Kommentare

" Macron hatte La République

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Macron hatte La République En Marche erst im Frühjahr 2016 gegründet und als politische Bewegung positioniert, die mit traditionellen Parteistrukturen brechen sollte und sich "weder rechts noch links" verortet.
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Fällt was auf?
Macron hat zwar erzählt,was die Partei nicht sei,aber nicht was sie ist - & zwar neoliberal & autokratisch & innerparteilich anti-demokratisch...
...hätte wohl vor seiner Wahl zu viele abgeschreckt...

Meine Wertschätzung gilt

diesen 100 Mitgliedern.
Politische Zivilcourage !

Pardon Macron.

Erstaunlich ist diese Kritik nicht, wohl aber das es so lange gedauert hat. Schade, denn hier geht es weniger um Inhalte als um Umgangsformen. Auch in Europa kann man hieran scheitern.

das ist auch keine demokratische veranstaltung

sondern der zweck dieser partei und des herrn macron ist das sie der hammer sind der den franzözischen sozialstaat zerschlagen soll und die mitgliedschaft sollen praktisch nur willfährige fußsoldaten sein.das war schon vor der wahl klar aber viele mitglieder und wähler haben sich einer illusion hingegeben!

Herrschaft der Eliten ...

mit Macron?

Wer hätte das gedacht. Ein Mensch der aus dem elitären Bereich der Gesellschaft kommt, ein Mensch der einen elitären Führungsstil besitz und jede Gelegenheit nutzt um seine elitäre Überlegenheit darzustellen, soll eine nicht elitäre politische Partei leiten?

Abstimmungen mit nur einem Kandidaten nennt man auch in Deutschland eine Wahl, alles andere ist eine Kampfabstimmung.

Und das Macrons Partei weder links, noch rechts sei ... was soll man dazu noch sagen?
Sie besetzt keine typisch linken Themen, aber auch keine typisch rechten Themen.
Dafür aber steht sie vollkommen hinter den Banken, hinterm Kapital, hinterm Reichtum.
Das ist nicht einmal eine Vermutung, denn diese Partei ist schlicht so elitär das dies jedem ins Gesicht springen müsste.

Aber im modernen Journalismus nennt man das sozial-liberal.
Einem Gewerkschaftsführer Faulheit vorwerfen, weil er keinen schicken Anzug trägt ist sozial-liberal.
Die Konventionalität von sozial-liberal ist hier wohl nicht gegeben.

die verhinderung von le pen

war nur ein massives ablenkungsmanöver der herrschenden schicht.es war von anfang klar das sie nicht hätte schlimmer sein können als marcron.sicher hätte sie den sozialstaat nicht gerade ausgebaut aber wenigsten den status quo erhalten. die wähler haben sich schön hinters licht führen lassen obwohl die sache klar war für jemanden der mit offenen augen durch die welt geht.eigentlich ein trauerspiel das gerade den franzosen sowas passieren konnte.
das die deutschen ihre eigene verarmung begrüßen ist nicht weiter verwunderlich aber für frankreich schon.

Sinnloses Etikett

@ derkleineBürger: ... & zwar neoliberal & autokratisch & innerparteilich anti-demokratisch...

Die innerparteiliche Demokratie wird hier von vielen Mitgliedern tatsächlich bemängelt. Es gibt aber keinen glaubhaften Beleg dafür, dass "La Republique En Marche" neoliberal sein könnte. Außerdem finde ich es prinzipiell nicht schlimm, neu und liberal zu sein. Es kommt auf die Inhalte an und die sind vernünftiger, als bei den Sozialisten oder gar den Konservativen.

War doch zu erwarten. Dass

War doch zu erwarten. Dass sich die Bewegung von Macron eine neo-liberale Richtung haben würde hat man schon vor der Wahl prophezeit. Die Kritiker sehen sich zwar jetzt bestätigt, um etwas daran zu ändern ist es jetzt aber zu spät. Es ist ja nicht nur in Frankreich so, insofern ist es lediglich eine Lehre, dass Worthülsen sich über kurz oder lang auch als solche entlarven.

@von KowaIski

"Es kommt auf die Inhalte an und die sind vernünftiger, als bei den Sozialisten oder gar den Konservativen."

welche inhalte sind ihrer meinung vernüftig oder ist es immer begrüßenswert "arbeitnehmer" rechte einzuschränken?

"Aus Protest gegen zu wenig interne Demokratie"

War das zu Zeiten von Napoléon den anders irgendwie kommt mir das bekannt vor, wenn Falsche Entscheidungen das weiter kommen beeinträchtigen...

um 16:52 von KowaIski: " Die

um 16:52 von KowaIski:
"
Die innerparteiliche Demokratie wird hier von vielen Mitgliedern tatsächlich bemängelt. Es gibt aber keinen glaubhaften Beleg dafür, dass "La Republique En Marche" neoliberal sein könnte.
"

...außer seine Wirtschaftsreform...

...& autokratisch ist er auch noch:
Versammlungsverbote im Zuge des Ausnahmezustandes beschlossen & so Demonstrationen gegen die (damals noch geplante) Wirtschaftsreform verboten...

Bei uns anders ?

Zitat:
"Macrons Bewegung habe seit seinem Amtsantritt im Mai ihre Prinzipien verraten, so die Kritiker. Statt Basisdemokratie habe sich eine "Herrschaft der Eliten" durchgesetzt. In dem Brief ist von "Arroganz" der LREM-Verantwortlichen die Rede sowie von "Drohungen" und "Einschüchterungsversuchen" gegenüber engagierten Mitgliedern".

Ging und geht es in der Merkel-CDU anders zu ?

Das Macron der befürchtet Wolf im Schafspelz ist bzw. sein würde, war vielen Europäern, nicht nur Franzosen, vorher klar.

Neu demokratische Strukturen, mehr bürgerliche Mitbestimmung und direkte Einflussnahme sind im Macron-Frankreich eben so wenig vorgesehen wie im Merkel-Deutschland.

Ob es bei den 100 bleiben wird, die wohl nun verkünden werden, dass Macron und seine kleine Hof-Elite mitnichten die "Weißen Ritter Frankreichs" sind, wer weiß.

Die große Vertrauenskrise in Frankreich dürfte damit aber natürlich neue Nahrung erhalten.

Der Mann verkörpert die "alte franz. Elite" wie zuvor nur Sarkozy !

ja das war ja

zu erwarten das da ein kleiner ,neuer Sonnenkönig hervorkommt , aber die EU, Merkel und co. haben ihn ja noch hofiert bis zum geht nicht mehr und jetzt entpuppt er sich langsam,na die franzosen werden sich noch sehr wundern über ihn,ist ja wie hier sie wollten ihn ja

Vorsicht vor Macron

Wir leben seit vielen Jahren in Frankreich, und müssen immer wieder feststellen, dass dieses Völkchen, ganz an der Spitze das jeweilige Staatsoberhaupt, nur dann ein Interesse an Europa hat, wenn es unmittelbar den egoistischen nationalen Interessen hilft. Frankreich hat nur als Hegemonialmacht ein Interesse Europa. Kürzlich sah man Macron und Mme Merkäll am Flughafen von Toulouse. Es heißt, Macron fordere einen Franzosen als Nachfolger von Dr. Enders an der Airbus-Spitze. Das beschreibt perfekt das französische Verständnis Frankreichs von Europa: Mit Mühe hat man den staatlichen Einfluss in dem Unternehmen zurückgedrängt. Aber französische Raffgier und Egoismen machen vor keiner Peinlichkeit halt. Es geht Macron schlicht nichts an - und dennoch interveniert er. Der deutsche Bundespräsident applaudiert dazu ebenso brav wie unwissend. Gibt es denn wirklich nur noch in der FDP ein paar wache Augen, die sich von dem präsidentiellen Gehabe keinen Sand in die Augen streuen lassen ?

Das hat erschreckend lange

Das hat erschreckend lange gedauert, bis es endlich nun auch hier erkannt wird, dass Macron unterm Strich nicht anders ist, als alle anderen vor ihm, die Frankreich 'geführt' haben. Alle kamen aus elitären Kreisen und organisierten streng ihre Landmarken in Partei und Gesellschaft und einige wenige scheuten sich auch nicht ihre Ziele hinter einer Maske von Volksnähe zu erreichen. Allen gemein, wie Macron eben auch, war immer ihr Frankreich allen anderen voran zustellen und immer lebte und lebt Frankreich weit über seine Verhältnisse und das immer dann in irgeneiner Weise immer auf Kosten von Deutschland bezahlt, heute eben mittels gemeinsamer Finanzpolitik und EU-Geldpipeline. Also im Westen nichts Neues.

Das war vorauszusehen.

Guten Abend,Macron hat die Wahl nur gewonnen ,weil die "Eliten"der Wirtschaft und der Medien (ist fast das gleiche in Frankreich)Angst vor Mélenchon hatten.
Leider hat ihm die Amtszeit von Hollande und der voellig undisziplinierte Huehnerhaufen der Sozialisten dabei geholfen.Haette Hamon sich hinter Mélenchon gestellt ,waere dieser jetzt Praesident und Hamon Premierminister!!
Es ist schon erstaunlich ,dass die "rote Sockenkampagne"in diesem angeblich so progressiven Land so tief greift.
Ich bin sicher ,dass der hochgebildete Linksrepublikaner Mélenchon ein besserer Präsident geworden waere.Macron ist ein Blender mit wenig Erfahrung,und letztendlich ein reiner néolibérales.Begabt ,intelligent,aber ein voellig ueberheblicher Bankier.Seine Steuerreform ist der Beweis dafür.Es wird spannend in Frankreich.

Katerstimmung löst Euphorie ab

Die Euphorie um Macron hat sich sehr schnell in heiße Luft aufgelöst. Der Austritt der hundert Parteimitglieder, denen ich dafür meinen höchsten Respekt zolle, ist ein Armutszeugnis für Macron, das sein politisches scheitern ganz drastisch und in aller Deutlichkeit dokumentiert. Mit autoriären Strukturen kann weder Frankreich, noch die EU weiter geführt werden. Und diese Ohrfeige trifft nicht nur Macron, sondern alle EU-Politiker, (allen voran Merkel) die ihn hochlobten.

Macron ist ein Neoliberaler.

Ein Neoliberaler wie er im Buche steht. Das gefällt der europäischen Elite vielleicht, aber dem Volk (als uns im weitesten Sinne) eigentlich nicht.

Hier wird sich ein wenig was ändern müssen – genauso wie hierzulande – und das passiert bereits. Le Pen wird zur nächsten Wahl sicher wieder antreten und über die Wahlverluste unserer illustren Altparteien zur nächsten BTW wird man (warum auch immer) wieder völlig erstaunt sein.

Nun denn, En garde!

Hatte jemand

etwas anderes erwartet ?.
Der Neue starke Mann wird uns noch Probleme machen, kommt darauf an wie die nächste Regierung sich zusammen setzt.

Er hat nur gewonnen weil die Dame verhindert werden sollte, die Idee war aber nicht ganz durchdacht.

Gruß

100 von 380.000

Bei einem Parteiausdritt von 100 von 380.000 ist der Beweis erbracht, daß LREM zutiefst antidemokratisch ist. Wieviele treten denn ständig aus anderen, etablierten Parteien aus ?
Vermutlich noch deutlich mehr als 100.
Das ist in Deutschland zwischen Linkspartei und AfD ja nicht anders.
Und ich weiß, daß zu jedem Reformthema, aber auch jedem, vorher eine Basisbefragung durchgeführt wird und jeder sich einbringen kann. Im Unterschied zu den anderen demokratischen Parteien.
Daher ist schwer zu verstehen, was innerparteilich anti-demokratisch sein soll.
Und was neoliberal und autokratisch damit zu tun haben.
Eine gewisse Struktur muß natürlich gegeben sein, wie die weich geführte PS (Hollande) zeigt.

Endlich

Macron führt sich auf wie ein Fürst oder König, was so gar nicht in das Bild von Europa 2017 passt. Endlich bekommt er dafür Kritik.

„In der Partei herrschten

„In der Partei herrschten autoritäre Strukturen wie im "Ancien Régime“-

Diese Tendenzen nennt die Staatsphilosophie „Postdemokratie“: Man spielt nach außen Demokratie bei Bedarf, nach innen aber wird autokratisch entschieden und durchgesetzt.

Das dürfte unter Merkel hierzulande nicht anders sein.

Man regiert hier faktisch per Dekret, ein Instrumentarium, das es im Grundgesetz gar nicht gibt.

Der Mehrheit der Bürger scheint dieser Sinkflug der Demokratie aber egal zu sein.

Wehret den Anfängen.

I

En Marche

ist keine Partei sondern eine Protestbewegung. Die alten Parteien haben bei den Wahlen in Frankreich verloren. Gegen "En Marche" und gegen Le Pen. Das hat Michel Houellebecq in Soumission fast vorhergesagt. Der Roman ist übrigens besser als „Les Particules élémentaires“ Elementarteilchen.

War doch klar

Dass einigen die Reformen stinken. Und mal ehrlich: 100 von ca. 380.000 - das stellt für LREM kein Problem dar. Die können ja jetzt zum Front National gehen. Typisch auch hier im Forum mal wieder das typisch populistische Gequatsche von Neoliberalen und Antidemokraten. Kaum traut sich mal jemand, die verkrusteten Strukturen aufzubrechen, wird er "angegangen". Und was die Populisten ganz besonders stört: Der Mann hat auch noch eine Vision für Europa. Macron und Merkel müssen jetzt Kurs halten, damit Europas Populisten nicht eines Tages wirklich Europa zerstören - sich bloss nicht von dem populistischen Gesülze wie hier im Forum ablenken lassen!

Ich meine, statt sich um die ganze "Welt" zu kümmern,

sollte sich Herr Macron um sein Frankreich sorgen und dann der nächste Schritt Eu!

Das scheint im französischen Naturell zu liegen...

Erst wird Macron als Held gefeiert, der Heilsbringer, als derjenige, der die Demokratie vor dem bösen FN beschützte und nun der Absturz seiner Beliebtheit erst in der Bevölkerung, dann in den Medien und nun auch in seiner Partei. Das erinnert schon an seine Vorgänger Hollande und Sarkozy.
Tja am Ende kann eben doch nur einer übers Wasser gehen und auch ein Macron kocht nur mit Wasser...

@ ernst_thälmann

die verhinderung von le pen war nur ein massives ablenkungsmanöver der herrschenden schicht

Es gibt in der Demokratie keine herrschende Schicht, so wie etwa im Kommunismus. In der Demokratie wird ein Präsident frei und auf Zeit gewählt. Und Macron hat Stimmen aus allen Bevölkerungsschichten bekommen.

@ernst_thälmann

"die verhinderung von le pen
war nur ein massives ablenkungsmanöver der herrschenden schicht.es war von anfang klar das sie nicht hätte schlimmer sein können als marcron.sicher hätte sie den sozialstaat nicht gerade ausgebaut aber wenigsten den status quo erhalten. die wähler haben sich schön hinters licht führen lassen obwohl die sache klar war für jemanden der mit offenen augen... "
Die Verhinderung von Le Pen liegt der Mehrheit der Franzosen so am Herzen, dass sie sogar Macron gewaehlt haben, weil der eben weniger schlimm ist! (Was leider nicht heisst, dass der jetzt so gut ist)Dafuer braucht es zum Glueck keine Verschwoerung der "herrschenden Schicht".

Wer finanzierte Macron ?

Zitat Médiapart :
"Nach außen haben Dargnat und die Mitglieder des Teams Macron alles getan, um das Image des Kandidaten aus der Finanz- und Geschäftswelt zu dementieren, indem sie vorwiegend auf den Zufluss von kleinen Gaben insistierten. In Wirklichkeit ist es schon eine Kamerilla von Anlagebankern gewesen, die diese außergewöhnliche Beschaffung von Finanzierungsmitteln in die Hand genommen hat, die ihre Netze und Adressbücher in alle Himmelsrichtungen ausschöpfte, um sie in den Dienst des politischen UFOs Macron zu stellen".

Wer die Eingangsfrage (durch Recherche) beantworten kann, dem wird sehr schnell klar, dass dieser Mann der Hochfinanz und der Elitenclique gegenüber in der Bringschuld ist, nicht zuletzt deswegen, weil er selbst ein Teil dieser Clique war und wohl,...so hört es sich jetzt an, noch immer ist !

Der "gekaufte Wunderjunge" wird Frankreich eben nicht reformieren, sondern mit und an ihm scheitern.

Ihm fehlt schon heute jede Glaubwürdigkeit !

Was ist eigentlich neoliberal?

@ m.s.
Macron ist ein Neoliberaler. Ein Neoliberaler wie er im Buche steht.

In welchem Buch? Ich kann den Begriff "neoliberal" sachlich nicht wirklich einordnen. Macron ist liberal, was ich sehr begrüßenswert finde und er versucht neue Wege zu gehen, abseits eingefahrender ideologischer Denkschemata, die die Wähler auch offensichtlich nicht mehr wollen. Wenn das neoliberal ist, dann sollte es uns eigentlich recht sein.
Aber ein bisschen hört es sich auch wie ein Schimpfwort an, wenn ich Ihre Meldung so lese.

@Oskar.spd

"Guten Abend,Macron hat die Wahl nur gewonnen ,weil die "Eliten"der Wirtschaft und der Medien (ist fast das gleiche in Frankreich)Angst vor Mélenchon hatten.
Leider hat ihm die Amtszeit von Hollande und der voellig undisziplinierte Huehnerhaufen der Sozialisten dabei geholfen.Haette Hamon sich hinter Mélenchon gestellt ,waere dieser jetzt Praesident und Hamon Premierminister!!"
Da stimme ich Ihnen zu. Mir waere Melanchon mit Hamon 10 mal lieber als Macron. Obwohl Melanchon auch ein ueberdehntes Ego hat, aber das kommt hier in Frankreich ja eher gut an. Und im Grundtenor ist Frankreich viel konservativer als Deutschland. Man will radikale Erneuerung, aber aus lauter Angst waehlt man dann doch fuer die "Reform" des Altbekannten. Schade.

Als Außenstehender

hat man vielleicht ein wenig Verständnis für "innerparteiliche Unzufriedenheit" bei dem Tempo, das er nach außen vorlegt. Er hat aber Zeit nachzuarbeiten. Wenn ihm das nicht gelingt, taucht das Gespenst Marine wieder auf. Die Franzosen können da sehr brutal sein .

Beginnt man sein "Denkschema"-welches auch immer-

nicht erst einmal da umzusetzen wo es am nächsten angebracht ist? Wenn es dann politisch positiv funktioniert, kann man es auch woanders politisch umsetzen und hat dabei noch vom eigenem Volk/von Eu Völkern Unterstützung, eben weil es funktioniert, was ich aber bei Herrn Macron -so auch nicht bei vielen anderen Eu Regierungen- bisher wirklich nicht erkenne, ausser "Jeder Für Sich Selbst"! Eine Eu geht anders und besser, wenn Politik es wirklich will!

Hype

Der Hype in der EU um Macron als Gegenentwurf zu Trump verpufft. Hoffentlich entwickelt sich da kein “guter“ Despot.

Wie jetzt, ich dachte Makron ist der französischer Jesus?

Ist dem nun doch nicht so? Was für ein Pech aber auch! Aber die Franzosen hatten ja die Wahl. Und wie ein altes Sprichwort sagt: Jeder ist seines Glückes Schmied.

100 Prozent?

das kennt man doch nur von unserer SPD.
weil es bei der SPD eben auch keinen Parteitag gibt sondern ein Konvent.
Das kann man alles in den Statuten nachlesen.

das ist eine gute Nachricht

ich meine, haben denn die Franzosen vor seiner Wahl nicht seine Biographie gelesen?
Das war doch zu erwarten und jetzt wird er von unserer Regierung auch noch als großer EU Macher hingestellt.

Frankreich

Frankreich kann nur durch Macron wettbewerbsfähig werden. Mit 35 h Woche und früher Rente geht es heute leider nicht mehr.
Machen wir uns aber nichts vor: die Lebenserwartung ist deutlich höher als noch vor 50 Jahren. Das kostet einen Preis. Massen-Ruhestand ist nicht finanzierbar in einer Welt der Billigheimer.
LePen und die anderen liefern als Lösung Abschottung oder Sozialismus. Beides gute lösungsorientierte Ansätze: zusammenbrechende Wirtschaft und sinkender Lebensstandard lösen das ursächliche Problem, die gestiegene Lebenserwartung.

0,02 % Austritte ...

aus der Partei ... sofern ich mich nicht verrechnet habe.

Na das ist dann ja auf jeden Fall mal -so richtig- aussagekräftig um von anti-demokratisch sprechen zu können. ;)

Aber wozu bedarf es auch Reformen, wie die Vergangenheit in Frankreich gezeigt hat.

Lieber mit Vollgas vor die Wand!

@ Subo und das "Völkchen"

Soso, Sie leben seit vielen Jahren in Frankreich, was Sie dort aber offenbar als störend empfinden, sind die Franzosen. Wie sonst kann man sich so herablassend über sein Gastland äußern? Und dessen Präsident hat ein "präsidentielles Gehabe". Ach Du meine Güte, er ist ja auch nicht der Sohn eines protestantischen Pfarrers (nichts gegen Frau Merkel).
Mein Vorschlag: gehen Sie nach Deutschland zurück. Die FDP kann ein paar weitere Wähler gut gebrauchen. Und lassen Sie den Champagner bloß in Frankreich. Ein Kauf würde ja französische Raffgier unterstützen.
Gruß aus Burgund und Bonne soirée.

Vorsicht mit Lichtgestalten

Man muss immer ein wenig vorsichtig mit "Lichtgestalten" sein.
Macron schien mir immer sehr zielstrebig und souverän. Interne gemeinsame Entscheidungsfindung gehörte da wohl nicht zum Businessplan, denn das würde ja nur seine Vision verwässern und schädigen. Macht Sinn aus seiner Sicht, aber eine Partei ist nun mal keine Firma.

@ Eu-Schreck

"Frankreich kann nur durch Macron wettbewerbsfähig werden. Mit 35 h Woche und früher Rente geht es heute leider nicht mehr."

Nichts spricht dagegen, die Wochenarbeitszeit je nach Branche flexibel zu gestalten und früher muss nun wirklich niemand gehen, der noch einigermaßen körperlich fit ist.

ABER Macron schwebt genauso ein Verarmungsprogramm, wie annodazumal Schröder und Peter Hartz mit den Hartz-Reformen, vor. Das kann man nun beim allerbesten Willen nicht gutheißen. Es kann kein Zukunftsprogramm sein, erst einmal bei denjenigen den Kahlschlag voranzutreiben und diejenigen zu ruinieren, die eh schon - auf gut Deutsch - am "Arsch" sind! Die Axt müsste weiter oben angesetzt werden, aber - man staunt - dazu kommt von Macron rein gar nichts.

Ich habe mal einen französischen Studenten gefragt, wen sich F eigentlich mit Macron ausgesucht hat. Seine Reaktion war nur verzweifeltes Kopfschütteln.

@KowaIski - Neoliberal ist nicht neu und liberal

"Außerdem finde ich es prinzipiell nicht schlimm, neu und liberal zu sein."
.
Neoliberal bedeutet aber nicht wirklich neu und liberal. Während liberal für freiheitliche Werte (der Bürger) steht, wird neoliberal für gewöhnlich so empfunden, dass die Wirtschaft entfesselt wird und soziale Verantwortung abgeschafft werden kann, sollten Unternehmen dadurch keine Vorteile haben. Damit kommt oft die Freiheit des einzelnen unter die Räder, wenn aus der Neoliberalität resultierende finanzielle Nöte die Lebensqualität einschränken (z.B. fehlende Krankenversicherung in den USA).

um 20:14 von Umfaller " Wie

um 20:14 von Umfaller
"
Wie jetzt, ich dachte Makron ist der französischer Jesus?
"

Macron bezeichnet sich selbst "Jupiter"
( die oberste Gottheit der Römer )

Um in seiner Analogie zu bleiben:
-seine gehörnte Ehefrau ist das französische Volk
-seine Liebschaften die ganzen arabischen Despoten (sorry: Könige & Emirs - ist ja gaaanz was anderes...),mit denen er die Tage Dates hatte
-seine Priester all die Journalisten & Politiker (inkl. der GroKo - Minister...),die ihn vor & kurz nach der Wahl in den Himmel lobten

- eines der Highlights dieser Lobpreisungen (...ganz im römischen Stil...) in einer BPK:
"Politiker am Firmament des politischen Himmels Frankreichs erschienen"

...dazu passt sogar die gewaltsame Niederschlagung durch Polizisten von Demonstrationen (die von ihm verboten wurden & trotzdem stattfanden)gegen seine (damals geplante) & nun umgesetzte Wirtschaftsreform:
wer ihm nicht huldigt wird dafür bestraft - halt so wie im alten Rom....

@RoyalTramp

"Ich habe mal einen französischen Studenten gefragt, wen sich F eigentlich mit Macron ausgesucht hat. Seine Reaktion war nur verzweifeltes Kopfschütteln."
.
Seien wir mal ehrlich: Dass Macron gewonnen hat, lag wohl eher daran, dass Sozialisten und Republikaner ausgelaugt waren und die andere Alternative Le Pen war als an wirklichen Inhalten. So haben viele wahrscheinlich nur das Beste in das unbeschriebene Blatt Macron hineininterpretiert und dann ist das zufällig noch so ein dynamischer junger Bursche - was könnte da nur schief gehen?
.
Global gesehen finde ich Macron aber durchaus interessant als Experiment. Woanders haben sie Trump oder den Brexit und erleben jetzt schon ihr blaues Wunder. Nun müssen wir sehen, ob solche dynamischen Senkrechtstarter wie M. eine gute Alternative sind oder ob vielleicht eine Rückkehr in eine ganz lethargische Tagespolitik ohne Gloria oder Drama besser wäre.

Was lange währt.....

Was lange währt wird endlich gut.
So ähnlich könnte es klingen wenn Emmanuel Macron das Ende seiner Amtszeit erreichen wird.
Doch dazu wird es vielleicht zum ersten Mal in der politischen Geschichte Frankreichs nicht kommen.
Zu fordernd ist die Zeit und die komlpexen Themen und Herausforderungen derer es sich zu stellen gilt.
Zu einfach die Lösungen und überheblich die Wortwahl, derer sich der Präsident auf theatralische und selbstinszenierende Art und Weise eines Kaisers an das Volk und die Welt richtet.
Es war unübersehbar und dies seit Wahlbeginn, dass sich dies irgendwann an ihm und seiner Gattin rächen wird.
Alles Kalkül und wohldurchdacht von der Gattin, der First Lady de la Grande Nation.
Nicht Frankreich hat ihn gewählt, sondern eine Minderheit von ungefähr 20%, nennen wir sie die Minderheit der Enttäuschten und damit der Parteilosen.
Ernste Führer anderer grosser Staaten können dieser Marionette nichts abgewinnen, sei er auch noch so wortgewandt.
Wie lange hält er noch durch ?

@19:12 von KowaIski

Es gibt in der Demokratie keine herrschende Schicht

Das würde im Umkehrschluß bedeuten, daß es kein einziges Land gibt, in dem tatsächlich eine Demokratie existiert. Zumindest in den mir bekannten "demokratischen" Ländern gibt es aber durchaus eine herrschende Schicht, die enormen Einfluß auf die Politik hat, auch wenn sie heute meist lieber verdeckt wirkt und die Öffentlichkeit scheut: Geld regiert die Welt.

Wer geglaubt hat

daß einem ehemaliger Investmentbanker als Präsident eine soziale Ader wachsen könnte, der glaubt vermutlich auch, daß die Erde flach ist. Die Entwicklungsrichtung in Frankreich war abzusehen.

Der künstliche Hype

um Macron, weil er doch seine Lehrerin geheiratet hat und gegen Le Pen gewonnen, war von vornherein sehr durchschaubar - auch wenn er unter anderem von den Medien zu so was wie einem Heiland hochgelobt wurde. Ein kurzer Blick auf seine Biografie und seine politischen Positionen hätte darüber informiert, dass er alles andere als das ist; nämlich ein eiskalter Machtpolitiker, der einen sozialen Kahlschlag erträumt, bei dem selbst die FDP vor Kälte zittern würde.

Aber @riewekooche....

Was ist los? - Das ist aber jetzt doch ein bisschen platt, finde ich, wenn sofort wieder Investmentbanker kommt, sobald es Kritik an Macron gibt.
Dazu hat er in seinem jungen Leben aber schon zu viel geschafft.

Bei uns gibt's, glaube ich, niemanden in der Regierung, der vorher irgendwann Investmentbanker war - Kritikpunkte fallen mir zig ein. Nur mal als Beispiel:

vom Waffenverkauf an kriegführende Länder über die indirekte Subvention der Autoindustrie bis zum Soli als Endlos-Anspruchsdenken, und vom Zustand der Schulen und Straßen bis zum Ausbleiben von Steuer- und Krankenkassenreformen.

@ Royal Trump

"Ich habe mal einen französischen Studenten gefragt, wen sich F eigentlich mit Macron ausgesucht hat. Seine Reaktion war nur verzweifeltes Kopfschütteln."

Das wundert mich jetzt nicht. Macron hat nur ungefähr eine 2/3-Mehrheit, da bleiben also noch ein paar Millionen Menschen übrig, die den Kopf schütteln können.

Kurs halten

Wenn Macron unbeirrt seine Reformen durchzieht, wird er Großes leisten für sein Land.

@um 22:41 von Wir Sofa-Revoluzzer

Nun man hat eben wie in vielen Wahlen der letzten Zeiten nicht wirklich eine gute Auswahl und da hat man eben den Macron asntelle von Le Pen genommen, was man auch gut nachvollziehen kann an sich, aber jetzt kommen dann auch die Nebenwirklungen, wie das auch üblich bei anderen Medikamenten so ist, die einem einer Art helfen aber anderswo dann vielleich etwas schaden könnten.

Deutsches Interesse

Es liegt im deutschen Interesse, daß unser nach den USA zweitwichtigster Exportmarkt so stark wie möglich sind.

Und 100 Lokalpolitiker von 38.000 Mitgliedern ist auch nicht wirklich wichtig.

Wichtig sind die Reformen im Agenda-Stil. Die brauchen Frankreich und damit Die Eurozone und Deutschland.

So wie im Binnenmark USA ein starkes NY gut für LA ist und umgekehrt, so ist im Binnenmarkt Eurozone ein starkes Paris gut für Berlin und umgekehrt.

"Teile und regiere", das machen die USA oder China, um unseren Kontinent klein und bedeutungsarm zu halten.

Deswegen: Vive Macron! Vive France!

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