Kommentare

Schon okay

Warum sollte man sich von einer Kleinpartei (Grüne) mit geringem Stimmanteil überproportional (in Verhältnis zum Stimmanteil) Programme diktieren lassen? Da kann ich FDP & CDU/CSU schon verstehen! So geht das natürlich nicht. Dann lieber nicht.

Minderheit CDU/CSU mit FDP wäre tragfähiger, stimmiger und konsequenter.

Die fdp hat ein Trauma aus

Die fdp hat ein Trauma aus 2013, und das treibt sie in letztlich ängstliche Paraden; das begann mit der Mode-Plakat-Aktion, um den hölzernen Lindner als "neu" anzupreisen. In den Sondierungsgesprächen präsentierten die fdp'lerInnen dann den Ladenhüter "Soli" und zeigten sich neben der csu als diejenigen, die der afd-nahestehende Positionen vertreten; das alles wird mit ein bisschen Gefasel von "Bildung" und "Digitalisierung" (natürlich vage bleibend) ummantelt: und schon ist die fertig, die fdp, die so gerne davon ablenken möchte, dass niemand sie wirklich braucht. Also legt man den krachenden Ausstieg aus der Sondierung hin, um wenigstens dadurch aufzufallen.

@21:30 MatthiasS

Sie scheinen während der Sondierungsgespräche woanders gewesen zu sein: Die Grünen haben schon nach wenigen Tagen deutlich gesagt, dass sie wissen, mit gut 9% nicht alles durchsetzen zu können. Die Grünen haben sich tatsächlich bis an die Schmerzgrenze bewegt. Da kann von "Programme diktieren lassen" keine Rede sein. Und ich bin sicher, es wird - tragischerweise - in wenigen Jahren soweit sein, dass auch viele in anderen Parteien erkennen, wie weitsichtig die Positionen der Grünen sind. Das war schon mehrfach so. Hoffentlich sind die WählerInnen da weitsichtiger.

re matthiass

"Minderheit CDU/CSU mit FDP wäre tragfähiger, stimmiger und konsequenter."
Und wenn die Minderheit dann die Stimmen der Grünen braucht?

die fdp hätte können,

aber zu welchem preis für die FDP? in der welt wurde vor wochen schon gemutmasst, daß merkel das finanzministerium um europaaufgaben erleichtern will, falls die fdp den FM stellt. also das füllhorn für resteuropa soll nicht vom zuständigen FDP minister gestopft werden können, sondern vom CDU wirtschaftsminister (mutmasslich altmeier) ausgeschüttet werden.
schöne demokratie aller merkel!

Ich gebe Lindner Recht

Wenn man nach über 4 Wochen Sondierung immer noch 237 Konflikt Punkte hat,dann wird
das nichts. Insofern hat sich die FDP m.M.n. richtig verhalten die Gesprächen zu beenden.

Herr Lindner handelt verantwortungsvoll

Herr Lindner hat völlig Recht. Eine Partei kann sich nicht nur des regierens willen bis zur Unkenntlichkeit verbiegen, die Basis und die Wähler hätten hierfür keinerlei Verständnis. Diese Jamaikakoalition, wäre sie überhaupt zustande gekommen, hätte niemals vier Jahre gehalten. Damit haben sich auch für alle Zeiten derartige Experimente erledigt. Feuer und Wasser, rechts und links funktionieren nur seperat, niemals miteinander, wie man schon am Stillstand in der Großen Koalition sah. Jetzt haben wir, dank FDP klare Verhältnisse und können uns auf Neuwahlen vorbereiten.

Im TV

gab es gerade Hart aber Fair und da habe natürlich auch auf die Worte der Grünen genau gehört.
Und wer das auch gesehen hat wird wohl auch zu dem Schluss kommen das es nicht an der FDP gelegen haben kann.
Aber die Fakten werden wohl näher herauskommen, denn früher oder später wird es durchgestochen werden.

Meinen Respekt hat die FDP und sollte es zu Neuwahl kommen weis ich wo ich meine Stimmen lasse.
Den Rest hat der Bürger oder ich nicht mehr in der Hand.
Jamaika konnte nicht klappen.
Und eine Minderheitsregierung hat einige Vorteile die ich auch gerade erneut gelernt habe im TV, dafür war ich so oder so von Anfang an.

Gruß

Wählertäuschung

Es gibt da ein sehr zutreffendes Kommentar zu diesen Sondierungen von Frau Weidel.
"Wochenlange Täuschung der Wähler"

Genau so war es auch. Parteien, die niemals hätten zusammen arbeiten können, versuchen auch noch eine Koalition zu bilden.

Beispiel:
CSU sagt: Familiennachzug nein, Obergrenze Ja.
Grünen: Familiennachzug ja und Obergrenze nein.

Wie soll man denn hier einen Mittelweg finden ohne die Wähler zu enttäuschen? Egal wie diese Parteien zusammen kommen, sie werden immer ihre Wähler enttäuschen müssen bei wichtigen Fragen.

Fazit: Es kann nicht ein Kompromiss gefunden werden, wenn es gar nicht zusammen paßt.

Das bedeutet wiederum - Man hätte sich das ganze Theater sparen können.

Zweites Fazit:
Es stellt sich die Frage, ob die Parteien ihre Programme oder Versprechen zu den Wählern auch tatsächlich ernst nehmen oder geht es einfach nur um die Macht?

FDP zumindest scheint ihr Programm und Versprechen zu den Wählern ernst zu nehmen.

Wenn ich die Kanzlerin lobe,

Wenn ich die Kanzlerin lobe, dann tue ich das sicher nicht für inhaltliche Positionen - mit Ausnahme des trotz Schlingerkurses dann doch auf den Weg gebrachten Atom-Ausstieges und der mutigen Entscheidung im Herbst 2015. Ich zolle der Bundeskanzlerin Respekt dafür, dass sie eine respektvolle Haltung gegenüber allen 4 beteiligten Parteien zeigt, dass sie auch inhaltlich neue Wege gehen wollte, die der Gesellschaft insgesamt gut getan hätten, weil es ein Signal gegen Verhärtungen und polarisierenden Tendenzen wäre, von denen wir schon zuviel haben. Auch da trägt die fdp schwer an der Verantwortung - neu denken? Fehlanzeige.

FDP ist nicht meine Partei. Aber ich glaube auch,

das alle vier Parteien nicht, so wie behauptet, dicht daran waren sich als Koalition zu einigen und wäre es dazu gekommen, wäre es meiner Meinung nach, eine hilflose holpernde Regierung!

Die Tragik ist eine andere...

Bis heute hat man nicht erfahren WORAN es denn gescheitert ist.
Was wollte Herr Linder? Das erfährt man nicht. Die Journalisten fragen da auch nicht nach. Toll! So fährt das Land an die Wand.

@wenigfahrer
Eine Minderheitsregierung wird NIE in der Lage sein einen Haushalt zu beschließen. Sofern sie nicht irgendwie vom Funktionieren der öffentlichen Einrichtungen (u.a. Bundeszuschüsse zur Rente) abhängig sind, ist das kein Problem.

Re Thomas Wohlzufrieden

@Wohlzufrieden , Ich unterschreibe Ihren Beitrag! Besser hätte ich es nicht formulieren können.

Aus für Jamaika

Das ist schon o.k., man darf sich dabei ja nicht verbiegen.
Ich würde eine Minderheitsregierung favorisieren, was natürlich die demokratische Akzeptanz der Spielregeln von allen beteiligten Parteien erfordert. Demokratie ist etwas sehr schweres, man muß nicht die Meinung der Andersdenkenden akzeptieren, aber die Person.
Wenn die regierende Partei sich immer wieder die Mehrheit holen muß, dann wird für das Volk das größtmögliche erreicht werden.
Hoffentlich klappt es!

Nachvollziehbarer Rücktritt

Merkel ist der FDP so weit entgegengekommen, das man ganze 75% der deutschen vom Solidaritätsbeitrag befreit hätte...

Den Grünen hingegen ist man bei Abschaffung des Verbrennungsmotor, der Abschaltung von Kohlekraftwerke und beim Familiennachzug viel weiter entgegengekommen.

Das ist lächerlich. Die Grünen haben unter 10% erhalten, dominieren aber die Agenda einer zukünftigen Koalition.

Solche eklatante Markteingriffe kann eine liberale Partei nicht mittragen. Gut dass her Lindner nicht zugesagt hat. Das macht ihn in meinen Augen glaubwürdig.

Das Programm der Grünen war mehr Jürgen Trittin denn Kretschmann und damit ein Risiko für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

Hoffentlich wird der Mut beim nächsten mal honoriert.

MfG

Ich staune

Von der Schweiz aus gesehen ist das ein grosses "Stürm".
Eine direkte Demokratie kennt sowas nicht.
Einführen bitte!

Jawohl unverantwortlich!

Die FDP setzt lieber in der Opposition gar nichts um, als in einer Regierung wenigstens ein bisschen.... tolles Verständnis von Verantwortung gegenüber ihren Wählern!

Interviews mal vergleichen

Man muß sich mal die interviews von Herrn Lindner und Frau Merkel genau anhören und vergleichen, wie sie tatsächlich ticken.

Für Frau Merkel geht es gar nicht um die Sache, um ein Parteiprogramm oder um Prinzipien. Es ging ihr lediglich nur um eine Regierungsbildung egal was für gemeinsame Entscheidungen getroffen wurden. Sie nennt das Stabilität. Deswegen fand sie auch, daß sehr viel erreicht wurde. Man hat sondiert, diskutiert, gestritten und hat irgendwas rausgeholt. Das findet sie toll. Es tut sich da was und es entsteht eine Regierung mit Führung Merkel. Genauso klang das auch.

Bei Herrn Lindner geht es um die Sache was dabei rauskommt. Er spricht von der Modernisierung Deutschlands, dass mit diesem Programm scheitern wird. Er glaubt einfach nicht an das Konzept. Es muß nicht irgendeine Koalition gebildet. Das hat für ihn nicht die Priorität.

Das sollte man sich genauer anschauen, damit man es tatsächlich auch versteht, wie die Politiker wirklich ticken.

Lindner hat Recht.

22:01 von Thomas Wohlzufrieden

Herr Lindner hat völlig Recht. Eine Partei kann sich nicht nur des regierens willen bis zur Unkenntlichkeit verbiegen, die Basis und die Wähler hätten hierfür keinerlei Verständnis. Diese Jamaikakoalition, wäre sie überhaupt zustande gekommen, hätte niemals vier Jahre gehalten. Damit haben sich auch für alle Zeiten derartige Experimente erledigt. Feuer und Wasser, rechts und links funktionieren nur seperat, niemals miteinander, wie man schon am Stillstand in der Großen Koalition sah. Jetzt haben wir, dank FDP klare Verhältnisse und können uns auf Neuwahlen vorbereiten.
////
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Welcherlei Vorbereitungen.
*
Nur Teilnahme von Parteien die sich Ihrer Verantwortung nicht am Wahlabend entledigen?

Wenn schon eine Minderheitsregierung, ...

... dann wenigstens eine schwarz-grüne.

@ 21:47 von andererseits

"ein bisschen Gefasel von "Bildung"

Nun, Sie mögen Ihre Wortwahl als angemessen empfinden.
Wenn Sie das Wahlprogramm der FDP hinsichtlich des Punktes Bildung als 'Gefasel' bezeichnen, möchte ich einmal mutmaßen, dass Sie es schlicht und einfach nicht kennen.
Mithin wäre Ihr Kommentar, würde ich mich Ihrem Duktus anschließen, lediglich "ein bisschen Gefasel".

Kompromisse zu finden ist

Kompromisse zu finden ist nicht der Sonderfall der Sondierungsgespräche, sondern der Normalfall der Demokratie, ja letztlich die höchste Kunst, bei der eine sinnvolle Gestaltung am Ende steht. Wer das nicht sieht, wird auch nach Neuwahlen keinen Schritt weiterkommen. Aber vielleicht ändert sich die Zusammensetzung am Sondierungsgesprächstisch: SPD, Grüne, Linke - mir soll's recht sein.

Da ich die Sondierung Gespräche sehr gut verfolgt habe

zu mindestens das was nach außen in den Medien berichtet wurde,bin ich froh das es nicht zu Jamaika gekommen ist. Nun liegt der " Schwarze Peter " bei dem Bundespräsidenten.Er alleine kann Anweisungen geben wie es weiter gehen soll.Ich bin darauf sehr gespannt.

Minderheitsregierung

Da bin ich mit Ihrer Meinung.

Courage - Charisma - Klartext - Intellekt - Ratio

Bei diesen Dingen ist und war für mich Christian Lindner der einzige, der das alles klar verkörpert hat.

Eine Bundesregierung mit grünem Touch wäre in meinen Augen geradezu eine Fahrt in der ersten Klasse im Katastrophenmodus. Außer den Grünen Kretschmann, Palmer und Marieluise Beck sehe ich bei den Grünen auf weiter Fläche keine Intellektuellen und Fachkräfte, über deren Mangel einige der jener klagen, die selbst zu den entscheidenden Sachfragen über keinerlei Expertise verfügen.

Mit Verlaub, ein Sozialarbeiter Özdemir als Minister ist für mich ebenso unvorstellbar, wie eine Göhring-Eckard mit abgebrochenem Theologie Studium oder eine C. Roth, die ebenfalls über keine entsprechende Qualifikation verfügt um als Fachkraft gelten zu dürfen. Meinungsfreiheit muss auch solche Blickwinkel zulassen, denn es sind nachlesbare Fakten.

Bei den Grünen fehlt mir durchgängig die intellektuelle Bandbreite (siehe Definition LMU München).

C. Lindner hat Schaden von unserem Land abgehalten.

@ 21:56 von karwandler

"Und wenn die Minderheit [CDU/CSU mit FDP] dann die Stimmen der Grünen braucht?"

Sind die mehrheitsbeschaffenden Stimmen im Bundestag jetzt parteigebunden?
Was hielten Sie von einer Mehrheit durch Stimmen der SPD?
Vielleicht gäbe es sogar Punkte, der die Linke beipflichtete?
Oder - horribile dictu - der unsäglichen AfD?

Wie auch immer - auf die Stimmen der Grünen kann und wird gern verzichtet werden.

Aktueller DeutschlandTrend

Von den Parteivorsitzenden kriegt die meisten Minuspunkte Herr Lindner.

Spricht nicht für heutige Kommentare, in denen der FDP ein Sprung auf 15-20% prophezeit wurde.

Die böse, böse FDP. Wie kann

Die böse, böse FDP. Wie kann ein Lindner es wagen Unruhe ins Land zu bringen. Von den bösen Grünen, die in der Migrationsfrage nicht daran denken zurückzurudern, redet keiner. (Claudia Roth Zitat: Grüne bestehen auf Familiennachzug). Ich bin kein FDP-Wähler aber, dass Lindner diese ganze Koalitionsfarce hat platzen lassen, ist nur logisch und konsequent. Jede Partei kann immer noch frei entscheiden mit wem sie zusammengehen will und mit wem nicht. Wer dann in den Medien mit Begriffen wie Unverantwortlichkeit herumwirft, sollte an seiner politischen Bildung arbeiten.

@22:07 orfee

Ihr Beispiel zur csu-Grüne-Auseinandersetzung ist besonders gut geeignet als Beispiel, wieviel an Bewegung möglich war: die Grünen haben sich im Sinne einer verbesserten Steuerung sehr dem angenähert, was für die csu die "Obergrenze" war; und auch beim Familiennachzug war ein Kompromiss greifbar (es war eh verkehrte Welt, dass die Grünen gegen eine Partei, die sich "christlich" nennt, den Wert der Familie hochhält). So geht Politik, und dem hat sich die fdp aus zweifelhaften Gründen entzogen. Der Bundespräsident hat recht: Die Parteien haben nicht nur eine Verpflichtung ihren eigenen WählerInnen gegenüber, sondern allen Menschen des Landes gegenüber. Wer hätte da gedacht, dass die Grünen da neben der CDU Vorreiter am Sondierungstisch waren. Hut ab.

Natürlich kann die FDP aus

Natürlich kann die FDP aus den Verhandlungen aussteigen, unabhängig davon ob es an den 237 strittigenThemen liegt, wie Hr. Lindner beteuert, oder es parteistrategischen Interessen (Stichwort Trauma 2013) geschuldet ist. Nach für die FDP erfolgreich verlaufenden Neuwahlen würde sich dann jedoch wieder die gleiche Frage stellen, nämlich ob sie bereit ist mit Fr. Merkel eine Minderheitsregierung zu stellen, da ja dann die "strittigen Themen" , wie einige hier meinen, schnell ausgeräumt wären. Ich bin allerdings der Auffassung, dass sich die FDP von ihrem "Trauma" noch nicht erholt hat, ihr geht es immer noch so wie der SPD nach der letzten Wahl. Menschen mit liberalen Vorstellungen vermissen die wirklich liberalen Themen in der FDP, Menschen mit eher sozial orientierten Vorstellungen fühlen sich durch die SPD nicht vertreten. Konservative nicht durch die CDU. Wenn jeder in der "bürgerlichen Mitte" steht, dann kommt (aus Protest) AFD dabei heraus!

Das Jamaika nicht klappte ist mehr

Segen als Fluch. Die FDP ist nie eine Partei für den arbeitenden Menschen gewesen. Deren Klientel besteht aus Beamten, Anlegern und Industriellen. Steuererleichterung und Steuervermeiden das sind die Themen wo diese, nie Volkspartei gewesene Partei, punktet. Die letzten Jahre ging es ohne die, es wird in Zukunft auch weiter ohne die gehen

Die Berichterstattung der

Die Berichterstattung der führenden Medien, dabei auch die TS, deutete bis zuletzt auf erhebliche Meinungsunterschiede und Spannungen bei den Sondierungsgesprächen. Von einer kurz bevorstehenden Einigung, wie jetzt nachträglich von Union und Grünen behauptet, kann doch keine Rede sein. Die bevorstehende Einigung wurde doch nirgends berichtet, solange die Gespräche noch liefen!
Lindner und die FDP haben alles richtig gemacht, bei etwaigen Neuwahlen können sie eher profitieren.
Sorgen muss sich allein die Union machen und zwar in jedem Fall, solange sie mit Merkel weitermacht und an Seehofer festhält. Dieses Wahlverliererduo kann auch bei einer etwaigen Minderheitsregierung zusammen mit den Grünen nichts gewinnen, im Gegenteil. Hier wären weitere Wählerabwanderungen in Richtung AfD und auch zur FDP absolut erwartbar.
Die Union scheint völlig auszublenden, dass die Plätze links der Mitte schon besetzt sind und eine de facto so positionierte Union sich selbst überflüssig macht.

22:08 von andererseits

""Wenn ich die Kanzlerin lobe, dann tue ich das sicher nicht für inhaltliche Positionen - mit Ausnahme des trotz Schlingerkurses dann doch auf den Weg gebrachten Atom-Ausstieges und der mutigen Entscheidung im Herbst 2015. ""
#
Es ist Ihr gutes Recht die Kanzlerin zu loben.Aber in einem Punkt sehe ich es anderst,denn selbst Frau Merkel hat eingesehen das sich 2015 nicht wiederholen darf. Auch sehe ich es nicht so das es der Gesellschaft gut getan hätte wenn alle 4 Parteien neue Wege gegangen währen .Sie meinen sicherlich Jamaika damit.

Hätte mir ne grüne Handschrift in der Regierung gewünscht

Die Energiewende hat letztlich mehr Jobs geschaffen, als die Abschaffung der Kohleenergie kosten wird.

Und wer offenen Auges durch unsere Landschaften geht und Dokus sieht, der merkt wie sehr sich unsere Umwelt verändert. Viele Insekten, Tiere und Pflanzen sieht nan heute kaum noch, weltweit haben wir ein massives Bienensterben, in Teilen Chinas müssen Menschen Obstbäume bestäuben. Allergien und Krebserkrankungen nehmen zu (wobei letzteres auch dem zunehmenden Lebensalter geschuldet ist).

Auch die Wetterlagen werden immer extemer. Jeder der den Klimawandel leugnet, verschließt die Augen, um sich nicht ändern zu müssen (Verzicht auf unnötige Kfz Nutzung, weniger Fleisch, mehr regionales Saisongemüse Obst uvm. Was für die Umwelt tun könnte).

Aber ich mache mir nicht vor, kurzfristige Gewinne und Wohlstand und Bequemlichkeit werden sich immer durchsetzen, denn was nur wenige Politiker deutlich sagen: den Klimawandel werden wir nicht ohne Verzicht aufhalten können.

re orfee

"Bei Herrn Lindner geht es um die Sache was dabei rauskommt."

Was kommt denn jetzt für eine Sache heraus, die der FDP am Herzen liegt?

MUT

Als ehemaliger Wähler der Grünen werde ich, sofern neu gewählt werden muß, dahin gehend anpassen, dass meine beiden Stimmen bei der FDP das Kreuz bekommen.

Die grünen Ideen trage ich dennoch, soweit dies irgendwie im Bereich des Machbaren sind.

Danke FDP für Euren Realismus.

Am 20. November 2017 um 22:11 von MrSlim

" Eine Minderheitsregierung wird NIE in der Lage sein einen Haushalt zu beschließen. Sofern sie nicht irgendwie vom Funktionieren der öffentlichen Einrichtungen (u.a. Bundeszuschüsse zur Rente) abhängig sind, ist das kein Problem. "

Das sieht der Professor im TV aber anders, und viele Andere auch noch. Es wird eher eine Belebung der Demokratie und nicht mehr der Schlafwagen von vorher.
Er hat da noch bessere Worte gefunden als ich.
Einfach mal ansehen bei H.a.F.

Gruß

@ 22:31 von Misses Figg

Wenn Sie bitte Robert Habeck bei den kompetenten und intellektuellen Spitzenleuten der Grünen nicht vergessen mögen.
---
Ansonsten ist Ihrem Kommentar nichts hinzuzufügen, danke dafür.

re misses figg

"Bei den Grünen fehlt mir durchgängig die intellektuelle Bandbreite (siehe Definition LMU München).

C. Lindner hat Schaden von unserem Land abgehalten."

Herr Lindner hat nach 11 Semestern einen Magister geschafft (die Note ist leider nicht bekannt) und eine Diss. abgebrochen.

Von beruflichen Meriten ist auch nichts zu berichten.

Ich glaube, die intellektuelle Bandbreite wird bei Ihnen wohl eher parteipolitisch gemessen.

Welch Drama

Man könnte meinen, Deutschland oder Europa geht morgen unter, weil Sondierungsgespräche zwischen Parteien, die nicht miteinander konnten geplatzt sind. Was passiert denn, wenn Frau Merkel einsehen würde, dass sie krachend die Wahl verloren hat und zurücktritt? Ist das dann das Weltende? Die Grünen haben doch schon Tage vorher die Opfer gegeben. Jetzt hat mal eine Partei ihre Wahlversprechen nicht verraten und wird dann dafür medial abgewatscht? Die FDP jetzt also auch wie die SPD bei den Bösen, dafür aber die CSU wieder bei den ganz besonders Guten? Was für ein absurdes Theater Einem da serviert wird

Sowas kommt von sowas. Wer

Sowas kommt von sowas. Wer die FDP wählt, muss damit rechnen der AFD einen Gefallen zu tun.

Verantwortung

Der SPD wurde auch nachgesagt, dass sie sich aus der Verantwortung stiehlt. Ich denke der Wähler wäre momentan mit keinem Bündnis zufrieden. Weder die Wähler sind geschlossen noch sind es die Parteien. Die Stimmung im Land finde ich seit geraumer Zeit bedrückend gespalten. Was wäre, wenn wir bei der "Neuwahl" genau das gleiche Wahlergebnis hätten? Würden sich bestimmte Parteien in einer anderen Verantwortung sehen?

@ wenigfahrer

Und eine Minderheitsregierung hat einige Vorteile die ich auch gerade erneut gelernt habe im TV, dafür war ich so oder so von Anfang an.

Auch eine Minderheitsregierung braucht im Bundestag Mehrheiten. Und warum sollte die FDP ausgerechnet einer Minderheitsregierung zur Mehrheit im Bundestag verhelfen, wo sie gerade das in den Sondierungen nicht mittragen konnte?

Nach dem Motto: Alles oder Nichts.

Oder wie muss man das jetzt verstehen?
Letztendlich gilt vermutlich dann wohl "Nichts" für die FDP und deren Wähler. Eine Kleinkrämerpartei? Da hilft es auch nichts, es jetzt so hinzustellen, als ob generell ein Konsens ausgeschlossen war und Lindner nur der "Messenger" sei.
Die Grünen sind schon mistig, aber die FDP hat sich endgültig in die Bedeutungslosigkeit geschossen.

re lutz jüncke

"Vielleicht gäbe es sogar Punkte, der die Linke beipflichtete?
Oder - horribile dictu - der unsäglichen AfD?"

Wenn eine Minderheitsregierung ein Gesetz nur mit der AFD gegen den Rest des Bundestags durchbringt, ist es politischer Selbstmord.

@andererseits

"die Grünen haben sich im Sinne einer verbesserten Steuerung sehr dem angenähert, was für die csu die "Obergrenze" war; und auch beim Familiennachzug war ein Kompromiss greifbar"

Sie haben mich nicht verstanden.
Obergrenze hat die Grünen strikt abgelehnt und übrigens Frau Merkel auch. Es wurde sogar über Seehofers Obergrenze gelästert und Witze gemacht.

- Die grünen Wähler wollen keine Obergrenze. Wenn sie der CSU zugehen, dann betrügen sie ihre eigenen Wähler.

Das ist Wählertäuschung egal wie man es betrachtet. Das gilt für die CSU genauso wenn sie als Gegenleistung den Familiennachzug akzeptieren. Das wäre auch Betrug an CSU Wähler.

Nochmal Fazit:
Die Grünen und Frau Merkel sind so viel entgegen gekommen, weil sie irgendeine Regierung bilden wollten. Es ging primär um die Regierungbildung um die AFD vorallem abzuwehren.
Merkel wäre mit allem einvertanden. Hauptsache sie bleibt Kanzlerin.
Es geht ihr nicht ums Programm. Das kann man beliebig biegen sondern um eine Regierung.

Wahlen. Neuwahlen. Koalitionsverhandlungen

Man kann wohl davon ausgehen das bei Neuwahlen es nicht zu grosse Verschiebungen kommen wird. Das bedeutet das die Problematik der Koalitionsverhandlungen die Gleiche bleibt. Falls die Parteien wiederum zu gleiche Verhaltensmustern neigen und nicht lernfähig sind Deutschland dann schwer regierbar wäre, wahrscheinlich nur als Minderheitsregierung. Weniger Partei-Egoismus und mehr Verantwortungsbewusstsein für das Land tut Not.

@22:24 Lutz Jüncke

Das kann ich Ihnen leider nicht durchgehen lassen. Sie wissen, was ich meine: Bildung ist ein zentrales Thema, da sind sich alle Parteien einig. Und wenn ich von "Gefasel"spreche, geht es darum, dass am Sondierungstisch lediglich der Begriff geritten wurde... Es war kein Thema, bei dem es keine gestaltungsfähigen Kompromisse Hann bzw. gegeben hätte. Das ist mit "Gefasel" gemeint, und das ist in meinem Kommentar auch deutlich.

@um 22:21 von Roseli68

Ich staune
Von der Schweiz aus gesehen ist das ein grosses "Stürm".
Eine direkte Demokratie kennt sowas nicht.
Einführen bitte!

Ich staune ebenso wie Sie.

In Deutschland wird monatelang über eine Obergrenze und Aussetzung Familiennachzug gesprochen (und es wird auch noch weitere Monate darüber gesprochen und nicht gehandelt) anstatt dass dieser Vorschlag dem Volk vorgelegt und das Thema damit abgeräumt und erledigt wird.

Analog dazu alle anderen Themen die jetzt zum Scheitern dieser Verhandlungen geführt haben. Abschaffung/Beibehaltung des Soli, Kohleausstieg, Rentenkonzept, usw., das könnte problemlos relativ zügig dem Volk zum Entscheid vorgelegt werden.

Jetzt passiert halt noch einige Monate weiter nichts.

Die Versuchung ist zu groß

@ Hans vom Berg:
Ich würde eine Minderheitsregierung favorisieren, was natürlich die demokratische Akzeptanz der Spielregeln von allen beteiligten Parteien erfordert.

Wenn man mit einem Nein im entscheidenden Moment aber die Regierung gegen die Wand fahren lassen kann, wird die Opposition das immer vorziehen - nicht nur die AfD.

um 22:49 von supergau

"" Als ehemaliger Wähler der Grünen werde ich, sofern neu gewählt werden muß, dahin gehend anpassen, dass meine beiden Stimmen bei der FDP das Kreuz bekommen.

Die grünen Ideen trage ich dennoch, soweit dies irgendwie im Bereich des Machbaren sind.

Danke FDP für Euren Realismus. ""
#
Da staune ich aber.Sie haben Recht m.M.n. das
Realität sehr entscheidend ist.Das sehe ich auch bei den Grünen bei Kretschmann oder Palmer. Wenn die Grünen sich auf ihre Wurzeln zurück besinnen würden,dann könnte ich diese Partei auch wieder wählen.

22:59 von pnyx

Sowas kommt von sowas. Wer die FDP wählt, muss damit rechnen der AFD einen Gefallen zu tun.
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*
*
Gilt das nicht auch für die SPD?

@von andererseits

Frau Merkel wollte mit einer Jamaika -Koalition keine neuen Wege gehen ! sie hatte keine andere derzeit populäre Alternative für eine Regierungsbildung und den eigenen Machterhalt. Man sollte nichts in etwas hinein interpretieren , wo lediglich Machtinteressen eine Rolle spielen.

re adelante

"Lindner und die FDP haben alles richtig gemacht, bei etwaigen Neuwahlen können sie eher profitieren."

Lindner hat lt. DeutschlandTrend die schlechtesten Werte der Verhandlungsführer. Und was hat er für die Wähler seiner Partei jetzt erreicht: gar nichts.

Die FDP Klientel erwartet von der Partei, dass sie ihre Interessen durchsetzt: Steuersenkung etc. Stramme Prinzipientreue in der Opposition ist für Apotheker, Hoteliers und Investmentbanker nicht attraktiv.

Der schwarze Peter ist kein Gelber

Die FDP war nur konsequent.Nach der Schuld zu suchen ist müßig.Jamaika nur um mitzuregieren muß nicht sein, wenn man dafür zuviel aufgeben muß.Schließlich hat man ja auch Verantwortung dem Wähler gegenüber.Allerdings hat man sich wohl in den Sondierungen zunächst am Kleinkram geriben und die Knackpunkte nach hinten geschoben.Das war falsch und hat nur Zeit gekostet.Und Angela Merkel hat wieder einmal versucht alles auszusitzen statt sich zu kümmern.Liebe CDU,bei allem vergangenen Verdiensten von Frau Merkel,es ist Zeit für neue Gesichter und eine Politik die auch von der Basis getragen wird.

@karwandler

"Was kommt denn jetzt für eine Sache heraus, die der FDP am Herzen liegt?"

Das was man bei den Sondierungen vereinbart oder auf was man sich einigt.
Das sieht Herr Lindner als bindend und was man da verabschiedet hat, war für ihn nicht akzeptabel.

Frau Merkel ist ja schon bekannt dafür, daß sie sich an keine Verträge hält. Maastricht Kriterien, Kopenhagen Kriterien, Nichtbeistands-Klausel, Grundgesetz werden relativiert oder anders interpretiert.

Mit dem Motto es kann ja sowieso hinterher alles zurecht gebogen werden Hauptsache wir bilden zuerst mal eine Regierung unter meiner Führung.

Ist kein Wunder, daß dort kein bißchen Vertrauen herrscht zumindest nicht von der Seite der FDP und das auch nicht zu Unrecht.

Respekt und Hochachtung,

Respekt und Hochachtung, jemand hat sich ein Rückrad implantieren lassen, hätte man Lindner gar nicht zugetraut.
Nundann die Geschäftsführerin möchte dann lieber Neuwahlen, bitte sehr, kann sie gerne haben wenn zwei Klatschen hintereinander nicht reichen gibt's halt noch eine.

Super Entscheidung von Herrn Lindner!

Daumen hoch dafür, dass Herr Lindner uns Deutsche vor einem "so-weiter-Regieren" bewahrt hat, denn nichts Anderes wäre ein solches "Jamaika-Bündnis" gewesen, noch zig-mal schlimmer, als die GoKo! Neuwahlen im Januar oder Februar, und gut is........

@ 22:40 von sprachloser

"Die FDP ist nie eine Partei für den arbeitenden Menschen gewesen. Deren Klientel besteht aus Beamten, ..."

Nun bin ich gewiss kein Beamter, aber Ihre, mit Verlaub, dümmliche Behauptung, Beamte würden nicht arbeiten, ist einer Diskussion wenig förderlich.

Eine Frage der Konsequenz

Da steigt die FDP sicherlich nicht aus, weil sie leichtfertig, ihr Image riskieren will. Ansonsten hätten sie das auch vorher schon können oder so wie die SPD, sofort nach der Wahl erklären, dass man in die Opposition geht, weil man sich nicht regierungsfähig fühlt. So war klar, dass man mit dem Ausstieg auch an Sympathien verlieren wird, weil die Mitsondierer natürlich der FDP die Schuld zuschustern würden. So hat die FDP eine Menge zu verlieren: Gerade im BT mit gutem Ergebnis angekommen und riskiert Neuwahlen, die die FDP wieder aus den BT bringen kann. Das macht keine Partei ohne wichtigen Grund. Und wer Lindner wahrgenommen hat, weiß, dass er nicht leichtfertig handelt. Nun wird er schlüssig den FDP-Wählern erklären müssen, was die FDP bewogen hat, auszusteigen. Merkel hat Lindner wohl unterschätzt, weil sie angenommen hat, die FDP schon vereinnahmt zu haben, wie da früher war, um sie bedeutungslos werden zu lassen. Das hat Lindner erkannt, die Reißleine gezogen. Mutig.

Der grüne Anton Hofreiter hat

Der grüne Anton Hofreiter hat recht: Jamaika wäre eine große Chance für unsere Gesellschaft gewesen, mit einer sehr versöhnenden Kraft. Auch da muss sich die fdp vorwerfen lassen, dass sich ihr Wahlslogan " neu denken" als reine Luftnummer entpuppt hat. Die fdp kam eben nur "Klientel", ein ziemlich schmaler Grat.

re deutlich

"Was passiert denn, wenn Frau Merkel einsehen würde, dass sie krachend die Wahl verloren hat und zurücktritt?"

Wenn Sie Frage schon stellen, haben Sie auch eine Antwort darauf?

@23:01 orfee

Ich habe Sie sehrwohl verstanden. Aber wir beide unterscheiden uns nicht nur in inhaltlichen Positionen, sondern auch in der Einschätzung, was denn politische Kultur ausmacht und welche Qualitäten es braucht, um Politik zu gestalten.

Hut ab vor Lindner

Der Mann ist ein Macron-Typ, ein echter Zukunftskanzler, den wir in Deutschland gebrauchen könnten als Europäischen Politiker und Balance-Garant zu Frankreich.
Mut, Tatkraft, konsequent und zielorientiert - kein Machterhalter, wie die ganze etablierte Establishment-Gruppe, die nur mit Geldgeschenken und Verbiegungen eigner Prinzipien sich die Freundlichkeit Anderer erkauft.

Macron ist aus dem "Nichts"mit "en marche" Französischer Präsident geworden. Warum gibt es keine "Deutschland - ein "Ruck" -Bewegung, sondern nur das kleinste gemeinsame Geschnippsel.

Die ARD und das ZDF und Andere

berichteten noch am Donnerstag, Freitag und Samstag, dass die Sondierungen "am seidenen Faden" hingen und kurz vor dem Scheitern stünden. Dann am Freitag Verlängerung, wieder keine Annäherung und stundenweise Bilder von gefrusteten Grüninnen " 0:10, Trittin" CSU-lern "Stuhlkreis der grünen Jugend" FDP-lern "keine Planbarkeit, Themen werden wieder bei 0 neu diskutiert". War das Alles Täuschung der Medien, fake-News oder warum will man uns jetzt weismachen, es wäre kurz vor einer Einigung gestanden? Und jetzt aus allen Rohren gegen die böse FDP, die Frau Merkel auch nicht zur Kanzlerin machen will? So wie schon die böse SPD? Muss man aufpassen, dass noch genügend Seelengute übrig bleiben

Was Herr Köhr vergisst: Soli ist ab 2019 verfassungswidrig!

Nochmal zum Kommentar von Herrn Köhr hier:

https://meta.tagesschau.de/id/128995/kommentar-jamaika-aus-egoismus-an-d...

Was Herr Köhr hier gelinde vergisst ist, dass der Soli ab 2019 verfassungswidrig ist:

http://tinyurl.com/yb8jv6me
welt.de: Soli "spätestens 2019" verfassungswidrig (04.08.2013)

«Spätestens 2019, wenn auch der Solidarpakt II endet, lässt sich der jetzige Solidaritätszuschlag verfassungsrechtlich nicht mehr begründen», sagte der Jurist der Zeitung «Die Welt». «Als Instrument der dauerhaften Erhöhung des Steuerniveaus darf eine Ergänzungsabgabe nicht eingesetzt werden.»

Eine Abgabe wie der «Soli» könne nur erhoben werden, «wenn ein konkreter Finanzierungsbedarf entsteht, der ausschließlich den Bund trifft», sagte Papier. «Das konnte man in Bezug auf die Einigung Deutschlands sagen. Irgendwann entfällt dieser besondere Finanzierungsbedarf aber zwangsläufig.»

@23:07 Rainer Bros

Tja, das sehe ich genau umgekehrt: der Vorwurf "reiner Machterhalt" ist nichts als eine dünne wiederkehrende Interpretation.

@ supergau

Als ehemaliger Wähler der Grünen werde ich, sofern neu gewählt werden muß, dahin gehend anpassen, dass meine beiden Stimmen bei der FDP das Kreuz bekommen.

Na sowas. Ich hab im September noch FDP gewählt und werde jetzt beide Stimmen den Grünen geben. Bin mal gespannt, wie die Neuwahlen dann ausgehen.

Außerdem hierzu: die FDP ist nicht alleine schuld

Außerdem ist hierzu:

https://www.tagesschau.de/inland/lindner-fdp-brennpunkt-101.html

Nach ihrem Ausstieg werfen viele Kritiker der FDP vor, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Parteichef Lindner stellte im Brennpunkt klar: Ein Weitersondieren wäre unverantwortlich gegenüber den FDP-Wählern gewesen. Anders als behauptet sei man weit entfernt von einer Einigung gewesen.

zu sagen:
ähnlich habe ich dass in vielen anderen Quellen auch gelesen. Denn immer wenn irgendwas teilweise abgehakt war, wurde dass wieder von irgendwem aufgemacht. Meistens ging es dabei um die Finanzierung. Aber dass wurde nie klar gesagt.

Außerdem: die FDP ist nicht alleine schuld. Die CSU und die CDU sind entscheidend mitschuld weil die sich auch bei sehr vielen Punkten aus den Themenbereichen Innenpolitik, Steuer- und Finanzpolitik, Verteidigungspolitik, Landwirtschaft und so weiter nicht bewegt haben.

@Kölner1, 22.34h

Richtig.
Simone Peter heute bei Hart aber fair auf sichere Herkunftsländer angesprochen:
"Da gibt es keine Zugeständnisse"
So war es auch mit der gesamten Migrationspolitik.
Keine Bewegung.
Eine Zeitverschiebung beim Verbrennungsmotor und den Kohlekraftwerken, ohnehin in absehbarer Zeit nicht realsierbar, sind keine Kompromisse,

@22:59 von Birkenwald - Verantwortung

Der SPD wurde auch nachgesagt, dass sie sich aus der Verantwortung stiehlt.

Ich muss sagen, dass die SPD meine Hochachtung dafür hat, ihre Verantwortung für eine starke Opposition wahrzunehmen statt den Verlockungen einer Regierungsbeteiligung zu erliegen. Genau das ist die Rolle, in der sie bei diesem Wahlergebnis gebraucht wird.

Eine funktionierende Demokratie braucht sowohl eine stabile Regierung als auch eine starke Opposition, die tatsächlich kontrollieren und Alternativen aufzeigen kann. Deswegen gehört m.E. von den zwei stärksten Parteien immer eine die Regierung und die andere in die Opposition. Große Koalition ist großer Mist für die Demokratie, selbst wenn man inhaltlich mit der GroKo kein Problem hatte.

Deswegen hoffe ich auch, dass die SPD bei Neuwahlen vorher ansagt, dass sie dabei bleibt, dass es keine GroKo gibt. Dann überlege ich mir ernsthaft, sie zu wählen - das Programm war schon dieses Mal okay, aber das Risiko, eine GroKo mitzuwählen, war zu groß.

@ 23:00 von karwandler

"Wenn eine Minderheitsregierung ein Gesetz nur mit der AFD gegen den Rest des Bundestags durchbringt, ist es politischer Selbstmord."

Ja; 100%ige Zustimmung.

Aber das eigentliche Problem beginnt ja nun erst:
Was tun wir, wenn Gesetze oder ganz allgemein Abstimmungen (mathematisch) erkennbar mit den Stimmen der AfD durchkommen?

Glauben Sie mir, es mir richtig zuwider, dass einige wirklich wichtige politische Positionen durch deren Vereinnahmung durch die AfD und ihre überzogene Haltung dazu gleichsam verbrannt sind.

Deswegen auch meine (hier vielleicht recht häufig vorgetragene ...) vage Hoffnung auf Neuwahlen mit frischer CDU-Spitze.

Ich weiß, dass es Ihnen gegen den Strich geht, aber die Grünen haben sich nach ihren unschätzbaren Verdiensten heute fast entbehrlich gemacht, da die anderen Parteien ein Hauptanliegen, den Umweltschutz, übernommen haben.

Nur so werden wir die AfD wieder loswerden, sie darf keinen Alleinvertretungsanspruch beim Thema Migration mehr haben.

@sprachloser, 22.40h

Wenn Sie sich da mal nicht irren.
Die größte Beamtengruppe sind die Lehrer.
Die präferieren mehrheitlich die Grünen und die Linke.

Deutschland Trend stabil

Es gibt in den aktuellen Umfragen keine Änderungen von mehr als +/- 2 Prozentpunkten für eine Partei gegenüber dem 24. September. FDP im Minus, SPD im Plus.

wirklich NIE?

Ich wusste gar nicht, dass die skandinavischen Länder und Kanada über längere Zeiten nicht in der Lage waren Haushalte zu beschließen.

Dort gab es häufig Minderheitsregierungen, die auch gut funktionierten. Es ist sehr interessant, dass genau das für Deutschland ausgeschlossen wird.
Liegt es an unserem Dünkel oder eher an der Ränkesucht, vielleicht auch etwas anderem ...

Ich befürworte eine Minderheitsregierung. Da gäbe es keinen 4 Jahresplan und man müsste wirklich einmal Kompromisse suchen im Parlament; würde die Debatten bestimmt auch interessanter gestalten.

Außerdem wäre das wirklich mal etwas NEUES.

Was kann man für eine Lehre ziehen?

Die Frage ist doch jetzt, was kann man jetzt machen? Wie soll es weiter gehen.

Mein Fazit ist:
CDU/CSU ist derzeit der schlechteste Verhandlungspartner von allen Parteien.

Personalfrage ist nicht geklärt. Frau Merkel und Herr Seehofer sind fragliche Führungspersonen. Frau Merkel hängt nur an ihrer Macht. Sie vergißt ihre Prinzipien, die Verträge, sogar das Grundgesetz.
SPD hat deutlich gemacht, daß sie mit Frau Merkel keine Koalition mehr eingeht. FDP nun auch nicht.
Bei der CDU/CSU ist ja noch nicht mal die politische Ausrichtung geklärt. Merkel's grün oder rechte Flanke schließen? Man weiß absolut nicht was man mit diesem Koalitionspartner bekommt.

Auch wenn die CDU/CSU derzeit die Mehrheit haben mag, sie ist nicht regierungsfähig.

WIe Herr Gauland schon gesagt hat. Frau Merkel muß weg und die CDU/CSU muß sich neu ausrichten mit neuen Führungspersonen auf die man sich als Partner verlassen kann.

Aber vorallem müssen Frau Merkel und Herr Seehofer weg.

Ich habe bei diesem

Ich habe bei diesem vierwöchigen Sondierungskrampf fast ausschließlich gehört, was bitte alles nicht umgesetzt werden soll. Gerade das wichtige Thema der Überarbeitung unseres Bildungssystems wurde einzig und allein von der FDP angesprochen. Der Hammer dabei: Die CDU will das Kooperationsverbot aufrecht erhalten und eigentlich keine große Veränderung. Die Krönung war, als die Grünen doch noch zu Kreuze gekrochen sind und der "flexiblen Obergrenze", die natürlich anders gehießen hätte, zugestimmt haben. Wäre ich Lindner gewesen, spätestens danach hätte ich die Show auch auffliegen lassen.
Ich meine wie lächerlich wollen wir es denn noch, wenn es hier nur noch darum geht, wie irgendwelche Pseudomaßnahmen getauft werden?
Lösungen für Probleme habe ich 0 gesehen. Auch schon im Wahlkampf hatte kaum einer ein Programm mit einer Vision oder einem klaren Ziel. Vielleicht wachen die jetzt endlich aus ihrem Zombiedasein auf.

Egoismus

Als die FDP die Verhandlungen verlassen hat, waren alle kritischen Punkte schon gelöst. Im Fußball nennt man das taktisches Foul.

Verkalkuliert

Aufkosten aller hat Lindner mit seinem „Haufen“ das Scheitern herbeigeführt. Das Kalkül: bei Neuwahlen zuzugewinnen. Da hat er sich hoffentlich verkalkuliert!

Jamaika Ade

Wer weiss wofür es gut ist. Schuldige suchen macht auch keinen grossen Sinn, in meinen Augen haben alle eine Mitschuld an der jetzigen missere. Da die SPD ja nach dem Absturz von Herr Schulz, eher trotzig als konstruktiv reagiert, machen nur noch Neuwahlen sinn und das so schnell wie möglich. Unangenehm ist, das durch das Scheitern, den "Anderen" Wähler zugetrieben werden. Deswegen vermute ich nun, egal wie es kommt, das wir ins nächste Desaster rennen.

@Palas, 22.44h

Mit dem Umweltschutzsind die Grünen dereinst angetreten, das hat sie größer gemacht und dabei hätten sie auch bleiben sollen.
Vom Pazifismus haben sie sich selbst verabschiedet und bei der Migrationspolitik haben sie derart abstruse Standpunkte, dass sie dafür keinen Koalitionspartner finden werden.
Von der unbedeutenden Linkspartei mal abgesehen.

@Mittlerer Bürger

"Vielleicht wachen die jetzt endlich aus ihrem Zombiedasein auf."

.

Ich befürchte das es nicht passiert. Die Konsequenzen mag ich mir nicht ausmalen.

@ 23:01 von andererseits

"Und wenn ich von "Gefasel"spreche, geht es darum, dass am Sondierungstisch lediglich der Begriff geritten wurde.."

Einverstanden.
Ich fürchte, wir müssen alle ein wenig über unseren Links-rechts-Schatten springen und die Sondierungsgespräche per se und parteiübergreifend als wenig substanziell betrachten.

Und meine präferierte linksliberale wertkonservative Partei muss ich mir wohl weiterhin selbst backen ...

Herr Lindner tut gut daran,

Herr Lindner tut gut daran, dass er zu dem steht was er vor den Wahlen versprochen hat. So sollte es sein. Dann lieber Neuwahlen. Für mich ganz schlimm sind die Schuldzuweisungen. Schon im Vorfeld an die SPD und nun an die FDP. So ist nun mal Demokratie. Menschen gehen wählen und dann müssen die Parteien sehen ob sie und mit wem regieren können. Wenn die SPD erneut in eine große Koalition gegangen wäre, hätten sie in 4 Jahren noch schlechter abgeschnitten. Kompromisse ja, aber nicht um den Preis des Identitätsverlust.

23:01 von friedrich peter...

"Man kann wohl davon ausgehen das bei Neuwahlen es nicht zu grosse Verschiebungen kommen wird."

Das hängt sehr davon ab, zu welchem Zeitpunkt erneute Wahlen stattfinden.

Ich bin sehr erstaunt darüber, dass so gut wie alle Kommentatoren davon auszugehen scheinen, dass Neuwahlen "unmittelbar" erfolgen würden.

Alle Parteien wissen, dass es in einem solchen Fall zu leichten, aber nicht entscheidenden Verschiebungen in den Stimmanteilen kommen würde. Und sie dann im gleichen Dilemma stecken wie momentan. Nur noch viel tiefer.

Das weiß auch Bundespräsident Steinmeier.
Laut Verfassung müssen Wahlen einer/eines neuen Bundeskanzlerin/-kanzlers stattfinden. In der dritten Wahlphase muss eine/einer mit relativer Mehrheit gewählt werden.

Steinmeier wird sie/ihn ernennen, und den Bundestag nicht auflösen. Es wird zu einer Minderheitsregierung von CDU/CSU kommen, IMHO unter Merkel.

Sie wird nach 10/12 Monaten die Vertrauensfrage stellen =
Neuwahlen unter anderen Bedingungen Anfang 2019 …

23:09 von mirage3a

Ihren Kommentar kann ich so unterschreiben,denn den " Schwarzen Peter " jetzt bei der FDP hinzuschieben ist nicht fair. Es waren noch über 237 Konflikt Punkte ungelöst. Wenn man da von wir waren auf der Zielgraden spricht,so ist das wenn ich 100 Meter laufen muss und nach 10 Metern sage ich bin auf der Zielgraden.

FDP tut sich sicherlich keinen Gefallen

Die Mehrheit der deutschen vermutet (wie ich), dass die FDP kurz vor dem Erfolg die Regierung hat starben lassen, und das obwohl sie einige eigene Positionen durchgebracht hatte. Das halte ich nicht für verantwortungsvoll. Neuwahlen sind in jedem Fall riskanter für alle - am meisten aber, und das wird sie noch feststellen, für die FDP selbst.
Auf das Gesicht vom Lindner freu ich mich schon, nachdem sie bei der Neuwahl abgestraft worden ist. .
Das war unüberlegt.

@karwandler 23.18

wenn ich darf, antworte ich gerne. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass in einer Volkspartei wie der CDU sich Jemand finden lassen müsste, der geeignet wäre die Partei zu führen und ggf. die Regierung. Wenn nicht, wäre das eine Bankrotterklärung und die CDU sollte sich auflösen und die Mitglieder sich anderen Dingen zuwenden. Da gäbe es viele Möglichkeiten: Hobbyimker, Kleintierzüchter, und vieles mehr. Es ist nicht immer Alles alternativlos. Außerdem könnten ein paar sich bei den Grünen, der AfD oder je nach Gusto der SPD oder FDP einbringen. Vielleicht gibt es aber sogar innerhalb der CDU die Möglichkeit, Missstände anzusprechen ohne gleich die Partei zu verlassen, auch wenn sie nicht dafür bekannt ist

23:40 von pro Rus - contra Put

waren alle kritischen Punkte schon gelöst
.
das behaupten die Übrigen

@23:34 von Lutz Jüncke

"Ich weiß, dass es Ihnen gegen den Strich geht, aber die Grünen haben sich nach ihren unschätzbaren Verdiensten heute fast entbehrlich gemacht, da die anderen Parteien ein Hauptanliegen, den Umweltschutz, übernommen haben."

Haben aber nicht die Sondierungen genau das Gegenteil bewiesen?

Natürlich ist auch eine CDU-Regierung heute irgendwie für Umweltschutz, kann man ja auch nichts schlechtes darin sehen so prinzipiell. Und natürlich setzt eine Merkel-Regierung sich teilweise sogar ambitionierte Klimaziele, solange sie abstrakt und weit genug in der Zukunft sind.

Aber wenn dann die Grünen kommen und in der Sondierung verlangen, dass man diese Ziele ernst nimmt und auch konkrete Maßnahmen unternimmt, dass man sie irgendwie erreichen kann, gelten sie plötzlich als weltfremd.

Solange das der Fall ist, sehe ich nicht, dass sich die Grünen schon entbehrlich gemacht hätten.

FDP-Ausstieg abgestraft bei Neuwahl?

Die FDP musste sich eingestehen, dass sie nicht so politisch mithalten konnte. Ihnen fehlt Erfahrung und Menschlichkeit.

Die FDP hat keine feste Wählerschaft, so dass nun auch 4 % herauskommen können. Auch so kann die FDP dem deutschen Staat dienen.

@23:47 FreidenkerAD1

Es gibt einen weit verbreiteten Irrtum: Alle Parteien haben einerseits Wahlprogramme, die 100% eigene Handschrift tragen. Wenn dann Verhandlungen zur Regierungsbildung notwendig werden, braucht es andererseits notwendigerweise Kompromisse, und genau das ist kein Wählerbetrug, sondern alltägliche Kunst der Politik.

Späte Flucht

Es waren nahezu alle kritischen Fragen schon gelöst, als Lindner die Angst gepackt hat und die Neoliberalen die Verhandlungen verließen.

@23:45 Lutz Jüncke

Genau das wäre bis tief in die Gesellschaft hinein die Chance von Jamaika gewesen: ein über-den-Schatten-springen. Dafür braucht es jetzt ein neues Team.

Grüne plus, FDP minus

Die neuesten Umfragen prognostizieren Zugewinne für die Grünen und Verluste für die FDP. Auch die Linke verliert stetig an Zustimmung.

wer mit dem Teufel isst

braucht einen langen Löffel
das hat die SPD schmerzlich erfahren
... und der Lindner ist ein cleverer Bursche
bei der Koalition kann man nur verlieren

Ich bin leider kurzsichtig,

Ich bin leider kurzsichtig, daher muss ich das alles bei Lindner wohl übersehen haben, aber in ihre Liste kann man noch so tolle Namen aufnehmen wie von der Leyen, Guttenberg, der sprachgewaltige Westerwelle und noch mehr.

Es gibt immer wieder Fehlbesetzungen in einem demokratischen Rechtsstaat und um das ohne Gewalt zu ändern, gibt es Wahlen - der große Vorteil der Demokratie, zumindest nach K. R. Popper.

Es ist natürlich zweckmäßiger einen Menschen mit entsprechender Erfahrung und Ausbildung im jeweiligen Bereich auf einen Posten zu setzen, als einen völlig Unbefleckten. Dieser Denkansatz ist aber schon vor Jahren über den Haufen geworfen worden und so wird munter weiter rochiert.

@23:45 von Lutz Jüncke

"Und meine präferierte linksliberale wertkonservative Partei muss ich mir wohl weiterhin selbst backen ..."

Na das klingt ja fast nach einem Leidensgenossen von mir.

Wobei ich unterhalb der 5%-Hürde wohl schon fündig werden würde - aber unser Wahlsystem zwingt mich eben, zu entscheiden, ob ich lieber meine ehrliche Meinung ausdrücken oder über die Zusammensetzung des Bundestags mitentscheiden will. Und da entscheide ich mich dann doch regelmäßig wieder für letzteres...

FDP spielt mit der Verantwortung

Wer sich wie Christian Lindner hinstellt und sagt, dass man im Kern eine solche Koalition nicht mittragen kann, ohne die FDP-Wähler zu betrügen, hat ein komisches Verständnis von Demokratie. Die Erwartung, sich in allen Fragen durchzusetzen oder gar die Handschrift vorzugeben, ist abenteuerlich (bei rund 11% und 3 weiteren Parteien). Wenn sich Die Grünen und die Unionsparteien in den strittigsten Fragen annähern, dann fragt sich der Bürger, wo die FDP ein Problem haben soll?Bei der Digitalisierung oder bei der Bildung ging es nicht weit genug, wurde am Morgen danach fabuliert. Die anderen Parteien gaben sich in dieser Situation staatstragend und souverän angesichts eines selbstherrlichen Christian Lindners. Ob seine Strategie aufgehen wird, mit einem Rechtsruck (an der CSU vorbei) bei den Neuwahlen zusätzliche Stimmen von der AfD und aus der Union zu bekommen, bleibt abzuwarten. Die Wähler schätzen es nicht, wenn Politiker mit den demokratischen Institutionen wie Schachfiguren umgehen.

21:56 von karwandler

Und wenn die Minderheit dann die Stimmen der Grünen braucht?
.
es gibt ja noch 3 weitere Parteien im Parlament
um unnütze Kohlekraftwerke abzuschalten braucht man die nicht,
das kriegen die anderen (etwas langfristiger) auch hin
und die Migrationssache ist genauso durchdacht
wie das Verbot des Verbrennungsmotor (2030) und nur noch Alternativstrom ab 2050

immer wieder erfreulich

wie schnell die ARD den richtig schuldigen benennen kann, natürlich die FDP. das war aber schon zu westerwelles zeit so. offenbar haben unsere öffentlichen reporter eine andere sichtweise von wahrheit als der normalo!

@ DerVaihinger um 23:35

Sie schrieben:
"Wenn Sie sich da mal nicht irren.
Die größte Beamtengruppe sind die Lehrer.
Die präferieren mehrheitlich die Grünen und die Linke."
Aber auch die Lehrer haben in den letzten Jahren dazugelernt. Sie bekommen die Folgen von "Refugges welcome" und Rot-Grünem Bildungschaos ja als erste zu spüren (s. Ergebnisse von BW bei den letzten Vergleichsarbeiten). Den größten Überhang an Stimmanteil für die Grüne im Vergleich zum Bundesergebnis gibt es aber, kaum überraschend, bei den Journalisten.

00:06 von Paddy B.

"Wobei ich unterhalb der 5%-Hürde wohl schon fündig werden würde - aber unser Wahlsystem zwingt mich eben, zu entscheiden, ob ich lieber meine ehrliche Meinung ausdrücken oder über die Zusammensetzung des Bundestags mitentscheiden will. Und da entscheide ich mich dann doch regelmäßig wieder für letzteres..."

Ich stand bei der letzten Bundestagswahl vor der selben Frage.
Ich habe mich für "die Partei meines Herzens" entschieden (die PARTEI).

Würden alle Wähler von Kleinparteien Ihrem Beispiel folgen, könnte es niemals eine neue Partei in den Bundestag schaffen.

Das wäre dann auch den Grünen Anfang der 1980er-Jahre nicht gelungen, und den Linken in den 1990ern nicht …

@andererseits "Vorwurf des Machterhaltes nur dünne...

... wiederkehrende Interpretation"
---
Welches politische Ziel hat den Merkel anlässlich der Sondierungen kommuniziert? Oder überhaupt je und es dann konsequent verfolgt?

Herr Lindner überzeugt mich mehr als Union und Grüne

Das was Union und Grüne gestern Nacht da erklärt haben, habe ich denen nie abgenommen, weder die Version von Frau Merkel noch die von Göring Eckardt und Özdemir und Herrn Seehofer. Herr Lindner hat es sehr überzeugend rübergebracht und ich glaube ihm auch, dass die vier Sondierungsparteien weit voneinander entfernt waren. Ich finde es gut, dass die FDP sich nicht verbiegt nur um regieren zu können. Ich finde es auch komplett albern und lächerlich wie jetzt einige meinen auf die Partei einzudreschen und die als Sündenbock benutzen. Mich beeinflusst dieses Bashing gegenüber der FDP überhaupt nicht. Ich sehe mich in meiner Wahl bestätigt und werde die FDP bei einer Neuwahl wiederwählen, weil sie im Gegensatz zu Grünen und CDU/CSU nicht nur danach geht auf Teufel komm raus zu regieren egal ob dies nun positiv für den Wähler wäre oder nicht.

Die Deutschen

sind ein merkwürdiges Völkchen. Hält eine Partei ihre Wahlversprechen und respektiert ihre Wähler und Prinzipien, wird sie verteufelt. "Mit mir wird es keine Maut geben" Merkelsteuer usw. das war doch auch nicht recht. Und dann die Umfragen: Der Schulz-Hype, dann breite Mehrheit für eine Große Koalition, dann plötzlich Euphorie für Jamaica? Und jetzt die Straßenumfragen nach dem Ende der Sondierungen: tief verunsicherte Bürgerlein, die lieber weiter im Tiefschlaf geblieben wären. Die echten wirklichen Probleme wie Kinderarmut, eine massiv gestiegene Gewalt- und Drogenkriminalität auf den Straßen und in den Parks, Wohnungsnot und Obdachlosigkeit verunsichern und empören nicht- aber dass Deutschland womöglich ein paar Wochen ohne Schwampel auskommen muss, das ist natürlich existenzbedrohend. Und dass die von mir genannten Problemen nicht mal Thema bei den Sondierungen waren- geschenkt

Beistand?

@ Orfee:
Frau Merkel ist ja schon bekannt dafür, daß sie sich an keine Verträge hält. Maastricht Kriterien, Kopenhagen Kriterien, Nichtbeistands-Klausel, Grundgesetz werden relativiert oder anders interpretiert.

Es gibt eine Beistandsklausel, aber keine "Nichtbeistands-Klausel". Außerdem bin ich mir sicher, dass Angela Merkel in ihrer Regierungszeit keinen Vertrag und kein Gesetz verletzt hat.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinsame_Sicherheits-_und_Verteidigungsp...

@Karwandler "Intellektuelle Bandbreite"

@misses Figg drückt das falsch aus. Es äußert sich nicht im bestehen von Examina aus, ob ein Mensch wirklich Erwachsen ist. Den Grünen haftet, wie allen die gerne beim Staat untergekrochen sind, die Bereitschaft die parentale Komfortzone zu verlassen, zugunsten einer oft auf Lebensfrist verlängerten Pubertät.
Entsprechenend eratisch die Problemlösungsstrategieen im nicht
Gewiesenen.

Lindner sei Dank...

...ist die in meinen Augen Jamaika-Katastrophe abgewendet worden. Alles andere dürfte für's Regieren besser sein als diese Totgeburt.

@ karwandler 23.00

"Wenn eine Minderheitsregierung ein Gesetz nur mit der AFD gegen den Rest des Bundestags durchbringt, ist es politischer Selbstmord."
***

Ja, stimmt schon. Aber meinen Sie nicht, dass es für eine demokratische Minderheitsregierung ein Zeitpunkt des Innehaltens und Nachdenkens wäre, wenn Gesetzesvorlagen ausschließlich die Zustimmung der AFD finden würden, alle anderen demokratischen Kräfte aber nein dazu sagen würden ??

Ansonsten: Wir haben einen überdimensional aufgeblähten Bundestag mit über 700 Abgeordneten.. Wollen wir wirklich all Denen von vornherein unterstellen, aus undemokratischen parteitaktischen Gründen grundsätzlich gegen die Regierung zu stimmen ?!
Das würde wirklich nicht gerade in der Gesamtheit für uns Wähler sprechen!
Hemmschuh für eine Minderheitsregierung unter der Union ist doch, dass die nicht mehr gewohnt sind, Politik erklären zu müssen und vor allem: eigene Ideen und Inhalte zu entwickeln..

Ich finde trotzdem, dass es durchaus einen Versuch wert wäre!

Klare Worte

Die FDP hat die Schwarz-Gelbe Koalition mit Merkel nicht vergessen. Die 4 Jahre Pause hat die marode FDP auch finanziell schwer getroffen. Rentenbeiträge für ihre Mitarbeiter kann die FDP aktuell nicht bezahlen.

Trittin hat in der BILD am Sonntag klar gemacht das die Grünen bereits ihre „Schmertzgrenze“ überschritten hat. Die Basisdemokratische Ausrichtung macht ein weiteren Bruch der Genfer Flüchtlingskonvention für die Grünen unmöglich. Aber bei dem Zuzug von Angehörigen von Flüchtlingen setzt Lindners FDP auf dauerhaften Rechtsbruch.

Diese beiden Aspekte haben wohl die FDP bewogen Merkel und die Bundesregierung in die Krise zu stürzten.

Wahltaktische Erwägungen können es wohl nicht gewesen sein. In aktuellen Umfragen liegt die FDP unterhalb des Bundestagswahlergebnis. Noch mehr Prozente hat die CDU verloren. Bei Emnid und Forsa steht die CDU aktuell bei 31% und verliert satte 2% im Vergleich zu Bundestagswahl. Die SPD (0,5-1,5)und vor allem die Grünen (2-3%)können zulegen.

Eine Koalition

die derartig geringe Schnittmengen hat, ist keine Lösung.

Den Schritt der FDP finde ich deshalb sehr honorig. Man muss nicht um den Preis der Selbstaufgabe regieren.

Frau Merkel kann ja, wenn sie schon so sehr an ihrem Amt hängt, eine Minderheitsregierung probieren. Warum sollte nicht endlich einmal bei Entscheidungen richtig demokratisch gerungen werden? Bislang wurde doch eher abgesegnet, was vorgegeben wurde. Die Groko war demnach das genaue Gegenteil, von dem, was man sich unter Demokratie vorstellt. Die SPD hat daran einen enormen Schaden genommen, der nur noch schwer zu reparieren sein wird.

Ich sehe in einer Minderheitsregierung eine Chance für ein Mehr an Demokratie. Die Politik wird dadurch zwar etwas schwerfälliger, aber um Vieles interessanter. Auf die Debatten im Bundestag, sollte es dazu kommen, freue ich mich schon heute.

@karwandler 22:32

Soso Sie glauben also dem Deutschland Trend? Ich glaube Prognosen gar nichts mehr seit der US Wahl. An meiner Haltung wird es schon mal gar nichts ändern. Ich werde trotzdem die FDP wählen sollte es Neuwahlen geben, nach dieser Hasstirade gegen die FDP erst recht und ich finde es nach wie vor richtig und gut, dass die FDP sich nicht von Angela Merkel hat unterbuttern hat lassen. Im Übrigen die von Ihnen so sehr gewünscht RRG Koalition ist ganz ganz ganz ganz weit weg von einer Regierungsmehrheit.

@Lutz Jühnke "Verdienst der Grünen der Umweltschutz"

Die wichtigsten Weichen des Umweltschutzes waren schon gestellt, da redete noch niemand von den Grünen. Die Grünen haben das Thema gekapert, dogmatisiert und damit unrettbar vermint, so daß es praktisch unmöglich geworden ist in diesem Bereich etwas zu bewegen. Von pragmatisch und kosteneffektivem Handeln gar nicht zu reden...

@Magfrad 21.11. 00:32

Sehe ich genauso. V.a. kann ich die Contra-FDP-Kommentare der ARD nicht nachvollziehen. Lindner hat genau richtig gehandelt. Nix Egoismus, sondern endlich mal jemand, der seinen Prinzipien treu bleibt und seinen Wählerinnen und Wählern gegenüber verantwortlich handelt.

@00:22 von schabernack

Würden alle Wähler von Kleinparteien Ihrem Beispiel folgen, könnte es niemals eine neue Partei in den Bundestag schaffen.

Mir ist das Problem schon bewusst, sonst wäre da ja kein Konflikt...

Andererseits muss man auch sagen, dass alle Parteien, die es geschafft haben, halbwegs nahe an die 5%-Hürde zu kommen, neu waren und dadurch einen gewissen "Schwung" mitgebracht haben. Von einer Partei, die regelmäßig 0,5% erreicht und sich dann Schritt für Schritt hochgearbeitet hat, habe ich noch nichts gehört.

Insofern können Sie natürlich Wahl für Wahl die PARTEI wählen (die im 0,x%-Bereich seit längerem etabliert ist) und hoffen, dass Sie Nachahmer finden, aber die Erfahrung sagt, dass das nicht der Weg in den Bundestag ist, sondern böse gesagt nur anteilig die AfD-Fraktion vergrößert.

Wie gesagt, ich verstehe den Konflikt und will auch in beide Richtungen niemanden kritisieren, aber am schönsten wäre es, wenn eine Wahlrechtsreform ihn einfach auflösen würde...

Politiker sind für alle da

Sobald die FDP-Politiker in den BT gewählt sind, vertreten sie nicht nur ihre Wähler allein, sondern alle Bürger der BRD. Insofern ist die Begründung von Hrn. Lindner falsch, er könne es seinen Wählern gegenüber nicht vertreten. Die Frage muss sein: Kann Hr. Lindner den Ausstieg der FDP aus Jamaika allen Bürgern gegenüber vertreten?
Was Fr. Merkel angeht, wird hier von vielen Usern kritiklos von der TS übernommen, Fr. Merkel hätte nur moderiert. Weder die TS noch wir Bürger waren bei den Sondierungen dabei. Also spekuliert die TS nur, und Spekulationen sollte man nicht folgen, sondern sehr kritisch sehen. Was den Kohleaustieg anlangt, sollte jeder User mal gucken, welche Partei in den betroffenen Ländern regiert und nicht die Schuld Fr. Merkel zuschieben. In Brandenburg ist es die SPD und die Linke. In NRW war es die SPD. Der Wirtschaftsminister, Hr. Gabriel - SPD - hat sich stets für die Kohlekraftwerke eingesetzt. Und jetzt duckt sich die SPD feige weg. Die FDP ist nicht besser.

Danke für die überwiegend gute Diskussion hier!

@Schabernack: Sehr gute Analyse mit Sachkenntnis! Ob es tatsächlich so kommt, werden wir sehen. Spannend bleibt es auf jeden Fall. Wenn auch unbequem und nicht wünschenswert, muß jetzt erstmalig mit einer in unserer Verfassung mit großer Weisheit als Möglichkeit vorhergesehenen Situation umgegangen werden. Der Bundespräsident hat heute mit seinen mahnenden Worten einen ersten und sehr würdigen Schritt dazu getan! Unsere Verfassung ist gut und funktioniert, das ist doch schon einmal ein großer Lichtblick!

@Christian Schindler 00:09

Sorry aber diese Unart der FDP den schwarzen Peter zuschieben sollte man mal seinlassen. Niemand in der FDP hat erwartet alles durchzubekommen. Fakt ist aber, dass Angela Merkel viel zu sehr auf die Grünen eingegangen ist und zu wenig auf die FDP und um es nochmal deutlich zu machen, die FDP hat mehr Prozente gehabt als die Grünen. Die Wähler wollen vor allem, dass man Wahlversprechen hält und Lindner hat vor der Wahl gesagt, dass er und seine Partei niemals sich verbiegen lassen nur um zu regieren. Dies alleine zählt und sonst absolut gar nichts! Selbstherrlich war zwei Personen in den letzten 24 Stunden, nämlich Angela Merkel, die meint ohne ihre Partei zu fragen als Kanzlerin bei Neuwahlen zu kandidieren und Martin Schulz, der einfach nein zu Groko Gespräche sagte ohne mit Bundespräsident Steinmeier zu sprechen, eine Beleidigung für den Bundespräsidenten. So viel zum Umgang mit demokratischen Institutionen!

00:42 von LiNeII

"Ich sehe in einer Minderheitsregierung eine Chance für ein Mehr an Demokratie. Die Politik wird dadurch zwar etwas schwerfälliger, aber um Vieles interessanter. Auf die Debatten im Bundestag, sollte es dazu kommen, freue ich mich schon heute."

Ja, das sehe ich auch so - und freuen tue ich mich auch.

Pointierte Debatten im Bundestag würden die wirklichen Positionen und Anliegen der einzelnen Parteien viel besser herausstellen, als erneute Parolen in einem baldigen erneuten Wahlkampf es können.

Das würden vor allem den kleinen Parteien Nutzen bringen …

@ Magfrad -> @ karwandler 00.42

" Im Übrigen die von Ihnen so sehr gewünscht RRG Koalition ist ganz ganz ganz ganz weit weg von einer Regierungsmehrheit."
****

Ich glaube, da verwechseln Sie jetzt was .. -;)))

Das wäre mir ja ganz neu, dass ausgerechnet der User karwandler "so sehr" RRG wünscht ! -;))

Jeder Partei ist es

Jeder Partei ist es ueberlassen, einer Koalition zu zustimmen oder nicht. Aber man sollte die FDP Begruendung hinterfragen, dass sie seinen Waehler gerecht sein moechte. Selbst wenn die FDP die alleinige regierende Partei waere, wuerde sie nicht allen ihren Waehler gerecht sein. Das ist ein Faktum und Realitaet. Aber sich die Moeglichkeit entgegen zu lassen, bei einer Koalition mitzuwirken und zu gestalten, nenne ich schwach und armselig - auch im Hinblick auf die Buerger Deutschlands. Eine andere Begruendung lautete, die FDP haette erst mal sondieren muessen, ob sie sich einlassen wuerde. Das ist Kinderkram. Man geht in Sondierungsgespraeche mit dem Ziel eine Regierung zu bilden. Das ist kein Kindersandkastenspiel. (Ich lebe selbst in London und wir haben hier auch so einen Kasperle, Boris Johnson, so kommt mir die FDP auch vor. Ich gehoere keiner Partei an). Die FDP hat kein Rueckgrat, sich durchzusetzen, Kompromisse mit anderen Parteien zu schliessen, durchzuhalten.

@ karwandler

"Stramme Prinzipientreue in der Opposition ist für Apotheker, Hoteliers und Investmentbanker nicht attraktiv."

Meine Frau und ich wählen FDP, obwohl wir keine Apotheker, Hoteliers oder Investmentbanker sind.

In diesem Sinne: Etwas weniger Vereinfachung bitte. Ich unterstelle ja auch nicht, dass die Linkspartei ausschließlich von Hartz-IV-Empfängern gewählt wird.

Und ja, Prinzipientreue in der Opposition ist uns allemal lieber als eine Regierungsbeteiligung, die mit faulen Kompromissen erkauft wurde.

Ich finde es schon amüsant, dass genau die gleichen Kommentatoren, die sonst immer behaupten, die FDP würde für ein paar Ministerien jederzeit ihre Überzeugungen verraten, die Partei nun wegen der angeblichen "Flucht vor der Verantwortung" kritisieren. Manchen Leuten kann man es einfach nicht recht machen!

Am 20. November 2017 um 22:59 von Neues Deutschland.

" Auch eine Minderheitsregierung braucht im Bundestag Mehrheiten. Und warum sollte die FDP ausgerechnet einer Minderheitsregierung zur Mehrheit im Bundestag verhelfen, wo sie gerade das in den Sondierungen nicht mittragen konnte? "

Kommt doch darauf an um was geht, sind noch 3 Weitere Parteien vorhanden.
Bei jedem Thema werden sich andere Mehrheiten finden.

Gruß

@sprachloser 22:40

Hauptsache mit Klischees um sich schmeißen. Ich bin FDP Wähler und nein ich bin kein Industrieller, kein Anleger, kein Beamter, ich habe einen 0815 Job bei dem ich 2500 Euro pro Monat für mich und meine dreiköpfige Familie verdiene. Ich kenne im Übrigen viele FDP Wähler die genauso wie ich situiert sind, sicher gibt es auch dieses Klientel wie Sie es beschrieben, aber Sie sollten diese Vorurteile mal abbauen, sowas ist nicht viel besser als der Vorwurf jeder der AfD wählt sei rechtsradikal. Mit derartigen Pauschalisierung kommen wir niemals voran

@tashina 00:55

Ich hatte ihn als jemanden in Kopf, der die Positionen der Linken unterstützt, wenn ich damit falsch liege sorry, dann tut es mir Leid.

Schade

Jamaika auf Bundesebene wäre schwierig aber interessant geworden. Bei diesem Spiel hat verloren wer zuerst von der Klippe springt und das ist die FDP. Da kann man hinterher sagen was man will. Die SPD hat sich ja direkt disqualifiziert. Jetzt mal ganz egoistisch: Wozu gehe ich eigentlich wählen und wähle Spezialisten, die sich einigen sollen? Damit ich es evtl. gleich nochmal machen kann?
Anstatt sich zu einigen kneifen die alle. Das ist ein Armutszeugnis der repräsentativen Demokratie. Bah. Die Verantwortlichen sollten sich eine Aufgabe mit weniger Verantwortung suchen.

Grüne waren veranwortungsvoller als FDP

Dachte immer, die FDP hat endlich ihre Klientel-Politik abgelegt. Habe mich leider getäuscht. Die FDP fühlt sich nur ihrer Klientel, also nur ihren Wählern verantwortlich. Das ist falsch, sobald ein Politiker für den BT gewählt ist, vertritt er das gesamte Volk. Und aus dieser Verantwortung hat sich die FDP heraus gestohlen. Und das hat nichts mit Rückgrat zu tun. Wo war da der Mut, den die FDP so beworben hat?
Da haben die Grünen mehr Verantwortung für das Volk gezeigt, wie Hr. Özdemir zu recht betont hat - so pathetisch das klingen mag. Die Grünen haben sich für alle Bürger verantwortlich gezeigt und mehr Rückgrat bewiesen. PS. Habe nicht die Grünen gewählt.
Was Hr. Lindner da gemacht hat, war blankes Kalkül, bei einer Neuwahl noch mehr Stimmen zu erhalten. Glaubt Hr. Lindner, dass alle Bürger so dumm sind, dass sie seine Show und sein berechnendes Kalkül nicht durchschauen?

Die Grünen

haben den Umweltschutz nicht erfunden, auch wenn sie so tun als hätten sie das Patent darauf. Schon Willy Brandt hat als Kanzler gesagt "der Himmel über der Ruhr muss wieder blau werden" und wurde von der CDU/CSU verlacht. Die Grünen haben aber wohl das Thema mit vorangebracht, durch ihre unrealistischen Maximalforderungen " Benzinpreis bei 5 DM", Kohleausstieg sofort , Ende des Verbrennungsmotors ohne überzeugende Alternativen aber auch zum ideologischen Spielfeld für weltfremde Sektierer gemacht. Unterm Strich viel vermintes Gelände, reichlich Hysterie und etwas Licht mit reichlich Schatten. Und mit einer Partei der individuellen Freiheit ist diese Attitüde der ständigen Bevormundung der Bürger eben nicht vereinbar.

Satte Mehrheit für Union+FDP+AFD

Der Wähler hat einer Koalition aus Union, FDP und AfD eine satte Mehrheit beschert.
Das ist ein Auftrag an die Politik!
Und diese Parteien liegen auch inhaltlich sehr nah zusammen.
Aber es passt der Union nicht.
Deshalb hat die es mit den Grünen versucht, die ein konträres Programm vertreten.
Das konnte ehrlicherweise nur scheitern.
Und die ehrlichen sind bei der FDP.

Ich lobe die Ehrlichkeit der FDP und die kritisiere die Verlogenheit der Union.
Es wäre für die Union leicht mit FDP und AfD eine stabile Regierung zu stellen.
Aber sie stehlen sich lieber aus ihrer Pflicht und versuchen es mit Neuwahlen.
Danke, Frau Merkel.
Ich wünsche Ihnen und der AfD viel Erfolg bei der Neuwahl.

@karwandler 23:08

Sorry aber wenn ich solche Pauschalisierungen sehe werde ich richtig sauer. Ich wähle die FDP und ich bin kein Apotheker, kein Hotelier, kein Investmentbanker. Ich arbeite in einem normalen Job in der PR und Öffentlichkeitsarbeit einer Mittelstandsfirma und bin keiner mit extrem hohen Verdienst. Meine Eltern sind beide auch in einfachen Jobs tätig gewesen, keine reichen Menschen und wählen auch die FDP und ich kann Ihnen noch sehr viele andere Beispiele nennen. Man sollte mit diesen Pauschalurteilen aufhören, sowas spaltet in der Tat die Bevölkerung.

Dieser gestrige Tag

bringt einige sehr interessante Dinge ans Licht.
1. Fr. Merkel scheint mir regelrecht entlarvt:
Sie will regieren, dafür ist ihr kein Preis zu hoch UND dafür setzt sie sich auch über Vieles hinweg, was schlicht inakzeptabel ist.
2. Hr. Schulz ist nicht das, was die SPD derzeit braucht. Dass er Koalitionsgespräche ablehnt, ist zwar durchaus nachvollziehbar, ein bisschen mehr demokratischer Anstrich würde seinen Aussagen aber auch nicht schaden.
3. Hr. Steinmeier hat nun die A-Karte. Er soll den Weg zu einer Regierungsbildung vorgeben. Kann er das, aufgrund seiner langjährigen Einbindung als SPD-Funktionär wirklich neutral und unabhängig von parteitaktischen Überlegungen?
4. Hr. Lindner hat bei vielen nun als Mann mit weißer Weste gepunktet. Ob die Absage an Jamaika nun aus wirklicher Überzeugung entstand oder aus Opportunismus, wird man auch noch sehen

Immerhin bringt so ein politisches Erdbeben Dinge ans Licht, die sonst sehr leicht überspielt werden.

@Laskaris 00:58

Sie sprechen mir aus der Seele! Genauso denke ich auch und der harte Kern der FDP Wähler wird die Partei auch bei Neuwahlen wählen, eben weil sie ihre Überzeugungen nicht verraten haben und man wird noch Wähler dazugewinnen, die dieses festhalten an Überzeugungen und Wahlversprechen gut finden. Mag sein, dass man einige verliert, aber ich vermute man wird sogar noch zulegen, auf keinen Fall aber klar abstürzen wie es einige Foristen und die ganzen Medien wie zb der Spiegel gerne hätten :)

um 21:56 von anderseits

>>"Sie scheinen während der Sondierungsgespräche woanders gewesen zu sein: Die Grünen haben schon nach wenigen Tagen deutlich gesagt, dass sie wissen, mit gut 9% nicht alles durchsetzen zu können. Die Grünen haben sich tatsächlich bis an die Schmerzgrenze bewegt. Da kann von "Programme diktieren lassen" keine Rede sein."<<

Die Grünen haben sich doch beim Thema Familiennachzug keinen Milimeter bewegt und damit die Schmerzgrenze der Bevölkerung überstrapaziert. CDU,CSU und FDP waren sich am Schluss einig und nur mit den Grünen war keine Einigung möglich. Lindner hatte meiner Meinung nach Recht.

@ andererseits

"Der grüne Anton Hofreiter hat recht: Jamaika wäre eine große Chance für unsere Gesellschaft gewesen, mit einer sehr versöhnenden Kraft."

Wir hatten in zwei der drei letzten Legislaturperioden die "versöhnende Kraft" der Großen Koalition - mit der Folge, dass die beiden (einstigen) Volksparteien auf vielen Feldern eine zum Verwechseln ähnliche Politik betreiben und die radikalen Kräfte an den Rändern, vor allem rechts der Union, erstarkt sind.

Was glauben Sie würde passieren, wenn wir nun noch einmal vier Jahre eine in wesentlichen Punkten - Migration, Euro-Rettung etc. - identische Politik bekämen? Wenn dem Wähler also signalisiert würde, es ist eigentlich egal, ob er sein Kreuzchen bei Schwarz, Rot, Gelb oder Grün macht, er bekommt sowieso im Wesentlichen das Gleiche? Glauben Sie, das wäre gut für die politische Kultur im Land?

Mir geht, mit Verlaub, der deutsche Konsens-Wahn gehörig auf die Nerven. Demokratie lebt von Polarisierung und von klar unterscheidbaren Positionen.

um 21:56 von karwandler

"Minderheit CDU/CSU mit FDP wäre tragfähiger, stimmiger und konsequenter."
Und wenn die Minderheit dann die Stimmen der Grünen braucht?

Oder man ergänze CDU/CSU und FDP durch die AfD und es käme ein tragfähiges Konstrukt im Sinne der deutschen (Betonung liegt auf deutschen) Bevölkerung heraus und die Grünen würden mit Ihren abstrusen, irrealen Vorstellungen keine Rolle mehr spielen.

@zuschauer-51 01:08

Die FDP wird vom einem klaren Wählerkern auch bei Neuwahlen gewählt werden, da machen Sie sich mal keine Sorgen und sie wird auch neue Wähler dazugewinnen die nicht so denken wie Sie! Die Grünen haben Ihre Idealien verraten bei den Sondierungen. Ich bezweifel, dass dies bei Grünen Wählern gut ankommt. Blankes Kalkül war dass was die Grünen und Union sich zusammenfantasiert haben nachdem die FDP korrekterweise gesagt hat, dass der Zug nach Jamaika abgefahren ist. Sie glauben also, dass der Bürger so dumm ist und das Kalkül der Union und der Grünen und von Frau Merkel nicht durschaut? Die wollten ein "Weiterso regieren". Dies wollen die wenigsten Wähler und die FDP hat zum Glück da nicht mitgemacht!

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