Ihre Meinung zu: Kommentar zu Trumps Jerusalem-Vorstoß: Dumm - aber ehrlich

6. Dezember 2017 - 16:30 Uhr

Mit Trumps Entscheidung, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, rückt der Frieden im Nahen Osten in die Ferne. Sie ist dumm, meint Carsten Kühntopp, und zugleich ehrlich. Denn sie räumt mit zahlreichen Lügen auf.

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Kommentare

Den Palästinensern keine Wahl lassen

Stimmt, man wird den Palästinensern und der Hamas einfach keine andere Wahl lassen, auf diese Entscheidung entsprechend zu reagieren.

Ein Artikel . . .

. . . der mal die Wahrheit benennt.
Und nicht ständig drum herum eiert.
Hier wird klar was die Machtgier bewirkt.
Und weckt Verständnis für die Palästinensichen Bedürfnisse und Verhalten.
b.k.

Dem größten Teil

von Herrn Kühntopps Kommentar kann man zustimmen. Hier aber:

"Den Palästinensern lässt der Präsident damit keine Wahl mehr. Sie sollten die Forderung nach einem eigenen Staat jetzt offiziell aufgeben und stattdessen beantragen, dass ihre Gebiete vollständig von Israel annektiert werden. Dann würden sie Bürger Israels mit allen Rechten, die dazugehören."

Verlässt er selbst den Boden der Realität.

Israel wird die Palästinenser niemals zu Bürgern Israels machen.

Der einzige Grund, warum Israel sich seit 50 Jahren die Annexion dieser Gebiete verkniffen hat, ist eben die Tatsache, dass man sich das Land zwar aneignen möchte, aber ohne die Menschen darauf.

Netter Artikel

und scheint auch mal jemand ehrlich zu sein.
Das Bild von den USA stimmt auch denn die waren noch nie der nette Friedensonkel.
Und das zu keiner Zeit an keinem Ort, die Palästinenser haben auch keine Chance mehr auf der Welt außer Ihren eigenen Untergang wie es aussieht.
Ziemlich realistischster Artikel.

Gruß

Die sog. "Ehrlichkeit" nutzt hier nichts

denn auf diese Weise werden die Fronten nur umso mehr verhärtet.
Jerusalem ist nun einmal nicht einfach in schwarz oder weiß einteilbar.
Hier ist ein klarer Kompromiss nötig, der den Interessen beider Seiten entgegen kommt.
Doch was Trump hier veranstaltet, gleicht einer Kriegserklärung an die Moslems.
Wir werden alsbald anarchische Zustände erleben und die Verantwortung dafür tragen Trump und die israelischen Verantwortlichen wie Netanjahu & seine Regierung.

Wie bitte?

"Den Palästinensern lässt der Präsident damit keine Wahl mehr. Sie sollten die Forderung nach einem eigenen Staat jetzt offiziell aufgeben und stattdessen beantragen, dass ihre Gebiete vollständig von Israel annektiert werden. Dann würden sie Bürger Israels mit allen Rechten, die dazugehören."

Ihr letzter Absatz ist doch wohl ein Scherz, oder? Da kann man ja genauso auf einen neuen Propheten hoffen, der das Meer...Pardon...das Land alleine durch seinen hocherhobenen Stab gerecht aufteilt!

Ich habe Ihren ganzen Artikel aufmerksam gelesen! Und demnach ist die Kritik an Israel lauter als an allen anderen! Genau hier liegt dann auch das Problem! Solange Israel wie bisher weitermacht, wird es nie ernsthafte Friedensgespräche im Nahen Osten geben! Denn seien wir doch mal ehrlich! Würden die Palästinensergebiete wirklich von Israel einverleibt, würde das sofort eine einseitige, nicht mehr überschaubare, unkontrollierbare Siedlungspolitik einiger weniger gegen die Palästinenser bedeuten!

@ karwandler um 16:41

Sie haben vollkommen Recht mit Ihrer Einschätzung.
Israel wird die Palästinenser zum augenblicklichen Zeitpunkt niemals als gleichwertige Bürger tolerieren.
Das zu glauben, ist in höchstem Maße naiv.
Angesichts der Ereignisse in der Vergangenheit muss ein Journalist das wissen...

re db-emd

"Würden die Palästinensergebiete wirklich von Israel einverleibt, würde das sofort eine einseitige, nicht mehr überschaubare, unkontrollierbare Siedlungspolitik einiger weniger gegen die Palästinenser bedeuten!"

Wie kommen Sie auf diese Voraussetzung?

Seit Jahrzehnten lassen alle israelischen Regierungen Juden im besetzten Gebiet siedeln. Teils auch geduldet, trotz Verletzung israelischer Gesetze.

Das geht so ganz ohne Annexion.

Zustimmung...

...bis auf den letzten Absatz. Israel wird die Palästinenser nie als gleichwertig akzeptieren. Wenn die Palästinenser langsam merken das ihnen jede eigenständige Zukunft genommen wird dürfte die Reaktion heftig werden. Israel wird die Gelegenheit nutzen und den Landraub auf das ganze Westjordanland ausdehnen.

@ karwandler

"Israel wird die Palästinenser niemals zu Bürgern Israels machen."

Sie haben offensichtlich nicht die Ironie in dem Artikel bemerkt. Denn das Israel die Palästinenser niemals zu seinen Bürgern machen würde, ist selbstverständlich auch dem Kommentator klar. Deswegen ja seine an sich total abwegige Äußerung.

Was für ein Kommentar

Inhalt:
-USA war nie ein ehrlicher Vermittler
- ein Friedensprozess gab es nie,da Israel dies nie wollte
-Israelis annektieren nach Lust & Laune Land
-etc.

& dann dieses Fazit:
"Sie sollten die Forderung nach einem eigenen Staat jetzt offiziell aufgeben und stattdessen beantragen, dass ihre Gebiete vollständig von Israel annektiert werden."

1.
Ist es vorstellbar,dass jemand über Generationen hinweg unterdrückt wird,nicht dessen Staatsangehörigkeit haben will? Zumal das Internationale Recht auf Seiten dieser Unterdrückten ist!

2.
Israel will doch gar nicht den ganzen Palästinensern die israelische Staatsbürgerschaft geben - die dürften ja dann wählen & somit Einfluss auf die israelische Regierung ausüben - etwas,das von vielen Israelis,besonders der israelischen Regierung,abgelehnt wird.

@ karwandler

"Seit Jahrzehnten lassen alle israelischen Regierungen Juden im besetzten Gebiet siedeln. Teils auch geduldet, trotz Verletzung israelischer Gesetze.

Das geht so ganz ohne Annexion."

Zusatz: Und auch entgegen geltender UN-Beschlüsse. Aber egal: Israel als US-amerikanischer Vorposten in der arabischen Welt ist halt zu wichtig, als dass die USA da zur Besinnung kämen. Und solange die israelische Regierung die USA im Rücken weiß, wird sie sich dort weiterhin ihrer imperialistischer Träume eines Groß-Zions hingeben.

Es ist nur tragisch für die Menschen auf beiden Seiten des Grenzzaunes, die unter dieser Borniertheit noch am meisten zu leiden haben werden.

ein fairer Kompromiss

könnte Israel Frieden und Sicherheit bringen. Das ist richtig. Aber der Artikel stellt es so dar, als ob Israel einem fairen Kompromiss im Wege stünde. Das ist aber nicht so. Schon von Anfang haben die Araber bzw Palästinenser jeden Versuch zu einem fairen Frieden abgeblockt. Das fing schon damit an, dass die Araber den Trennungsplan der UNO abgelehnt haben, während Israel sofort zugestimmt hat. Verschiedene Versuche mit weitgehenden Zugeständnissen von Seiten Israels sind am Widerstand der Palästinenser gescheitert. Selbst der bedingungslose Rückzug Israels aus Gaza konnte die Palästinenser nicht zum Frieden motivieren. Im Gegenteil: Gaza wurde benützt, um Raketen auf Israel zu feuern.

Man konnte es vorher wissen

Den Inhalt möchte ich jetzt (wg. Netiquette und so) gar nicht kommentieren, aber eines möchte ich Trump lassen: Er hält damit eben ein Wahlkampfversprechen ein. Man wusste es also, was da im Gesamtpaket Trump auf einen zukommt.

Carsten Kühntopp

ein ausgezeichneter Kommentar inkl. Ironie!

Keine Zweistaatenlösung

Ich fände es besser, Israel wäre nur ein Staat, in den sich Juden und Palästinenser demokratisch und gerecht einbringen könnten.

@ karwandler

Seit Jahrzehnten lassen alle israelischen Regierungen Juden im besetzten Gebiet siedeln. Teils auch geduldet, trotz Verletzung israelischer Gesetze.

Ich wüsste nicht, was dagegen spricht, dass alle (Israelis und Palästinenser), überall siedeln können, wo sie möchten. Das ist doch ein Menschenrecht.

Richtige Position

Ich halte nichts von Donald Trump, aber in dieser Frage der Hauptstadt Israels liegt er völlig richtig.

Dann würden sie Bürger Israels mit allen Rechten...

"Sie sollten die Forderung nach einem eigenen Staat jetzt offiziell aufgeben und stattdessen beantragen, dass ihre Gebiete vollständig von Israel annektiert werden."

das ist doch der beste weg. kein schlauer mensch lässt sich freiwillig von der hamas regieren. dann doch lieber israeli werden und im modernsten staat des nahen ostens leben.
beste lösung - trump ist ein genie.
jetzt müssen nur noch die palästinenser verstehen, das das auch das beste für sie ist.

Hervorragend!

Ich finde, besser kann man die Situation nicht analysieren! Die Heuchelei auf allen Seiten (seit Jahrzehnten) ist beendet, die nie ernsthaft gewollte 2-Staaten-Lösung ist tatsächlich vom Tisch ... jetzt sollte über föderale Strukturen diskutiert werden.

Was tun!

Herr Kühntopp hat vollkommen Recht - abgesehen von einer israelischen Nationalität aller Palästinenser - nur was heißt das jetzt für uns, für unsere Regierung? Der Bürgerkrieg in Syrien neigt sich endlich seinem Ende entgegen, wie auch der Krieg im Irak, soll jetzt ein neues Pulverfass im Nahen Osten explodieren, und wir sehen dabei zu? Es rächt sich, dass die schwelende Lunte in diesem Konflikt seit Jahrzehnten geflissentlich übersehen oder toleriert wurde. Ich erwarte zumindest jetzt eine klare Ansage der BRD und der EU, wie der Konflikt um Gaza, die Westbank, die Golanhöhen und alles, was damit zusammenhängt, gelöst werden soll.

Ein schmaler Grad zwischen Meinung und Hetze

Das Thema ist sensibel. Kaum ein Konflikt ist emotionsbelasteter, komplizierter, vielschichtiger und leider auch lösungsferner. Umso wichtiger ist ein differenzierter Umgang mit dem Thmea - insbesondere in den Öffentlich-Rechtlichen. Dass auch Journalisten eine Meinung haben und möglicherweise das Bedürfnis haben Stellung zu beziehen oder Partei zu ergreifen, ist verständlich. Nicht verständlich ist es aber, dass ein dermaßen überspitzter, überäßig emotionalisierter und provokanter "Kommentar" als Reaktion auf eine im höchsten Maße kritische politische Situation online geht. Die Diskussion wird schon durch sachliche Berichterstattung entfacht. Warum muss eine solch einseitige Provokation auf dem Fuße folgen? Das kann ich nicht verstehen. Ich würde mir in politisch schwierigen Zeiten mehr Sensibilität in der Berichterstattung wünschen!

Grandiose Idee

"Sie sollten die Forderung nach einem eigenen Staat jetzt offiziell aufgeben und stattdessen beantragen, dass ihre Gebiete vollständig von Israel annektiert werden. Dann würden sie Bürger Israels mit allen Rechten, die dazugehören."
Die ironische eingebrachte Idee fände ich grandios. Allerdings würde sie Israels Nachbarn nicht gefallen und wohl auch nicht den konservativen Juden, denn die hätten dann plötzlich keine Mehrheit mehr in Israel.

re kowalski

"Ich wüsste nicht, was dagegen spricht, dass alle (Israelis und Palästinenser), überall siedeln können, wo sie möchten. Das ist doch ein Menschenrecht."

Ich lass mal beiseite, ob das mit dem Menschenrecht so stimmt, aber:

Da Israel Juden siedeln lässt, Palästinenser aber nicht, ist gemäß Ihrem Satz das Menschenrecht durch Israel verletzt.

In diesem Fall ist

In diesem Fall ist "Ehrlichkeit" keine Kategorie. Trump spielt wieder mal mit dem Feuer, und man fragt sich, wie beratungsresistent Trump erneut ist, ja mehr noch: Er schert sich nicht darum, welche Instabilität für die gesamte Region er damit forciert - Hauptsache, er setzt sich von seinem Vorgänger ab. Das ist berechenbar wie brandgefährlich...

17:12 von Der Hohe Rat de...

"...das ist doch der beste weg. kein schlauer mensch lässt sich freiwillig von der hamas regieren. dann doch lieber israeli werden und im modernsten staat des nahen ostens leben.
beste lösung - trump ist ein genie.
jetzt müssen nur noch die palästinenser verstehen, das das auch das beste für sie ist."

Es wäre ein Weg - doch weder Netanjahu noch die orthodoxen Israeli werden diesen Weg mitgehen. Bedeutete er doch die Aufgabe jeder Mehrheit ihrer Parteien in Israel. Zwar gibt es palästinensische Stimmen in der Knesseth, aber die spielen im Grunde keine Rolle. Alle Palästinenser als Wahlvolk dagegen würden die Mehrheiten entscheidend verändern.

re der hohe rat

"das ist doch der beste weg. kein schlauer mensch lässt sich freiwillig von der hamas regieren. dann doch lieber israeli werden und im modernsten staat des nahen ostens leben.
beste lösung - trump ist ein genie.
jetzt müssen nur noch die palästinenser verstehen, das das auch das beste für sie ist."

Und müsste nicht auch Israel einverstanden sein?

Wenn nicht, dann war das wohl nix mit Genie ...

@karwandler

"Verlässt er selbst den Boden der Realität."

Vor Jahren haben genau diese Einstaatenlösung schon arabische Israelis diskutiert (Deutschlandfunk) und zum Teil für besser als die Zweistaatenlösung befunden. Mit der Aussicht wegen des schnelleren Bevölkerungswachstums der Palästinenser damit in absehbarer Zeit die Mehrheit in der Knesset zu stellen. Ganz realitätsnah.

Warum nicht?

Dass Trumps Schritt unverantwortlich ist, weil er Öl ins Feuer gießt, ohne in der Sache etwas zu verändern, ist keine Frage.

Aber was die Sache selbst angeht, verstehe ich die Aufregung nicht: Dass Jerusalem die Haupstadt Israels ist, bedeutet doch nicht, dass nicht auch ein Teil von ihr dereinst zur Hauptstadt eines zu gründenden Palästinas werden könnte. Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, bedeutet nicht, gleichzeitig die von Israel postulierte Unteilbarkeit zu akzeptieren.

Ehud Barak hat bei den Verhandlungen in Camp David im Jahr 2000 Gaza, nahezu die gesamte Westbank und Teile Jerusalems zur Gründung eines palästinensischen Staates angeboten. Die Israelis haben damals ihre Entscheidung zwischen Land und Frieden getroffen (und 2005 beim einseitigen Abzug aus Gaza bekräftigt). Wer abgelehnt und die Verhandlungen auf diesem Stand abgebrochen hat, war Jassir Arafat.

aber dann ist es eine Einstaatenlösung

Da der Lösungsvorschlag des Kommentators, die Palästinenser sollten die israelische Staatsbürgerschaft beantragen, nicht durchführbar und damit offenbar ironisch gemeint ist, führt der Artikel den Gedankengang leider auch wieder nicht zu Ende. Man sollte sich also ein Beispiel am ehrlichen Trump nehmen und die Wahrheit beim Namen nennen: Eine Einstaatenlösung ohne Staatsbürgerrechte der Palästinenser ist ein Apartheidstaat. Das ist ein Faktum. Vielleicht haben die USA auch damit kein Problem, aber das sollte man dann schon aussprechen, denn man kann vier Millionen Menschen ja nicht über weitere sieben Jahrzehnte erfolgreich veräppeln. Wir werden hier gerade Zeugen der Manifestation eines furchtbaren menschlichen Unrechts, eines Völkerrechtsverbrechens. Gerade als Deutschen muss sich einem der Magen rumdrehen, Fassungslosigkeit ob der Ungerechtigkeit, Dreistigkeit und Reichweite.

America first?

Der USA fehlt dank Trump das internationale Prestige um diese Entscheidung noch wichtig zu nehmen. Es werden amerikanische Flaggen brennen und irgendwann gibts eine einsame amerikanische Botschaft in Jerusalem. Entweder america first oder global player. Beides geht nicht. Und was sind schom vier Jahre in einem jahrzente langen Konflikt. Der nächste US Präsident wird es wieder zurück nehmen.

Ein gefährliches Unterfangen

Ein gefährliches Unterfangen, was sich gerade auftut. Und diese "Ehrlichkeit" wischt auch den letzten Staub von einem Bild, was sich der Westen aufgetafelt hat. Diese Dissenz kann eine heftige Reaktion der arabischen Staaten hervorrufen. Mich hat heute im Fernsehen die Arroganz einiger israelischer Bürger ob dieser Entscheidung empört. Was mich wundert, ist, dass die deutsche Regierung rechte Gruppierungen in Deutschland bekämpft(was auch richtig ist), aber einer rechtsnationalen Regierung Israel beisteht. Welche Doppelmoral ist das denn?
Man sollte sich der Gefährlichkeit des jahrzehntelangen Konflikts dort unten bewusst werden und gegensteuern. Selbst wenn es ein Wehklagen und Aufschrei in Israel geben sollte, aber mit Ehrlichkeit kommt man weiter. Also ran an den Verhandlungstisch. Zuerst sollte es von deutscher und europäischer Seite keine finanzielle und militärische Unterstützung für Israel geben, die besetzten Siedlergebiete räumen und auf Null setzen, damit Gleichheit herrscht.

@16:58 derkleineBürger

"Zumal das Internationale Recht auf Seiten dieser Unterdrückten ist!"
Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Solange die Welt sich stets den Hals ehrfurchtsvoll zu den USA drehen, werden die um ihr Recht gebrachten Länder nie zu ihrem Recht kommen. Und der Onkel, der Geld und Waffen mitbringt, ist stets gern gesehen.
Wie zahnlos die Staaten der Welt sind, sieht man doch immer wieder, nicht zuletzt am Austritt der USA und Israel aus der UNESCO an, weil sie gewagt hatte, Palästina zu akzeptieren. Welches Land der Welt stellt das Veto-Recht infrage, womit die USA auch gerade israelische Interessen geschützt haben? Wie kann es sein, dass Atommächte das Veto-Recht haben, die das UN-Gericht ablehnen?
.
Im Kommentar fehlt tatsächlich eine Alternative: Terror und Krieg. Und die ist mehr als wahrscheinlich.

Kommentar: Dumm

Ich hätte mir gewünscht dass Deutschland (gerade mit unserer üblen Vergangenheit) sich ein wenig mehr stark macht für Israels Juden. Aber Gabriel hat ja in der Vergangenheit eher das Gegenteil gemacht. Das hätte in den Kommentar gemusst.

Da bewundere ich den Mut von Amerika - ohne diese unsere Vergangenheit trotzdem zu einem so kleinen Volk und dieser Mini-Minderheit im Orient zu stehen! Chapeau!

16:59 von Bergschneider

"...Schon von Anfang haben die Araber bzw Palästinenser jeden Versuch zu einem fairen Frieden abgeblockt. Das fing schon damit an, dass die Araber den Trennungsplan der UNO abgelehnt haben, während Israel sofort zugestimmt hat. ..."

Das stimmt so nicht. Der Trennungsplan sah eine gleichberechtigte Verwaltung ohne jede Vertreibung oder einseitige Besetzung vor - übrigens, ohne die Palästinenser als Alteingesessene Bewohner überhaupt zu fragen.
Die Israelis rissen dagegen sofort alle Regierungsgewalt mit militärischen Mitteln an sich, riefen ihren Staat aus und vertrieben die nunmehr überflüssigen Palästinenser. Lässt sich alles nachlesen.

re: usw

Im Gegenteil! Ich habe nie einen Artikel gelesen, der so voller Vorurteile gegen Israel ist. Die Aussage: "Im Zweifel unterstützten die Amerikaner stets die jeweilige israelische Regierung. Die Kunst ihrer Diplomaten erschöpfte sich meist in dem Versuch, den Palästinsern jede Forderung Israels unterzuschieben." entbehrt jeder Grundlage. Schauen Sie sich mal die verschiedenen Versuche für einen Frieden im Nahen Osten an, bei denen die USA vermittelt haben! Und was hat Obama gemacht? Er hat sich immer wieder gegen Israel gestellt.

Und erst

Und erst, wenn ein ursprünglicher Zustand hergestellt ist, dann kann man von Chancengleichheit reden und alle Parteien an einen Tisch setzen für den Dialog. Eine einseitige Unterstützung für Israel gehäört abgeschafft. Eine Befriedung ist eine erste Aufgabe für die Weltgemeinschaft.

Einstaatenlösung

"Dann würden sie Bürger Israels mit allen Rechten, die dazugehören."
Eine schöne Illusion, die nie wahr werden wird. Jeder israelische Politiker weiß, dass durch das offizielle Einverleiben des Westjordanlandes (wie tatsächlich schon in den 80ern mit den Golanhöhen geschehen) und das Gewähren von Bürgerrechten für all seine Bewohner, die Machtverhältnisse zuungunsten der jüdischen Israelis verschieben würde. Die (ehemaligen) Palästinenser hätten dadurch die Möglichkeit, Israel als zwar säkularen, aber jüdisch geprägten Staat abzuschaffen. Die Juden würden wieder zu einer Minderheit in Israel werden. Das wird keiner ihrer Politiker (abgesehen vielleicht vom linken Rand) zulassen.
Wenn es zur offiziellen Annexion des Westjordanlandes kommen sollte, kann Israel sich entscheiden, ob es ein demokratischer Staat sein, oder ein jüdischer Staat bleiben will (in dem die Minderheit über die Mehrheit herrscht). Es wird sich immer für letzteres entscheiden.

re marcus2

"Vor Jahren haben genau diese Einstaatenlösung schon arabische Israelis diskutiert (Deutschlandfunk) und zum Teil für besser als die Zweistaatenlösung befunden."

Es spielt überhaupt keine Geige, wer oder warum diese Einstaatenlösung diskutiert. Israel macht dabei nicht mit, und basta.

Dumm aber ehrlich

Herr Kühntopp, danke für Ihren Kommentar. Er ist erfrischend ehrlich, aber alles andere als dum. Weiter so!

re: Bergschneider

"Im Gegenteil! Ich habe nie einen Artikel gelesen, der so voller Vorurteile gegen Israel ist."
Glauben Sie wirklich, dass dieser Artikel nur voller Vorurteile ist? Ich denke eher, er beschreibt die Situation und die Hintergründe eher sehr genau und legt den Finger in die Wunde, vor dem sich der Westen und Israel gerne verweigern. Ist nur meine Meinung.

Warum ...

... sollte Trump ein schlechter Freund sein, nur weil er die Hauptstadt anerkennt? Israel hätte ja auch die Möglichkeit gehabt, Tel Aviv zur Hauptstadt zu erklären, provisorisch jedenfalls. Israel wollte es nicht anders.
... wäre es nicht möglich, dass eine Stadt die Hauptstadt von zwei Staaten ist? Jerusalem als Hauptstadt von Israel spricht nicht dagegen, dass der Staat Palästina die gleiche Hauptstadt hat. Die DDR mit Hauptstadt Berlin beanspruchte damit auch nur den Ostteil, nicht ganz Berlin. Geht also.
... macht sich Palästina so von Trump abhängig? Die USA sind nur EIN Staat unter vielen und Trump repräsentiert nicht unbedingt dessen Mehrheitsmeinung.

@MatthiasS Ich hätte mir

@MatthiasS
Ich hätte mir gewünscht (gerade wegen unserer üblen Vergangenheit), dass wir die Palästinenser politisch mehr unterstützen. Nicht nochmals sollte einem Volk ein grosses Unrecht angetan werden.

Kowalski, 17:08

||Ich wüsste nicht, was dagegen spricht, dass alle (Israelis und Palästinenser), überall siedeln können, wo sie möchten. Das ist doch ein Menschenrecht.||

Demnach dürften Sie dann ja auch siedeln wo Sie wollen, z.B. in Polen, Frankreich, der Schweiz, ... ?

Nein, Trump weiss nur das Momentum zu nutzen...

Eine Zweistaatenlösung ist sowieso realpolitisch vom Tisch und das seit Jahren. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass dieser Begriff gebetsmühlenhaft von den meisten Politikerinnen und Politikern verwendet wird.

Wer die Geographie kennt, muss sich darüber im Klaren sein, dass Israel es sicherheitspolitisch niemals zulassen kann, dass das Gebiet Samariens und Judäas (die so genannte Westbank) zum Aufmarschraum für palästinensische Waffen wird. Sollte dies geschehen, ist Israel nicht mehr zu verteidigen.

Der Herrscherwechsel in Saudi-Arabien und die im Jemen sich bereits offen äussernde militärische Konfrontation zwischen dem Iran und Saudi Arabien lassen Riad keine andere Wahl, als die Nähe der USA und Israels zu suchen. Schliesslich haben sich die Russen, die ihrerseits Assad, seines Zeichens enger Verbündeter Teherans, unterstützen, als Partner der Saudis selbst aus dem Rennen genommen.

Der Zeitpunkt für den Schritt, den Donald Trump geht, könnte günstiger nicht sein.

Gitti-Rose, 17:16

||Warum muss eine solch einseitige Provokation auf dem Fuße folgen?||

Die Provokation geht von Trump aus, nicht vom Tagesschau-Kommentator Carsten Kühntopp.

Das Übliche...

Ob Trumps Entscheidung sonderlich klug ist, sei mal dahingestellt, aber Herrn Kühntopps Kommentar ist leider alles andere als um sachliche Bewertung bemüht. Wäre er auch nur halbwegs mit der Situation vertraut, dann wüsste er, dass jeder jüdische Siedler unterschrieben hat, dass er im Falle einer internationalen Einigung im Sinne der Zweistaatenlösung sein Haus und die Westbank zu verlassen hat.
Im Jahr 2000 hat Ehud Barak fast das gesamte Westjordanland (ca. 97%) plus Ostjerusalem angeboten. Abbas hat aber abgelehnt. Der Grund ist einfach aber hierzulande kaum bekannt. Die PA verspricht ihren Leuten seit Jahren, dass sie ganz Palästina bekommen, und dahinter können sie nicht mehr zurück. Es wird mit einer Zweistaatenlösung also niemals Frieden geben können.
Abgesehen davon sind viele Palis in der Westbank bei israel. Firmen angestellt und verdienen dort bis zum Vierfachen ihrer Landsleute. Lässt man den ideologischen Ballast also mal weg, so ist ein Zusammenleben sehr gut möglich.

@17:29 MatthiasS: moralische Verantwortung

Sie haben Recht, Deutschland trägt sehr wohl moralisch aufgrund der Vergangenheit eine besondere Verantwortung, der wir immer wieder gerecht wurden. WIr sind aber in keiner Schuldknechtschaft.
Nur zur Erinnerung: Auch im Judentum gibt es einen Tag der Vergebung und Befreiung von Schulden und Altlasten - also keine ewige Schuld.
ABER: Wenn Deutschland aus seiner Vergangenheit gelernt hat, dann soviel: Dass es keinem Staat erlaubt sein darf, andere Völker zu unterdrücken. Und wenn dies von Seiten der israelischen Regierung so vorangetrieben wird, dann hat Deutschland die moralische Pflicht, alles gegen diese Pläne in Bewegung zu setzen.
Und da schreibt uns kein Land vor, wie Deutschland etwas zu bewerten hat.

Trump spricht nur aus....

was andere nicht einmal zu denken wagen: nämlich dass Jerusalem die natürliche Hauptstadt Israels ist

Dumm aber ehrlich

Klasse Kommentar , Danke Herr Kühntopp

"..Trumps Ehrlichkeit ist, so gesehen, also gut. Denn jetzt begreifen vielleicht auch die Letzten, was in den besetzten Gebieten inklusive Ost-Jerusalem seit Jahren passiert:.."

Gerne weiter so !

Botschaft und religiöse Rechte - wie passt das zusammen?

Der Autor meint, die Verschiebung der Botschaft missachte die religiösen Rechte der Muslime in Jerusalem. Da komme ich offengestanden nicht mehr mit. Ich sehe ja auch keine Notwendigkeit für diese Botschaftsverlegung, die tatsächlich provokativ wirkt. Aber so tun, als sei eine nachhaltige Friedenslösung in Griffnähe und werde nun durch diese Massnahme gefährdet, dazu gibt es wirklich keinen Anlass.

Einseitige und falsche Bewertung

Im Artikel wird die Behauptung aufgestellt, die Entscheidung von Präsident Trump sei dumm, weil sie angeblich eine gerechte Lösung des Konflikts verhindere. Diese Behauptung ist pure Spekulation, da eine mögliche Lösung kronologisch gesehen in der Zukunft gefunden werden wird.

Im Übrigen ist anzumerken, daß die Entscheidung, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen im Einvernehmen mit Israel gefallen ist. Die souveränen Staaten USA und Israel haben natürlich das Recht, selber darüber zu entscheiden, in welcher Stadt sie ihre Botschaften haben wollen. Auch steht es den USA als souveränen Staat und als echten Freund Israels jederzeit frei, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Diese Entscheidung als dumm zu bewerten zeigt, daß der Autor kein Freund von Israel ist.

Zitat

Im Zweifel unterstützten die Amerikaner stets die jeweilige israelische Regierung. Die Kunst ihrer Diplomaten erschöpfte sich meist in dem Versuch, den Palästinsern jede Forderung Israels unterzuschieben.
Zitatende

Das stimmt so nicht

Obama war nicht GANZ so israelfreundlich. Einer, der die Siedlungspolitik scharf verurteilt hat.

Unter ihm waren die Beziehung zu Israel sehr abgekühlt - einer der Wenigen, die Tacheles geredet haben.

Ehrlichkeit?

Waren die Juden jemals in Palästina, solange dort eine muslimische Mehrheit war, gleichwertige Bürger? Sind sie je in einem arabischen Land gleichwertige Bürger gewesen? Hier wird lamentiert, dass die Palästinenser niemals gleichwertige Bürger in Israel sein werden. Gibt es irgendein Anzeichen, dass die Juden bzw. deren Nachkommen, die vor der jordanischen Besetzung der Westbank dort gelebt haben, zurückkehren dürften und dort als gleichwertige Bürger leben dürften? Nein, natürlich nicht. Es ist selbstverständlich, dass alle Nicht-Muslime in muslimischen Ländern nur Bürger 2. Klasse sind. Hat es je ein Angebot von palästinensischer Seite "Land gegen Frieden" gegeben, mit irgendwie verlässlichen Zusagen für Frieden? Das Angebot von Ägypten wurde sofort angenommen, da verlässlich. Die Palästinenser haben immer irgendwie sich vorbehalten, die Juden doch noch ins Meer zu werfen, nachdem sie das Land haben.

Ehrlich??

Sorry, aber was hat das was Donald Trump gemacht hat, mit Ehrlichkeit zu tun?

Trump ist nur an sich selber interessiert. Punkt Ende der Durchsage.

Unehrlicher als das was er als Gründe angibt geht kaum.

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