Kommentare

Die USA - ein Land von Perversen?

Die Einen Ultragläubig, die anderen zerfressen von ihrer Sucht - der Präsident will den nationalen Notstand ausrufen -, wieder andere ergehen sich in Gewaltphantasien zum Schußwaffengebrauch, wollen nicht eine Patrone weniger zu Hause lagern, die Politik so korrupt, daß sie sich sogar für wenige Groschen von Russland kaufen läßt, jetzt werden die sexuellen Entgleisungen von Spitzenpersonal im Kulturbetrieb offenbart,
reihenweise Mißbrauch und Schutzalterverletzung.
Wo ist nur das tolle Amerika meiner Kindheit und Jugend hin? Wo sind denn die positiv gestimmten "Geschichten aus der neuen Welt", die Heldenhaft Guten aus den Serien?

"Wo ist nur das tolle Amerika

"Wo ist nur das tolle Amerika meiner Kindheit und Jugend hin? Wo sind denn die positiv gestimmten "Geschichten aus der neuen Welt", die Heldenhaft Guten aus den Serien?"

In Italien (Leider nur dort) gab es einen Comic über USA, höchst ironisch, wenn nicht sogar zynisch.
Nur, was korrupte Politiker trifft, Russland, Gesetze und sexuellen Entgleisungen kann man auch hier und da zu Hause antreffen (ausgenommen Waffen, aber der eine oder der andere Bürger lagert da auch sein Keller voll). Gut, wie aber alles, in USA ist alles viel größer...

die Politik so korrupt, daß sie sich sogar für wenige Groschen v

Russland kaufen läßt"... moment mal! Wie ist das mit gerichtsfesten Beweisen dafür?

Am 04. Dezember 2017 um 06:56 von Theodortugendreich.

Ich würde sagen, das Sie zu weit gehen. Vor allem sind uns die Nachfahren von Senator McCarthy bis jetzt jeglichen Beweis für ihre ständigen Behauptungen schuldig geblieben...

Man hat den Eindruck, das die Amis inzwischen ihre eigenen Propaganda-Lügen selbst glauben und zum Fakt erklären, denn Beweise, die einen "Verrat" eindeutig belegen hat wohl noch niemand gesehen.

Wenn es Regierungen und auch Anwärtern ... verboten ist, mit denen zu reden, mit denen man Probleme hat um sie auszuräumen, braucht man keine Außenpolitik mehr betreiben. Das ist doch absurder Schwachsinn.

07:11 von Bowerman

Was hat Ihr Beitrag mit dem Chef der Met zu tun?

Vorverurteilungen und der Mißbrauch von "Mißbrauch"

Man weiß mal wieder gar nichts und schon wird der Verdächtige wieder verurteilt. Aus dem Artikel erfährt man auch nichts außer des Verdachts.
War es wirklich Mißbrauch gegen den Willen der damaligen Teenager?? In den 60ern - da war Levine Anfang 20, scheinbar schwul - und Minderjährige damals unter 21... also vielleich ein 18 oder 20jähriger hatte Sex mit einem 22 oder 24jährigen? Kann sein, wie gesagt, wir wissen nichts... und dass junge Männer wie Frauen generell anziehend auch auf Erwachsene wirken zeigt uns die Werbung tagtäglich... wenn sexuelle Attraktion von Jugendlichen strafbar wäre, müssten alle Models unter 18 verboten werden. Alles voll von Doppelmoral...
Wie gesagt, dass soll wirklich keine Entschuldigung für Grenzüberschreitung oder gar Mißbrauch sein, das geht gar nicht, aber erst mal die Fakten abwarten, und dann klarer sehen...

Das Ende des Raubrittertums

Nun Faktum scheint wohl zu sein das es diese Verfehlungen wohl immer gegeben hat. Scheinbar wurden sie über Jahrzehnten oder gar immer als normal betrachtet.
Nun werden sie öffentlich diskutiert und verurteilt. Und das ist gut so. Das sollte überall so sein. Nicht nur in Amerika. Anscheinend finden Normen und Werte wieder Eingang in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nach Jahrzehnten des Raubrittertums.

06:56 von Theodortugendreich

Wo ist nur das tolle Amerika meiner Kindheit und Jugend hin?
.
vielleicht hat sich nur der Blick geändert
fort von den Märchen für Kinder, hin zur Realität der Erwachsenen

Vorverurteilung

Erschreckend, dass immer öfters die juristischen Spielregeln außer Kraft gesetzt werden. Wennn wir dazu übergehen, dass prinzipiell Anschuldigungen (ob berechtigt oder nicht!) dazu führen, dass Menschen (vermeindliche Täter sind das nämlich auch) eine höhere Strafe gesellschaftlich zahlen müssen, als wenn die Angelegenheiten vor Gericht geklärt werden, dann sind wir nicht mehr weit weg von Hexenjagd und Ketzerverfolgung.
In einem modernen Staat geht das nicht. Hierzulande bekommt jemand lebenslang, dh 15 Jahre bei nachgewiesenem (!!!!!) Mord. UND ist danach reputiert, hat eine zweite Chance. Wenn es jetzt reicht jemanden mit Kindesmißbrauch in Verbindung zubringen, um ihn gesellschaftlich zu ächten inkl. Jobverlust, DANN sind wir auf einer ganz schiefen Bahn. Wer sagt, wer BEWEIST, dass die Behauptungen stimmen? Was ist mit vernünftiger, emotionsfreier Betrachtung um Tatsachenfeststellungen zu betreiben? Sind das nicht nur Gerüchte und Fakenews mit schlimmsten Folgen?

@bowerman@07:11

So sehe ich es auch:
"
Wenn es Regierungen und auch Anwärtern ... verboten ist, mit denen zu reden, mit denen man Probleme hat um sie auszuräumen, braucht man keine Außenpolitik mehr betreiben.
"
In diesem Punkt ist man mE weit zurückgefallen
... weit hinter Egon Bahr
... weit hinter Bismarck
... weit hinter das Mittelalter, auch dort hatte man zu seinen Feinden legalen Kontakt
... und der Parlamentär des Gegners war hochangesehen und geschützt
... und man könnte noch weiter zurück gehen

Rechtsstaat ade?

Was ist eigentlich aus dem rechtsstaatlichen Verfahren geworden, das es früher einmal gab? Und der Unschuldsvermutung? Vorwürfe sind zunächst einmal Vorwürfe. Haben wir nicht gelernt, dass es nur auf Beweise ankommt, bevor man jemanden bestraft? Die Vorwürfe stammen aus den 60er bis 80er Jahren, sind also zum Teil 50 Jahre alt. Es ist schlimm, wenn jemand Minderjährige missbraucht, aber sollten wir nicht erst das Ergebnis der Ermittlungen abwarten, bevor wir uns ein Urteil bilden?

und ich dachte immer

sehr bedauerlich, aber
... irgendwann ist auch das schlimmste Verbrechen verjährt?
... irgendwann sollte man einen alten kranken Menschen in Ruhe lassen, der der Welt sehr viel gegeben hat?
... irgendwann hat diese Kampagne das Zeug zu einer modernen Hexenjagd.
... irgendwie habe ich den Eindruck, dass ausschliesslich prominente Persönlichkeiten sich vor Jahrzehnten etwas haben zu Schulden kommen lassen.
Kann man nach so vielen Jahren eine Verfehlung gerichtsfest beweisen?

@Theodortugendreich - Alles beim Alten.

06:56 von Theodortugendreich:
"Wo ist nur das tolle Amerika meiner Kindheit und Jugend hin?"

Ich weiß nicht, wie viele Jahre Ihre Kindheit zurückliegt, aber ich vermute, dass sich die USA in dieser Zeit weniger geändert habe, als Ihre Wahrnehmung.

Und Kindesmissbrauch ist leider allgegenwärtig - das war schon immer so und wird es auch immer sein.

Beschulgigungen

Sind nach so vielen Jahren sind schwer nachzuvollziehen. Wie gross ist die Gefahr von Triťtbettfahrern, die sich evtl. Vorteile verschaffen wollen?

skeptisch

Wieso erst eine Anschuldigung nach Jahrzehnten? Waere der vermutliche Taeter ein armer Schlucker, weder prominent noch mit Geld, gaebe es wohl keine Beschuldigung. Und was ist mit Verjaehrungsfristen. Sehr "misterioes" und sehr "amerikanisch". Aber auch Deutschland ist auf dem besten Weg in diese Verhaeltnisse. Mein in zwischen verstorbener Ex-Schwiedervater sagte mir einmal, er fahre nie alleine mit einer Fau im Fahrstuhl und habe schon oft deshalb den Fahrstuhl verlassen. Er war weder besonders reich noch beruehmt, aber Dozent an der TU-Muenchen und kannte Faelle von Kollegen, wo Studentinen, um in Pruefungen zu bestehen androhten eine entspechende "Beschuldigung" vorzubringen.Bei uns in Brasilien hat sich diese Unsitte wenigstens noch nicht ausgebreitet. Aber da gibt es auch nich dieses unendliche Heer von "beschaeftigungslosen' Juristen.

Gruss aus Brasilien

Schuldig bis zum beweis der Unschuld

Wenn man in den USA jemanden nicht mag, reicht es offensichtlich einfach sexuelle Belästigungsvorwürfe zu veröffentlichen. Der Beschuldigte wird dann zunächst bestraft, kann sich aber - sollte es ihm gelingen seine Unschuld zweifelsfrei zu beweisen - später zumindest darauf ausruhen, dass es zu Unrecht war. Der entsprechende, verlorene Ruf, Job, Freunde, Familie wird selbstverständlich nicht wiederhergestellt.

Rechtsstaat geht anders.

Langsam wird es albern

Was sind sexuelle Übergriffe? Vergewaltigung? Warum zeigt man das dann nicht an? Damit 30 oder 40 Jahre zu warten und dann groß auftrumpfen um möglichst viel Geld zu erstreiten ist mehr als fraglich. Es ist mittlerweile soweit gekommen das alleine eine ausgesprochene Anschuldigung reicht um einen anderen fertig zu machen.

Warum jetzt?

Es ist ja richtig, dass sexueller Missbrauch zu verurteilen ist und jeder Fall ist ein Einzelfall, der genau untersucht werden muss. Aber wieso melden sich zur Zeit so viele Opfer erst nach 30, 40 oder sogar mehr Jahren? Wenn ich jetzt hier im Falle Levine höre, dass sich Opfer aus den sechziger Jahren melden, da war er ja selbst fast noch minderjährig.

International

Die Missbräuche, Nötigungen oder Vergewaltigungen betreffen ja nun nicht exclusiv bloß die USA, ich wünsche und hoffe allerdings dringend, dass aktuelle Täter nicht erst nach Jahrzehnten die entsprechenden Konsequenzen hinnehmen müssen oder bestraft werden.
Das wäre nicht nur juristisch und moralisch notwendig, sondern würde auch jede Art von Zweifel oder Relativierungen unmöglich machen.

Am 04. Dezember 2017 um 06:56 von Theodortugendreich

" Wo ist nur das tolle Amerika meiner Kindheit und Jugend hin? Wo sind denn die positiv gestimmten "Geschichten aus der neuen Welt", die Heldenhaft Guten aus den Serien? "

Dieses tolle Amerika hat es noch nie gegeben, Tellerwäscher zum Millionär musste man schon immer bissel mehr tun als erlaubt oder schicklich ist.

Sie sollten mal ein wenig Literatur kaufen von Romanen bis zu historischen Erzählungen, noch gibt es ja einiges gedruckte auch über Geschichte und da wird Ihnen dann was auffallen.
Nirgends wird die USA so angehimmelt wie in Deutschland, warum auch immer das so ist.
Die USA war nie der Gute Onkel sonder macht nur das was Ihr zum Vorteil gereicht, netten Autor kann ich empfehlen " Irwin Shaw "

Viel Spaß beim Lesen.

Gruß

Onkel Toms Hütte war

früher ein schönes kinderbuch. heute nennt man es rassismus pur. auch willi buschs bücher sind heute sadismus und mehr

um 08:31 von hans mustermann

Recht haben Sie. Allein die Anklage des sexuellen Missbrauchs/Vergewaltigung reicht heute schon aus, um Menschenleben zu zerstören - auch wenn sich die Anklage im Nachhinein als komplett erlogen erweist. Beispiele dafür gibt es mittlerweile genug.

Zu verdanken haben wir das, meiner Meinung nach, dem radikalen Feminismus. Echte Straftaten sind in jedem Fall zu ahnden, davor muss aber IMMER ein Prozess stehen, der diese überhaupt erst beweist.

Immerhin: wir im Westen sind offener und ehrlicher

in der Aufarbeitung und vor allem Aufklärung von Missbrauch, Gewalt, Amtsmissbrauch usw. als alle anderen Systeme. Und das ist es, was uns ausmacht, und worauf wir zurecht stolz sein dürfen. Von Peking bis Moskau, von Mumbay bis Riad sucht man dies vergeblich. Auch dort gibt es massenhaft Opfer, aber über die spricht keiner. Es kommt nie ans Tageslicht. Hier schon. Und das ist gut so!

@Theodortugendreich - In den USA werden Probleme angesprochen

Ich denke man macht es sich zu leicht, wenn man denkt sexuelle Belästigung und Missbrauch durch Menschen in Machtpositionen gäbe es nur in den USA.
.
Die USA sind ein Land in dem Probleme laut angesprochen werden. Bisher konnte man das beim Thema Rassismus gut beobachten - nun wird auch endlich über sexuellen Missbrauch und Belästigung gesprochen.
Ich würde also darauf tippen, dass der Unterschied zwischen den USA und uns eher ist, dass wir Probleme gerne totschweigen oder Minderheiten ungern zuhören.

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