Kommentare

Auch eine Lösung

aber verstehe nicht ganz warum, ich hab in Erinnerung das jedem ein Konto zusteht und das auch den Armen und Leistungsbeziehern.
Sollte das nicht mal so sein ?.
Das Problem ist nämlich dann, wenn Sie sich alles an der Kasse auszahlen lassen werden bestimmte Dinge die auch noch Monatlich bezahlt werden müssen eventuell nicht bezahlt.
Wird ja sonst automatisch abgebucht, dann besteht eine hohe Gefahr sich total zu verschulden.
Aus der Falle kommt dann so gut wie niemand mehr raus bei dem geringen Einkommen.

Gruß

Würdelos

Es ist schon entwürdigend, das ein Mensch über kein Konto verfügt. Das die Auszahlung dann über die Supermarktkasse erfolgt, und ihn so als Mensch ohne Konto auch noch ausweist, ist noch würdeloser.

Claudia Bauer meint ....

na super, noch mehr Stigmatiesierung für die Ärmsten der Armen !

Dort kann man heute schon Geld vom Konto abheben

Inn diesen Supermärkten kann heute schon jeder Käufer beim bezahlen seines Einkaufes zusätzlich mit seiner EC-Karte Geld von seinem Konto abheben.
Das mache ich schon seit Jahren so!
Insofern ist es meiner Meinung nach ein positiver Schritt wenn zukünftig auch Arbeitslose sich dort das Geld auszahlen lassen können ohne immer zu den Geldautomaten der Arbeitsagentur zu müssen.
Ich finde das ist mal eine wirklich fortschrittliche und Kunden-orientierte Lösung.
Denn ich sehe die Arbeitslosen als Kunden der Arbeitsagentur!

da war doch mal was

nämlich die Idee, dass Banken reine Guthabenkonten führen sollten für Menschen ohne oder mit geringem regelmäßigen Einkommen. Aber dazu waren sich die Geldhäuser zu fein und haben sich geweigert.

Ich möchte nicht gezwungen sein, an der Supermarktkasse einen Bon von der Arbeitsagentur vorzulegen, damit der / die KassiererIn und die anderen KundInnen gleich sehen, dass ich ein "Transferempfänger" bin. Und wie ist es mit dem Nachweis, dass es ich tatsächlich der Empfangsberechtigte bin? Die Scheinchen dürften ja kaum übertragbar sein. Muss ich also auch gleich den Ausweis bereithalten?
Ich habe ein komisches Gefühl bei der Sache.

Wie selbstlos...

"Zu den beteiligten Supermärkten und Drogerien gehörten Rewe, Penny, Real, dm und Rossmann. "

...ein Schelm wer nur Gutes von den Anbietern denkt. Das Geld soll möglichst vor Ort in den Konsum der feilgebotene Waren fließen.

Endlich mal eine Gute Sache

Da viele Arbeitslose kein eigenes Konto haben
können sie an der Ladenkasse auch ihren Einkauf bezahlen und sich das Restgeld auszahlen lassen. Interessant wäre auch zu wissen welche Ladenkette es mitmacht.

Gibt es dabei auch sowas wie Datenschutz?

Oder erfahren die beteiligten Privatunternehmen so ganz nebenbei die Namen von Arbeitslosengeldbeziehern ohne eigenes Konto? Es gibt Bonitätsauskunfteien, die für solche Informationen bezahlen.

@da war doch mal was 18:26 von frosthorn

"Ich habe ein komisches Gefühl bei der Sache."
Ich auch. Denn für mich ist es eine 'moderne' Neuauflage der Diskussion,
um 'Lebensmittelgutscheine kontra Bargeld'

Das war damals schon diskriminierend, und ist es heute noch mehr.
Allein die Verwaltung will sich diese Leute elegant vom Hals halten.

Fordern und (wegbe-)fördern.

Jetzt bin ich verwirrt

ich dachte, es gäbe "ein Konto für Alle"? Von der Politik durchgesetzt und auf Guthabenbasis. Es gab ja auch gleich Proteste einiger Banken und die Diskussion um anfallende Gebühren. Waren das damals Falschmeldungen oder wurde das Konto für Alle klammheimlich wieder einkassiert? Ich finde jedenfalls, dass die Praxis mit den Supermärkten eine weitere Stigmatisierung armer Menschen bedeutet, die völlig unnötig ist. Die haben es nämlich auch ohne ständige Schikanen schwer genug

Wie schlimm...

"Das Geld soll möglichst vor Ort in den Konsum der feilgebotene Waren fließen."

Und wofür sonst?
Die Miete wird vom Amt bezahlt, Autos und ähnliche Dinge werden in der Regel gepfändet...

Versteh ich nicht was schlimm daran ist, jemandem im Supermarkt sein Geld auszuzahlen, wo er es für Lebensmittel ausgeben kann.

Is ja keine Trinkhalle oder Pferderennbahn...

Das einzige Problem was ich sehe, ist dass die Discounter nicht teilnehmen und daher der Anreiz zum Kauf von teureren Waren höher ist, da dadurch Wege gespart werden.

18:26 von frosthorn

da war doch mal was

nämlich die Idee, dass Banken reine Guthabenkonten führen sollten für Menschen ohne oder mit geringem regelmäßigen Einkommen. Aber dazu waren sich die Geldhäuser zu fein und haben sich geweigert.

Ich möchte nicht gezwungen sein, an der Supermarktkasse einen Bon von der Arbeitsagentur vorzulegen, damit der / die KassiererIn und die anderen KundInnen gleich sehen, dass ich ein "Transferempfänger" bin. Und wie ist es mit dem Nachweis, dass es ich tatsächlich der Empfangsberechtigte bin? Die Scheinchen dürften ja kaum übertragbar sein. Muss ich also auch gleich den Ausweis bereithalten?
Ich habe ein komisches Gefühl bei der Sache.
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Als bekennender Bertriebsrat kurz vor der Rente sollten Sie doch nicht in die Lage kommen.

Absolut würdelos diese

Absolut würdelos diese Menschen auch noch dadurch bloßzustellen, dass sie vor versammelter Mannschaft ihre Arbeitslosigkeit offenbaren müssen...Arbeitslose werden von dem durchschnittlichen Bundesbürger und BILD Leser verachtet und beschimpft, damit die eigene traurige Existenz aufpoliert wird. Diese Maßnahme trägt die Handschrift von CDU/CSU und FDP...

Und wie ...

sieht es dabei mit dem Datenschutz und der Diskriminierung aus, wenn Mitkunden in der Schlange den Vorgang beobachten?
Ach so die Geschäfte profitieren im doppelten Sinne? Erstens bekommen sie Geld für jeden Auszahlungsvorgang von den Arbeitsämtern und zweitens werden die "Kunden" sicher etwas einkaufen, damit sie nicht mit leeren Händen an der Kasse stehen um ihr Geld zu empfangen und sich die Blöße geben.
Sicher wieder ein Fall, mit dem sich Gerichte befassen dürfen.

Na ja

Mit der Migration bekam jeder ein Konto und das Gesetzlich ! Hoffe es ist ohne Ausnahme von obdachlosen Deutschen . Also was soll jetzt das wieder ?????? Der Schwachsinn setzt sich fort ,oder soll gezwungen werden wegen Lobbygelder ,dass sie dort einkaufen sollen wo es Geld gibt?? Das wäre schon kriminelles Verhalten dieser Leute wo so was dann einführen.Sind wir leider von der Politik gewöhnt.

Unter dem Schein

Geldautomaten in den Jobcentern nur aus Kostengründen abzubauen, sieht die Bloßstellung der Allerärmsten nun noch viel katastrophaler aus.
Wie viele User hier schon erkannt haben, geht es hierbei auch darum, die Konsequenzlosigkeit, diese absolute Nacktheit von Armen, gesellschaftsfähig zu machen, ja zur Schau zu stellen. Für ALLE.

Außerdem sehe ich diese Maßnahme wieder mal als einen Schritt weiter in die T o t a l ü b e r w a c h u n g; - denn so können wieder bestimmte Menschengruppen nicht nur besser verwaltet, sondern gleich auch gegen andere 'Schichten' - & gar selbst untereinander -, ausgespielt werden (zur Ablenkung?).
Ein Schelm, wer Böses denkt ...

@ Bernd1

Falls sie den Artikel nicht richtig gelesen haben, es geht um Menschen, die KEIN Konto besitzen und dass ein Barcode von einem ausgehändigten "Zettel" eingescannt wird. Ich sehe hier einen klaren Verstoß gegen das Datenschutzgesetz und eine Diskriminierung, sowie Nötigung der Betroffenen, weil sie indirekt gezwungen werden in dem Lade etwas ein zu kaufen um nicht in der Warteschlange auf zu fallen , weil sie ohne Wahre Geld aus der Kasse empfangen.

18:25 von Bernd1

"Ich finde das ist mal eine wirklich fortschrittliche und Kunden-orientierte Lösung.
Denn ich sehe die Arbeitslosen als Kunden der Arbeitsagentur!"
Das ist aber wirklich gütig von Ihnen. Ich darf aber bezweifeln, dass Ihnen das auch noch gefallen würde, wenn Sie sich in aller Öffentlichkeit als "Kunde" der Arbeitsagentur ausweisen müssten?
Wenn Sie - durch welchen Schicksalsschlag auch immer - plötzlich einmal selbst betroffen sein sollten, würden Sie sich wundern, wie sich Ihre Ansichten zu solchen "Lösungen" ändern.

re frosthorn

"Und wie ist es mit dem Nachweis, dass es ich tatsächlich der Empfangsberechtigte bin?"

Der Bon belastet ein bestimmtes Konto. Genau wie jede EC Karte, mit der Sie bezahlen. Bei der weisen Sie sich als Inhaber doch auch nicht aus.

18:44 von kritischer Leser

"Gibt es dabei auch sowas wie Datenschutz?."

Verdammt gute Frage - sollte eigentlich von den Journalisten gestellt werden!

"Es gibt Bonitätsauskunfteien, die für solche Informationen bezahlen."
Vielleicht ist dieses "Nebengeschäft" ja schon einkalkuliert.

re klabautermann

" eine Diskriminierung, sowie Nötigung der Betroffenen, weil sie indirekt gezwungen werden in dem Lade etwas ein zu kaufen um nicht in der Warteschlange auf zu fallen , weil sie ohne Wahre Geld aus der Kasse empfangen."

Blödsinn. Ich kann mich auch mit meinem Leergutbon an der Kasse anstellen, ohne andere Ware zu kaufen.

@Boris.1945, 18:57

Als bekennender Bertriebsrat kurz vor der Rente sollten Sie doch nicht in die Lage kommen.

Ihnen als regelmäßigem Leser meiner Beiträge dürfte über die Jahre nicht entgangen sein, dass ich mich auch gegen Diskriminierungen einsetze, von denen ich selbst nicht betroffen bin.

@wenigfahrer

"aber verstehe nicht ganz warum, ich hab in Erinnerung das jedem ein Konto zusteht und das auch den Armen und Leistungsbeziehern.
Sollte das nicht mal so sein ?."

Ein Recht auf ein "Bankkonto" würde die Geschäftsfreiheit einschränken, deshalb gibt es das heute nicht mehr.

Es besteht seit der Privatisierung der Postbank 1995 kein Rechtsanspruch mehr.

Banken wollen nun mal auch gute Geschäfte machen. An einem Arbeitslosen kann eine Bank aber nichts verkaufen, insofern ist man da nicht scharf drauf möglichst viele mittellose als Kunden zu haben.

18:57 von Boris.1945

18:26 von frosthorn

"Als bekennender Bertriebsrat kurz vor der Rente sollten Sie doch nicht in die Lage kommen."

Es gibt eben noch Menschen, denen das Wohl und Wehe anderer am Herzen liegt - ganz unabhängig von der eigenen Situation. Leider werden es immer weniger.

Pah, Junge was geht ab in diesem Land ?

Das grenzt doch schon an Denunzierung ! Jetzt werden die ärmsten der armen auch noch öffentlich bloßgestellt. Welcher Harzer kann sich überhaupt die genannten Supermarktketten leisten ? Mit 120€ im Monat für Lebensmittel sich beim REWE eindecken ? Wie soll das gehen ? Das zeig mir mal einer bitte !

Da zu kann

man jeden nur wünschen das er nicht einmal in so eine Lage kommt.
Keine Worte weiter dazu.

das würde bedeuten

daß ich noch länger an der supermarktkasse stehen muss, bis ich dran bin. wieder mal eine wunderbare idee unserer staatsdiener

Schon einmal auf das Datum geschaut.

Es ist der 11.11. also Faschingsbeginn.
Das ist sicher eine Maschkerergaudi.

Auch wenn es mich nicht betrifft

Mir würde das nicht gefallen.
Eine Horrorvorstellung - dass jeder an der Kasse meine eigene Situation erkennt.
Es soll doch jeder ein Recht auf ein Girokonto haben - soll diese Lösung explizit für Obdachlose sein?
Kann man Menschen die eh schon fast keine Würde mehr haben aufgrund ihrer Lebenssituation den Rest ihrer Würde rauben?
Ja, offenbar kann man das.

Deprimierend

Die Zukunft sind dann Lebensmittelmarken über spezielle Kreditkarten, wie in den USA.

Da freuen sich bestimmt schon einige Leute, wenn man den "sozial Schwachen" kein Geld mehr auszahlen muss, sondern direkt Margen über den Einzelhandel zuteilt.

Das ganze wird dann unter dem Gebot des Lohnabstands kommen. Der Niedriglohnsektor ist ja da. ALG II wird reformiert, die Hilfe zum Lebensunterhalt danach wird auf Lebensmittelmarken, Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung und Kosten der Unterkunft und Heizung beschränkt.

Sehr verehrte Tagesschau,

In jeder Apotheke steht ein Schild mit der Aufschrift:
"Bitte Diskretionsabstand einhalten."
Ich bin brennend an einem Statement unserer Datenschützer zu diesem Thema interessiert.
Oder ist Datenschutz für Sie auch schon kein Thema mehr?

Ganz abgesehen von

Ganz abgesehen von Demütigung, Diskriminierung und Verletzung des Datenschutzes: Warum gibt eine Behörde ureigenste hoheitliche Aufgaben an private Unternehmen ab?

Um Geld zu sparen?

Wie kommen diese Menschen an Bargeld, wenn diese privaten Unternehmen mal über längere Zeit bestreikt werden?

Datenschutz?

Es wird ein Barcode gebraucht, den das Jobcenter ausgibt.
Somit weiss die Kassiererin im Supermarkt sofort Bescheid. Und es geht sie eben garnichts an, wer Hartz4 bezieht und wer kein Konto besitzt.

Genausowenig steht es den Supermarktbetreibern zu diese Informationen zu erhalten.

@Tagesschau

"Im Supermarkt Geld bekommen - und nicht zahlen. Das wird für Arbeitslose ohne Konto bald möglich sein."

Hört sich an, als bekämen Arbeitslose etwas geschenkt.
Ist das beabsichtigt?

Am 11. November 2017 um 18:25 von Bernd1

Schon richtig, mache ich im Urlaub auch immer. Ist aber begrenzt so weit ich das im Kopf habe auf 200 Bar und es muss für 20 Ware eingekauft werden.

Mit Bon vom Arbeitsamt ist das aber sicher nicht gerade angenehm für den Menschen.

Gruß

EC-Karte Geld

Meinen Sie nicht, es ist ein Unterschied, ob ich mit einer EC Karte Geld abhebe, oder mit einem "Zettel" der Bundesagentur, aus dem jeder erkennen kann, woher ich meinen Unterhalt beziehe? Besonders bei der weit verbreiteten Meinung über Menschen, die ALG2 beziehen?

@ miss_verstaendnis (11. November 2017 um 19:40)

"... Wie kommen diese Menschen an Bargeld, wenn diese privaten Unternehmen mal über längere Zeit bestreikt werden?"

Das interessiert heute genau so wenig, wie der seltene Fall, dass jemand bei Stromausfall einen Rettungswagen rufen muss. Mit VoIP(ohne Router) heute auch nicht mehr möglich.
Schlicht Pech gehabt. Kollateralschäden zum Wohle des Fortschritts.

Big Brother is waching You!

Dann fehlt jetzt nur noch der Iris-Scanner an der Kasse (um zu beweisen das man der berechtigte Empfänger ist) und der gläserne Mensch ist perfekt.

Der UNHCR probiert das gerade mit Flüchtlingen in Jordanien. Bis zum Jahresende sollen es 100.000 Menschen sein.

Hier ist der Link zum Zeitungsartikel:
https://www.taz.de/!5408561/

19:15 von karwandler

"Blödsinn. Ich kann mich auch mit meinem Leergutbon an der Kasse anstellen, ohne andere Ware zu kaufen."

Ach ja,
"Rewe Ab einem Einkaufswert von mindestens 20€ kann an den Kassen der REWE Märkte bis zu 200€ Bargeld abgehoben werden."

Organisation ist alles

"Leistungsempfänger" haben im Gegensatz zu "Leistungsträgern" kaum Mittel und Möglichkeiten, um sich gegen politische Maßnahmen (oder kurz: politische Sauereien) zu wehren, die ihren Interessen widersprechen. Jeder Mensch hat ein Interesse seine Privatsphäre zu schützen und dazu gehört nun mal auch seine ökonomische Situation. Wenn die Regierung dieses Landes Menschen, die für die aktuelle Arbeitsmarktsituation unbrauchbar (oder nicht verwertbar, oder nicht lukrativ) sind, dazu zwingt, für ihre Existenzsicherung zu einer Behörde zu gehen, um sich dort einen "Zettel" mit Barcode aushändigen zu lassen, um anschließend mit diesem Zettel zu einem Supermarkt ihres Vertrauens zu gehen, um sich dort in eine gemischte Schlange aus Leistungsträgern und Leistungsempfängern einzureihen, um sich an der Kasse unter den Augen zahlreicher Menschen eine Sozialleistung des Staates auszahlen zu lassen, so sollte eben jene Regierung mit einer Reaktion der Betroffenen rechnen müssen. HARZFlashmop b. REWE?

Mach es besser

Gut, daß sich die Bundesagentur in ihrer unendlichen Weisheit nicht für Getränkemärkte entschieden hat. Das wäre dann wirklich extremst stigmatisierend.
Andererseits: warum geht das z.B. nicht in einer Filiale der Deutsche Post AG?
Sicher ist das unauffälliger.

19:22 von Anna-Elisabeth

18:57 von Boris.1945

18:26 von frosthorn

"Als bekennender Bertriebsrat kurz vor der Rente sollten Sie doch nicht in die Lage kommen."

Es gibt eben noch Menschen, denen das Wohl und Wehe anderer am Herzen liegt - ganz unabhängig von der eigenen Situation. Leider werden es immer weniger.
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Gruß nach Bremen.
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Als es nur Bezugsscheine gab hat dss niemanden intersessiert.
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Die jetzige Arbeitsweise ist keinem bekannt, aber überwiegend, vorbeugend kritisiert.
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19:40 von miss_verstaendnis

... "Wie kommen diese Menschen an Bargeld, wenn diese privaten Unternehmen mal über längere Zeit bestreikt werden?"

Das ist doch gar kein Problem ("für diese privaten Unternehmen"). Denn jeder, der noch Geld von der Supermarktkasse abholen kann, kann ja auch im Falle eines Falles draußen vor der Tür sitzen und darum betteln ...

Das sehe ich als Quintessenz dieser jetzigen Demütigungs-, Diskriminierungs- und Entmenschlichungsmaßnahme.
Schlimmer gehts nimmer. Denkt man ...

O, doch! Schlimmer gehts immer. Wenn nämlich next das Bargeld abgeschafft wird, kann man nicht einmal mehr etwas Geld in bedürftige Hände fallen lassen ...

Ich schäme mich immer mehr, überhaupt ein Mensch zu sein. Wie soll der Neue, der globalisiert wird, eigentlich aussehen - mir graust nur noch.

Hartz4 konforme

Diskriminierung

@ karwandler

Blödsinn. Ich kann mich auch mit meinem Leergutbon an der Kasse anstellen, ohne andere Ware zu kaufen.
Der Regelsatz eines ledigen Hartz IV Empfängers beträgt 409€. Wissen sie wie viel Flaschen sie dafür abgeben müssen um die für Ihren "Leergutbon" 409€ zu bekommen? DAS ist Diskriminierung und lässt sich lediglich durch die Nötigung NICHT mit leeren Händen an der Kasse zu stehen verschleiern.

@ Anna-Elisabeth

Klar, kommt doch gut an, wenn sie ohne Wahre im Einkaufswagen einen "Leergutbon" an der Kasse abgeben und dafür 409€ (alleinstehend) auf die Kralle gezählt bekommen.
Ich hoffe das diese Aktion ganz schnell wegen Verstoß gegen den Datenschutz, Diskriminierung und eventuell Nötigung (etwas in dem Laden zu kaufen damit die Leute in der Schlange nichts merken) einkassiert wird

Unmöglich!

Mein allererster Gedanke beim Lesen dieser Nachricht: Ein Vorgeschmack auf das, was nach geglückter Installation von Jamaika noch an neoliberalen Gimmicks zu erwarten sein dürfte. Paßt wie Faust aufs Auge ins Denken derer, die ernsthaft die Meinung vertreten, daß HartzIV Faulheit belohnt usw ....

Einzige halbwegs akzeptable Variante könnte für mich sein, daß JEDE Sparkasse/ Bank, möglichst auch jeder Geldautomat, verpflichtet sein müßte, diese Auszahlungsscheine anzunehmen und daraufhin eine gebührenfreie Auszahlung vorzunehmen.

Wenn ich da aber lese, daß das bei u.a. bei REWE geschehen soll, kann ich nur sagen: Alles klar. Ich will dabei nicht einmal unter den Tisch kehren, daß ein Teil der Sortiments (EIgenmarken) im Prinzip dieselben Preise hat, die auch bei Discountern fällig werden.

Ich kann mich aber nicht von dem Gedanken lösen, daß in eine bislang hoheitliche Tätigkeit so private Dienstleister eingespannt werden.
Bye Bye - Datenschutz und Diskretion!

wie könnte das weitergehen?

Schritt 2: der Scancode berechtigt nicht etwa zum Bargeldempfang an einer Supermarktkasse, sondern lediglich zur Einlösung von Waren in der ausgewiesenen Höhe?
Schritt 3: Mit dem Scancode wird gleich festgelegt, was gekauft werden darf und was nicht? Z.B. keine "Luxusgüter" wie Tabakwaren oder Alkohol?

Komme mir bitte keiner damit, dass sowas nicht möglich wäre.

Arbeitslosengeld aus dem Supermarkt

Diskriminierung direkt am Wohnort. An der Kasse eines Supermarktes existiert kein Datenschutz. Die Kassiererin und die anderen Kunden nehmen diese Vorgänge doch zur Kenntnis. Da bleibt nur der Gang in ein anderes Stadtviertel.

@realist999 um 20:51:

Es gibt keine flächendeckenden Post Filialen. Post Filialen sind häufig in andere, meist kleinere, Geschäften integriert. Und das nicht nur in Kleinstädten.

Und wieder eine Aufgabe des

Und wieder eine Aufgabe des Staats, die in die Hände privater geht.

Diskriminierung?

Ich verstehe den Aufschrei wegen "Diskriminierung" nicht.
Jeder kennt die Hartzer Tage, wenn das Geld aufs Konto geht, und man selbst Bankfilialen meidet.
Hartz4 Empfänger fallen, wenn sie Geld holen auf.

Worum es aber zu gehen scheint, ist dass Hartz4 Empfänger, die kein Bankkonto haben, an ihr Geld kommen ohne zur Arbeitsagentur zu müssen oder zur Postbank zu müssen.
Bleibt zu hoffen, dass diese Vereinbarung, anders als bei der Postbank, von Gebühren für diese unfreiwilligen "Kunden" der Postbank, wegfallen.

@19:40 von miss_verstaendnis

"O, doch! Schlimmer gehts immer. Wenn nämlich next das Bargeld abgeschafft wird, kann man nicht einmal mehr etwas Geld in bedürftige Hände fallen lassen ..."

Hab' ich auch schon überlegt. Aber ich hoffe, dass es bei weiteren Versuchen (auch subtilen Versuchen wie z.B. das aus dem Verkehr ziehen des nächsthöheren Geldscheins - also nach den 500Euro- der 200Euro-Schein oder die Bestrebungen der Bahn, Fahrkartenerwerb auf bargeldlos umzustellen etc.) das überwiegend noch schlafende Volk mal so richtig zornig wird.

re klabauterman 08

"Der Regelsatz eines ledigen Hartz IV Empfängers beträgt 409€. Wissen sie wie viel Flaschen sie dafür abgeben müssen um die für Ihren "Leergutbon" 409€ zu bekommen? DAS ist Diskriminierung und lässt sich lediglich durch die Nötigung NICHT mit leeren Händen an der Kasse zu stehen verschleiern."

Sie haben's ja immer noch nicht kapiert.

Niemand ist gezwungen, sich mit Ware an der Supermarktkasse anzustellen. Wenn ich ich Leergut für 50 Cent abgegeben habe kriege ich die 50 Cent an der Kasse ausbezahlt. Auch wenn ich sonst nichts kaufe.

Dieses ganze Gejammer ist lächerlich. Wenn ich sehe, dass einer vor mir drei Gläser Nutella uf das Laufband legt, entblößt der sein Leben zehnmal mehr als einer, der einen Bon gescannt kriegt und dann Geld aus der Kasse bekommt.

@ 20:51 von realist999

"Andererseits: warum geht das z.B. nicht in einer Filiale der Deutsche Post AG?"

Deutsche Post hat praktisch keine Filialen mehr, die so bezeichneten sind durchwegs Filialen der Postbank ..... und diese möchte mit dieser Kundschaft (nach Möglichkeit) nichts zu tun haben :(

Doch, auf ein Guthabenkonto

Doch, auf ein Guthabenkonto hat jeder Anspruch.

Aber was nützt Ihnen das Konto, wenn Sie absolut pleite sind? Falls Sie keinerlei Geld mehr zur Verfügung haben, wenn Sie die Leistungen beim Amt beantragen, es aber noch einige Tage dauert, bis das bewilligte Geld auf Ihrem Konto ankommen wird?
Für solche akuten Notfälle, in denen jemand sofort Geld braucht, um seinen Kühlschrank aufzufüllen, ist das Ganze gedacht.
Dann kann man zur Überbrückung mit einem Zettel vom Amt das Nötigste einkaufen gehen und etwas Bargeld erhalten.
Insofern ist es gut gemeint.

Aber dennoch ist der Datenschutz ein Problem, das meines Erachtens nicht ausreichend bedacht wurde.

Siehe auch:
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2015/10/2015-10-28-rec...

"Arbeitslosengeld aus dem Supermarkt"

"Diese Automaten sollen nun aus Kostengründen abgebaut werden."

.

Jep und der Mensch spielt dabei keine Rolle und seine Würde sowie Daten sowie nicht.

Wer es für diskriminierend hält, wenn ALGII Empfänger

im Supermarkt Bargeld abholen, der möge sich mal Gedanken darüber machen, wie diskriminierend es ggf. sein könnte, wenn man als ALGII Empfänger jeden morgen vor dem Rathaus zur Bürgerarbeit antreten darf, weil man sonst kein Geld mehr vom Amt bekommt.

21:39 von traurigerdemokrat

Und wieder eine Aufgabe des Staats, die in die Hände privater geht.
////
*
*
Traurig, das beim Staat "Einsparungen" nichts verbessert.
*
Ausser des Erhalts der Wertschätzung für die Eingesparten durch Umsetzung.

@18:07 von wenigfahrer und @18:11 von Thomas Wohlzufrieden

Zu Thomas Wohlzufrieden

Danke, das sehe ich ähnlich.
Es ist schon heute extrem würdelos, wenn man am 1.
des Monats des neuen Bewilligungszeitraumes im Jobcenter betteln muß weil die es nicht schaffen die Anträge nicht zu bearbeiten.
Ich selber habe dies in den letzten 2 Bewilligungszeiten so erlebt.
Und nein, alle Unterlagen waren 1. vollständig u. 2. früh genug abgegeben.
Jeder Bürger hat ein Anrecht auf ein kostenfreies Konto wenn dieser bedürftig ist.
Wenn es die Arge nicht hinbekommt ihre Kosten zu senken, darf das nicht wieder auf uns abgewälzt werden.

Zu wenigfahrer
Sry, aber das was Sie erzählen ist für Mill. eine Beleidigung.
Ich bekomme die volle Summe u. zahle davon meine Miete etc. pünklich wie viele Mill. anderer auch.

Welches Bild doch manche Menschen von "Hartz 4 Empfängern" haben.

Bitte Herr/Frau wenigfahrer, glauben Sie nicht alles was Sie auf den Hartz 4 Spartensender RTL 2 sehen.

Das Bild was dort gezeigt wird entspricht nicht der Regel!

Vielen Dank

fordern & traumatisieren?

Die "dringenden Fälle" treten oft dann ein, wenn die Leistungen nicht rechtzeitig bewilligt bzw. angewiesen wurden. Es ist ja wohl so, dass man zum Jobcenter gehen muss, um den "Bon" abzuholen, der einen berechtigt und das vermutlich jedes Mal, wenn man das nutzen muss. Müssen Menschen ohne Konto dann 1x im Monat stundenlang in der Eingangszone warten, um den diesen abzuholen (oder vielleicht mehrfach, weil die 409 € nicht in Einem ausgezahlt werden-#Verantwortungslosigkeit)?
Abgesehen vom nicht vorhandenen Datenschutz und der Diskriminierung, die zwangsläufig damit einhergehen wird, sehe ich darin eine unzulässige Verquickung zwischen Staat und Privatwirtschaft. Ich gehe davon aus, dass allerspätestens das BVG diesen Versuch "kassieren" wird.
Dass Armut Menschen schneller krank werden und sterben lässt, ist eine Tatsache. Wenn man den ohnehin schon vorhandenen Druck auf den unteren Teil der Gesellschaft noch mehr verstärkt, wird der Zusammenhang bald für jeden offensichtlich sein.

@ 19:06 von Klabautermann 08 + 19:09 von Anna-Elisabeth

Im Gegendsatz zu Ihrer Aussage finde ich es würdelos dass manche Menschen in diesen Schlangen an der Supermarktkasse dem Vordermann(frau) so nahe rücken dass sie demjenigen ins Portemonaie schauen können.
Wenn jeder etwas Rücksicht nimmt und den notwendigen Abstand hält muss außer der Kassiererin niemand mitbekommen ob ich mit der EC-Karte Geld dort abhebe (was ich seit Jahren so mache ) oder ob jemand dazu den Bon der Arbeitsagentur nutzt!
Aber das Thema Anstand ist leider immer weniger verbreitet. Wenn hier jemand also so eine Aussage zur Würdelosigkeit dieser Lösung trifft muss man wohl vielleicht vermuten dass derjenige auch zu diesen Menschen gehört die dort weniger Anstand zeigen?
Mein Schwager als Hartz4-Empfänger findet diese Idee jedenfalls besser als das bisherige weite fahren zur Arbeitssagentur. Der nächste Suipermarkt liegt viel näher und man kann das mit dem sowieso notwendigen Einkauf verbinden.
So unterschiedlich sind wohl die Ansichten dazu!

@22:07 von karwandler

"Wenn ich sehe, dass einer vor mir drei Gläser Nutella uf das Laufband legt, entblößt der sein Leben zehnmal mehr als einer, der einen Bon gescannt kriegt und dann Geld aus der Kasse bekommt."

Sie müssen ein echtes Mathematik-Genie sein: Sie rechnen mit einer Unzahl unbekannter Variablen und kommen in Sekunden zu einem Ergebnis. Respekt.

Zu Ihrem besseren Verständnis: Mir fallen hundert Gründe ein, warum jemand drei Nutella-Gläser kaufen könnte.

Ansonsten: Sie verwechseln hier im Forum Kritik mit Jammern.

@18:25 von Bernd1

Denn ich sehe die Arbeitslosen als Kunden der Arbeitsagentur!
---

Sie glücklicher, denn Sie waren noch nie Kunde des Jobcenters.

Ansonsten hätten Sie nicht diese Wortwahl gewählt.
Ergo glaube ich auch nicht, daß Sie eine besondere Kenntnis der wahren Gegebenheiten eines Jobcenters besitzen.

Sry, aber die Wirklichkeit ist grausam, asozial und menschenverachtend.

Ich spreche aus einer 17 jährigen Erfahrung heraus.

@ 2017 um 21:31 von frosthorn

Sie schreiben:
"wie könnte das weitergehen?
Schritt 2: der Scancode berechtigt nicht etwa zum Bargeldempfang an einer Supermarktkasse, sondern lediglich zur Einlösung von Waren in der ausgewiesenen Höhe?"
*
Was sollen denn solche Verschwörungstheorien?
Wer den Artikel gelesen hat sollte erkennen dass es um das auszahlen des Geldes geht. Unabhängig von EInkäufen und sonstigen Bedingungen!
Warum solche diskriminierenden Vermutingen?
Man kann aber auch alles ins schlechte ziehen wenn man es unbedingt will!

@21:31 von frosthorn

"Schritt 2: der Scancode berechtigt nicht etwa zum Bargeldempfang an einer Supermarktkasse, sondern lediglich zur Einlösung von Waren in der ausgewiesenen Höhe?
Schritt 3: Mit dem Scancode wird gleich festgelegt, was gekauft werden darf und was nicht? Z.B. keine "Luxusgüter" wie Tabakwaren oder Alkohol?

Komme mir bitte keiner damit, dass sowas nicht möglich wäre."

Malen Sie bitte den Teufel nicht an die Wand. Mir wird ganz schlecht. Hoffentlich liest das kein Politiker - könnte als "gute" Idee übernommen werden.

@18:54 von Tillomaticus Teil 1v2

Welch eine Anmaßung.
Ich schäume vor Wut von solcher Erniedrigung.

Ja liebe TS, sperren Sie ruhig diesen Beitrag.
Ich erzähle ja nur die nackte Wahrheit.

Seit 11 Jahren muß ich mich bei der Gesellschaft dafür rechtfertigen, daß ich ein ALG II -Empfänger bin.

Es reicht wirklich!

Ihr O-Ton:
Versteh ich nicht was schlimm daran ist, jemandem im Supermarkt sein Geld auszuzahlen, wo er es für Lebensmittel ausgeben kann.

Ja es stimmt, der Großteil des Regelsatzes geht für Lebensmittel drauf, weil der Regelsatz ein Leben in der Gesellschaft eben kaum oder wie bei mir nicht zulässt.

Hier mal die Aufgliederung des Regelsatzes.
Vielleicht fällt Ihnen etwas auf?

1+2: Nahrungsmittel, alkohlfreie Getränke: 142,6€
3: Bekleidung, Schuhe: 35,84€
4: Wohnen, Energie u. Instandhaltung 34,5 darin enthalten Strom 25,21€
5: Innenausstattung u. Haushaltsgeräte gesamt 3,35€
6: Gesundheitspflege: 15,54€
7: Verkehr: 34,08€
8:Nachrichtenübermittlung: 36,58€
...

Gute Sache.

Also, ich finde es nicht so schlecht. Vielleicht hilft es ja sogar, Stigmatisierung entgegen zu wirken, wenn offenbar wird, wie viele Menschen betroffen sind und die Leute ihre Situation offener zeigen.

Das setzt selbstverständlich voraus, dass Betroffene sich freiwillig gegen die Kontoauszahlung entscheiden!

Aber das haben Regierung und Bundesagentur doch sicher so geplant. Das sind doch keine Unmenschen...

@22:12 von Cornelia R.: Datenschutz?

Wo sieht man da ein Problem mit dem Datenschutz?

Ich muss zum Jobcenter und mir dort einen Auszahlungsschein holen. Das heißt ich bekomme nur Geld wenn das Jobcenter auch geöffnet hat.

Mit diesem Zettel auf dem ein Barcode mit dem auszuzahlenden Betrag steht gehe ich zum Supermarkt, gebe den Zettel ab und bekomme mein Geld.

Ich muss keinen Namen nennen, keinen Ausweis vorlegen, sondern nur den anonymen Zettel abgeben.

Die Kassiererin weiß danach, dass ich ALGII Empfänger bin und ggf. der Kunde hinter mir. Denen muss ich aber nicht meinen Namen oder meine Adresse nennen.

Wo soll da also ein Problem mit dem Datenschutz bestehen?

Wem es zu peinlich ist, im Notfall mit so einem Zettel zum Supermarkt zu gehen, um Bargeld zu erhalten, der sollte dann besser keinen Notfall eintreten lassen.

Man muss nicht zum Markt in der eigenen Nachbarschaft gehen. Da man immer zuerst zum Jobcenter muss, wird vermutlich der dem Jobcenter am nächsten gelegene Markt sehr viele Scheine einlösen.

re anna-elisabeth

"Zu Ihrem besseren Verständnis: Mir fallen hundert Gründe ein, warum jemand drei Nutella-Gläser kaufen könnte."

Auch zu Ihrem besseren Verständnis: erstens war es ein Beispiel, dass der Blick auf jemandes Einkäufe manche Rückschlüsse erlaubt. Zweitens ist unter den hundert Gründen auf jeden Fall: Defizit bzgl. gesunder Ernährung.

@ 21:24 von Klabautermann 08

Sie schreiben:
"Klar, kommt doch gut an, wenn sie ohne Wahre im Einkaufswagen einen "Leergutbon" an der Kasse abgeben und dafür 409€ (alleinstehend) auf die Kralle gezählt bekommen.
Ich hoffe das diese Aktion ganz schnell wegen Verstoß gegen den Datenschutz, Diskriminierung und eventuell Nötigung (etwas in dem Laden zu kaufen damit die Leute in der Schlange nichts merken) einkassiert wird"
*
Sie haben schon etwas seltsame Vostellungen von Diskriminierung und ähnlichen Dingen.
Als es noch kein Hartz4 gab, also bis vor etwa 14 Jahren, gab es Sozialhilfe. Die wurde zu großen Teilen in Bezugscheinen ausgezahlt mit denen die Menschen dann einkaufen mussten. Und da gab es gar kein Bargeld für sondern nur die dort genau bezeichnete Waren!
Das war um vieles schlimmer und peinlicher als mit einem Bon an die Kasse eines Supermarktes zu gehen und sich dort das Geld auzahlen zu laqssen. Wenn Sie dahinter stehen und den nötigen Anstand (und Absatnbd) bewahren bekommen Sie das gar nicht mit!

@ Bernd1

Schließen Sie von sich auf andere oder was gibt Ihnen die Fähigkeit über andere zu urteilen? Ja Anstand scheint für viele ein Fremdwort zu sein, genau so wie Achtung der Würde von anderen. Und ob Sie seit Jahren mit ihrer EC-Karte bezahlen oder wo auch immer Ihr Geld abholen, berechtigt Sie nicht das auch von anderen Menschen zu verlangen. Nur weil Sie in den Rhein springen, müssen nicht alle hinter.

Diskussion abseits von Sachkenntnis

An alle Berufsempörten: 2016 wurde das "Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie über die Vergleichbarkeit von Zahlungskontoentgelten, den Wechsel von Zahlungskonten sowie den Zugang zu Zahlungskonten mit grundlegenden Funktionen..." verabschiedet. Jeder, der möchte, kann also ein Konto eröffnen. Manche möchten das offenbar nicht.

Zum Zweiten: Es geht bei der genannten Zahl an Barauszahlungen meistens nicht um den Monatsbedarf, sondern um kleinere Beträge, die durch Sonderbedarfe etc. entstehen.

Amüsant ist, in welch hohem Maße sachliche Desinformation und Rechtschreibkenntnisse miteinander harmonieren.

@ GeMe

Wem es zu peinlich ist, im Notfall mit so einem Zettel zum Supermarkt zu gehen, um Bargeld zu erhalten, der sollte dann besser keinen Notfall eintreten lassen.
Solche Sprüche von solchen ..... liebe ich. Hoffentlich kommen Sie mal in solch eine Situation, damit von Ihrem hohen Roß herunter kommen. KEINER außer vielleicht solche Leute die ihr Geld nicht auf ehrlich Weise verdienen sind heute vor dieser Gefahr sicher.

@geme

"Mit diesem Zettel auf dem ein Barcode mit dem auszuzahlenden Betrag steht gehe ich zum Supermarkt, gebe den Zettel ab und bekomme mein Geld."

.

Und alle in der "sozialistischen Wartegemeinschaft", Schlange sehen das ich Harz 4 Empfänger bin. Danke.

@ 22:28 von Biocreature

Sie haben Recht damit dass ich kein "Kunde" der Arbeitsagentur bin.
Aber mein Schwager ist seit Jahren Hartz4-Empfänger und erzählt regelmäßig davon. Daher weiß ich dass es dort "solche" und "andere" Mitarbeiter gibt!
Von ihm weiß ich aber auch dass er lieber solch einen Bon in einem Supermarkt einlösen würde als zum Automaten in der Arbeitsagentur zu fahren wenn er kein Girokonto hätte!
Insofern kann ich Ihre Wut über diese angebliche "Erniedrigung" nicht nachvollziehen!
Er hat ein Konto und deswegen trifft es ihn nicht und wahrscheinlich wird es bei Ihnen nicht viel anders sein?

@18:54 von Tillomaticus Teil 2v2

9: Freizeit, Unterhaltung, Kultur: 39,24€
darin enthalten
Spielwaren inkl. PC-Spiele: 1,78€
Besuch v. Sport u. Kulturveranstaltungen: 8,67€
Zeitungen: 5,56€
Bücher: 4,78€
10: Bildung (Kurse etc.): 1,05€
11: Beherbergung u. Gastronomie: 10,17€
12: Andere Dienstleistungen z.B. Drogerieartikel: 32,43€

Und nun meine montl. Ausgaben aus dem Regelsatz:
45 € für div. nötige Versicherungen,
ca. 40 - 60 € Kfz Kosten, welches ich für div. Arztbesuche und Pysiotherapie u. Einkäufe benötige.
Strom ca. 50€, denn für 34,50 € funktioniert nicht.
Nicht erstattbare Medikamente u. Apothekenartikel die ich benötige: zwischen 100 und 150€/ Monat
Der ganze Rest geht für Essen und Trinken drauf:
Also stolze 139,00 € knapp unterhalb der Summe laut Regelsatz.
Und gesunde Bio-Ware und ein Filet vom Rind beim Fleischer ist nur ein Traum.

Noch irgendwelche Fragen bzgl. Kultur, Essen gehen, Kino, usw.

Es ist nur noch das bloße existieren.

Und nun soll ich noch mich vor allen Kunden im Markt an der Kasse outen

Bei der evangelischen Gesellschaft

bei der ich ehrenamtlich tätig bin können die Wohnungslosen auch Geld vom Amt abholen. Das ist aber ein geschützter Raum, die Leute kennen sich untereinander und wissen um der anderen Situation. Das ist nicht so kompromittierend, als wenn an der Supermarktkasse die Nachbarin hinter Einem steht oder ein alter Klassenkamerad.
Es muss ein Konto für Alle auf Guthabenbasis geben, das zumindest die großen Bankverbände mit geringen Gebühren anbieten. Die Regierung hat viel für die Banken getan, das wäre jetzt ein Zeichen der Banken

@22:26 von Bernd1

"Aber das Thema Anstand ist leider immer weniger verbreitet."

Damit haben Sie recht.

"Wenn hier jemand also so eine Aussage zur Würdelosigkeit dieser Lösung trifft muss man wohl vielleicht vermuten dass derjenige auch zu diesen Menschen gehört die dort weniger Anstand zeigen?"

Dies ist keine logische Schlussfolgerung sondern eine unzulässige Unterstellung. Aber ich denke, das wissen Sie ganz genau.

@21:31 von frosthorn: Schritt 2 und Schritt 3

zu Schritt 2: Da wären Lebensmittelmarken wie in den USA ein wesentlich einfacherer Weg, dies umzusetzen.
Was nützen einem aber Lebensmittelgutscheine, wenn man das Geld benötigt, um die Strom oder Gasrechnung zu bezahlen?

zu Schritt 3: Der Aufwand dies in die Warenwirtschaftssysteme der Supermarktketten zu programmieren, stünde wohl in keinem Verhältnis zum Nutzen. Welcher Nutzen das auch immer sein sollte.

Was wohl viele hier vergessen. Das Verfahren ist für NOTFÄLLE gedacht und nicht als tag-tägliche Praxis.

21:31 von frosthorn

wie könnte das weitergehen?

Schritt 2: der Scancode berechtigt nicht etwa zum Bargeldempfang an einer Supermarktkasse, sondern lediglich zur Einlösung von Waren in der ausgewiesenen Höhe?
Schritt 3: Mit dem Scancode wird gleich festgelegt, was gekauft werden darf und was nicht? Z.B. keine "Luxusgüter" wie Tabakwaren oder Alkohol?

Komme mir bitte keiner damit, dass sowas nicht möglich wäre.
///
*
*
Klar, nicht ist so schlimm, das es von den Vertretern der Werktätigen nicht erstmal behauptet wird.
*
Wie sind nur Insidergeschäfte von den edlen IGM-Führern möglich gewesen?
*
Hat Steinkkühler seine Gewinne für Obdachlose gespendet?
*
Wenn Supermärkte auch nur Ihre, bei den Staatsdienern "eingesparten" Kosten, durch Verkauf erwirtschaften, ist das eventuell sozialer, als jede "Arbeitnehmervertretung"?

@ 22:44 von Klabautermann 08

Sie schreiben:
"Schließen Sie von sich auf andere oder was gibt Ihnen die Fähigkeit über andere zu urteilen?"
*
Erstens urteile ich nicht über andere und zweistens schließe ich auch nicht von mir auf andere, wie Sie schreiben.
Ich schließe nur aus den Aussagen von Menschen auf deren Verhalten. Wer davon schreibt dass man ja sehen was andere der Kassiererin geben der muss sich schon selbst die Mühe geben genau hinzuschauen.
Stichwot Anstand!
Ich weiß nur was wirklich peinlich und diskriminierend war und zwar die früheren Bezugscheine für Sozialhilfeempfänger bevor die Sozialhilfe und das ALG II zu Harzt4 zusammengelegt wurde!
Dagegen ist diese oben beschriebene Bon-Lösung geradezu eine Wohltat!
Insofern war die Einführung von Harz4 für die früheren Sozialhilfeempfänger ein Riesenfortschritt!

21:56 von Anna-Elisabeth

Hallo, sehr geehrter User Anna-Elisabeth -
Eine kleine, aber feine Korrektur zu Ihrem Kommentar auf meinen:

Ich (Gegenlicht) habe nur die erste Zeile Ihres Kommentars vom User miss_verstaendnis zitiert. Der weitere Text drunter stammt aus meiner Feder, äh Tastatur.

Sollte schon beachtet werden.

Am eigentlichen Problem vorbei,

denn eigentlich steht ja seit kurzem jedem Menschen zumindest ein "P-Konto" zu. Wenn es trotzdem Menschen ohne Konto gibt, muss man Aufklärung betreiben und Banken in die Pflicht nehmen.
Kunden in Super- und Drogeriemärkten mittels Barcode- Zetteln zu stigmatisieren, ist sicher die unschönste aller denkbarer Lösungen.

In der Praxis stelle ich mir das auch sehr umständlich vor, besonders bei erhöhtem Kundenandrang.
Dann, wenn es nur ein einfacher Barcode ist, sind Manipulationen mittels Kopien ausgeschlossen? Schließlich braucht eine Buchung auch einige Minuten... Wer haftet bei Mißbrauch, Märkte oder Staat?

@ Bernd1

Haben sie schon einmal daran gedacht, dass Ihr Schwager ein Einzelfall ist und nicht repräsentativ für die Mehrheit der H- IVer? Manchen fällt es schwer über ihren eigenen oder den den Tellerrand des Schwagers zu schauen und oder die Meinung anderer zu akzeptieren. Vielleicht lässt es sich ja auch gleich noch einrichten dass an der Supermarktkasse die Überweisungen erledigt werden können, damit wäre dann sicher auch Ihre Neugierde über die Verhältnisse Ihrer Mitmenschen befriedigt. Hoffentlich werden die Kassen dann so umgebaut, wie es heute in manchen Postfilialen/Banken vorhanden ist oder in den 80ern schon in Kanadischen Banken normal war. Absperrungen und Wartezonen bis der Vorkunde fertig ist.

re laurisch.-karsten

"Mit diesem Zettel auf dem ein Barcode mit dem auszuzahlenden Betrag steht gehe ich zum Supermarkt, gebe den Zettel ab und bekomme mein Geld."

Und alle in der "sozialistischen Wartegemeinschaft", Schlange sehen das ich Harz 4 Empfänger bin. Danke."

Mein Gott, das ist einer in der Schlange hinter Ihnen und den interessiert es einen Käse, dass Sie Hartz4 beziehen.

Gehen Sie denn auch extra jeden Tag um acht aus dem Haus Enten füttern bis 17 Uhr? Sonst merkt doch jeder in der Nachbarschaft, dass Sie keine Arbeit haben.

Und schleichen Sie sich mit einem falschen Bart zum Termin in die Arbeitsagentur? Womöglich erkennt Sie einer.

leider

passiert hier etwas, was nicht sein müsste, allerdings, ehrlich gesagt, auch nicht anders zu erwarten war:

"Was ist denn dabei, wenn ich mit so einem Bon zum nächsten Supermarkt tappe? Ist ja näher als zur nächsten Bank!"

Heißt: Die Transferempfänger sollen sich gefälligst nicht so anstellen und, wo sie ja schon Geld bekommen, auch noch sowas wie Würde verlangen.

Für mich ist das bezeichnend für den Zustand unserer Gesellschaft, wo der siebzehnte in der Tabelle sich immer noch ein bisschen besser fühlt als der achtzehnte, und deshalb hofft, durch Treten nach unten zu den "richtigen" zu gehören.

@ Bernd1

Ich weiß nur was wirklich peinlich und diskriminierend war und zwar die früheren Bezugscheine für Sozialhilfeempfänger bevor die Sozialhilfe und das ALG II zu Harzt4 zusammengelegt wurde!
Dagegen ist diese oben beschriebene Bon-Lösung geradezu eine Wohltat!
Insofern war die Einführung von Harz4 für die früheren Sozialhilfeempfänger ein Riesenfortschritt!

Sie haben wirklich KEINE Ahnung von der Materie, und maßen sich an den arbeitslosen Mitmenschen "gute Ratschläge" zu geben. Das bestätigt nur einmal wieder meine Meinung über ihre regierungsnahe Beiträge aus der Vergangenheit

@22:40 von GeMe

"Wem es zu peinlich ist, im Notfall mit so einem Zettel zum Supermarkt zu gehen, um Bargeld zu erhalten, der sollte dann besser keinen Notfall eintreten lassen."

Aua - das tut richtig weh. Denken Sie noch einmal über die Bedeutung des Wortes 'Notfall' nach.

@22:57 von GeMe Ihr O-Ton:...

...Was wohl viele hier vergessen. Das Verfahren ist für NOTFÄLLE gedacht und nicht als tag-tägliche Praxis.
---

Nein, das habe ich zumindestens nicht vergessen.

Aber auch ein einmaliger Vorgang kann ausreichen um erheblichen Schaden anzurichten.

Supermärkte sind nicht der richtige Ort für solche Angelegenheiten.

Ein Kassenautomat im Jobcenter kann dieselbe Funktion übernehmen.

@Karwandler

Neu
Am 11. November 2017 um 23:11 von laurisch._karsten
@Karwandler
"Mein Gott, das ist einer in der Schlange hinter Ihnen und den interessiert es einen Käse, dass Sie Hartz4 beziehen."
.
Das "Problem" ist nur ich wohne in Wittenberg und nicht in Berlin.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lutherstadt_Wittenberg
.
Wittenberg ist ein "Dorf", anders als Berlin.

Warum wird nicht bei der

Warum wird nicht bei der Stadtkasse im Bürgeramt ausgezahlt, wenn die Kassenautomaten zu teuer sind?

@22:51 von laurisch._karsten: und alle sehen...

"Und alle in der "sozialistischen Wartegemeinschaft", Schlange sehen das ich Harz 4 Empfänger bin. Danke."

Bei uns liegt das Jobcenter direkt neben dem Rathaus im Stadtzentrum. Da wird jeder, der ins Jobcenter geht oder herauskommt, von jeder Menge Menschen gesehen.

Wo ist denn da der Unterschied zum "Gesehen-werden" im Supermarkt?

@ 23:04 von Klabautermann 08

Sie schreiben:
"Manchen fällt es schwer über ihren eigenen oder den den Tellerrand des Schwagers zu schauen und oder die Meinung anderer zu akzeptieren. "
*
Das mag stimmen aber vielleicht hinterfragen Sie sich ebenfalls einmal. Viele Menschen regen sich ja über Themen auf mit denen sie selbst gar keine echten Berührungspunkte haben.
Für wen gelten diese neuen Regelungen überhaupt falls es überhaupt so kommen sollte?
Für die Arbeitslsosen die kein Girokonto haben denn die anderen bekommen das Geld ja dorthin überwiesen!
Wie viele sind das?
Und dann hier diese Riesenaufregung?
Insofern bitte noch mal über den genannten Tellerrand nachdenken!
Übrigens habe ich sehr viele Kontakte zu Menschen ohne Job seit ich als Rentner bei den Tafeln helfe! Da ist der Tellerrand schon sehr groß!
Wie sieht es da bei Ihnen aus?

@bernd1

ganz grosse idee. nur der nichtkontobesitzer hat natürlich keine ec-karte

re frosthorn

"Heißt: Die Transferempfänger sollen sich gefälligst nicht so anstellen und, wo sie ja schon Geld bekommen, auch noch sowas wie Würde verlangen."

Ich heul gleich auch.

Es kann jeder Transferempfänger ein Bankkonto haben. Wer dann trotzdem lieber Bargeld vom Arbeitsamt holt wird geringstes Verständnis für Fremde haben, die sich um seine Würde sorgen.

@ 23:08 von frosthorn -- falsche Annahmen!

Sie schreiben:
"passiert hier etwas, was nicht sein müsste, allerdings, ehrlich gesagt, auch nicht anders zu erwarten war:
"Was ist denn dabei, wenn ich mit so einem Bon zum nächsten Supermarkt tappe? Ist ja näher als zur nächsten Bank!"
Heißt: Die Transferempfänger sollen sich gefälligst nicht so anstellen und, wo sie ja schon Geld bekommen, auch noch sowas wie Würde verlangen."
*
Das ist ein falsche Fragestellung.
Denn wer ein Bankkonto hat bekommt keine solchen Bons sondern er bekommt weiterhin das Geld aufs Konto überwiesen!
Nur Menschen ohne eigenes Konto sind von diesem Thema überhaupt betroffen.
Die Diskussion läuft hier völlig daneben, so als müssten jetzt ALLE Arbeitslosen ihr Geld vom Supermarkt holen!!
Schade dass scheinbar viele User die Texte der Meldungen nicht komplett lesen bevor sie sich aufregen!

das Problem ist hausgemacht

Ein Empfänger von Leistungen ist ein armes Schwein.

Und auch wenn man die Möglichkeit diese Brandmarkungskontos nahmens P-Konto eingeführt hat, wollen viele kein solches.

Ein Grund könnte sein, dass man ohnehin schon überall die Hosen runterlassen muss. Also möchte man nicht auch noch bei bargeldlosen Transaktionen überwacht werden. Denn wie ein Politiker diese Woche offen zugab, hat man es geschafft, das Bankgeheimnis zu egalisieren.

Und damit hat man als Behörde das Problem, wie man die Leistungen, sprich das Geld zu den Personen bringt, die Anspruch auf die paar Mücken haben. Und weil Personal zu teuer ist, auch in einer Agentur für Arbeit, sind diese Automaten installiert worden. Und die Kosten 3,2 Mio. pro Jahr an Unterhalt. Ziemlich egal, ob hier 400.000 oder 600.000 Transaktionen getätigt werden.

Wegen zuviel Bürokratie, Überwachungswahn und fehlender Weitsicht wirft man mit jeder Problemlösung ein oder mehr neue Probleme auf.

@23:10 von Klabautermann 08 re. @ Bernd1...

...Ich gebe Ihnen ja so recht.

Natürlich freut sich der ehemalige Sozialhilfeempfänger, daß er nun diesen Riesenfortschritt
bestimmt mit einer Flasche Champagner vom Aldi feiern wird.

Werter User Bernd1, warum lesen Sie sich nicht einmal das ganze SGB II durch.
Vielleicht ändern Sie ja dann Ihre Meinung (denn Wissen kann es glaube ich nicht sein) über "Hartz IV".

Hartz IV Empfänder zu werden.

In Deutschland sind mehrere Millionen Menschen auf staatliche Unterstützung angewiesen und es kann jeden treffen. Daher sollte man auch kein Problem damit haben, wenn jemand vor einem an der Kasse eine NOTFALL-Auszahlung des Jobcenters bekommt.

Genauso wenig gibt es einen Grund dafür dass es einem peinlich ist, eine solche Auszahlung zu bekommen.

Wenn man aber nach dem Motto "mehr schein als sein" lebt, dann könnte es natürlich sein, dass einen jemand im Supermarkt beim Empfang des Notfall-Geldes sieht, dem man das lieber verheimlicht hätte.

Manche argumentieren hier so, als sei es demnächst das Standardverfahren für Hartz IV Empfänger, um Bargeld zu bekommen. Es geht aber um Notfälle.

Und wenn die Kosten für die Geld-Automanten in den Jobcentern in keinem Verhältnis zum Bedarf stehen, kann der Bedarf wohl nicht allzu hoch sein.

@ 23:10 von Klabautermann 08

Sie schreiben:
"Sie haben wirklich KEINE Ahnung von der Materie, und maßen sich an den arbeitslosen Mitmenschen "gute Ratschläge" zu geben. Das bestätigt nur einmal wieder meine Meinung über ihre regierungsnahe Beiträge aus der Vergangenheit"
*
Könne Sie mir bitte sagen welcher Satz oder Inhalt in der von Ihnen fett gedruckt zitierten Aussage zur Sozialhilfe falsch war?
Biite informieren Sie sich doch erst einmal über die wirklichen Fakten bevor Sie andere user beschimpfen!

Leider bekommt nicht jeder

Leider bekommt nicht jeder ein Konto wenn er bestimmte Unterlagen, warum auch immer nicht vorweisen kann. Schlimm finde ich an der ganzen Sache, dass jeder dann mitbekommt wer vom Amt lebt und kein Konto hat oder warum auch immer eine Barauszehlung bekommen muss und sei es nur weil die Behörde nicht rechtzeitig überwiesen hat wie es oft passiert. Am Automat in der Behörde weiß es dann nicht gleich die ganze Nachbarschaft und man ist vor noch mehr Ausgrenzung etwas besser geschützt. Auch ist in Läden der Datenschutz nicht garantiert, bei Behörden unterschreiben die Mitarbeiter wenigstens, dass keine Kundennamen nach draußen gelangen, nicht so Kassierer und Mitarbeiter beim Supermarkt.

22:33 von Bernd1

>> Was sollen denn solche Verschwörungstheorien? <<

Weil sowas schon real ist. Vor ein paar Jahren wurde eine Doku über Asylbewerber gedreht (bei Youtube zu finden: Filmpiraten - Der alltägliche Rassismus an den Supermarktkassen). Statt Bargeld hatten die Betroffenen Supermarkt Gutscheine bekommen. Diese waren allerdings nur in einem bestimmten Markt am Ende der Stadt gültig, nicht im nahgelegenen Markt der selben Kette.
Bahn fahren war nicht möglich (da es keinerlei Bargeld gab), somit mussten die Leute 2-3 Kilometer in den Markt laufen.
Die Gutscheine waren dann auch auf Lebensmittel und Drogerie Artikel beschränkt. Ein "Ich lerne deutsch" Buch für die Kinder (Stichwort fehlende Integrationsbereitschaft) - abgelehnt, ist ja kein Lebensmittel. Batterien für Kinderspielzeug, dass ihnen geschenkt wurde - kein Lebensmittel.

Viel Verschwörungstheorie ist da nicht dabei, das war/ist heute schon da.

@anna elisabeth

die aussage vom frosthorn hat nix mit dem teufel zu tun. unsere regierung will uns schon umformen. tabak ist teufelszeug. schliesslich arbeitet die politik auch an der abschaffung von bargeld. und respekt für die skeptik gegenüber karwandel. aber der nörgelt nicht, er weiss halt alles

@ Bernd1 22.52

"Von ihm weiß ich aber auch dass er lieber solch einen Bon in einem Supermarkt einlösen würde als zum Automaten in der Arbeitsagentur zu fahren wenn er kein Girokonto hätte!"
****

Naja, Ihr Schwager übersieht dabei, dass er in jedem Fall erst zur Arbeitsagentur fahren müsste, um sich den Bezugsschein abzuholen.. Und WENN es ihn betreffen würde, wäre er mit Sicherheit froh, sein Geld dort abholen zu können, wo es hin gehört - nämlich auf diesem Amt. Und eben nicht an öffentlichen Supermarktkassen.

Sie können versuchen, dieses Vorhaben positiv darzustellen.. Das ist es aber nicht. Ganz im Gegenteil, es IST kompromittierend und verletzt damit die Würde dieser Menschen.
Jeder, der hier oder in anderen Foren liest, weiß welch abwertende und beleidigende Einstellungen gegenüber HartzIV Empfängern vorherrschen..

Ich frage mich, mit welcher Berechtigung diesen Menschen (nur für Kosteneinsparung!) das normalste Bürgerrecht abgesprochen wird: Die Würde jedes Menschen ist unantastbar!

r 2017 um 23:05 von karwandler

"Und schleichen Sie sich mit einem falschen Bart zum Termin in die Arbeitsagentur? Womöglich erkennt Sie einer."

Ich finde Ihren Kommentar nicht gut. Ich halte diesen für herabwürdigend. Ggf sond Sie ja auch ein aufgeschlossener Mensch, der zB von Hartz4 Beziehern nicht per se schlechtes denkt.
Nur leider können die Leistungsbezieher diese aufgeklärte Haltung nicht bei allen Menschen in der Warteschlange an der Kasse vermuten.

Ich glaube schon, dass einige Leistungsbezieher das Geld lieber in geschütztem Umfeld entgegennehmen wollen. Und ich halte das für ihr guted Recht im Sinne Art der Menschenrechte 'Würde ...unantastbar'

@ Biocreature

Wenn das so und nur für Notfälle gedacht sein sollte, WARUM keine Barauszahlung bei Banken und Sparkassen, wo solche Geldtransaktionen eigentlich hin gehören? Warum an der Supermarktkasse, wo der nachfolgende Kunde noch nicht einmal abwarten kann, bis ich meinen Einkaufswagen leer habe und schon hinter mir auspackt obwohl ich den Platz noch selber brauche oder mir mit dem Einkaufswagen in die Hacke fährt weil es ihm nicht schnell genug geht?
Dann bitte wie vorher schon erwähnt Absperrung in gebührenden Abstand auch an der Einkaufskasse.

@geme

"
Am 11. November 2017 um 23:19 von GeMe

@22:51 von laurisch._karsten: und alle sehen...

"Und alle in der "sozialistischen Wartegemeinschaft", Schlange sehen das ich Harz 4 Empfänger bin. Danke."

Bei uns liegt das Jobcenter direkt neben dem Rathaus im Stadtzentrum. Da wird jeder, der ins Jobcenter geht oder herauskommt, von jeder Menge Menschen gesehen.

Wo ist denn da der Unterschied zum "Gesehen-werden" im Supermarkt?"

.

Auf Dörfer ist es schon peinlich Sozialhilfe zu beantragen.

@23:10 von Anna-Elisabeth @22:40 von GeMe

"Wem es zu peinlich ist, im Notfall mit so einem Zettel zum Supermarkt zu gehen, um Bargeld zu erhalten, der sollte dann besser keinen Notfall eintreten lassen."

Aua - das tut richtig weh. Denken Sie noch einmal über die Bedeutung des Wortes 'Notfall' nach.
---

Werter GeMe, Sie sollten einmal darüber nachdenken welche Seite diesen Notfall erzeugt hat?

In den meisten Fällen sind es nämlich die Jobcenter,
die entweder zu langsam oder gar mit Vorsatz solche Zahlungen nicht leisten.

Sie denken, ich denke mir das aus?
Also ich habe so einen Fall innerhalb des letzten Jahres 2mal selber erleben müssen.
Am 01. des Monats kein Geld auf dem Konto, sodass ich mir die Miete und mein Essensgeld von meiner Mutter leihen mußte.

Auch so etwas ist erniedrigend, wenn durch mangelnde Fähigkeiten seitens der Mitarbeiter im
Jobcenter ein 49 Jahre alter Mann seine fast 80zig jährige Mutter um Geld bitten muß.

Ohne Konto?

Selbst wenn einer arbeitslos ist, wird er seine Rechnungen haben, welche er zahlen muss, das bedeutet das er ohne Konto garnicht auskommen kann? Die Zahlerseite selber könnte sich mal Gedanken machen, das die ein Institut wählen, welche gar für die "normalen Bürger" ein kostenloses Konto zur Verfügung stellt, dann kommen die da nicht dran oder wie?

@ 23:13 von laurisch._karsten

Sie schreiben:
"Das "Problem" ist nur ich wohne in Wittenberg und nicht in Berlin."
*
Sollte man nicht auch in Wittenberg etwas Abstand vom Vordermann an der Kasse halten, Stichwort: Anstand!
Übrigens, nur wenn der Arbeitslose kein eigenes Bankkonto hat kommt diese Bon-Lösung zur Anwendung.
Wie viele werden das wohl sein???
Riesenaufregung um sehr wenige Betroffene!
Und die kannten das früher als Sozialhilfeempfänger von den Bezugscheinen, die waren schlimmer.

re biocreature

"Ein Kassenautomat im Jobcenter kann dieselbe Funktion übernehmen."

Sicher - kostet ja nur ein paar tausend Euro, sowas einzubauen, zu warten und den Nachschub an Bargeld zu organisieren.

Das muss es uns schon Wert sein, dass Herr Meier nicht womöglich vor seiner Nachbarin durch die Supermarktkasse muss.

Die weiß zwar längst, dass er auf Hartz IV ist ...

@Bernd1, 23:21

Für wen gelten diese neuen Regelungen überhaupt falls es überhaupt so kommen sollte?
Für die Arbeitslsosen die kein Girokonto haben denn die anderen bekommen das Geld ja dorthin überwiesen!
Wie viele sind das?
Und dann hier diese Riesenaufregung?

Sorry, so geht's überhaupt nicht. Diskriminierungen werden nicht dadurch akzeptabel, dass die Diskriminierten nur eine vergleichsweise kleine Gruppe darstellen. Das ist Grundlage jedes ernst zu nehmenden Demokratieverständnisses.

@23:19 von GeMe - Ihr O-Ton:...

Bei uns liegt das Jobcenter direkt neben dem Rathaus im Stadtzentrum. Da wird jeder, der ins Jobcenter geht oder herauskommt, von jeder Menge Menschen gesehen.

Wo ist denn da der Unterschied zum "Gesehen-werden" im Supermarkt?
---

Der Unterschied ist doch der, daß derjenige der beobachtet nicht wissen kann, was der Besucher des Amtes möchte.

Oder können die Menschen bei Ihnen alle hellsehen?

Nicht jeder Mensch der ins Jobcenter geht ist zwangsläufig "Hartz IV Empfänger".

Oder ist das in Ihrem Wohnort so?

re laurisch.-karsten

"Das "Problem" ist nur ich wohne in Wittenberg und nicht in Berlin.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lutherstadt_Wittenberg
.
Wittenberg ist ein "Dorf", anders als Berlin."

Und in einem Dorf weiß nicht sowieso jeder vom jedem, wer Hartz IV bezieht?

Das wird doch jetzt lächerlich.

@23:10 von Anna-Elisabeth: Nachdenken über Notfall

"Aua - das tut richtig weh. Denken Sie noch einmal über die Bedeutung des Wortes 'Notfall' nach."

Offensichtlich hatte Sie noch nie einen Notfall, bei dem Sie z.B. einen Krankenwagen oder die Polizei benötigten.

In einem Notfall ist es mir ehrlich gesagt völlig egal ob ich ein frisches Hemd oder die Jogginghose der letzten Woche an habe und es ist mir auch egal ob die Haare frisiert sind oder nicht. Da will ich, dass mir oder einer Person in Not geholfen wird.

Wenn ich in finanzieller Not bin, dann erwarte ich finanzielle Hilfe. Wenn ich diese unbürokratisch mit einem Bon im Supermarkt bekomme, dann ist es mir eherlich gesagt Sch...egal ob mich mein Nachbar beim Geldholen sieht. Ja ich habe mir über die Bedeutung des Wortes NOTFALL Gedanken gemacht.

@23:21 von Bernd1 - Sie helfen bei der Tafel und...

...vertreten hier so eine Meinung?

re 23:19 von GeMe

>>Bei uns liegt das Jobcenter direkt neben dem Rathaus im Stadtzentrum. Da wird jeder, der ins Jobcenter geht oder herauskommt, von jeder Menge Menschen gesehen.

Wo ist denn da der Unterschied zum "Gesehen-werden" im Supermarkt?<<

Der Unterschied ist ganz einfach zu benennen: Zu einem JobCenter kann man auch als Bürger mit Beruf, etwa, um sich beraten zu lassen, etwas abzugeben, seine/n Freund/in zu treffen, der/ die dort arbeitet, etc...

Aber mit solch einem Zettel an den Kassen weisen sie sich als Leistungsempfänger aus. Und das in einer Gesellschaft, die Arbeitslose herablassend behandelt - Besser, man kauft in diesem Zusammenhang mit der Auszahlung gar nichts ein, denn alles wird einem angekreidet werden - Motto: "Ich arbeite den ganzen Tag, aber dieses teure Brot kann ich mir nicht leisten - Der da schon!"

@23:03 von Gegenlicht

Sorry. Hab' beim Kopieren des Namens nicht aufgepasst.
Ich wünsche noch einen schönen (Rest-)Abend.

re phonomatic

"Warum wird nicht bei der Stadtkasse im Bürgeramt ausgezahlt, wenn die Kassenautomaten zu teuer sind?"

Weil dann hier wieder einer losheult, man würde ja "als solcher" erkannt ...

@23:11 von Biocreature: erheblichen Schaden anrichten

"Aber auch ein einmaliger Vorgang kann ausreichen um erheblichen Schaden anzurichten."

Welchen erheblichen Schaden soll das denn anrichten?

Im Zweifelsfall warte ich ein paar Minuten bis keine Schlange an der Kasse wartet und ich alleine mit der Kassiererin bin.

"Ein Kassenautomat im Jobcenter kann dieselbe Funktion übernehmen."

Wie ich bereits schrieb, steht der Unterhalt dieser Automaten wohl in keinem Verhältnis zum Bedarf, sonst würden sie ja nicht abgeschafft. Es scheint sich bei den Notfällen wohl doch um eher seltene Ereignisse zu handeln.

@23:16 von Phonomatic: im Bürgeramt ausgezahlt

"Warum wird nicht bei der Stadtkasse im Bürgeramt ausgezahlt, wenn die Kassenautomaten zu teuer sind?"

Ach, und da sieht sie keiner, wenn Sie mit einem Hartz IV Bon zum Geldabholen kommen?

@um 23:41 von Biocreature

Es ist ja auch keine Schande, wenn man mal Hartz4 Empfänger wird oder zwangsläufig bleiben muss? Ich verstehe diese ganze Diskussion nicht: Ein Mensch ist reich oder Hartz4 Empfänger, das hat doch andere nicht zu interessieren oder?

Darstellung: