Kommentare

Es gibt "gute" Gründe (die

Es gibt "gute" Gründe (die sich dann inhaltlich als schlechte Gründe erweisen), warum man Babis den"tschechischen Trump" nennt: sein Anti-Establishment-Getue soll von seinen eigenen Verstrickungen und vor allem den Korruptiosvorwürfen ablenken. Er ist ein gnadenloser Populist, der Anti-Europa-Reflexe und Fremdenfeindlichkeit schamlos ausnutzt; er musste als Finanzminister zurücktreten wegen Ungereimtheiten und hat bis dato keine Fähigkeit gezeigt, Politik zu gestalten. Und seine Ankündigung, Politik wie eine Unternehmensführung zu betreiben, ist ein ziemlich unverhohlener Angriff auf demokratische Strukturen: die gab und gibt es nämlich in seinem undurchsichtigem Firmenimperium nicht.

Bedenklich

Auch in Tschechien sind Zeitungen keine Gelddruckmaschinen. Wenn ein Milliardär also eine Zeitung kauft, kann er keinen allzugroßen Profit erwarten. Es ist deshalb anzunehmen, daß er sich von seinem finanziellen Engagement etwas anderes erwartet.

Dass das Medienhaus des Wahlsiegers auch noch TV- und Radiosender und Internetangebote umfasst, sollte die Frage aufwerfen, ob es tatsächlich möglich ist, Interessenkonflikte hier auszuschließen.

Mir wird bei dieser Konstellation jedenfalls ganz übel.
Politiker sollten, wenn sie ein öffentliches Amt anstreben jegliche Beteiligungen an Medien abstoßen müssen.

Wie soll sich denn die "vierte Macht" im Staate entwickeln können, wenn der Premierminister gleichzeit der Verleger ist?

Babiš, der große, unbestechliche EU-Kritiker

Bitte mal nachdenken.

Herr Babiš hat sein Vermögen als Agrarunternehmer gemacht.

Der Subventionsdschungel in der EU, was den Agrarbereich angeht, ist legendär.

Herrn Babiš kann man wohl mit Fug und Recht als EU-Gewinnler bezeichnen.

Meine Güte, was ist das alles für eine verlogene Veranstaltung. Aber die Leute, die einen Brass auf das "Establishment" haben, glauben bereitwillig die durchsichtigsten Lügen, wenn sie im Gewand der Alternative zur Alternativlosigkeit daherkommen.

Das ist echt bitter.

Die Tschechen haben wohl noch

Die Tschechen haben wohl noch nicht lange genug Erfahrung mit Demokratie gesammelt, dass sie auf so einen Populistenmilliardär hereinfallen.

Wieder so eine seltsame

Wieder so eine seltsame Gestalt, die Europaskepsis vorgibt, damit nicht noch eine weitere externe Fraktion in die eigene zwielichtigen Geschäft hinein guckt. Wer so viel Geld aus Europa abzwackt und gleichzeitig die dortigen Institutionen und Vorgaben ablehnt, ist für mich unglaubwürdig und/oder schamlos.
@andererseits: vielen Dank für Ihren Kommentar

Ein Konzernchef soll es richten?

Es ist mir ein Rätsel, warum Menschen glauben ein Milliardär würde für sie etwas bewegen können. Ein Staat ist das Gegenteil eines Konzerns und das Gegengewicht zu Firmen. Wenn jemand staatliche Macht erhält, der aus dem Umfeld der Konzerne kommt, ist es sehr naheliegend, dass der Staat Teil des eigenen Businessplans wird.
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Die Tschechen haben es sich nun so ausgesucht. Ich hoffe, es geht nicht nach hinten los.

14:08, AlterSimpel

>>Auch in Tschechien sind Zeitungen keine Gelddruckmaschinen. Wenn ein Milliardär also eine Zeitung kauft, kann er keinen allzugroßen Profit erwarten. Es ist deshalb anzunehmen, daß er sich von seinem finanziellen Engagement etwas anderes erwartet.<<

Vor allem dann, wenn er offensichtlich politische Ambitionen hat...

Eigentlich ganz leicht zu verstehen. Man muss es nur wollen.

@andererseits - Zustimmung: Unternehmen keine Vorlage für Staat

"Und seine Ankündigung, Politik wie eine Unternehmensführung zu betreiben, ist ein ziemlich unverhohlener Angriff auf demokratische Strukturen: die gab und gibt es nämlich in seinem undurchsichtigem Firmenimperium nicht."
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Ich stimme Ihnen zu. Ein Unternehmen muss den Gewinn maximieren bei gleichzeitiger Senkung der laufenden Kosten. Im Unternehmen trifft ein kleiner Personenkreis Entscheidungen ohne die Mitarbeiter um eine Legitimation zu bitten. Im Krisenfall wird das Auskommen der Unternehmensleitung abgesichert, nicht die Arbeitsplätze.
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Das alles hat seine Richtigkeit in Privatfirmen, aber wenn man das auf Staaten überträgt, wird ein Albtraum wahr.

 14:42 von fathaland slim

Sicher haben Sie auch etliche Beispiele für die "durchsichtigen Lügen". Ansonsten ist ihre Aussage nur linkspopulistische Propaganda.

@Werner40

Ob man 30 Jahre lang Demokratie hatte oder 200 macht doch hier keinen Unterschied. Auf Populisten fallen Menschen immer wieder herein. Sonst hätten wir keinen Präsidenten Trump in den USA oder keine AfD in Deutschland. Und gerade in Deutschland müsste man dann die Frage stellen, ob die Menschen denn lernresistent sind.
Kein Grund also auf die Tschechen herabzusehen, als wären sie kollektiv unmündig.

Der Mann kann so schlecht nicht sein

Der Mann will den Grenzschutz in seinem Land verbessern und macht der illegalen Migration eine klare Kampfansage. Deshalb kann er so schlecht nicht sein. Davon könnten sich unsere Kuschelpolitiker eine Scheibe abschneiden.

Der Souverän hat entschieden

In Tschechien hat der Souverän entschieden. Das muss man nicht für gut finden, aber so ist halt mal Demokratie. Wenn wir soweit kommen, dass der "Souverän" so wählen muss, wie der Mainstream es wünscht, dann ist das eben keine Demokratie mehr. Dann muss man aber jeden Bürger vor der Wahl eine Prüfung auf "richtige Wahlfähigkeit" absolvieren lassen. Übrigens wären dafür auch bestimmt viele in Deutschland.

Natürlich...

...ist kein seriöser und rechtschaffener Politiker ernsthaft gegen so etwas unbestreitbar schönes und richtiges wie die EU.

Folglich muss dieser Babis ja Dreck am Stecken haben und etwas Böses im Schilde führen, ist doch logisch, oder?... Man muss nur lange genug suchen.

Allerdings müssten dann im Umkehrschluss Investmentbanker-Macron, Sitzungsgeld-Schulz und Steueroasen-Juncker besonders EU-kritisch eingestellt sein, hmm.

14:49 von Werner40

"Die Tschechen haben wohl noch nicht lange genug Erfahrung mit Demokratie gesammelt, dass sie auf so einen Populistenmilliardär hereinfallen."

Selten einen so arroganten Kommentar gelesen. Eigentlich sind SIE es, der sein Demokratieverständnis reflektieren sollte. Der Souverän hat entschieden: das techische Volk. Es steht Ihnen nicht zu, sich moralisch über die Tschechen zu erhöhen, nur weil Ihnen das Ergebnis nicht gefällt.

Mann mit Fragezeichen

Naja, wen die Fragezeichen interessieren. Viel wichtiger ist ja, dass er gute Politik für sein Land macht. Und das kann nach Stand der Dinge jetzt nicht bezweifelt werden.

Begründung

Es ist die Wahlentscheidung der Tschechen die es zu respektieren gilt.
Vieleicht fragt sich der eine oder andere EU Politiker woran es denn liegt das sich so viele Menschen von der EU abwenden(denn sie ist eigentlich eine gute Sache)
Warum werden unbequeme Warheiten nicht angesprochen und korrigiert?
Statt dessen mutmaßt man über irgendwelche Geheimdienstverbindungen und ähnliches- das ist ja auch ganz wichtig

Wer stärkt Europas Nationalisten?

Fragt sich unter den staatstragenden Persönlichkeiten in Europa eigentlich einmal jemand wie es kommt, dass sogar in Regionen und Staaten mit positiver Entwicklung die Menschen immer mehr das Gefühl vermittelt bekommen (von wem???) zu den rechten Flügeln ausbrechen zu müssen? Welche Kräfte treiben in welchen Foren und Medien denn diese Wahrnehmung, die schon oft an Desinformation grenzt voran? Woher kommen denn zum Beispiel die vielen Social Media Bots, die derart wirklichkeitsverzerrende Bilder projizieren? Es ist schon erschreckend wie wenig dieser Strategie von offizieller Seite durch gute Kommunikation entgegengesetzt wird.

Ein guter Tag für das tschechische Volk

Herrn Babis wünsche ich alles Gute für seine Amtszeit.

Rote Agrarbarone

Jahrelang, schon in der komunistischen Zeit und bis 1991, vertrat er 15 tschechoslowakische Unternehmen in Marokko. Einige Zeit nach dem Machtverlust der KPC dann 1993 die Firma Agrofert mit heute 30.000 Angestellten. Woher er das viele Geld dazu nahm...? Erinnert an die Umbruchzeit mit der Roten Fini, der Geldverwalterin für die SED/PDS/KPÖ in Wien und andere solcher Gestalten kurz nach der Wende. Die CZ-Einheitspartei herrschte nach der Niederschlagung des Prager Frühlings noch brutaler als die in der DDR.
Vor 1991 Jahre in Marokko ... davon konnten normale Flüchtlinge aus der Tschechoslowakei nur träumen. Ohne geheime Kontakte ging das sicher nicht über die Bühne, und diese linken Abhängigkeiten wirken heute rechts fort.

Es sind die Bevölkerungen...

die solches Gelichter wählen. Und der Beitrag von 14:42 von fathaland slim bringt es auf den Punkt.
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Selbst wenn offenkundig Betrüger oder Lügner (was die eigene politische Zielsetzung angeht) sich mit flachen und dummen Generalabrechnungen gegen irgendwas durchsetzen, selbst keinerlei Pläne oder Ziele für ein besseres Europa oder selbst eine bessere Nation anzubieten haben... sie werden gewählt.
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Selbst Dänemark, was mal bekannt war für Offenheit, Ehrlichkeit, soziales Miteinander ist verkommen zu einem Rechtspopulistischem Konglomerat aus Nationalismus und Fremdenhass. Wir können das durch deklinieren von den Niederlanden bis Schweden, Deutschland bis - jetzt auch - Spanien.
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Es liegt an der Gesellschaft: die neue Generation ist immer eher "contra" zu bisherigen. Von den 70ern bis zu den 90ern galt Aufbruchstimmung. Jetzt gilt Abbruchstimmung. Das ändert sich vermutlich erst wieder, wenn die "ach-so-strammen" alt sind, und deren Kinder wählen dürfen. Diesen Pendel gab es immer.

15:11, FreedomOfSpeech

>> 14:42 von fathaland slim
Sicher haben Sie auch etliche Beispiele für die "durchsichtigen Lügen". Ansonsten ist ihre Aussage nur linkspopulistische Propaganda.<<

Dann noch einmal ganz deutlich:

Herr Babič war zu ČSSR-Zeiten Reisekader. Er knüpfte Beziehungen in den "Westen". Nach der "Wende" wurde er zum mehrfachen Milliardär und zweitreichsten Mann Tschechiens, als Agrarunternehmer. Er kaufte sich ein Imperium von weit über 200 Firmen zusammen, darunter den meistgesehenen Privatsender Tschechiens.

Gleichzeitig verkauft er sich als Retter des kleinen Mannes, establishmentfern und EU-kritisch.

Wenn Sie das ehrlich finden, dann kann ich Ihnen auch nicht helfen.

@um 15:37 von Demokrates

Die wichtigere Frage ist doch: Warum ist Nationalismus hier immer etwas schlimmes?

Die "Nation" kann man auch mit der "Kultur" gleichsetzen ... und komischerweise sind es die multi-kulti-Befürworter, die für die Abschaffung der Nationalstaaten innerhalb der EU sind, obwohl dies mit der Zerstörung der einzelnen Kulturen gleichzusetzen ist. Das ist unbestreitbar, denn die EU "bügelt alles gleich" und macht damit eben die kulturellen Unterschiede kaputt.

Naja vielleicht ist das aber auch gewollt, denn multi-kulti (so wie es üblicherweise immer gemeint ist, mit vielen Kulturen nebeneinander) ist ja auch eine Zerstörung von Kultur, da die Durchmischung von Kulturen forciert wird. Da brauchen wir nur unseren Sprachgebrauch anzusehen: Anglizismen wo man nur hinsieht.

Vielleicht liegt der Rechtsruck eben genau daran, dass die Menschen so langsam mitbekommen dass der permanente Linksruck nur im "alles gleichmachenden Kommunismus" enden kann und dass sie lieber ihre eigene Kultur behalten.

Den Bock zum Gärtner

mit einem „Unternehmer“ an der Spitze ist doch der Weg gezeichnet, zumal die Katze nun mal das Mausen nicht lässt. Da werden die Tschechen noch viel Freude dran haben, die Geschäfte ihres „Nation“alisten zu bezahlen. Einigen wird er die Tschechen nicht wollten, eher spalten (Teile und herrsche) und da kommen EU-feindliche Töne gerade recht: Das „Böse“, wie der Potus immer sagt, sind immer die anderen.

15:14, eine_anmerkung

>>Der Mann kann so schlecht nicht sein
Der Mann will den Grenzschutz in seinem Land verbessern und macht der illegalen Migration eine klare Kampfansage. Deshalb kann er so schlecht nicht sein. Davon könnten sich unsere Kuschelpolitiker eine Scheibe abschneiden.<<

Der Grund dafür, daß sich viele Menschen abgehängt fühlen, sind die bösen Fremden. Wenn die endlich ausgesperrt werden, dann geht es allen wieder gut. Es ging den Menschen zwar nicht besser, bevor die bösen Fremden kamen, aber wenn sie dann nicht mehr kommen, dann geht es allen bestimmt besser denn je.

Und der Garant dafür, daß dieses Märchen wahr wird, ist ein Mensch, der von den "Geschäftspartnern", die er über den Tisch gezogen und um Haus und Hof gebracht hat, weil man im Agrobusiness ja nur mit großen Einheiten gewinnbringend wirtschaften kann, "das Krokodil" genannt wird.

Hauptsache, die bösen Fremden werden ausgesperrt. Dann bricht das Paradies aus.

Babis = rechtspopulistisch

Wo kommt diese Begründung her?
Jeder, der nicht zu 100% die Migrationspolitik der EU mittragen will ist ein "Rechtspopulist" ?
Aussengrenzen schützen und illegale Einwanderung verhindern ist doch auch das erklärte Ziel unserer Kanzlerin.
Nur jeder, der diesen Absichtserklärungen Taten folgen lässt-siehe Orban ist dann ein Rechtspopulist.
Der Rechtsruck in der EU ist die direkte Folge dieser Heuchelei.
Tschechien Ungarn und Österreich bleiben damit als Alternative für den Wohnsitz - gut so.

15:30, Hermjard

>>Natürlich...
...ist kein seriöser und rechtschaffener Politiker ernsthaft gegen so etwas unbestreitbar schönes und richtiges wie die EU.

Folglich muss dieser Babis ja Dreck am Stecken haben und etwas Böses im Schilde führen, ist doch logisch, oder?... Man muss nur lange genug suchen.<<

Sie haben da etwas grundlegend falsch verstanden oder Herrn Babiš nicht zugehört.

Er ist gar nicht gegen die EU.

Er wird doch nicht die Hand beißen, die ihn füttert. Dazu ist er viel zu sehr Geschäftsmann.

Am 22. Oktober 2017 um 15:14 von eine_anmerkung

Seine größte Herausforderung wird nun sein...
die Interessen des tschechischen Volkes um zu setzen oder besser seine Wahlversprechen ein zu halten.

Zitat: "...Davon könnten sich unsere Kuschelpolitiker eine Scheibe abschneiden..."

Und was das Finden eines Koalitionspartners betrifft, ich bin zuversichtlich da er alle Parteivorsitzenden per SMS zu Gesprächen eingeladen hat.
Ganz nebenbei, ES ist ein rein tschechisches Problem was Auswirkungen auf die gesamte EU haben wird.

Europa und "die EU"

Auch in Tschechien haben viele Menschen erkannt, dass Europa die Heimat von vielen Nationalitäten ist, in der sie sich frei und freundschaftlich entwickeln können, "die EU" aber ein von Wirtschaftsinteressen geprägtes Konstrukt ist, in der die Menschen nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Deswegen legen viele Menschen in den unterschiedlichen Regionen Europas wieder mehr Gewicht auf ihre Identität und wenden "der EU" den Rücken zu.

15:14 von eine_anmerkung

"Der Mann kann so schlecht nicht sein. Der Mann will den Grenzschutz in seinem Land verbessern und macht der illegalen Migration eine klare Kampfansage. Davon könnten sich unsere Kuschelpolitiker eine Scheibe abschneiden."

Schlechter Grenzschutz und illegale muslimische Migration sind in Tschechien wohl ein eher untergeordnetes Problem. In einem Land, in dem so gut wie keine Muslime leben und das seit Jahren alles dafür tut, dass nur keine weiteren hinzukommen.

Die Angst vor Migranten scheint inzwischen fast wichtiger zu sein, als es alle anderen Themen zusammengenommen sind.

Sehr kurzsichtig und nicht ungefährlich für Tschechien und die EU.
Zum Glück gibt es noch "Kuschelpolitiker", die da weitsichtiger denken …

Tschechiens Wahlsieger Babis:Ein Mann mit Fragezeichen....

Das hat schon was:Unzufriedene verhelfen also dem Milliardär zum Wahlerfolg.Und womit sind sie unzufrieden ? Doch mit dem,was die letzten 25 Jahren dort läuft.Das Arbeitsrecht neoliberalisiert,daß Land als verlängerte Werkbank anderer "Partner".

Ob der Oligarch Babis da Abhilfe schafft oder auch nur Abhilfe schaffen will,kann bezweifelt werden.

Das wirklich tragisch ist -

Das wirklich tragisch ist - von den Niederlanden über Frankreich, Österreich, Polen, Ungarn bis Tschechien - dass viele, die die Rechtspopulisten wählen, nicht merken, wie ein schräger Nationalismus ihnen ins eigene Fleisch schneiden wird. Wer das bezweifelt: einfach mal nach England/Großbritannien schauen...

Warum sind die Tschechen

auf einen Populisten hereingefallen?
Sie haben doch nur gewählt, was ihrer Vorstellung von Politik entsprach.
Das Land zu schützen ist also (Rechts-)Populismus?
Wenn man den Gedanken in die andere Richtung weiter spinnt, so gäbe es auch keine Linkspartei.
Ebenfalls Populismus. Lediglich steht da das Wohlergehen des eigenen Landes nicht im Vordergrund.

In manchen Kommentaren taucht

In manchen Kommentaren taucht sich schon wieder auf die moralische Überheblichkeit des Westens in Richtung Osteuropa.
Erst mal abwarten, was der - von dem Volk gewählte - Gewinner für sein Land leistet und nach den Taten beurteilen...
Gruss aus Ungarn.

Bashing

Da fragt man sich schon, ob das Studio der ARD in Prag überhaupt besetzt ist. Die Darstellung der Wahl und von Babis grauenhaft. Er hat als Finanzminister einen guten Job gemacht und ist vor allem deshalb gewählt worden

Ich denke, es wird in der EU immer mehr neue Parteien geben.

Grund ist die Politik der etablierten Parteien. Diese sprechen immer von Verständnis für die Bürger, sind jedoch durch Lobbyisten so benebelt, dass sie sich immer mehr von den Problemen der Menschen entfernen. In vielen Ländern sprechen wir dann von Korruption.

Das ist wohl

wohl die Sache der Tschechen wie und wen Sie wählen, man muss schon im Land Leben und der Sprache mächtig sein um zu verstehen wie es sich im jeweiligen Land Leben lässt.
Einige urteilen ständig etwas von oben herab was andere aus Ihrer Sicht so falsch machen, vergessen aber meist vor Ihrer Tür zu kehren.

Wenn in der Savanne alle Herden in eine Richtung ziehen, kann es sein das in dieser Richtung das Wasserloch ist was zum Überleben benötigt wird.
Aber es kann auch sein das hinten in der Savanne ein Grasbrand wütet und man versucht sich in Sicherheit zu bringen.

Gruß

Ich verstehe diese Aufregung

Ich verstehe diese Aufregung immer wieder nicht.
Da gewinnt ein "Rechter", eher fragwürdiger Kandidat eine Wahl, und schon ist die Aufregung groß.
Es werden aber nie die richtigen Fragen gestellt!
Eine davon wäre zum Beispiel, warum kam es zu dieser Entscheidung der Wähler?
Meines Erachtens werden die Fehler in Brüssel gemacht. Und ich bin mir sicher, das man sie da auch kennt, aber bewusst ignoriert.
Europa sollte endlich ein Europa der Menschen werden, und nicht nur eines der Eliten und der Wirtschaft.
Alles wird abgebügelt zu Gunsten von Wirtschaft und Industrie. Und das mussten auch viele Bürger in Tschechien miterleben.
Globalisierung auf Teufel komm raus!
Nur einer muss immer wieder die Zechen bezahlen, ... der Bürger!

Weiter so, und Europa erledigt sich von ganz allein!

 15:59 von fathaland slim

"Gleichzeitig verkauft er sich als Retter des kleinen Mannes, establishmentfern und EU-kritisch."

Merken Sie, dass es Ihnen immer noch nicht gelungen ist, eine "durchsichtige Lügen" aufzudecken? Nochmal die Frage: Wo hat Babis gelogen? Wenn Sie keine Beispiele finden, ist Ihre Aussage nämlich "durchsichtig gelogen".

16:00, Pflasterstein

>>Die "Nation" kann man auch mit der "Kultur" gleichsetzen ...<<

Na ja.

Wenn ich Ihre Beiträge hier lese, dann drängt sich mir doch der Eindruck auf, daß wir beiden kulturell sehr verschieden sind.

Wir gehören also nicht derselben Nation an?

>>Naja vielleicht ist das aber auch gewollt, denn multi-kulti (so wie es üblicherweise immer gemeint ist, mit vielen Kulturen nebeneinander) ist ja auch eine Zerstörung von Kultur, da die Durchmischung von Kulturen forciert wird. Da brauchen wir nur unseren Sprachgebrauch anzusehen: Anglizismen wo man nur hinsieht.<<

Und Französismen ( Chance, Bourgoisie, Portemonnaie) auch...

Und dann die ganzen Chinarestaurants, Pizzerien, Dönerläden.

Ich glaube, es ist längst schon alles zu spät.

@andererseits "Demokratische Strukturen gab ist in seinem ...

... Firmengeflecht nicht."
---
Warum sollte es dort demokratische Strukturen geben? Wenn es gut läuft hat er wahrscheinlich eine Meritokratie in seinem Unternehmen.

16:52, Mischa007

>>Es werden aber nie die richtigen Fragen gestellt!
Eine davon wäre zum Beispiel, warum kam es zu dieser Entscheidung der Wähler?
Meines Erachtens werden die Fehler in Brüssel gemacht. Und ich bin mir sicher, das man sie da auch kennt, aber bewusst ignoriert.
Europa sollte endlich ein Europa der Menschen werden, und nicht nur eines der Eliten und der Wirtschaft.
Alles wird abgebügelt zu Gunsten von Wirtschaft und Industrie. Und das mussten auch viele Bürger in Tschechien miterleben.
Globalisierung auf Teufel komm raus!
Nur einer muss immer wieder die Zechen bezahlen, ... der Bürger!<<

Wenn Sie eine Packung "Golden Toast" oder "Lieken Urkorn" kaufen, dann machen Sie Herrn Babiš reicher. Ihm gehören diese Marken. Schon sein Vater war im Außenhandel der ČSSR tätig, und klein Andrej wuchs in Paris und Genf auf. Eine sehr elitenferne Herkunft, oder? Jetzt ist er zweitreichster oder reichster Mann Tschechiens, je nach Quelle. Alles aus eigener Leistung, ein Held der kleinen Leute?

19:12, FreedomOfSpeech

>> 15:59 von fathaland slim
"Gleichzeitig verkauft er sich als Retter des kleinen Mannes, establishmentfern und EU-kritisch."

Merken Sie, dass es Ihnen immer noch nicht gelungen ist, eine "durchsichtige Lügen" aufzudecken? Nochmal die Frage: Wo hat Babis gelogen? Wenn Sie keine Beispiele finden, ist Ihre Aussage nämlich "durchsichtig gelogen".<<

Na gut, da Sie insistieren, stelle ich noch einmal meinen ursprünglichen Kommentar, auf den Sie sich beziehen, ein:

>>Babiš, der große, unbestechliche EU-Kritiker
Bitte mal nachdenken.
Herr Babiš hat sein Vermögen als Agrarunternehmer gemacht.

Der Subventionsdschungel in der EU, was den Agrarbereich angeht, ist legendär.

Herrn Babiš kann man wohl mit Fug und Recht als EU-Gewinnler bezeichnen.

Meine Güte, was ist das alles für eine verlogene Veranstaltung. Aber die Leute, die einen Brass auf das "Establishment" haben, glauben bereitwillig die durchsichtigsten Lügen, wenn sie im Gewand der Alternative zur Alternativlosigkeit daherkommen.<<

19:25, Theodortugendreich

>>@andererseits "Demokratische Strukturen gab ist in seinem ...
... Firmengeflecht nicht."
---
Warum sollte es dort demokratische Strukturen geben? Wenn es gut läuft hat er wahrscheinlich eine Meritokratie in seinem Unternehmen.<<

Forist "andererseits" bezog sich auf die Aussage des Herrn Babiš, er wolle Tschechien wie eine Firma führen.

Also als Meritokratie?

Noch ist Tschechien demokratisch...

@fathaland "Agrarunternehmer" was ist das?

Man sollte schon noch wissen wovon man redet. Nichts von dem was man über den Mann unternehmerisch hört ist mysteriös. Auch in Deutschland wurden in der Konversion schwer zu bewertende Unternehmen günstig verkauft. Wenn einer im Stande ist die Dinge richtig einzuwerten und zu präsentieren, man ihm zutraut nachhaltig ein solches Konglomerat zu führen, dann findet er auch eine Bank die ihn begleitet. Ich weiß das, war selbst an solchen Dingen beteiligt. EU-Subventionen für dubiose Osteuropaprojekte verschafft durch Subventionsberatung die Steinbeisstiftung des Landes BW mit ihrem Osteuropazentrum in Karlsruhe. Die machen jeden Antrag wasserdicht. Babis hätte mal dort anrufen sollen.

@fathaland "Die bösen Fremden aussperren"

Die Tschechen wissen, seit Jahrhunderten was Parallelgesellschaften bedeuten. Die sind dann natürlich nicht mehr fremd aber es kommt zu erheblichen Konflikten. Das sollten sie als USA-erfahrener Musiker der sich auf den Stil einer dort sehr diskriminierten Minderheit kapriziert hat, wissen.
In der US-Gesellschaft gibt es zudem keine solidarischen Systeme wie Renten und Gesundheitskassen die durch Minderheiten mit Leistungsproblemen gefährdet wären.
In der Tschechei jedoch schon.

fathaland slim

Ich bewundere durchaus Ihren Mut sich zu outen. Aber all zu oft lenken Sie nur Thema ab. Auch in Tschechien wurde deutlich Mitte-Rechts gewählt. Was Sie am Wahlsieger kritisieren, nennt man Kapitalismus. Die Linke kann nicht verstehen, warum die Mehrheit nicht links wählt. Das kann nur daran liegen, dass das Volk zu dumm und ungebildet ist oder noch schlimmer - bösartig. Es versteht zum Beispiel nicht, dass die Flüchtlinge gut für Deutschland sind und, laut Ihrer Aussage an anderer Stelle, keiner auch nur einen Cent dafür mehr an Steuern zahlen müsste. Das die Flüchtlinge allein in Deutschland jedes Jahr etwa 50 Milliarden Euro kosten und Geld ansonsten an allen Ecken und Enden fehlt - davon kein Wort von Ihnen.

@mischa007 "Globalisierung auf Teufel komm raus"

Die Globalisierung ist ein Umstand der nicht weggebetet werden kann. Bislang hat 1/5 der Menschheit den Reichtum der Welt unter sich aufgeteilt, jetzt sind weitere 2/5 in Asien zu ernsthaften Konkurrenten herangereift. Nicht zuletzt weil wir in Europa viel Geld mit Luxusproblemen verschleudert haben. Die Folgen spüren zuerst die Schwächeren.

Für mich ganz klar,

die europäische Politik und ihre Folgen.

Ich denke mit einem konservativen EU-Präsidenten, statt dem distanzarmen Jean-Claude Juncker hätten wir viele Probleme nicht. Juncker ist für mich kein Konservativer, zumindest nicht ein Konservativer, wie ich Konservative verstehe.

um 16:19 von schabernack

>>"Die Angst vor Migranten scheint inzwischen fast wichtiger zu sein, als es alle anderen Themen zusammengenommen sind.
Sehr kurzsichtig und nicht ungefährlich für Tschechien und die EU.
Zum Glück gibt es noch "Kuschelpolitiker", die da weitsichtiger denken …"<<

Ich finde die Angst vor Migranten auf Deutschland bezogen in Anbetracht das jeder Migrant problemlos ohne Pass einreisen darf, gerechtfertigt. Es gibt mittlerweile belastbare Beweise das die Marokkanische Regierung Gefängnisinsassen in die Flüchtlingsboote gesetzt hat um ihre Gefängnisse zu entlasten. Natürlich ist aber nicht jeder Migrant ein Verbrecher. Die Blauäugikeit der Merkel-Regierung zu diesem Thema finde ich aber unverantwortlich der Bevölkerung gegenüber.

19:44 von fathaland slim

Sie können Ihren Kommentar noch 7x mal posten: Kritik an einer Institution zu üben, ist und bleibt KEINE Lüge, auch wenn man von dieser profitiert hat. Im Gegenteil: denn kritikloses Hinnehmen wäre Käuflichkeit.

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