Ihre Meinung zu: Mord an Journalistin: Malta setzt Millionen-Belohnung aus

21. Oktober 2017 - 18:56 Uhr

Sie war auch eine Kritikerin der Regierung Maltas: Am Montag starb die Investigativjournalistin Galizia durch eine Autobombe. Nun hat das Kabinett Muscat eine Million Euro für Hinweise zur Aufklärung des Mordes ausgesetzt.

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Kommentare

Millionen Belohnung

Wann hat es eine solche Belohnung jemals in der Kriminalgeschichte gegeben? Das zeugt entweder von einem unsagbaren schlechten Gewissen des totalen Versagens oder der Gewissheit, dass der Mord niemals aufgeklärt wird. Für mich stehen die Regierung und Verwaltung Maltas unter höchstem Verdacht.

Jetzt erst recht !

Wer dem korrupten Kartell aus Politik und Geld-Mafia in Teilen Europas in die Quere oder zu nahe kommt, wird notfalls ermordet,...selbst wenn es eine Mutter ist !

Jetzt sollte die Jagd auf die feigen Auftraggeber dieses Mordes erst recht losgehen.

Mit diesen Politikern also... teilen Juncker, Merkel und Steinmeier tatsächlich "gemeinsame europäische Werte".

Grund genug also für jeden aufrechten Europäer, diese "Werte" mit Juncker, Merkel und Steinmeier auf jeden Fall nicht zu teilen.

Wer solche Politiker wie Premier Muscat tatsächlich zu den "Seinen" zählt und der Europäischen Familie "zugehörig" erklärt, dem gebührt Verachtung und wahrlich kein Respekt !

Muscat versucht sich in

Muscat versucht sich in Schadensbegrenzung. Mit fremdem Geld tut das ja auch nicht weh. Auch Malta ist ein Land, mit dem sich die EU wesentlich eingehender befassen müsste, wollte sie denn die Rede von den europäischen Werten nicht mit Taten, bzw. unterlassenen Taten konterkarieren. Es pfeifen es ja die Spatzen von den Dächern, das Malta ein Hort der organisierten Kriminalität ist.

Was jetzt

Es gibt eine Grenze die man nicht überschreiten sollte in Malta wurde sie überschritten .Der Wert liegt niedriger als in Deutschland was mit der erinnerung Kultur zu tun hat .Aus Selbstherrlickeir vermutlich überschritten .Der Bürger möchte Aufklärung .Wird ihm jetzt der Obdachlose serviert oder die Wahrheit das ist die Frage .Es gibt sonst keine Ruhe mehr .

Journalismus

In Deutschland regt man sich lieber über die Freiheiten der Journalisten in der Türkei auf, was hier geschehen ist, das ist wohl einen Tacken schlimmer oder? Welchen Verbrechern ist die gute Frau zu sehr ran gekommen? Ich verstehe die Journalisten auch nicht wirklich, warum die sich mit Kriminelle abgeben ohne das man Polzeischutz oder sowas ähnliches hat. Ich hoffe das der Mord aufgeklärt wird.

@ Hackonya2

"In Deutschland regt man sich lieber über die Freiheiten der Journalisten in der Türkei auf"

Nein, verehrter türkischer Mitleser, wir regen uns über die UNFREIHEIT (besser: Freiheitsberaubung) türkischer Journalisten auf.
Denn wenn ein System es nicht verträgt, dass seine Bürger offen ihre Meinung äußern können, dann gehört es nicht in diese Zeit!

@ 22:01 von Hackonya2

Ich weiß nicht genau, was das mit der Türkei zu tun hat. In Malta gibt es eine freie Presse, in der die verwerflichen Taten der direkten Umgebung des Premierministers offen und klar dargestellt wird - ähnliches wäre in der Türkei unmöglich, die Journalisten wären schon verhaftet und die Zeitungen verboten. Und das tut die türkische Regierung unter Missbrauch der gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz gegen "Terror". In Malta haben Unbekannte eine Journalistin getötet, die nicht nur Politiker angegriffen sondern auch mafiöse Strukturen offen gelegt hat. Ich bezweifle, dass irgendein Staatsorgan an dem Mord beteiligt war, sondern die Täter dürften im kriminellen Milieu zu suchen sein - mit dem die Regierung durch Korruption verbunden ist. Und das ist das Schlimme. Das ist in der Türkei aber auch nicht anders.

Malta ist zu klein

als dass die Polizei Zufallsfunde machen könnte. In Malta weiß die Polizei, wo sie hinschauen darf und wo nicht. Es ist alles übersichtlich. Die Hierarchien sind extrem flach. Jeder kennt im Justizbereich jeden. Und es gibt wohl keine rechtliche Möglichkeit (wie in Deutschland), Richter und Ermittlungsbeamte zu Ermittlungen zu zwingen. Ähnlich wie in UK ist man völlig darauf angewiesen, dass der Justizbeamte ehrenhaft ist. Beispiel: Die zuständige Ermittlungsrichterin, die in Prozesse mit der Ermordeten verwickelt war, war von den Hinterbliebenen aufgefordert worden, den Fall abzugeben. Sie hat daraufhin 13 Stunden nachgedacht und in der Zeit jede Tatortuntersuchung verhindert, wodurch, gerade bei Auslösung durch ein Handy, wertvollste Zeit verloren ging. Es gab keine Möglichkeit solch verantwortungsloses Verhalten zu stoppen. Im Fall Muscat e.a. haben die Ermittlungsbehörden einfach nicht ermittelt, obwohl deutliche Verdachtsmomente bestanden. Es gab Zeugen für Aktenvernichtungen.

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