Ihre Meinung zu: Journalistin in Russland niedergestochen

23. Oktober 2017 - 18:24 Uhr

In Moskau hat ein Mann eine Journalistin im Sender "Echo Moskwy" mit einem Messer attackiert. Sie überlebte, der Mann wurde festgenommen. In Russland werden immer wieder Journalisten bedroht.

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Kommentare

1992 als Basis der Rechnung.

Soso - seit 1992 sind in Russland 58 Journalisten getötet worden.

Ja. Das ist schrecklich.

die katastrophale Lage nach dem Ende der SU, als die Kriminalität explodierte und das Land in den Händen der organisierten Kriminalität war, kann man jetzt nicht Putin anlasten.

Warum geht man so weit zurück?

Na weil die Zahlen seit 2000 wahrscheinlich dem Bild: Journalisten sterben wie die Fliegen nicht so entspricht.

Sagen Sie mal - wie viele Journalisten sind in Russland seit dem Tod von Politkowskaja ums Leben gekommen?

Ich meine, das wäre doch mal ne Info, die mir was über das Russland von heute sagen könnte. Über eine Entwicklung, oder so.

Aber es ist schon schlimm, dass man hier eine Zeit mit einrechnet, in der in Russland die Hölle los war, und eigentlich keiner seines Lebens sicher war.
Journalisten, Politiker, Geschäftsleute oder Privatleute, die einer "Expansion" im Weg waren etc.

Das Jahr 1992 als Referenz zu nutzen, dient der Stimmungsmache!

Am 23. Oktober 2017 um 20:04 von tisiphone

Dieser Einschätzung stimme ich zu.

AW:1992 als Basis der Berechnung

Guten Abend,

ich denke es ist sehr naheliegend das Jahr 1992 als Grundlage zu verwenden, denn Ende 1991 wurde die Sowjetunion aufgelöst und seit 1992 gibt es (zumindest völkerrechtlich) das Russland das wir heute kennen.

Nach kurzer Recherche komme ich auf 14 getötete Journalisten im Zeitraum von 2000-2013.

Mit freundlichen Grüßen,

Konstantin Sonar

sie überlebte...

der Mann wurde festgenommen - dann ist ja alles in Ordnung und es besteht kein Grund warum wir uns in Dtl. darüber den Kopf zerbrechen müßten

58?

Also ich habe in einem nicht mehr aktuellen Buch von Margareta Mommsen mal was von 300 toten Journalisten in den letzten 20 Jahren gelesen - das Buch war von 2009 oder so...

@tisiphone und Bowerman

Können Sie verläßliche Quellen zu vergleichbaren Zahlen und Vorkommnissen in Deutschland bieten? Dann können wir über den Vorwurf der Stimmungsmache sachlich diskutieren.

Wenn man Reportern ohne

Wenn man Reportern ohne Grenzen glaubt, ist Russland auf Platz 148 von insgesamt 179. Nicht umsonst. Und das hat sich mit der Zeit nur verschlechtert, falls man das mal über eine Zeitspanne betrachten will.

Keine Politik

Der Vorfall hat gar nichts mit der Politik zu tun, es ist eher die Sache der Psychiatrie.
Der Täter, ein russischsprachiger israelischer Bürger ist vor ein paar Tagen aus Israel gekommen, um die Journalistin umzubringen, denn sie, nach seinen Worten, ihn jahrelang thelepatisch sexuell missbrauchte.

Am 23. Oktober 2017 um 20:49 von Tinkotis

Nur weltweit für 2016...
Zahlen von "Reporter ohne Grenzen"

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/Redaktion/Presse/Download...

kurz: https://tinyurl.com/yah86nye

Tinkotis

Was hat das mit Deutschland zu tun?
Es geht um das Bild: in Russland leben Journalisten gefährlich.

Und wenn man sich mit der Frage beschäftigt, objektiv, dann wäre es sinnvoll, wenn man schon so weit zurück geht, aufzulisten, in welchem Jahr wie viele Journalisten starben.

Ich kann so: "Seit 92 starben 58 Journalisten gewaltsam" nicht viel mit der Zahl anfangen. Das sagt mir nichts über den aktuellen Zustand.

Ich kann nicht sagen, ob sich die Lage verbessert oder verschlechtert hat.

Was ich meine:
Das lässt offen ob 1992 50 starben und danach insgesamt 8.
Oder ob bis 2015 8 starben und seit dem 50.

Die Zahl überzieht einfach einen zu langen Zeitraum um mir irgendeine Info zu liefern.

Und ich halte das für wichtig. Wie sonst, soll ich die aktuelle Lage, die Entwicklung etc bewerten?

Entschuldigun Tinkotis. Ich war nicht sorgfältig genug.

Hier ist der 1. Teil der Bilanz von 2016. Verletzt, entführt, inhaftiert. Der 2. Teil befasst sich mit den getöteten Journalisten weltweit 2016.

https://www.reporter-ohne-grenzen.de/jahresbilanz/2016/teil-1/

Kurz: https://tinyurl.com/yb8nxpp

@tisiphone und Bowerman

Da der Vorwurf der Stimmungmache im Raum steht, offensichtlich gerichtet gegen die deutschen öffentlich-rechtlichen Medien, finde ich den Vergleich zwischen der Sicherheit von Journalisten in Russland und in Deutschland durchaus für angemessen.
Nun bin ich zwar kein Journalist, aber wäre ich Journalist in Russland, der nicht für Putin-nahe Medien arbeitet, würde mir der A... gehörig auf Grundeis gehen ob der Gefahr, in der man dort lebt, selbst wenn es nicht immer gleich das Leben kostet. Als Journalist in Deutschland ist man meiner Einschätzung nach zwar auch gewissen Gefahren ausgesetzt, aber die gehen dann doch eher vom politischen Rand aus und nicht von merkwürdigerweise immer der Regierung seltsam nahe stehenden Gruppen.
Und deshalb halte ich jede Relativierung der Situation der freien Medien in Russland (aber natürlich nicht nur dort) für mindestens bedenklich. In kleinerem Kreis würde ich auch noch deutlichere Worte finden.

@Bowerman 21:15

Vielleicht liegt hier ein Mißverständnis vor, dann bitte ich um Entschuldigung, aber gerade ROG schätzt die Lage der Presse/Medien in Russland als "schwierig" an. Wo bitte also liegt dann im hier kommentierten ARD-Bericht die Stimmungmache?

Typisch TS

"In Russland werden immer wieder Journalisten bedroht."

Das ist nicht nur in Russland so, sondern auch in jedem anderen Land dieser Welt. Aber der Satz musste natürlich mit rein, weil eine Russland-Berichterstattung ohne negative Stimmungsmache bei der TS einfach nicht möglich zu sein scheint.

Leute...........!

es ist so ermüdend wenn immer wieder aus einem noch so kleinen unwichtigen Ereignis in Russland ein oppositionstragender Akt konstruiert wird, das hat nichts aber auch garnichts mit ÖR-Qualitätsjounalismus zu tun, warum machte man sich nicht die Mühe und berichtete (live) vom Internationalen Jugendtreffen in Russland, welches friedlich mit großer Begeisterung stattgefunden hat, hätte dieses Treffen in einem anderen Land stattgefunden wäre es zumindest mal erwähnt worden, aber so..........Fehlanzeige.......erbärmlich, peinlich, durchsichtig & typisch.......

@00:19 von Nachfragerin

""In Russland werden immer wieder Journalisten bedroht."

Das ist nicht nur in Russland so, sondern auch in jedem anderen Land dieser Welt."

Und Tsunamis sind nicht so wild, weil es in jedem anderen Land auch mal regnet.
Sie setzen hier Dinge auf eine Stufe die nicht vergleichbar sind.
Hier mögen Journalisten vielleicht von Pegidisten angepöbelt werden. In Russland hat die Sache allerdings bedeutend mehr System und wird von staatlicher Seite mindestens zu einem gewissen Maß geduldet.

Nachfragerin 00:19

Genau. Nicht zu vergessen. Sie war eine liberale Journalistin. Mein Gott. Wie man die Tat eines Verrückten mit politischen Morden vermischt ist schon abenteuerlich.

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