Ihre Meinung zu: Bundesverfassungsgericht: Drittes Geschlecht ins Geburtsregister

8. November 2017 - 9:34 Uhr

Das Bundesverfassungsgericht hat die Einführung eines dritten Geschlechtes gefordert. Intersexuellen Menschen sollte ermöglicht werden, ihre geschlechtliche Identität im Geburtenregister "positiv" eintragen zu lassen.

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Kommentare

braucht man nicht fordern, gibt es schon

Männlich, weiblich und sächlich, die drei Geschlechter haben wir in der deutschen Sprache.

Nun mag vielen bei der Bezeichnung des Geschlechts einer Person mit sächlich dies als negativ behaftet erscheinen, sprich man drückt damit eine Abfälligkeit aus.

Das ist eine reine Empfindungssache. Grundsätzlich ist das dritte Geschlecht vorhanden, und egal wie wir es bezeichnen bleibt es jedem selbst überlassen, ob er, oder auch sie und natürlich auch es mit einem negativem Kontext ausstattet.

zweischneidig

Da spricht nichts gegen. Allerdings sehe ich eine Schwierigkeit bei Reisen in Länder, in denen das nicht so ohne weiteres akzeptiert wird. Würden sich die Betroffenen nicht schon beim Vorzeigen der Papiere Hohn und Spott einhandeln? Allein schon aus Selbstschutz: Ich weiß nicht, ob ich das eintragen lassen würde, wenn ich betroffen wäre.

Na endlich

Es gibt nun mal nicht nur männlich oder weiblich, sondern auch Zwitterwesen. Das ist so von der Natur gewollt und dem hat ein modernes Melderecht auch Rechnung zu tragen.

Bisschen kurz, die Mitteilung

Ich musste erstmal nach "Intersexuell" googeln.

Auch wenn ich das Wort nicht im Kopf hatte:
Ich habe vor relativ kurzer Zeit eine Reportage darüber gesehen und viele Intersexuelle wurden nach Geburt wirklich dem falschen Geschlecht zugeordnet (dem wirklichen, nicht dem gefühlten).
Die Forderung ist daher logisch, damit die Betroffenen es später nicht so schwer haben.

...

Ist irgendwie traurig, dass wir ein Bundesverfassungsgericht und einen Rechtsstreit benötigen, damit der biologische Fakt anerkannt wird, dass es ein drittes Geschlecht gibt. Wir leben im angeblich so fortschrittlichen 21. Jahrhundert und trotzdem können selbst die einfachsten Dinge nicht schnell und logisch klären. Ich verstehe gar nicht, weshalb da überhaupt eine große Diskussion nötig ist. Angeblich geht es bei der Zuordnung zu einem Geschlecht ja darum, dass ein Mensch gut identifizierbar sein soll. Aber so selten wie das dritte Geschlecht ist: wie soll man da bitte noch besser identifizierbar sein, wenn im Pass steht: „intersexuell“? Lasst den Kindern doch ihre angeborene geschlechtliche Identität. Wenn sie diese später ändern wollen und sich selbst eindeutig zu männlich oder zu weiblich zuordnen möchten, dann werden sie das schon selbst sagen und es in die Hand nehmen. Wo ist denn bitte das Problem? Behörden sind echt so Banane...

Drittes Geschlecht?

Hab ich was versäumt? Weder männlich noch weiblich, was sind die dann? Wie sehen die aus? Kann man da vielleicht mal ein Bild einstellen?

Das gibt es doch schon:

"es" --- neues Ankreuzkästchen aufs Formular - gut is.

Wieso auch nicht..

Niemand wird gezwungen das zu machen - geschweige denn das irgendwer nicht intersexueller damit tangiert werden wird. Bin mir dennoch traurigerweise sicher, dass es einen Aufschrei geben wird und sehr sehr viele Bürger sich aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen aufregen werden.

Falls wer glaubt dies würde unsere Gesellschaft negativ beeinflussen: Nein wird es nicht. Es wird garnichts passieren. Einige deutsche Bürger werden sich in unserem Land noch wohler fühlen. Für den Rest bleibt alles beim Alten.

Ich freu mich für die Betroffenen und wünsche dem Rest einen schönen Mittwoch.

Sehr gut -

das wird endlich Zeit, wird aber sicher die eine oder andere Welle bei denen verursachen, die leider nur einfachste Welt- und Menschenbilder verstehen können...

Das ist toll, aber ich dachte

Das ist toll, aber ich dachte soweit waren wir schon längst?
Zeigt nur wieder einmal, wie viel Nachholbedarf es in diesem Land gibt.

Und ich bin mir sicher, dass dem Anti-PC-Mob schon wieder der Mund schäumt, darum kurz die Aufklärung: Hier geht es nicht um die Profilierung irgendeiner New-Age-Phantasie-Weltanschauung, sondern darum, dass ein offizielles Dokument ein biologisches Faktum widerspiegelt, statt einen Menschen widersprüchlich und willkürlich in eine von genau zwei Schubladen zu werfen.

Das ist so, als würde für einen rothaarigen Menschen im Ausweis "Haarfarbe dunkelblond" stehen, einfach weil rote Haare unüblich sind.

Bloß dass für intersexuelle Menschen dieser Druckfehler nicht einfach nur identitäre, sodern auch medizinische Konsequenzen hat.

Entsprechend finde ich den Verweis auf die Identität fast schon fehl am Platz.

Eintrag in das Geburtenregister

Die Forderung des Bundesverfassungsgericht nach einem dritten Eintrag des Geschlechtes in das Geburtenregister ist zu begrüßen. Die bisherige Regelung war nach meiner Auffassung diskreminierend.

Wieso?

Und wieso war das jetzt nötig? Gibt es nicht wichtigere Dinge zu besprechen und zu ändern als sowas?
Mir würden viele einfallen in die Leute mehr Zeit investieren sollten als irgendwelche Wortklaubereien.

Wischi waschi

Okay?
In den allermeisten Fällen lässt sich intersexualität nicht nach der Geburt feststellen.
Im besten Fall ist dies eine teilweise Lösung. Gibt es dann auch intersexuelle Sportkategorien oder wähle ich einfach die Sparte in der ich bessere Chancen habe, oder mehr Geld bekomme? Wie immer ein halbherziger undurchdachter Sprung ohne Sinn und Verstand, und ohne die eigentlichen Probleme zu lösen.
Warum nicht einfach sagen, dass wenn Intersexualität ärzlich bekannt ist kann derdie Betroffene, wann immer ersie möchte, wählen? gerne auch hin und wieder zurück.

Gut so

Vorab an jene die hier wieder negativ kommentieren wollen : dieses Urteil hat keinerlei negative Auswirkungen auf irgendeine Frau oder irgendeinen mann ist aber für die betroffenen Menschen sehr wichtig und unter dem Gesichtspunkt der Würde des Menschen längst überfällig. Ich bin übrigens ein Mann. ...

Wieso?

Und wieso war das jetzt nötig? Es gibt so viele Dinge die geändert werden müssen als um solche Wortklaubereien einen unnötigen Aufriss zu machen.

finde ich gut!

Eine solche Regelung für Menschen, deren biologisches (!) Geschlecht nicht männlich oder weiblich zuordbar ist, ist begrüßenswert.

Kranke Republik

Diese Republik ist einfach nur krank!

Ob dies die bessere Variante

Ob dies die bessere Variante ist, bezweifle ich aber auch. Denn manche Zwitter entscheiden sich dann später für das eine oder andere Geschlecht und dann muss man es ja wieder umschreiben/ändern im Pass.

Warum erlaubt man nicht einfach das Kreuz bei beiden Geschlechtern, denn genau das ist ja der Fall, wenn ein Mensch als Zwitter geboren wird. Sollte er sich später als Erwachsener doch für ein Geschlecht entscheiden, könnte man es auch noch im Pass umschreiben, würde aber jetzt diese bürokratische Umstellung mit dem dritten Geschlecht sparen, weil dies sicher wieder einiges an Steuergelder kostet, wenn man sowas wieder ändern muss.

Sehr schön!

Sehr gute Entscheidung. Verstehe nicht wieso solche Entscheidungen immer erst so einen Kampf benötigen. Durch diese Änderung wird niemand benachteiligt und dafür einige Menschen glücklicher gemacht. Es ist für mich nur schwer vorzustellen, welch psychische Last auf den Leuten liegen muss, wenn sie weder Mann noch Frau sind und dennoch in ein Raster gepresst werden, in welches sie nicht passen.

Ich freue mich für Euch.

Bundesverfassungsgericht

Manchmal gibt es doch positive Ueberraschungen! Es ist Zeit, Intersexualitaet endlich anzuerkennen. Hoffentlich endet damit auch die schreckliche Praxis chirurgischer Eingriffe an intersexuell geborenen Babys, um sie auf ein Geschlecht zu "trimmen".

Selbst die allerkleinste Minderheit

wird Dank gewisser politischer "Eliten" gehätschelt und gepflegt - einfach toll!
Gestern habe ich noch die Entscheidung des BVG begrüßt, dass die Bundesregierung gegenüber dem Parlament in weit größerem Umfang auskunftspflichtig ist, als die Regierung bereit war.

Heute empfinde ich mehr als nur ein Unbehagen, dass unter dem Mäntelchen des Minderheitenschutzes die Strukturen der Gesellschaft aufgelöst werden und die große Beliebigkeit wieder mehr Einfluss bekommt.

Ist es schon unormal, einfach nur "normal" zu sein?
Hoffentlich muss ich nicht mehr erleben, dass ich als "Normalo" unter Artenschutz und im Zoo zur Schau gestellt werde.

Undefiniert

Und was bringt demjenigen ein neuer Eintrag im Personalausweis? Guck mal ich bin weder Mann noch Frau, steht sogar im Ausweis... Der Sinn erschließt sich mir nicht.

Folgen?

Die offizielle Anerkennung eines dritten Geschlechts dürfte/müsste weitere Folgen haben. (?) Auch das Grundgesetz differenziert: „Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Und viele Formulare erlauben nur, sich als „Frau“ oder „Herr“ ansprechen zu lassen, usw. (Von der „WC-Frage“ einmal abgesehen.)

Gescheiterte Klage und dann wird das Gesetz verändert?

Mir erschließt sich leider nicht, warum eine gescheiterte Klage jetzt eine Gesätzesänderung auslöst.
Wenn ich gegen die Steuergesetze klagen würde, würde ich verlieren, aber das Gesetz würde trotzdem nicht angepasst werden. Das erkläre mir jetzt mal einer.

Ich würde es verstehen, wenn die Klage erfolgreich gewesen wäre und darauf hin das Gesetz geändert werden müsste. Aber das Gesetz zu ändern, damit die Klage erfolgreich werden kann ist doch etwas merkwürdig. Leider fehlen in dem Artikel essentielle Hintergrundinformationen, die das Vorgehen verständlich machen.

Ich persönlich bin der Meinung dass es tatsächlich auf der Geburtsurkunde ein drittes Feld geben sollte. Dieses sollte dann aber ganz einfach "unbestimmt" lauten. Ich finde dieses ganze Inter-,Trans-,Wasauchimmer-Wortgeglaube unerträglich. Egal welchen Begriff man wählt, irgendjemand wird sich wieder unterrepräsentiert fühlen. Desweiteren müssen amtliche Bezeichnungen nicht "positiv" sein, sondern eindeutig.

Geschlechtseinteilung

wir teilen unser ganzes Leben ein. in Geschlechter , in Gutes und Böses, in weiß und schwarz . Das macht das Leben einfach.Es ist klar definiert, was was ist. Wir können diese Formel einfach nehmen und anwenden. Und schwupps sind wir aus allem raus und meinen richtig zu sein.
So einfach ist das Leben nicht. Wäre auch wirklich langweilig. Dann würden wir wie ein Roboter leben. Null und Eins. Mehr nicht.
Wir haben hier so viel mehr auf Erden gegen die Langeweile und das bloße Einteilen. Und soll es nun beim Geschlecht beginnen und uns hoffentlich noch über so manchen Berg in andere Richtungen führen.
Ich fühle mich dennoch in meinem Geschlecht eindeutig und möchte auch , daß es so bestimmt wird,ebenso finde ich es gut, daß jemanden anderes auch das Seine ermöglicht werden kann.

Dritte Option?

Ich denke, die Menschen hinter dieser Bewegung verstehen die Definition des Wortes "Option" nicht so ganz. Als ob man sich sein Geschlecht aussuchen könnte. Wie auch immer, die Einführung eines auf biologischen Fakten basierenden Eintrags ist durchaus begrüßenswert. Es ist verwunderlich, dass diese Person dafür durch wirklich alle Instanzen gehen musste um etwas recht selbstverständliches zu erhalten. Warum dieses dritte Geschlecht nun positiv sein muss, ist mir ein Rätsel. Ist es auch positiv, weiblich zu sein und negativ, wenn man das männliche Geschlecht hat? Diese Wertung ist irgendwie unsinnig.

Weltfremd

Sind das Deutschlands Sorgen und Herausforderungen? Wenn das oberste Gericht sich mit solchem Nonsens wichtigtuerisch beschäftigt, verliert es nur an breitem Konsens in der Bevölkerung. Wasser auf die unsäglichen Mühlen der Populisten und Extremisten, die das selbe Gericht nicht mal verbieten lässt. Weltfremd.

Ich halte das nicht für

Ich halte das nicht für hilfreich es sei denn der Eintrag erfolgt freiwillig ,denn wie c.schroeder schon schreibt, kann das in manchen Ländern nicht nur Spott und Hohn hervor rufen sondern auch gefährlich werden. Es gibt noch immer Länder auf unserem Globus das ist ein Zwitter ,in deren Augen, nichts wehrt . Für diese Menschen sind Frauen schon keine vollwertigen Menschen und Zwitter werden , leider oft sofort nach der Geburt getötet.
Ich würde mir 3X überlegen das in meinen Pass zu schreiben.

diese Überlegung ist wirklich

diese Überlegung ist wirklich berechtigt , ganz besonders in Länder, wo dem weibliche Geschlecht einer gewissen Kleiderordnung auferlegt wird.

@Paco

"Hab ich was versäumt? Weder männlich noch weiblich, was sind die dann? Wie sehen die aus? Kann man da vielleicht mal ein Bild einstellen?"
Kann man auch googeln, wenn man was versaeumt hat ;)

@Paco

Sie werden sie in der Fußgängerzone von anderen nicht unterscheiden können. Machen Sie sich also keine Sorgen, dass Sie von einer völlig neuen Menschengattung überrumpelt werden. Intersexuelle gab es schon immer und wird es immer geben. Auch Ihr Pass wird nicht geändert und wenn Sie bei einem Formular plötzlich bei Geschlecht 3 Kästchen zur Auswahl haben, bekommen Sie ganz sicher ein neues Formular, wenn Sie Ihr Kreuzchen versehentlich an die falsche Stelle gesetzt haben. Also machen Sie sich keine Sorgen.

@Ishihori

"es" --- neues Ankreuzkästchen aufs Formular - gut is.
Wuerden Sie gerne als "es" durchs Leben gehen?

Klasse

Toll, dass die Erde eine Kugel ist und die Welt sich dadurch dreht, denn nur durch ständige Bewegung gibt es den Spielraum für Veränderungen!

@hut

"Sächlich" ist vielleicht die falsche Bezeichnung. "Neutral" passt da besser, deshalb auch das grammatikalische Neutrum.
Ein Kind ist ja auch keine Sache, sondern ein Mensch, bei dem das sexuelle Geschlecht noch keine Rolle spielt.

Problematisch...

Ich sehe die Sache ein wenig schwierig.
Die besagte Chromosomen Analyse belegte, dass es sich weder um Mann, noch Frau handelt, diese würde ich gerne einmal sehen.
Natürlich gibt es Abweichungen von 46, XX/46,XY bspw 47, XXY, das Klinefeldter-Syndrom bis hin zu möglichen 52, XXXXXXYY, aber sofern ich richtig unterrichtet bin gibt es dort (zumindest im Fall Klinefeldter-Syndrom) einen Penis.
Selbst wenn kein primäres Geschlechtsorgan ausgebildet ist, wird durch Bestimmung der Eltern eines konstruiert.
Ich denke man sollte hiernach gehen, was man persönlich ja im Laufe seines Lebens ändern kann.

Man sollte nach dem Geschlecht gehen, m oder w.
Wir haben diese Diskussion leider im Deutschen etwas schwieriger, da es nicht differenziert wird, wie im Englischen mit den Begriffen sex & gender, aber von Erstem gibt es nun einmal 2 und letzterem 50+.
Probleme sehe ich auch im Alltag, Reisen in gewisse Länder könnten gefährlich werden, wie schaut es in Fällen mit pos Diskriminierung aus?

Bundesverfassungsgericht: Drittes Geschlecht ins Geburtsregister

Schon traurig, mit welchem Stuss sich das oberste deutsche Gericht mittlerweile befasst. Für‘s Sommerloch ist es ja schon relativ spät im Jahr.

@Micha0

Wollen Sie als Mann in jedes Formular "weiblich" schreiben?

Eben darum geht es.

Unwissenschaftlicher Schwachsinn, ungebildete Richter

Es gibt nur zwei Geschlechter. Die Definition ist:

Hat etwas kein Y-Chromosom, ist es weiblich. Alles andere ist männlich.

Auch YY ist männlich, obwohl es ein biologischer Unfall ist. XXY ist auch männlich, XXX weiblich.

Hier haben die Richter bewiesen, dass sie ungebildeter als ein Bio-Schüler aus der Hauptschule sind.

Schöpfungsgemaeß oder Gendergemäß?

Das Bundesverfassungsgericht ist als höchste Instanz für Recht und Ordnung zuständig. Mit der Forderung nach einem neuen Geschlecht verstößt es gegen die Schöpfungsordnung und sorgt letztlich für Unordnung und Chaos.

Gerhard Apfelbach

Genau solche Aussagen sind ein Grund für mich, helle Freude über die Entscheidungen des Gerichtes zum Ausdruck zu bringen! Denn sie sind ein Ausdruck eines rational denkenden, auf Fakten beruhenden, die Natur anerkennenden Staates, der sich eben nicht durch pure Ignoranz, Abneigung und willkürliche Einordnung guter und schlechter Menschen durch Typen wie Sie leiten lässt!

UND DAS IST AUCH GUT SO!!!

Das wurde aber auch Zeit.

Mann soll einen Menschen so akzeptieren wie er ist.

Alles andere ist Mobbing.

@Gerhard Apfelbach

Ernsthaft? Weil Sie etwas nicht verstehen oder davon nicht betroffen sind ist diese Republik krank? Wie sieht es denn mit Schwerbehinderten aus, Menschen die nicht laufen können, etc.? Sollen wir unsere Mitmenschen die Rechte aberkennen, weil die Natur ja vorgesehen hat, dass man zwei Beine hat um zu laufen. Sollen wir Kinder, welche von Geburt an zum Beispiel keine Beine haben die Rechte aberkennen, weil es in Ihren Augen nicht "normal" ist? Es sind Personen mit Ihrer Einstellung, die diese Republik krank machen.

Und ich bin froh wenn ich die vielen positiven Beiträge hier lese, die sich gegen Menschen wie sie auflehnen und die Welt besser machen wollen.

Der, die, das. Wer? Wie? Was?

Soll das 3. Geschlecht dann für die Klinfelter-Syndromer XXY, XYY, ... bis XXXXXXYY gelten oder auch für alle, die sich "nur" andersgeschlechtlich fühlen?

********************

Er/Sie/Es
... ja das wird bestimmt noch lustig.
Wer auf sein 3. Geschlecht - nicht Mann, nicht Frau - Wert legt, sollte sich nicht wundern, wenn er/sie mit "es" angesprochen/bezeichnet wird.

Hausgemachte Probleme!

einige Beispiele:
Damentoilette:
Als Mann kann ich zukünftig auf die Damentoilette gehen. Falls man mich rauschmeißt gibt es eine Antidiskriminierungsklage die sich gewaschen hat. Als "dritte Person" werde ich natürlich eine eigene Toilette fordern!

Frauenparkplatz: Da stell ich mich als Mann in Zukunft immer drauf! Manchmal fühl ich mich einfach als Frau.

Deutsche Sportabzeichen: Da will ich in Zukunft die weiblichen Anforderung erfüllen. Die sind nicht so hoch - ich fühl mich manchmal als Frau. Genauso wie
bei allen anderen beruflichen Eignungsanforderungen.
...

Es gibt noch viele weitere Beispiele die zeigen in welche Problemzone wir uns begeben, nur weil man Identitätsprobleme Einzelner der Gesellschaft überstülpt.

@Gerhard Apfelbach

"Diese Republik ist einfach nur krank!"
.
Sie haben wahrscheinlich keine Ahnung von Intersexualität, aber wollten jetzt einfach Dampf ablassen.

Klare Definition gesucht?

Das männliche Geschlecht ist eindeutig durch die Geschlechtschromosomen XY, das weibliche durch XX definiert. Wie soll das "dritte Geschlecht" denn definiert sein? Denn nach dem Motto "Wünsch Dir Dein Geschlecht" wird es ja hoffentlich nicht gehen ...

männlich, weiblich, sächlich...

... nebensächlich - so sind sie eben die drängenden Fragen in diesem Lande. Hier gibt es ja ganz offensichtlich aus Sicht der herrschenden Kreise keine drängenderen Probleme zu lösen...

@Frank_Furter

Weißer deutscher Hetero Carnevore
... nicht schützenswert.

Eines kann ich Ihnen versichern. Bevor wir im Zoo zur Schau gestellt werden, sterben wir aus.

Antwort an Frank_Furter 10:04

Ich kann Sie hoffentlich beruhigen - es ist absolut normal ein ‚normalo‘ zu sein. Der Unterschied ist lediglich das jene betroffene Menschen so auch die Chance bekommen sich als ,normal‘ in der Gesellschaft zu integrieren.
Die Wissenschaft (Biologie, Psychologie und viele Sozialwissenschaften) hat Intersexualität schon seit dutzenden Jahren erforscht und anerkannt.

Wiegesagt - für Sie wird sich garnichts ändern. Sie sind nicht weniger normal als Sie es gestern waren und alles wird beim Alten bleiben - versprochen.
Auch wird man und nicht in einen Zoo stecken. Da würden alleine schon die Menschenrechte für sorgen, dass dies nicht passiert, übrigens genau jene Menschenrechte welche auch solche Geschlechterdebatten erlauben.
Liebe Grüße

"Er war als Mädchen eingetragen worden."

Wenn schon:

Es war als Mädchen eingetragen worden.

@Frank_Furter

"Heute empfinde ich mehr als nur ein Unbehagen, dass unter dem Mäntelchen des Minderheitenschutzes die Strukturen der Gesellschaft aufgelöst werden und die große Beliebigkeit wieder mehr Einfluss bekommt."
.
Blödsinn. Die "Strukturen der Gesellschaft" machen doch keinen Sinn, wenn sie nicht der biologischen Realität betroffener Menschen gerecht werden.
.
"Hoffentlich muss ich nicht mehr erleben, dass ich als "Normalo" unter Artenschutz und im Zoo zur Schau gestellt werde."
.
Die rechtliche Anerkennung von Intersexueller nimmt Ihnen doch rein gar nichts. Wozu also dieser absurde Kommentar?

eine Entscheidung im Sinne der Menschen

Eine gute Entscheidung, dass intersexuelle Menschen ihr Geschlecht nicht mehr als "Lücke" angeben müssen, sondern explizit ausweisen können.

Vielfalt ist Reichtum.

@Frank_Furter

Ich glaube, Sie sind da einem Missverständnis aufgesessen. Es handelt sich bei dieser Personengruppe um Menschen, bei denen von vornherein kein Geschlecht eindeutig ausgeprägt ist. Im Gegensatz zu, beispielsweise Transgendern, die mit eindeutigen geschlechtsmerkmalen geboren wurden, sich aber als das Gegenteilige Geschlecht fühlen. Da man niemanden zu einer entsprechenden Entscheidung und OP zwingen kann und darf, ist diese Entscheidung daher, zumindest aus meiner persönlichen Sicht heraus, durchaus zu begrüßen.

@Paco

"Weder männlich noch weiblich, was sind die dann?"
.
Sie sind eben weder männlich noch weiblich, sondern intersexuell. Echt merkwürdige Frage.

gibts nur noch Sonderfälle

sicherlich gibt es Gender, wenn man offiziell ein "3." Geschlecht schafft,
es denen dann besser geht ...
Wie meisten, fangen die Probleme im Kopf an,
auch bei der Beurteilung seiner eigenen persönlichen Wichtigkeit
wir haben eben ne Kultur in der Individualität zum Exzess getrieben wird
und vor allem jedem Außenstehenden zeigt, sonst keine Sorgen zu haben

Antowrt an Atlantiker 10:16

In Deutschland gilt der Gleichheitssatz. So ein Thema kommt nicht einfach so vor das oberste Gericht. Da gibt es vorher diverse Hürden zu nehmen.
Wie sollte das Gericht denn sonst mit solchen Streitigkeiten verfahren?
„Wir befassen uns nicht damit. Das ist uns zu unwichtig... weil....?“.
Sie können sich sicher sein, falls dieses ‚weil‘ gut begründet ist, würde solch ein Fall auch nicht vors Bundesverfassungsgericht gehen. Und andere Sorgen werden mit Sicherheit nicht kürzer treten müssen deswegen.

Liebe Grüße

Wer

Wer entscheidet denn über den Eintrag. Die Eltern, die Ärzte, der Standesbeamte? Das Neugeborene kann es nicht. Und wenn später "umgemeldet" werden soll oder muss?

Sachliche und themenorientierte Diskussion erwünscht

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

wir möchten Sie bitten, zu einer sachlichen und themenorientierten Diskussion zurückzufinden. Persönliche Auseinandersetzungen sind nicht erwünscht.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

re frank-furter

"Selbst die allerkleinste Minderheit

wird Dank gewisser politischer "Eliten" gehätschelt und gepflegt - einfach toll!"

Wie groß muss denn eine Minderheit sein, damit sie in Ihren Augen Anspruch auf Berücksichtigunghat?

"Heute empfinde ich mehr als nur ein Unbehagen, dass unter dem Mäntelchen des Minderheitenschutzes die Strukturen der Gesellschaft aufgelöst werden und die große Beliebigkeit wieder mehr Einfluss bekommt."

Was ist daran beliebig, dass es Menschen gibt, die eben nicht in das Schema Mann-Frau passen?

"Ist es schon unormal, einfach nur "normal" zu sein?
Hoffentlich muss ich nicht mehr erleben, dass ich als "Normalo" unter Artenschutz und im Zoo zur Schau gestellt werde."

Schwule,Ehe für alle, Intersexuelle - wieso kriegen die "Normalen" immer einen Angstkoller, sobald das "Unnormale" nicht mehr unterdrückt wird.

Haette ich nicht so entschieden

Numerical disorders (Abweichungen) der geschlechtsbestimmenden XY Chromosomen gibt es viele. Vielleicht kommen noch viele dazu. In der Medizin beschreibt man diese Abweichungen mit dem Wort Syndrom.

Jede XY Chromosom Disorder unterscheidet sich von einer anderen Abweichung.

Diese Abweichungen kann man weder subsummieren noch mit dem Begriff "ES" oder "drittes Geschlecht" ausdruecken.

Fuer den Hausgebrauch haette ich es gelassen, wie die Natur es vorgegeben hat: maennlich, weiblich;

Die Entscheidung die Abweichung anzugeben sollte zumindest freiwillig sein. Ansonsten waere es diskriminierend Es wird ja auch nicht verlangt, dass andere Disorders (Abweichungen) im Pass eingetragen werden.

@ 10:26 von Uhlig

Sehen Sie, wie ich geschrieben habe. Es ist jedem selbst überlassen, ob das Geschlecht mit einem negativen Anhang ausgestattet ist.

Na ja....

... der Bundesgerichtshof kann alles entscheiden.... nur macht es das nicht besser. Ich würde gern wissen wie das dritte Geschlecht heisst. Mann und Frau sind ja schon vergeben. Ehrlich gesagt fehlt mir als sehr leberal denkender Mensch die Perspektive die Einordnung möglich macht. Wird das Ganze sprachlich jetzt ein ES?

Ich bin begeistert, wie viele

Ich bin begeistert, wie viele Menschen sich hier melden, die vollkommen fehlende Empathie mit mangelnder Lesekompetenz vermählen - meine Hochachtung!

von M. Lück

Ich hege starke Zweifel am Verstand des Gerichtes und an der öffentlichen Moral.
Wenn Gelb jetzt Blau ist und so weiter bekommt der Mensch in der Gesellschaft große Probleme. Das hat nichts mit Toleranz Freiheit oder Gleichbestimmung zu tun! Es führt dazu das wir Unterscheiden statt zu tolerieren.

Find ich gut! Ja, es gibt

Find ich gut!
Ja, es gibt eine biologische Definition für die Geschlechter. Und Homosexualität war bis vor nicht allzu langer Zeit auch noch illegal.
Es schadet niemandem, diese Option einzuführen und es ist vielen damit geholfen.
Die scharfen Kommentare hier im Forum sind ziemlich überflüssig. Es wird niemand gezwungen, sein Geschlecht infrage zu stellen.
Es ist erfreulich zu sehen, dass die positiven Reaktionen überwiegen.

es, wirklich? Was kostet das?

Er oder Sie... sind Menschen würde man sagen.
Es... was ist das? Ein Auto, eine Spülmaschine, ein Tablet... ?

Ich finde jeder Mensch hat verdient als Mensch angesehen zu werden und somit auch mit einer geschlechtesspezifischen Anrede plus Artikel angesprochen zu werden.

Werden in unserer "marktkonformen" Zeit nicht schon ohnehin zuviel und zuviele zu Dingen degradiert.

Ganz nebenbei wäre das doch mal ein Anlass für eine sinnvolle Rechtschreibreform.

der, die, dee, das?
die, dee, der, das?

@ 09:51 von Thomas Wohlzufrieden

Nur weil etwas nicht eine sofortige und allumfassenden Berücksichtigung erfährt, heisst es nicht automatisch, es wird diskriminiert.
Vlt. hatte das Bundesverfassungsgericht einfach wichtigere Dinge zu klären, als sich mit den Belangen von 0,1-0,2 % der Bevölkerung zu beschäftigen.

@gully

"Es gibt noch viele weitere Beispiele die zeigen in welche Problemzone wir uns begeben, nur weil man Identitätsprobleme Einzelner der Gesellschaft überstülpt."
.
Intersexualität ist biologisch feststellbar. Sie verwechseln das mit Transsexualität.
Ich glaube "die Gesellschaft" ist stark genug, um die Existenz von Minderheiten zu ertragen.

Reflexartige Ablehnung, weil man es nicht kennt?

Warum haben so viele Menschen Angst vor überschaubaren Minderheiten und lassen sich dann zu hasserfüllten Äußerungen hinreißen? Ich begreife es nicht.
Einfach mit ein bisschen Neugier durchs Leben gehen kann einem so viel Wut ersparen, weil man nicht alles reflexartig ablehnen muss.

von Natur gewollt

ob ein Zwitterwesen bei der Gattung Mensch von Natur aus gewollt ist möchte ich bezweifeln. Aber es kann ein "Unfall" in der Naturgewollten Entwicklung des Menschen sein. In einem solchen Fall reagiert auch wieder die Natur, mit natürlicher Auslese.

@10:13 von masi

Mir erschließt sich leider nicht, warum eine gescheiterte Klage jetzt eine Gesätzesänderung auslöst.

Mir erschließt sich nicht, wie sie auf den Trichter kommen, die Klage wäre gescheitert. Das BVerfG hat im Sinne des Klägers entschieden, vulgo der Klage stattgegeben. Der Kläger hat in den Vorinstanzen (AG Hannover, OLG Celle und BGH) "verloren", aber vor der höchsten Instanz in Deutschland gewonnen.

Wenn ich gegen die Steuergesetze klagen würde, würde ich verlieren, aber das Gesetz würde trotzdem nicht angepasst werden. Das erkläre mir jetzt mal einer.

Wieso würden Sie automatisch verlieren, wenn Sie gegen die Steuergesetze klagen? BVerfG, Beschluss vom 22. Juni 1995, Az. 2 BvL 37/91 ging im Sinne der Kläger aus, seither wird die Vermögensteuer mit Wirkung ab 1997 nicht mehr erhoben...

@Kranke Republik 9:56 von Gerhard Apfelbach

Ihren Kommentar könnte man im gleichen Stil beantworten,
was ich ungern tue, aber wie sagt der platte Kölner:
Watt mutt dat mutt
also:
mittelalterliche Kommentatoren hier..

Bei allem Respekt......

vor der Wissenschaft und ihren Erkenntnissen aus der Chromosomenzählerei, aber wie sehen denn dann die primären Geschlechtsmerkmale aus? Braucht man überhaupt noch welche? Was ist, wenn z.B. bei "Männern"in zunehmenden Alter die Libido nachläßt und Impotenz eintritt? Was helfen mir da die Chromosomen, wenn ich meine "Zuordnung" nicht mehr leben kann? Oder beweist das Urteil nur wieder einmal, daß man alles, wirklich alles auf die Spitze treiben kann?

Ist es tatsächlich

Ist es tatsächlich diskriminierend, wenn ein Mann sich als Mann "outen" muss oder eine Frau als Frau.

Das Thema hat zwar einen echten Hintergrund wird aber von mehr als 90% der "möchtegern" Betroffenen missbraucht.

Ein "Gefühl" ist ein psychologischer Zustand. Und Geschlechter haben nichts mit der Psyche zu tun.

Bisher?

Was mir in dem Artikel fehlt - wie ist denn die Situation bisher? In internationalen Reisedokumenten gibt es schon lange 3 Angaben für Geschlechter: M, F und X. Gab's das im deutschen Geburtsregister nicht?

Richtig so!

Schweden hat es vorgemacht und das "hen" eingeführt.
Dann hören vielleicht auch irgendwann endlich diese schrecklich holperigen Schreib-und Sprechweisen von en - und innen, *innen und Innen usw. auf.

Muss der Staat das eigentlich noch wissen?

Ok, statistisch mag der Eintrag des Geschlechts im Geburtenregister generell vielleicht einen Sinn machen - aber darüber hinaus? Und in welchen Statistiken hilt diese Angabe dem Staat bei der Planung überhaupt?

Die Wehrpflicht nur für Männer gibt es nicht mehr. Auch für die standesamtliche Ehe ist jetzt zwischen Partnern gleichen Geschlechts genauso möglich wie zwischen Partnern unterschidlichen Geschlechts.

Muss der Staat das Geschlecht dann überhaupt noch erfassen? Nur, damit die Anrede auf dem Brief vom Finanzamt korrekt ist?

Oder gibt es noch weitere ernsthafte Sachgründe???

@dietmarschlich

Ach herrje, wenn sie schon die “Schöpfung“ und damit auch den Schöpfer selbst bemühen, dann fragen Sie ihn doch bitte, wieso er auch Transgender und andere nicht im Gesetzbuch vorkommende Menschen erschaffen hat.
Wissen Sie, was das eigentlich schöne am Leben an sich ist ? Seine unglaubliche Vielfalt ! Sie erst macht die Welt bunt, inspirierend und lebenswert !
Seid Willkommen, Ihr Vielfältigen - wir haben genug Einfältige !

sehe ich Ähnlich

Guter Kommentar! Ich finde, es ist kein gutes Zeichen einer Gesellschaft. Es sind die Menschen die miteinander klarkommen und nicht die Gesetzte.

@gully,10:34

"Es gibt noch viele weitere Beispiele die zeigen in welche Problemzone wir uns begeben, nur weil man Identitätsprobleme Einzelner der Gesellschaft überstülpt."
Sie uebersehen, dass Intersexualitaet kein Identitaetsproblem ist, sondern schlichtweg eine Tatsache, wissenschaftlich nachweisbar und anerkannt. Googeln hilft!

Trotzdem: dass sich das Verfassungsgericht

mit dem "Thema" befasssen muss, ist schon etwas sehr übertrieben.

Warten Sie´s ab ...

... in ein paar Jahren kommen noch Nummern als 4te Option dazu ;-)

Ich sehe es wie Sie, so langsam ist das, was hier abgeht, nicht mehr lustig!

@Rusiu - Vorsicht...

"Auch YY ist männlich" - keinesfalls; auch wenn uns Männern das vielleicht nicht gefällt, ohne X ist Homo sapiens nicht lebensfähig.
Die einzigen bisher beobachteten Sonderfälle der Geschlechtschromosomen-Zusammenstellung sind XXX, XXY und XYY; hier haben Sie allerdings Recht, die mit "Y" leben in einem männlichen Körper, die ohne in einem weiblichen.

@dietmarschlich

"Das Bundesverfassungsgericht ist als höchste Instanz für Recht und Ordnung zuständig. Mit der Forderung nach einem neuen Geschlecht verstößt es gegen die Schöpfungsordnung und sorgt letztlich für Unordnung und Chaos."
Anscheinend hat Ihre "Schoepfungsordnung" Nicht nur 2 Geschlechter vorgesehen....Ob Ihnen das jezt gefaellt oder nicht spielt da wohl keine Rolle, ist eifach so.

@10:29 von dietmarschlich - Schöpfungsgemäß

"Schöpfungsgemaeß oder Gendergemäß?
Das Bundesverfassungsgericht ist als höchste Instanz für Recht und Ordnung zuständig. Mit der Forderung nach einem neuen Geschlecht verstößt es gegen die Schöpfungsordnung und sorgt letztlich für Unordnung und Chaos."
Das Gericht hat kein neues Geschlecht eingeführt. Es hat auch nicht das Geschlecht von irgendwem geändert. Das kann und will es gar nicht.

Um ihren Begriff aufzunehmen, das Gericht hat lediglich ermöglicht, ermöglicht, dass jeder Mensch, das ihm von der Schöpfungsordnung zugewiesene Geschlecht auch eintragen lassen kann, auch wenn es nicht "männlich" oder "weiblich" heißt. Die Begriffe "männlich" und "weiblich" sind von Menschen gemacht und nicht von der Schöpfung.

Wenn Sie sich mit Biologie auskommen, wissen Sie sicherlich, dass die menschliche Einteilung in zwei Geschlechter falsch ist: Tire wechseln manchmal das Geschlecht und Pflanzen sind offenbar Zwitter. Die Schöpfung und Gott richten sich sicher nicht nach unseren Kategorien.

@NonServiam

Wer intersexuell ist, kann nichts dafür. Eine Prise Mobbing wird daran auch nichts ändern.
Man könnte stattdessen einfach auch mit Empathie auf diese Menschen zugehen und einfach mal aufschnappen, wie sie denn bezeichnet werden wollen. Vielleicht sogar ganz klassisch mit er oder sie.

Gesetze sind nicht´s mehr Wert!

Guter Kommentar. Es ist Schizophren! Es geht nicht um Tolernanz. Es gibt große Aufgaben. Diese gehört nicht dazu. Es ist möglich, als gebildeter, kultivierter Verfassungsrichter, völlig verblödet zu sein.

richtig so

Das ist richtig so, wie auch Kanada anfängt m/w im Pass abzuschaffen. Allerdings sollten auch alle "Progressiven" daran sehen, wie sehr Moral vom Zeitgeist abhängt. Es könnte konsequent sein, dass es auf Partnerportalen wegen Diskriminierung verboten wird nach Geschlecht zu trennen. Immerhin sind Homoehen heute gleichwertig und man schließt so per Konvention Verbindungen aus. Es wäre ja auch (moralisch) verboten ein Partnerportal nur für Weiße zu machen. Was uns heute als dumme Übertreibung zur Diskreditierung des Progressiven vorkommt, ist reine moralische Konvention und könnte (sollte?) morgen selbstverständlich gesellschaftliche Übereinkunft sein.

Also: mehr Gender ja, aber auch sehen, dass es eben unsere willkürliche heutige Moral ist. Es ist auch ein Ausdruck, dass unsere Gesellschaft "unterentwickelt" ist. Wären alle Menschen anständig, könnte man lockerer sein und es bräuchte weniger Vorschriften.

@gully

Glauben Sie wirklich das Intersexuelle sich jeden Tag gefühlsmäßig ein anderes Geschlecht aussuchen? Sie sind wirklich extrem schlecht informiert und sollten vielleicht an so einer Diskussion nicht teilnehmen.
Oder verwechseln Sie vielleicht Intersexuelle mit Travestiekünstlern? Travestiekünstler sind Schauspieler die in das andere Geschlecht schlüpfen, hier könnte man sagen, dass Sie einen Tag eine Frau sind und dann für Auftritte sich als Mann verkleiden. Das ist dann allerdings nur eine Verkleidung.

Die wichtigste Frage, die das

Die wichtigste Frage, die das Urteil aufwirft ist:
Was ist ein Mann?
und
Was ist eine Frau?
Ein impotenter Mann, gilt er noch als Mann?
Eine unfruchtbare Frau, gilt sie noch als Frau?

Chromosomenanalyse...Humbug, in diesem Zusammenhang.
Jeder Mensch hat verschiedene Chromosomen und es einfach nur auf die Mehrheit abzutun ist eine zweckgebundene Pervertierung der Wissenschaft.
Bei den meisten Menschen finden sich die deutlichen Geschlechtsmerkmale für Männlich oder Weiblich. Die Chromosomenanalyse hilft darüber nicht hinweg.

Das ist was passiert, wenn religiöse Eiferer die Wissenschaft als neuen "Gott" entdecken.

Auch der Fall zeigt das auf. Es geht nicht um einen "ist-Zustand" es geht um einen "will-Zustand".
Dann sollten Geschlechter und die daraus folgenden Konsequenzen allgemein abgeschafft werden.

Bei Partnerschaft und inzwischen auch bei der Ehe haben wir das schon geschafft.

Aber auch das BVerfG sieht noch gründe für eine Unterteilung der Geschlechter.

@dersenf - Bitte fremde Probleme nicht zu eigenen machen.

09:59 von dersenf:
"Ob dies die bessere Variante ist, bezweifle ich aber auch. Denn manche Zwitter entscheiden sich dann später für das eine oder andere Geschlecht und dann muss man es ja wieder umschreiben/ändern im Pass."
> Ich bin mir sicher, dass der Behördengang in solchen Fällen überhaupt kein Problem darstellt. Bei Eheschließungen und Scheidungen ist das ja auch nötig, und trotzdem wird davon gebrauch gemacht.

"Warum erlaubt man nicht einfach das Kreuz bei beiden Geschlechtern, denn genau das ist ja der Fall, wenn ein Mensch als Zwitter geboren wird."
> Nein, es ist keins von beiden. Ihre Staatszugehörigkeit ist ja auch nicht französisch-polnisch, sondern deutsch.

"[...] würde aber jetzt diese bürokratische Umstellung mit dem dritten Geschlecht sparen, weil dies sicher wieder einiges an Steuergelder kostet [...]"
> Das kann nicht viel kosten. Die wenigsten Dokumente geben das Geschlecht an.

Echt?

Okeee.
Das ist interessant.
In einem Land, in dem es bis heute nicht möglich ist, meinen richtigen Vornamen im Pass eintragen zu lassen.
(Kleiner Scherz meiner Eltern, sie gaben mir einen italienischen Namen, den sie nicht mal selbst verwendeten, heisst: auf allen Papieren, ausser der Geburtsurkunde steht der vereinfachte deutsche Name, seit 45 Jahren).

Nein, der Vorname ist nicht einzutragen - ist zwar der Rufname, geht aber nicht. Egal mit wie vielen Zeugnissen etc man das belegt.

Und jetzt erwartet man von mir, dass ich echt verstehe, dass es ein 3. Geschlecht gibt?

Männer, die sich als Frauen fühlen - ok. Frauen die sich als Männer fühlen - ok.

Aber: ich weiss es noch nicht - das versteh ich nun echt nicht so ganz.

Und welches Personalpronomen ist dann das richtige?
Und wer entscheidet, wer welches Geschlecht hat?
Können Eltern bei der Geburt entscheiden wir sind total tolerant, wir wollen, dass unser Kind sich so entwickelt, wie es will und lassen das erst mal offen?

ach was...

ja, vielleicht sollte ich mich auch mal fragen,was ich eigentlich bin. zuweilen fällt mir auf,daß es schon interessant wäre,eine Katze zu sein oder vielmehr noch, fliegen zu können also bin ich vielleicht eine Art Vogel nur ohne Flügel ?
ich werd mir mal nen Anwalt suchen !

Glückwunsch

Ich gratuliere uns. Schön zu sehen, dass sich unsere Auffassungsfähigkeit noch weiterentwickelt.
Das ist natürlich für manche eine Herausforderung, was ich nicht abwertend meine. Diese Thematik entspricht nicht ganz jedermanns Erfahrung und nicht jeder erlebt ein intuitives Verständnis für Betroffene. Macht aber nichts. Jetzt hat ja jedermann einen Anlass über sich hinaus zu wachsen. Aber Vorsicht: Diskriminierung ist kein Kavaliersdelikt. Also negative Reaktionen besser runterschlucken und es zur Kenntnis nehmen, wenn man nicht betroffen ist.
Den Betroffenen wünsche ich eine lebhafte Diskussion. Unser Sprachgebrauch hat ja schon viele Hindernisse anlässlich der "man"/"frau" Debatte erfahren. Ich nehme es mit Humor und finde es ,wie es ist: Alles ganz natürlich!

Von mir aus ...

Von mir aus ... wenn das das größte Problem Deutschlands ist ... NOT?!

09:48, Paco

>>Drittes Geschlecht?
Hab ich was versäumt? Weder männlich noch weiblich, was sind die dann? Wie sehen die aus? Kann man da vielleicht mal ein Bild einstellen?<<

Googeln Sie mal "Intersexualität". Da finden Sie auch Bilder. Die Sie aber vielleicht verstören könnten.

Wieso Verfassungsgericht

Warum darf bei uns ein Gericht überhaupt ein Gesetz einfordern? Ich habe bisher immer geglaubt, dass das BvG nur die bestehenden Gesetze und deren Einhaltung prüfen muss. Wenn künftig das BvG eigene Gesetzesinitiativen auslösen darf, haben wir eine echte Super-Institution!

@Rusiu - "Unwissenschaftlicher Schwachsinn"?

10:29 von Rusiu:
"Hat etwas kein Y-Chromosom, ist es weiblich. Alles andere ist männlich."

Wenn es wirklich so einfach wäre, dürfte es keine Intersexualität geben. Oder wie erklären Sie diesen Widerspruch?

Es ist traurig...

...das in Deutschland eigentlich nur noch das Bundesverfassungsgericht regiert und die amtierende Regierung, egal welche Parteien sie stellen vor sich hertreiben muss, besonders wenn es eigentlich um Selbstverstaendlichkeiten geht. Kein Wunder, dass die Politik als gesamtes einen durchaus verdient schlechten Ruf geniesst, waerend das BVG in der Bevoelkeung hoch angesehen ist. Die Deutschen sollten froh um diese unentbehliche Institition sein. Jeder Staat ist nur so gut wie seine Gerichtsbarkeit. Das sei besonders an Laender gerichtet wie solche die mit T, R oder V anfangen und mit uerkei, ussland oder enezuela aufhoeren.

Gruss aus Brasilien

@Andreas Unzufrieden

"Es gibt nun mal nicht nur männlich oder weiblich, sondern auch Zwitterwesen. Das ist so von der Natur gewollt und dem hat ein modernes Melderecht auch Rechnung zu tragen"

Das ist sicher irgendwo richtig, aber das bringt gewaltige Probleme weit über das Melderecht hinaus mit sich: Plötzlich wären viele verpflichtet, WC Anlagen für DREI Geschlechter bereitzustellen. Dafür sind viele Gebäude gar nicht ausgerüstet...

gully

Und wie kommen Sie auf solche Beispiele?

Gibt es diese Menschen also nun erst, mit Entscheidung des Gerichtes? Oder haben diese nicht auch vorher schon Toiletten und Parkplätze genutzt, ohne das es jemandem aufgefallen sei? Vielleicht stand einer sogar schon einmal neben Ihnen auf dem Klo, ohne dass Sie es merkten?

Was hat sich nun also wirklich geändert? Ihre Furcht vor möglichen Antidiskriminierungsklagen ist unbegründet, da es diese auch schon vorher hätte geben können, ohne dass es einer Bestimmung im Personalausweis oder sonstigen Dokumenten bedarf!

Hausgemachte Probleme!

Ganz genau Gully! Dem stimme ich vollkommen zu!
Ein weiteres ergänzendes Beispiel: Ich bin als Mann geboren. Ich fühle mich aber nicht als Mann, auch nicht als Mensch, ich fühle mich als Delfin. Da ich mich so fühle möchte ich auch ein Delfin werden und unterziehe mich sehr vielen Operationen. Würden sie so etwas akzeptieren?

@10:40 von karwandler

"Er war als Mädchen eingetragen worden." Wenn schon: Es war als Mädchen eingetragen worden.

"Er" bezieht sich in dem Fall auf "intersexueller Mensch"
im Satz vorher, weshalb der Satz völlig korrekt ist.

Ungeahnte Auswirkungen

Dieses Urteil wird einen Rattenschwanz an Änderungen und Kosten nach sich ziehen, die uns alle betreffen. Es nicht damit getan, nur bei den Einwohnermeldeämtern die Möglichkeit der Meldung des dritten Geschlechts zu ermöglichen.
Jede Software für Personendaten (Kundendatenbanken, Personalsoftware etc.) muss angepasst werden. Wie spricht/schreibt man einen Intersexuellen an? Herr und Frau geht ja dann eigentlich nicht mehr, oder?
Auch wird das dritte Geschlecht Auswirkungen auf die Sozialversicherung haben. Manche Leistungen sind an das Geschlecht männlich oder weiblich gebunden. Oder die Rentenversicherungsnummer: Die letzten 3 Stellen stehen für männlich 000 - 499 bzw. weiblich 500 - 999. Alles dass muss nun neu überdacht und umgestellt werden. Denn was nützt es, wenn die Diskriminierung bei den Meldeämtern abgeschafft wird, aber in der restlichen BRD weiterbesteht!
Bitte nicht falsch verstehen, ich bin für die BVG-Entscheidung. Aber sie betrifft nicht nur einige Wenige!

Gruslig...

Macht was ihr wollt, aber ich finde das einfach nur noch gruslig. Schätze in Lettland wird sich das nicht durchsetzen.

@Rusiu

"Es gibt nur zwei Geschlechter. Die Definition ist:
Hat etwas kein Y-Chromosom, ist es weiblich. Alles andere ist männlich.
Auch YY ist männlich, obwohl es ein biologischer Unfall ist. XXY ist auch männlich, XXX weiblich.
Hier haben die Richter bewiesen, dass sie ungebildeter als ein Bio-Schüler aus der Hauptschule sind."
Ein typischer Haupschueler haette sich in ein paar Sekunden per Smartphone ueber die tatsaechlichen wissenschaftlichen Tatsachen informieren koennen...Im Gegensatz zu Ihnen.

Au weia

NOCH mehr Genderwahnsin? Was kommt jetzt nach Mensch/in noch auf uns zu (Mensch/in/xx,)? Die Frau, der Mann, DAS "Positiv"?
Nichts gegen Lesben, Schwule, Heteros und Transen, jeder nach seiner Veranlagung, aber langsam nimmt das alles merkwürdige Züge an.

@Neuländer

Sie sind eben weder männlich noch weiblich, sondern intersexuell. Echt merkwürdige Frage.

Und wie ist "intersexuell" biologisch definiert? Wenn es neben XX und XY noch einen dritten Zustand gibt, der objektiv nachweisbar ist und sich nicht nur im Seelenleben des Betroffenen abspielt, dann würde mir die Anerkennung eines dritten Geschlechtes leichter fallen.

Zu Befehl Herr General

09:45 von Andreas Unzufrieden
„““Na endlich
Es gibt nun mal nicht nur männlich oder weiblich, sondern auch Zwitterwesen. Das ist so von der Natur gewollt und dem hat ein modernes Melderecht auch Rechnung zu tragen.““““

Jawoll ja.
Und ausserdem bitte noch eintragen lassen ob schwul oder lesbisch.
Damit sich JEDER sofort ein Bild (oder Hoffnung) machen kann

@he

"Und viele Formulare erlauben nur, sich als „Frau“ oder „Herr“ ansprechen zu lassen, usw. (Von der „WC-Frage“ einmal abgesehen.)"

Ok, um die Änderung solcher Formulare geht es ja beim Urteil. Mal gespannt was dann verwendet wird: er, sie und ?...

Hilfe, dann sind ja solche Konstrukte wie "Liebe(r) Nachbar(in), falls gewünscht darf er/sie..." Demnächst völlig unleserlich... Wie möchte das Dritte sich dann bitte nennen? Die einzige Lösung ist BEIDES zu sein, nicht etwas drittes Neues!

Das Phänomen der Intersexualität ist, wider Erwarten, keine "Modeerscheinung", sondern lange bekannt. Zitat aus der Begründung:

"Das Allgemeine Landrecht für die preußischen Staaten von 1794 (ALR) hatte noch Regelungen zur geschlechtlichen Einordnung von Zwittern enthalten: „Wenn Zwitter geboren werden, so bestimmen die Aeltern, zu welchem Geschlechte sie erzogen werden sollen“ (§ 19 I 1 ALR). „Jedoch steht einem solchen Menschen, nach zurückgelegtem achtzehnten Jahre, die Wahl frey, zu welchem Geschlecht er sich halten wolle“ (§ 20 I 1 ALR)."

Später mit Einführung der Standesämter wurde das Personenstandrecht novelliert und die "dritte Option" ist entfallen. Sex ist nicht "zwischen den Beinen", sondern "zwischen den Ohren" - daher muss die Intersexualität berücksichtigt werden.

Traurig das im Jahre 2017,

in Deutschland, mit der obersten Rechtssprechung, dies erst eingeklagt werden muss.

Jemand

jemand der nicht weiss welches Geschlecht er hat empfehle ich einen Bick in seine Hose / Rock

3. Geschlecht

Wie stellt sich eigentlich das 3. Geschlecht medizinisch anatomisch biologisch im MRT oder CT oder sonographisch aus? Gibt es hier noch eine Möglichkeit den Nobelpreis für Medizin für die Exploration einer medizinischen Terra incognita zu gewinnen?

Gestört

09:56 von Gerhard Apfelbach
„““Kranke Republik
Diese Republik ist einfach nur krank““““

Sie haben vollkommen recht. Sogar die Gerichte bilden da manchmal keine Ausnahme.

@max63

"ob ein Zwitterwesen bei der Gattung Mensch von Natur aus gewollt ist möchte ich bezweifeln."
.
Ich würde mich nicht trauen zu mutmaßen, was die Natur will oder nicht. Viel einfacher und sicherer ist es einfach zu akzeptieren, was die Natur hervorbringt und dann dementsprechend die eigenen Vorstellungen an die Realität anzupassen.
.
"In einem solchen Fall reagiert auch wieder die Natur, mit natürlicher Auslese."
.
Das ist jetzt ein Plädoyer für was genau?

@jog

"Ich bin begeistert, wie viele Menschen sich hier melden, die vollkommen fehlende Empathie mit mangelnder Lesekompetenz vermählen - meine Hochachtung!"
Da kann ich Ihnen nur zustimmen!

@10:54 von MKir13

Mir erschließt sich nicht, wie sie auf den Trichter kommen, die Klage wäre gescheitert. Das BVerfG hat im Sinne des Klägers entschieden, vulgo der Klage stattgegeben. Der Kläger hat in den Vorinstanzen (AG Hannover, OLG Celle und BGH) "verloren", aber vor der höchsten Instanz in Deutschland gewonnen.

Da haben Sie Recht, ich bin dem schlechten Schreibstil des Artikels auf den Leim gegangen. Der Videobeitrag war zum Zeitpunkt meiner Antwort ebenfalls noch nicht eingebunden.

Wieso würden Sie automatisch verlieren, wenn Sie gegen die Steuergesetze klagen?

Ich habe mich undeutlich ausgedrückt. Natürlich kann man gegen Aspekte der Steuergesetze klagen und gewinnen. Ich meinte eine Sonderbehandlung meiner Person, da ich leider einen speziellen genetischen Defekt habe und deshalb gerne eine persönliche Vergünstigung hätte. Erübrigt sich aber, da meine Aussage auf einer falschen Annahme beruhte.

Klar... jeder Betriebsunfall der Natur muss seine

eigene Regelung haben. Alles andere ist schon seit Gründung der Kirchenregister Unrecht... Aber ja doch., Tolle Ergänzung zum Luther-Jahr.

haben Sie bewiesen, dass

Sie sich zumindest nicht richtig mit dem Thema befasst haben. Es ist relativ schnell herauszufinden, dass es z.B. das XX-Mann-Syndrom gibt...

@BreiterBart

"Von mir aus ... wenn das das größte Problem Deutschlands ist ... NOT?!"
.
Wie groß muss ein Problem sein, damit man es löst? Müssen 1.000 Menschen betroffen sein oder schon 100.000? Wer bestimmt, wann sich ein Problem für eine Lösung qualifiziert? Spielt es dabei auch eine Rolle, ob die Lösung einfach oder komplex ist? Dürfen mehrere Probleme gleichzeitig behandelt werden oder immer nur das aktuell größte? Bitte klären Sie mich auf.

Auf dem Teppich bleiben...

Angesichts der bürgerlichen Freiheiten in DE kommt es weniger auf ein in Personaldokumente eingetragenes Geschlecht an, als auf die selbstbestimmte Lebensführung, die in DE jedem fast alle Freiheiten lässt. Eine wirkliche Diskriminierung von Unisexuellen kann ich in DE nicht erkennen.
_
Vielmehr erkenne ich erneut eine Schwäche unserer rechtsstaatlichen Strukturen, wenn durch immer neue, zusätzliche Gesetze nur "Verschlimmbesserungen" und ein unsinniger Rattenschwanz an Folgeproblemen entstehen. Diese deutsche "Regelungswut für alle Einzelfälle" nämlich führte zum Steuergesetzedschungel, zum kostentreibenden Baurecht, zu überbordenden Dokumentationspflichten im Pflege- u. Gesundheitsbereich usw...
_
Die Krux fürs BVerfG = man muß sich an "bestehenden" Gesetzen orientieren. Auch, wenn eine gesellschaftlich sinnvollere Lösung eigentlich eine interaktionelle, bürgernahe Aufgabe von Politik wäre.

@___111___

"Es schadet niemandem, diese Option einzuführen und es ist vielen damit geholfen.
Die scharfen Kommentare hier im Forum sind ziemlich überflüssig. Es wird niemand gezwungen, sein Geschlecht infrage zu stellen."

Ich bin mir nicht sicher ob es nicht doch mehr schadet als dass es nützt!

Wenn eine Kategorisierung möglich ist, dann muss ich es auch wahrheitsgemäß ausfüllen. Das geht dann durchaus auch in Richtung Stigmatisierung. Wie ist es mit WC Nutzung. Wettkampfsport? Im Leistungssport ist das durchaus ein Problem.

@Seacow

Dann hören vielleicht auch irgendwann endlich diese schrecklich holperigen Schreib-und Sprechweisen von en - und innen, *innen und Innen usw. auf.

Ich befürchte, daß dann eher noch ein drittes Anhängsel produziert wird.
Leser/-innen/-ese
(oder so ähnlich)

Sonst wären ja alle wieder gleich. Offensichtlich ist dies aber nicht gewollt. Jeder Minderheit soll ja ihr Recht gewahrt werden, etwas Besonderes darzustellen.

Schon erschreckend aber auch belustigend,

wie mein Kommentar von heute früh, der so gar nicht in die Vorstellung der PC-Community passt, mit Stereotypen, Abwertungen und Beschimpfungen (es gab aber auch Ausnahmen) beantwortet wurde.

So sieht also die große Befreiung der Gesellschaft aus? Dass meine Meinung nur dann angenommen wird, wenn sie PC-konform ist?

"Ich verabscheue Ihre Meinung, bin aber bereit dafür zu sterben, dass Sie Ihre Meinung frei äußern können!"
(oder so ähnlich) hat jemand vor langer Zeit (nein nicht Voltaire!) gesagt.

Darüber sollten heute gerade die nachdenken, die glauben im Besitz der allein selig machenden Wahrheit zu sein..

@Rusiu

Sie haben es offensichtlich noch nicht verstanden. Die Intersexualität beim Menschen gibt es biochemisch , d.h. genetisch, nicht. Und solange wir das genetische Programm des Menschen nicht ändern können, ist die Intersexualität des Menschen rein psychischer Natur.

@10:46 von karwandler

"Schwule,Ehe für alle, Intersexuelle - wieso kriegen die "Normalen" immer einen Angstkoller, sobald das "Unnormale" nicht mehr unterdrückt wird."

Sehe ich nicht so. Ich denke eher, dass man das von der Natur vorgegebene Raster beibehalten sollte. Die Abweichungen kann man notieren, mehr aber nicht.

Man sollte auch nicht alles in einen Topf werfen, Schwul sein und XY Chromosom Abweichung sind unterschiedlich und in ihrer Natur nicht zu vergleichen. Ich glaube, das haben die Richter auch nicht verstanden. Kein Wunder, wenn Juristen ein medizinisches Syndrom beurteilen muessen.

Unterdrueckt wird keiner mit einer Chromosomalen Abweichung. Diese ist ja Fakt, was sollte da unterdrueckt werden!

Ich faende es bedenklich, wenn es neuerdings einen Markierungszwang fuer Abweichungen gaebe.

@Fuchi

"Sollen wir unsere Mitmenschen die Rechte aberkennen, weil die Natur ja vorgesehen hat, dass man zwei Beine hat um zu laufen. Sollen wir Kinder, welche von Geburt an zum Beispiel keine Beine haben die Rechte aberkennen, weil es in Ihren Augen nicht "normal" ist? Es sind Personen mit Ihrer Einstellung, die diese Republik krank machen."

Ich bin GEGEN eine solche Klassifizierung, spreche damit aber den Betroffenen keinerlei Rechte an irgendetwas ab, im Gegenteil- ich lasse ihnen damit viel mehr Freiheiten sich in dem einen oder anderen Fall einfach zu entscheiden.

Bzw. vielleicht falsch ausgedrückt: Ich bin nicht gegen diese Klassifizierung, sondern halte sie im Sinne ALLER Intersexuellen nicht für zielführend.
Man sieht einem Intersexuellen das in der Regel ja auch nicht an.

re a.winkler

" Hier gibt es ja ganz offensichtlich aus Sicht der herrschenden Kreise keine drängenderen Probleme zu lösen..."

Die "herrschenden Kreise" haben nicht das BVerfG angerufen.

Unsachliche Polemik am Thema vorbei.

@11:22 von Melanda

"Es ist traurig... ...das in Deutschland eigentlich nur noch das Bundesverfassungsgericht regiert ...."

Nicht nur das. Ich finde es unpassend , dass Juristen ueber ein Thema befinden von dem sie naturgemaess keine Ahnung haben koennen.

Fast alles wird in der BRD von Juristen geleitet und bestimmt: Parlamente, Ministerien, Fachbehoerden, Landratsaemter. Ich bin skeptisch, ob das so richtig ist.

Intersexuell

Schön wäre es, wenn mit diesem Menschen, den wir uns so schwer vorstellen können, ein Interview geführt würde. Da die Prozesse sich sicherlich über Jahre hingezogen haben, hat diese Person ganz bestimmt Erfahrungen gesammelt: Bei Reisen ins ausweispflichtige Ausland, in der Personalabteilung, beim Einkauf von Kleidung, bei gesellschaftlichen Ereignissen u.a. Diese Erfahrungen würden mich wirklich interessieren. Und natürlich: Es ist in einem Rechtsstaat das gute Recht eines Jeden, für sein Recht zu kämpfen. Jetzt sollte bitte der Sieger präsentiert werden.

@Neuländer

"Wer intersexuell ist, kann nichts dafür."
- das habe ich auch nicht behauptet.

Es gibt biologische Fakten - XXY, XYY, uvm. die ich auch gar in Frage stelle.

Es geht darum, daß diejenigen, welche nicht ins XX/XY-Muster passen, diesen biologischen Fakt amtlich machen können.
Es gibt aber auch Travestie-Künstler, die als Frau bezeichnet und angesprochen werden wollen, ihren Künstlernamen womöglich im Perso vermerkt haben, aber trotzdem Männer sind.

Wer Wert auf sein drittes Geschlecht legt, will sich eben nicht in die binäre Geschlechterordnung einfügen.
Deswegen wäre es nur konsequent, diese weder als Mann/Frau anzusprechen.

Mit Y als Mann, ohne als Frau wäre den meisten Betroffenen sicher nicht recht. Denn die meisten davon haben ein Y, fühlen sich aber als Frau.

Als würde es nichts Wichtigeres geben …

Es gibt zwei Geschlechter – männlich und weiblich. Nur weil ein Sonderling sich für etwas hält, das seiner Meinung nach weder dem einen noch dem anderen Geschlecht zuordenbar ist … Nein, ich rutsche in hier nicht gewünschte Gefilde ab – meiner Meinung nach Zeit- und Geldverschwendung.

re max63

"ob ein Zwitterwesen bei der Gattung Mensch von Natur aus gewollt ist möchte ich bezweifeln."

Die Natur "will" überhaupt nichts.

Wir können nur beschreibend feststellen, was in der Natur vorkommt.

@Neuländer

"Man könnte stattdessen einfach auch mit Empathie auf diese Menschen zugehen und einfach mal aufschnappen, wie sie denn bezeichnet werden wollen. Vielleicht sogar ganz klassisch mit er oder sie."

Ich glaube eher letzteres, denn es ist eine (wertfrei gemeint) Abnormalität. Und die möchten viele nicht auch noch dokumentieren. Ich finde es bedenklich, dass wegen EINER Klage jetzt u.U. gegen den Willen vieler gehandelt werden muss...

Weitergedacht...

Nach wissenschaftlich unbestrittenen Erkenntnissen habe ich als Mann gegenüber Frauen eine um 6-8 Jahre geringere Lebenserwartung. Genetisch bedingt bin ich also von natur aus benachteiligt. Im GG Art.3 (1) steht aber: > Niemand darf wegen seines Geschlechts [etc] benachteiligt werden.<
_
Mithin müsste ich doch als Mann das Lebenszeitmanko ausgleichende, gesamtgesellschaftliche Vorteile einfordern können (Verbilligungen/Kostenvorteile, höhere Rente, Sitzplatzanspruch in öff. Verkehrsmitteln usw).

@Schannem

Sie haben recht: Gottes Schöpfung ist sehr vielfältig, bunt, inspirierend und lebenswert. Diese Vielfalt basiert beim Menschen auf "Mann und Frau" und in der Tierwelt auf "weiblich und männlich". Wer mehr daraus machen will, dem kann ich mit einem Bibelvers aus dem Römerbrief, Kapitel 1, Vers 22 antworten: "Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden."

re frank-furter

"Schon erschreckend aber auch belustigend,

wie mein Kommentar von heute früh, der so gar nicht in die Vorstellung der PC-Community passt"

Wer sich für Minderheitenrechte einsetzt ist PC (was bekanntlich in rechten Kreisen als Herabsetzung wie auch "Gutmensch") verwendet wird.

Wer die "PC-Community" herausfordert ist ein selbstbewußter aufrechter Normalo.

Sind Sie jetzt zufriedenstellend beurteilt?

Weltfremd

Sind das Deutschlands Sorgen und Herausforderungen? Wenn das oberste Gericht sich mit solchem Nonsens wichtigtuerisch beschäftigt, verliert es nur an breitem Konsens in der Bevölkerung. Wasser auf die unsäglichen Mühlen der Populisten und Extremisten, die das selbe Gericht nicht mal verbieten lässt. Weltfremd.

@11:05 von Neuländer

"Man könnte stattdessen einfach auch mit Empathie auf diese Menschen zugehen und einfach mal aufschnappen, wie sie denn bezeichnet werden wollen. Vielleicht sogar ganz klassisch mit er oder sie."

Wie wäre es als Mensch?
Es geht nur um die Formalität im Ausweis oder auf den Ämtern.
Wenn man diesen Menschen begegnet spricht man diese an wie sie einem gerader erscheinen, man weiß es ja nicht.
Wenn es diese Person stört wird diese es schon sagen.
Wichtig ist nur, wenn man davon weiß, das man diese als normalen Menschen sieht und nicht mobbt.
Leben und leben lassen und nicht alles was man nicht versteht gleich verurteilen, verunglimpfen, ins Lächerliche ziehen usw.

re ibelin

"Sehe ich nicht so. Ich denke eher, dass man das von der Natur vorgegebene Raster beibehalten sollte. Die Abweichungen kann man notieren, mehr aber nicht."

Sie wissen aber schon, dass kürzlich noch Homosexuelle aus dem "von der Natur vorgegebenen Raster" herausgefallen sind.

@Fuchi

"Glauben Sie wirklich das Intersexuelle sich jeden Tag gefühlsmäßig ein anderes Geschlecht aussuchen?"

Wie fühle ich denn als Geschlecht? Ich weiß nur wie ICH fühle, ich habe aber keine Ahnung ob ich eher männlich oder weiblich oder noch anders fühle.

Ich bin ich und du bist du. Daran ändert nichts etwas, insbesondere nicht wie man mich nennt (bzw. ankreuzt).

Titelbild

warum zeigt das Bild ein T-shirt mit dem Aufdruck "dritte Option" ? Es ist doch wohl nicht so, dass man sich zukünftig das Geschlecht frei aussuchen kann oder doch? Wie sieht das denn in der Praxis konkret aus? In der Tiefgarage ist es praktischer, Frau zu sein- die Parkplätze sind näher am Eingang und besser beleuchtet. Wenn es um Quotenregelung geht, hat es auch Vorteile, Frau zu sein- gelten die Vorteile dann jetzt für Intersexuelle auch? Sollte die Wehrpflicht wieder kommen, wie sieht es da aus?

AW:

Bingo!

re zwicke

"Nach wissenschaftlich unbestrittenen Erkenntnissen habe ich als Mann gegenüber Frauen eine um 6-8 Jahre geringere Lebenserwartung. Genetisch bedingt bin ich also von natur aus benachteiligt. Im GG Art.3 (1) steht aber: > Niemand darf wegen seines Geschlechts [etc] benachteiligt werden.<"

Wenn Sie damit einen witzigen Beitrag abliefern wollten ist der völlig daneben gegangen.

Es sei denn wir müssten jetzt als Ihr offensichtliches Unwissen registrieren, auf welches Rechtsverhältnis sich die Grundrechte beziehen.

@12:11 von Zwicke

"Nach wissenschaftlich unbestrittenen Erkenntnissen habe ich als Mann gegenüber Frauen eine um 6-8 Jahre geringere Lebenserwartung. Genetisch bedingt bin ich also von natur aus benachteiligt. Im GG Art.3 (1) steht aber: > Niemand darf wegen seines Geschlechts [etc] benachteiligt werden.<
_
Mithin müsste ich doch als Mann das Lebenszeitmanko ausgleichende, gesamtgesellschaftliche Vorteile einfordern können (Verbilligungen/Kostenvorteile, höhere Rente, Sitzplatzanspruch in öff. Verkehrsmitteln usw)."

Juristisch gesehen ja! Vielleicht sollte man Juristen kuenftig auch Allgemeinbildung verpassen, wenn die schon alles regeln wollen!

10:45 von Zeddi

Schade, das Sie mir inhaltlich nicht folgen konnten. Es geht um die Themen, mit denen sich ein Verfassungsgericht beschäftigt, obwohl die Verfassung / Grundgesetz dazu absolut nichts hergibt. Mit Artikel 1 kann man nicht jeden Nonsens erklären. Denn die Gründerväter in den 1950er Jahren hatten mit solchen Themen überhaupt nichts am Hut.
.
Klage wird abgewiesen.
Verfassungsgericht ist nicht zuständig, sondern vielleicht die Politik? Und sagt die Ja oder Nein ist das ein politischer Fall, aber kein Fall für ein Verfassungsgericht!

@Neuländer

Wie groß muss ein Problem sein, damit man es löst? Müssen 1.000 Menschen betroffen sein oder schon 100.000?
Das kann ich Ihnen nicht beantworten. Dafür ist der Gesetzgeber zuständig.

Zum XX-Mann steht auf wikipedia:
Die Auftrittshäufigkeit wird mit 1:10.000 bis 1:20.000 angegeben, das in Bezug auf die äußerlichen Merkmale ähnliche Klinefelter-Syndrom kommt etwa zehnmal so häufig vor.

Also ungefähr 40 bis 80 Tausend Klinefelter plus XX-Männer und XY-Frauen in Deutschland.

@Atlantiker

Gut gesprochen.

@sprachloser - Was bringt's?

10:08 von sprachloser:
"Und was bringt demjenigen ein neuer Eintrag im Personalausweis?"

Es bringt ein gutes Gefühl, in seinen Dokumenten keine falschen Angaben mehr zu haben. (Die Angabe eines falschen Geschlechts würde Sie doch sicherlich auch stören, oder?)

Im Personalausweis ist das Geschlecht übrigens gar nicht vermerkt.

von M Lück

Seit ihr wirklich alle so ungebildet. Es geht hier darum was das Gericht kann; oder einzelne dieser Männer. Unsere Welt ist doch nicht gerecht oder Tolerant. Fragt mal Soziologen und Ökonomen zu diesem Thema. Und wer hier mit Schöpfung argumentiert hat sowieso einen am Helm. Was hat den die Biologie mit der Unfähigkeit, Frieden und Gleichheit in unsere Gesellschaft zu bringen, mit 3 Geschlechtlicher unterscheidung derselbigen zu tun?
Nicht´s genau!
Alle Politiker und Stattsbeamte sollen für einen Mindestlohn arbeiten und die Finanztransaktionssteuer sowie ein bedingungsloses GrundEKsoll eingeführt werden. Sich küssende Hommos gab´s schon im alten Rom. Es ist ein Zeichen für gesellschaftliche Instabilität.

@haben Sie bewiesen, dass 11:48 von beilenker

"Sie sich zumindest nicht richtig mit dem Thema befasst haben. Es ist relativ schnell herauszufinden, dass es z.B. das XX-Mann-Syndrom gibt..."

Es gibt sogar das ganz banale Y-Mann Syndrom ;)
Das betrifft alle Männer.
Soviel weiss ich noch aus meinem Biologie-Nebenfach Studium,
dass die Natur schon weiter ist als manche Kommentatoren hier,
die sich ausgerechnet auf diese 'Natur' berufen.
Dass Y-Chromosom ist mit hoher Wahrscheinlichkeit dem 'Tode geweiht',
spätestens in ein paar tausend Jahren.
Dass sind dann auch nur ca. tausend Generationen evolutionstechnisch gesehen.

Was noch alles bei dieser Entwicklung herauskommt weiss niemand.
Die Intersexualität dürfte ein geringeres Problem sein.

Verfassungsgericht fühlt sich berufen

die Politik zu bestimmen und zu machen? Jetzt müsste eigentlich irgendwann ein Ober-Verfassungsgericht mal die Verfassungsrichter unter die Lupe nehmen. Das Grundgesetz sagt dazu nämlich nichts. Kompetenz-Überschreitung. So nenne ich das. Der nächste, der behauptet, er sei ein Baum bekommt auch einen extra Eintrag? Von wegen meiner Würde und so... Nonsens das ganze

@09:45 von Andreas Unzufrieden

"Na endlich, Es gibt nun mal nicht nur männlich oder weiblich, sondern auch Zwitterwesen. Das ist so von der Natur gewollt und dem hat ein modernes Melderecht auch Rechnung zu tragen."

Finde ich nicht. Es passiert so in der Natur, ob es so gewollt ist, sei dahingestellt. Ich wage es zu bezweifeln. Es gibt viele Chromosomale Abweichungen, die einfach passieren. Die Folgen sind unterschiedlich.

Auch ein modernes Melderecht sollte Abstand davon nehmen, dass jemand von sich preigeben muss, was keiner wissen muss.

Ich faende es peinlich, wenn Leute gezwungen wuerden ihre Chromosomale Konstitution angeben zu muessen. Wer will das wissen.

Womoeglich hat der einzige, der das preisgene will , anderen einen Baerendienst erwiesen.

Was machten bloß die hunderten

Generationen vor uns? Warum kamen die mit ihrem Leben irgendwie klar?

@DB_EMD

"Oder haben diese nicht auch vorher schon Toiletten und Parkplätze genutzt, ohne das es jemandem aufgefallen sei? Vielleicht stand einer sogar schon einmal neben Ihnen auf dem Klo, ohne dass Sie es merkten?"

Das ist nicht der Punkt. Ich kann auch als Frau auf Herrentoiletten gehen und umgekehrt. Und auch das fällt u.U. nicht auf.

Ich kenne übrigens viele Männer die sich unwohl fühlen wenn sie am Pissoir stehen und die Putzfrau kommt rein. Und Frauen möchten noch weniger, dass Männer diesen doch intimen Ort mit aufsuchen- zumindest die meisten!

Es ist auch gesetzlich nicht VERBOTEN die Toilette eines anderen Geschlechts zu nutzen. Aber der Besitzer hat das Hausrecht und kann das durchsetzen.

Es ist aber andererseits gesetzlich VORGESCHRIEBEN, dass Veranstalter Geschlechter getrennte WCanlagen anbieten MÜSSEN. Was wiederum Schwachsinn wäre wenn alle alles nutzen...

@Skywalker - Bedenklich ist nur die Einmischung.

12:10 von Skywalker:
"Ich finde es bedenklich, dass wegen EINER Klage jetzt u.U. gegen den Willen vieler gehandelt werden muss..."

Ich fände es bedenklicher, wenn es tatsächlich "dem Willen vieler" entspräche, sich in die privaten Angelegenheiten anderer einmischen zu wollen.

Es kann doch jedem von uns völlig egal sein, was sich andere in ihre Dokumente eintragen lassen...

10:48 von DiePositiveBratwurst Na ja....

"Na ja … der Bundesgerichtshof kann alles entscheiden … nur macht es das nicht besser."

Letztendlich hat das BVerfG entschieden, der BGH war anderer Meinung. Ein letztinstanzliches Urteil schafft Rechtssicherheit, das ist begrüßenswert.

"Ich würde gern wissen wie das dritte Geschlecht heisst."

Es handelt sich nicht um ein "drittes Geschlecht", sondern um Menschen, die sich nicht eindeutig in die Unterscheidung männlich/weiblich einordnen lassen.

Vielleicht sagt Ihnen der Name "Caster Semenya" etwas.
Eine südafrikanische, "maskulin" aussehende Mittelstreckenläuferin, die bei der WM 2009 die Goldmedaille über 800 Meter gewann. Danach begann die Diskussion, ob sie nicht evtl. intersexuell sei und "gar keine richtige Frau". Aber ist sie "ein richtiger Mann", damit sie dort starten müsste?
Sie selbst fühlt sich als Frau (interessanter Wikipedia-Art.).

"Wird das Ganze sprachlich jetzt ein ES?"

Man sollte den/die jeweils Betroffene(n) fragen, ob er/sie "er"/"sie" bevorzugt.

Ein drittes Geschlecht ?

Man sollte nicht alles durcheinander werfen. Nach wie vor gibt es bei Säugetieren genau zwei Geschlechter. Bei bestimmten Pflanzen gibt es auch mal 3 oder sogar mehr Geschlechter. So ist es in der Natur vorgesehen. Bei Menschen, wahrscheinlich auch bei anderen Säugetierarten gibt es aber Individuen bei denen die Zuordnung zu einem der Geschlechter uneindeutig oder unmöglich ist. Da finde ich die Bezeichnung intersexuell recht passend. Ob das für den Einzelnen eine passende Lösung ist oder ob man das im Paß stehen haben möchte ist wohl eine ziemlich persönliche Frage.

Und was ist mit Bürgern, die sich als andere Menschen fühlen?

Nehmen wir z.B. Autisten, die schlichtweg sich von anderen Menschen grundlegend in ihrem Denken und Fühlen unterscheiden. Haben die jetzt auch einen Anspruch darauf, von NT-Menschen (neurotypischen Menschen) unterschieden zu werden? Die Unterscheidung nach Mann und Frau dient der Unterscheidung von Menschen bei deren Identifizierung. Chromosomen sind unveränderlich, also XX, XY und als drittes alle Irregularitäten wie Trisomien. Auch äußere Geschlechtsmerkmale sind unveränderlich, zumindest kann man noch später feststellen, dass sie mal da waren. Sie dienen also der Identifizierung. Solange im Rechtsumfeld zwischen Männern und Frauen unterschieden wird, wird auch dieses Kriterium benötigt. Jeder muss für jedes Rechtsfall dauerhaft entscheiden, ob auf ihn die Rechtlage für Männer oder Frauen gelten soll. Es gab da doch mal letztens einen Fall, wo eine Frau vor der Geschlechtsumwandlung in einen Mann noch schwanger geworden ist und als Mann ein Kind geboren hat. Rechtlich spannend.

@Atlantiker 12:15

"Wenn das Gericht sich mit solchem Nonsens...Wasser auf die unsaeglichen Muehlen der Populisten..." .Von welchen Populisten sprechen Sie? Ich bin aktives AfD-Mitglied und halte die Entscheidug des BVG fuer richtig. Sicherlich gibt es auch andere bei uns, die da anderer Meinung sind. Aber was hier echt "populistisch" ist, das ist Ihr Kommentar.

Gruss aus Brasilien

@IBELIN - naturgemäße Ahnungslosigkeit

12:04 von IBELIN:
"Ich finde es unpassend , dass Juristen ueber ein Thema befinden von dem sie naturgemaess keine Ahnung haben koennen."

Falls Sie hier die Entscheidung des BVerfG kritisieren, wüsste ich gern, auf welcher Basis sie das tun. Haben Sie sich fachkundig beraten lassen oder verlassen Sie sich da ganz auf ihre naturgemäße Ahnungslosigkeit? (Ich musste auch erstmal nachlesen, was Transsexualität überhaupt ist.)

Ich gehe davon aus, dass sich die Richter des BVerfG intensiv und wissenschaftlich mit den Themen auseinandersetzten, bevor sie darüber entscheiden.

re atlantiker

"Es geht um die Themen, mit denen sich ein Verfassungsgericht beschäftigt, obwohl die Verfassung / Grundgesetz dazu absolut nichts hergibt."

Sie haben eine wunderliche Auffassung von der Aufgabe des Verfassungsgerichts.

Eben weil die Verfassung nur einen rechtlichen Rahmen definiert hat das Gericht zu einzelnen Rechtsfragen festzustellen, wie im Sinne der Verfassung diese zu regeln sind.

"Verfassungsgericht ist nicht zuständig, sondern vielleicht die Politik? Und sagt die Ja oder Nein ist das ein politischer Fall."

Die Politik anrufen? das ist doch überhaupt kein Rechtsweg. Sie müssen erstmal den Grundkurs Gewaltenteilung wiederholen.

Der Wahnsinn!

Ich finds ja gut, die Leute haben ja auch einfach nicht klar das eine oder andere Geschlecht.

Was mich viel mehr überrascht ist die Tatsache das hier schon 100 Prokommentare auf die Antikommentare losgehen bevor diese überhaupt geschrieben sind!

Da mich das Thema persönlich gar nicht tangiert kann ich weder das eine noch das ander nachvollziehen, man muss nicht zu allem eine gefechtsbereite Meinung haben ;)

Dann lebt es sich auch viel entspannter.

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