Kommentare

Eine Hochzinspolitik wird es nurnoch geben, wenn ...

... die Bevölkerung auch wächst. Die Zeiten wo in den 70igern die Zinsen hoch waren, sinnd ja nur zu erklären das ein Zuwachs auch an Bevölkerung da war, bzw. an Heranwachsenden. Ein Bevölkerungszuwachs ist aber nicht anstrebenswert, deshalb wird es auch zukünftig kein Hochzinszeiten mehr geben. Die Zinsen werden vermutlich wieder auf so 2-3% mal steigen, vielleicht auch kurzfristig mal 4-5%, aber das wird das höchste der Gefühle auch schon sein. Anderes wird es nicht mehr geben. Nur junge Menschen, die aufbauen brauchen Geld, die alten Menschen haben Geld und werden kaum ettwas aufbauen, deshalb und nur deshalb gibt es solche Zinsphasen. P.S: Natürlich muss man da die Inflation berücksichtigen, sollte diese mal auf 10% hoch schnallen, gibts auch wieder hohe Zinsen, aber das sind dann keine echten hohen Zinsen.

Die EZB bastelt weiter am Bau

Die EZB bastelt weiter am Bau der nächsten riesigen Geldblase, statt über restriktivere Geldpolitik die extensiven Neuverschuldnerländer zu Reformen zu zwingen. Es ist absehbar, dass diese Blase irgendwann platzen muss.

Konsequenzen aus den Forderungen

Herr Jackisch fordert also, dass es wieder mehr Zinsen geben muss - für deutsche Sparer/-innen und alle, die eine Lebensversicherung oder private Altersvorsorge haben.

Profitieren würden davon (in Deutschland) genau jene Leute, denen es zumindest noch gut genug geht, sich das leisten zu können.

Vielleicht wäre die angemessenere Frage eher, ob der eingeschlagene Weg der EZB dauerhaft schweren Krisen vorbeugen kann.
Das wäre fatal und viel teurer als die Verluste, die Herr Jackisch beklagt - wobei auch hier die schwächsten am stärksten unter den Folgen leiden würden.
Dazu sehe ich hier aber kein Wort.

Geldgeber ohne Ende.

Draghi führt kaum noch eine Europäische Geldpolitik sondern zunehmend eine Wirtschaftspolitik die nur noch ausgerichtet auf Italien. Dabei muss dieses Land selber eine drastische Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Justizreformen durchführen. Wenn aus Bedenken vor den politischen Rechten in Italien schon jetzt nichts getan wird, was wird denn überhaupt in Zukunft noch geschehen. In zunehmende Maße müssen die Nordeuropäische Geberländer sich abfragen ob sie ihre Gelder jemals wiedersehen. Deutschland wird demnächst 1000 Milliarden der EZB zur Verfügung gestellt haben. In den meisten Fällen gibt es keine Sicherheiten.

Der EZB fehlt die eigene Courage. ??

Der Autor benennt wohltuend einiges unverblümt. Aber die EZB hat angesichts ökonomischer Zwänge nicht wirklich eine Wahl. Denn wenn es crasht, dann nicht in Raten oder abgefedert, sondern in vollem Umfang. Das ist schon mal klar. Ein Crash soll mit allen Mitteln verhindert werden, egal ob legal oder nicht oder nicht ganz legal. In Wahrheit wird der Crash nur hinausgezögert, möglichst lange oder noch länger oder eventuell noch viel länger. Als letzte verzweifelte Option bleibt aber dann nur noch: Krieg. Der Mensch ist vor allem auch handelnd so dermaßen auf Abwegen durch seine ideologisch ausgerichtete Geisteshaltung. Das hat alles keinen Sinn mehr.

@YingYangFish 12.16

Höchste Zeit, dass die EZB die Nullzinsphase beendet. Was soll eine Zentralbank denn in einer Krise machen, wenn sie ihr Pulver schon in Normalzeiten verschießt? Europa befindet sich geldpolitisch mittlerweile seit bald 10 Jahren im Krisenmodus. Die Folgen sind, dass Sparer enteignet werden, Menschen, die mit Lebens- und Rentenversicherungen für das Alter versorgen werden ebenso geschädigt wie Versicherungen, die nicht mehr wissen wie die Garantiezinsen erwirtschaften. Es bildet sich eine riesige Preisblase bei Immobilien, die Häuser und Wohnungen bald unerschwinglich machen und damit auch die Mieten weiter treiben. Kann das Sinn machen?

Wir sind alle Schuldner

Von einem kleinen Teil der Bevölkerung mal abgesehen, sind wir alle Schuldner. Eine vierköpfige Familie ist an der Staatsverschuldung mit rund 100000 Euro beteiligt. In den Preisen der Produkte des alltäglichen Bedarfs sind Zimskosten im zweistelligen Prozentbereich inkludiert. Diese Zinsen und Zimseszinsen muss der Arbeitnehmer Jahr um Jahr aufbringen. Die Mehrheit der Bevölkerung profitiert von der Niedrigzinspolitik. Finanzstarke Bürger, ich rede von 5% Anteil an der Bevölkerung, die die mediale Aufmerksamkeit lenken können, so auch den gegenständlichen Kommentar, profitieren in der Tat nicht von Negativzinsen.

@friedrich peter

dem schliesse ich mich vollumfänglich an. es ist eine schande, was die EZB treibt

Ende der Zinsen

Es wird nie wieder hohe Zinsen geben.
Und der Grund ist auch ganz einfach.
Höhere Zinsen bedeutet Bankrott nahezu aller kapitalistischen Wirtschaftsformen.
Würden sich die Zinsen wieder bei 4-5% einpendeln, dann müssten zum Beispiel die Amerikaner über 1 Billion Dollar jährlich an Zinsen zahlen.

Schleichende Entwertung

der Privatvermögen. Jeder, der nicht spekulieren will/kann sucht eine Geldanlage. Die ist aber so schlecht, dass das Ersparte an Wert verliert. Die Finanzierung von maroden Staaten wird vom Sparer beglichen - die anderen machen ha nur Schulden. Wie wär‘s, wenn Draghi mal Druck auf Italien zu Reformen macht! Ätzend, wenn man die Katastrophe auf sich zukommen lässt und nichts unternimmt.

Dass die EZB den Lebens- oder Rentenversicherungen

das Fundament Fundament entzieht, ist nur ein Teil dessen, womit sie die Bevölkerung schädigt. Der andere ganz wesentliche Teil ist, dass sie mit der Inflationierung des Geldes die Bürger um die Vorteile der Steigerung der Produktivität bringt, also die Arbeit entwertet, während die Sachwerte der Reichen steigen. Sie betreibt also Umverteilung von unten nach oben. Zinsen, die bei Null liegen, ermögliche kostenlose, über Kredite finanzierte Übernahmen. Also Vermögenskonzentration bei wenigen.

Der eigentliche Skandal dieser Geldpolitik ist also vielfältig.

Ausgelöst wurden Finanzkrisen letztendlich durch die verantwortungslose Geldpolitik der Zentralbanken. Ohne diese hätte kein Spekulant solche Krisen herbeiführen können.

Inzwischen sind die Finanzmärkte dermaßen von der Droge Geld der Notenbanken abhängig, dass ein Entzug zum den Zusammenbruch herbeiführen würde.

Die Geldpolitik wird daher weiter betrieben, bis der Patient "Wirtschaft" an einer Überdosis zugrunde geht.

///Am 25. Oktober 2017 um

///Am 25. Oktober 2017 um 12:49 von heweliusz
Ende der Zinsen
Es wird nie wieder hohe Zinsen geben.
Und der Grund ist auch ganz einfach.
Höhere Zinsen bedeutet Bankrott nahezu aller kapitalistischen Wirtschaftsformen.
Würden sich die Zinsen wieder bei 4-5% einpendeln, dann müssten zum Beispiel die Amerikaner über 1 Billion Dollar jährlich an Zinsen zahlen.///
.
Das ist nicht ganz richtig. In Zeiten hoher Zinssätze ist auch die Inflation hoch. Die Realverzinsung schwankt dagegen nur wenig und ist immer niedrig, ( jedoch abhängig auch von der Bonität des Schuldners ).

der Vorteil

Der Vorteil dieser Geldpolitik kann auch als nützlich gesehen werden.
Jetzt in Beton-Gold investieren.
Die Hypotheken sind billig wie nie.
Jede Krise hat auch Ihre Vorteile, jetzt für Häuslebauer.
Also nicht immer Jammern. !!!

Guter Beitrag von Herrn Jackisch,

aber blendet Target 2 vollkommen aus. Da sind wir jetzt bei ca. 880 Milliarden,kaum abgesichert und wertlos wenn der Euro baden geht. So wird Volksvermögen verbrannt. Unsere Verfassungsrichter trauen sich nicht ran,Recht zu sprechen sondern machen durch nichtstun und verschieben an den EUGH Politik,statt einzugreifen. Wenn sie Recht sprechen würden laut Gesetzen und Verträgen,ist das was stattfindet illegale Staatsfinanzierung. Die ist verboten und der Euro wäre sofort am Ende. So wird es nur weiter hinausgezögert mit dramatischen Folgen. Allein Italien steht in den Taget 2 Bilanzen mit über 460 Milliarden zu buche.

Wollen und Können sind halt zweierlei !

Unser Zinseszins Geldsystem ist am Ende und steht vor dem Zusammenbruch. Sobald die EZB die Zinsen merklich anhebt, tritt sie eine Bankrottlawine los, an dessen Ende eine bisher noch nie dagewesene Wirtschaftskrise steht. Das ist sowohl im bei den Politikern als auch Bänkern schon lange bekannt, nur spricht man offiziell nicht darüber.
Deshalb versucht die EZB über die Nullzinspolitik diesen Zusammenbruch soweit wie möglich hinaus zu schieben. Aber letztlich muss er kommen, denn der "Point of no return" wurde schon lange überschritten.
Bis dahin werden noch die Altersvorsorgen und Sparguthaben durch die Zinspolitik zerstört.

@Ernst-, 13:06

"Dass die EZB den Lebens- oder Rentenversicherungen das Fundament Fundament entzieht, ist nur ein Teil dessen, womit sie die Bevölkerung schädigt. Der andere ganz wesentliche Teil ist, dass sie mit der Inflationierung des Geldes die Bürger um die Vorteile der Steigerung der Produktivität bringt, also die Arbeit entwertet, während die Sachwerte der Reichen steigen. Sie betreibt also Umverteilung von unten nach oben. [...]"

Wenn die von Ihnen benannten Reichen ihre Sachwerte aber nun konkret umsetzen - verkaufen und in Bargeld wandeln - wollten, bin ich mir ja nicht so sicher, ob das dauerhaft funktionieren würde. Dafür braucht es ja Leute, die das dann auch bezahlen können und wollen.
Insofern könnte das für manche ein sehr relativer Reichtum werden.

Sozialistische Planwirtschaft beim Geld - Folgen sind bekannt

Die planwirtschaftliche Geldpolitik der Zentralbanken zerstört den Wohlstand der Nationen. Es hat sich doch immer wieder gezeigt, dass zentrale Planwirtschaft zum Zusammenbruch einer Volkswirtschaft führte. Warum soll das bei der Planwirtschaft beim Geld anderes sein?

Diese Planwirtschaft beim Geld führt zu ständig sich wiederholenden Boom und Bust Zyklen. Sie führt zur Vernichtung der Kapitalbasis, die für zukünftige Produktion nötig ist, da Sparen sich nicht mehr lohnt. Sparen wird ersetzt durch Geldschöpfung aus dem Nichts und verschwindet periodisch dorthin, wo es hergekommen ist: ins Nichts und hinterlässt eine Spur der Verwüstung.

Wenn man durch Geldschöpfung aus dem Nichts Wohlstand schaffen könnte, gäbe es keine Armut mehr auf der Welt. Dennoch glauben die modernen Alchemisten sie könnte aus Wohlstand schaffen. Dagegen waren die Alchemisten früherer Jahrhunderte, die Gold schaffen wollten, noch reinste Waisenknaben.

ach, auf einmal?

Plötzlich haben wir eine Spekulationsblase, na sowas! Und eine Preisblase am Immobilienmarkt. Nein? Doch! Ohhhh!

Ach übrigens: daß auch Pensions- und Rentenkassen betroffen sind, verdanken wir weitsichtigen Politikern, deren Hirn anscheinend zu klein ist, um sich außer "Privatisierung" noch irgendwas anderes merken zu können.

Am 25. Oktober 2017 um 12:02 von linos203

Zitat:
"Nur junge Menschen, die aufbauen brauchen Geld, die alten Menschen haben Geld und werden kaum etwas aufbauen, deshalb und nur deshalb gibt es solche Zinsphasen."

Etwas komisch sind Ihre Einschätzungen schon, Bevölkerung von 1990 rund 79 Million auf jetzt knapp 82-83 Millionen ist wohl eine Rückläufige Summe von nicht ganz 4 Millionen?.

Und schon mal was von steigender Altersarmut gehört und Armut bei Kindern und so weiter.

Komische Einschätzung und Erklärung für Menschen mit wenig Geld.

Gruß

"Kronzeugen" Daimler und VW verärgern die Bayern

Soso, die geheimen Absprachen bringen nach Aussage von Herrn Zetsche den Kunden Vorteile - darauf wäre ich nicht gekommen. Und schon 20 Jahre danach reagiert das Kartellamt! Ein Armutszeugnis für unseren Staat. Aber es geht ja auch um das Wohl-ergehen unser "Premium"-Autohersteller.
Wer "Premium-Produkte" kauft, muss er-warten können, dass die Ware eine erst-
klassige Qualität bietet und sich die tech-nischen Angaben in der Praxis bestätigen.
Alles andere ist Betrug.

Es geht weiter - wie lange noch?

Die Geldpolitik der EZB ist verantwortungslos.
Sie rettet zwar vorübergehend einige Pleiteländer dieser Werttegemeinschaft, indem wertlose Papiere in Massen angekauft werden. Mit Geld, das es nicht gibt - das leichtsinnig gemacht wird. Niemand trägt dafür die Verntwortung, niemend wird dafür zur Verantwortung gezogen werden.
Weiter geht die Enteignung breiter Bevölkerungskreise, insbesondere jener, die gespertbhaben für irgendwas oder fürs Leben im Alter.
Weiter auf geht die Kluft zwischen Arm und Reich.
Wie lange kann dies wohl so noch weiter gehen?

Es wird kein Ende des billigen Geldes geben

Ich bin auch dafür, dass die EZB die Politik des billigen Geldes umgehend einstellt, denn diese führt nur zur Blasenbildung und zu einer immer größeren Schieflage an den Märkten. Allerdings halte ich es für extrem unwahrscheinlich, dass es zu einer solchen Wende kommt.

Da die verschuldeten Staaten im EZB-Rat die Mehrheit der Stimmen haben, werden sie Deutschland immer wieder überstimmen. Und auf EU-Ebene - zum Beispiel im Ministerrat - werden sich die Machtverhältnisse nach dem Brexit weiter zugunsten von Frankreich und den Südeuropäern verschieben. Vermutlich werden wir in Europa in Zukunft also eine Wirtschaftspolitik nach französischem Vorbild haben - das heißt Staatsgläubigkeit, Protektionismus, Schulden.

Ein Ende wird es erst geben, wenn eine deutsche Regierung sagt: "So, jetzt reichts!" Aber noch ist weit und breit kein deutscher Politiker zu sehen, der 1) realistishe Chancen hat, Kanzler zu werden, und 2) bereit ist, den Euro platzen zu lassen - denn das wäre die Folge.

13:13 von @Pandor

"Blindleistung" "Wirkleistung"?
Ich verstehe weder den Sinn ihrer Worte noch einen Zusammenhang zu irgendeinem Thema. Ist das Elektrotechnische Philosophie?

genau andersherum lieber ying yang fish

durch die niedrigen Zinsen können sich die Reichen für lau verschulden ohne das Risiko zu tragen und das oft noch steuerfrei ( Beteiligungsverkäufe) So entstehen globale Konzerne die den Globus oft ausnutzen. Außerdem fließt das Geld der EZB meist nicht in die Realwirtschaft sondern ins Casino (Derivate) , Der billige Zins macht möglich. Auf der Strecke bleibt der kleine Sparer mit seiner Altersabsicherung. Dummerweise habe ich einen Banksparplan vor 12 Jahren abgeschlossen. Mittlerweile Null Zins aber 10 Euro Bearbeitunfsgebühr bei der Mainzer VB. Oder was glauben Sie wo die unglaubliche Steigerung der Aktienindexe herkommt ? Nicht nur der Staat spart an Zinsen. Die Gefahr einer Wettbewerbsverzerrung durch zu niedrige Zinsen z.B. in Deutschland ist groß. Einzig die Südländer profitieren.

Da sich jetzt viele wegen der niedrigen Zinsen...

...z.B. beim teuren Immobilienkauf verschulden, wäre ein Crash wie bei der Immobilienblase in den USA voraussichtlich vorprogrammiert. Das würde Europa in eine fatale Lage katapultieren. Der Beitrag zeigt ja auch auf, dass es so schnell keine grundlegende Änderung der EZB geben wird oder kann.
Klar gibt es Verlierer, besser gesagt Verluste bei den Geldanlagen. Wer sein Vermögen in einem harmonischen Mix angelegt hat, kann ausgleichen z.B. durch die höheren Mieteinnahmen, Erträge an den Kapitalmärkten usw. Hohe Zinsen auf Geldanlagen sind nicht zwingend erforderlich. Vermögende werden durch die niedrigen Zinsen auf Geldanlagen nicht wirklich "arm" gemacht .

Ich freu mich drüber

dann bleibt mein Wohnungskredit günstig und ich kann, wenn ich in Rente gehe, mietfrei wohnen. Besser als alle Riester- und sonstigen Zusatzrenten zusammen. Und meine Kinder haben von der Geldanlage auch noch was - im Gegensatz zu Riester-Anlagen, die mit dem Tode des Einzahlers verfallen.

arm werden die bürger in den nordländern

weil weder banken, versicherungen und geldsammelstellen wie kranken- und sozialkassen mehr zinsen bekommen, sondern gar strafzinsen entrichten müssen.

das geschieht vorrangig, weil italien und frankreich unfähig sind, reformen einzuleiten.s

Abschied von EZB-Geldflut

Dies kann ein ewig dauernder Abschied wer-den, wenn Herr Draghi noch lange EBZ-Präsident ist. Rechnet man zusammen, welche Summe die Sparer seit Beginn der Niedrigzinsphase verloren haben, hätte
man wahrscheinlich Italien aufkaufen kön-nen. Der eigentliche Skandal ist jedoch, dass gerade Italien durch das billige Geld und die EZB-Käufe keinerlei Veranlassung sieht, sich wirklich Gedanken über die Sanierung seiner Finanzen zu machen. Es ist auch nicht der Verdienst von Finanzminister Schäuble, wenn keine Neuverschuldung nötig ist. Dies ist nur möglich durch die niedrigen Zinsen und die hohen Steuereinnahmen. Sicher konnten sich durch die historisch niedrigen Kreditzinsen auch viele Menschen in Deutschland den Traum von den "eigenen vier Wänden" erfüllen und die Wirtschaft kräftig investieren. Damit wurden jedoch Werte geschaffen und das Geld nicht, wie anderswo, "verplempert". Herr Draghi jedoch bringt vielen Menschen die Altersarmut.

Niemand hat was verloren

@ Johnnyguitar:
Rechnet man zusammen, welche Summe die Sparer seit Beginn der Niedrigzinsphase verloren haben, hätte ...

... man genau Null heraus bekommen.
Niedriger Zins bedeutet niedriger Zuwachs ohne was zu tun, aber von verloren kann man nicht sprechen, wenn mann sachlich bleiben will.

Niedrigzins bleibt auf Dauer

Der Zins wird auch in Zukunft nicht wesentlich höher werden. Kann er auch nicht, denn wo soll das ganze Geld herkommen?

"Das Land ist das einzige im

"Das Land ist das einzige im Euroraum, das nach der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise keine wirklichen Reformen durchgeführt hat, hoch verschuldet ist und ein dramatisches Haushaltsdefizit aufweist. Auch der Bankensektor ist marode wie eh und je. Italien ist somit das Land, in dem der wahre Zeitzünder der Eurozone tickt. Wenn hier die Krise eskaliert, fliegt die Währungsunion auseinander."

Da wuerde ich noch Frankreich mit inkludieren wollen. Ich frage mich wieso die Begriffe "Ende" und "Tapering" vermieden werden sollen, vielleicht wenn man diese in den Medien benutzt dann der Hochfrequenzhandel verrueck spielt ?

Es gibt kein Menschenrecht auf hohe Zinsen

Ich halte die Politik des billigen Geldes, wie ich oben in meinem Kommentar schon schrieb, für verfehlt - aus wirtschaftlichen Gründen, denn so entstehen Blasen und Schieflagen am Markt.

Ich kann aber, mit Verlaub, das ständige Gejammer über die "Enteignung der Sparer" nicht mehr hören. Hier sind mal ganz klar zwei Dinge festzuhalten: 1. Niemand wird gezwungen, sein Geld ausschließlich in Festgeldkonten, Rentenversicherungen und änhliche festverzinsliche Assets zu stecken, und 2. Es gibt kein Menschenrecht auf hohe Zinsen, auch wenn viele Deutsche das offenbar glauben.

Wenn die große Mehrheit der Deutschen zu ängstlich ist, um Geld in Aktien oder Aktienfonds anzulegen, dann sind die Leute halt auch ein Stück weit selber schuld an ihrer Misere. Mit einem entsprechenden Investment hätte man sein Geld im letzten Jahrzehnt vervielfacht - trotz des Crashes von 2008.

Aber dazu müsste man sich halt ein bisschen was anlesen und sein Erspartes nicht immer nur brav zur Sparkasse bringen...

Ich verstehe nicht,.....

warum man den Eindruck erweckt, als ob Mario Draghi der alleinentscheidende Diktator wäre! Meines Wissens gibt es da auch noch das Direktorium und den Rat der EZB, oder?

@12:43 von Ich-bin-Heiko

"In den Preisen der Produkte des alltäglichen Bedarfs sind Zimskosten im zweistelligen Prozentbereich inkludiert."

Das ist ein Irrtum. Denn der Zins ist durch die Wertschöpfung gedeckt. Jemand nimmt z.B. Holz und produziert daraus Möbel. Diese Möbel sind mehr Wert als das Holz. Daraus werden in einem Unternehmen die Gehälter gezahlt: der Gewinn des Unternehmens, die Organisation des Unternehmens, der Einkauf des Holzes und alle Produktionsfaktoren und die Zinsen.

Das Argument Zinsen würden die Produkte verteuern ist falsch, denn jemand bräuchte ja nur mit eigenem Geld ein Unternehmen gründen und dann wären seine Waren viel billiger. Aber es ist im Gegenteil so, dass wenn jemand Fremdkapital einsetzt, schafft das zusätzliche Arbeitsplätze, weil er schneller mehr produzieren kann und dadurch eine höhere Rendite hat. Unternehmen, haben ja eine höhere Wertschöpfung als der Zins, sonst würden sie ja nicht noch einen Gewinn ausweisen.

Erstens

Danke für diesen aufschlußreichen Artikel. Super in so kurzer Zeit so viele Infos hinein zu bekommen. Bitte weiter so. Auch wenn einige solche Artikel zu lange finden sollten - um komplexe Vorgänge in Kürze aufreißen zu können, braucht es halt etwas mehr Zeilen.

Zweitens: das passiert halt, wenn Länder mit völlig unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklungen und völlig unterschiedlicher Wirtschaftspolitik glauben, eine gemeinsame Währung schaffen zu müssen.

Wir und folgende Generationen, werden das Versagen der Politiker aus der Euro-Gründungszeit bezahlen müssen. Was für ein Schlamassel haben diese Unwissenden uns da aufgebürdet.

Schulden, Schulden, Schulden...

Die EZB kauft Staatsanleihen von EU-Länder welche auch irgend wann von den Ländern wieder zurück gezahlt werden müssen.
Ergo: Die Länder machen SCHULDEN.

Die Zusatzeinnahmen werden in den Ländern für den aktuellen Haushalsplan genommen.
Diese Gelder tauchen aber in der Neuverschuldung nicht auf.

Das ganze dient nur der Verschuldung der EU-Länder.
Wer Schulden hat steht in der Bringschuld und ist erpressbar.

Dazu kommt, das Staatsanleihen terilweise gut verzinst werden, da viele Länder nicht gerade kreditwürdig sind.
Durch die niedriegen Zinsen werden auch die Kleinspaarer gezwungen Staatsanleihen zu kaufen.

Die EU/EZB sollte das Geld lieber aktiv in Strukturreformen der maroden Länder stecken. Die Länder bezahlen von den Einnahmen sowieso nur anteilig ihre Schulden. Verdienen tun nur die Banken und die EZB.

5:57 von Das XXL-Mädchen

"Rechnet man zusammen, welche Summe die Sparer seit Beginn der Niedrigzinsphase verloren haben, hätte ..." Johnnyquitar

.".. man genau Null heraus bekommen."
XXL Mädchen.

Unsere Chef Mathematikerin irrt auch hier, denn wenn die erzielte Rendite unter der Inflationsrate liegt, dann verliert der Sparer effektiv an Kaufkraft. Und dieser Verlust an Kaufkraft seit den niedrigen Zinsen beträgt in Deutschland mittlerweile eine 2-3 stellige Milliardensumme.

Währungsreform

Danke für den Artikel! Jedoch wurde das Wort "Währungsreform" vermieden. Der EURO steuert auf eine Währungsreform zu. Eine Währungsreform schadet immer den Ärmsten.

@12:02 von linos203

"Nur junge Menschen, die aufbauen brauchen Geld, die alten Menschen haben Geld und werden kaum ettwas aufbauen,"

Das ist Uninn. Der Zins richtet sich doch nicht nach dem Bevölkerungswachstum.

Eben

Natürlich kann die USA auch 1 Billion $ Zinsen zahlen. Aber eben nur mit Hilfe der Notenpresse. Ergo Geldmengenvermehrung, die zur Inflation also Geldwert-Reduzierung führt.
Das ist der Unterschied zwischen Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft.
Übrigens hebelt der Euro das Prinzip aus. Ein einzelnes Land kann nicht einfach die Notenpresse hochjagen, um so seine Schulden zum Preis der Inflation erträglich gestalten, was das alte Prinzip Südeuropas war.
Auch der Weg zurück ist keine Option, da jetzt die Staatsschulden in einer starken Währung, dem Euro, sind, und deswegen ein Ausstieg in einen Bankrott führen würde.
Der einzige Weg ist in Zukunft anders zu haushalten. Und man hatte das kleine Griechenland als abschreckendes Beispiel.
Der Umdenkprozess in Italien oder Spanien ist ja im Gange, diese Länder haben große Angst, so quasi staatliche Souveränität zu verlieren.
Und klar sind gerade die Zinsen niedrig. Auf der anderen Seite ist die Währung stark. Also so schlimm ist das nicht!

Euro

Übrigens hat der Euro gegenüber dem Dollar und auch dem Schweizer Franken im letzten Jahr massiv an Wert gewonnen... Also so verkehrt sind Anlagen hierzulande nicht. Weniger Nominalzins, aber in einer sehr starken Währung.
Zwei Prozent mehr Zins, aber drei Prozent Währungsverlust sind ja nicht besser, im Gegenteil!

Guter Artikel

Aber die zu wählende Kanzlerin , sieht keinen Handlungsbedarf...na dann

@Hartmut der Lästige, 17:45

Und woher kommt der Abspruch darauf, dass Geld seinen Wert (quasi magisch?) beibehält? Steigen darf er gerne, am besten verbrieft. Dass er auch fallen kann, will aber niemand wahrhaben.

Klar, letzteres ist unangenehm, wenn man betroffen ist. Vielleicht müssen wir aber einsehen, dass der Wert des Geldes einfach nicht fix und 100%ig verlässlich ist.
Es gibt Wege, damit umzugehen. Und wer nicht allzu viel davon hat, wird unter diesem Wertverlust auch nicht besonders leiden (solange er vor allem Sparguthaben betrifft).
Vielleicht zeigt es uns auch, dass das deutsche gesetzliche Rentensystem auch Vorzüge hat, weil es nicht nur kapitalgebunden ist.

Unerträglich

Ich finde, die Ignoranz, mit der hier volle Fahrt voraus weitergemacht wird, ist unerträglich. Dass man die Zinsen einst gesenkt hat - super - , dass man Anleihen begonnen hat, aufzukaufen - super -,
das waren gute und richtige Maßnahmen, um den europäischen Volkswirtschaften unter die Arme zu greifen. Aber jetzt? Jetzt: wo klar wird, welche langfristigen Verwerfungen kommen werden, wenn z.B. Rentner nicht die geplanten Einkünfte haben werden, weil über Jahre (Jahrzehnte?) keine Zinsen gezahlt wurden... Jetzt, wo nicht nur renditegierige Banken, sondern seriöse Sparkassen und Volksbanken durch langfristig fehlende Zinserträge in Schieflage geraten, JETZT müsste man step-by-step eine Kurskorrektur starten. Und das müssten doch die Politiker aller EU-Länder jetzt groß rausbringen, das müsste doch jetzt auf die Tagesordnung - oder soll man einer stark rechtslastigen Partei wie der AfD überlassen, diese Dinge zu thematisieren? Die lachen sich doch ins Fäustchen! Weckruf !!!

Danke!

Danke für diesen Artikel, der erfrischend ehrlich und offen den Finger in die Wunde dessen legt, was man seit langem versucht, dem Wähler und Betroffenen zu verheimlichen.

@ Fahnenflucht

Jedoch wurde das Wort "Währungsreform" vermieden. Der EURO steuert auf eine Währungsreform zu.

Na und, die gab es zu D-Mark Zeiten ja auch hin und wieder.

@ mikeyaa

"Übrigens hat der Euro gegenüber dem Dollar und auch dem Schweizer Franken im letzten Jahr massiv an Wert gewonnen... Also so verkehrt sind Anlagen hierzulande nicht. Weniger Nominalzins, aber in einer sehr starken Währung."

Man darf halt nicht nur auf ein Jahr schauen - denn dass es immer mal wieder Kurskorrekturen gibt, ist normal. Betrachten Sie deshalb lieber die Langzeitentwicklung: Bei der Einführung des Euros als Buchgeld im Jahr 1999 lag der Franken-Kurs bei 1,48. Heute liegt er bei 1,17. Zwischenzeitlich hatten wir auch schon mal die Parität.

Eine sehr starke Währung? Eher nicht. Da sich die EZB trotz aller Spekulationen in Wirlichkeit keine größeren Zinserhöhungen leisten kann - zu hoch würde ansonsten der Druck auf die verschuldeten Staaten im Süden werden -, ist davon auszugehen, dass der Franken gegenüber dem Euro langfristig weiter an Wert zulegt.

@ Das XXL-Mädchen

Niedriger Zins bedeutet niedriger Zuwachs ohne was zu tun, aber von verloren kann man nicht sprechen

Völlig richtig.
Die Inflation liegt ungefähr im Bereich der Zinssätze. Wer geschickt anlegt, kommt über die Inflation und macht real auch Gewinn. Wem die Zinsen in Deutschland zu niedrig sind, der kann ja in russische Staatsanleihen gehen - stattliche 8% Zinsen bei >10% Inflation.

@ Thomas Wohlzufrieden

Ich schließe mich Ihren Ausflüssen in vollem Umfange an. Grüße.

Die Zinsen werden nicht steigen

Denn wir haben kürzlich unser Baudarlehen umgeschuldet: 150.000 Euro für 0,93% Jahreszins auf 15 Jahre fest.
Und danach? Dann ist es abbezahlt.

Überall brummt die Wirtschaft?

Die Italiener brauchen Reformen?! Wo bitte brummt in der EU -ausser vllt bei uns- die Wirtschaft? Der Euro ist zu stark und bleibt zu stark für die Südländer. Da helfen Arbeitsmarkt Reformen null. Schlimmer als die 0-Zinsen auf Sparbücher sind die steigenden Immobilienpreise welche es den Jungen unmöglich macht sich ein Eigenheim anzuschaffen. Das Kapital fragt nämlich in diesen Zeiten keine Sparbücher sondern Aktien und Betongold nach. Da steckt dann auch die Inflation durch die Geldschwemme. In die Röhre guckt die Mittelschicht.

Anegbotstheoretische Orientierung

Herr Jackisch scheint ein Anhänger der Austeritätspolitik zu sein, die mehr oder weniger gleichbedeutend mit neoliberalen Konzepten ist, die mit autoritären Mitteln auf europäischer Ebenen ohne größere demokratische Legitimierung durchgeführt werden, wie es das Beispiel der Troika eindrucksvoll gezeigt hat. Wie man dies angesichts der wirtschaftspolitischen Situation Europas, in dem man scheinbar Partei ergreift, um angeblich den Kleinsparer, der auch in der Vergangenheit immer recht wenig an großen Spekulationsgewinnen oder einer deflationsorientierten Politik profitierte, vor dem Wertverlust seiner Anlagen durch das QE der EZB zu warnen, noch vertreten kann, ist mehr schleierhaft. Sicherlich sollte man das QE kritisch betrachten, verpufft doch das Vorhaben, stärkere Investitionsanreize auch in der Privatwirtschaft zu schaffen, schlichtweg durch TINA, Schuldenbremse & Co.!
Eine zeitgemäße makroökonomische Analyse sieht jedenfalls anders aus.

18:32 von YinYangFish

Es geht nicht darum, dass nur die Sparguthaben an Wert verlieren, sondern auch die Altersvorsorgen, egal ob über Lebensversicherungen oder Betriebsrenten.
Und bei Aktien und Fonds gibt es nicht nur Sieger, sondern auch Looser, die den Gewinn der Sieger bereitstellen. Und diese stehen dann am Ende ihres Berufslebens vor der Altersarmut, die sich durch die gesetzliche Rente für immer größere Bevölkerungsschichten abzeichnet.

Darstellung: