Kommentare

28 statt 35 Std...

... und das auf Basis der Entscheidung des angestellten Arbeitnehmers. --> Die Forderung ist so allein gesehen 'verrückt'. Es gibt Branchen, in denen wegen Preiskämpfen keine Arbeitsreserve mehr besteht. Die AN sind bereits zu 100% ausgelastet. Es müssten Neieinstellungen stattfinden. Neue ausgebildete Fachkräfte sind nicht so schnell zu finden. Den etwas kleineren Betrieben des Mittelstands bricht das den 'Hals'. Die Mehraufwände sind nicht mehr zu kompensieren. Ohne Lohnausgleich wäre hier die Reduzierung ggf. denkbar, wenn neue MA am Arbeitsmarkt zu finden sind.

Neben dem Leben

Nicht nur für Familienväter und Schichtarbeiter gibt es ein Leben neben dem Job. Wer aktiv um körperliche Gesundheit, Geist und Freundeskreis bemüht ist, wird es schwer haben in Vollzeitarbeit und dem täglichen Pendeln zur Arbeit noch genügend Ausgleich zu finden, um gesund alt zu werden.
Es scheint auch ein der essentiellen Fragen des 21. Jahrhunderts zu sein, was sich eine Gesellschaft leisten will und kann. Zu diesem Thema empfiehlt sich Richard David Precht.

Dies ist für mich erneut ein Beweis

dass es richtig war vor knapp 10 Jahren aus dem Arbeitgeberverband auszutreten.
Bei uns gilt die 40h Woche (174h/Monat)

Bezahlung mit fixen Monatsgehalt und individuellem Stundenkonto für Mehrarbeit bzw Abbauphase.

Den Quatsch der Ig-m werde ich jedenfalls nicht mit machen!

Daraus wird nichts...

aus den 28h eh nicht.

Und die 6% bekommen erst mal nur Inhaber und das Management.

Die 6% oder deutlich mehr bekommt man allenfalls dann, wenn man seinem Arbeitgeber ade sagt und sich einen besser Zahlenden sucht.

Ich wundere mich manchmal, warum nicht massiver Gebrauch davon gemacht wird.

Man erhöht damit sein eigenes Gehalt.

Und um Nachahmung zu verhindern, bekommen meist auch die verbleibenden noch ein wenig mehr.

Per Gewerkschaft ?
3%... das ist das, was heraus kommen wird.
Wie immer.

Wer so denkt

Der hat eine feste Stelle und arbeitet nicht wie 6 bis 8 Millionen Mitmenschen in Zeitarbeit!

Klar ist Zeit wichtig! Aber durch die Abwertung des Euros also Inflation, Mietsteigerung...überhaupt das Leben ist einfach teurer geworden und im Vergleich zu anderen Natio nen bezüglich Lohnentwicklung hinken wir deutlich hinter her! Geld ja! Dieser Bericht ist für viele Menschen einfach realitätsfern.

Falsche Zielsetzung

Bei (in einigen Bereichen )
stark absinkendem Angebot an Arbeitnehmern kann man zwar an Forderungen wie höherem Lohn oder ein Recht auf Teilzeit (mit Rückkehr auf volle Stelle) denken, aber Arbeitszeitverkürzung bei gleichzeitigigem Lohnausgleich ist schon sehr seltsam. Wenn der Herr gern mehr Zeit im privaten will - dann soll er doch verkürzt arbeiten und ja dann hat er weniger Geld am Ende des Monats.

Die Unternehmen können die Mitarbeiter ja nicht backen, die dann die restliche Arbeit machen. Es gibt vglw. noch allerlei Niedrigqualifizierte und die könnte man qualifizieren aber ob das in Menge die Lücken schließen kann?
- Traumtänzer -

Arbeitszeitverkürzungen jetzt!

Wenn man bedenkt, dass es schon in den 1980er Jahren zu Arbeitszeitverkürzungen hätte kommen können, kann man nur den Kopf schütteln, dass das damals noch nicht durchgesetzt wurde - Millionen von Arbeitslosen hätte ein prekäres Schicksal am Rande der Armut erspart bleiben können. Heute haben wir immer noch - seit über 40 Jahren übrigens - 2,5 Millionen Arbeitslose. Und nur ca 700.000 freie Arbeitsplätze! Was gedenken die Arbeitgeber dagegen zu tun? Immerhin wurde ja der Fachkräftemangel auf 2020 verschoben. So bleiben den Arbeitsagenturen und der Wirtschaft also gute 12 Jahre, um 2,5 Millionen Arbeitslose zu Fachkräften auszubilden. Was haben die eigentlich in den letzten 40 Jahren dahingehend unternommen? Die Industrie 4.0 wird kommen und damit einhergehend muss die Arbeitszeit dramatisch verkürzt werden, bei vollem Lohnausgleich! Wer gerne länger als 25 Std/W arbeiten will, soll das in Ausnahmefällen tun dürfen. Alles andere ist Unsinn.

Die Gewerkschaft vertritt keine Arbeiterinteressen

Vielen Arbeitnehmern ist aber wichtiger, dass die Gewerkschaft auch für eine 28-Stunden-Woche streitet.
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Davon halten die Arbeiter übrigens wenig. Wer weniger arbeitet, hat weniger Geld und weniger Rente.
Das ist nicht im Interesse der Arbeiter.
Es ist die Gewerkschaft allein, die solche Dinge ausarbeitet und nicht selten GEGEN den Willen der Arbeiter!
Die Gewerkschaft will nur Merkels Pläne, alle in Arbeit zu bringen, hofieren.
Im Grunde wird der Einzelne dabei verlieren.

Nur die Gutverdiener werden sich über mehr Freizeit fürs Segeln und Golfen freuen können.

Im Übrigen haben wir einen Facharbeitermangel und ein Demografieproblem. Jetzt Arbeitszeiten zu verkürzen wäre kontraproduktiv. Das erkennt sogar der Arbeiter!
Solch ein Unsinn!
Aber zugunsten von Leiharbeitern, versucht man die fest angestellte Belegschaft gern weiter zurück zu drängen. Das wird wohl der wahre Grund sein!

Es treten immer mehr aus der Gewerkschaft aus. Das hat seine Gründe.

Freizeit verdient kein Brot

Junge Akademiker verdienen heute ohnehin viel weniger, als ihre älteren Kollegen.
Wer heute für seine Rente vorsorgen muss, muss den geringeren Verdienst mit Mehrarbeit ausgleichen können. Ansonsten wird das nicht passen.
Wer heute für seine Kinder weniger arbeiten möchte, wird morgen für seine betagten Eltern auch weniger arbeiten können. Es ist ein Trugschluss, man könnte seine Arbeitszeit irgendwann wieder aufholen.
Zudem verknappt man das Einkommen. Gerade wenn Kinder vorhanden sind, ist es wichtig, etwas gegen die Kinderarmut zu unternehmen. Mieten und Energiekosten steigen. Für Bildung muss man oft selbst kräftig in die Tasche greifen.
Wer Familie hat, braucht viel Geld und eine sichere Beschäftigung!

Zeit als höchstes Gut

Selbstverständlich müssen gerade die Arbeitnehmer von der zunehmenden Automatisierung und vom wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen profitieren.
Daher halte ich eine Reduzierung der Arbeitszeit für dringend überfällig.
Ungläubig las ich kürzlich den Bericht auf Tagesschau.de, wonach die 40 Stunden Woche nach oben offen werden soll und Unternehmen eine Einbringung und Erreichbarkeit der Arbeitnehmer vom heimischen Frühstückstisch bis in den späten Abend in Zukunft voraussetzen wollen.
Überall nachzulesen, dass genau das die Menschen krank macht.
Viele betroffene Arbeitnehmer haben sich bereits mit solcher Ausbeutung abgefunden und sogar identifiziert, wie auch hier in den Kommentaren zu lesen war.
Die Konzerne betreiben mit Compliance Trainings und Corporate Vision erfolgreich psychologische Einflussnahme bei ihren Mitarbeitern.
Es liegt an Regierungen und Gewerkschaften und letztlich an den Arbeitnehmern selbst, dem entgegen zu wirken.

Wenn Arbeitgeber in den

Wenn Arbeitgeber in den letzten Jahrzehnten soviel Geld verdient haben, dass sie es Containerweise in Steuerparadiese schaffen konnten, ist es geradezu ein Verbrechen, die Arbeitnehmer nicht an der Verdoppelung der Produktivität seit 1990 teilhaben zu lassen. Gerecht wäre also eine Verdoppelung sämtlicher Löhne oder eine Halbierung der Arbeitszeit. Da kann man sich sicher in der Mitte treffen, gerne auch mit individuellen Lösungen. Und mit der Einsparung der Steuerhinterziehungen in Höhe von 160 Milliarden Euro pro Jahr kann das auch alles finanziert werden. Und noch viel mehr!
Geld ist tatsächlich genügend vorhanden, um auch noch den letzten Arbeitslosen zur angeblich dringend benötigten Fachkraft weiterzuqualifizieren. Bis 2030 ist ja noch genug Zeit dazu.

Für wen macht die IG Metall heute Arbeitspolitik?

In der Wirtschaftswoche wird es ganz deutlich:
Nicht für Arbeiter, sondern für Akademiker!
Warum? Weil sie auch im Industrie 4.O- Szenario noch überleben möchte.
Es sind eben Überlebenskämpfe für die IG Metall und nicht für den Arbeiter.
Das erklärt dann auch, warum die Ideen der IG-Metall so arbeiterunfreundlich sind, auch wenn sie sie nett formuliert anders verpacken.

Die Öffnung für eine an Klassenkampf und Streikritualen nicht interessierte akademische Klientel ( für die IG Metall) dürfte manch altgedientem Funktionär missfallen. Für die IG Metall ist sie angesichts des Verschwindens der Blaumannfraktion alternativlos.
Quelle: http://www.wiwo.de/politik/deutschland/ig-metall-die-gewerkschaft-muss-s...

Aber man kann es ja mal problieren!
Einige merken es dann vielleicht doch nicht sofort, sondern erst, wenn sie merken, dass man Freizeit nicht essen kann.

@yolo, 7:35

Es ist die Gewerkschaft allein, die solche Dinge ausarbeitet und nicht selten GEGEN den Willen der Arbeiter!

Haben Sie jemals eine Gewerkschaft von innen gesehen? Sie werden es kaum glauben, aber da werden die Tarifbegehren von den Arbeitnehmern ausgearbeitet.

Wenn Sie der Ansicht sind, das wahre Anliegen der Arbeitnehmer sei mehr Arbeit bei weniger Lohn, schätze ich doch eher, dass Sie der anderen Seite zuzuordnen sind.

Realitätsfern

Warum nicht gleich 0 Std./Woche bei vollem Lohnausgleich. Es ist unmittelbar klar, warum Deutschland ein so attraktives Zuwanderungsland ist: Hier fließen Milch und Honig für alle ohne das Zutun der Bewohner, egal ob sie nun schon länger hier leben oder neu hinzugekommen sind.

@ um 07:35 von yolo

Ob wir ein Demographieproblem haben, oder in 2030 einen Fachkräftemangel ist fast egal, weil wir in allernächster Zukunft die Wirtschaft/Industrie 4.0 haben werden.
Dort, wo die nicht für massiven Arbeitsplatzabbau sorgen wird, können Arbeitsplätze geteilt werden. Für eine tatsächliche Vollbeschäftigung! Und da mit der Wirtschaft/Industrie 4.0 nicht weniger Geld verdient wird, sondern eher noch mehr, ist eine Beteiligung der Beschäftigten durch vollen Lohnausgleich doch wohl Selbstverständlich. Oder soll der noch höhere Gewinn der Arbeitgeber auch in Steuerpradiese geschafft werden?

Der Unsinn hat Väter

Die IG Metall war immer schon forsch und wenig opportun eingestellt. So ist dies auch für die anstehenden Forderungen.Tariferhöhung: Klar, das gehört dazu. Aber gleich 6 %. Nun mit den Tarifforderungen ist es so,: Zu viel zu fordern, eigentliches Ziel erreichen. Wohl ein dummes Spielchen, aber seit Jahrzehnten so in den Köpfen. Warum man sich nicht gleich auf das Machbare einigt 28 WochenStd.? Wirklich der blanke Unsinn. Was glaubt die IG Metall denn wohl, wo die Facharbeiter, wenn es die demnächst überhaupt noch gibt, herkommen sollen, um das Arbeitszeitdefizit auszugleichen? Zuwanderung? Diese IGM-Funktionäre haben den Blick für die Realität völlig verloren. Autoindustrie: Eine Mio. Arbeitsplätze in Gefahr; da ist dann Freizeit genug für die Familie. Das Maß der Dinge zu sehen, darum gehts. Die Metallindustrie wird sich weiter ins Ausland verlagern, weil die Produktion wegen Personalkosten zu teuer. China kommt. Innovativ denken, klug handeln, Maß halten: Nicht für die IG Metall.

Fachkräftemangel

Bei dem zur Zeit herrschenden Fachkräftemangel ist die Forderung nach 28 Stunden reine Utopie. Wir finden z.B. bei uns im Betrieb keine Schweißer und keine Elektroingenieure. Der Arbeitsmarkt gibt nix her. Wir müssen eher mehr arbeiten, denn die Aufträge sind da.

Es wäre so einfach,

ja einfach wäre es, wenn man die Wochen Arbeitszeit runter setzen würde, dann würde zB. im Einzelhandel automatisch mehr personal benötigt werden. Damit bekommt man viele Arbeitslose in Jobs.
Immer geht es nur um Fachkräfte, aber ganz ehrlich es muss auch einfache Jobs geben.... den Kassierer zB.
Mit der Digitalisierung sehe ich auch das die Arbeitszeit mittlerweile zu hoch ist, (die gewinne der Unternehmen zeigen ja das es funktioniert. Trotz Milliarden strafen hat VW Gewinn erzielt) aber ich denke das kommt aus einem einzigem Grund nicht, denn dann würden die Menschen Zeit haben. Zeit in der ihnen möglicherweise das korrupte System auffallen würde. (Politik Lobbyismus usw...)
Nur deshalb kommen jetzt die "Wirtschaftsweisen" und verlangen noch mehr Bereitschaft. Damit der Bürger auch "dumm" bleibt, bzw keine zeit mehr hat sich neben Privatleben noch um andere dinge zu informieren.

@ nie wieder spd

Arbeitszeitverkürzungen jetzt!

Als Rentner kann man das leicht fordern. Wir, die wir in Arbeit stehen, wissen, dass das nicht realistisch ist.

wer sich einfach ins Gedächtnis ruft

wie viele Abermilliarden in der jüngeren Vergangenheit am Staat und den Arbeitnehmern vorbei in Privatvermögen verwandelt und ins Ausland geschafft wurden, und wer sich dann noch klar macht, dass jeder Euro davon ein Mehrwert ist, den der Unternehmer alleine eingesteckt und dem Arbeitnehmer - obwohl dieser ihn erwirtschaftet hat - vorenthalten hat, der muss noch mal neu nachdenken, ob er wirklich findet, dass eine Forderung nach gerechterer Beteiligung am Kuchen wirklich unverschämt ist.
Es ist ja nicht so, dass das Geld nicht da wäre, die Werte wurden ja geschaffen. Schon alleine, wenn ich hier lese "Arbeitnehmer müssen viel arbeiten, weil sie ja Geld brauchen für die Bildung ihrer Kinder", also bitte. Die Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, um die sich derzeit all jene erfolgreich drücken, die es im Überfluss haben.

@ yolo

Die Öffnung für eine an Klassenkampf und Streikritualen nicht interessierte akademische Klientel ...

Niemand ist in Deutschland an Klassenkampf und Streikritualen interessiert.

Soll es nicht eher in Richtung ...

60 Std.-Woche gehen - es werden Zeiten kommen, wo jeder Arbeitnehmer seinen eigenen kleinen Roboter hat, der für (und nicht mit) ihm arbeitet und dann werden wir alle noch ärmer sein, trotz längerer Arbeitszeit - Marx hats gesagt, es kommt die Zeit, das frisst die Konkurrenz uns alle auf.

Klassenkampf?

Die Zeiten eines Klassenkampfes sind längst vorbei, nicht nur in Deutschland.

Ich Verstehe beide Seiten nicht.

Warum sind viele Arbeitgeber so unflexibel und unsozial?

Wenn eine Firma den Kurs fährt alle Mitarbeiter erst mal auf die Maximalzeit (2 Jahre) befristet einzustellen, Kaufleute Grundsätzlich nicht übernimmt und sowieso unter Tarif bezahlt.
Woher nehmen sie sich dann das Recht sich zu Wundern, das sie in den Mangelberufen (meist Technik) keine Leute finden?

Diese Frage treibt mich schon lange um, aber bisher konnte mir noch niemand eine befriedigende Antwort geben...

Auf der anderen Seite wundert es mich, dass die IG Metall fast nur noch Aktionistisch handelt anstatt Lobbyarbeit zu betreiben um gegen den Mitgliederschwund und vor allem die destruktive Politik zu arbeiten, die ermöglicht, das immer mehr Unternehmen keine Tarifbindung haben.

@Jauisch, 8:35, re @nie wieder spd

Als Rentner kann man das leicht fordern. Wir, die wir in Arbeit stehen, wissen, dass das nicht realistisch ist.

Ich möchte Sie bitten, nicht für mich zu sprechen. Ich, der ich in Arbeit bin, teile die Meinung des Foristen zu 100%.

@ yolo

Junge Akademiker verdienen heute ohnehin viel weniger, als ihre älteren Kollegen.

Auf die Betriebe im deutschen Mittelstand, die ich kenne, trifft das nicht zu. Wir bieten sehr gute Einstiegsgehälter, haben aber trotzdem kaum Zugriff auf die wenigen Hochschulabgänger, weil die sich lieber zu den Großen hin orientieren.

@ conversator educatus

... und Unternehmen eine Einbringung und Erreichbarkeit der Arbeitnehmer vom heimischen Frühstückstisch bis in den späten Abend in Zukunft voraussetzen wollen. Überall nachzulesen, dass genau das die Menschen krank macht.

Das sehe ich anders. Ich bin erreichbar und habe kein Problem damit.

Paradiesische Zustände

Frage mich wie man das fair abrechnen will. Der eine arbeitet 35 Stunden, der zweite 40 der dritte nur 28 Stunden... alle bekommen das selbe? Funktioniert nicht. Wer etwas erreichen will Schaft das nur mit Einsatz. Frage mich wie jemand mit lediglich 28 Stunden Arbeit in der Woche seine Familie ernährt, das Haus abbezahlt und dann noch in den Urlaub fährt. Meine Mitarbeiter verdienen einen anständigen Stundenlohn plus Überstunden wenn die anfallen. Zeitarbeitskonten gibt es kaum. Motivation bedeutet besser zu leben durch ein anständiges Gehalt und schaffen von Werten nicht zuhause runzusitzen. Wir sind Handwerker keine Beamten.

@um 08:09 von frosthorn

Haben Sie jemals eine Gewerkschaft von innen gesehen? Sie werden es kaum glauben, aber da werden die Tarifbegehren von den Arbeitnehmern ausgearbeitet.
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Bei uns werden die Gewerkschaftsmitarbeiter nach kurzer Zeit vom Verband absorbiert und haben vergessen, was sie dem Arbeiter versprochen hatten, als sie gewählt wurden.
Die vielen Vorteile, die ihnen plötzlich winken, machen sie zu teilweise fragwürdigen Alzheimerpatienten, könnte man meinen.

Wer das Märchen vom unabhängigen Gewerkschafter noch glaubt, hat so manche Betriebe noch nicht von innen gesehen.

Rechnen Sie doch mal aus, was Sie so an Beiträgen über die Beschäftigungsjahre hinweg zahlen müssen. Dann rechnen Sie mal aus, was wir in den letzen Jahren verloren haben, wofür unsere Väter noch streikten. Dann rechnen Sie mal den Verbleib und fragen sich, ob sich das für den heutigen Arbeiter gelohnt hat.
Es gibt kaum bezahlte Streiks.
Im Schnitt hat der Arbeiter verloren und nicht dazugewonnen.

@ um 08:35 von Jaurisch

Leider bin ich noch kein Rentner. Da aber bei vollem Lohnausgleich und Arbeitsplatzsharing die Vollbeschäftigung erreicht werden kann und dann Einnahmen der Rentenkasse steigen, kann natürlich auch die Rente erhöht werden.
Außerdem könnten uns allen auch noch die Steuerhinterziehungen in Höhe von 160 Milliarden Euro pro Jahr zur Verfügung stehen und die Steuervermeidungsgelder ebenfalls. Wie gesagt: Pro Jahr!
Wenn unsere zukünftigen Koalitionäre nur halbwegs bei Trost sind, wird das bei den Jamaika-Verhandlungen sicher berücksichtigt.
Immerhin geht es um unser aller Geld!

Worauf soll man da hoffen -

mehr Zeit für die Familie - zielt das auf mehr Vermehrung, auf bessere Erziehung, auf eine Verringerung der Scheidungsrate?
Was wir bräuchten ist doch eine Ausgleich, weniger Binnenmigration, eine Stabilisierung der ländlichen Regionen, Arbeitsplätze außerhalb der Ballungsräume etc.
Natürlich eine Erhöhung des "Durchschnittslohnes" verbessert zuerst kurz die Chancen der Vorreiter, das überlebt sich schnell, das sickert es zu den Harzern durch, die freuen sich, bis sie merken das sie eh hinter her hinken...
Ja, strukturelle Maßnahmen sind etwas von dem was bleibt (im Gegensatz zur schlichten Lohnanhebung), aber das kann auch täuschen, kürzere Arbeitszeiten hatten wir ja auch schon mal.

@um 08:16 von nie wieder spd

Ob wir ein Demographieproblem haben, oder in 2030 einen Fachkräftemangel ist fast egal, weil wir in allernächster Zukunft die Wirtschaft/Industrie 4.0 haben werden.
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Also das wird wohl noch dauern. Auch wenn ich Sie nicht enttäuschen möchte, aber Deutschland liegt in der Vernetzung noch weit hinter anderen Ländern zurück. Die FDP müsste die Regierung wohl schon fast allein stemmen, wenn sie das bis 2030 schaffen wollte. Deutschland soll bis zum Jahr 2025 ein flächendeckendes konvergentes Gigabitnetz bekommen. Toll! Dann kann der Spaß erst ab diesem Zeitpunkt beginnen...frühestens.
Erst 1,6% ist mit Glasfasernetzen ausgestattet.
Lettland, Schweden, Russland liegen bei ca 40%. Wir liegen weit hinter Spanien und Italien!
Ihre Annahme ist noch weite Zukunftsmusik.
Wir investieren eher gerade in Menschen, die keine Ausbildung haben und die wir dann bald auch nicht mehr brauchen?
www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article162653572/Deutschland-soll-endlich...

Fachkräfte ausbilden, dann habt ihr genug..

Sind hier alle Arbeitgeber unterwegs ? Na ja die anderen sind in Arbeit.
Ihr hättet lieber für Arbeiter weniger Lohn für noch mehr Arbeit..Logo. Manche kriegen eben nie genug.. Die Anzahl der Millionäre wieder gestiegen les ich. Exportüberschüsse, Exportweltmeister auf Kosten ärmerer Länder - größter Niedriglohnsektor ( Schröder) die Schere zwischen arm und reich geht stetig weiter auseinander und übrigens aus 6% Forderung, wird stehts nur die Hälfte verwirklicht - also 3% nach meiner Erfahrung aus 50 Jahre Gewerkschaft.
Die Kaufkraft der Rentner und Arbeiter ist seit der Wende gesunken. Die Arbeitgeber steigern ihre Gewinne im gleichen Zeitraum enorm. Auch die Produktivität ist im gleichen Zeitraum gewaltig gestiegen.. Es wird Zeit für ein Schluck aus der Pulle.. 28 Stunden längst fällig und zwar mit vollem Lohnausgleich !!

Es geht nur noch mit Marx.

Es geht nur noch mit Marx. Expropriation der Expropriateure.
Ich bin zwar kein kommunist, aber unsere superreichen und nimmersatte Kapitalisten haben es so gewollt. Man muss auch zurückgeben WOLLEN.
Wenn wir die arbeit einstellen, können die nix mehr kaufen und konsumieren.
Es gibt keinen kräftemangel. In keiner Branche.
Es gibt eine bezahlverweigerung

Bangemachen güldet nicht

@ Duzfreund:
Marx hats gesagt, es kommt die Zeit, das frisst die Konkurrenz uns alle auf.

Oder auch nicht, denn Marx hat sich definitiv überlebt.

Solidarität?

Die IG Metall belügt sich doch selbst.
Die Reduzierung der Wochenarbeitszeit ist doch nicht wirklich ernst gemeint. Es geht doch ausschließlich darum, an den dann freiwerdenden Stunden mit Zuschlägen für Überstunden weiterhin zu arbeiten.
Es geht also ausschließlich ums Geld.

Wie wäre es, wenn die Gewerkschaft sich mal einzig um die wirklich Benachteiligten kümmern würde. Das sind die Angehörigen von z.B. Zeitarbeitsfirmen u.ä.
Das wäre echte Solidarität!

@Hinterdiefichte 08:10

Glückwunsch, Sie haben es geschafft, auch bei diesem Thema eine Brücke zur Flüchtlingsthematik zu schlagen.
Irgendeiner schafft es ja immer.

Übrigens die Lufthansa wird die Preise anheben, liegt bestimmt an der Zuwanderungswelle.

Zum Hauptthema: Die IGM sollte etwas realistischer fordern. Eine 28 Stundenwoche bei Lohnplus von 6% kann nicht ernst gemeint sein. Den Freitzeitwunsch der Arbeiter kann ich verstehen, ich leiste selbst etwa 45 Stunden pro Woche. Für eine gute Work-/Life-Balance sind mMn 32 Stunden optimal.

Es gibt unterschiedliche Interessen aber keinen Fachkräftemangel

Ich bin Vater zweier kleiner Kinder und arbeite bei einem Automotive OEM als Ingenieur und habe zwei Anmerkungen zum Thema:
1. Wir haben immer 2-3 Studenten in der Abteilung (Praktikanten, Masteranden). Kein einziger hat in den letzten 5 Jahren nach Abschluss des Studiums einen regulären Job bekommen, sondern nur befristet bei Arbeitnehmerüberlassungen. Auf die einzige offene Stelle bei uns in den letzten 5 Jahren kamen in einer Woche 120 Bewerbungen. Fachkräftemangel sieht für mich anders aus.
2. Meine Frau arbeitet voll, ich wäre gerne mehr für die Kinder da. Mein Arbeitgeber hält es aber bei Männern für Fahnenflucht, wenn die Arbeitszeit wegen Kindern reduziert wird und sanktioniert entsprechend - übrigens mit tatkräftiger Unterstützung der "Gleichstellungsbeauftragten". Für mich braucht es hier keine neue Regelung, sondern einen Bewusstseinswandel.

Tarifstreit der Metaller;Weniger arbeiten,mehr Zeit für....

Hoffentlich bleibt die IG Metall konsequent.Keine zurückhaltende Tarifpolitik,die Wirtschaft wächst auf den Knochen und Nerven der Beschäftigten,um mindestens 0,8 Prozent im Quartal.

Auch sollte der dreiste Vorstoß der hochbezahlten Wirtschaftsweisen kontra bekommen.

@nie sed

wie kommste denn jetzt auf 160? sind die 10 mehr der inflation geschuldet? oder hasse nochmal nachgerechnet mit Hans w. eichel?

@ yolo

Die Gewerkschaft vertritt keine Arbeiterinteressen.
"Vielen Arbeitnehmern ist aber wichtiger, dass die Gewerkschaft auch für eine 28-Stunden-Woche streitet." --- Davon halten die Arbeiter übrigens wenig.

Ich gehe davon aus, dass die IGM wesentlich besser weiß, von was "die Arbeiter" etwas halten, als Sie. Die Gewerkschaften sind in Deutschland ur-demokratisch verfasst und vertreten selbstverständlich die Arbeitnehmerinteressen ihrer Mitglieder. Alle Gremien und Vorstände sind gewählt, alle Entscheidungen fallen plural auf Konferenzen, Versammlungen, ...

@jaurisch

Sie lassen sich zu leicht was vormachen.
Ich arbeite 40 Std, bin gut ausgebildet und habe neben der Arbeit noch weiter studiert, arbeite in einem großen konzern als Kaufmann und nur die Geldgier des Vorstandes und der Aktionäre sorgt dafür das beim Angestellten nichts mehr ankommt.

Das jährliche "Oh Gott werden wir den (25% höher als Vorjahr) geplanten Umsatz erreichen??" ist nur dafür da um den Druck auf den Arbeitnehmer zu erhöhen.

Wir werden in den nächsten Jahrzehnten alle mehr und mehr durch Software (Vertrieb, Buchhaltung, Logistik, Controlling etc) ersetzt, Arbeiter werden durch immer billigere und schnellere Maschinen ersetzt, wo soll das enden?

Wir müssen irgendwann mehr Geld für weniger Arbeit bekommen sonst bricht der Kreislauf zusammen, man kann nur Geld verdienen wenn auch gekauft wird.

@ Hansi2012

Wie wäre es, wenn die Gewerkschaft sich mal einzig um die wirklich Benachteiligten kümmern würde. Das sind die Angehörigen von z.B. Zeitarbeitsfirmen u.ä.
Das wäre echte Solidarität!

Das Kerngeschäft der IGM ist nicht die Sozialarbeit. Die IGM ist eine Gewerkschaft. Dann müssen die Arbeitnehmer auch in die Gewerkschaft gehen, wenn sie ihre Interessen wirklich schlagkräftig kollektiv vertreten wollen. In diesem Land wird zu viel lamentiert und zu wenig an der Basis engagiert für die Demokratie gearbeitet.

Gewerkscahft VS Arbeitnehmer?

Lese ich hier in etlichen Kommentaren..?

Irgendein Beispiel für diese Behauptung? Grundsätzlich sollte schon klar sein das die Gewerkschaft ihre Mitglieder vertritt und niemanden anders, da mittlerweile ja kaum noch jemand der Gewerkschaft beitritt werden als Konsequenz natürlich nur noch die Interessen derer berücksichtigt die eine Stimme dort haben.

Ansonsten kann ich mir nicht erklären wie man gegen Gewerkschaften hetzen kann, das sind Arbeitnehmerverbände, da sollte doch schon klar sein auf welcher Seite die sitzen.

@ Bernd Kevesligeti

Auch sollte der dreiste Vorstoß der hochbezahlten Wirtschaftsweisen kontra bekommen.

Ich stimme Ihnen in der Sache zwar zu. Aber dennoch: Neid war noch nie ein ernsthaftes Argument.

Arbeitszeitverkürzung

Arbeitszeitverkürzung b.z.w. 30 Std.- Woche gab es doch schon einmal. Mit vollem Lohnausgleich. Wir vom Betriebsrat eines Mittelständigen Unternehmens ( 120 Beschäftigte ) hatten 32 Wochenarbeitsstunden durchgesetzt. Was kam dann so pö a pö ? Die Erhöhung auf 35 Std.bei gleichem Lohn, dann die Erhöhung auf 40 Std. bei gleichem Lohn. Alles mit der Tollerierung der IGM. Die Deutschen Gewerkschaften sollten mal in sich gehen und bedenken, dass Freizeit Geld kostet.

Bitte den Artikel aufmerksam

Bitte den Artikel aufmerksam lesen. Zu Viele haben nur die Überschrift gelesen und sich den Rest dazu gedacht. Die Vorderung lautet: Runter auf bis zu 28 Stunden, und in der Regel OHNE Lohnausgleich, mit dem Recht nach max. 2 Jahren wieder voll zu arbeiten. Sowie weiterer Regeln für "Sonderfälle". Plus 6% mehr Geld.

Zitat: "Da möchte ich ehrlich

Zitat:

"Da möchte ich ehrlich gesagt gar nicht dran denken", so Prochaska. "Wenn so etwas viele unserer Mitarbeiter in Anspruch nähmen, dann würde uns das sehr treffen."

Oh Mein Gott... die Besitzende Klasse hat echte Sorgen!
Die US-Sklavenhalter und Baumwoll-Industriellen, haben auch immer gesagt, dass ein Ende der Sklaverei enorm schlecht wäre !

Aber wieso verbreitet die Tagesschau diese offensichtliche Industriepropaganda?

Ich arbeite schon ewig 40

Ich arbeite schon ewig 40 Stunden / Woche, plus Arbeitsweg und Pause bedeutet das min. 11,5 Stunden außer Haus.
Meine Frau ist krank, das Haus in der Endphase des abbezahlen und einen Sohn haben wir auch noch.
Und eins weiß ich, ich muss das noch mindesten 7 Jahre durchhalten, oder länger wenn die neuen Regierung wie sie es vorhat das Renteneintrittsalter höher setzt.
Und noch eins weiß ich wenn es da Verbesserungen geben sollte, gelten diese nicht für Dinstleister oder Zeitarbeiter, sondern nur für wenige Vorzeigebeschäftigte.

@08:32 von Jaurisch

"Wir finden z.B. bei uns im Betrieb keine Schweißer und keine Elektroingenieure. Der Arbeitsmarkt gibt nix her. Wir müssen eher mehr arbeiten, denn die Aufträge sind da."
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Da es Bundesweit viele Arbeitslose Schweißer & Elektroingenieure gibt, kann ich Ihr jammern nicht nachvollziehen.
Das Ihre Firma keine Fachkräfte findet liegt keinesfalls am Arbeis(losen)markt, sondern wohl eher intern bei Ihnen.

@ Jaurisch

"Auf die Betriebe im deutschen Mittelstand, die ich kenne, trifft das nicht zu. Wir bieten sehr gute Einstiegsgehälter, haben aber trotzdem kaum Zugriff auf die wenigen Hochschulabgänger, weil die sich lieber zu den Großen hin orientieren.
-
Das sehe ich anders. Ich bin erreichbar und habe kein Problem damit."
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Sie sollten sich mal entscheiden, sind Sie Arbeitgeber oder Arbeitnehmer?

@ um 09:27 von Bernd Kevesligeti

Nachdem Fr Merkel, vor der BT-Wahl in einer Wahlkampfshow, zu den Arbeitsbedingungen von Pflegekräften gemeint hat, dass dies Sache der Tarifverhandlungen sei, sehe ich für keine Gewerkschaft eine Ausrede dafür, nicht auf Maximalforderungen zu bestehen, bzw diese so hoch anzusetzen, dass auch bei einem lahmen Kompromiss, sowohl eine Arbeitszeitverkürzung als auch eine großzügige Lohnerhöhung herausspringt.
Nicht nur bei der IG-Metall. Lohnerhöhungen von 6% plus Arbeitszeitverkürzung sind das Mindeste in allen Bereichen!

Dann sollen...

die hohen Tiere in einem Unternehmen einfach mal ein wenig von ihrem Gehalt abzwacken. Damit wäre zumindest die Frage, woher man das Geld für Lohnerhöhung nehmen soll, geklärt :)
____
Der Fachkräftemangel ist ja teilweise auch ein wenig eigenes Verschulden oder nicht? Ich höre und sehe viel zu oft, dass man junge Menschen, die sich erst ausbilden müssen bzw. den Beruf lernen müssen, nicht nimmt, sondern lieber alteingesessene Fachkräfte, die den Dreh bereits raushaben. Wenn man aber die Jugend nicht unterrichtet, weil es nicht profitabel genug für die obersten Tiere der Unternehmen ist, dann muss ich leider sagen, dass sie sich selbst ins Bein geschossen haben damit!

Als alter IG Metaller sage ich mal

Wenn die 28 Std. Woche genau so wie seinerzeit die 35 Std. in so kleinen Schritten eingeführt wird,so das sich der Arbeitgeber darauf eingerichtet hat und am Ende das Arbeitspensum erhöht, sodass wir in 35 Std. das gleiche zu leisten hatten wie in 40 Std. Da hat der Stress erst richtig zugenommen. Das sollten die IG Metaller einmal bedenken.

@ um 09:27 von Bernd Kevesligeti

Richtig! Das Institut, in dem sich diese sogenannten Wirtschaftsweisen tummeln, hat auf der eigenen Internetseite eine Statistik, aus der hervorgeht, dass sich die Produktivität seit 1990 fast verdoppelt hat. Die Verdoppelung der Gehälter bzw die Halbierung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich, lassen dagegen auf sich warten.

@um 09:26 von Flying doctor

Es gibt unterschiedliche Interessen aber keinen Fachkräftemangel
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Natürlich gibt es in einigen Branchen Engpässe, sagt der Arbeitsmarktexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), und in manchen Bereichen sogar einen Mangel, etwa in der Pflege, im Handwerk oder bei speziellen IT-Berufen.
So muss man wohl konstatieren, dass Sie nur für Ihren eigenen Bereich gesprochen haben.
Aber dieser ist sicher nicht maßgeblich für alle Branchen. Das wäre etwas substanzlos. Zudem hat die Autoindustrie 2010 tausende studierte Fachleute eingestellt. www.welt.de/wirtschaft/article11179320/Autoindustrie-stellt-Tausende-stu...

Aber ich gebe Ihnen in einem Punkt recht:
Die Fachleute, die wir noch brauchen werden, stehen derzeit in der Warteschleife, weil Deutschland die Innovation in Richtung Infrastruktur und Erneuerung verpennt hat.
Die Autoindustrie zeigt das derzeit am wirkungsvollsten.
www.automobilwoche.de/article/20170814/AGENTURMELDUNGEN/308139992/kan

@Bangemachen güldet nicht 9:23 von Jaurisch

"..Marx hat sich definitiv überlebt"

Mitnichten.
Das übriggebliebene Raffsystem hat sich sicherlich überlebt.
Die Frage ist nur, ob es mit einem Knall untergeht, oder mit einem 'Winseln'
wie die Sowjetunion.

Marx ist lebendiger denn je, wenn man ihn denn mal gelesen hat,
und auf die Moderne anwendet.
Lenin hat sich vielleicht überlebt, aber nicht Charly M.

'Das beständige Streben dessen, was wir Gesellschaft nennen, bestand darin, durch Betrug oder Beredung, durch Schrecken oder Zwang, den produktiven Arbeiter zu bewegen, die Arbeit zu verrichten für den möglichst kleinen Teil des Produkts seiner eignen Arbeit.'
Qed.

Zeit ist Geld

Ich höre immer mal wieder, auch wenn ich es selbst nicht bestätigen kann, dass gerade eine etwas weniger arbeitswillige Generation heranwachsen soll. Falls das zutrifft, würde ich mich nicht wundern, wenn es auch daran liegt, dass die derzeit arbeitende Bevölkerung ein etwas unglückliches Vorbild abgibt mit ihrer übertriebenen Opferbereitschaft bis zur Hörigkeit und zum Burnout. Will man wirklich so seine Lebenszeit verbringen, während Geld in Briefkastenfirmen wandert?

@um 09:33 von Jaurisch

Alle Gremien und Vorstände sind gewählt, alle Entscheidungen fallen plural auf Konferenzen, Versammlungen, ...
---
Unter welchem Druck ist Ihnen auch bekannt?
Wer nicht pariert, der wird gestutzt.
Da bin ich bestens informiert. Danke.
Dann lesen Sie gern mal, wer heute das eigentliche Klientel ist, was die IG Metall ansprechen will.
Die Welt hat das gut verdeutlicht:
Die Akademiker, nicht so sehr die Arbeiter.
Sie schwelgen noch in alten Zeiten wie mir scheint. Die Realität ist eine andere.
Die Menschen brauchen heute das Geld, wie die letzten Tagesschauberichte verdeutlicht haben.
Mehr Freizeit kostet Geld und verdient keines.
Das ist nur für Vielverdiener interessant.
Die unter Industrie 4.0 ausgerichteten oberen 10 000 werden sich die Plätze teilen.
Der Rest wird in ferner Zukunft leer ausgehen, oder wir bauen uns eine DDR und koppeln uns komplett ab und werden ein Recht auf Arbeit installieren.
Dann ist der Staat bald pleite und die Firmen alle im Ausland.

@09:04 von yolo

"Also das wird wohl noch dauern. Auch wenn ich Sie nicht enttäuschen möchte, aber Deutschland liegt in der Vernetzung noch weit hinter anderen Ländern zurück. Die FDP müsste die Regierung wohl schon fast allein stemmen, wenn sie das bis 2030 schaffen wollte."
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Das in DE Kupferkabel verlegt wurden, und nicht wie von der Industrie gefordert Glasfaserkabel, wurde von der Kohl-Regierung durch den damaligen Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen Schwarz Schilling ignoriert. Ich kann mich an keinen aufschrei des damaligen Koalitionspartner FDP erinnern.
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"daß man anscheinend in Deutschland am Kupferkabel festzuhalten gedenkt und die neuen Systeme nicht auf die Glasfasertechnik abstellt". Könne, so der Bericht, japanischen Unternehmen eine deutsche Fehlentscheidung "vordergründig nur recht sein",
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"http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14018341.html"

@ holyknights_returns

Aber wieso verbreitet die Tagesschau diese offensichtliche Industriepropaganda?

Die sachliche Darstellung aller Seiten und aller Ansichten hat nichts mit Propaganda zu tun.

@ tagesschlau2012

Sie sollten sich mal entscheiden, sind Sie Arbeitgeber oder Arbeitnehmer?

Bis zum Ende meiner Frühstückspause bin ich nur Forist.

re von Jaurisch

Es ging um den Vorstoß der sogenannten Wirtschaftsweisen,die Arbeitszeiten noch mehr zu verschlechtern.
Diese "Medizin" fordern sie für die Arbeiter,nicht für sich selbst.Währen sie natürlich auf Staatskosten hochdotiert sind.Es geht dabei eher nicht um Neid,sondern um Arroganz von oben.

Prognos`s Blick in die Glaskugel

"Tatsächlich sollen in Deutschland bis zum Jahr 2030 drei Millionen Fachkräfte fehlen."

Wenn man Deutschlands Anstrengungen in Sachen Elektromoblität sieht, dann werden diese drei Millionen Fachkräfte nicht fehlen,
sondern sowieso überflüssig sein.

Einigkeit

wen man die Kommentare hier liest , gibt es hier ja auch keine "Einigkeit" ob die Forderungen der Gewerkschaft sinn oder Unsinn ist. Wie soll das dann einer Gewerkschaft gelingen ?

Ich finde es erstaunlich das immer die selben Themen sind , (Löhne rauf X% und Stunden runter) warum nicht mal ÄNDERUNGEN am Konzept ?
40H/Woche hat sich überlebt ? Am Frühstückstisch erreichbar ? Klar ... Warum den nicht WENN, z.B. Fahrzeiten ins Büro, E-Mail (lesen/schreiben) von irgendwo, dann Arbeitszeit sind !
Das würde vieles erleichtern, Pendler haben weniger stress den Stau ist Arbeitszeit, den vom Chef angeordnet Fahre oder komme nach X. Vielleicht denken dann auch Unternehmen 2x nach ob es sinnvoll ist einen Mitarbeiter nach X oder y zu bestellen.
Schon mal überlegt wie viel "Freizeit" der Arbeiter nur mit dem Weg Von/zur Arbeit pro Woche verbringt ?
Aber vermutlich ist das alles zu "modern" ...

Fragezeichen

Es wird nicht so ganz klar was die Gewerkschaft damit wirklich will und ob das vorgeschlagene die richtige Lösung ist. Ich habe schon lange Zweifel, ob diese Regelungen immer für alle Betriebe wirklich passen. Was mich aber an "sozialen" Abschlüssen immer stört ist die Fixierung auf prozentuale Erhöhungen. Wenn die Gewerkschaften wirklich was für die unteren Einkommensgruppen tun möchten, dann sollte man das auch im Vorfeld sagen und die Gehaltsschere in den Betrieben wieder schließen z.B. durch Festbeträge. Von Prozentualen Erhöhungen profitieren nur die Besserverdienenden im Betrieb. Ist nur die Frage ob die dann auch so solidarisch sind, daß sie den Gewerkschaften nicht als Mitglieder davon laufen. Wenn Betrieb und Belegschaft wollen, sind auch heute viele Betriebsabsprachen möglich um die Arbeitswelt flexibler und im Sinne der Beschäftigten und des Unternehmens zu gestalten . Das setzt Engagement und den Willen zu Verhandlungen voraus, aber zufriedene Arbeitnehmer leisten auch mehr

8.07 Yolo - Für wen macht IG Metall Arbeitspolitik?

Ihre Feststellung das die Gewerkschaften keine Arbeitspolitik mehr für die Arbeiter machen ist leider zutreffend. Ihr Klientel sind sie selber und das künftige akademische Proletariat im künftigen Industrie 4.0-Szenario.
Der traditionelle Arbeiter haben die Gewerkschaften längst abgeschrieben. Und der Arbeiter möchte nicht weniger arbeiten und weniger verdienen, sondern nach Jahren unterdurchschnittliche Einkommenssteigerungen endlich mehr verdienen. 50% der Deutschen haben keine Kapitalrücklagen.

@um 09:24 von Hansi2012

Auch als Leih-/Zeitarbeitnehmer können Sie der Gewerkschaft beitreten und mit ihr für bessere Bedinngungen kämpfen. Die Gewerkschaften fallen ja nicht vom Himmel, sondern beruhen hauptsächlich auf Eigeninitiative und Gestaltungsswillen der Mitglieder.
Leider sind viel zu wenig Leiharbeiter dazu bereit, selbst für ihre Rechte aktiv zu werden. Sei es aus Angst vor Arbeitsplatzverlust oder Depression.
Also ich hab als Leiharbeiter schon so einiges erwirkt, in dem ich mit dem Gewerkschaftsausweis winkte bzw. bei Unregelmäßigkeiten/Verstößen gg. Arbeitsgesetze die Gewerkschaft einschaltete.

Muss aber dazu sagen, daß ich fast ausschließl. bei mittelständ. bzw. Kleinbetrieben unterwegs bin - wo man dem Chef noch jederzeit persönlich die Meinung geigen kann. Hab auf diesem Umweg schon desöfteren einen Lohnzuschlag (also zusätzl. zum Entgelt der Leihbude) aushandeln können. Die Arbeit muss natürlich stimmen...

BT les ich eben 15.11.: Hochkonjunktur in Deutschland

Wirtschaft so gut abgeschnitten wie seit sechs Jahren nicht mehr.. Einen so langen und gleichmäßigen Aufschwung hat D. in den letzten Jahrzehnten nicht gesehen..Die Stimmung in den Chefetagen hat ein neues Allzeithoch erreicht.. Wirtschaft wächst im Eiltempo.. Mehr Lohn Forderung und kürzere Arbeitszeiten - wann, wenn nicht jetzt ? 6%= kommt üblicherweise 3% raus und das ist überaus human angesechts der Kaufkraftverluste der Arbeitnehmer seit der Wende..

nur 28 Stunden Arbeit, dann aber nur für mehr Geld,

denn jede Freizeitaktivität kostet.
Entweder Entritt,
oder Beitrag im Fitnessstudio.
Kurzreise kosten Geld und verpesten die Luft.

um 09:58 von AlexClaain

Der Fachkräftemangel ist ja teilweise auch ein wenig eigenes Verschulden oder nicht?
---
Die Industrie 4. 0 ist schon lange geplant. Aber die Strukturausbauten des Staates zogen nicht mit. Nicht zuletzt, weil die Politik noch keine Antworten auf die neue Situation von Beschäftigung und Finanzierung der übrig gebliebenen Menschen hat und hatte.
Die Industrie hingegen wäre schon längst schneller gewesen, würde sie nicht in gewissen Abhängigkeiten stehen. Sie macht Druck mit der neuen Revolution:
Die vierte Revolution:Den Kern der vierten Revolution machen zwei Dinge aus: zum einen die Verschmelzung der realen mit der virtuellen Welt durch Sensorik und Robotik; zum anderen die globale Vernetzung aller Maschinen und Werkstücke über das Netz“
http://www.tagesspiegel.de/medien/internet-der-dinge-die-vierte-revoluti...

Da hat man sich die teure Ausbildung von Menschen ersparen wollen. 40Mrd sind geplant für 4.O.
Wir brauchen weniger Menschen, nicht mehr! Ca ab 2030!

Fachkräftemangel

woher kommt der? Selbst verschuldet oder was ist der Grund?
Nehmen wir die Pflegekräfte: Wer möchte von uns unter diesen Bedingungen Pflegefachkraft werden? Ausbildung die man selbst bezahlen muß, mieser Lohn und ausufernde Arbeitszeiten. Bei den jungen Ärzten fast das gleiche, warum gibt es in Deutschland diesen Mangel. Handwerksberufe werden kaum noch ausgebildet oder möchte keiner mehr machen, warum?
Was läuft in diesem Lande falsch? Ich höre immer nur Wachstum, Wachstum. Wohin wollen die denn noch wachsen und was geschieht mit den riesigen Gewinnen, wem kommen die zugute? Den Menschen, die sie erarbeitet haben oder den Gierigen die die Gewinne dann vielleicht auch noch in einem "Niedrigsteuerland" versteuern. Schauen sie sich in ihrer eigenen Umgebung um, da sehen sie die Auswirkung verfehlter Politik.

re von sprachloser

Da ich auch noch (69 jahre) selbstständig bin, und dies mir immer noch Spass macht, muss ich Ihnen voll beipflichten. Habe einen Bekannten Handwerker, Der einem Praktikanten zum Kehren nach der Montage aufgefordert hat, hier kam am nächsten Tag sofort der Vater und hat sich hierüber beschwert. Das ist Deutschland und seine behütete Zukunft. Das zu dem Thema "Motivation". Die Arbeitsplätze im Handwerk werden verschwinden. !!!

09:23 von Jaurisch ...genau diese Ansicht...

wird sich als der größte historische Irrtum der Menschheitsgeschichte herausstellen, aber das werden wir erst merken, wenn wir wieder knietief in menschlichem Blut waten. (alle Kriege der Neuzeit sind nur die kleinen Scharmützel vorweg)

@ um 10:23 von tagesschlau2012

Sie haben recht: Fehler sind genügend begangen worden. Von allen Parteien.
Sie haben sich noch vom Steuerzahler als Wähler verbunden gefühlt.
Aber:
Mit Industrie 4.O zahlen schon bald die Wirtschaftsgiganten den Löwenanteil.
Damit ist der Steuerzahler primär bald allein die Wirtschaft. Der Wählerwille wird unbedeutender, weshalb er schon heute zu unserer Empörung oft ignoriert wird.
Wir faseln heute schon von Lobbypolitik und Wirtschaftslenkern.
Guten Morgen! Das fängt jetzt erst noch an,.
Die Gewerkschaften bekommen auch schon kalte Füße, denn Arbeiter sind in Zukunft keine Blaumänner mehr, sondern Akademiker und Wirtschaftsbosse. Da zieht ein Wind auf, den wir uns noch nicht vorstellen können, wie ich glaube.
Die Politik wird von der Wirtschaft abhängen, nicht vom Wähler oder menschlichem Arbeiter. Damit dürfte die Demokratie irgendwann obsolet werden.
Die Zentralregierung in der EU wird doch schon dahingehend ausgebaut.
Die Perspektive ist wichtig.

Fachkräftemangel

'Fachkräftemangel' ist ein Schlagwort, mit dem niedrige Bezahlung in den Hintergrund und Überstunden in den Vordergrund gestellt werden sollen.

Wer besser bezahlt, bekommt auch Fachkräfte.

Natürlich muss aber auch die Ausbildung dem Bedarf folgen. Und das fängt bereits mit der Schule an. Was dort nicht gut gelehrt wird, kann weder in der Lehre, noch an der Hochschule aufgeholt werden.

Wenn ich mir die 'Künste' selbst von Abiturienten in Deutsch und Mathe anschaue, bin ich manchmal entsetzt und manchmal positiv überrascht. Manche Abiturienten aus nördlichen Bundesländern können manchen Hauptschulabsolventen nicht das Wasser reichen – hier liegt der Grund des Fachkräftemangels begraben.

Arbeitszeitverkürzung kann hier durchaus sinnvoll sein. Im doppelten Sinne. Zum einen ist es kein Problem, wenn unterdurchschnittlich befähigte Arbeitnehmer weniger arbeiten. Zum anderen zwingt eine kürzere Arbeitzeit von Leistungsträgern die Politik zu einer qualitativ besseren Ausbildung.

Es gibt sicher vieles zu

Es gibt sicher vieles zu verbessern, aber man darf die Tatsachen nicht vergessen:

Wir kommen von der 80-Stunden-Woche, dann die 60-Stunden-Woche (6 Tage a 10), dann 50 (freier Samstag), dann 40. Klar, es gibt Überstunden etc. aber die gab es früher auch. Vorbeugend: ich sage nicht, dass alles gut ist.

@um 10:23 von tagesschlau2012

Ich kann mich an keinen Aufschrei des damaligen Koalitionspartner FDP erinnern.
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Seit Jahren hinkt Deutschland bei der Digitalisierung hinterher. Nur ein eigenständiges und zugleich koordinierendes Digitalministerium kann gleichzeitig Antreiber und Vordenker sein. https://causa.tagesspiegel.de/politik/braucht-deutschland-ein-digitalmin...

Aus meiner Sicht ist das junge Team der FDP mit wirtschaftlichen Interessen da am geeignetsten.
Wir waren insgesamt mit weniger Bürgern, der Demografie, etc. auf dem guten Weg, uns mit der Wirtschaftsabsicht 4.0 einzugliedern.
Aber nun haben wir Zuwanderung von kaum gebildeten Menschen, die nicht zu integrieren sein werden.
Wir benötigen in Zukunft gewisse Arbeitnehmer, nicht jeden und nicht alles.
Da muss die Regierung vordenken und hinleiten.
Es macht keinen Sinn, die Menschen nicht aufzuklären und den Weg nicht aufzuzeigen.
In alte Schläuche füllt man keinen neuen Wein!

Also 28 Std. sind heute

Also 28 Std. sind heute einfach utopisch, aber ein Anteil am überdimensionalen Wirtschaftswachstum und einer gradezu explodierten Gewinn-Spanne in der Industrie - sind schon denkbar. Mitarbeiter haben diesen Aufschwung getragen und haben jetzt ein Recht auf eine große Gehaltserhöhung.

Also 28 Std. sind heute

Also 28 Std. sind heute einfach utopisch, aber ein Anteil am überdimensionalen Wirtschaftswachstum und einer gradezu explodierten Gewinn-Spanne in der Industrie - sind schon denkbar. Mitarbeiter haben diesen Aufschwung getragen und haben jetzt ein Recht auf eine große Gehaltserhöhung.

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