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"Nomaika" statt Jamaika

Die FDP legte den "Schwarzen Peter" auf die "Schwampel" und verkündete das Aus. Mutig, mutig, denn eine Minderheitsregierung wird es sicherlich nicht geben und ob die Wähler der FDP diesen Mangel an Kompromissfähigkeit tolerieren werden, sei' mal dahingestellt. Ich hatte eigentlich eher erwartet, dass diese Sondierungen an der CSU scheitern würden, denn da nächstes Jahr Landtagswahlen in Bayern stattfinden, haben die Verhandlungsführer den Aktionsradius' eines Bierdeckels...

Woran scheiterte es? Das ist die spannende Frage! Die Grünen hatten doch wohl nicht etwa eine gerechte Besteuerung gefordert? Oder woran soll es sonst gescheitert sein? Denn, seien wir ehrlich, die Flüchtlingsdebatte ist ein "Nebenkriegsschauplatz" - Wichtig sind gerechte Besteuerung, Bezahlbare Mieten, Beseitigung von Kinder- und Altersarmut und Pflegenotständen! Da muss man von der These "Der Markt regelt alles" etwas abrücken...

Die Partei mit der größten Weitsicht

Irgendeiner muss als erster aus der Kutsche steigen, wenn die ihr vorgespannten Pferde schon so tot sind, dass ihr Verwesungsgeruch das Atmen in der Kutsche immer unerträglicher macht.

Natürlich kann man auch sitzen bleiben und hoffen, das Problem regelt sich von selber. Darauf hoffen, dass die Pferde wieder ins Leben zurückgeholt werden oder zumindest niemand merkt, dass sie tot sind und die Kutsche sich nicht mehr vorwärts bewegt.

So in etwa präsentiert sich die FDP und die Merkel-Union. Der eine steigt aus, weil er Realist ist, die andere blendet die Wahrheit einfach aus. Der eine ist Zukunftsorientiert, die andere etwas desolat.

Nach so vielen Wochen sondieren, sollte man herausgefunden haben, ob die Inhalte der 4 Parteien sich unter ein Regierungsprogramm bringen lassen. Und dem ist nicht so.

Die SPD sollte nicht frohlocken. Sie hat sich nicht einmal bemüht, D eine stabile Regierung zu verschaffen

Respekt an die FDP, die sich an Fakten hält und nicht in Wunschträumen verliert

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