Kommentare

Das Wirtschaft

und Gewerkschaft nicht auf der Gleichen Seite stehen ist ja jedem klar.
28 Stunden ist für jeden der sein ganzes Leben 40 und mehr gearbeitet hat auch etwas eigenwillig.
Das der Wirtschaft 8 Stunden nicht reichen ist auch klar, war früher schon so und wir haben fast immer Überstunden geschoben.
Arbeitnehmer auf Abruf ist der neue Trend und bezahlt werden nur die geleisteten Stunden, wird ja mit den Halbtags oder Stundenjob wesentlich effektiver für die Wirtschaft.
Keine Sonderleistungen oder andere Vergünstigungen für den Arbeitnehmer.
Bin ich mal gespannt wie das ausgeht.
In der " Welt " sind heute noch ein paar andere nette Dinge zu lesen.
Da geht es um ein angebliches Geheimpapier und ganz viel Geld.
Sollte man mal lesen und sich seinen Teil dazu denken was in den Letzten Jahren so alles gelaufen ist.

Gruß

Die gute alte Wettbewerbsfähigkeit

Die gute alte Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft ist doch permanent durch irgendwas bedroht. Mal sind es die viel zu hohen Steuern, dann die drohende Erbschaftssteuer, dann die Sozialabgaben, dann die Deckelung von Managergehältern und jetzt eben die Arbeiszeitregelung. Nie gefährdet ist die Wettbewerbsfähigkeit aber durch Nieten in Nadelstreifen, deren Gier und gewissenlose Profitmaximierung. Denn dadurch ist ja nur der soziale Frieden in der Gesellschaft gefährdet. Aber das wird dann als "Neiddebatte" verunglimpft und jeder, der den schrankenlosen Kapitalismus in Frage stellt, damit als Neider diskreditiert.

Gottseidank

Gut, dass wir Gewerkschaften haben.. sonst würden wir wieder 60 Stunden arbeiten bei sechs Tagen ohne Urlaubsanspruch.

Natürlich

Ist der 8 Std Tag veraltet. Jeden Morgen um 7 ist die Autobahn verstopft um 16 Uhr ebenso. Wer heute schon flexibel arbeiten kann tut dies auch. Die Gewerkschaften verschlafen das Thema.

find ich ok

wenn das für beide Seiten gilt. Ich habe keine Probleme damit mal länger zu arbeiten wenn ich im Gegenzug auch mal weniger arbeiten kann. Mir kommt hier die Frage der absoluten Arbeitszeit etwas zu kurz. Solange *jede* Stunde mehr entweder zu Geld oder Freizeit umgewandelt werden kann ist alles ok. Der Arbeitnehmer/in sollte auch selber entscheiden können ob er so etwas überhaupt will. Bevormundung durch wen auch immer benötigen nur die allerwenigsten in DE.

Völlig irre!

Der Mensch - der Arbeitnehmer - als frei verfügbares Wirtschaftsgut, auf dessen Belange die Kapitalisten keine Rücksicht nehmen brauchen. Und wenn der Arbeitnehmer mehr arbeitet, bekommt er keine Zuschläge mehr.
Was die "Arbeitgeber" fordern ist an Frechheit kaum noch zu überbieten. Im Endeffekt ärgern sich die "Arbeitgeber", dass die Sklaverei abgeschafft wurde.

"...morgens beim Frühstück

"...morgens beim Frühstück seine Mails liest"

Ich kann ja noch verstehen, dass es manchmal notwendig ist, abends an einer Telefonkonferenz teilzunehmen, wenn man über mehrere Kontinente zusammenarbeitet, aber spätestens bei dieser Aussage zeigt sich die wahre Gesinnung: vollkommene Abwesenheit jedwegen Respekts gegenüber den Arbeitnehmern.

8-Stundentag st veraltet

Sicherlich ist ein Arbeitstag mit den klassischen 8 Stunden überholt. Insofern ist der Vorschlag der Wirtschaft sinnvoll: jeder Mitarbeiter sollte sich aussuchen können, wieviel Stunden er am Tag (im Bereich 1-8 Stunden) arbeiten möchte. Vorsetzung dafür ist natürlich ein Grundeinkommen, das jeder als Grundabsicherung erhält, und ein wirklicher Mindestlohn von mind. 15 Euro.
Ich vermute mal, dass ist nicht das, was sich die Wirtschaft wünscht :-)

Dann bitte zahlen!

Wenn die Arbeitnehmer morgens ihre Firmenmails checken sollen, dann sollen die Arbeitgeber ab dieser Zeit die Arbeitszeit rechnen und bezahlen. Durch die Digitalisierung sinken die Arbeitskosten. Dies ist an diejenigen weiterzugeben, die alles erwirtschaften. Die Gewinne der Parasiten der Wirtschaft steigen ins unermessliche - werden natürlich auch nicht versteuert (Paradise-Papers, Panama-Papers) und die Arbeitnehmer sollen umsonst arbeiten?
Die Irrlehren des Neoliberalismus scheinen immer weiter um sich zu greifen.
Andererseits sieht man bei der letzten Wahl auch, dass die Arbeitnehmer ( die die Mehrheit darstellen) nicht gewillt sind, ihre Interessenvertreter ins Parlament zu wählen. Stattdessen sitzen dort CDU/FDP und sogar AfD. Allesamt Parteien, die sicher keine Arbeitnehmerrechte vertreten!

Wie wird abgerechnet?

Aus dem Artikel:
>>Unternehmen bräuchten etwa Sicherheit, "dass sie nicht gesetzwidrig handeln, wenn ein Angestellter abends noch an einer Telefonkonferenz teilnimmt und dann morgens beim Frühstück seine Mails liest". <<

Ich bin Single und könnte problemlos schon am Morgen ein paar E-Mails zu hause lesen, aber wie wird das abgerechnet, wie wird das vergütet? Ich werde dem Arbeitgeber mit Sicherheit keine Mehrarbeit, die ich zwischendurch mal zu hause leiste, schenken. Dann doch lieber warten, bis ich am Arbeitsplatz bin, da bekommen ich das Lesen der E-Mails bezahlt.

Sind ja mal wieder die

Sind ja mal wieder die typischen Vorschläge der "Weisen".
Und wie üblich wird die sogenannte Flexibilität nur von den Arbeitnehmern verlangt.
Halbe Stunde später kommen, und halbe Stunde länger bleiben im Bürojob, damit die Kinder sinnvoll in die Kita kommen? Unmöglich!
Aber klar, morgens noch schnell die "wichtigen" Emails lesen, und Abends anstatt dem Abendessen mit der Familie noch eine kleine Skype Konferenz, egal, dass man ja schon an die 12 Stunden wegen der Arbeitsstelle unterwegs war, dank üblichen Reisewegen und "freiwilliger Mehrarbeit"...

Übrigens erlauben die aktuellen Regelungen schon problemlos die Abkehr vom Acht Stunden Tag. Natürlich unter der Bedingung, dass die Wochenarbeitszeit von 40 Stunden eingehalten wird [und zwar im Monatsdurchschnitt].

Die "Vermengung" von Arbeits-

Die "Vermengung" von Arbeits- und Freizeit ist Gift für den Menschen.

Bereits jetzt kann man die Auswirkungen erleben. Man verlagert die Arbeit (wo es geht) ins "Home-Office", da steht man ja allzeit bereit.

Die Nullstundenverträge sind die absolute Perversion der Ausbeutung.

Es gibt jetzt schon zu viele Arbeitsmodelle, die den 8 Stunden Tag nicht mehr kennen :(

konsequent

Ich gehe mit den Wirtschaftsweisen vollkommen d'accord. Was soll dieses bisherige Versteckspiel ? In den Büros wird doch schon lange und regelmäßig unbezahlte Mehrarbeit geleistet, ist der gewöhnliche Angestellte selbstverständlich jederzeit erreichbar ! Wieso soll der gewerbliche Mitarbeiter es da besser haben ? Es wird Zeit Das zu legalisieren damit es auch in den Arbeitsverträgen niedergelegt werden kann. Nicht das einzelne sich dem mit Hinweis auf die Gesetzeslage der gängingen Praxis entziehen können, das ist nicht gut für's Betriebsklima. Nachher werden die Arbeitsplätze noch ins Ausland verlegt !!

Flexibilität vs 8-Stunden-Tag

Der Wunsch nach mehr Flexibilität in der Gestaltung der Arbeitszeiten hat ja mehrere Gründe. Gestiegene Ansprüche auf Seiten der AN sind da, wenn überhaupt vorhanden, von untergeordneter Bedeutung. Die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie ist heutzutage komplexer als früher - die Arbeitswege sind weiter geworden und oft sind in einer Familie beide berufstätig. Kinder müssen durch die Gegend kutschiert werden, mehr als noch in meiner Kindheit. Für Manchen wären deshalb flexible Arbeitszeiten mit weniger AZ pro Tag sinnvoll. Andere pendeln am Wochenende zu ihrer Familie, die wollen wahrscheinlich eher vier Tage die Woche ranklotzen, damit sie halbwegs um den Wochenend-Pendelstau herumkommen und zwischen dem Pendeln auch noch ein Bisschen zuhause sind.

Unterm Strich kommt da für mich keine Reduzierung der Tagesarbeitszeit raus, sondern einfach eine höhere Flexibilität!

Kollegen

Im Büro sind froh über flexible Arbeitszeiten und Homeoffice, ich habe kollegen die sogar lieber nachts arbeiten weil das ihr persönlicher Biorhythmus ist.

Nun lässt man langsam die Katze aus dem Sack

Immer die gleiche Leier "Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze"
Die großen Unternehmen haben sich in den letzten Jahren eine große goldene Nase verdient und sind schon wieder am jammern. Der DAX erreicht Rekordhöhen und Geld für Investitionen war lange nicht so billig wie zur Zeit. Aber es geht noch mehr, den Wachstum ist ja bekanntlich Alternativlos. Ja klar, denn der Aufwand um den Zins und Zinseszins zu erwirtschaften wird ständig zunehmen. Unter den gegeben Standards wird die Masse das nicht mehr erwirtschaften können und so wird man diese langsam aber sicher aufweichen. Denn eins sollte sicher sein, an den eigenen Gewinnen wird man nicht rütteln und kleinere Brötchen backen.
Rente mit 70 wird kommen und der rund um die Uhr sich zur Verfügung stehende Mitarbeiter wird die besten Chancen für eine Anstellung haben. Familie ade, Erholung auf eine Minimum reduziert und die Pharmaindustrie wird die Sektflaschen schon kalt stellen.

Der Wohlstand der Nation mißt sich in Freizeit

Es ist doch die alte Frage: Leben wir zum Arbeiten oder arbeiten wir zum Leben?

Diese Frage wird von verschiedenen Interessengruppen wohl sehr unterschiedlich beantwortet.

Statt ständig neue Rezepte zu erfinden, sollten die sogenannten Wirtschaftsweisen lieber erstmal der Frage nachgehen, warum es deutschen Unternehmen möglich ist, über Steueroasen Steuern zu hinterziehen, warum deutsche Manager auf die Idee gekommen sind, Schummelsoftware zu entwickeln, warum deutsche Unternehmen das Interesse haben, die Interessen der Arbeitnehmer ständig mit Füssen zu treten?

Und an die eigene Nase gefasst: Warum gelingt es den Wirtschaftswissenschaftlern nicht, Krisen vorherzusagen? Ist es vielleicht keine Wissenschaft, sondern 'religiöse' Dogmatik?

In einem Punkt haben sie recht. Der 8-Stundentag ist veraltet. Mit mehr IT lässt sich der 4-Stundentag verwirklichen.

Den 8-Stunden-Tag kenne ich nicht

Ich fange morgens zwischen 07:30 und 07:45 Uhr an und meine Arbeit endet zwischen 16:30 und 17:00 Uhr (kann auch mal später werden). Mittags haben wir 30 Minuten Pause. Bei uns gibt es Gleitzeit (bis 09:00 und ab 15:30). Möchte man diese nutzen, muss man sich das vorher genehmigen lassen. Bei einem dringenden Termin (Arzt, Auto defekt) genügt aber morgens ein Anruf, dass man gleitet.

Ab 8 Überstunden bekommt man sie bezahlt. Max 50% der Überstunden darf man, wenn möglich, in Freizeit nehmen.
In meinem Arbeitsbereich haben alle 12 bis 20 Überstunden im Monat. Einige arbeiten auch im Urlaub von zu hause. z.B. Mails bearbeiten

In der Firma, in der ich vorher gearbeitet habe, war es genauso, nur dass es da für Überstunden keine Geld und keine Freizeit gab. Man war schlecht organisiert, wenn man Überstunden machen musste. Es wurde lediglich verlangt, dass man von 07:30 bis 17:00 Uhr in der Firma war (bei 1 Stunde Pause).

Das dürfte die gewünschte Flexibilität sein, die die WW erwarten.

Der acht Stunden Arbeitstag ist der verkehrte Weg!

Ich halte auch den acht Stunden Tag für veraltet. Auf Grund zunehmender Automation gibt es immer weniger Arbeit, weshalb statt acht Stunden nur noch höchstens vier Stunden gearbeitet werden sollte, bei gleichzeitigem Bezug des bedingungslosen Grundeinkommens.

noch mehr Flexibilität?


Unternehmen bräuchten etwa Sicherheit, "dass sie nicht gesetzwidrig handeln, wenn ein Angestellter abends noch an einer Telefonkonferenz teilnimmt und dann morgens beim Frühstück seine Mails liest". Dies würde nicht nur den Firmen helfen, sondern auch den Mitarbeitern, die mit der digitalen Technik flexibler arbeiten könnten.

Diese Sicherheit gibt es bereits jetzt durch Werkzeuge wie Abrechnung mobiler Arbeit sowie Gewährleistung von Überstunden.

Sollte für ausgewählte Mitarbeiter weitere Flexibilität erforderlich sein, bietet sich darüber hinaus jedem Unternehmen mit Tarifbindung die Möglichkeit, diese außertariflich anzustellen.

Diese Forderung, neben den weit verbreiteten Leiharbeits- und Werkverträgen weitere Flexibiliät im Arbeitsrecht zu ermöglichen, ist schlichtweg dreist.

Ich erinnere mich an den Wahlkampf-Slogan vergangener Tage "Arbeit muss sich wieder lohnen".

Da bin ich ja mal gespannt, was in diesem Zusammenhang in den Jamaika-Gesprächen sondiert wird.

Flexibilitaet, Flexibilitaet, ...

Mich erstaunt der Begriff Wirtschafts"weise". Was soll weise daran sein, mehr Rechte fuer Arbeitgeber zu fordern bei gleichzeitiger Ignoranz gegenueber Arbeitnehmerrechten.

Abgesehen davon betreffen die angemahnten Lockerungen ja sowieso "nur" tariflich bezahlte Arbeitnehmer. Uebertariflich bezahlte koennen ja bereits seit jeher bis zu 10 Stunden taeglich arbeiten und mehr als 48 Stunden pro Woche - wobei die Arbeitszeit jenseits der 40 Std./Woche bereits mit dem Gehalt abgegolten ist. Ich selbst arbeite in der Forschung und daher sind 50-60 Std. Wochenarbeitszeit sowieso normal - egal wo verrichtet. Der Digitalisierung sei Dank.

Aber hier soll es ja einmal wieder die geringer verdienenden (Tarifangestellte) treffen. Ich nenne solche einseitigen Vorschlaege schlicht unsozial.

Ansichten kann man hier lesen

Mein ganzes Arbeitsleben lang hatte ich keinen 8 Stunden Tag, sondern ich habe immer mehr Stunden gearbeitet. Und, oh Wunder, geschadet hat es mir nicht.
Gerne haben ich auch, zu Zeiten als ich als Angestellter arbeitete, nach Feierabend zu Hause etwas für die Firma vorbereitet. Und das, oh Wunder, ohne auf eine zusätzliche Honorierung zu warten.

Und ja, noch ein Wunder, es hat sich unterm Strich ausgezahlt, positiv bemerkbar gemacht und schlussendlich daher auch gelohnt.

Wieso..

... habe ich das dumme Gefühl das die flexibilität der Arbeitszeit, welche hier gefordert wird, nur den Arbeitnehmer betrifft?

Morgens eine Stunde wegen der Familie oder privaten Terminen später kommen geht gar nicht, aber wenn die Auftragslage mal dünn ist nach 4 Stunden quasi aus dem Büro geworfen werden ist ok?
Und dann natürlich nur die 4 Stunden bezahlen wollen.

Hoch qualifizierter und in der Firma direkt angestellter Leiharbeiter? Warum nicht alle Mitarbeiter gleich als Scheinselbständige anstellen? Auf Abruf, wie es im Gastgewebe schon fast üblich ist. Da spart man sich sogar den bezahlten Urlaub. Vom Weihnachtsgeld will ich da gar nicht reden.

"Arbeitnehmerschutz (...) nicht mehr für unsere digitalisierte Arbeitswelt geeignet", sagte Schmidt."

Vor allem das digitale Baugewerbe, die digitalen Hotel und Gastronomie Beriebe und natürlich auch die digitalen Reinigungsfirmen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen.

Lange überfällig

Ich bin schon lange der Meinung, das man die Arbeitszeit bei gleichem Gehalt auf 30 Stunden pro Woche reduzieren sollte, damit wäre es möglich die Arbeitslosenzahlen drastisch zu reduzieren und Arbeitnehmer hätten mehr Zeit für ihre Familie.

Wer hat denn einen 8-Stunden-Tag?

Also bitte, wer hat denn heute noch einen 8-Stunden-Tag?

Wenn Arbeit erledigt werden muss, dann wird mehr gearbeitet. Und wenn Flaute ist, dann weniger. Ich kenne das nicht anders. Und ich habe jetzt schon ein paar Jahrzehnte auf dem Buckel.

Solange das auf Gegenseitigkeit beruht, ist das auch alles o.K. Sprich wenn der Arbeitnehmer mal kurzfristig frei braucht, weil er einen Termin wahrnehmen muss, ist er auch bereit im Gegenzug gerne mal länger zu arbeiten, oder einen Tag die Woche dranzuhängen.

Nur zeigt die Erfahrung dass mit dem Humanmaterial nicht besonders human umgegangen wird. Entweder du machst das, oder du fliegst. So sieht die Realität leider aus.

Insofern stößt eine solche Forderung auch nicht auf Gegenliebe.

Mehr Flexibilität heißt auch weniger Tarifvertrag, und mehr Freiheit zur Einigung der unteren Ebenen. Und ich bin kein Wirtschaftsweiser.

die Arbeitgeber verstehen nicht

daß man von einer 28 Stunden Bezahlung nicht leben kann? Tja, Glückwunsch, da haben wir eines der grundlegenden Probleme unserer Zeit!
Vielleicht sollten wir einen Ausgleich schaffen: Der Arbeitnehmer wird vom Unternehmer nach tatsächlich geleisteten Stunden bezahlt und die Differenz zur 40 Stunden Woche kommt aus Steuermitteln hinzu, die einzig und alleine Arbeitgeber zahlen. Das wäre doch eine der Raubritter- und Sklavenhaltermentalität in der Wirtschaft angemessene Reaktion.

12:59 von netille

"...über Steueroasen Steuern zu hinterziehen..."

Es ist ja weniger hinterziehen sondern Schlupflöscher nutzen.

Und Hand aufs Herz, welcher Arbeitnehmer hat nicht mal aus "versehen" einen Firmenkuli mit nach Hause genommen, oder eine Packung Ausschuss Papier Papier zur Entsorgung mitgenommen?

Wer hat nicht bei seiner Einkommenssteuer Erklärung schon ein wenig an der Kilometerpauschale geschummelt, den einen und den anderen Krankheitstag vergessen zu berücksichtigen?

Die Liste lässt sich noch lange vorsetzen. Wer alle Fragen mit einem klaren NEIN beantworten kann, der werfe den ersten Stein.
(Ich jedenfalls kann es nicht.)

Typisch Deutschland: Freizeit nix wert

Der Trend geht ja eher in Richtung kürzere, aber intensivere Arbeit (Schweden: 6-Stunden-Tag) und dann kommt ja auch noch die Robotik um die Ecke.
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"Die Arbeitgeber fordern seit längerem, die tägliche Arbeitszeit nicht länger auf acht Stunden zu begrenzen, sondern stattdessen nur noch die bestehende maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden gelten zu lassen"
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Wenn ich beim Frühstück Mails bearbeiten soll und abends nochmal vor einem Bildschirm Platz nehmen muss, um an einer Besprechung teilzunehmen, dann ist auch die Freizeit zwischendrin keine wirkliche Freizeit, weil ich mit dem Kopf ja immer "auf der Arbeit" bin. Mal eben so eine Besprechung am Abend erfordert auch Vorbereitung. Am Ende habe ich offiziell 48 Stunden gearbeitet, war aber über längere Zeiträume in der Arbeit eingespannt, ehe ich endlich sagen kann "Für heute genug, jetzt erhole ich mich".
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Die Führungsetagen müssen besser organisieren statt von Mitarbeitern "Bereitschaft von 7 bis 22 Uhr" zu erwarten.

Ich denke

Es Spielt eine große Rolle ob einem der Job wirklich Spaß macht oder ob man ihn nur des Geldes wegen macht. Betrachtet man nur den finanziellen Reiz sieht es nach Ausbeutung aus, macht einem der Job Spaß und man kann sich darin selbst verwirklichen dann ist die Std Grenze nicht so ausschlaggebend.

Diese Wirtschaftsweisen,

Diese Wirtschaftsweisen, allein die Bezeichnung ist so lächerlich wie das Wort "Wirtschaftswissenschaft", haben wohl gerade bemerkt, dass Sklaverei die Wettbewerbsfähigkeit signifikant erhöht und versuchen sie jetzt Schritt für Schritt wieder einzuführen.

Wär das nicht toll, wenn man Aufstockern einfach nur sagen muss: Hey, arbeite einfach 12 oder 14 Stunden am Tag, dann reicht dein Geld auch für den Monat und du liegst dem Staat nicht mehr auf der Tasche und ein Recht auf ein langes gesundes Leben hast du eh nicht.

Erholungszeit ist wertvoll auch für die Firmen

Erholte und ausgeglichene Mitarbeiter sind effizienter, umgänglicher und gehen mit Problemen besser um. Warum man nicht überlegt, wie man diesen Zustand erreichen könnte und stattdessen überlegt, wie man Arbeitnehmer besser "verbrauchen" kann, ist mir ein Rätsel. Effizienz ist doch so viel mehr Wert als ein Stand-by von früh bis abends, so als könnte man Arbeit heute nicht mehr organisieren.

Nach "fest" kommt "ab" !

"Dies würde nicht nur den Firmen helfen, sondern auch den Mitarbeitern, die mit der digitalen Technik flexibler arbeiten könnten".

Und wenn er das gar nicht möchte, der Mitarbeiter ? Was wenn er die Zeit nach 18:00 Uhr seiner Familie, seinem Hobby oder seiner Erholung widmen möchte, weil dies MINDESTENS eben so wichtig ist, wie die Renditeerwartungen seines Arbeitgebers ?

Nun ist es aber gerade bei mir/uns (Logistik-Konzern) so, dass wir aktuell einen absoluten AN-Markt haben und WIR uns (Im-Export-Mitarbeiter mit jahrzehntelanger Erfahrung und engster Kundebindung) die Jobs mittlerweile aussuchen können.

Gerade haben Geschäftsführung und Vorstand den Appell bzw. die Warnung ausgegeben, "haltet die Mitarbeiter, haltet die Mitarbeiter". Neue Mitarbeiter "mit vergleichbarer Ausbildung, Erfahrung und Bereitschaft, stellt der Markt nicht mehr zur Verfügung" !

Man sollte nicht vergessen, dass mit vielen wertvollen und erfahrenen AN auch ein Teil der Kundschaft geht, gehen würde !

Wir können zwischen 06:00 und

Wir können zwischen 06:00 und 20:00 Uhr arbeiten. 7,6h sind Pflicht. Bis zu 10 Stunden kann man arbeiten, wenn man innerhalb einer bestimmten Zeit wieder auf den 7,6h Durchschnitt kommt. Heißt dann Freizeitausgleich. Bis +/- 60 Stunden dürfen auf dem Arbeitszeitkonto sein. Das ist genau das was das Arbeitszeitgesetz hergibt. Das ist ok, daran sollte nicht gerüttelt werden.
Mehr Flexibilität brauchen wir nicht.
Es gibt für die meisten auch noch ein Leben nach Feierabend.

Die sogenannten Arbeitgeber

Die sogenannten Arbeitgeber sprechen in schamloser Heuchelei von Flexibilität aber meinen damit nur ständige Verfügbarkeit.

Aber solange die Arbeitskraft-in-Anspruch-Nehmer als "Arbeitgeber" bezeichnet werden und diejenigen, die von ihrer Arbeitskraft einen Mehrwert abgeben " Arbeitnehmer" genannt werden, werden diese sogenannten Arbeitnehmer aus lauter Dankbarkeit gegenüber ihren Herren und Glaube an die heilige Wettbewerbsfähigkeit jeden Abbau ihrer Rechte begrüßen, bis ihr Vorarbeiter wieder eine Peitsche in der Hand hat.

13:03 von erdbeere23

"Ich erinnere mich an den Wahlkampf-Slogan vergangener Tage "Arbeit muss sich wieder lohnen"."

Damit war gemeint dass ein Mensch der einer Arbeit nachgeht mehr Geld zur Verfügung haben sollte als ein Arbeitsloser oder Sozialgeld Empfänger.
Auf keinen Fall war gemeint dass man nur 20 Std in die Firma spielen geht und dafür ein fürstliches Gehalt mit nach Hause nimmt.

Schmarn ...

Ich hab heute morgen noch einen Vortrag über den Abstieg des Mittelstandes gesehen, weiß leider nicht mehr wo, in dem wurde in einer Grafik gezeigt das der Arbeiter in Deutschland seit etwa Agenda 2010 nicht mehr am Wachstum der Industrie teilnimmt . Jetzt wollen uns diese Weisen aus dem Gewinn Land erzählen das die Wirtschaft mehr als 8 Stunden braucht um Konkurenzfähig zu bleiben ? Was wollen die Unternehmen den noch ? Eine Aufweichung der 35 Stunden Woche in der Met.Industrie ist doch seit 2008 schon Fakt, Flexibel soll man jetzt sein und Steuern Zahlt eh kaum einer ( Abschreibung) und die Betriebskosten sind verbilligt(Strom, Wasser, Abeasser). Als Beispiel meine Frau , Alter 50 Jahre, Seit 5 Jahren im Betrieb X mit etwa 50 Mitarbeitern vollbeschäftigt 40 Stunden, kein BR, kein Url.- u. Weihnachtsgeld die Überstunden werden abgefeiert nicht Bezahlt, es wird verlangt auch Arbeitsfremde Tätigkeiten zu erledigen. Das ist die Realität. Dieses System fliegt uns bald um die Ohren.

Weise?

Wieso heissen diese Wirtschaftslobbyisten Weise. Wer ernennt eigentlich diese "Weisen"? Man braucht sich nur weise zu nennen selbst wenn man es nicht ist und schon überschlagen sich die Medien. Gibt es auch Arbeitnehmerweise? Vielleicht sollte man solchen Lobbyisten keine so große Bühne bieten. Was kommt als nächstes, steichen der Feiertage die nicht auf einen Sonntag fallen und nur noch 7 Tage Urlaub damit Deutschland wettbewerbsfähig bleibt?

aha

"morgens beim Frühstück seine Mails liest"

Also arbeiten während der Freizeit, da merkt man, wes Geistes Kind das ist. Arbeiten rund um die Uhr .. soll gesetzlich okay sein.
Nein, das ist NICHT okay.
Flexibilität heißt da immer, dass der Arbeitnehmer flexibel sein soll, niemals der Arbeitgeber. Schlecht verhohlene Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte zwecks Gewinnoptimierung.

@ Rabe-

Ist der 8 Std Tag veraltet. Jeden Morgen um 7 ist die Autobahn verstopft um 16 Uhr ebenso. Wer heute schon flexibel arbeiten kann tut dies auch. Die Gewerkschaften verschlafen das Thema.
Und WAS hat Ihre Aussage mit den 8Std Tag gemeinsam? Falls es Ihnen noch nicht entgangen ist, ein durchschnittlicher Tag hat 24Std und nicht 8. Zudem bin ich zB während Sie um 7:00Uhr im Stau stehen schon 1Std am arbeiten mache dafür aber entsprechen zu einer früheren Uhrzeit Feierabend. Komisch ist im übrigen, dass lediglich die Arbeitnehmer immer flexibler nach oben werden sollen, während die Arbeitgeber in der Flexibilität der Löhne nur den Weg nach unten kennen (Längere Arbeitszeit=weniger Überstundenzulage)

Mir scheint...

...die Verbände wie z.B. die IG Metall wissen überhaupt nicht, in welch einem Paradies ihre Mitglieder eigtl. leben. 8h? Das habe ich seitdem ich wieder in D bin & im DaF-Bereich arbeite nicht erlebt.

Ich beginne um 8:30 Uhr & beende die Arbeit um 18:15 Uhr, minus 1h Pause sind knapp 9h (Mo. - Fr.). Wenn ich zu Hause bin, geht es direkt unbezahlt weiter mit Nachbereitung des abgelaufenen Unterrichtstages mit Korrekturen & Vorbereitung für den nächsten Unterrichtstag. Ich sitze bis teilweise 2 Uhr morgens am PC, da ich nicht unvorbereitet am nächsten Tag vor der Klasse stehen kann. & wenn mal ein Kollege/in am WE ausfällt, muss ich auch ran. Der Lohn für mich als Lehrer im DaF-Bereich beläuft sich auf 10,31 €/h (netto), das sind effektiv ca. 50 € mehr als HartzIV, aber defacto weit weniger, da ich als AN die KiGa-Gebühren für meine Tochter (150 €) & natürl. die Fahrtkosten (ca. 200 €) selbst tragen muss.

Nochmal: Die Leute wissen teilw. nicht, in welchem Paradies sie eigtl. leben.

Ja, ihr Wirtschaftsweisen,

Ja, ihr Wirtschaftsweisen, die mangelnde Flexibilität des Humankapitals ist das Problem, es muss so flexibel sein wie Finanzkapital.

Warum sollte man auch versuchen, die wuchernde Leiharbeit auf das ursprüngliche Maß zurück zu führen, ist doch super Leute ständig rauswerfen können, super flexibel und Flexibilität ist toll.

Die, die die Suppe kochen sollten mal davon kosten....

"..Auch die Ruhezeit zwischen zwei Arbeitstagen solle von elf auf neun Stunden verkürzt werden..." Also, wenn ich Abends für 22 Uhr arbeite bin ich ca. 23:30 zu Hause. Nächten Tag beginne ich wieder um 9:00 Uhr. Ausstehen muß ich um 7:00, da ich um spätestens 7:45 aus dem Haus muß. Nach dem geforderten Modell müsste ich dann wieder um 7:00 mit der Arbeit beginnen. Müsste also um 5:45 aus dem Haus. Aufstehen also um 5:00 (Dusche fällt dann aus). Hm, dann bleibe ich doch lieber in Firma über Nacht, so bekomme ich dann wenigsten etwas schlaf. Ach so, das alles natürlich zum normalen Lohn. Bis 22:00 Uhr ist ja keine Nachtarbeit. Was für geldgeile, Menschen verachtende Gewinnoptimierer denken sich on Scheiß eigentlich aus?

Wirtschaftweise

Jaja, das hört sich toll an.

Allerdings könnte der Rat der Wirtschaftsweisen auch nur aus einer Person bestehen. Es sind lediglich 5 mal die selben wirtschaftspolitischen Ansichten, die nur ein wenig unterschiedlich formuliert werden.

Mann sollte ...

... eher überlegen, wie man verhindert dass es in Zukunft nur eine handvoll Konzerne weltweit gibt, die sich eventuell sogar noch inoffiziell absprechen.

Ich würde gerne auch echte Konkurrenz bei den Großkonzernen wieder sehen und nicht bloß bei den Mini-, Klein-, Mikrounternehmen.

Also im Endeffekt, wie man die Mega-Großkonzerne wieder aufspaltet und schrumpfen läßt.

Das wäre ein dringendes Problem der Wirtschaftspolitik & der -weisen IMHO!

@ wibo

"Also arbeiten während der Freizeit, da merkt man, wes Geistes Kind das ist. Arbeiten rund um die Uhr .. soll gesetzlich okay sein. Nein, das ist NICHT okay."

Sie haben zwar prinzipiell Recht, aber leider bereits in vielen Branchen staatlich gefördert die Realität.

"Flexibilität heißt da immer, dass der Arbeitnehmer flexibel sein soll, niemals der Arbeitgeber. Schlecht verhohlene Aushöhlung der Arbeitnehmerrechte zwecks Gewinnoptimierung."

Sie haben es messerscharf erfasst. Freuen Sie sich daher auf die Jamaika-Koalition, denn dann werden mit der Zeit nahezu alle Branchen in den Genuss dieser Flexibiltät kommen können.

P.S.: Ich habe links gewählt, um diesem ganzen marktliberalen Quatsch meine Stimme dagegen zu halten. Der freie Markt löst nicht die Probleme, er ist definitiv das Problem und zwar das allergrößte!

eMails zum Frühstück

Nun ja, ich lese schon seit Jahren noch kurz vor Mitternacht oder morgens beim Frühstück dienstliche eMails. Nicht weil mein Arbeitgeber das in irgendeiner Form fordern würde, sondern weil es mir schlicht hilft meinen Arbeitsalltag so zu organisieren, dass ich, wenn mir danach ist und die Situation es zulässt, manches entspannt am Frühstückstisch mit der Kaffeetasse in der Hand erledigen kann und erst zu weit vorgeschrittener Morgenstunde im Büro aufschlage.
Wenn Flexibilität in beide Richtungen funktioniert und ein Grundgerüst an Regeln sicherstellt, dass es dabei fair zugeht und im Zweifel unterm Strich wirklich beide Seiten profitieren spricht nichts gegen mehr Freiheit. Statt auf starren Regeln die schon jetzt nicht mehr zur Arbeitswirklichkeit vieler Beschäftigten passen zu beharen wären die Gewerkschaften also eigentlich aufgrufen Ideen für moderne, zukunftsfähige Arbeitszeitregelungen zu entwickeln, die Arbeitnehmerrechte schützen ohne die Flexibilität unnötig zu beschränken.

Für einige Posten ...

... und Branchen könnte man ja über Tarifverhandlungen oder Arbeitsvertrag solche flexiblen Modelle umsetzen. Aber so etwas allgemeingültig zu machen ist Murks. Denn das würde bedeuten, daß ich dem Arbeitgeber (auch als Fließbandarbeiter o.ä.) 24h/7 zur Verfügung stehen muss. Nein danke, das kenne ich alles schon aus div. Jobs. Da soll man von der Spätschicht in die Frühschicht, unetwegt ruft irgendeiner zu den unmöglichsten Zeiten an um mir "Wichtiges" zu erzählen. Oder man soll an freien Tagen oder Zeiten zur Arbeitstelle gehen um an einer Teambesprechung o.ä. teilzunehmen oder irgendwas abzuzeichnen, natürlich unbezahlt. Und so weiter und so fort.
Nee, nee - für den Ottonormalverbraucher ist das nichts. Darüber könne wir gerne nochmal reden, wenn der Großteil aller wertschöpfenden Arbeit tatsächlich von zu Hause getätigt werden kann. Also frühestens so gegen 2100 ...

geht doch schon

Als jemand der fast sein ganzes Leben selbständig gearbeitet hat in einem Jon der mir zumeist auch noch Spaß macht, kann ich einfach sagen: "klar". Auch heute sagen ich meine Mitarbeitern, dass es egal ist, wie viel sie arbeiten, solange die Kunden zufrieden sind. Die haben auch keine Probleme damit mal abends oder am Wochendende zu arbeiten um dann mal donnerstags ins Wochenende zu gehen oder einen Nachmittag an den See. Ich denke, es ist eine Frage von Leben und leben lassen bzw. Tolleranz zwischen den unterschiedlichen Interessen. Man sollte auch nicht auf die tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit schauen sondern eher in größeren Zeiträumen denken und zudem die Mitarbeiter mehr direkt am Erfolg der Firma beteiligen. In größeren Firmen gibt es Gleitzeitkonten... Ich denke, wenn der AG ein attraktives Angebot macht, ist der AN auch bereit flexibeler zu werden. Aber per Gesetz ist das einfach nur schäbig.

Mein Ansatz: Norwegen als Vorbild!

Anstatt das Humankapital immer mehr zu optimieren, bin ich dafür den durch die Globalisierung nach Deutschland gespülten Reichtum den Bürgern auch teilweise wieder zurück zu geben. Norwegen ist hierfür ein Paradebeispiel: die immensen Gewinne aus dem Öl- und Gasgeschäft bleiben ja nicht bei den staatlichen Energieriesen hängen, sondern werden breit in der Bevölkerung gestreut. Auch das Gehaltsniveau ist entsprechend exorbitant im Vergleich mit Deutschland. Immer wieder höre ich das es um die "Sicherung der Arbeitsplätze" und des "Standortes Deutschland" ginge. Und tatsächlich: es gibt ständig mehr sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse. Diese werden aber im Durchschnitt ständig weniger gut bezahlt, schließlich produziert die "Konkurrenz" (manchmal innerhalb desselben Konzerns) billiger im Ausland! In vielen Branchen sind die realen Einstiegsgehälter heute niedriger als vor 20 Jahren, bei deutlich gestiegenen Anforderungen.

6:00 bis 20:00

Das ist für Sie sehr schön, den Tag können Sie dann ja verplanen aber der Arbeiter in der Produktion/Bandarbeit soll ja wenn Nachfrage ist die Maschinen 10 Stunden am laufen halten und wenn weniger Nachfrage ist Heute 6 Stunden die nächsten Tage 7 Stunden oder gar zu hause bleiben, immer so wie sein Arbeitszeitkonto das hergibt nur nicht wie er will.

@ SydB

"Auf keinen Fall war gemeint dass man nur 20 Std in die Firma spielen geht und dafür ein fürstliches Gehalt mit nach Hause nimmt."

Will doch auch keiner. Aber Fakt ist auch, dass deutsche Unternehmen in Deutschland derzeit paradiesische Urstände feiern. Unsere Arbeitnehmerrechte dümpeln wieder auf dem Niveau der 70er Jahre. Was hierbei nur als vorübergehende Maßnahme gedacht war, um es unserer Wirtschaft zu erlauben, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht vom Markt zu fallen, wird mittlerweile von unseren hiesigen Unternehmen als Dauermaßnahme missbraucht (Stichwort hierzu auch Lohndumping in der EU-Zone).

Sagen wir es doch so, wie es ist: Mittlerweile schultern viele AN in Deutschland nahezu jedes unternehmerische Risiko, das man auf sie abgewälzt hat. & der Staat unterstützt dieses System weiterhin, da er dank Unternehmenssteuer davon mehr profitiert.

Im Prinzip stützen also die AN dieses System in zweifacher Hinsicht und sind damit die "gear...ten".

@ 13:06 von SydB

Mein ganzes Arbeitsleben lang hatte ich keinen 8 Stunden Tag, sondern ich habe immer mehr Stunden gearbeitet. Und, oh Wunder, geschadet hat es mir nicht.
Gerne haben ich auch, zu Zeiten als ich als Angestellter arbeitete, nach Feierabend zu Hause etwas für die Firma vorbereitet. Und das, oh Wunder, ohne auf eine zusätzliche Honorierung zu warten.

Und ja, noch ein Wunder, es hat sich unterm Strich ausgezahlt, positiv bemerkbar gemacht und schlussendlich daher auch gelohnt.

Ich glaube Ihnene gerne, dass Ihnen diese Flexibilität geholfen hat.

Es müssen aber auch die Menschen berücksichtigt werden, die damit nicht zurecht kommen. Ich befürchte das ein grosser Prozentsatz der Arbeitnehmer eben nicht fähig ist das eigene Leben so gut zu organisieren das sie keine Nachteile haben oder sich selbst ausnutzen.

Abgesehen davon: Wenn JEDER so arbeitet wie Sie hat NIEMAND mehr Vorteile dadurch, es ist dann Standard.

unsozial

Diese Forderungen sind unsozial sowie gefährlich:
1. 9 Stunden zwischen zwei Schichten, tja je nach Anfahrtszeit bleiben nur 4h Schlaf. Dies ist unphysiologisch, macht krank und die Gefahr von Unfällen oder Fehlern steigt exponentiell an.
2. So was macht die Familien noch mehr kaputt, oder bekommt dann jeder spontan eine Familienhilfe bis abends 23 Uhr wenn man mal eine Telefonkonferenz ansteht. Auch hier gilt, das mangelende Strukturierung gern zu Stoffwechselerkrankungen wie z. B. metabolischem Syndrom führt. Wahrscheinlich greifen alle zu mehr Fastfood oder Fertiggerichten, ist ja soooo gesund.
3. Viele Vereine oder sonstige Aktivitäten sind kaum noch durchführbar weil dauernd wer nicht kann.
Alles ausser bei einem Notfall mit Gefährdung von Mensch oder Umwelt kann auch warten. Das hat Jahrtausende gut funktioniert.

Wow

Da hat sich aber ein Rhetorik-Team mal wieder einen abgewürgt, diese Forderungen verbal positiv rüberkommen zu lassen, daß es ans Lächerliche grenzt:
"Flexibilität", "veraltet", "Lockerung von Gesetzen", "Sicherheit", usw. - immer wieder erbaulich, für wie naiv die Bevölkerung gehalten wird - nicht nur beim Wahlkampf...

Wo soll das noch hingehen?

Gewerkschaften kennen nur eine Linie: Immer weniger Std., mehr Lohn. Irgendwann fordert die IG-Metall: 0 Stundenwoche mit vollem Lohnausgleich, damit ein betriebl. Grundeinkommen. Frage ich doch die IG Metall: Warum müssen Arbeitnehmer immer weniger arbeiten? Sind sie körperlich schwächer als sonst, geistig nicht mehr so fit, wenn sie 35 Std. arbeiten, oder sind sie unzufrieden, weil sie nicht genug Freizeit haben, um angeln zu gehen. Was ist nur los in den Köpfen der Gewerkschaftler. Was bieten Gewerkschaften eigentlich als Gegenleistung an? Keinen Streik? Müssten Gewerkschaften nicht mal konstruktive Vorschläge machen, wie Arbeitsplätze erhalten bleiben, wie das Lohn-, Arbeitszeit- und Beschäftigungssystem den Bedingungen des 21. Jhd. gerecht wird. Wie man der chinesischen Konkurrenz z. B. beim Stahl begegnen kann. Höhere Löhne, Lohnausgleiche bringen Kosten, die immer die Preise hoch treiben. Führt zwangsläufig zur Standortfrage, Betrieb und Arbeitsplätze weg. Gute Nacht IG Metall

Schon erschreckend,

wie sich hier sofort reflexartig die uralten Gräben Proletarier/Ausbeuter auftun !
Am Thema flexibler Arbeitszeiten wird in Zukunft definitiv kein Weg vorbeigehen, wir sollten uns besser schnellstens mit einer vernünftigen Ausgestaltung der Thematik beschäftigen. Oder halt in Kauf nehmen, dass wir längerfristig in der Weltwirtschaft keine Rolle mehr spielen werden .

Beide Seiten brauchen Vorteile

Mehr Flexibilität gerne, aber nur wenn es beiden Seiten hilft.

Ein Grundvoraussetzung dieser Arbeitsweise MUSS z. B. sein, das Smartphone in der Freizeit auch abschalten zu dürfen.

Wenn diese Flexibilität nur dazu dient rund um die Uhr erreichbar zu sein, weil der Chef nicht in der Lage ist eine vernünftige Personal- und Arbeitsplanung zu betreiben, dann lehne ich diese Arbeitsart ab.

Es wird dann noch öfter dazu kommen, dass Kunden von Dienstleistern Freitag Mittag einen Auftrag geben, den sie bis Montag Morgen bearbeitet haben wollen.
Dienstag bis Donnerstag bespricht der Kunde dann intern die Ergebnisse dieses Auftrags und gibt Freitag einen neuen.

Schöne neue flexible Welt.

In welchem Universum leben die denn?

Das was sie fordern ist doch heute in vielen Firmen gang und gebe. E-Mails Morgens, Abends, am Wochenende und im Urlaub zu lesen und zu beantworten. Und das ohne die Zeit angerechnet wird. Oder auch Telefonsupport im Urlaub. Wenn es jetzt "offiziell" gemacht wird, wird es noch schlimmer. Und denn 8 Stundentag gibt es doch auch schon lange nicht mehr in vielen Bereichen. Diese Weisen haben 100% keine Ahnung was schon heute in vielen Firmen getrieben wird.

Für Flexibilisierung

Als Wissenschaftler und Uni-Prof. habe ich bereits die Situation, dass ich mehr Stunden arbeite aber dafür recht flexibel bin. Verstehe natürlich, dass viele Personen nicht möchten, dass Arbeitnehmerrechte aufgeweicht werden - selbst würde ich allerdings sogar eine flexible 60 Stunden Woche keinesfalls gegen eine starre 40 Stunden Woche tauschen wollen. Vielen Mitarbeitern und Kollegen geht es genauso. Damit will ich nicht Arebeitszeitverlängerungen unterstützen sondern klarmachen, dass die individuellen Bedürfnisse sehr unterschiedlich sind und eine Flexibilisierung wünschenswert ist.

@Rabe-, 12:33

"Natürlich ist der 8 Std Tag veraltet. Jeden Morgen um 7 ist die Autobahn verstopft um 16 Uhr ebenso. Wer heute schon flexibel arbeiten kann tut dies auch. Die Gewerkschaften verschlafen das Thema."

Klar, die Gewerkschaften leben ja noch in der Nachkriegszeit und haben auch nicht den geringsten Schimmer, was heute so abgeht.

Dabei unterschlagen diese Wirtschaftsweisen, dass der 8-Stunden-Tag heute bereits in vielen Branchen passe' ist und Flexarbeit sowie Arbeit auf Abruf auch gesetzlich geregelt sind.
Damit sind auch die Nachteile dieser so irre modernen Arbeitszeiten offensichtlich geworden. Anstatt planbar - dank fester Arbeitszeit - über seine Freizeit verfügen zu können, verharren Arbeitnehmer nun in täglicher Dauerbereitschaft für den Betrieb.
Mit dieser erhöhten Verfügbarkeit kommt der Betrieb mit weniger Personal aus und hat noch eine zusätzliche Ersparnis, wenn er nur die Einsatz-Zeiten vergütet.

Tja, über Freizeitwert und Bezahlung der Arbeitnehmer wurde nicht gesprochen

Kinder kriegen und Tag und Nacht arbeiten...........

Der Acht-Stunden-Tag ist sicherlich veraltet, aber gewisse feste Kernzeiten sind festzulegen insbesondere in den mittleren und unteren Chargen. Es ist nichts dagegen einzuwenden wenn im Topmanagement die Arbeitszeiten völlig flexibel sind, dafür wird man auch entsprechend bezahlt. Völlig flexible Arbeitszeiten sind, insbesondere wenn beide Partner arbeiten oder gar wenn es schulpflichtige Kinder gibt, nicht möglich. Nachdem die Arbeitgeber festgestellt haben das Arbeitskräfte aus Nicht-Europäischen Ländern erst nach vielen Jahren, siehe Bericht Schweiz, arbeitsfähig und willig sind, interessiert man sich wieder für die Geburtenzuwachsrate. Dann aber muss man auch bereit sein dies zu berücksichtigen in den Arbeitskonditionen. Übrigens man hört nichts von den Kirchen, wo ist denn ihre gesellschaftliche Verantwortung.

Ruhezeiten

Einer der Vorschläge betrifft die tägliche Ruhezeit: sie soll von 11 auf 9 Stunden verkürzt werden. Wie soll ein Berufspendler das verkraften können? Außerdem ist im außertariflichen Bereich die geforderte Flexibilität bereits heute Usus, inkl. nächtliche Rufbereitschaft und ggfls Wochenendeinsätze. Ich bezweifle auch das es sinnvoll wäre jemanden täglich "am Stück" länger als 10 Stunden arbeiten zu lassen. Die Wirtschaftsweisen sollten sich besser Gedanken machen, wie die Arbeitswelt wieder lebenswerter gestaltet, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestärkt werden kann. Flexible Arbeitszeiten kann da ein Modell sein, zB das Mitarbeiter ihre Arbeit zT im Home-Office verrichten. Genau dies ist aber für die meisten Arbeitgeber ein rotes Tuch!

Ich bin erwachsen. Ich

Ich bin erwachsen. Ich brauche weder die Führung von Mama und Papa, noch die Vorschriften und Regelungen von Politikern und Gewerkschaften, die mich nicht für voll nehmen. Wenn ich 9 Stunden am Tag arbeiten will, weil ich gerne mehr Geld zur Verfügung hätte, so ist das meine Angelegenheit.

Ohne Tarifvertrag in freiwilliger Selbstausbeutung

Seit Jahrzehnten habe ich eine Arbeitswoche mit mindestens 50 Stunden - es können auch mal 70 oder 80 werden.

Ich habe das Gefühl, vielen Deutschen geht es viel zu gut.

Deutsche Stärken

Ein ausgeruhter und motivierter Arbeitnehmer war früher die Stärke der deutschen Wirtschaft. Dazu kam ein hoher Ausbildungsstand und eine enge Bindung an das Unternehmen. Zufrieden war der Arbeitnehmer vor allem, da es seiner Familie gut ging, er sich Kinder leisten konnte und manchmal auch etwas Luxus wie Urlaub.

Heute versucht "die Wirtschaft" kurzfristige Gewinnmaximierung durch prekiären und kurzzeitige Arbeitsverträge. Statt die Aufgaben des Mitarbeiters fair zu bemessen wird immer mehr auf den Einzelnen abgewälzt. Statt einen Führung, die Fragen beantwortet oder Verantwortung übernimmt, werden Hierachien abgebaut und der vertraute Vorgesetzte durch "Zielvereinbarungen" ersetzt.

Ausbeutung der Menschen als Wettbewerbsvorteil ist eine Stärke der Entwicklungsländer und z. T. der VSA. Wir sollten uns auf unsere deutschen Tugenden besinnen, denn die sind seit fast 200 Jahren weltweit erfolgreicher!

Wirtschaftsweise rütteln am Acht-Stunden-Tag.....

Sie kennen offenbar keine Hemmungen,die hochdotierten Wirtschaftsweisen.Sie kommen mit Begriffen wie "veraltet,Lockerungen",wenn es darum geht der Bevölkerung weniger Freiheit und mehr Druck zu bescheren.
Gerechter würde es zugehen,wenn diese "Experten" in die Lage kommen würden,ihre eigene Medizin zu schlucken.Dem unterworfen würden,was sie selbst anstreben.

Grosser Ausgleich nötig

Eine Gewinnbeteiligung als Bonus, wie das den Leitern grosser Unternehmen zusteht, wäre vielleicht ein guter Ausgleich für eine Flexibilisierung. Warum sollten nur Aktionäre und der CEO an der Gewinnsteigerung durch Flexibilisierung teilhaben?

Grundsätzlich muss ich aber auch zugeben, durch solche Flexibilisierungsmassnahmen ist es viel leichter möglich eine Stelle mit zwei Teilzeitarbeitern zu besetzten. Das könnte Alleinerziehenden, Müttern und Vätern helfen Kind und Beruf miteinander zu vereinbaren.
Obwohl ich mir sicher bin, dass durch solche Arbeitszeitänderungen die Geburtenrate weiter sinkt.

Da haben die "Weisen" aus dem Abendland recht:

Der Acht-Stunden-Tag sei "veraltet".

6 Stunden an 4 Tagen / Woche reichen völlig aus, alles was darüber hinaus geht sollten Überstunden sein.

Segen und Fluch

Ich kann nur für mich sprechen: Freie Arbeitszeiteinteilung in jeder Beziehung. Heißt, heute bei Regenwetter am Schreibtisch zu sitzen, morgen Nachmittag und Abend ins Büro, am Dienstag dann vielleicht im Garten werkeln = super. Aber: Trotz Gartenarbeit vorher schnell noch 'ne E-Mail und zwischendurch ein paar wichtige Telefonate --> Erfassung als Arbeitszeit i. d. R. = Null.
Bei Güterabwägung überwiegen für mich persönlich die Vorteile. Bei anderen Voraussetzungen droht die Gefahr, daß "ausgefranste" Arbeitszeiten zu unbezahlter Mehrarbeit führen. Dies als Kalkül darf nicht die Absicht hinter Flexibilisierungsbestrebungen sein.
Andererseits "flexibilisieren" heute anscheinend viele Arbeitnehmer ihre Jobs in Eigenregie, indem sie sich während der Arbeitszeit privat im Internet und sozialen Netzwerken aufhalten, ihre Zeit dadurch stark segmentieren und (Ergebnis wissenschaftlicher Untersuchungen) dadurch nicht in einen Flow kommen.

Unterschied

Es ist ein Unterschied, ab Arbeitnehmer und Arbeitgeber sich flexibel vereinbaren oder ob der Arbeitgeber das Recht hat, den Arbeitnehmer flexibel zu planen.

... und nun stell sich jemand

... und nun stell sich jemand vor, CDU/csu und fdp könnten frei schalten und walten am Sondierungsgesprächstisch. Die Grünen sind facher ein wichtiges Gegengewicht, auch für Menschen, die sie nicht gewählt haben.

@ Albert

"Am Thema flexibler Arbeitszeiten wird in Zukunft definitiv kein Weg vorbeigehen..."

Solange es fair geregelt ist, spricht rein gar nichts dagegen. Im Gegenteil!

Aber in vielen Branchen ist die Flexibiltät eine Einbahnstraße, die von den Unternehmen zunehmend missbraucht wird, um das unternehmerische Risiko auf die AN abzuwälzen. Aber ich bin eigentlich nicht deswegen Angestellter, weil ich das unternehmerische Risiko tragen möchte, denn dann wäre ich lieber Selbstständiger geworden!

Außerdem: Wo ist denn ihre Schmerzgrenze? Ab wann müssten wir denn auch ihrer Meinung nach eine Grenze ziehen. Denn im stetigen Wettbewerb der Unternehmen kennen die Arbeitnehmerrechte seit mehr als 20 Jahren nur noch eine Richtung: nach unten! Wie weit sollen wir die Arbeitnehmerrechte zu Gunsten unserer Unternehmen nach unten schrauben? Wieder zurück in den Zustand des 18. und 19. Jhr. vielleicht? Oder gar ins bronzezeitliche Ägypten?

Ich fürchte, dafür sind unsere Vorväter damals nicht gestorben!

Ja, total veraltet.

Ja, total veraltet. Mittelalterlich. 4 Stunden tägliche Arbeitszeit ist die Zukunft. Hoppla, ich glaube die Unternehmer meinen was anderes. Aber wenn ich mir überlege, für wieviel Überfluss (Dinge die kaputt gehen sollen) ich arbeiten soll, sehe ich einfach keinen Sinn in dem Mythos, Arbeit sei unsere Zukunft.

Schlechte Arbeitsplanung

Da hat ihr Arbeitgeber aber eine schlechte Personalplanung, wenn doe Arbeitnehmer im Dauerüberstundenstress sind.

@14:31 Uhr: Frank61

Mit Verlaub, Herr Professor: Arbeitsbedingungen in der akademischen Welt haben sehr sehr wenig mit denen in der sog. "Freien Wirtschaft" aber auch mit denen im übrigen öffentlichen Dienst zu tun. Das gilt nicht nur für die tägliche Arbeit, die ja sogar gerne zusätzlich von zu Hause oder am Wochenende erledigt wird (Vorlesungen vorbereiten, paper oder Anträge schreiben etc.), sondern auch für die Lebensarbeitszeit. Ich kenne in dem Metier kaum jemanden der NICHT beklagt das mit 65 Jahren Schluss sein soll! Viele versuchen deshalb sogar die Altersgrenze irgendwie zu umgehen, zB durch eine Professur im angelsächsischen Raum. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen weiterhin arbeitsreiches Forschen und Lehren ! Möge es doch auch andere so gut haben ...

@um 14:19 von AbseitsDesMains...

"... denn die sind seit fast 200 Jahren weltweit erfolgreicher!"
Sie meinten natürlich seit ca. 60 Jahren. Davor war der dt. Arbeitnehmer auch nicht besser dran als der Rest der Welt.
Desweiteren ist zu beachten, daß viele Arbeitnehmerrechte, die heute als selbstverständlich gelten, hart und teilweise blutig erkämpft werden mußten. Gegen den Widerstand der Konzerne und rechtskonservativ. Politiker. Eine große, wenn nicht gar wichtigste Rolle nehmen auch die beiden Weltkriege ein, in denen die alten Hierachien größtenteil über den Haufen geworfen wurden und neue Gessllschaftsmodelle abseits von Ausbeutung und Unterdrückung möglich wurden.

@6 Stunden an 4 Tagen 14:35 vom kommentator_02

"/ Woche reichen völlig aus, alles was darüber hinaus geht sollten Überstunden sein."

Das stimmt zwar, nur werden Überstunden kaum noch bewilligt/bezahlt
und bei vielen gelten sie mit dem Gehalt als abgegolten.
So ist die marktwirtschaftliche Realität leider.

Solange sie nicht zu den 5% Profiteuren dieser Wirtschaftsweise gehören,
mögen Sie evtl. sogar weise sein, im Geldbeutel allerdings eher Waise. ;-)

Seltsam, dass..

...sich die Arbeitnehmerschaft -im Übrigen- schon seit Jahren nicht deutlicher und vehement gegen die Forderung der s.g. Wirtschaftsweisen wehrt. Schon der Titel 'Wirtschaftsweisen' soll suggerieren, dass bei den Herrschaften unermesslich hohe Sachkompetenz vorliege. Ein Witz! Hier findet nichts anderes statt, als die knallharte Vertretung von Arbeitgeberinteressen

Weiters. Das Arbeitsvolumen nimmt seit Jahren ab. Das bedeutet bei längerer Arbeitszeit des Einzelnen --> Mehr Arbeitslosigkeit. Aber dies verschweigen die 'Weisen' geflissentlich.
Dabei ist das einfachste Mathematik.

Burnout

Ich arbeite derzeit 50-60 Std. die Woche, weil mir die Arbeit Spaß macht und ich mit Steuerklasse 1 ohne Überstunden einfach nicht auf ein Einkommen komme, das mir reicht. Aber jetzt auch auf die elf Stunden Ruhezeit zu verzichten, das macht doch kein Kreislauf mit! Und wieviele können überhaupt von sich behaupten, dass ihnen ihre Arbeit Spaß macht?

Seit Jahren kann man beobachten, was zu Burnout und Depression führt: Stress, fehlende Möglichkeit, abzuschalten, ständige Erreichbarkeit und schlechtes Arbeitsklima. Und jetzt will man genau das vorantreiben. Toll!

Die Anforderungen auf dem

Die Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt steigen. Manchmal wird die Produktion verlagert, manchmal weckrationalisiert sprich Industrie 4.0. Manchmal produziert ein Unternehmen wie zwei mit neuen Werkzeugen, Robotern, Komputern, künstlicher Intelligenz, so dass ein zweites schließen muss. Arbeitnehmer müssen Zeit haben um sich an die neuen Herausforderungen anzupassen, oben genannte Szenarien gehören dazu, oft sogar so, dass man einen anderen Beruf erlernen muss. Wenn man 40h/Woche Arbeitet, dann ist es schwierig. Die Wochenarbeitszeit muss reduziert werden oder das Einkommen so für alle gestaltet werden, dass man nach 2Tage die Woche arbeiten die Miete, das Essen und die grundlegenden Sachen des täglichen Bedarfs bezahlen kann.

@ 14:16 von heinrichg

Ich bin erwachsen. Ich brauche weder die Führung von Mama und Papa, noch die Vorschriften und Regelungen von Politikern und Gewerkschaften, die mich nicht für voll nehmen. Wenn ich 9 Stunden am Tag arbeiten will, weil ich gerne mehr Geld zur Verfügung hätte, so ist das meine Angelegenheit.

Natürlich ist das Ihr gutes Recht. Das haben Sie jetzt schon. Sie können problemlos 10 Stunden jeden Tag arbeiten wenn genügend Arbeit vorhanden ist. Das ist mit dem Gesetz und den Gewerkschaften abgedeckt.

Wenn sich der Ratschlag der "Wirtschaftsweisen" aber durchsetzt, könnte es so werden, dass Sie nur noch 7-8 Stunden arbeiten dürfen und dann immer wieder kurz zu Hause angerufen werden wenn's klemmt.

Sie für diese Anrufe dann angemessen zu bezahlt ist schwierig abzurechnen.

Übrigens nur mal so am Rande:

Mein Vater hat von seiner Firma ein extra Urlaubsgeld bekommen, wenn er 2 Wochen am Stück Urlaub nahm und nachweisen konnte den nicht zu Hause verbracht zu haben (Hotelrechnung etc.).

Deshalb hatten wir in meiner Kindheit jedes Jahr 2 Wochen Familienurlaub.

Ich gehöre aber auch zu den geburtenstarken Jahrgängen.

Heute ist so was natürlich nicht mehr möglich. Ich habe nur noch nicht den "Weisen" gefunden der mir erklärt warum.

Eine tarifliche

Eine tarifliche 24-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich reicht heutzutage vollkommen aus. Wer denkt länger arbeiten zu müssen, weil er/sie "vollkommen unersätzlich" ist, soll das in einem aussertariflichen Arbeitsvertrag regeln.

Es mag sein, dass in einigen ...

... Berufsbranchen oder -bereichen eine gewisse Flexibilität notwendig und vielleicht auch erforderlich ist.

Allerdings gilt dies wohl eher für den Bereich der Vorgesetzten- und Chef-Etagen, also Personen, die mit Führungsaufgaben betraut sind. Hier wird das offenbar sogar erwartet. Bei uns wissen das allerdings die Personen, die sich auf entsprechende Posten bewerben, was sie (annähernd) erwartet. Es ist also deren freier Wille.

Für den "normalen" Arbeiter und Angestellten kann und darf das aber nicht gelten!!!

Ich persönlich achte sehr genau darauf, dass ich meine Höchstarbeitszeiten (max. 10 Stunden am Tag bei einer 39,5 Stunden-Woche) nicht überschreite. Ich komme daher auch nicht in den Bereich, wo mir Überstunden gestrichen werden.

Auf diese Vorgehensweise achte ich sehr genau, weil mir meine Freizeit (ohne Mails oder Anrufe von der Arbeit) sehr wichtig sind. Sie sind für mich die notwendige Erholung, um bei der Arbeit fit und konzentriert zu sein.

14:16, heinrichg

>>Ich bin erwachsen. Ich brauche weder die Führung von Mama und Papa, noch die Vorschriften und Regelungen von Politikern und Gewerkschaften, die mich nicht für voll nehmen. Wenn ich 9 Stunden am Tag arbeiten will, weil ich gerne mehr Geld zur Verfügung hätte, so ist das meine Angelegenheit.<<

Ja natürlich. Und Sie dürfen auch 16 Stunden am Tag arbeiten, wenn Sie wollen.

Sie sollten lediglich nicht dazu gezwungen werden können. Darum geht es hier.

Von anderen Berufen lernen...

Ein Arbeitstag mit mehr als 8 Stunden und kürzeren Ruhepausen (nämlich 9h) bei körperlich schwerer Arbeit wie Schichtdiensten schädigt nachweislich die Gesundheit der Arbeitnehmer. Sieht man an den pflegerischen und medizinischen Berufen. Da haben wir diese „neuen Regelungen“ nämlich schon.

@um 15:03 von nepal82

Scheint so als haben einige doch einen sehr guten Job. Ich kenne viele die 2 Wochen hintereinander, wenn viel los ist arbeiten müssen, also 56 Stunden Woche haben und normalerweise eben 40 Stunden Woche. Würden die weniger arbeiten, dann würde deren Lohn nicht ausreichen und müssten bei den Ämtern anklopfen. Maximal 40 Stunden Woche finde ich ist genug und völlig ausreichen, wenn man mehr Bedarf hat, dann sollen die eben neues Personal einstellen, warum muss sich einer einen abreißen und der andere hat keinen Job?

Mehr Flexibilität

... bei der Arbeitszeit finde ich gar nicht so schlecht. Die Firmen können dann besser planen, sind besser aufgestellt in der Konkurrenz und erfolgreicher und das kommt auch den Arbeitnehmern zu Gute.

witzig

da versuchen Gewerkschaften, dafür zu sorgen, dass Arbeitgeber nicht nach Gutsherrenart über die Zeit der Arbeitnehmer - am besten noch ohne Bezahlung - verfügen können. Und was wird hier daraus gemacht? Leute beschweren sich, dass ihnen angeblich verboten wird, bis zum Umfallen zu arbeiten.
Das ist so, als ob ich mich durch einen Tarifvertrag in meinem Grundrecht beschnitten sehe, umsonst zu arbeiten.

15:03 von nepal82 „““Eine

15:03 von nepal82

„““Eine tarifliche 24-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich reicht heutzutage vollkommen aus. Wer denkt länger arbeiten zu müssen, weil er/sie "vollkommen unersätzlich" ist, soll das in einem aussertariflichen Arbeitsvertrag regeln.“““

Na klar, träumen Sie mal weiter.
24 Stunden arbeiten und wie 40 Stunden bezahlt bekommen.
Die Gebrüder Grimm lassen grüßen.
Heute ist es doch schon eher umgekehrt.
Man könnte natürlich alle anfallenden Arbeiten auf alle, auch die Arbeitslosen verteilen und den Lohn „ausgleichen“.
Nur das Märchen läuft leider nicht.

re nepal82

"Eine tarifliche 24-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich reicht heutzutage vollkommen aus.."

Stimmt. Das reicht der Konkurrenz, um Ihr Unternehmen vom Markt zu fegen.

alle reden vom Fachkräftemangel

da wäre doch Potential vorhanden
wenn es denn stimmt mit dem Fachkräftebedarf !

statt der 35 Stundenwoche vielleicht 40 ... 45 Stunden
statt der 30 Tage Urlaub nur noch 17
dann das Rentenalter rauf
kein Mensch würde mehr von Fachkräftemangel sprechen

@um 15:17 von KowaIski

Dem Arbeitnehmer kommt das vielleicht finanziell zu Gute, aber dafür geht dann seine Gesundheit unter umständen schneller flöten und seine Gesundheit kann man sich meistens seher schwierig wieder zurück kaufen.

@um 15:22 von Sisyphos3

Solche Ideen kommen aber meistens nur von denen, die selber einen Bürojob haben und anscheinend nicht wissen was körperlich anstrengende Arbeit bedeutet: Arbeiten Sie mal nur für eine Woche auf dem Bau und dann reden wir nochmal darüber, ob man bis 67 und mehr arbeiten sollte bzw. überhaupt kann.

die Schere zwischen arm und reich

beziehungsweise deren konstante Entwicklung in eine Richtung ist eine direkte und logische Folge der sich verschärfenden Ausbeutung der Arbeitnehmer. Die Gewinne, die mit der Arbeit anderer gemacht werden, sind inzwischen so groß, dass man sie verstecken und außer Landes schaffen muss.
Wer ernsthaft behauptet, es reiche nicht für alle, wenn nicht noch mehr und noch billiger gearbeitet wird, hat ein Problem mit den Grundrechenarten. Und wer seinem Chef, respektive den selbsternannten "Wirtschaftsweisen" diesen Unfug glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

@14:13 von Frank6: flexible 60 Stundenwoche

"- selbst würde ich allerdings sogar eine flexible 60 Stunden Woche keinesfalls gegen eine starre 40 Stunden Woche tauschen wollen."

Das hängt natürlich auch sehr von der Tätigkeit ab. Als Uni-Prof. geben Sie Vorlesungen, Seminare, arbeiten sicher auch in der Forschung, schreiben Veröffentlichungen und besuchen ab und zu Kongresse. Das ist zeitaufwändig aber auch abwechselungsreich. Da macht die Arbeit Spaß und bringt Anerkennung.
Bei anderen Menschen sieht das anders aus. Die sitzen den ganzen Tag am Computer und geben (so wie ich) Daten ein. Ich erstelle technische Angebote. Auch dazu ist Konzentration und Sachkenntnis erforderlich. Die Abwechslung hält sich aber in Grenzen. Die Anerkennung sowieso.
Andere packen bei Amazon Pakete. Wie kürzlich auf WDR5 zu hören war ein begehrter Job bei Menschen mit geringer Qualifizierung, denn man verdient dort nicht so schlecht, wie mancher vielleicht denkt (nach 2 Jahren 2650 Euro brutto). Trotzdem eintönig. 8 Stunden reichen.

@ OlliH, karwandler

... das Problem ist halt, dass heutzutage der "Markt" wichtiger ist, als das Wohl der Menschen! Die 24-Stundenwoche ließe sich problemlos umsetzen und schlagartig für Vollbeschäftigung sorgen, wenn es nur dieser obskure "Markt" wollte. Menschen würden wieder von EINEM Job leben können und könnten sich ausreichend um ihre Familie kümmern. Und die Konzerne bzw. Unternehmer würden ein paar Euronen oder Dollar weniger einnehmen. Keine Angst, die würden sicher nicht deswegen verhungern!

@um 15:40 von nepal82

Naja gut man darf ja träumen, aber ich finde das 40 Stunden Woche ok ist und nicht mehr oder weniger am besten. Wenn man was wichtiges zu erledigen hat, dann nimmt man sich einen Tag Urlaub oder zwei, drei. Natürlich sind die Lohnkosten auch das, wo die meisten denken sparen zu können. 24 Stunden Woche, das ist definitiv zu wenig, finde ich. Rente bis 67 finde ich aber zu hoch gegriffen. Maximal bis 60 und dann sollte Schluß sein, wenn jemand noch fit ist, dann soll er freiwillig natürlich weiter arbeiten dürfen.

 um 15:18 von frosthorn

Volle Zustimmung! Wollte ich auch tippern... aber Sie sind mir zuvorgekommen.

DANKE

re nepal82

"... das Problem ist halt, dass heutzutage der "Markt" wichtiger ist, als das Wohl der Menschen! Die 24-Stundenwoche ließe sich problemlos umsetzen und schlagartig für Vollbeschäftigung sorgen, wenn es nur dieser obskure "Markt" wollte."

Dieser obskure Markt ist kein Wesen, das etwa will oder nicht will.

Wenn Sie mit der 24 Stunden Woche ein Produkt herstellen, das ab 100 Euro kostendeckend verkauft wird und der nächste stellt ein gleiches Produkt her, das mit 60 Euro kostendeckend verkauft wird, dann verkaufen Sie Ihr Produkt eben nicht.

War das jetzt einfach genug?

Die Vorstellung das Wirtschaftsweise oder ....

... Mitglieder der Geschäftsführung von Unternehmen nur Wirtschaftsanalysen erstellen (lassen) oder Unternehmensentscheidungen treffen ist veraltet. Es sollte unbedingt ein zeitlich gleich großer Teil der Arbeitszeit dieser Angestellten auf das Reinigen der Unternehmenstoiletten der jeweiligen Bürotrakte verwendet werden. Alles andere gefährdet wegen der ansonsten ja zusätzlich anfallenden Kosten für Reinigungskräfte die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen.
Haben die Herren eigentlich mitgekriegt, dass Deutschland inzwischen mit Strafmaßnahmen bedroht wird, weil unsere achso knappe "Wettbewerbsfähigkeit" rekordmässige Handelsbilanzungleichgewichte erzeugt hat?
Nicht? Und das sollen kompetente Wirtschaftswissenschaftler sein?

Nach 1989 hat man erlebt,

Nach 1989 hat man erlebt, dass der relative Schmusekurs der Kapitalisten nur auf die Systemkonkurrenz zurückzuführen war. Jetzt auch noch den 8-Stunden-Arbeitstag als 'veraltet' zu bezeichnen, ist angesichts eines globalen Systemversagens denn doch von einer verblüffenden Frechheit.

14:16 von perchta

Sind Sie abhängig Beschäftigter oder arbeiten Sie selbständig und ernten die Früchte Ihrer Arbeit zu Ihrem eigenen Vorteil? Hier besteht nämlich der große Unterschied: Leistet man Arbeit für zwei (2x40 Std.) und erspart dabei dem Arbeitgeber z.B. Sozialbeiträge oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze, Urlaubsgeld für einen weiteren Beschäftigten, etc. oder profitiert man als Selbstständiger davon, dass man selber niemanden einstellen muss. Und dann gibt es ja noch die AT´ler (außertarifliche Angestellte). Definition AT im Entgeltrahmentarifvertrag der IGM: mind. 25% oberhalb der höchsten ERA-Entgeltgruppe ... dafür würde ich auch einige Stunden mehr arbeiten!
Gruß Jens

Da wird am. Problem vorbeigeredet

Bezüglich der Arbeitszeit wird am wirklichen Problem vorbeigeredet, denn das sehen die Wirtschaftsweisen unübersehbar vor allem darin, daß die Arbeitnehmer für ihre geleistete Arbeit Geld haben wollen anstatt noch Geld mitzubringen.

@die Schere zwischen arm und reich 15:33 von frosthorn

"Die Gewinne, die mit der Arbeit anderer gemacht werden, sind inzwischen so groß, dass man sie verstecken und außer Landes schaffen muss."

So läuft der Hase schon länger.
Nachzulesen in dem Interview mit Michael Hudson,
Ökonomieprofessor University of Missouri (UMKC)
in der Frankfurter Rundschau von diesem Wochenende.
Bruchteile davon tauchen dann in 'paradiesischen Papieren' auf...

Draußen brennt es und wir ...

salbadern über Stunden - zuerst sollte eine halbwegs homogene Verteilung der Arbeit über die Welt diskutiert und konzipiert werden, denn die "Soziallasten" von Arbeitslosigkeit, Armut-(swanderungen), Unterbeschäftigung, Brennstoffkreislauf Wechsel, Verteilungskämpfen, Kriegen und Krisen, das wird uns doch eh aufgebürdet und bevor wir das alles bezahlen, können wir gern die Arbeit, Gewinne und Mittel besser verteilen - dann kann man sehen, welche Stunden noch nötig sind und was, wie organisatorisch aufzufangen ist.

@ Kowalski

"Mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit finde ich gar nicht so schlecht. Die Firmen können dann besser planen, sind besser aufgestellt in der Konkurrenz und erfolgreicher und das kommt auch den Arbeitnehmern zu Gute."

Natürlich spricht da an sich nichts dagegen, wenn denn nur die Unternehmen die Grenzen kennen würden. Aber das tun sie in den meisten Fällen leider nicht.

Die Flexibilisierung der Arbeitszeit bedeutet schon heute in vielen Branchen nicht nur sporadisch auch mal 24/7 verfügbar zu sein, sondern dauerhaft! Und zwar unbezahlt und ohne Ausgleich!

Im Vertrag steht dann häufig so ein Satz wie dieser hier: "Das monatliche Festgehalt beinhaltet auch betriebsbedingte Mehrarbeit von bis zu 20 Wochenstunden." Kurz: Unbezahlte Überstunden!

Dieser Passus diente hierbei eigentlich nur dazu, um z.B. zeitlich befristet vorübergehende Produktionsspitzen aufzufangen, aber in vielen Branchen machen die Unternehmen daraus mittlerweile eine Dauerregelung!

Das ist der völlig falsche Weg!

Weise weise

Wess’ Geistes Kinder sind diese Weisen? All das was unsere Eltern und Großeltern erkämpft haben, mit einem Wisch zunichte machen wollen. Ich bin 60 Jahre alt und kann mir durchaus vorstellen mal länger zu arbeiten, dafür erwarte ich aber auch ein Entgegenkommen des Arbeitgebers in Form von Zeitausgleich und Überstundenvergütung. Wo soll denn auch sonst der Gewinn hin, den ich mit den Kolleginnen und Kollegen erwirtschafte? Die Vorstände und Aktionäre sind bestimmt überfordert wenn der Gewinn noch größer wird. Nachher ist das Konto voll und wohin dann mit der Kohle?

Da geht was

Ich finde, dass für Arbeitnehmer die über der Sozialbeitrags-Bemessungsgrenze verdienen, eine Flexibilisierung ihrer Arbeitszeiten durchaus verhandelbar ist, sofern gesetzliche Rahmenbedingungen eingehalten werden. Sozusagen als Anreiz für die Firmen, jeden Arbeitsplatz, der flexibel von früh bis spät besetzt sein soll, zumindest ausreichend zu bezahlen.

Für alle anderen sollte zunächst mal die Arbeitszeiterfassung funktionieren, denn unbezahlte Überstunden unterhalb der Bemessungsgrenzen sind auch "legale" Sozialbeitragsvermeidung.

Dann noch die regelmäßige Arbeitszeit von 8 auf 7 Stunden gesenkt und meinetwegen kann im gleichen Paket auch über ein paar Regeln zur Flexibilisierung geredet werden.

Die gute alte Wettbewerbsfähigkeit

Sie sprechen mir aus der Seele. Es geht aus meiner Sicht nicht um Arbeitszeiten sondern um Verteilungsgerechtigkeit. Und zwar global. Es werden weiterhin die begünstigt, die ohnehin schon sehr gut versorgt sind. Als hätten die Arbeiter nichts zum Erfolg der Unternehmen beigetragen.
Ich bin kein neidischer Mensch, verdiene relativ wenig, habe jedoch großes Glück in Europa geboren zu sein und verschließe dennoch nicht die Augen vor der Realität. Ich kann das Gejammer der Arbeitgeberverbände kaum mehr ertragen. Wir Arbeitnehmer sollen immer flexibler werden, und die Unternehmen wünschen sich doch bitte stabile Rahmenbedingungen. Für den Wunsch nach einer Veränderung, nach mehr Verteilungsgerechtigkeit gelte ich als Traumtänzer. Ich könnte drüber lachen, wenn es nicht so traurig wär.

9 Stunden Ruhezeit?

Was heißt das übersetzt, wenn der Arbeitnehmer noch von der Arbeit nach Hause fahren muss? Die "Erholungszeit" beginnt doch, wenn der Arbeitnehmer die Firma verlässt.
Danach setzt er sich in sein Auto und fährt nach Hause.
Wegstrecken von 1,5- 2 Stunden bzw. 50 km sind zumutbar bei Vollzeitjobs.
Das heißt, es bleiben von den 9 Stunden "Erholung" nur noch 6 für duschen, essen und -schlafen?! Danach kann der Mitarbeiter wieder 11 Stunden arbeiten gehen? Welcher Körper hält das durch?
Das nennt man dann wohl moderne Sklavenarbeit.

@ silverbeard

Ich hatte es versucht zu erklären: Seit nunmehr 20 Jahren werden die Arbeitnehmerrechte in D zunehmend zurückgefahren. Wir sind mittlerweile wieder auf den Stand der 1970er zurückgefallen & ein Ende des Rückschritts ist noch nicht abzusehen.

Wie sie schon auch als treffendes Bsp. andeuteten: Auch mein Vater (Arbeiter) konnte uns in den 80ern noch 2 Mal im Jahr einen 2-wöchigen Urlaub gönnen (Sommer- & Winterurlaub). Ich (Akademiker) schaffe es heute gerade Mal so eben, meiner Familie in 2 Jahren einen 2-wöchigen Urlaub zu gönnen, ansonsten nur 3 Tage ein- oder zweimal im Jahr, wenn überhaupt.

& diese Entwicklung wird mit der zunehmenden Konkurrenz infolge der Globalisierung begründet. Das Perfide dabei: es stimmt sogar!

ABER wie weit sollen wir unsere Arbeitrechtsstandards noch herunterschrauben, um am Weltmarkt konkurrieren zu können? Sollen dann demnächst auch wieder bei uns Kinder am Fließarbeit arbeiten können wie im 19. Jhr.? Denn darauf läuft die internat. Konkurrenz hinaus!

Mehr als 8 Std pro Tag sind

Mehr als 8 Std pro Tag sind für viele Menschen Alltag und gut zu verkraften.
Auch eine Telefonkonferenz am Abend oder die EMail beim Frühstück sind erstmal gut abzubilden.
Die Frage ist, ab wann ist "Feierabend" und ab wann es uns schadet!
Mein Vater hat in meiner Kindheit deutlich mehr Studen im Büro verbracht, als ich heute.
Dafür hatte er nach Verlassen des Büros Feierabend.
Sicher wurden damals auch Unterlagen mit nach Hause genommen.
Aber es gab klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben.
Ich wiederum habe mein Smartphone rund um die Uhr bei mir und erwische mich z.B. in der Supermarktschlange oder beim Abendessen beim Arbeiten.
Ich denke nicht, dass uns diese Form der Arbeit langfristig gut tut.
Und dennoch werden wir ihr nachgehen.

An 8 Stunden hält sich doch keiner

Ich arbeite in einer sozialpädagogischen Einrichtung und wir betreuen behinderte erwachsene Menschen. An den Wochenenden ist es Usus, zehn Stunden zu arbeiten. Bei einem ärztlichen Notfall kann es passieren, durch die Begleitung ins Krankenhaus, dass diese zehn Stunden weit überschritten werden. Freizeitmaßnahmen, die wir mit unseren behinderten Menschen durchführen, dauern den ganzen Tag, u.U. muss man in der Nacht noch einmal aufstehen. Was ich damit sagen will, unser Arbeitszeitgesetz lässt viel zu, man muss lediglich in einem Ausgleichszeitraum von einem halben Jahr auf die Durchschnittsarbeitszeit von acht Stunden kommen. Alles im Sinne der Arbeitgeber.

Wirtschaftsweisen abschaffen!

Ich kann mich nicht mehr erinnern wann ich aus deren Richtung zuletzt einen vernünftigen Vorschlag gehört habe. Übrigens: schon aufgefallen? Man spricht heute kaum noch über die "Konjuktur", während dieses Thema in den 1970er oder 1980er Jahren zum täglichen Alltag in den Nachrichten gehörte. Das liegt zum Teil am gegenwärtigen Daueraufschwung. Es liegt aber auch daran das die Wirtschaft bei den Arbeitnehmern keine falschen Erwartungen, zB nach mehr Freizeit oder mehr Gehalt wecken möchte. Deutschland befindet sich derzeit in der längsten Dauer-Boom Phase seit dem Wirtschaftswunder! Aber im Gegensatz zu der Zeit profitieren die Arbeitnehmer kaum von den sprudelnden Gewinnen. Offenbar sieht selbst der Fiskus nicht so viel davon, wie er sehen sollte. Kann das noch lange so weitergehen oder wird die Politik (hallo Jamaikaner !) allmählich Handlungsbedarf sehen ?

Acht-Stunden-Tag

Ich finde es sehr amüsant, wie die vielen Foristen, die hier tagein tagaus ganztägig kommentieren, also keiner Arbeit nachgehen, meinen sie könnten wirtschaftliche Zusammenhänge sachgerecht beurteilen.

@15:40 von nepal82: Ein paar Dollar weniger

Wie letzte Woche zu lesen war, liegen die Herstellungskosten des neuesten iphones bei ca. 350 US-Dollar. verkauft wird es für mehr als 1000 US-Dollar. Selbstverständlich müssen noch Entwicklung, Marekting usw. finanziert werden und die Aktionäre wollen auch eine ordentliche Dividende sehen.

Aber wenn man den Arbeitern, die mit der Herstellung zu tun haben ein bisschen mehr bezahlte, so dass die Herstellkosten vielleicht auf 400 oder 450 US-Dollar steigen. Bliebe dann nicht immer noch genug übrig?

15:32 von Hackonya2

sie scheinen meinen Beitrag missverstanden zu haben
es ging darum festzustellen mit welchen Vorschläge man gegen den Fachkräftemangel vorgehen kann
nicht darum ob die einzelnen Punkte auch sozial verträglich sind gar wünschenswert

Wenn dann gleich richtig

Anstatt hier Dinge zu fordern, die in der Tat danach riechen, dass die Arbeitgeber mehr Flexibilität bekommen um unter Umständen die Arbeitnehmer auszubeuten, sollen die Wirtschaftsweisen doch gleich weiter gehen.
Carlos Slim, einer der reichsten Männer der Erde, fordert bspw. die Drei-Tage-Woche. Man arbeitet an drei Tagen richtig viel-11Stunden+X und hat dann vier Tage frei. An denen müsste man dann abends auch an keiner Telefonkonferenz teilnehmen oder beim Frühstück seine E-Mails lesen etc. man hätte einfach nur frei.
Dies halte ich für wirklich Arbeitnehmerfreundlich und die Arbeitgeber hätten sicherlich keinen Nachteil, da die Arbeitnehmer ausgeruht nach den vier Tagen zur Arbeit kämen und sich die Frage nach morgens und abends auch nicht stellt, da sie ja drei Tage lang nahezu durchgehend im Dienst sind . Dann noch ein cleveres Schichtsystem ausklügeln und die meisten wären zufrieden.

Natürlich ist der 8 Stunden

Natürlich ist der 8 Stunden Tag veraltet. In Zeiten des " globalen Globus " wird 24/7 gearbeitet. Welchen Anteil man daran haben will kann man sich in vielen Bereichen schon jetzt selbst aussuchen und das ist gut so.

@ karwandler

"Wenn Sie mit der 24 -h-Woche ein Produkt herstellen, das ab 100€ kostendeckend verkauft wird und der nächste stellt ein gleiches Produkt her, das mit 60€ kostendeckend verkauft wird, dann verkaufen Sie Ihr Produkt eben nicht."

& genau damit beschreiben sie das perfekte Dilemma dieses Systems!

Denn der 1. stellt seine Produktion dann um, und senkt z.B. die Lohnkosten durch Kündigungen oder Zeitarbeitsverträge u.v.m., um sein Produkt für zumindest 65€ verkaufen zu können. Aber der zweite ist ja nicht dumm & senkt seine Kosten ebenfalls, um das gleiche Produkt dann für nur 40€ verkaufen zu können. Der 1. muss wieder nachziehen... und so begeben sich beide in eine ruinöse Abwärtsspirale, unter der als allererste die Arbeiter zu leiden haben! Denn dort lassen sich die Kosten am einfachsten senken!

Übrigens: Die Spirale nach unten kennt bei freien Märkten keine Grenze! Um so erstaunlicher, dass Sie dieses immer noch mit Zähnen & Klauen verteidigen. Ich vermute, Sie sind Unternehmer?

Schon frech, diese Vorschläge!

Das Gegenteil sollte angestrebt werden. 6-Stundentag oder 4-Tagewoche z.B.
Wenn hier die Gewerkschaften einknicken, haben sie ihre Daseinsberechtigung vollends verwirkt. Viele Menschen haben hier ihr Leben schon jetzt primär nach der Arbeit ausgerichtet. D.h. sie sind mitunter aus ihrem sozialen Umfeld weggezogen, verbringen viel Zeit auf dem Arbeitsweg und haben für ihre Kinder nicht genug Zeit, sofern sie überhaupt noch welche haben. Wenn sich solche Arbeitgeberforderungen durchsetzen sollten, wird man bei Kinderwunsch in Zukunft mit Hartz4 noch besser fahren. Und je mehr Kinder, umso besser - bringt ja 300 EUR pro Kopf. Ist das das Ziel? Oder wollen die "Weisen" uns weismachen, dass wir noch mehr tun müssen, um den Wohlstand einiger zu sichern? Ich bleibe vorerst dabei: der breiten Masse ging es in den 80ern und 90ern besser als jetzt. Damals sicherlich dank Gewerkschaften! Also liebe Arbeitnehmervertreter, dann mal los! Meine Beiträge und Streikbereitschaft habt Ihr!

16:05 von Kritiker57

Leben und leben lassen
auf einen einfachen Nenner gebracht
ich komme meinem Arbeitgeber entgegen - so weit ich kann
er kommt mir entgegen, so weit er kann
letztlich sitzen wir im selben Boot
und einen guten Gehalt kann mir nur ein gut verdienender Chef/Betrieb bezahlen
(was nicht heißt, er tut es immer)

@karwandler

Dieser Markt wird aber immer als ein denkendes und wollendes Wesen dargestellt! Und nach ihm richten sich alle und nicht nach dem Menschen.
Das, was Sie als kostendeckende Herstellung beschreiben, wird durch die Automatisierung von Fertigungsprozessen immer mehr pervertiert und forciert. Die voranschreitende Digitalisierung setzt dem ganzen noch die Krone auf. Der Mensch geht dabei nach und nach unter!

Und was genau haben diese * Wirtschaftsweisen*

denn zu bieten ? Mit immer nur fordern sollte langsam Schluss sein. Ich frage mich immer welche Qualifikation solche * Experten * dazu qualifiziert ständig Forderungen zu stellen.

@Sisyphos3 - alle reden vom Fachkräftemangel

statt der 35 Stundenwoche vielleicht 40 ... 45 Stunden
statt der 30 Tage Urlaub nur noch 17
dann das Rentenalter rauf
kein Mensch würde mehr von Fachkräftemangel sprechen

Ihr Lösungsansatz ist leider falsch
Höchstbegabte welche den ganzen Tag
einen Posteingangsstempel betätigen
werden in unserer heutigen Zeit nicht mehr gebraucht

um 16:02 von RoyalTramp

》》..Die Flexibilisierung der Arbeitszeit bedeutet schon heute in vielen Branchen nicht nur sporadisch auch mal 24/7 verfügbar zu sein, sondern dauerhaft! ...《《

Genau so ist es.
Diese 24/6 oder auch 24/7 -Beteitschaft ist für Unternehmen genauso wertvoll, wie die Verlagerung eigener Warenbestände auf die Autobahnrastplätze. Und auch hier wurde und wird immer wieder von den AG-Vertretern gefordert. Baut mehr Strassen und Autobahnrastplätze.

Die Arbeitnehmerschaft nimmt die sich vielfach wiederholenden Forderungen der AG-Lobby kaum noch wahr, da sich mittlerweile über Jahre dreiste Forderungen zum Mainstream entwickelt haben.

@RoyalTrump

"diese Entwicklung wird mit der zunehmenden Konkurrenz infolge der Globalisierung begründet. Das Perfide dabei: es stimmt sogar!"

Ich befürchte man hat Ihnen einen Bären aufgebunden. Die Produktivität pro Arbeitsstunde war noch nie höher! Auch die weltweiten Unternehmensgewinne waren noch nie höher!

Nun überlegen Sie mal, ein Unternehmen, dass viel Konkurrenz hat, hat hohe Gewinne? Macht das Sinn?

"Sollen dann demnächst auch wieder bei uns Kinder am Fließarbeit arbeiten können wie im 19. Jhr.? "
Die US-Bildungsministerin setzt sich für eine Legalisierung der Kinderarbeit (ab 14 Jahren) ein. Warum wohl? Weil die USA ein armes Land sind?

um 16:12 von Nordlixht82Nordlicht

》》...und denoch werden wir ihr nachgehen《《

Das liegt an Ihnen und an jedem Einzelnen selbst. Vielfach ist es aber so, dass es AGebern gelingt die ANehmer zu spalten. Ein Beispiel:
Ein AN verweigert das Leisten von Mehrarbeit unter dem Verweis darauf, dass zunächst über die Bezahlung gesprochen werden müsse. Andere ANehmer fallen über den Kollegen her, mit dem Verweis auf zu leistende Solidarität. Der AGeber sitzt daneben und schmunzelt sich ins Hemd.
Häääh ?

um 16:18 von Der Schlauste hier

》》..
Ich finde es sehr amüsant, wie die vielen Foristen, die hier tagein tagaus ganztägig kommentieren, also keiner Arbeit nachgehen, meinen sie könnten wirtschaftliche Zusammenhänge sachgerecht beurteilen.《《《

1. Kommentierung ist auch (teils anstrengende) Arbeit und für mich Vergnügen.
2. Ihre Aussage können Sie treffen auf Basis welchen profunden Wissens und welcher Datenlage?
3. Sie haben gewusst, dass Sie Antworten erhalten werden, und es hat Ihnen Spass gemacht. Ergo steigt Ihr Gutelaune-Pegel und Sie haben wieder reichlich Kraft und Energie (morgen?) zur Arbeit zu gehen.

Vielleicht kommentieren hier ja auch Personen, aus anderen Ländern, mit anderen Arbeitszeiten, Freiberufler und Selbständige, etc?

... und promt sehen wir uns alle

in der 24-Stunden-Dauerrufbereitsschaft wieder. Zeit ... sein Handy zu ersäufen. Wen oder was danach, überlasse ich eurer Vorstellung.

Wir hatten die Diskussion doch schon mal

"dass sie nicht gesetzwidrig handeln, wenn ein Angestellter abends noch an einer Telefonkonferenz teilnimmt und dann morgens beim Frühstück seine Mails liest"

Wo ist das Problem? Konferenzen fallen nicht plötzlich vom Himmel, da kann man den Beginn der Arbeitszeit doch anpassen oder Überstunden auszahlen.

Bei und wird beim Frühstück noch mit den Kindern geredet. So mit den angeboren Körperteilen und ohne Elektronik dazwischen. So richtig retro.

Arroganz

Dass die "Wirtschaftsweisen" sich in dieser Weise zu einem genuinen Thema der Arbeitsmedizin äußern, korrespondiert deckungsscharf mit der Arroganz, die in der Bezeichnung der von ihnen vertretenen Fächer als Wirtschafts-"Wissenschaften" zum Ausdruck kommt.

@ karwandler

"Wenn Sie mit der 24 Stunden Woche ein Produkt herstellen, das ab 100 Euro kostendeckend verkauft wird und der nächste stellt ein gleiches Produkt her, das mit 60 Euro kostendeckend verkauft wird, dann verkaufen Sie Ihr Produkt eben nicht." Am 12. November 2017 um 15:52 von karwandler

Wer soll den ganzen nutzlosen Plunder noch kaufen, wenn die Leute zu wenig verdienen oder gar keine Zeit mehr haben, um einzukaufen?

Das

Arbeitszeitgesetz ist genug gelockert, es ist so gelockert, daß die Chhefs eigengtllich nur noch ein paar Cowboys einstellen müssten um die Arbeitnehmer wie Kühe zur Arbeit zu treiben.
Alleine die Regelung der Freischicht zwischen den Einsätzen hat man (Schröder) so aufgeweicht, daß man von 12 Std. auf 8 Std. zurückgefahren ist, in machen Betrieben wie z.B. in der Bewachung noch weniger !
Eigentlich können Arbeitgeber jedes(!) Modell durchsetzen, wenn es opportun erscheint, die Leute so zu treiben.
Das sollte genügen.
Im Übrigen muß man sich einmal die Gesichter dieser "Wirtschaftsweisen" ansehen und sich selbst fragen : "Möchte ich die zum Vorgesetzten haben?"

@silverbeard um 14:25

"Eine Gewinnbeteiligung als Bonus"

Wäre eventuell eine Idee, sofern ich dann nicht auch am Verlust beteiligt werde, denn dann will ich im Unternehmen ein Wörtchen mitzureden haben, damit es eventuell nicht zu diesem Verlust kommt.

Qualität bei mehr als 8 Stunden?

Aus meiner Sicht unmöglich.

Produktionskosten senken ist eine Lüge!

In Fernost arbeiten die Leute für 1€ am Tag, 12+ Stunden am Tag, ohne Urlaub und ohne soziale Absicherung und trotzdem wird hier für die Produkte das Maximum verlangt, das der Verbraucher bereit ist zu zahlen. Das Maximum!
Es ändert sich nur die Gewinnspanne der Konzerne.

"Nach Vorstellungen der

"Nach Vorstellungen der Gewerkschaft sollen die bundesweit rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Branche sechs Prozent mehr Geld bekommen und zudem ihre Arbeitszeit vorübergehend auf bis zu 28 Stunden pro Woche absenken können."

Warum nur vorübergehend die AZ reduzieren? Dauerhaft wäre von Vorteil. Mehr Zeit für Hobbys und Familie und auch zum konsumieren der reichlich dargebotenen Waren und Dienstleistungen.

Haben die Arbeitgeber nicht genügend Geschenke mit der..

Haben die Arbeitgeber nicht genügend Geschenke mit der Agenda 2010 bekommen?

Fehlender Vollzug

Was soll die Diskussion? Das aktuelle Arbeitszeitgesetz wird doch gar nicht umgesetzt. 50- bis 70-Stundenwochen wo man hinschaut.

Darstellung: