Kommentare

Schönes Land

Frau Merkel warb im vergangenen Bundestagswahlkampf mit dem Slogan: "Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben".

Kennt sie eigentlich die Obdachlosenzahl?

und die Parteien streiten über die Abschaffung des Soli

Ich kann diese Zahlen kaum fassen und (mal wieder) nur die Faust in der Tasche machen. Man könnte den Eindruck bekommen in der Politik sitzen nur verantwortungslose Schwätzer.
Um den sozialen Wohnungsbau zu reanimieren gehört der Soli weiter erhoben.

Warum thematisiert man dies erst jetzt?!

Warum thematisiert man dies erst jetzt?!

Die AfD hatte genau auf diesen "Verdrängungswettbewerb ganz unten" hingewiesen, den es offensichtlich ganz real gibt, wie man auch hier auf der Tagesschau heute lesen konnte, wenn sich 420.000 deutsche Obdachlose 440.000 wohnunglosen Flüchtlingen gegenüberstehen.

Was der politische Gegner und die Medien natürlich dann immer gesagt hatten, ist bekannt: "rechtpsopulistische/rechtsextreme Hetze" von ganz bösen "AfD-Nazis".

Wann geht man eigentlich endlich wieder dazu über Probleme von Anfang an sachlich und realitätsbezogen anzusprechen und zu beschreiben, so ungerne man die Realität auf diese Weise auch zur Kenntnis nehmen möchte? Wieso wird dann erst ein, zwei Jahre später genau das thematisiert, was die AfD schon längst vor Jahren angesprochen hatte??!

Claudia Bauer meint ....

Deutschland ein Land in dem nur die Reichen, gut und gerne Leben.

Moment

Dass die Hälfte der Obdachlosen aus Osteuropa kommt liegt nicht an mangelndem billigen Wohnraum in Deutschland.

Es zeigt aber, dass es in Osteuropa das Leben doch noch härter ist.
Die Länder können / wollen / haben kein Interesse daran (ich weiß es nicht) ihre eigenen Landsleute zu versorgen.

Skandal in Deutschland

Wohnungsbau muss viel stärker gefördert werden. Leider macht die Politik zu wenig. Sie gehen davon aus, dass jeder ja irgendwo wohnt und für sich selber sorgen kann. Nicht jeder hat das Glück durch die Familie oder durch eigene Arbeit einen guten Platz in der Gesellschaft zu finden. Dagegen funktionierte der Wohnungsmarkt in der DDR.

Die Menschen möchten immer mehr in den Städten leben, weil es attraktiver ist. Das sehen die Politiker, aber sie wollen die Obdachlosigkeit nicht beseitigen. Bei den Jamaika-Sondierungen spielen der Wohnungsbau und die Mietpreise keine Rolle.

Man darf gspannt sein wie lange es wohl dauert

bis "die Politik" dieses Thema aufgreift.
In letzter Konsequenz geht es nicht nur um diese 860.000 - das sind nur die, die bereits hinten ´runtergefallen sind. Die Zahl wird wachsen, weil der Druck von oben zunimmt.
Auch die sog. Mittelschicht erodiert, eben wg. einer verfehlten Familien-, Wohnungs- (Miet-) und Bildungspolitik.

Uns geht es gut Frau Merkel?

Selbstverständlich liegt die Schuld bei der Politik, denn diese gestaltet die Rahmenbedingungen. Der soziale Wohnungsbau wurde drastisch heruntergefahren, während sich Neubauten im teuren Premiumsektor befinden, mit dem Nebeneffekt, das sich in deren Umfeld der Wohnraum allgemein so verteuert, das er mit normalen Bezügen nicht mehr zu finanzieren ist. Und unter Jamaika wird sich diese Situation weiter verschärfen.

Das nennt man "Obergrenze"

Zitat: "Das liegt vor allem daran, dass weiterhin viele geflüchtete Menschen keine eigene Wohnung abbekommen, obwohl sie als Flüchtlinge anerkannt sind. Die meisten werden weiterhin in Flüchtlingsheimen geduldet."

Ich würde den Begriff "Obergrenze" in diesem Zusammenhang einmal wie folgt definieren: Anzahl an "Flüchtlingen", die die Aufnahmekapazitäten eines Landes im Hinblick auf alle beteiligten Personen (Flüchtlinge, Helfer, Bamf-Mitarbeiter, Steuerzahler, etc.) überfordert.

Wenn Hundertausende nun auf der Straße stehen, dann ist nmE der Begriff "Obergrenze" erfüllt.

ehemals städtische Wohnungen verscherbelt

"Die Arbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe sieht die Schuld bei der Politik" das ist richtig. Schuld haben vor allen Dingen die Kommunalregierungen, die im Zuge der Rationalisierung behördlicher Aufgaben in den 90ern viele kommunale Aufgaben privatisiert, "outgesourct" haben. Es wurden gemeinnützige GmbHs (gGmbHs) gegründet, der Wohnungsbestand wurde nach und nach verscherbelt, weil die "Geschäftsführer" dieser Einrichtungen lieber eine dicke Karre fuhren und sich als Kunstmäzene gerierten. Längerfristige Perspektiven, Renovierungen - unmodern. Lieber verkaufen und mit dem "verdienten" Geld die Bilanz aufhübschen.
Das rächt sich jetzt. Inzwischen ist ein großer Teil ehemals städtischer Wohnungsbaugesellschaften in Privatbesitz, teils im Eigentum von Gesellschaften in Steuerparadiesen wie Zypern und Malta. Alles, was die interessiert, sind hohe Mieten und niedrige Kosten.

@17:42 von Adelante - Ihr O-Ton,...

...Frau Merkel warb im vergangenen Bundestagswahlkampf mit dem Slogan: "Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben".
Kennt sie eigentlich die Obdachlosenzahl?
---

Davon können Sie ausgehen.
Und Sie können höchstwahrscheinlich davon ausgehen, daß es ihr und auch anderen Politikern an der Macht wenig bis sehr wenig interessieren wird.

Wenn die Schere zwischen....

arm und reich immer weiter auseinander klappt. Es ist doch das Vermögen sehr sehr ungleich verteilt. Die Randgruppen bekommen kein bezahlbarer Mietraum in den Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, München, Köln usw. mehr. Es muss dringend gegengesteuert werden es ist zwei Minuten nach zwölf.

Es kommt alles an die Sonnen...

In diesem Artikel ist der Konkurrenzkampf der hiesigen sozial Schwachen mit den Migranten um Wohnraum thematisiert. Aber bitte, das ist doch nicht alles. Es gibt doch auch einen Konkurrenzkampf um Arbeit für Niedrigqualifizierte.

Aus Sicht der hiesigen sozial Schwachen ist die Willkommenskultur der Merkelregierung zutiefst unsozial.

Höchst erstaunlich finde ich, dass die Linksparteien SPD, Grüne und die Linken nicht dagegen Sturm laufen.

"politisch gewollt?"

Davon muss man wohl ausgehen, sonst wäre es ja zumindest ein Thema in der Politik.
.
Es ist sicher hilfreich, den eigenen Armen und Billiglöhnern aufzuzeigen, dass es ihnen ganz fix noch schlechter gehen kann - sie sich also besser widerstandslos ausnutzen lassen.
.
Zudem macht uneingeschränkte Freizügigkeit in der EU offensichtlich wenig Sinn, so lange die enormen wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Ländern/Regionen bestehen.

'der wohnungsmarkt in der ddr funktionierte'

antwort:

bei weitem nicht !

die wohnungen wurden weder modernisiert, noch ausreichend instand gesetzt.

soweit erforderlich übernahmen das mieter, wenn sie die dafür erforderlichen baustoffe bekamen.

sie haben sicher kaum eine ex-ddr wohnung nach der wende besucht.

das im beitrag geschilderte einzelschicksal ist

tragisch, ohne frage.

doch objektiv wäre es, die persönliche ursache für den umstand der obdachlosigkeit zu benennen.

@ Adelante um 17.42 Uhr: Versagen der Kommunen

Eine Anmerkung: Die Wohnungen in meiner Heimatstadt Bremen und die in der benachbarten Stadt Delmenhorst, die in einem schlimmen Zustand waren und sind, sind Wohnungen aus den ehemaligen Bauprojekten der gewerkschaftseigenen COOP. Teils wurden sie von den Städten übernommen, teils von diesen weiterverkauft an Gesellschaften, die ihren Sitz auf Malta oder Zypern haben. Die Mieter dieser Wohnungen zahlen Miete (oft mit Steuergeld-finanziertem Wohngeldzuschuss). Teils werden von den zwielichtigen Vermietungsgesellschaften noch nicht einmal die Nebenkosten für Wasser und Strom an die Versorger abgeführt, so dass den Mietern noch das Wasser/die Heizung abgestellt wird (z.B. in Delmenhorst). Das alles wäre nicht so, wenn die Kommunen (welche Partei regiert dort?) ihren Wohnungsbestand nicht verscherbelt hätten.
Damit hat Frau Merkel gar nichts zu tun. Die Wohnungsgesellschaften waren im Eigentum der Kommunen.

Und dann über die erstarkte AfD wundern, liebe ARD

wohnungslose Menschen sind keine Obdachlosen! Dazu zählen auch Menschen in Unterkünften, volljährige Kinder, die eine eigene Wohnung suchen, aber noch bei ihren Eltern wohnen u.v.a.m.
So produziert man künstlich Skandale, die es gar nicht gibt! Bitte gehen Sie zukünftig achtsamer mit ihrer wichtigen Funktion in unserer Demokratie um!

@dr. Hans 18:06

Ich unterstelle den genannten Parteien einmal, dass sie dies tun, um nicht -wie Sie- die verschiedenen Gruppen gegeneinander auszuspielen.

@adagiobarber

Mir waere dennoch nicht bekannt, das es in der DDR Obdachlose gegeben haette in dem Umfang, den wir haben...

Die Mechanismen des Marktes bedient die Beduerfnisse der Leute auf dem Bild nicht.
Auch die unserer wachsenden Unterschicht nicht.
Weil er sich davon keinen ausreichenden Gewinn verspricht.

Die Marktwirtschaft bedient nach moeglichkeit nur moeglichst kaufkraeftige Nachfrage.

Marktwirtschaft alleine taugt daher nicht fuer die Befriedigung der Grundbeduerfnisse der Menschen.

Das war auch der Grund, warum es in D einmal eine soziale Marktwirtschaft gab.

Differenzierter betrachten

Wohnungslosigkeit gab es schon immer. Fast keiner von den Wohnungslosen muss auch wirklich wohnungslos sein. Oftmals sind es "verkrachte" Existenzen, die sich selbst nicht mehr aus dem Sumpf herausziehen können, unfähig sind, das eigene Leben neu in die Hand zu nehmen. Viele - so auch in diversen ARD-Reportagen - wollen auf der Strasse bleiben. Das ist die eine Gruppe.
.
Die andere Gruppe erleidet ein Schicksal im Zusammenspiel mit der Gentrifizierung. Städte werden zu teuer, weil die Nachfrage zu groß ist. Gleichzeitig "bluten" alle Dörfer, kleine Gemeinden und Kleinstädte in Deutschland aus. Billige Wohnungen aber kaum noch Infrastrukturen. Und exakt hier ist die Bundespolitik gefragt. Die Fläche viel mehr stärken. Das beginnt mit dem wieder-Anschluss an Bahnstrecken, schaffen von Ärtzehäusern, finanziellen Vorteilen für Lebensmittelgeschäften usw. Dann ziehen Menschen wieder aufs Land. Die Lage kann sich entspannen.

@Tada

"Die Länder können / wollen / haben kein Interesse daran (ich weiß es nicht) ihre eigenen Landsleute zu versorgen."

Natuerlich nicht.

Die Niederlassungsfreiheit macht es den Osteuropaeischen Laendern einfach, notleidende aus dem Land zu treiben und nicht mehr fuer sie aufkommen zu muessen.

Eigentlich ein Unding, das die sich so aus ihrer Verantwortung stehelen duerfen.

@ 17:57 von Sosiehtsaus News

In der DDR gab es keinen Markt für Wohnungen. Man musste nehmen, was man zugeteilt bekam. Auch die letzte Bruchbude, teilweise waren Wohnungen rechtlich gar nicht mehr bewohnbar, die Leute mussten mangels Alternative aber drin bleiben. Wer mit dem Leben nicht zurecht kam und notorisch arbeitslos/wohnungslos war, bekam eine besondere Wohnung zugewiesen, z.B. in Bautzen als arbeitsscheues Element. Keine ungerechtfertigte Ostalgie bitte.

18:15 von c.schroeder

Damit hat Frau Merkel gar nichts zu tun.

Doch, hat sie. DiesesProblem ist ja nicht über Nacht entstanden. Aber die Innenpolitik hat bei ihr keine Priorität. Wenn sie den Zustand im eigenen Land beschreibt, sollte sie sich schon mehr informieren.

Schuld nicht immer bei der Politik suchen

Ich sehe hier nicht in erster Linie die Schuld bei der Politik, das ist mir zu billig, immer wird alles auf die Politik geschoben.

Nein, die Schuld liegt hauptsächlich bei den Einzelnen. Die Wohnungslosen müssten sich zunächst selbst fragen, wie sie ihre Situation ändern können. Die Verantwortung für mein eigenes Leben kann mir niemand abnehmen, die kann ich auch nicht auf die Politik schieben.

Wohnungslosigkeit in Deutschland

Das wäre doch mal ein Thema, wo auch die CDU/CSU in den Sondierungsgesprächen Punkte sammeln könnte.
Aber Frau Merkel ist ja der Meinung, dass es in Deutschland den Menschen gut geht. Und mit einer richtigen Wohnungspolitik verlässt sie sich wahrscheinlich lieber auf die Anderen. Die werden das schon allein schaffen. Vor einigen Jahren habe ich in Paris über die vielen Obdachlosen gestaunt. Aber inzwischen ist es bei uns auch nicht anders. Schuld an dieser verfehlten Politik hat die Union, die uns bis jetzt 12 Jahre regiert hat.

@ClaudiaBauer - Man muss nicht reich sein

Es sind eher 2 Bedingungen die erfüllt sein müssen. Reiche müssen einen angemessenen Teil dem System zurückgeben. Dass unser System es zulässt dass die einen durch Ausbeutung der anderen zu Reichtum kommen erfüllt einen mit Wut. Nicht so sehr dass man nicht zu den Reichen gehört. Es muss nicht immer Kaviar sein.
Ausserdem muss jeden frei von Ängsten sein die sich auf fundamentale Bedürfnisse beziehen. Nahrung, Wohnung, medizinische Versorgung, Bildung des Nachwuchses...

Dann kann man auch ohne Vermögen recht gut leben. Aber der Hass auf die die Verantwortung für derartige Zustände tragen ist am schwersten zu ertragen.

das war mir schon klar, bevor ich den Thread geöffnet habe

dass ich auf Anhieb ein paar Beiträge finde, in denen das Problem nicht der schlechten Vorsorge durch die Politik zugeschoben wurde, sondern

- den wohnungslosen "Versagern" selbst oder

- den Flüchtlingen.

Bei den Vertretern der letzten Kategorie ist es aber auch völlig schnuppe, ob es um Arbeitslosigkeit, Krankenversicherungsbeiträge, Kriminalität oder die drastische Zunahme an verstopften Klos geht, der Schuldige braucht nicht lange gesucht zu werden.

Diese Gesellschaft versorgt nicht alle, weil sie ihrem Wesen nach eine höchst unsolidarische und egoistische ist, in der wenige gewissenlose Raffkes alles für sich haben wollen. Und nicht deshalb, weil den Habenichtsen von den Habegarnichtsen etwas streitig gemacht wird.

Viele Männer aus Osteuropa

Die meisten Obdachlosen sind Männer und mehr als die Hälfte der in Deutschland lebenden Obdachlosen sind hier nicht geboren, sondern in Osteuropa. In den Herkunftsländern gibt es übrigens keine signifikante Wohnungsnot. Eine Rückkehr mit guten Aussichten auf eine bezahlbare Wohnung wäre jederzeit möglich.

@ Tri Komplex , 14. November 2017 um 17:55

Eine gewisse Wut auf Politiker zu haben ist ja durchaus en vogue.
Aber. Der Soli dient und diente dem Aufbau der Neuen Bundesländer - ist also zweckgebunden. Wenn eine Verlängerung plus Erhöhung des Soli für den Bereich Wohnungsbau gefordert wird, sollte erwiesen sein, dass Wohnraum für derzeit Obdachlose ausschliesslich in den Neuen Bundesländern fehlt.
Leider ist es so, dass es mittlerweile div. Städte und Gemeinden in den Alten Bundesländern gibt, denen es auch "schlecht" geht, die aber vom Soli nicht partizipierten.

Geronimo...

Man kann das natürlich nicht auf alle Obdachlosen beziehen, da gibt es sicher 1000 Gründe wieso manche obdachlos werden. Kenne aus meiner Zivi Zeit im Obdachlosenheim einige... Aber ev. sollte der 23?! jährige Geronimo mal nicht im Sommer auf Mallorca abhängen sondern auch mal bissel in die Gänge kommen, sei es das er mal länger mit einem Sozial Arbeiter zusammenarbeitet und es dann mal mit nem Job versucht. Dann klappte ev. auch mal mit einer Whg....

Der Staat sollte nicht so betütteln

@ Sosiehtsaus News:
Skandal in Deutschland. Wohnungsbau muss viel stärker gefördert werden. Leider macht die Politik zu wenig. Sie gehen davon aus, dass jeder ja irgendwo wohnt und für sich selber sorgen kann.

Genau das erwarte ich aber vom Staat. Nicht dass er sozial Schwache von a bis o umsorgt, sondern, dass er auf Selbständigkeit setzt und Eigeninitiative verlangt. Ein Vollkasko-Staat kann in niemandes Interesse sein.

Die Politik

ist nicht schuld! Sie setzt nur um, was die Wirtschaft will. Die Wirtschaft ist dafür da, Bedürfnisse zu befriedigen. Das habe ich so in einer Maßnahme übers Arbeitsamt gelernt. Also gibt es ein Bedürfnis nach Obdachlosigkeit. Da ich demnächst auch obdachlos werden könnte, sollten die Maßnahmen des Arbeitsamtes mehr praktisch ausgerichtet werden: "Wie lebe ich auf Platte?", "Frieren aber glücklich.", "Nichtraucher aber angezündet."... Die Agenda 2010 sollte erweitert werden: Wohnliche Massenunterkünfte statt Singlemietskasernen, Arbeitsdienste, Kraft durch Förderung, usw... Die Politik ist nicht schuld, denn sie setzt nur um, was die Besten von uns wollen: reich werden.

Hand auf's Herz, es geht uns gut

@ pkeszler:
Aber Frau Merkel ist ja der Meinung, dass es in Deutschland den Menschen gut geht.

Das ist ja auch nicht von der Hand zu weisen. Mal ehrlich.

Das Tafelsilber verscherbelt

Wenn die Kommunen sich aus ihrer Verantwortung stehlen und die eigenen Immobilien an Miethaie, wie Annington (Jetzt Vonovia), Deutsche Wohnen usw. verkaufen, ist das kein Wunder. Billiger Wohnraum ist dann einfach nicht mehr vorhanden. Aber diese Kommunalpolitiker wohnen nicht in diesen Wohnungen, es ist ihnen egal, was mit den Mietern wird. Eine kleine Gefälligkeit hier, ein, für ein Jahr sanierter Haushalt da, schon ist alles gut. An die Folgen denken sie nicht. Sie kommen sowieso erst später. Das Später kommt jetzt und wird immer Schlimmer. Der billige Kommentar über die AfD, die es vorher wusste, hilft da auch nicht. Sie, die AfD, wollen ja nur die Betroffenen gegeneinander Ausspielen, Ausgrenzen nennt man das und das führt nur zu noch mehr Problemen. Es müssen mehr preiswerte Wohnungen gebaut werden. Wir brauchen 3 - 5 Jahre 100% geförderten Wohnungsbau. Keine neuen Wohnungen ohne Förderungen. Neubau nur durch städtische Unternehmen oder gemeinnützige Wohnungsbau Genossenschaften.

Mehr Schlafsäcke..

...ja .. dringend sollte den Obdachlosen die bestmögliche Ausrüstung gegeben werden. Ggf. auch Zugang zu abschließbaren 'Safes' in denen sie ihr weniges Hab und Gut mal wegschließen können.

Es ist bedauerlich, dass Menschen so entwürdigend leben müssen.
Sicher...und das wurde mehrfach berichtet...es gibt auch einige (wenige?), die explizit nicht mehr anders leben wollen und absichtlich nachts keine Notunterkunft aufsuchen. Aber im Ganzen gesehen wünsche ich mir bessere Verhältnisse für diese Menschen in deren Lage wir alle -aus verschiedensten Gründen- geraten können!
Kaufen wir doch stattdessen weniger Material für die B.Wehr. Das Zeug funktioniert eh nicht!

LLAP

Es ist so traurig dieses hier zu lesen.

"" Viele Obdachlose sind an Bahnhöfen. Die haben gar keinen Bock, irgendwo hinzufahren, oder können gar nicht, weil sie kaputt sind. Kaputte Füße, kaputte Beine, stinkende Beine, da gibt es ja viele. Die können einfach nicht. Die können nicht irgendwo hin.""
#
Das ist ein Problem was die Politik wohl nicht sehen wollte oder immer noch nicht sehen will. Schon bei den Zahlen der neu zu uns gekommenen Menschen hat man das Wohnungsnot Problem den Kommunen überlassen und die haben keine Kapazitäten mehr. Auch in meiner Heimatstadt Hamburg sehe ich viel Menschen die " Platte " machen.

Ignorieren hilft nicht

@ Unter_Lemmingen:
Mir waere dennoch nicht bekannt, das es in der DDR Obdachlose gegeben haette in dem Umfang, den wir haben...

Und wenn, dann hätte man nicht darüber berichten dürfen, so wenig wie über die verfallenden Innenstädte oder den Rechtsextremismus im Arbeiter- und Bauernstaat.

um 18:18 von meagain

》》..wohnungslose Menschen sind ... ...! Dazu zählen auch Menschen in Unterkünften, volljährige Kinder, die eine eigene Wohnung suchen, aber noch bei ihren Eltern wohnen u.v.a.m...《《

Woher stammt Ihre Definition, die Sie hier als so allgemeingültig darstellen. Die Kinder wohnen doch..!?!

Politik des Wahnsinns

Hat man nicht auf Geheiß der Politik vor Jahr und Tag Tausende Wohnungen im Osten Deutschlands abgerissen.

Jetzt würden sie dringend gebracht.

Das zeigt mir wieder einmal: Politik ist das Problem, nicht die Lösung.

Auf Politik sollen wir wohl besser verzichten. Dann gäbe es sehr viel weniger Probleme.

@KowaIski

Ich glaube nicht, das das fuer die Osteuropaer so einfach ist.

Das preisniveau ist mittlerweile hoch in deren Laendern.

Und die Loehne mies.

Im Falle Polens und anderer Laender ist ausserdem die Arbeitslosigkeit betraechtlich.

18:26 Unter_Lemmingen

"Mir wäre dennoch nicht bekannt, das es in der DDR Obdachlose gegeben hätte in dem Umfang, den wir haben..."
Stimmt, da wollte auch keiner hin.
Wenn es für Afrikaner und Balkan-Einwohner lukrativer ist in Deutschland auf der Straße zu leben als im eigenem Land zu wohnen, ist nicht in Deutschland etwas faul, sondern in diese Länder.
Illegalen sollten kein Zugang zur staatliche Hilfe bekommen, sonnst ist Deutschland schneller pleite als wir Steuern zahlen können. Flüchtlinge sollen da untergebracht werden wo billige Wohnungen leer stehen. In ländliche Gebiete stehen viele Wohnungen leer, weil es keine Arbeit oder Anbindungen gibt. Und mache Obdachlose ist für sein Schicksal selber verantwortlich.
Wenn aber für eine Umweltkonferenz problemlos schnell eine "ökologische" Zeltstadt gebaut werden kann, mit alle Komfort und Anschlüsse, aber keine Auffangzentren für Flüchtlinge, sieht man das Selbstdarstellung wichtiger ist als menschliche Schicksale.

um 18:48 von KowaIski

"Das ist ja auch nicht von der Hand zu weisen. Mal ehrlich."
Bis auf diejenigen, die von Wohnungslosigkeit, Alters- und Kinderarmut oder zu geringen Renten betroffen sind.
Das reicht Ihnen wohl für die Aussage: "Uns geht es gut" Natürlich müssen wir uns nicht mit den Entwicklungsländern vergleichen.

18:11 von adagiobarber

"die wohnungen wurden weder modernisiert, noch ausreichend instand gesetzt.

soweit erforderlich übernahmen das mieter, wenn sie die dafür erforderlichen baustoffe bekamen.

sie haben sicher kaum eine ex-ddr wohnung nach der wende besucht."

Genau da beginnt ja der falsche Weg. Es geht um Wohnungsbau für Alle, wo eben jeder mitgenommen wird. Dagegen sehe ich bei ihrer Schreibe die LUXUS-Sanierungen in zentraler Lage, die nach der Wende von meistens Westlern durchgeführt wurden. Zusätzlich muss der Staat was machen, wenn er eben diesen Staat nicht weiter auseinander gehen lässt.

Wir machen es uns sehr einfach

@ schiebaer45:
Das ist ein Problem was die Politik wohl nicht sehen wollte oder immer noch nicht sehen will.

Wollen wir Bürger es denn sehen? Warum schieben wir immer alle Verantwortung auf die Politik ab?

um 18:39 von frosthorn

》》..Diese Gesellschaft versorgt nicht alle, weil sie ihrem Wesen nach eine höchst unsolidarische und egoistische ist, in der wenige gewissenlose Raffkes alles für sich haben wollen. Und nicht deshalb, weil den Habenichtsen von den Habegarnichtsen etwas streitig gemacht ..《《

Manches Mal denke ich ähnliches. Aber die in Ihrer Aussage mitklingende Enttäuschung über das System möchte ich nicht zu 100% teilen.

Das System (vermutlich meinen Sie den Kapitalismus in Reinkultur, und zwar ohne 'Sozial') in Deutschland ist ja darauf ausgerichtet, dass wer leistet der auch verdient. Das passt ja auch mal gut in mein Weltbild. Nur ist es nicht mehr so, dass wer viel leistet auch viel verdient. Man könnte das noch ewig fortführen...

Solidarisch ist unser Sozialversicherungssystem hingegen schon.
Nur leider zahle nicht alle ein und zu weilen werden Gelder zweckentfremdet.
LLAP

18:47 von KowaIski

"Nicht dass er sozial Schwache von a bis o umsorgt, sondern, dass er auf Selbständigkeit setzt und Eigeninitiative verlangt. "

Dann wollen wir mal hoffen, dass es bei UNS ruhig bleibt, wenn wir eben nicht den benötigten Wohnraum stellen.

Sache der Eigentümer

@ Ernst:
Hat man nicht auf Geheiß der Politik vor Jahr und Tag Tausende Wohnungen im Osten Deutschlands abgerissen.

Nein, das hat die Politik ja nicht zu bestimmen.

Am 14. November 2017 um 18:44 von lubbert

" Der Soli dient und diente dem Aufbau der Neuen Bundesländer - ist also zweckgebunden."

das ist so nicht richtig, machen Sie sich mal schlau wie viel überhaupt noch in den Osten ging. Bei der Wiedereinführung würde der Soli zu Bundessteuer und nicht mehr Zweckgebunden.
Bei solchen Behauptungen sollte man es auch nachweisen können.
Und der Soli kann weg, der verschwindet irgendwo in welchen Dingen auch immer.
Nur das Sie nicht denken ich hätte was davon, als Rentner zahle ich keinen und hab auch nichts davon.

Gruß

@18:39 von frosthorn: Habenichtse und Habegarnichtse

So wie Sie es beschreiben, ist es vollkommen richtig.

Da passt die Geschichte vom Banker, dem Hartz IV Empfänger und dem Flüchtling wieder.
Die drei stehen um einen Tisch herum auf dem ein Teller mit 6 Keksen steht. Der Banker nimmt sich 5 und sagt zum Hartz IV Empfänger "Hey pass auf, der Flüchtling will Deinen Keks!"

@18:18 von meagain: Das Erstarken der AfD.

Wer als sozial Schwacher, also Niedriglöhner oder gar als Arbeitslose und / oder Hartz IV Empfänger die AfD wählt. Dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.
Schaut man sich das Sozialprogramm der AfD an, dann kann einem nur das kalte Grausen kommen.
Im Gegenzug sollen die Reichen ja ordentlich entlastet werden. Würde das Programm der AfD umgesetzt, gingen dem deutschen Staat ca. 130 Milliarden an Steuern verloren, aber auch dafür hat die AfD einen Lösungsansatz. Der Sozialetat im Bundeshaushalt ist der größte Posten, da könne man viel sparen, sagte Fr. Dr Weidel vor der BTW.
Sie nannte z.B. den Steuerzuschuß zur Rentenkasse.

um 18:57 von Ernst

》》..Auf Politik sollen wir wohl besser verzichten. Dann gäbe es sehr viel weniger Probleme...《《

Das Ihre Aussage unsinnig ist wissen Sie vermutlich selbst. Ohne überwiegend ehrenamtliche Politiker/innen wäre das Gemeinwesen ...tod.

Das ist nicht der Rand!

Ich kann des Herablassende in den Kommentaren nicht mehr ertragen!
Es sind nicht „die am Rand“. Es sind nicht „verkrachte Existenzen“. Es sind nicht „sozial Schwache“. Es sind nicht „Ungebildete“.

Es sind Menschen! Ganz normale Menschen, die Hilfe brauchen und verdienen. Razzfazz bist Du selbst in einer solchen Situation.

Bedingungslose Hilfe zu leisten ist ein Auftrag an uns alle!

Was kann unruhig werden?

@ Sosiehtsaus News:
Dann wollen wir mal hoffen, dass es bei UNS ruhig bleibt, wenn wir eben nicht den benötigten Wohnraum stellen.

Wir sollen etwas stellen? Wieso das denn?
Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, denen etwas zu stellen, die das aus den verschiedensten Gründen nicht selbst tun. Wenn die Betroffenen unruhig werden, ist das vielleicht ein erster Schritt zur selbstverantwortlichen und konstruktiven Lösung.

Verdrängungswettbewerb ganz unten

"Verdrängungswettbewerb ganz unten."

Das wird in jedem Wirtschaftssystem nicht ausbleiben und es wird auch klandestin gutgeheißen.
Solange die Unzufriedenen ganz unten noch gegeneinander aufzuwiegeln sind, regiert es sich nach dem "Teile-und-herrsche-Prinzip" deutlich unangestrengter.

Gerade dieses gegeneinander Ausspielen beispielsweise von Migranten und schon länger hier lebenden Armen verhilft doch regelmäßig Protestparteien wie aktuell der AfD zu ihrer Ventilfunktion. Sie bewirken wenig, kanalisieren aber die Unzufriedenheit zuverlässig an den satten etablierten Parteien vorbei.

Muss man nicht schätzen.

Am 14. November 2017 um 18:48 von KowaIski

" Das ist ja auch nicht von der Hand zu weisen. Mal ehrlich."

Wenn Sie in Ihrer warmen Wohnung sitzen 60-120 Quadratmeter groß und ein gutes Gehalt halt haben das Auto vor der Tür dann sicher ;-).
Es geht im Artikel aber um eine andere Gruppe, und dann noch um rund 20 Millionen denen es nicht so gut geht falls Sie mal die anderen Artikel lesen sollen.
Es gibt immer mehr Menschen als einen Selber.

Gruß

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