsam mal einbremsen sonst wird das alles noch böse enden...

da geht noch viel

@WirSindLegion
Leider ist das was sie beschreiben noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Schauen sie mal wie es in anderen Ländern zugeht. Unsere Politiker interessiert es nicht wenn wir im Stau stehen. Die werden ja gefahren in ihren großen Limousinen oder gar auf Kosten der Steuerzahler geflogen. Öpnv ist nur was für hartgesottene und extrem leidensfähige Menschen. Meine Fahrt mit dem Zug am Montag war der Horror pur. Anstelle von zwei Wagons kam nur einer... Und das liegt nicht daran das ein Wagon kaputt war. Das sind geplante Wartungsarbeiten an den Wagons. Ersatzwagen gibts nicht. Würde ja Geld kosten. Der Verkehr wird in den nächsten Jahren noch viel, viel schlimmer werden. Daran wird keine Politik was ändern!

@14:33 von Hansi2012

Sogar der Bahnkunde kann selbst schuld sein, wenn er nicht vorsorgt.

Wie soll er denn vorsorgen? Das Wetter gestalten kann er kaum, also wäre die einzige Vorsorge, ein anderes, zuverlässigeres Verkehrsmittel zu benutzen. Den PKW zum Beispiel.

Wobei, unter "Extremwetter" stelle ich mir was anderes vor, als was in Deutschland in der Regel herrscht. 5cm Schnee oder Windstärke 9 ist nicht extrem, ebensowenig -5° oder +30°. Der Sturm Kyrill war extrem, der hat immerhin das halbe Sauerland weggeblasen.

Das Problem der Bahn: sie darf in D nicht mal eben ein

paar Bäume links und rechts der Strecke fällen. Umgestürzte Bäume sind für die Bahn eines der größten Hindernisse nach einem Sturm. Es ist nur richtig, dass es gesetzlich geändert wird, dass die Bahn nach "höherer Gewalt" keine Entschädigungen zahlen muss. Jedoch: wurde die Beförderung nicht geleistet (z.B. weil man sich im Nahverkehr ein Taxi nahm), sollte der Kaufpreis des Tickets erstattet werden. Wurde die Beförderung erst 5h später geleistet (ist wohl eher bei Langstrecken der Fall), besteht kein Anspruch auf Entschädigung und der Fahrpreis ist in voller Höhe zu enrichten. Hat man eine Fahrt gebucht, die z.B. zwei Tage nach dem Sturm stattfinden soll, die Bahn hat aber die Gleise noch nicht freiräumen können, sollte man vom Kauf des Tickets bei Erstattung in voller Höhe zurücktreten können.

@15:55 von Karl Klammer

Die Bahn fuhr noch mit 80km/h Dampf
Tut sie bei uns heute immer noch - solange die Oberleitung nicht defekt ist. Mit Dampf war sie wenigstens autark.

Oder fluchte wenn eine Kuh auf den Schienen stand.
Auch heute halten die Züge Zusammenstöße mit Kühen nicht aus.

Heute fährt man mit 200km/h für 29€ durch Deutschland und das ist offenbar
noch vielen zu teuer

Bis man mal an einen entsprechenden Bahnhof kommt, muß man 2 Stunden Bummelzug fahren, und deutlich mehr als 29€ bezahlen.

Man kann bei defekten Signalbirnen noch weiterfahren ohne zum Streckentelefon zu laufen
Das habe ich aber schon anders erlebt. 15min Aufenthalt auf freier Strecke, weil das Signal klemmte.

und Umleitungen fahren wenn sich täglichen Selbstmörder in die Gleise legen
Umleitungen? Wie denn, ohne entsprechende Strecken?

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