Kommentare

Was wäre, wenn Kohle von

Was wäre, wenn Kohle von heute auf morgen wegen eines physikal-chemischen Veränderungsprozesses in der Natur nicht mehr verbrennst wäre. Kohleausstieg möglich? Das Ende der BRD? Ausbrobieren!

Ich seh es schon kommen...

...wie immer wird der Verbraucher dann für den Ausstieg bluten müssen und die Energiekosten werden steigen. Das einfachste was unsere Politiker immer hinbekommen ist die Verteilung der entstehenden Kosten auf die Bürger abzuwälzen anstatt die Betreiber mal endlich viel härter in die Pflicht zu nehmen und die steuerlichen Vergünstigungen der Energiekonzerne mal endlich abzuschaffen.

Dobrindt vollkommen abwegig!

Herr Dobrindt: Sie arbeiten für das Deutsche Volk und nicht für die Industrie. Falls Sie dies nicht verstehen oder wollen, betrachten Sie sich im Namen des Deutschen Volkes als gefeuert. Ihre Einstellung ist seit jahren vollkommen abwegig.

Stromüberschuss lässt EEG-Abgabe steigen?

"Auf der einen Seite ist Braunkohlestrom zwar billig, aber der hohe Stromüberschuss drückt die Börsenpreise. Dadurch steigt die Abgabe auf Erneuerbare Energien (EEG-Abgabe). Das klingt zwar paradox, ist aber so."

Heißt das, dass die Abgabe auf Erneuerbare Energien nur anteilig für Strom aus erneuerbaren Quellen geleistet werden muss? Das hieße ja, dass Nutzer von Ökostrom für ihren Beitrag zum Klimaschutz bestraft werden...

Dobrinth und die CSU

Der Dobrinth muß es doch wissen, dieses Universalgenie der CSU der mal eben aus der Ausländermaut eine Deutschenmaut gezaubert hat. Wieso reißt eigentlich in Berlin diese Kleinstpartei namens CSU die Klappe so weit auf, das historisch schlechte Wahlergebnis gibt das doch eigentlich nicht her. Vielleicht sollte mal die CSU von ihrer Rolle als Wadlbeisser runter kommen und konstruktiv werden.

Möglich

Aber erst dann wenn mit voller Kraft alternative Energien zur Verfügung stehen und die nicht nur halbherzig und realitätsfremd durchgesetzt wird.

Die Wahlen sind vorbei und

Die Wahlen sind vorbei und die Gewählten zeigen ihr wahres Gesicht.
Es sind nicht die Interessenvertreter des Volkes, sondern der einzelnen Lobbys.
Als da wären, Autoindustrie, Kohleverstromung, Alternative Stromgewinnung, Flüchtlingsindustrie, Banken und Versicherungswesen usw.
Der Bürger ist nur das lästige Übel was für alles gemolken wird.

@ Allahkadabra

Ja, das scheint aber nicht nur dieser Herr nicht mehr auf dem Schirm zu haben!
Merkel verkauft sich der Welt als "Klimakanzlerin" und bei dem momentanen Postengeschachere hört man von enem dt. Konzept zum Klimaschutz gar nichts. Ganz im Gegenteil ind Bayern wird die Natur am Riedberger Horn der Geldgier einiger weniger geopfert, Dank Söder und Co.
Wie kann ein Dobrindt sich über den Wunsch nach guter Luft und damit der Gesundheit der Bürger hinweg setzen?

wieso..

wird der sogenannte faktencheck ueber einen "ARD-Experten" abgewickelt, und nicht ueber eine unabhaengige instanz?

im uebrigen ist weniger von fakten die rede, als von des herrn experten ideen, wie der ausstieg trotz aller widrigkeiten erfolgen koennte.

so stelle ich mir information ueber eventuelle faktenlagen nicht vor.

Komplexe Maßnahmen?

Wer bringt der Spaßgeneration bei, dass „komplexe Maßnahmen“ weniger Lebensqualität heißt? Neue Stromtrassen und Windgeneratoren vor der Haustür, nicht irgendwo anders. Allein die Planfeststellungsverfahren werden Jahrzehnte dauern, weil die jeweils Betroffenen alle bis in die letzte Instanz klagen. Viele komplexe Maßnahmen werden Investitionen der Privathaushalte erfordern - ob die dazu bereit sind? Ist auch der erhöhte Stromverbrauch der Massen von Elektroautos eingerechnet - man kann den heutigen Stromüberschuss nur einmal verbraten. Und wie werden dessen heutigen Abnehmer im Ausland den so entfallenden Export wegen Eigenbedarfs ersetzen? Mit Atomkraft?

07:42 von Allahkadabra

Nehme an Sie befinden sich außerhalb des produktiven Wertschöpfungsprozesses da Sie sich nicht als Teil der Industrie, ich unterstelle Sie meinen damit die gesamte deutsche Wirtschaft, sehen. Sonst würden Sie sich ja vertreten sehen. Wer natürlich entweder so hohe Einkünfte hat dass er sich über Energiekosten keine Gedanken machen muss oder seine Energiekosten nicht durch eigene Arbeit deckt kann natürlich ihre Meinung vertreten. Ich dagegen habe kein Bedürfnis utopische Ausstiegsszenarien direkt oder indirekt zu finanzieren.

Geniale Argumentation

"Die Frage ist vielmehr: Kann Deutschland auf einen Weg gebracht werden, der mittelfristig Kohlekraftwerke überflüssig macht?"
...
Aus Gründen des Klimaschutzes ist das eigentlich unumgänglich.
...
Die Frage ist also nicht "ob", sondern "wann". "

q.e.d.
..lol

Sachlich neutraler Faktencheck

Natürlich sehe auch ich schon lange mit Sorgen den unbedachten Verbrauch bzw. auch die Verschwendung von Ressourcen.
Hat sich aber mal auch Ihr Experte Gedanken zu den großen Zusammenhängen gemacht? Ich höre NUR raus aus Kohle und Kernkraft - kein Problem!
Wir brauchen noch viele Jahre um nachhaltige, haltbare Alternativen zu haben, die auch bewiesen langfristig haltbar sind und langfristig zuverlässig Energie liefern. Darüber hinaus, wenn es heißt, keine laufenden Kosten zu haben (Ausfälle, Wartungen, etc.???), was ist mit den notwendigen Ressourcen-Investitionen in die Anbindung u. a. neuer dezentraler Windkrafträder?
Was doch auch logisch erscheint um DEUTSCHLAND gleichmäßig mit der Energieversorgung zu sichern - hier müssen auch starke NEUE Leitungen aufgebaut werden, die bei Windstille, Bewölkung etc. den Strom quer transportiert. Hier sind ja auch wieder alle dagegen.
Ich bin FÜR eine Wende, aber bitte überlegt und nicht religiös (grün) überzeugt... Muss jetzt arbeiten...

der Hr. Dobrindt!

erst wird die autoindustrie massiv in schutz genommen, jetzt die kohlekraftwerk-betreiber. wann nimmt sich der Hr. Dobrindt denn mal der wähler an? die, die ihn überhaupt erst ins amt gebracht haben. das waren bestimmt nicht die zu vernachlässigenden 0,5% stimmen der hochfinanz...es geht hier nicht um die klientel, die der CSU am meisten spendet. das sollte der Hr. Dobrindt vlt. mal erkennen.

ach so: warum gibt es eigentlich in der CSU mit Dobrindt, Söder, Scheuer u.v.a. so eine massive ansammlung an unsympathen. gerade bei der im moment stattfindenden debatte um #metoo sollte man mal einen besonderen blick darauf werfen, wie diese herren in talkshows mit weiblichen gästen umgehen oder auch im bundestag mit Claudia Roth oder Sahra Wagenknecht. das ist nämlich, gelinde gesagt, unterste schublade, dieses alpha-männchen-gehabe.

Kohleausstieg ist die Chance!

2030 ist schon übermorgen. Das ist bei einer solchen gesamtwirtschaftlichen Herausforderung ein Riesenprojekt. Umso wichtiger ist es, das endlich begonnen wird ernsthaft und kontinuierlich daran zu arbeiten und zwar gesamtgesellschaftlich. Der Impuls und die Rahmenbedingungen müssen von der Politik kommen. Ich bin überzeugt, dass es tragfähige Konzepte gibt, die sich langfristig wirtschaftlich rechnen und am Ende Innovationskraft und Arbeitsmarkt stärken können. Ich bin überzeugt, dass dies die Energiewirtschaft nachhaltig verändern wird und dies ist Chance und Herausforderung zugleich.

Die Politik muss sich endlich von alten Lobbyverbänden und deren Denkmustern lösen. Wagt endlich kluge und mutige Innovation zum Wohle des Landes und der Umwelt. Deutschland - Land der Ideen ... da war doch mal was?

Herr Dobrindt spricht ja als Landesgruppenchef der CSU

speziell für Bayern.
Da kommt sofort die Frage auf, welche Braunkohlegruben bzw -tagebau in Bayern er schützen will.(?)
Andererseits hat sich vor ca. 2 Jahren Ministerin Aigner vehement gegen das Anlegen von Speicherseen (Wind-/Sonnenenergie) gestemmt; wg. drohender Verschandelung der schönen bayerischen Landschaft. Aber gleichzeitig das Anlegen von Speicherseen für Schneekanonen
gefördert(!) wobei diese Anlagen obendrein einen gigantischen Energiebedarf haben.
Wo bleibt da die politische Logik?

Komplexe Zusammenhänge

1. müssten Gaskraftwerke (anders als jetzt) kontinuierlich laufen. 2. wenn Deutschland "aussteigt", soll aber bitte die Kohle nicht nach Polen exportiert werden! 3. das Frankreich trotz mehr als 50% Atom Strom aus Deutschland importieren muss, liegt an der französischen Infrastruktur - nicht an der Energieerzeugung. 4. wenn Gas die Kohle ersetzen soll brauchen wir unbedingt North Stream 2, wo soll auch sonst das Gas herkommen? Es gibt derzeit nicht genug LNG (ein Drittel teurer als russisches Naturgas ist es überdies).

Zitat Dobrindt "Unverrückbar"

Wenn Herr Dobrindt meint, die Position, dass Kohle nicht auf der Zeitachse ersetzbar sei, dann müssten ja in NRW noch überall die Zechen rauchen. Natürlich gehen an einem Braunkohlerevier viele Arbeitsstellen verloren, aber darin liegen auch Chancen auf andere, teilweise bessere Jobs (siehe ehemaliges Ruhrgebiet). Für Ostdeutschland wäre es vielleicht eine Chance ein Terrain für einen führenden Dienstleistungssektor zu entwickeln. Dafür würden wir aber den größten Luftverpester überhaupt (das sind erwiesenermaßen nicht die 15 Mil. Dieselfahrer, die immer wieder von den Medien ins Rampenlicht gehievt werden) an die Leine legen können. Und wenn andere Länder das schaffen... dann schafft Deutschland das auch! Vielleicht auch ein guter Kompromis, wenn Jamaika voran kommen will... im Übrigen erwarte ich von einem Minister mehr Engagement und fachliche Kompetenz. Als "sprechender Anzug" die immer gleichen Parolen zu präsentieren, das bringt Deutschland nicht weiter...

Der Weg wäre da, der Wille lahmt überall ...

Ein Ausstieg aus fossilen Energien wäre möglich, was keiner im Kopf haben will, ist die tatsächliche Dimension. Da geht es um: den Anteil der Kernenergie (übrigens immer noch die bedetendste CO2-freie Erzeugung, die halt nun mal keinenn Klimawandel und Millionen Toter Dank Luftverschmutzung pro Jahr bewirkt...); Verstromung mit Kohle, Öl, Gas; den Strassenverkehr (man sehe sich nur mal kurz die deutschen Lasten-Autobahnen an). Dazu bräuchte man nicht nur eine Vervielfachung der Kapazität sondern auch Stromspeicher (da wäre ein Wasserstoffnetz auch praktisch...) und die erwähnte Steuerung. Alles eigentlich machbar, aber der Wille ist nicht da - dafür müsste jeder etwas Kompromisse eingehen (tatsächlich ist man nur oft gegen Alles), langfristig könnte Unabhängigkeit vom Fossilen aber auch durchaus Kostenvorteile bringen.

@Nachfragerin

So ist es. Die ganzen Abgaben auf die kw/h sind nur dafür da, der Industrie weiter die Einnahmen zu sichern.

Zusätzlich werden mit den enormen Summen noch die Wählerstimmen in den Braunkohleregionen "gekauft".

Ökokrieg gegen das Volk

Wenn unsere ReGIERung mit Klimaschutz kommt, ists klar, das wieder der Steuerzahler bluten muss.

Und man merkt das immer nur 4 Jahre in die Zukunft gedacht wird.

Auf uns wartet eine neue Eiszeit, wenn man die Klimageschichte verfolgt.

Zudem müssen wir nur etwas Geduld haben bis Flüssigsalz-Kernreaktoren und Fusionskraftwerke endlich laufen.

Ich habe einen schönen Kommentar gelesen zum Thema Co2: Nur wenn wir etwas am Kapitalistischen System ändern können wir unseren Planeten vor uns selbst retten.
Immer nur Wachstum, Wachstum, Wachstum. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Und das wird nicht passieren. Denn unser System bringt wenigen Menschen unglaublich viel Macht. Und die werden sie niemals freiwillig abgeben.

Es ist also wieder mal nur Halbwahrheiten und Faktenignoranz.

Klima wird sich verändern. Immer. Das Wetter bleibt auch nicht immer gleich.

Ganz schön vermessen, zu glauben das wir Menschen sogar das Klima steuern können.

Luft würde wieder sauber

Einen großen Vorteil hätte der Kohleausstieg: die Luft würde wieder sauberer! Leider enthält vor allem Steinkohle (aber auch Braunkohle) zahlreiche Schwefelverbindungen. Selbst heute werden diese noch nicht 100%ig herausgefiltert aus der Abluft. Nützt natürlich nichts bei Ostwind ... wenn dann aber noch das "aus" für Verbrennungsmotoren dazukäme könnten wir saubere Luft atmen, wie zuletzt im 19. Jahrhundert (auf dem Land, denn in den Städten war die Luft damals wg. der Hausfeuerstellen sehr schlecht!)!

Diskussion ohne Verstand!

"Aus Gründen des Klimaschutzes ist das eigentlich unumgänglich."
Es gibt nur drei Arten von Energie.
Erneuerbare, Fossil und Nuklear.
Erneuerbare sind, wie im Artikel geschrieben, nicht immer zuverlässig verfügbar und teuer.
Nuklear haben ist aufgrund der Fehlentscheidungen des aktuellen und vorhergegangenen Kanzler, auch gegen Volkes Stimme bei der Wahl!!! leider keine Option mehr.
Und Ob ich Fossil nun durch Kohle, Gas oder Öl decke, spielt keine wirkliche Rolle.
Das sind die drei Äpfel, in einen müssen wir beißen. Das Volk hat sich für Nuklear entschieden und es wäre absolut das richtige, vier neue und sichere Kraftwerke zu bauen. Aber Merkel bläst ja lieber CO2 in die Luft als gäbe es kein Morgen mehr. Kurzsichtigkeit war aber schon immer der rote Faden ihrer Politik, ich vermute das ist also nur konsequent.

Die Zukunft löst alle Probleme

"durch einen Überhang an Windrädern und Solarparks, durch intelligente Verbrauchssteuerung, bessere Energieeffizienz, durch Speicher und durch internationale Vernetzung"
Also ist die Lösung, mit Ausnahme von Erdgas, eben nicht in Sicht. Auch ein Überhang an Windrädern und Solarparks, der defacto schon existiert, lässt keine Sonne scheinen und keinen Wind wehen in kritischen Wetterlagen. Intelligente Verbrauchsteuerung heißt nur, dass einfach Strom zu gewissen Zeiten abgeschaltet werden muss. Speicher? Gibt es nicht, obwohl es zu begrüßen ist, dass in diese Richtung geforscht wird, ist ein "vielleicht" keine Lösung für aktuelle Probleme und die genannte internationale Vernetzung ist doch gerade ein großer Kritikpunkt. Sprich: wir steigen aus der Kernenergie aus und importieren sie dann aus Frankreich. Wie wäre es mit einem Artikel, der Tatsächlich auch von Netzingenieuren durchgerechnete, logische und bezahlbare Alternativen bietet?

Grüne realitätsfremde Spontis

haben offensichtlich die Fortsetzung ihrer Deindustrialisierungskampagne , die in den 70 Jahren mit dem Vertreiben der Biotechnologie aus Deutschland begann, ( Hoechst .. Insulinproduktion) im Sinn . Eine auf Hochtechnologie ausgerichtete Wirtschaft kann sich keine unsichere Stromversorgung leisten. Bei komplexen Systemen lässt sich nicht mal eben der Stecker ziehen, ohne das die Systeme Schaden nehmen. Nachdem die Kernenergie bereits in einer Sponti Aktion beerdigt wurde , weder die Verteilung der Energie aus Windkraft hinreichend organisiert ist , noch die kurz- und langfristige Speicherung von Stromüberschüssen, kann man die Initiativen der Grünen nur zu 100 % ablehnen (zum jetzigen Zeitpunkt). Sollte eine technologisch abgesichertes Konzept vorliegen , kann sich das sicherlich ändern .

Kohle, Strom, Benzin

muss durch saftige Steueraufschläge viel teurer werden - dann geht der Ausstieg ganz von selbst. Und danach muss man sich mal über Wasser unterhalten - auch da leben die Deutschen über ihre Verhältnisse....

Dobrindt gibt den Trump - nur schlimmer

CDU und CSU stehen - in Sonntagsreden - weiterhin zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens. Doch Dobrindt torpediert alle konkreten Schritte, die zur Einhaltung dieses Ziels erforderlich sind. Er blockiert, ohne irgendeinen Weg aufzuzeigen, wie die vereinbarten Klimaziele anders erreicht werden könnten.

Das ist zynisch, denn die Leidtragenden werden die 100te Millionen Menschen in tiefliegenden Küstenregionen wie Bangladesch (oder Friesland) sein.

Das ist um keinen Deut besser als Trumps Politik des populistischen Egoismus. Nur viel verlogener. Trump steht offen zu seinem Zynismus des "American oil and coal first" und kündigt das Pariser Abkommen; die CSU Populisten handeln wie er gemäß dem Motto "nach uns die Sintflut", sie sind aber zu scheinheilig, um das Pariser Abkommen offen zu kündigen.

Die EEG-Umlage muss von allen

Die EEG-Umlage muss von allen privaten Stromverbrauchern pro Kilowattstunde entrichtet werden.
Mit der EEG Umlage wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland finanziert. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) legt fest, dass Strom aus Erneuerbaren Energien durch die Netzbetreiber abgenommen wird und für 20 Jahre den Stromerzeugern zu einem garantierten Preis (Ausgleich vom niedrigen Börsenpreis zum garantierten Abnahme-Preis) pro Kilowattstunde vergütet wird.

@ Schwarzbär 14. November, 08:37

>Vielleicht auch ein guter Kompromis, wenn Jamaika voran kommen will... im Übrigen erwarte ich von einem Minister mehr Engagement und fachliche Kompetenz.<
---
Möchte nur daran erinnern, dass Herr Dobrindt z.Zt. Landesgruppenchef der CSU-Fraktion ist - also kein Minister.
Erstaunlich nur, wie er innerhalb von Tagen vom (sehr kompetenten :-) ) Verkehrminister zum Energiefachmann mutiert ist.
Mit "Jamaika voran kommen" - meinen Sie, dass die CSU Jamaika wirklich will. Es sieht eher danach aus, als sei der Herr Dobrindt ein von Seehofer taktisch eingesetzter Bremsklotz/Stolperstein.

Was wird wie erklärt?

Zitat: "ARD-Energieexperte Werner Eckert erklärt, warum ein Ausstieg durchaus möglich ist. Dafür seien aber komplexe Maßnahmen nötig."

Was wird konkret wie erklärt? Welche Argumente, Fakten, Erklärungen werden aufgeführt, um hinreichend erklären zu können wie man bei einem aktuellen Kohleanteil von 40 Prozent an der Stromproduktion zu verträglichen Kosten auf diese Stromart verzichten kann?

Leider ist genau an dieser Stelle leider ziemlich wenig bis gar nichts dem Artikel zu entnehmen.

Schade.

Warum, lese ich hier keine Kritik?

...und zwar Seitens der TS? Es wird nur niedergeschrieben, aber nie hinterfragt! Frankreich, Belgien, Polen, Niederlande und der Rest der Welt, bauen weiter AKWs und On-Shore, und KKWs! Wir kaufen den Strom und Kohle aus Polen,Frankreich,Kolumbien, und was weiß ich.
Wir habenn nur höhere Energiekosten und mehr Arbeitslose, schluss mit dieser Kurzschluss-Politik!

Es fehlt ein Gesamtkonzept

Und das muss sich vorrangig um zwei Punkte kümmern:
1. Ein komplettes Stromleitungsnetz (unterirdisch!) über Gesamt-Deutschland, vergleichbar mit dem Autobahnnetz im Straßenverkehr.
2. Die Pufferung der Stromspitzen, um Wind- und Solarstrom zu 100% nutzen zu können. Dazu sind Speicher nötig. Am effizientesten sind Speicherseen, einer höher und einer tiefer. Bei Stromüberschuß wird Wasser nach oben gepumpt, was den Strom verbraucht. Bei Strombedarf läuft Wasser in den unteren See zurück und treibt dabei eine Turbine zur Stromerzeugung an. Man sollte sich mal die vorhandenen Stauseen anschauen, ob da nicht eine solche Erweiterung möglich ist.
2a. Last not least: viel mehr E-Autos, die in der Garage nachts nicht genutzten Strom tanken, um ihn tagsüber zu verbrauchen.
Alles machbar - man muss nur wollen! Und man sollte sich endlich durchringen: CDU - CSU statt CDU/CSU!

um 09:02 von pk-mueller

"CDU und CSU stehen weiterhin zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens. Doch Dobrindt torpediert alle konkreten Schritte, die zur Einhaltung dieses Ziels erforderlich sind. Er blockiert, ohne irgendeinen Weg aufzuzeigen, wie die vereinbarten Klimaziele anders erreicht werden könnten. "
Er verbreitet auch nur Populismus wie sein großer Chef. Dabei müsste er doch wissen, dass ein Klimaschutz für die Menschen in vielen Ländern und Inseln der einzige Weg ist, um weiterhin ihr Leben und ihre Gesundheit zu erhalten. Wirtschaftsstarke Länder, wie Deutschland, müssen dabei voran gehen. Auch wir würden von den Klimazielen profitieren.

@um 08:59 von qpqr27

"Kohle, Strom, Benzin muss durch saftige Steueraufschläge viel teurer warden"

Das ist nur eine weitere Diskriminierung der nichtwohlhabenden Bevölkerung.
Zudem ist es die altbewerte Methode der Eliten den schwarzen Peter der Bevölkerung auf zu drücken.
Diejenigen die es ändern können behaupten dann auch noch dreist der Bürger sei unmündig….
Also ist der Bürger nun unmündig oder nicht, wenn ja ist das mit der Strafsteuer ein Betrug, wenn der Bürger neuerdings aber mündig sein soll ist es eine Frechheit das es in D keine Volksbefragung gibt.
Also was denn nun?

Angenommen man könnte all den

Angenommen man könnte all den Strom, den man in Deutschland benötigt, durch Wind und Solarstrom erzeugen, braucht es Versorgungssicherheit, wie im Artikel richtig erwähnt. Demnach müssen immer konventionelle Kraftwerke für die Stromerzeugung einspringen können. Ein Unterfangen, das zu wenig diskutiert wird.
Ersetzt man alle Kohlekraftwerke durch Gaskraftwerke spart man ca. 17% an CO2-Emissionen. Macht sich aber auch abhängiger von Gasimporten.
MfG

Die "realitätsfernen Spontis"

Diese "realitätsfernen Spontis" setzen sich doch tatsächlich dafür ein, dass Deutschland sich an eingegangene internationale Abkommen hält, dessen Ziele im Übrigen nicht einmal von ihnen gesetzt wurden, sondern auf die sich insgesamt 195 Staaten geeinigt haben. Wer das realitätsfern nennt, ist offenbar fern von der Realität dieser 195 Staaten...

@Kessl - Treibhausgase

08:42 von Kessl:
"Und Ob ich Fossil nun durch Kohle, Gas oder Öl decke, spielt keine wirkliche Rolle."

Der Unterschied besteht in den Abgasen. Bei Kohle verbrennt größtenteils nur Kohlenstoff, Gas und Öl hingegen sind Kohlenwasserstoffe. Letztere erzeugen bei der Verbrennung deutlich mehr Wasserdampf als CO2 (bei gleichem Energiegewinn) und sind somit weniger klimaschädlich.

Grundsätzlich sollte man natürlich auf beides verzichten und geeignete Speicher- oder Umverteilungsmöglichkeiten für regenerativ erzeugten Strom entwickeln, um die natürlichen Schwankungen auszugleichen.

Export

Ich kenne mich da nicht so aus, aber wenn Deutschland fast 9 % des Stromes exportiert (werden schon paar Gigawatt sein....), dann wird der wohl wo gebraucht. Und da stellt sich die Frage: warum hier bestehende, mit CO2-Verbrauch produzierte Kraftwerke schließen und woanders energieintensiv neue bauen ?
Man kann die paar Prozent ja aus unserer Bilanz raus- und den Abnehmern draufrechnen.

Dobrindt ist eine Schande für die gesamte politische Zunft

Der Minister Dobrindt ist eine Zumutung für Deutschland. Seine ewig gestrige Haltung ist für ein zukunftsorientiertes Land untragbar. Er sollte lieber eine Lobbyistensteuer einführen – da wäre so einiges zu holen!
Fakt ist doch, dass die Kohle auf lange Sicht die teuerste Energie überhaupt ist. Wenn man die Subventionen und die Landschaftszerstörung hinzurechnen würde, käme ein ganz anderes Ergebnis zustande. Und das Argument mit den Arbeitsplätzen ist ebenso völlig abwegig. Bitte einmal mit den neu entstandenen Arbeitsplätzen der modernen umweltfreundlichen und nachhaltigen Energiegewinnungstechniken aufrechnen!
Das Auftreten vom „Ministrant“ Dobrindt bei den Sondierungsgesprächen ist eines Ministers ebenso unwürdig, gleicht es doch eher dem eines pubertierenden Jugendlichen: „Nein, meine Suppe essen ich nicht…“

An Stimme77 07:41

Zitiere:
Ich seh es schon kommen
wie immer wird der Verbraucher dann für den Ausstieg bluten müssen und die Energiekosten werden steigen.
Das einfachste was unsere Politiker immer hinbekommen ist die Verteilung der entstehenden Kosten auf die Bürger abzuwälzen.
#
Auch Strom, egal ob aus Kohle ect. oder Öko ist ein Produkt,
daß, wie alle Produkte in der Herstellung erst einmal Geld kostet.
diese Kosten müssen in den Endpreis einfließen, darauf kommt der Gewinn-u. Risikozuschlag.
Würden die Herstellungskosten im Endpreis nicht ausreichend berücksichtigt, käme keine ausreichende Kostendeckung zustande, die Investoren, Hersteller würden in die Pleite gehen.
Geld fällt nicht vom Himmel!

um 08:55 von Elefant

"Grüne realitätsfremde Spontis"
Sie hätten Ihre Überschrift mit einem Fragezeichen versehen müssen.
Die Grünen machen die einzigen richtigen und realisierbaren Vorschläge, um zumindest die Klimaveränderungen einzudämmen. Ob das gelingt, wird erst die Zukunft erweisen.

Kohleausstieg

Kohleausstieg ja aber nicht mit der Brechstange!
Man muss auch an die Arbeitsplätze und an die Wirtschaft denken!

Die Besiedelung des Planeten Mars

ist auch moeglich mit "komplexen Massnahmen"

Dauert halt.

Um nicht anderes geht es bei der Energiewende. Wie lange dauert es. Und da gehen die Meinungen auseinander. Der Artikel bringt nichts neues, vor allen Dingen keine neuen Fakten.

Ich denke es

reicht jetzt das der Bürger den Umbau von Energie weiter bezahlt, das ist können sich nur wenige Länder auf der Welt leisten.
Noch mehr Erneuerbare treibt das EEG welches von Politik beschlossen wurde nach oben, und Deutschland bezahlt neben Dänemark den höchsten Preis in der EU.
Das sind 40 Prozent mehr als die Anderen im Durchschnitt.
Das muss ein Ende haben, auch das der Mieter der sich kein Haus leisten kann dem Häuselbauer seinen Strom vom Dach bezahlt ist untragbar.

Wenn die Industrie umbauen will dann kann Sie das gerne machen, aber nicht zu Lasten des kleinen Bürgers.
Wer gestern Hart aber Fair gesehen hat wird sich auch an Zahlen erinnern wie viel Deutschland schon gesenkt hat an Emissionen.

Das Deutschlands Bürger das bezahlen ist bis auf Ausnahmen einmalig auf der Welt, das muss auch mal ein Ende haben.
Zur Zeit ist das wie die Sau durchs Dorf treiben.
Deutschland hat nicht die höchsten Renten und eine Menge Armut steigend, jetzt sind die Bürger mal dran, nicht die Welt.

@07:42 von Allahkadabra

"Herr Dobrindt: Sie arbeiten für das Deutsche Volk und nicht für die Industrie. Falls Sie dies nicht verstehen oder wollen, betrachten Sie sich im Namen des Deutschen Volkes als gefeuert. Ihre Einstellung ist seit jahren vollkommen abwegig."

Gut gesagt! Sagen Sie das doch bitte auch Frau Merkel! Gilt naemlich fuer alle Bereiche der Politik, welche die Volksvertreter der BRD vertreten sollten.

Gaskraftwerke

Ist es nicht so, dass wir uns mit Gaskraftwerken vom Ausland abhängig machen. Oder wo haben wir in Deutschland größere Erdgasvorkommen? Was immer wieder ausgeblendet wird. Wind- und Sonnenstrom muss gespeichert werden, wo haben wir in Deutschland nennenswerte Speicherkapazitäten?
Herr Dobrindt hat schon nicht ganz unrecht.

@pk-mueller Dobrindt gibt den Trump - nur schlimmer

Die Aussage ist sachlich falsch

Der Bayrische Trump Drehhofer welcher Söder
demokratisch unbedingt verhindern will,
hat Dobrindt schon zu seinem Nachfolger erkoren. Ziel ist die CSU so weit zu schwächen,
das Söder das schlechteste Ergebnis aller Zeiten einfährt und nicht regieren kann.
In Bayern heiß es noch immer der Amigo bekommt sein Bakschisch und Regiert auch ohne das Volk :-)

Mit der CSU schaffen wir das nie

Hätten wir uns schon früher angestrengt die Umwelt zu schützen, wären die nötigen Einschnitte nicht so schwer umzusetzen. Wahrscheinlich ist das auch nur der Anfang der Umstellungen.
.
Und ich bestehe auf meine Kritik an der CSU und hoffe, dass es dieses Mal freigeschaltet wird: Die CSU und insbesondere Dobrindt standen - zumindest in meinen Augen - einer nachhaltigen Politik immer wieder im Weg (Schutz der Autokonzerne, alberne Bekämpfung von Veggie-Produkten, Vernachlässigung des Tierschutzes durch mangelnde Kontrollen, Herdprämie statt Kita usw.). Die CSU ist eine Stammtischpartei ohne Mut.

@ 08:30 von WeinknAl

Hat sich aber mal auch Ihr Experte Gedanken zu den großen Zusammenhängen gemacht? Ich höre NUR raus aus Kohle und Kernkraft - kein Problem!

Da haben Sie den Bericht nicht richtig gelesen. In dem Bericht geht es um die technische Möglichkeit und die Kosten, die das verursachen würde.
.
Natürlich folgen viele Bürger ihrem Bauchgefühl.
Ausserdem wird gegen viele notwendige Massnahmen geklagt, wenn es das persönliche Wohlgefühl einschrängt.
.
Aber der Autor hat alle von Ihnen genannte Punkte aufgegriffen.

In Anbetracht dessen, daß in

In Anbetracht dessen, daß in Zukunft ausschließlich Elektroautos auf Deutschlands Straßen zugelassen werden sollen, stellt sich die Frage, wie dieser zusätzliche Strom erzeugt werden soll. Verbrennt man hierfür Gas, muß man wissen, daß 2/3 der Energie in Wärme anfallen und nur 1/3 Strom erzeugt werden kann. Für eine Kilowattstunde benötige ich drei Kilowattstunden Gas. Weitere Verluste durch Stromtransport und -speicherung noch nicht mit einberechnet.
Moderne Verbrennungsmotoren weisen einen Wirkungsgrad von über 40% auf.
Für Elektroautos läge er unterhalb 30%.
MfG

@Seperatistic

"Ganz schön vermessen, zu glauben das wir Menschen sogar das Klima steuern können."
.
Sorry, ich finde es eher ganz schön vermessen, wenn jemand meint sein Bauchgefühl wäre fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen überlegen.

AN Erleuchtung 08:40

Zitiere:
Die ganzen Abgaben auf die kw/h sind nur dafür da, der Industrie weiter die Einnahmen zu sichern.
Zusätzlich werden mit den enormen Summen noch die Wählerstimmen in den Braunkohleregionen "gekauft".
#
Das ist schlichter Unsinn.
Aber Informieren kostet nichts.

Bundesnetzagentur - Homepage - EEG-Umlage Was ist die EEG-Umlage und wie funktioniert sie?

Nicht 8,6 Prozent der Strommenge wird exportiert,

sondern ein Siebtel der gesamten Produktion (53,7 Twh von 648 Terawattstunden im Jahr 2016) - Trotzdem ist da natürlich eine Lücke bis nahezu einem Viertel von der Braunkohle, aber die 20 ältesten und dreckigsten Kraftwerke könnten sofort geschlossen werden.

Problem ist, dass abgeschriebene Kraftwerke "Gelddruckmaschinen" sind. Kurzfristig, bis 2020 möglich, müssen alte Kraftwerke geschlossen werden, mittelfristig müssen erneuerbare Energien ausgeweitet werden. 29,5 % Anteil binnen einiger Jahre ist zwar vorzeigbar, jedoch hätte man in der Vergangenheit deutlich mehr tun können, z.B. wenn man am Atomausstieg von 1999/ 2000 festgehalten hätte.

Verrückt

Ist denn Herr Dobrindt verrückt? Wie kann an in Anbetracht der Tatsache, dass unsere Kohlekraftwerke totale Drecksschleudern sind, so massiv an dieser grauenvollen Kraftwerkstechnologie festhalten? Es scheint, als würde er nur noch den Zeitraum seines Lebens betrachten und alles was danach kommt, ist ihm einfach egal. Solche Politiker dürfte es nicht geben. Sie setzen die Zukunft des Planeten aufs Spiel und ja, das ist total verrückt. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

Zubau kann und muss beschleunigt werden

"Das Tempo des Ausbaus der Erneuerbaren Energien ist zwar jetzt gedeckelt, aber ihr Anteil wird weiter wachsen. Auch weil Erneuerbare immer billiger werden."

Diese Deckelung des Zubaus war eine politische Fehlentscheidung. Ohne beschleunigten Zubau wird die Energiewende nicht rechtzeitig gelingen. Parallel zum Zubau bei den Erneuerbaren müssen Speichertechnologien schnell ausgebaut werden.

Schon heute ist es für Hauseigentümer wirtschaftlicher, eine Solaranlage mit eigenem Batteriespeicher anzuschaffen, anstatt Strom vom Versorger zu beziehen.

Wer das macht, trägt gleichzeitig zur Netzstabilität bei. Diese Leistung bekommt man aber nicht bezahlt, sondern man muss stattdessen Netzentgelte bezahlen. Das führt dazu, dass Solaranlagen und Batteriespeicher so klein ausgelegt werden, dass nur der Selbstversorgungsgrad optimiert wird. Um die Klimaziele zu erreichen, müssten aber die Dachfläche komplett ausgenutzt und mit entsprechenden Speichern kombiniert werden.

@Kessl

"... Das Volk hat sich für Nuklear entschieden ..." Von welcher Abstimmung sprechen Sie, und von welchem "Volk"?

Die Umfragen waren seinerzeit eindeutig, dass die große Mehrheit der Deutschen für einen Ausstieg aus der Atomkraft ist. Und dass Kernenergie eine "saubere" Energiequelle ist, ist offenbar ein Märchen, das nicht totzukriegen ist, vermutlich weil die Strahlung unsichtbar ist und zunächst mal wahrscheinlich nicht die aktuelle Generation treffen wird.

@Autograf

"Wer bringt der Spaßgeneration bei, dass „komplexe Maßnahmen“ weniger Lebensqualität heißt?"
.
Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es eher die ältere Generation, die Veränderung nicht zulassen will. Die Jüngeren kommen doch jetzt schon nicht mehr in den Genuss von früherer Lebensqualität.
.
"Ist auch der erhöhte Stromverbrauch der Massen von Elektroautos eingerechnet - man kann den heutigen Stromüberschuss nur einmal verbraten."
.
Es wird definitiv weniger Autos geben müssen. Elektro oder Verbrenner ist eigentlich gar nicht die Frage.

Da werden aber einige Fakten nicht wahrgenommen...

"Auf längere Sicht lässt sich das Problem auf verschiedene Arten und Weisen lösen: durch einen Überhang an Windrädern und Solarparks, durch intelligente Verbrauchssteuerung, bessere Energieeffizienz, durch Speicher und durch internationale Vernetzung."
So lapidar wird erklärt, wie Kohlekraftwerke abgeschaltet werden können - wenn nur alle anderen Länder auch mitmachen, dann funktioniert das schon irgendwie!? Daß die Möglichkeit der Speicherung gar nicht vorhanden ist, wird in dieser ideologisch dominierten Debatte gar nicht thematisiert. Wenn der Deutsche abends sein Licht anknipst, den Fernseher anschaltet oder sich auf seinem Elektroherd etwas kochen möchte, dann kommt der Strom dafür aus den Kohle- oder Kernkraftwerken der Nachbarstaaten...

@09:02 von pk-mueller

"Das ist zynisch, denn die Leidtragenden werden die 100te Millionen Menschen in tiefliegenden Küstenregionen wie Bangladesch (oder Friesland) sein. "

Die Leidragenden sind nicht nur Menschen in den Kuestenregionen. ABER: Alle Probleme dem Klimawandel zuzuschreiben ist unzutreffend. Die zunehmende Bevoelkerungsdichte traegt meiner Meinung nach einen guten Teil dazu bei, dass Laender nicht in der Lage sind an Veraenderungen anzupassen.

... da spielen noch viel mehr Faktoren mit!

Es stimmt zwar, das die Sonne nicht immer scheint, aber ausgerechnet am stärksten in den Zeiten, wo am meisten Energie benötigt wird. Zweitens, die Kohlekraftwerke laufen ja nicht nur, wenn der Strom benötigt wird, sondern immer (denn nur dann rechnet es sich). Sie leifern also gerade keine Energie für Spitzenlasten, sondern produzieren auch wenn um 3Uhr nachts nur minimaler Verbrauch ist. Den alternativen Energien also vorzuwerfen sie würden nicht bedarfsgerecht zur Verfügung stehen ist also genauso bei Kern oder Kohlekraftwerken. Ausserdem ist Windenergie sehr wohl grundlastfähig, denn irgendwo bläst immer Wind. Es fehlt also nicht an den Voraussetzungen zum ausstieg sondern nur am Willen!

@ 07:44 von Nachfragerin

Heißt das, dass die Abgabe auf Erneuerbare Energien nur anteilig für Strom aus erneuerbaren Quellen geleistet werden muss? Das hieße ja, dass Nutzer von Ökostrom für ihren Beitrag zum Klimaschutz bestraft werden...

Nein, das haben Sie falsch verstanden. Diese Abgabe fällt auf jede verbrauchte kWh an.

Es funktioniert so: Weil die überflüssigen Kohlekraftwerke am Netz bleiben dürfen (Politikersprech:"Übergangstechnologie", "notwendige Reserve"; danke SPD) müssen Windräder abgeschaltet werden. Die Betreiber bekommen dafür finanziellen Ausgleich. Und das müssen dann alle Stromkunden bezahlen.

An 08:34 Möbius

Zitiere:
Wenn Gas die Kohle ersetzen soll brauchen wir unbedingt North Stream 2, wo soll auch sonst das Gas herkommen? Es gibt derzeit nicht genug LNG (ein Drittel teurer als russisches Naturgas ist es überdies).
#
Sie haben das Biogas nicht berücksichtigt.
Würden wir ausreichend Biogasanlagen in Deutschland errichten, was ohne weiteres möglich wäre, brauchten wir keinerlei Erdgas zu importieren.

@Stimme77

Ich seh es schon kommen wie immer wird der Verbraucher dann für den Ausstieg bluten müssen und die Energiekosten werden steigen.

Das ist so, Unternehmen wollen und müssen Gewinne erzielen. Ob man diese Gewinne stärker besteuern sollte, ist eine andere Frage, bei der wir aber mit der FDP in der Regierung nicht weiterkommen werden.

Davon abgesehen: Die Kosten, die unsere Kinder und Enkel einst tragen müssen, wenn wir jetzt nicht aus der Nutzung fossiler Energieträger aussteigen, dürften um ein Vielfaches höher sein. Mich wundert immer wieder, dass der Mehrheit das offenbar egal ist. Die meisten Wähler haben doch selber Kinder. Wollen die nicht das Beste für deren Zukunft?

Gasnetz ist großer Speicher

Unser Gasnetz darf gesetzlich 5% Wasserstoff enthalten. Physikalisch wären sogar 10% machbar, ohne Gasherd und Gasheizung ändern zu müssen. Wenn bei Energie-Überschuss Wasserstoff erzeugt und ins Erdgasnetz eingeleitet werden, und genügend Gaskraftwerke bei Energie-Mangel Energie erzeugen können, dann ist schon viel Getan um die erneuerbaren Energieren zu 'glätten', ohne zusätzlichen Speicher bauen zu müssen.
Mit 'Windgas' wird schon jetzt überschüssiger Windstrom in Wasserstoff umgewandelt. die Technologie ist reif dafür. Die Politik wohl nich.

@Jon Schnee

"Wir habenn nur höhere Energiekosten und mehr Arbeitslose, schluss mit dieser Kurzschluss-Politik!"
.
Deutschland hat eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten, so viel dazu. Die Energiewende bietet viele potentielle Jobs, aber natürlich nur, wenn wir schneller sind als unsere Nachbarländer. Wenn man etwas immer nur deshalb nicht machen würde, weil jemand anderes es auch nicht tut, würde man am Ende gar nix bewerkstelligen. Wir brauchen mehr Mut und weniger Bedenken. Wir können es uns leisten.

@ 08:23 von Autograf

Wer bringt der Spaßgeneration bei, dass „komplexe Maßnahmen“ weniger Lebensqualität heißt? Neue Stromtrassen und Windgeneratoren vor der Haustür, nicht irgendwo anders. Allein die Planfeststellungsverfahren werden Jahrzehnte dauern, weil die jeweils Betroffenen alle bis in die letzte Instanz klagen. Viele komplexe Maßnahmen werden Investitionen der Privathaushalte erfordern - ob die dazu bereit sind?

Der Strom wird auf jeden Fall teurer, egal welche Herstellungsart. Heute wird nicht mehr mit der Erzeugung von Strom Geld verdient. Der Betrieb von Stromleitungen bringt das grosse Geld. Sozusagen eine Strommaut.

Wie der Strom produziert wird ist eine politische Entscheidung. Weder Atomkraft noch Kohle sind jemals ohne Subventionen ausgekommen.

Die Veränderungen im Haushalt passieren fast unbemerkt. Es dauert eben nur viele Jahre.

Die Bremser sind übrigens nicht die Spassgeneration sondern die Generation "Früher war alles besser"!

Ohne Förderung?

In zehn Jahren endet die Förderung für die ersten Erneuerbare Energie Anlagen. Die gute Nachricht: dann sinken die Kosten für die EEG Umlage. Aber werden die Anlagen dann noch weiter betrieben? Wenn nicht, wer liefert dann den Strom?

@Elefant

"Eine auf Hochtechnologie ausgerichtete Wirtschaft kann sich keine unsichere Stromversorgung leisten."

Da haben Sie recht. Wie sie daraus herleiten, dass der Kohleausstieg Unfug ist, ist aber mehr als fragwürdig. Nur ein Narr würde Kohlekraftwerke abschalten, ohne die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Der von Ihnen vermutete Widerspruch ist unter Kenntnis der aktuellen technologischen Standards nicht existent.

@Am 14. November 2017 um 09:25 von Nachfragerin

"Der Unterschied besteht in den Abgasen. Bei Kohle verbrennt größtenteils nur Kohlenstoff, Gas und Öl hingegen sind Kohlenwasserstoffe."
https://www.bundestag.de/blob/406432/70f77c4c170d9048d88dcc3071b7721c/wd...
Zitat:
Gramm CO2-Äquivalent pro Kilowattstunde Stom:
Braunkohle: 980 bis 1230
Steinkohle: 790 bis 1080
Öl: 890
Kernkraft: ~20

Einen Fossilen Brennstoff durch einen anderen zu ersetzen spielt für die CO2 Bilanz praktisch keine Rolle, zumal das entscheidende Problem hier auch die nicht unbegrenzte Reserve ist. Zudem lassen sich, wie im oben verlinkten Dokument beschrieben, die Energiebilanzen der Kohlekraftwerke durch Wärmegewinnung noch deutlich verbessern.

Am 14. November 2017 um 09:56 von Angellike

" Sie haben das Biogas nicht berücksichtigt.
Würden wir ausreichend Biogasanlagen in Deutschland errichten, was ohne weiteres möglich wäre, brauchten wir keinerlei Erdgas zu importieren."

Da dürfte ein kleiner Denkfehler sein, die Flächen die dann mit Monokulturen bebaut werden müssten um das Gas zu ersetzen übersteigt die Größe Deutschlands gewaltig.
Ihre Vorstellungskraft was Industrie und Heizung plus kochen verbraucht ist wohl etwas Einäugig.
Der Restdreck muss auch entsorgt werden und Subventioniert ist es auch noch.
Wir würden zusätzlich noch die gesamte Lebende Biomasse ( Insekten Falter ) einbüßen und essen wollen wohl auch noch was.
Auf welcher Fläche wollen sie das alles machen, würde bei 20 -30 Millionen Menschen vielleicht gehen mit wenig Industrie ohne Exportweltmeister.
Aber nicht bei 82 Millionen mit steigender Tendenz.

Gruß

warum sollte das nicht gehen ?

der Ausstieg aus der Kohle
betrachten wir uns doch mal den Strommix
23 % Braunkohle ... 17 % Steinkohle => 40 %
momentan 12 % Windkraft
gut 3 mal soviel Windrädern dazu bauen
gibt's so viele Flächen wie reagiert der Bürger darauf - Unmut regt sich ja bereits jetzt
dann gibt's doch noch die AKW´s die abgeschaltet/ersetzt werden müssen, nochmals 13 % also wir sind bei 4 mal soviel Windmühlen im Land
...
wie war das mit der E Mobilität ?
1 Million Fzg ... 20 .... 40 Mill ? im Endzustand !
das würde je nach Quelle den Strombedarf verdoppeln (oder fast)
also braucht es 12 ... 13 mal so viele Windkraftanlagen
was tun wenn mal kein Wind weht ?
Plan B ... ?
wäre es nicht besser seriös zu sein ?

re 08:42 von Kessl

>>Nuklear haben ist aufgrund der Fehlentscheidungen des aktuellen und vorhergegangenen Kanzler, auch gegen Volkes Stimme bei der Wahl!!! leider keine Option mehr.<<

1. Der Atomausstieg wurde nicht gegen den Willen der Bürger beschlossen! Breitangelegte Bürgerproteste gab es immer schon, also auch vor Fukushima.

2. Der Atomausstieg war auch keine Fehlentscheidung, da AKWs nur im Betrieb CO²- neutral arbeiten - Die eigentlichen, nicht wenigen, Emissionen sind der Stromproduktion vor- und nachgelagert (Uranabbau, Anreicherung, Herstellung der Brennstäbe, Kraftwerksbau und -rückbau, Lagerung der Brennelemente in den nächsten 200.000 Jahren...)

Zudem ist Atomstrom, wenn alle anfallenden Kosten mit einbezogen und die Subventionen von 300 Mrd. DM abgezogen werden, die teuerste Art der Energiegewinnung.

3. Werden Fusionskraftwerke auch für andere Nationen zukünftig nicht mehr wirtschaftlich sein, da der Uranvorrat schwindet und daher schwerer abzubauen ist.

wer bring den moralaposteln..

endlich bei, dass sie bei ihrem hinweis auf die unmoeglichkeit beliebigen energieverbrauchs letztlich nur als spassbremsen fungieren?

wenn man sich ueberlegt, wieviel watt pro quadratmeter erdoberflaeche von der sonne geliefert werden, dann ist die gesamte energiedebatte komplett fuer die ablage.

energie muesste unter entsprechenden bedingungen nichts mehr kosten, und man koennte die fossilen energietraeger (besonders oel und gas) allein fuer die mobilitaet reservieren.

@Am 14. November 2017 um 09:42 von Dunnery

"Von welcher Abstimmung sprechen Sie, und von welchem "Volk"?"
Bundestagswahl 2009 und das deutsche Volk. Angela Merkel wurde zur Kanzlerin gewählt und das unter anderem aufgrund des Versprechens, aus dem Kernenergie Ausstieg, auszusteigen.
"vermutlich weil die Strahlung unsichtbar ist"
Wenn alles unsichtbare keine Gefahr wäre, warum geht es in dem Artikel dann um CO2?
Oder können sie CO2 sehen?
Ganz ehrlich, ihre Argumente sind armselig. Ich wäre ja sogar bereit darüber zu sprechen wo mehr Menschen sterben, an Strahlung, oder am Klimawandel, aber mit jemandem der alles was nicht seiner Meinung entspricht gleich als Märchen abtut zu diskutieren?
In den letzten Jahrzehnten hat es auch in der Kernenergie Fortschritte gegeben. Nicht aus Deutschland, wer würde hier noch Kernphysik studieren? Nach Merkel und Schröder? Aber andere Länder sind nun mal nicht so fortschrittsscheu.

Dobrindt

Dobrindt schadet der BRD. Mit seinen Äußerungen raubt der der jungen Generation die Zukunft. Seine Haltung ist so klimaschädlich, wie die von Trump. Da fragt man sich, wer diesen Menschen jemals unterstützt hat. Dobrindt schadet uns allen.

An tvc 09:46

Zitiere:
Daß die Möglichkeit der Speicherung gar nicht vorhanden ist, wird in dieser ideologisch dominierten Debatte gar nicht thematisiert. Wenn der Deutsche abends sein Licht anknipst, den Fernseher anschaltet oder sich auf seinem Elektroherd etwas kochen möchte, dann kommt der Strom dafür aus den Kohle- oder Kernkraftwerken der Nachbarstaaten...
#
Selbstverständlich ist Energiespeicherung heute schon möglich und wird erfolgreich angewendet.

Schon mal etwas von dezentraler, ökologischer Stromversorgung gehört?
.
Heute schon sind viele Gemeinden in Deutschland
damit Energie-autark.
Durch den Verbund von Sonnenenergie, Wasserkraft,
Biogasanlagen, Windenergie, sowie durch die heute schon mögliche Akku-,Wärme-,Wasserspeicherung überschüssiger Ökoenergie ist der Bedarf der Gemeinden
und Unternehmen zu 100% gedeckt.
Also keine Panik verbreiten,
denn das hilft nur den Kohle-u.-Atomstromern und schadet damit unserer Umwelt, unserem Lebensraum auf unserer Erde.

50 Prozent

Stein- und Braunkohle erzeugen zusammen die Hälfte des gesamten deutschen Stromverbrauchs.

Fünfzig Prozent

Und diesen Anteil hat die sog. "Energiewende" kein bisschen gesenkt, nicht ein winzigstes Mini-Prozentelchen. Mit derart untauglichen Mitteln ist das auch unmöglich.

Natürlich kann man per se Kohlekraftwerke ersetzen. Man müsste halt Atom- oder Gaskraftwerke in gleicher Leistung aufbauen, was allerdings von der Kosten her nicht von Pappe wäre und recht lange dauern würde. Aber Atom ist ja erklärtermaßen nicht gewollt, also bliebe Gas. Das ginge, wenn man will. Wozu das irgendwer will wissen die Götter, aber es ginge.

Mit wetterabhängiger Stromerzeugung wie Windräder oder Solarzellen kann man es jedoch nicht. Die gehören überhaupt nicht in die Diskussion, der Glaube daran ist esoterischer Mumpitz.

tun

es gäbe reichlich Möglichkeiten zb. Sonnenenergie zu " sammeln" : wenn jedes Haus , Gebäude, Fabrik ihr EIGENES Stromnetz
erhält, autarke Einheiten, wo jeder selbstverantwortlich und selbstbestimmend seinen Bedarf, verbraucht und steuert.Haushalte mit Niedervolt Anlagen auszustatten,die nur einen hundertsten Teil an Leistung benötigen, autarke Wasser / Abwassersysteme, alles möglich, nur dann VERDIENT der Staat /Land /Kommunen nicht mehr. In der Natur gibt es nicht nur Wachstum, immer Mehr um jeden Preis, es gibt ein Haushalten, Anpassen und wenn dies nicht erfolgreich ist : ein Aussterben.
Wir sind schon jetzt zu viele Menschen auf diesem Planeten, nur Menschen zerstören BEWUSST.Wirtschaft und Macht funktionieren nur mit Gewinn und Unterdrückung.Wo bleibt das durchsetzten und bestimmen von unabdingbaren Massnahmen zum Stopp vom Betrieb und Erzeugung von Kohle, Gas, Atomkraft.Autarkie ist nicht erwünscht, wir machen uns immer abhängiger, auch von anderen Ländern und deren Politik.

Was da präsentiert wird

ist, es könnte irgendwie gelingen. Ein Faktencheck ist was anderes. Oder beruhen die Faktenchecks jetzt neuerdings auf solchen Worten: könnte,hätte,würde,wäre...?
Genauso verstörend wie diese Woche folgendes: CO2 Ausstoß gestiegen, CO2 Konzentration in der Luft bleibt aber konstant.
Dann wird ein ominöses Pseudogesetz der "Klimawissenschaftler"vorgeschoben wonach das eingepreißt wäre. Trotzdem steigt CO2 weiter sagen diese, obwohl die Zahlen ja einen anderen Fakt sprechen.
Fakten sind Fakten,alles Andere ist nicht beweisbar. So einfach ist das.

Natürlich ist es nicht abwegig,

.. aus der Kohle auszusteigen. Es ist immer nur die Frage nach den Prämissen. Schließlich kam man in der Steinzeit sogar völlig ohne Strom aus. Wenn man endlich mal aufhört, Diskussionen nur emotional zu führen, sich nur für oder gegen die fossilen oder nuklearen Energiequellen ausspricht und auf Politiker und Stromerzeuger schimpft, und sich statt dessen mal mit den Fakten beschäftigt, wird man leider feststellen müssen, dass wir von einer Lösung weit entfernt sind. Fakten zur Stromerzeugung findet man beispielsweise in“ https://www.energy-charts.de/power_de.htm?source=conventional&week=4&year=2017“ und erkennt daran sofort, dass es unsinnig ist, zu behaupten, wir könnten unseren Strombedarf aus regenerativen Quellen decken oder würden Windstrom exportieren. Sollen die selbsternannten Energieexperten doch mal erläutern, wie sie sich Speicher vorstellen, die in der Lage sind, 60 GW oder wenigstens 40% davon zu liefern, wenn gerade nicht die Sonne scheint und es keinen Wind gibt.

Wille des Volkes @Gnom

1. Der Atomausstieg wurde nicht gegen den Willen der Bürger beschlossen! Breitangelegte Bürgerproteste gab es immer schon, also auch vor Fukushima.

Proteste bedeuten nicht, dass das die Mehrheit sein muss. Es sei denn bei einer Demonstration nehmen mehr als 40 Millionen Menschen teil, aber so groß waren die ja nie.

In den 1970er und 80er Jahren war die Mehrheit der Westdeutschen auf jeden Fall für Atomkraft.

@Kessl hat schon drauf hingewiesen, dass CDU/FDP 2009 die Wahl u.a. mit dem Versprechen auf Weiterbetrieb der Atomkraftwerke gewonnen haben. Dass dieselbe Regierung dann mit diesen Stimmen die Abschaltung beschloss, ist eigentlich eine Behumpse der damaligen Wähler.

Sicher ist ein nicht kleiner Anteil der Bevölkerung gegen Atomkraft, aber ob dieser Teil wirklich die Mehrheit darstellt, wissen wir bis heute nicht. Es gab nie ein Referendum über die Frage, und eine Pro-Atom-Partei kann nicht mehr gewählt werden weil es keine mehr gibt.

@ 08:42 von Kessl

"... Das Volk hat sich für Nuklear entschieden ..."

Wann hat denn bitte diese Volksentscheidung/Befragung stattgefunden? Hab ich doch tatsächlich verpasst.
Fakt ist das die damalige CDU/FDP Regierung den von SPD/Grünen mit der Industrie ausgehandelten Atomausstieg erst rückgängig gemacht und dann durch eine wesentlich schlechtere Variante, welche allerdings der Industrie die Möglichkeit der Entschädigungsforderungen geliefert hat, durchgesetzt hat.

Mir ist allerdings nicht bekannt das es in diesem Jahrtausend jemals eine Mehrheit in der Bevölkerung FÜR die Atomenergie gegeben hätte!

Höchste und steigende Stormpreise .."Rein rechnerisch" . . .

... sind faktenferne Märchen. Daran ändern auch die Nachsätze nichts.

Der Überschuß vom sonnigen Augustsonntag wird verschenkt bzw. zu windigen Zeiten werden die Windräder abgestellt. Keine Netze, keine Speicher, trotzdem wird weiter gebaut. Was für ein Irrsinn!
Zunehmend müssen die Verbraucher für diesen nicht produzierten Strom auch noch bezahlen.

Strom muss zur Verfügung stehen wenn er gebraucht wird. Die Bahn muss auch bei Flaute und Nachts fahren.

Alleine für die EEG-Umlage zahlen Verbraucher jährlich über 20 Mrd.€. Was den Endpreis treibt? Wie setzt sich der Strompreis zusammen und was wird damit alles zweckfremd finanziert! Das EEG ist eine unsoziale Umverteilung von Arm nach Reich. Die Mieter, Rentner, Familien .. in den Mehrfamilienhäusern zahlen die unwirtschaftliche Erzeugung und die Renditen der Haus- und Grundbesitzer. Hunderte Milliarden wurden schon umverteilt. Erfolg? Das Gegenteil!
Die Kernenergie weg, Kohlestrom weg, aber TESLA & Co.. auf den Straßen?!

Energieversorgung

Danke an die ARD für diesen verständlichen Überblick. Wie so oft: Jeder hat Recht, je nach Sichtweise.

Unsichere Stromversorgung @schonvielerlebt

Wie sie daraus herleiten, dass der Kohleausstieg Unfug ist, ist aber mehr als fragwürdig

Kohle ist die Basis der deutschen Stromversorgung seit 100 Jahren, sie stellt auch heute die Hälfte der Produktion. Der ehemals bestehende Plan, sie durch Atomkraftwerke abzulösen, wurde ja gewollt abgeblasen. Also bleibt es bei Kohle.

Nur ein Narr würde Kohlekraftwerke abschalten, ohne die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Das stimmt. Aber solche Narren gibt es in der Politik, das können Sie jeden Tag den Nachrichten entnehmen. Wir können nur beten dass die sich nicht durchsetzen.

. Der von Ihnen vermutete Widerspruch ist unter Kenntnis der aktuellen technologischen Standards nicht existent

Diese Narren schlagen als Ersatz Windräder vor, da kann einem angst und bange werden.

Kohle abschaffen, ja doch, aber ..

.. erst die ungefilderten Einzelöfen aus dem Baumarkt verbieten und die billigen Braunkohlebriketts und das Abfallpressholz im Tragepack gleich mit.

... und die Zusatz-Edelstahlkamine glänzen zunehmend in der Sonne wenn sie scheint:

Solange in den Städten ohne Kontrolle und sanktionslos ungefildert alles verheizt werden kann was so brennt, sollten die "Umweltschützer" keine Gedanken verschwenden, hochmoderne Kohlekraftwerke abzuschalten.

Hochmoderne hocheffektive GuD-Kraftwerke stehen still, weil sie sich wegen EEG & Co. nicht mehr rechnen. Ein ökonomischer und ökologischer Irrsinn!
Feinstaubfreies Gas wird mit 19 % MWSt. belastet. Abfallholz & Co. wenn überhaupt nur bis 7 %.

Da gibt es noch viel zu tun, bis zur Abschaltung der Kohlekraftwerke. Die ja in aller Regel oft nicht laufen, sie müssen aber als Reserve teuer vorgehalten werden, falls die Sonne nicht scheint und Flaute herrscht.
Die Bahn soll ja trotzdem fahren und die TESLAs mit Ladestrom versorgt werden.

@ 08:52 von SciencebeforeId...

"... Speicher? Gibt es nicht, ..."

Doch, gibt es durchaus schon in Form von Pumpspeicher Werken!

Ist zwar nicht die optimalste Form aber immerhin schon jetzt verfügbar!

Und erneuerbare Energiegewinnung funktioniert nicht nur über Photovoltaik und Windräder!

Das Problem ist die Monostrukturierte Herangehensweise an die Probleme. Man wird in Zukunft nicht darum herum kommen bei der Energiegewinnung mit multiplen Konzepten in einem globalen Umfeld zu arbeiten.

Und für den Übergang gibt es schon jetzt Gaskraftwerke welche einen wesentlich höheren Wirkungsgrad als Kohlekraftwerke haben, aber derzeit fast immer still stehen da der Betrieb der Kohlekraftwerke den EVUs den höheren Profit bringen.

An wenigfahrer 11:08

Würden wir ausreichend Biogasanlagen in Deutschland errichten, was ohne weiteres möglich wäre, brauchten wir keinerlei Erdgas zu importieren."

Zitiere:
Da dürfte ein kleiner Denkfehler sein, die Flächen die dann mit Monokulturen bebaut werden müssten um das Gas zu ersetzen übersteigt die Größe Deutschlands gewaltig.
Ihre Vorstellungskraft was Industrie und Heizung plus kochen verbraucht ist wohl etwas Einäugig.
#
Zu kurz gedacht
werter wenigfahrer.
Die benötigte Ökoenergie kommt nicht nur aus Biogas.
Im Verbund, im Zusammenspiel mehrerer ökologischer Energielieferanten
ergibt es das Ganze.

sprachlos

ich muss sagen, ich bin schon sprachlos, wie hier die Fakten verzerrt widergegeben werden, sodass die Situation vollkommen anders dargelegt wird, als sie dies tatsächlich ist.

CO2 & Subventionen @Gnom

2. Der Atomausstieg war auch keine Fehlentscheidung, da AKWs nur im Betrieb CO²- neutral arbeiten - Die eigentlichen, nicht wenigen, Emissionen sind der Stromproduktion vor- und nachgelagert

Sehr schön :) Keine menschliche Aktivität geschieht ohne CO2-Ausstoß, übrigens auch nicht die Produktion Ihrer geliebten Windräder. Nach der Definition müssten wir sofort alles stehen und liegen lassen und uns sofort kollektiv umbringen, nur dann wäre jedem menschlichen CO2-Ausstoß Einhalt geboten. Halt falsch, selbst der Massen-Selbstmord würde CO2 produzieren.

Zudem ist Atomstrom, wenn alle anfallenden Kosten mit einbezogen und die Subventionen von 300 Mrd. DM

Die Behauptung stammt aus einer von Greenpeace finanzierten "Studie", ist Quatsch. Das Lesen dieser "Studie" hat übrigens einen gewissen Unterhaltungswert angesichts der absurden "Herleitungen".

@ 08:55 von Elefant

Sorry, aber nicht die Grünen sind an der Zerschlagung des Hoechst Konzerns schuld!

Dafür war die auf reine Profit Maximierung fixierte Konzernleitung ganz allein verantwortlich!!!

Und auch der Atom Ausstieg durch SPD/Grüne war keineswegs eine "Sponti" Aktion. Das war dann eher schon der Ausstieg vom Ausstieg durch die spätere CDU/FDP Regierung.
Allen Befürwortern der Atomenergie möchte ich aber einen Urlaub in Fukushima, Tschernobyl oder Sellafield nahe legen ;-)

Danke @wenigfahrer und @kleinermuck2012

@Angellike: es ist leider so, das bereits heute kaum genug Biomasse da ist um zu Biogas verarbeitet werden zu können ! Sie unterschätzen die Größenordnungen, zumal die biomassevergasung nicht sehr effektiv ist. Zum zweiten Thema: "woher den Strom für E-Mobilität nehmen?". Das ist ein Punkt, auf den ich immer wieder hinwies. Ich habe abgeschätzt, dass man in Deutschland 24 neue AKW bräuchte, um den Stromhunger aller Fahrzeuge die gegenwärtig mit Verbrennungsmotor betrieben werden, zu decken. Die Österreicher lachen sich über uns kaputt: da wir an manchen Tagen mehr Strom erzeugen als gebraucht wird, kippt der Strompreis ins Negative. Österreich nimmt uns gegen Bezahlung (durch deutsche Energieversorger!) den Strom ab und füllt damit seine Stauseen womit wiederum österreichische Kunden beliefert werden. Das ist so als wenn es negative Kreditzinsen gäbe: sie wollen einen Hausbau finanzieren? Wir zahlen Ihnen 100 Euro monatlich wenn sie UNSER Geld nehmen ! So ist das beim Strom!

@Am 14. November 2017 um 11:20 von Gnom

"1. Der Atomausstieg wurde nicht gegen den Willen der Bürger beschlossen!"
Bundestagswahl 2009.
"Zudem ist Atomstrom... die teuerste Art der Energiegewinnung."
Vermutlich kostet in Frankreich die kWh deshalb ca. die Hälfte von Deutschland. Die Tendenz geht zu unseren Ungunsten!
"Werden Fusionskraftwerke auch für andere Nationen zukünftig nicht mehr wirtschaftlich sein"
Wer betreibt denn bitte Fusionskraftwerke? Das wäre eine Sensation und die Lösung aller Probleme!
Sollten sie Fusion aber mit dem englischen "fission" verwechseln, was auf Deutsch in etwa Spaltung bedeuten würde und nicht Fusion, also verschmelzen, dann kann ich nur auf Punkt 1 verweisen. Alle Länder die Kernkraft einsetzen produzieren aktuell billiger Strom als wir und diskutieren zusätzlich weniger über Kohle!

und wie wäre es, wenn wir einfach mal wieder Strom sparen?

Nun bin ich alles andere als ein Wähler der Grünen. Und doch haben sie Recht. Wir müssen raus aus der Kohle, um den CO2 Ausstoß zu verringern. Wir müssen auch raus aus dem aktuellen massenhaften Kreuzfahrttourismus. Aber wir müssen auch akzeptieren, dass wir wieder schätzen, dass nicht alles massenhaft und unkontrolliert zur Verfügung steht. Mit Arbeitsplätzen wird immer argumentiert werden. Allerdings sin der Wirtschaft Arbeitsplätze recht egal, Gewinne gehen vor. Darum ist es günstiger, Parteien für entsprechende Gesetzesvorhaben mit Spenden zu belohnen, auch, wenn dies offiziell verboten ist. Aber so lange Firmen Parteien Geld spenden dürfen, wird sich diese Form von Korruption nicht ändern. Wir als Verbraucher dürfen aber auch nicht so weiter machen wie bisher. Es gibt genug Ansätze, Strom zu sparen. Standby der Geräte macht viel aus, auch sinnhafte Hausgeräte oder mal der Besen statt der Sauger. Oft ist die eigene Nase weiter weg als die Politik. Ist ja auch einfacher.

Zu 09:35 von wenigfahrer - wer bezahlt die "Energiewende"

"Das Deutschlands Bürger das bezahlen ..."
Es ist leider nicht so, dass "Deutschlands Bürger" das bezahlen.
Es bezahlen insbesondere nur die nicht priviliegierten Stromverbaucher = die Haushaltskunden.
Das obwohl, die "Energiewende", wenn sie so gewollt sein soll, eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die aus dem Staatssäckel zu finanzieren wäre. Die Abwälzung auf diesen Teil der Bürger ist schon verfassungsrechtlich im Sozial- und Rechtsstaat eine fragwürdige Angelegenheit. Jetzt verabschieden sich die betuchten Solaristen in die Eigenversorgung und somit von Allem was mit dem Strompreis finanziert wird.

U.a. die nicht mehr bezahlte EEG-Umlage wird in den Stromrechnungen auf die nicht privilegierten Haushaltskunden umgelegt. So verteuert sich der Strom für die verbliebenen Haushaltsverbraucher zusätzlich.

Ja zu EE, aber nicht so. Diese Finanzierung ist unsozial, ungerecht und auch rechtlich mehr als fragwürdig. Für Umwelt und Klima nichts gewonnen, im Gegenteil!

Zu 12:28 von hups-1960 "Pumpspeicher"

@ 08:52 von SciencebeforeId...
"... Speicher? Gibt es nicht, ..."
--
Doch, gibt es durchaus schon in Form von Pumpspeicher Werken!...

Richtig ist, dass Pumpspeicherwerke die effektivste Flexibilität bieten, da sich Pumpturbinen innerhalb weniger Sekunden in Betrieb nehmen lassen.
Aber (!), 6700 Megawatt beträgt die in Deutschland installierten Leistung von Pumpspeicherwerken, das ist der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.
Weitere Pumpspeicher sind kaum möglich.
Da steht neben der Begrenztheit auch der Umwelt- und Landschaftschutz entgegen.
Gerade GRÜNE Initiativen sind dagegen.

Dazu muss man wissen, dass auch Pumpspeicher die Preise treiben. Das Pumpspeicherwerk zahlt Netzentgelt beim Bezug von Strom im Pumpbetrieb, obwohl der endgültige Abnehmer nochmals Netznutzungsentgelt zahlt.

Wird der Strom bei Überschuss ins Ausland verschenkt um dort Pumpspeicher zu füllen, wird der Strom bei Bedarf wieder teuer eingekauft. Ökonomisch ein Unding und
gesetzeswidrig= § 1 EnWG!

re 12:32 von anorak2

>>Die Behauptung stammt aus einer von Greenpeace finanzierten "Studie", ist Quatsch. Das Lesen dieser "Studie" hat übrigens einen gewissen Unterhaltungswert angesichts der absurden "Herleitungen".<<

Nicht nur Greenpeace beruft sich auf diese Studie und absurde Herleitungen konnte ich darin nicht finden. "Unterhaltungswert" finde ich auch etwas makaber beschrieben, denn schließlich haben Greenpeace, BUND und ähnliche NGOs schon sehr lange den Wahrheitsgehalt ihrer Studien bewiesen.

Stromerzeugung

Warum wissen wir in Deutschland alles besser als die Menschen in den anderen Ländern?
Haben wir alleine die Weisheit mit Löffeln gefressen? Nehmen wir mal die Nutzung der Atomenergie. Gut und sicher funktionierende Anlagen werden stillgelegt, die Besitzer bekommen einen riesigen Haufen Geld dafür von uns Steuerzahlern, während um uns rum neue Werke gebaut werden und die alten Werke munter weiter produzieren. Und als Höhepunkt kaufen wir diesen Strom dann auch noch. Unsere Umwelt wird ohne Sinn und Verstand mit Windmühlen zugespargelt, auch wenn wir den Strom oft gar nicht gebrauchen können und die Überproduktion verschenken müssen.

@Weites Land

Strom sparen ist schön und gut. Wir verbrauchen aber von Jahr zu Jahr mehr Strom. Hinzu kommt, daß wir in Zukunft mit Elektroautos fahren sollen. Also steigt der Strombedarf weiter.
MfG

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