Kommentare

Wladimir Putin,Recep Tayyip

Wladimir Putin,Recep Tayyip Erdogan & Hassan Rouhani kennt man,ebenso Baschar al-Assad.
Man weiß welche Funktion sie haben,man weiß ungefähr deren Vorstellung eines Staatsgebildes,man weiß,welche Staatsangehörigkeit sie haben & man kennt einiges von denen aus deren Vergangenheit - aber wer ist die
"syrische Opposition" ?

Was haben die vorher gemacht,bevor die nach Riad hin sind? Politiker,Warlords,Führungsriege von Milizen oder irgendwas anderes ?
Sind das überhaupt Syrer ? Wenn ja,wann waren die das letzte Mal in Syrien ? Wissen die überhaupt,wie das Zusammenleben da (wo es friedlich ist) funktioniert?

Was wollen die überhaupt für Syrien? "Assad muss weg" - einzige Aussage - mehr kam da noch nicht.
Statt Assad einen König/Emir/Kalifen krönen?
Statt einem säkularen Staat ein ultra-religiöses wahhabitisches Staatswesen?
Außenpoltische Vorstellungen? Strenge Unterwerfung unter Saudi-Arabien?
-> könnte hinkommen,denn säkularen Demokraten wird Riad wohl kaum ein Zuhause bieten...

Bitte die Kämpfer beim Namen nennen

Der Iran unterstützt Assad seit Jahren mit tausenden "Militärberatern" der Revolutionsgarden. Zudem kämpfen Tausende schiitische "Freiwillige" aus dem Iran, Irak und Afghanistan auf Seiten der Regierungstruppen.

Dem öffentlich-rechtlichen Medium gestehe ich seine vornehme Zurückhaltung zu. Ich selbst darf aber hoffentlich etwas weiter gehen und die ausländischen Kämpfer als das zu benennen, was sie in meinen Augen sind: Söldner. Söldner, die gegen das syrische Volk Gewalt ausüben um die syrische Militärdiktatur an der Macht zu halten.

Aller guten Dinge sind drei

Putin, Erdogan und Rouhani bestimmen über die Zukunft Syriens? Da wird mir ja Angst und Bange. Wer vertritt da die Demokratie? Oder ist die für Syrien gar nicht gewünscht? Bei den Regionalmächten, die hier dem syrischen Volk ihre Vorstellungen nahe bringen?

Für diesen Prozess kann Syrien von Südafrika lernen.

Das Land braucht dafür nämlich eine Wahrheitskommission - und die Wahrheit fängt bei der Aufklärung der Nagelbomben- und Giftgasangriffe gegen die Zivilbevölkerung an.
Offensichtlich hat Assad mit alldem ja nichts zu tun. Dann kann er doch schon einmal mit einem solchen Angebot beginnen, seine Position auch nach Innen zu stabilisieren und den inneren Frieden wiederherzustellen.
Oder sollte es bei den Akteuren tatsächlich jemanden geben, der etwas gegen Wahrheit hat?

Syrien wird nicht aufgeteilt

Gemeinsam wurde die Unteilbarkeit Syriens als gemeinsames Ziel erklärt. Das ist vernünftig. Damit durchkreuzt man (wie auch im Irak) die "Strategie-Spielchen" anderer Akteure, die Syrien nur als Gegenstand ihrer eigenen Interessen betrachten.

Mit den Folgen, in Form von Millionen Flüchtlingen, haben dann die Nachbarländer oder auch die Europäer zu leben. Deshalb sind diese Treffen von unschätzbarem Wert. Damit wird auch ein Zeichen für die Zukunft gesetzt. Man lässt nicht mehr zu, dass andere die Region nach ihren Vorstellungen gestalten. Wünsche jedenfalls viel Erfolg!

Da steht der "Westen"

jetzt ziemlich belämmert abseits.

Es war eben keine gute Idee, sich auf ein "Assad muss weg" als Vorbedingung festzulegen.

Ausgerechnet Putin und Erdogan...

...sprechen sich für freie und demokratische Wahlen aus? Ich wünsche den Syrern natürlich demokratische Stabilität, wie jeder Nation unseres Planeten, aber Putin und Erdogan? Das gehört auf die Satire Seiten der Zeitungen. Genauso gut könnte man sagen, Trump setzt sich für die bekämpfung von Hunger in dritte-Welt-Länder ein... Unglaubwürdig, wie ich finde

@ Mustafa Schulz-Gülen

Sie schrieben:
"Da wird mir ja Angst und Bange. Wer vertritt da die Demokratie? Oder ist die für Syrien gar nicht gewünscht?"
Was haben denn immer alle mit ihrer "Demokratie"? Die Erfahrungen, die man diesbezüglich mit Libyen, Ägypten, Irak und vielen afrikanischen Staaten gemacht hat, zeigen doch, dass mit der "Demokratisierung" dieser Staaten die Probleme oft größer statt kleiner werden.

20:09 von karwandler

"Assad muss weg"
.
vor allem ohne Konzept, was kommt danach
Zustände wie in Irak oder Libyen ?

Am Ende die Wende!

Natürlich gibt es noch keinen Frieden, und vielleicht wird es niemals dort einen geben,
aber! Wenn Ankara, Teheran, Damaskus und Moskau sich stärken und beieinander bleiben, wird auch der Irak Interesse zeigen! Moskau wird seinen Bereich enorm erweitern, ohne die USA zu fragen! Aber sie werden zumindest informiert, über dass, was geschehen ist!

' Die Friedensbringer '

So verschieben sich die Kräfte im Nahen und Mittleren Osten. Amerika hat seine Kräfte gebündelt und sich auf Fernost konzentriert. Europa beschäftigt sich nur mit sich selbst. Jedoch Gas und Öl kommen für einen Großteil aus diesem Raum. Europa kann sich nicht abhängig machen von einem Lieferanten. Es wird Zeit das Europa eine eigenständige Politik macht.

Mustafa Schulz-Gülen@

"Wer vertritt da die Demokratie? Oder ist die für Syrien gar nicht gewünscht?"
//
Habensie nicht gelesen?
Die werden von Saudi Arabien verdreten!

Putin & Erdogan = schlecht?

Jede Anstrengung, die unternommen wird um das Leid der Menschen dort zu lindern, ist gut und wichtig. Man muss nicht alles was mit Erdogan oder Putin zu tun hat gleich ins negative ziehen, nur weil es die aktuelle Medienlandschaft auch überwiegend tut. Ich würde mich freuen wenn da überhaupt jemand was hinbekommt - seit Jahren scheinen wir ja alle unfähig zu sein!

20:22 von Sisyphos3

Absolut zutreffend. Ohne Assad läuft erst mal nichts. Soviel Weitsicht sollte man schon mitbringen.

Tandem Putin-Erdogan

Dass sich Russland und die Türkei wieder gut verstehen ist zu begrüßen. Das ist eine win-win-Situation. Davon wird auch die ganze Region profitieren. Man sollte dieses Gebiet nicht geldgierigen Rohstoffjägern überlassen. Viel wichtiger sind die dortigen Menschen.

@ karwandler 20:09

„Da steht der "Westen"
jetzt ziemlich belämmert abseits.

Es war eben keine gute Idee, sich auf ein "Assad muss weg" als Vorbedingung festzulegen.“
-
Als hätten Sie’s gewusst.

die aktivitäten

gehen klar von Putin aus. erst Assad empfangen, soz. "auf linie gebracht", heute Erdogan und Rouhani empfangen für den nächsten baustein.

ich weiss, dass die mehrheit der nutzer hier Putin nicht mag, auch ich habe einen gesunden respekt, aber Putin (u.a.) wird innerhalb kürzester zeit schaffen, woran USA und der rest Europas schon seit jahren rumdoktorn und zu keinem ergebnis kommen. die syrischen flüchtlinge wird es freuen, wenn sie wieder nach hause dürfen, in ihr friedliches Syrien.

Natürlich verfolgt Russland eigene Ziele und Interessen,

aber dies tut doch die USA und die EU auch.
Die EU wollte nicht mit Russland zusammen arbeiten. Gut.
Jetzt sucht sich Russland seine Partner wo anders.
Hier zeigt sich Russland Diplomatie.
Auch wenn sie bei einigen Themen mit ihren Partnern nicht immer eins sind, versuchen sie immer in den Dingen dann den Konsens zu finden wo sie Gemeinsamkeiten haben.

@friedrich peter... 20:29

"Es wird Zeit das Europa eine eigenständige Politik macht."

meine rede seit langem, auch wenn ich es etwas differenzierter sehe wie sie. vor allem was gas und öl angeht.

was es vor allem bedarf ist eine abnabelung, bzw. emanzipierung vom US-finanzmarkt. es kann ja nicht angehen, dass der schluckauf einer aktie an der NY-Börse Europa in den abgrund reisst. sicher, die märkte sind global, aber trotzdem kann man gegensteuern.

Für den Diktator gibt's keinen Recall

@ barbarossa2:
Absolut zutreffend. Ohne Assad läuft erst mal nichts.

Stimmt. Zumindest nicht ohne seinen Rücktritt.

Am 22. November 2017 um 19:41 von Mustafa Schulz-Gülen

Ist Ihnen folgende Zahl bekannt?
93% der Islamistischen Terroristen, einschließlich derer, die als "gemäßigt firmiert haben" waren keine Syrer.

Schöne Worte

Volkskongress, Verfassungsreform, freie Wahlen... Klingt alles traumhaft, aber wie soll all das zum Tragen kommen unter der Herrschaft eines Diktators, der sich schwerster Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig gemacht hat? Wer soll eine funktionale und in Syrien mitwirkende Opposition darstellen? Eine solche gibt es nicht und sie hätte niemals die leiseste Chance sich zu formieren.
Einfach nur zynisch.
Wenn es nur die Erklärung wäre, dass man endlich mit dem leidvollen Malträtieren der Bevölkerung aufhören will, wäre es schon erfreulich, aber selbst das widerspricht dem alltäglichen Geschehen in Syrien.

@ Spirit of 1492

Was haben denn immer alle mit ihrer "Demokratie"?

Keine Ahnung. Vielleicht bevorzugen einige Foristen die Demokratie gegenüber der Diktatur.
Syrien ist seit der Machtübernahme der Familie Assad 1970 eine Diktatur. Die drei Herren auf dem Foto haben meines Erachtens wenig Interesse daran, das zu ändern.

@ Bowerman

Ist Ihnen folgende Zahl bekannt?
93% der Islamistischen Terroristen, einschließlich derer, die als "gemäßigt firmiert haben" waren keine Syrer.

Nein. Haben Sie einen Beleg?
Die meisten der aus dem Ausland geschickten Revolutionsgardisten waren vermutlich auch keine Syrer.

@ benni0279

Die EU wollte nicht mit Russland zusammen arbeiten. Gut. Jetzt sucht sich Russland seine Partner wo anders.

Ist doch ok. Jetzt arbeitet Putin mit Erdogan zusammen. Das passt doch.

@ Bowerman 21:11

„Ist Ihnen folgende Zahl bekannt?
93% der Islamistischen Terroristen, einschließlich derer, die als "gemäßigt firmiert haben" waren keine Syrer.“
-
Ich weiß nicht, welcher Meinungsblase Sie diese Zahl entnommen haben, aber spricht sie doch dafür, dass die Syrer nichts mit der „islamistischen Sache“ am Hut haben und im März 2011 mit friedlichen Demonstrationen lediglich einen mit Gewalt herrschenden Diktator aus dem Amt treiben wollten.

Am 22. November 2017 um 20:17 von Michidth

Gepflegte Russophobie, basierend auf nicht-Wissen und Mainstream.

Volkskongress

Klingt gut. Ob die drei Herren das ernst meinen?
Denn wenn da das Volk wirklich mit von der Partie ist, ist Assad weg von der Macht. Der alawitische Assad-Clan hat die sunnitische Bevölkerungs-Mehrheit über 40 Jahre lang politisch entmündigt und mit seiner Geheimpolizei unterdrückt.

Wir Sofa-Revoluzzer@

"Ist doch ok. Jetzt arbeitet Putin mit Erdogan zusammen. Das passt doch."
///
Wie sie meinen.
EU und Russland wäre mir persönlich lieber gewesen, aber die EU arbeitet ja nach Anweisung von Übersee!

Am 22. November 2017 um 21:23 von Wir Sofa-Revoluzzer

Zitat:
"Ist doch ok. Jetzt arbeitet Putin mit Erdogan zusammen. Das passt doch."

Stimmt - zumindest, was Syrien betrifft.

Vielleicht können diese drei Länder (Russland, Türkei, Iran) wirklich etwas Positives für Syrien erreichen, ich hoffe es für die Syrer.

Wir Sofa-Revoluzzer@

"Syrien ist seit der Machtübernahme der Familie Assad 1970 eine Diktatur. Die drei Herren auf dem Foto haben meines Erachtens wenig Interesse daran, das zu ändern."
///
Komisch nur das Jahrelang die Wertegemeinschaft dies nicht gestört hatte und sogar hatten sie dankent die Fachkräfte in den Folterkeller in Syrien in Anspruch genommen.

Am 22. November 2017 um 20:46 von pxslo

Man sollte dieses Gebiet nicht geldgierigen Rohstoffjägern überlassen. Viel wichtiger sind die dortigen Menschen.

Der ist gut,Sie meinen es giebt keine geldgierigen Rohstoffjägern ,in Russlan Turkei oder Iran lol

@19:45 von Mustafa Schulz-Gülen

"Putin, Erdogan und Rouhani bestimmen über die Zukunft Syriens? Da wird mir ja Angst und Bange. Wer vertritt da die Demokratie?"

Die 3 sicher nicht!
Über die Situation in den durch die Demokratischen Kräften Syriens (SDF) vom IS befreiten Gebieten wird leider in den hiesigen Medien wenig berichtet. Kobane füllte einst die Schlagzeilen, aber wie ging es dort weiter?

Die Kurden haben erfolgreich gegen den IS gekämpft und sollen jetzt auf Wunsch der Türkei ausgeschlossen werden?
Salih Müslüm, der ehemaligen Co-Vorsitzenden der PYD sagt dazu unter anderem (den Text können Sie googeln):
"Unser Modell basiert auf einem demokratischen System, das von unten nach oben funktioniert. Also eine Demokratie die nicht von oben, sondern von der Lokalbevölkerung gestaltet wird. Genau dies ist das Fundament des demokratischen Konföderalismus."
Wenn Erdogan im Zusammenhang mit kurdischen Organisationen von Terroristen spricht, sollte er sich mal an die eigene Nase fassen.

Gänsefüßchen

Das ist ja mal ein richtiger Gänsefüßchen-Artikel. Ich zähle 16 Begriffe in Gänsefüßchen.

@21:26 von Makdous

"..., dass die Syrer nichts mit der „islamistischen Sache“ am Hut haben und im März 2011 mit friedlichen Demonstrationen lediglich einen mit Gewalt herrschenden Diktator aus dem Amt treiben wollten."

Die 2011 gegründete syrische Oppositionsgruppe "Nationales Koordinationskomitee für Demokratischen Wandel" hatte und hat nicht den Krieg gegen Assad zum Ziel, sondern will mit politischem Druck die syrische Regierung zum Wandel und zum Dialog mit der Opposition bringen.
Mitglieder in dieser Oppositionsgruppe sind neben der syrischen Kurdenpartei PYD 12 weiter Parteien.

Am 22. November 2017 um 21:37 von Wir Sofa-Revoluzzer

Ihren Anmerkungen entnehme ich, dass Sie nur die vom Mainstream gefertigte und von Emigranten hier in Deutschland teilweise aggressiv vorgetragene Meinung kennen. Lassen Sie sich gesagt sein das es vor Ort anders klingt, als man ihnen Weisgemacht hat.

...ohne die USA....

...ohne die USA....

@ Bowerman

Lassen Sie sich gesagt sein das es vor Ort anders klingt, als man ihnen Weisgemacht hat.

Und woher wollen Sie das wissen?
Wie wollen Sie begründen, dass nicht gerade Ihre Sicht der vorgefertigte Mainstream ist?

Gefährliche Entwicklungen im Nahen Osten

Der Iran hat in den vergangenen Jahren seinen Einfluss im arabischen Raum massiv ausbauen können.

Mit dem Sturz Saddams haben die Schiiten faktisch die Kontrolle über den Irak übernommen. Auch in Syrien hat der rücksichtslose Zurückeroberungsfeldzug von Präsident Assad seine Abhängigkeit gegenüber Iran massiv ausgebaut. Iran plant eine große Militärbasis in Syrien, siedelt Schiiten in den arabischen Städten Syriens an und kontrolliert über seine Milizen zunehmend die Öl und Gasvorkommen der Region. Das hat das empflindliche Gleichgewicht nachhaltig gestört und bringt langfristig kein Frieden mit den sunnitischen Araber, die in Syrien und im Irak überhaupt nicht mehr politisch vertreten sind.
Schlimmer noch unterstützt der Iran massiv die Hizbullah, welche zunehmend zur Bedrohung für Israel werden, verfügen die Kämpfer doch über Erfahrung, Waffen und Nachschub über Syrien und den Irak.
Wir sollten uns darauf vorbereiten Israel zu unterstützen sollte ein Krieg vom Zaun brechen.
MfG

@ benni0279

Komisch nur das Jahrelang die Wertegemeinschaft dies nicht gestört hatte und sogar hatten sie dankent die Fachkräfte in den Folterkeller in Syrien in Anspruch genommen.

Was verstehen Sie unter "Wertegemeinschaft"? Die Herren auf dem Foto?

@ pxslo

Man sollte dieses Gebiet nicht geldgierigen Rohstoffjägern überlassen. Viel wichtiger sind die dortigen Menschen.

Das ist genau auch meine Kritik an den drei Politikern auf dem Foto.

@ claudio_an_ostern

Für diesen Prozess kann Syrien von Südafrika lernen.

Und zwar, dass es nach dem Ende der syrischen Diktatur einen demokratischen Neustart geben kann.

Am 22. November 2017 um 22:14 von 9mm parabellum

9mm parabellum ... keine Fragen.

Orthografische Feinheiten

@ Gerd Kauschat:
Das ist ja mal ein richtiger Gänsefüßchen-Artikel. Ich zähle 16 Begriffe in Gänsefüßchen.

Ist das Ihrer Meinung nach gut oder schlecht?

Vermutlich keine Demokratie

@ Juergen:
Vielleicht können diese drei Länder (Russland, Türkei, Iran) wirklich etwas Positives für Syrien erreichen, ich hoffe es für die Syrer.

Drei, die in ihrem jeweiligen Land die Demokratie immer weiter abbauen, werden sich für Syrien vielleicht ein stabiles Machtsystem ausdenken. Aber gewiss keine Demokratie.

9mm parabellum@

"Was verstehen Sie unter "Wertegemeinschaft"? Die Herren auf dem Foto?"
///
Das sollten sie Frau Merkel fragen, die doch immer von uns als Wertegemeinschaft spricht!

@ Spirit of 1942

Was haben denn immer alle mit ihrer "Demokratie"? Die Erfahrungen, die man diesbezüglich mit Libyen, Ägypten, Irak und vielen afrikanischen Staaten gemacht hat, zeigen doch ...

Ich möchte vermuten, Sie selbst leben in einem Land, in dem Demokratie herrscht.
Kennen Sie die Redensart: "Wasser predigen und Wein trinken"?

Hat das was mit Syrien zu tun?

@ benni0279:
Das sollten sie Frau Merkel fragen, die doch immer von uns als Wertegemeinschaft spricht!

Ja?
Und wo ist jetzt der Zusammenhang zu Putin, Erdogan und Konsorten?

Zur Geschichte, aus "katholisches.info"/ 21:21 von Wir Sofa-Rev.

Erzbischof Jeanbart.
2011 brachen die Kämpfe sunnitischer Kreise gegen die syrische Regierung aus, die von islamischen Dschihad-Milizen kontrolliert werden, wie dem Islamischen Staat (IS) und Al-Nusrah. Die Christen werden ermordet, vertrieben oder müssen sich dem demütigenden Dhimmi-System des Islam unterwerfen, das sie zu rechtlosen Menschen zweiter Klasse macht.
Auf einen solchen Schritt des Westens [Eingreifen Russlands zugunsten Syriens] habe man vergeblich gewartet.
Der Unterschied zu anderen Staaten liege jedoch darin, daß Rußland konkret zugunsten der Christen eingreift.

israelnetz.com: "Verantwortlich für Mord und Totschlag seien aus aller Welt nach Syrien geströmte Terroristen. „Sie haben schon so viele Unschuldige getötet, Männer, Frauen und Kinder.“ Die Kritik des Erzbischofs ist dabei vor allem gegen den Westen gerichtet: „Wenn Sie uns wirklich helfen wollen, dann beenden Sie endlich diesen Krieg und lassen uns Christen weiter in unserer Heimat Syrien leben.“

@ Bowerman 21:57

„Ihren Anmerkungen entnehme ich, dass Sie nur die vom Mainstream gefertigte und von Emigranten hier in Deutschland teilweise aggressiv vorgetragene Meinung kennen. Lassen Sie sich gesagt sein das es vor Ort anders klingt, als man ihnen Weisgemacht hat.“
-
Wenn sich Meinungen oder Darstellungen in einer gewissen Masse (Mainstream) ähneln oder gleich darstellen, sollte man eine Portion Wahrheit in Erwägung ziehen.
Dass syr. Migranten ihre (solche) Meinung / Darstellung hier in Deutschland aggressiv vortragen bestreite ich aus persönlicher Erfahrung sehr. Ihnen sitzt nämlich selbst hier in Deutschland die Angst vor den syrischen Geheimdiensten tief im Nacken und fast jeder bangt um seine Angehörigen in der Heimat.

@ 9mm parabellum

Drei, die in ihrem jeweiligen Land die Demokratie immer weiter abbauen, werden sich für Syrien vielleicht ein stabiles Machtsystem ausdenken. Aber gewiss keine Demokratie.

Ooops, voll auf die 12.
Gute und treffende Kommentare. Danke.
Gut zu sehen, dass nicht alle vor den Potentaten kuschen.

@Michidth - Demokratie nach eigenem gusto.

20:17 von Michidth:
"Ausgerechnet Putin und Erdogan sprechen sich für freie und demokratische Wahlen aus?"

Wer sonst soll es tun?
Die selbsternannten Demokratien haben mit ihrem "Assad muss weg!" ja bereits gezeigt, dass sie in diesem Fall die diktatorisch anmutende Fremdbestimmung bevorzugen. Von daher können Putin & Co getrost auf die demokratische Entscheidung pochen, denn sie wissen die Mehrheit des syrischen Volkes auf ihrer Seite.

@9mm parabellum

22:23 von 9mm parabellum:
"Drei, die in ihrem jeweiligen Land die Demokratie immer weiter abbauen, werden sich für Syrien vielleicht ein stabiles Machtsystem ausdenken. Aber gewiss keine Demokratie."

In Sachen Abbau der Demokratie sind uns die drei schon ein paar Schritte im voraus. Für Syrien kann es aber egal sein, welches politische System installiert wird, solange das Land dadurch stabilisiert wird.

Inge N.,

die PYD ist eine von der Welt anerkannte Terrororganisation. Sie ist der syrische Ableger der PKK, die in der Türkei 40 Jahre für Angst,Terror und Verfolgung gesorgt hat. Die Mitglieder dieser Terrororganisation sind in türkische Dörfer eingefallen und haben Häuser zerstört, Frauen missbraucht etc. etc. Warum sollte so eine Organisation an Friedensgesprächen teilnehmen dürfen?

Am 22. November 2017 um 22:29 von krittkritt

Danke. Ich hatte auch versucht, Erzbischof Jeanbart zu zitieren.

Er hat noch viel deutlichere Worte gefunden. Aber dies ist dem Mainstream unangenehm.

@ LaFranceLibre 22:11

Ihre Kommentare (ich beziehe mich Nahost-Themen) wirken auf mich sehr sachkundig und differenziert.
Danke!

Lupenreine Demokraten

@ Nachfragerin:
"Ausgerechnet Putin und Erdogan sprechen sich für freie und demokratische Wahlen aus?"
Wer sonst soll es tun?

Die beiden werden es jedenfalls nicht tun. Ich erinnere nur an vergangene Manipulationsvorwürfe.

@ LaFranceLibre 22:11

Ihre Kommentare (ich beziehe mich auf Nahost-Themen) wirken auf mich sehr sachkundig und differenziert.
Danke!

@ 9mm um 22:26

Sie schrieben:
"Ich möchte vermuten, Sie selbst leben in einem Land, in dem Demokratie herrscht.
Kennen Sie die Redensart: "Wasser predigen und Wein trinken"?"
Ja, die Redensart kenne ich. Kennen Sie die alten Volksweisheiten "Man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen", "Wahnsinn heißt, eine Dummheit immer wieder zu wiederholen und andere Ergebnisse zu erwarten" und "Aus Erfahrung wird man klug"?
Ich lebe in der BRD. In der Schule hat man mir erzählt, das ist eine Demokratie.

@ kritkrit

Die Kritik des Erzbischofs ist dabei vor allem gegen den Westen gerichtet: „Wenn Sie uns wirklich helfen wollen, dann beenden Sie endlich diesen Krieg und lassen uns Christen weiter in unserer Heimat Syrien leben.“

Diese Kritik hat er fast wörtlich auch an die russische Führung in der Schlacht gegen Aleppo gerichtet. Das haben Sie allerdings weggelassen.

Mein Kriterium für wahrscheinliche Wahrheit.

@22:11 von 9mm parabellum
Ich bin zwar nicht direkt angesprochen, trotzdem meine "Antwort":
Ich habe nicht so großes Zutrauen zu Nachrichten, bei denen jemand 100 km entfernt z.B. in Kairo mit einem 3x vorbestraften Dunkelmann (Südd.Zeitung) in London oder Coventry telefoniert, dessen Informationen von Telefonaten mit Bekannten in Syrien stammen.
Da ändert für mich auch der hochtrabende Name der (selbsternannten) Beobachtungsstelle für Menschenrechte nichts daran.

Zutrauen habe ich zu Journalisten wie Todenhöfer, die tatsächlich mit den Menschen vor Ort sprechen. Unter den deutschen fällt mir noch Karin Leukefeld ein. Auch M. Lüders gehört für mich dazu.

9mm parabellum@

"Syrien ist seit der Machtübernahme der Familie Assad 1970 eine Diktatur. Die drei Herren auf dem Foto haben meines Erachtens wenig Interesse daran, das zu ändern."
/
"Ja?
Und wo ist jetzt der Zusammenhang zu Putin, Erdogan und Konsorten?"
///
Das es die Wertegemeinschaft vor dem Krieg in Syrien auch nicht gestört hatte das die Familie Assad das Land regiert.
Auch hat man sich an den Folterkellern nicht wirklich gestört.
Sie können ja gerne mal nach lesen, in der Zeit 06/2009, was der BND in den Syrien so gemacht hatte.

Dieses Bild ...

... wirft berechtigte Fragen auf.
Eine davon:
Wo und wann löst eigentlich die westliche Wertegemeinschaft in der Welt Problem und beendet Krisenherde.
Weder in der Welt, noch bei sich selbst, wäre meine Antwort.

Keine Zukunft ohne Demokratie

@ Nachfragerin:
In Sachen Abbau der Demokratie sind uns die drei schon ein paar Schritte im voraus. Für Syrien kann es aber egal sein, welches politische System installiert wird, solange das Land dadurch stabilisiert wird.

Darum geht es nicht. Auch faschistische oder kommunistische Diktaturen können machtpolitisch stabil sein. Gerecht aber ist nur eine Demokratie, in der alle Teile der Bevölkerung fair partizipieren können.
Dazu muss die syrische Diktatur erst beendet werden. Und das haben diese drei Herren vermutlich nicht vor.

Am 22. November 2017 um 22:38 von Aydınlı

Lt. dem State Department, sprich dem Außenministerium der USA sind das "moderate Rebellen."

@22:38 von Aydınlı

Sie behaupten "Die PYD ist eine von der Welt anerkannte Terrororganisation."

Das hätte Erdogan gerne. Die syrischen Kurden werden aber von der Internationalen Koalition im Kampf gegen den IS unterstützt.
Was die PKK betrifft: Das belgische Berufungsgericht in Brüssel hat am 14. September entschieden, dass es in der Türkei einen bewaffneten Konflikt gibt und dass die PKK Konfliktpartei in diesem innertürkischen bewaffneten Konflikt ist. Die Entscheidung hält fest, dass die PKK keine Bürger*innen terrorisiert, sondern für die Rechte der Kurden kämpft. Bürger und Bürgerinnen sind, so das Berufungsgericht, nicht Ziel der PKK. Die Listung der PKK als Terrororganisation sei geopolitischen Interessen geschuldet.
Quelle unter anderem: http://europa.blog/archives/3427

Nicht nur ausschnittweise zitieren

@ Bowerman:
Danke. Ich hatte auch versucht, Erzbischof Jeanbart zu zitieren.
Er hat noch viel deutlichere Worte gefunden. Aber dies ist dem Mainstream unangenehm.

Der Bischof hat aber auch angeprangert, dass katholische und andere christliche Geistliche und Gläubige in Assads Geheimgefängnissen festgehalten werden. Passen solche Äußerungen auch in Ihren "Mainstream"?

USA (Westen) vs. Russland/Türkei/Iran

Macht, Macht, Macht und Vorherrschaft. Worum es geht sind nur geopolitische Interessen, inkl. Energie und die Erhaltung und Aufwertung einzelner Egos. Menschen und deren Leid interessieren niemanden, ..weder dort noch hier. Ob Öl, Waffen, Kohle Arbeitsplaetze oder Klima, .... alles gut oder alles schlecht, je nachdem ob es meinem Portmonaie gut oder schlecht bekommt ist gerechtfertigt und wird dementsprechend propagiert. Wir Menschen sind einfach nur erbaermlich, ...was nicht das eigentliche Problem ist, aber, dass wir keinen Drang verspueren, das zu aendern ist die groesste Schande. Und da kann sich kaum jemand ausnehmen!!!!!

Konkurrenz der Wertegemeinschaften

@ wolf 666:
Wo und wann löst eigentlich die westliche Wertegemeinschaft in der Welt Problem und beendet Krisenherde.

Leider ungefähr so selten wie die östliche Wertegemeinschaft. Siehe Foto.

Volkskongress

Die drei regionalen Potentaten wollen einen "Volkskongress" für Syrien ausrufen. Das klingt für mich wie Politbüro und Sozialismus.

Demokratische Kräfte Syriens

Wird nur mit Assad verhandelt oder sprechen die abgebildeten Machthaber und ihre Vasallen auch mit der Opposition? Ist Opposition überhaupt erwünscht? In wie weit werden die Demokratischen Kräfte Syriens mit einbezogen und die Freie Syrische Armee.

Terrorgruppen in Syrien

Inge N.@
"Die Entscheidung hält fest, dass die PKK keine Bürger*innen terrorisiert, sondern für die Rechte der Kurden kämpft. Bürger und Bürgerinnen sind, so das Berufungsgericht, nicht Ziel der PKK."

Aber genau aus diesem Grund ist die PKK in den 90er Jahren von Deutschland und der EU als terroristische Organisation aufgelistet worden. Es gab damals fast täglich Anschläge auf türkische Einrichtungen in Deutschland. Später gab es dann Anschläge auf Touristen in der Türkei, wo viele Europäer starben. Und diese Strategie, nämlich unschuldige Zivilisten als Opfer zu mißbrauchen hat die PKK bis heute beibehalten. Und am meisten leiden darunter die Kurden selbst.

Unter der Regierung Erdogan erlebt die PKK momentan ihre größten Rückschläge. Drohnen haben die Zahl der bewaffneten Gruppen stark dezimiert. Möglich, dass man deshalb beschlossen hat nach Syrien "umzuziehen", unter einem anderen Namen.

@Am 22. November 2017 um 22:55 von Inge N.

Die PYD ist der syrische Abklatsch von der PKK.
An den getöteten PKK-Terrosristen in der Türkei, befanden sich genau die Waffen, die die USA an die PYD zur Bekämpfung ;-) der IS geliefert wurden. Woran man das erkannt hat, anhand der Seriennummern. Diese Liste wurde dem US-Militär zugesandt, die wiederum einieg Fehler eingeräumt hat.
Im Vorfeld hat man der Türkei, dessen Protest berechtigt war, versichert, dass diese Waffen nach vollendeter Arbeit wieder eingesammelt werden und die Unterstützung der PYD nur temporär wäre und nur ein Mittel zum Zweck ist.

Darstellung: