Ihre Meinung zu: Studie: Dramatisches Insektensterben in Deutschland

18. Oktober 2017 - 21:07 Uhr

In Deutschland gibt es immer weniger Insekten. Eine neue Langzeitstudie spricht von einem massiven Insektensterben und bestätigt damit frühere Ergebnisse. Die Auswirkungen sind verheerend.

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Kommentare

Hysterie wie beim Waldsterben?

Also, ist das das neue Waldsterben?
Ohne Mist, diesen Sommer waren die Schmetterlinge hier rahr, aber Stechmücken und Wanzen gabs ohne Ende...

Folgenforschung

"Alle Experten sind sich einig, dass die Folgen des Insektensterbens jetzt dringend genauer erforscht werden müssen."

Das kann ja nicht so schwer sein. Die Folge des Insektensterbens ist dass die Insekten tot sind.
Mich würde eher interessieren wie man das Sterben verhindern kann. Ich weiß, etwas abwegige Fragestellung. Ich dachte nur so.

Verursacherprinzip

"..edntstehen der Landwirtschaft große Verluste.."

Dann trifft es wenigstens die Verursacher. Insetizide sind, wie der Name schon sagt, für das Töten von Insekten verantwortlich.
Aber auch die immer eintönigere Landschaft sorgt für einen Rückgang der Tierwelt wegen der fehlenden Lebensräume. Keine Hecken mehr, damit große Flächen mit immer größeren Maschinen ratuonell bearbeitet werden können. Eintönige Mais-Monokulturen. Und nicht zuletzt "Wiesen", die eigentlich nur noch Gülle-Verklappungsflächen sind und dank der Überdüngung nur noch aus wenigen Planzenarten bestehen. Eigentlich keine Wiesen, sondern Löwenzahnäcker.
Der Begriff "Insekten" umfasst hunderte von Arten, die alle unterschiedliche Ansprüche an Nahrung und Lebensraum haben. Je monotoner die Landschaft, desto weniger Arten leben in einem Gebiet.

Sehr

Tragisch.
Und niemand kommentiert, niemand kümmert sich darum. Alle Rennen einem unbewiesenem CO2 Gespenst hinterher. Was ist los???

Handeln wenn es zu spät ist

Man wird erst handeln wenn es zu spät ist. Die Landwirtschaftsindustrie ist für den Schaden verantwortlich, tun wird sie nichts und sich gegen jedes Verbote streuben. Und die Parteien haben zu viel Angst sich mit dieser Lobby anzulegen. Das hat man auch beim Nitrat gesehen.

Und ich wette, wenn die Insekten alle Tot sind (also die wichtigen, die Mücken sterben ja leider nicht aus) und das Grundwasser vergiftet, dann wird die Landwirdschaftsindustrie nach Subventionen schreien weil ihre Kosten steigen und man die ja sonst an die Verbraucher weiter geben müsste.

Wenn die nicht in der Lage sind ihre (und unsere) eigenen Grundlage zu erhalten, behandelt sie wie jedem sich selber zerstört: Stellt sie unter Staatliche Obhut. Zwingt sie endliche damit aufzuhören unser Land zu vernichten!

Kann man denn anhand der Langzeitstudie bestimmte Zusammenhänge mit der Einführung von neuen Pflanzenschutzmitteln erkennen?

Alarmzustand für die Natur

Ich bin fest davon überzeugt, dass gleiche Ergebnisse herauskommen, wenn man den Bestand an Wildpflanzen in Europa untersuchen würde.
Wann werden die verantwortlichen Politiker in Deutschland endlich auf diese bedrohliche Entwicklung reagieren, Naturschutzgebiete ausweiten, die Landwirtschaftspolitik radikal verändern und dem Umweltschutz den Stellenwert zukommen lassen, der ihm gebührt.
Ich hoffe sehr, dass in Zukunft Landwirtschafts- und Umweltministerium unter Verantwortung von Ministern der Grünen geführt werden.
Mit CSU-geführten Landwirtschaftsministerien haben wir nur katastrophale Ergebnisse erreicht.

Ursache unbekannt?

"Alle Experten sind sich einig, dass die Folgen des Insektensterbens jetzt dringend genauer erforscht werden müssen."

Schade, dass die Zeit der Langzeitstudie dafür nicht mehr gereicht hat. Was hat sich denn in den letzten 27 Jahren denn maßgeblich geändert - Naturräume, Landwirtschaft, Klima?

Und was im Beitrag leider nicht ganz klar wird: Wurden die Insekten nur im Raum Krefeld gesammelt? Falls die Studie wirklich nur auf punktuell erhobenen Daten basiert, wäre sie kaum aussagekräftig. Meine persönliche Erfahrung der letzten Jahrzehnte sagt, dass beim Radfahren die Masse an Insekten im Auge über die Jahre relativ konstant blieb.

Und um eins gleich vorweg zu nehmen: Glyphosat wird seit den 70ern in Deutschland eingesetzt.

Die "Big-Five" plus One...

Fünf große Ereignisse des massenhaften Aussterbens von Arten hatten wir in den letzten paar hundert Millionen Jahren. Das hier - in Kombination mit den anderen Auswirkungen unserer Existenz auf diesem Planeten - dürfte dann wohl die Nummer 6 sein.

Auch wenn das verleitet, die Menschheit als die Wurzel allen Übels darzustellen: wir sind ein Teil des Ökosystems. Wir sind nicht gerade leicht zu verkraften, aber auch wir werden den Planeten nicht kleinkriegen. Was wir tun können ist forschen und antworten finden. So klein und lästig Insekten für manche auch erscheinen mögen: sie sind wie wahren Herrscher - jedenfalls zahlenmäßig. Und wenn nur die Art der Bienen ausstürbe, hätte das schwerste Konsequenzen für unsere Biosphäre.

Ich wünsche uns allen die Weitsicht, dass wir den Zeitpunkt entschlossenen und nachhaltigen Handelns nicht verpassen... nicht alles, was man verursacht, ist reversibel.

Nachrichten wie diese müssten es häufiger in die Primetime schaffen, als alles andere.

Kann ich nur bestätigen

Praktisch keine toten Insekten mehr auf dem Auto. Im dunklen sind die Straßenlaternen auch frei von Insekten. Selbst auf dem Dorf immer weniger Insekten zu sehen. Bin Modellflieger, vor wenigen Jahren hat man sich noch Gedanken gemacht wie man möglichst schonend die toten Insekten von den Rotorblättern bekommt, jetzt sind kaum noch welche drauf. Innerhalb der letzten 27 Jahre finde ich sogar noch zu weit ausgeholt. Innerhalb der letzten 15 Jahre hat es enorm abgenommen finde ich.
Ich sehe auch immer weniger Schwalben, die waren früher noch eine regelrechte Plage, nun eher selten zu sehen. Aber ohne Insekten gibt es halt kein Nachwuchs.
Intensive Landwirtschaft ist nicht die Ursache. Die gab es in der DDR viel ausgeprägter. Aber das Insektensterben gab es nicht. Ich schätze mal es liegt an irgendwelchen neueren Spritzmitteln.
Das die Landwirtschaft nun langsam ein Befruchtungsproblem bekommt ok, aber es gibt auch weniger Vögel.

Schöne neue Welt

In China werden schon seit Jahren ganze Landstriche mit Obst - oder Gemüseplantagen per Hand bestäubt, weil die Insektenvernichtungskonzerne dort ganze Arbeit verrichtet haben.
Aber bis die Industrie 4.0 endlich zum Zuge kommt und massenhaft Arbeitsplätze wegrationalisiert, haben wir noch ein wenig Zeit, um Alt - und Neuarbeitslose an die Handbestäubung zu gewöhnen und der Landwirtschaft als Billiglöhner zur Verfügung zu stellen. Und die Angst vor bisher unbekannten Insekten, die Dank Klimawandel in unsere Gefilde einwandern, lässt sich ebenfalls relativieren. Hauptsache wir steigern das Bruttosozialprodukt! Dabei stört das Geschmeiß eh.

Forschen dauert lange

Man könnte auch einfach die Bauern und Umweltschützer fragen, das ginge schneller. Am Ende werden die Lobbyverbände sowieso jede Studie anzweifeln, genau wie beim Klimawandel.

Nicht nur die Folgen - die URSACHEN müssen erforscht werden

Sie schreiben: "Alle Experten sind sich einig, dass die Folgen des Insektensterbens jetzt dringend genauer erforscht werden müssen."

Ich finde es ist wichtiger, die URSACHEN zu erforschen.

Bienen: "Der Krug geht so lange zum Wasser, bis er bricht"!

Und im Moment tun wir alles, das es bald zur Katastrophe kommt.

Nur für ein bißchen mehr Profit wird Raubbau an der Natur betrieben.

Die jenigen (inklusive der Politik), die es ändern könnten, betreiben die Vogel Strauß-Methode (Kopf in den Sand stecken, und man sieht das Elend nicht mehr)!

Bin ich froh, das ich keine 18 mehr bin!
So muß ich mich nicht mehr den "heranziehenden Problemen" stellen.
Für mich reicht der Rest der noch intakten Natur!

Ich für meinen Teil versuche die Natur im Rahmen meiner Möglichkeit zu erhalten.
Auch wenn ich keinen Profit dabei mache.

Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein!

Dem zufolge:

Wer nicht hören will muß fühlen!

Es dauert nicht mehr lange! Spätestens, wenn der Profit zurück geht!

was muss die EU

nochmal zu Glyphosat prüfen?
"Nur" ein weiterer Schauplatz unseres zerstörerischen Wirtschaftssystems.

Typisch Mensch

Gewinn-Optimierung über alles. Ertrags-Optimierung um jeden Preis. Landwirtschaftliche Produkte so billig kaufen wie möglich. Typisch Mensch? Nein, typisch deutsch!
Wenn aber in Folge der Insektizide (die auch gegen Bienen wirken, und die Vögel indirekt vergiften) keine flächendeckende Bestäubung mehr stattfindet, dann geht der gewünschte positive Effekt nach hinten los.
Es wäre an der Zeit, ein "Menschizid" zu entwickeln, das der Natur eine Chance gegenüber der menschlichen Profitgier einräumt.

Insektensterben

Für Menschen mit Insektenphobie eine gute Nachricht, weil angstfreierer Alltag. Für die Natur vermutlich furchtbar.

Insektensterben

Die immer mehr zunehmenden Strahlungen vielfacher Art dürften auch ihren Teil zum Insektensterben beitragen. Handymasten, Satelliten, militärische Einrichtungen - wir werden von allen Seiten massiv bestrahlt, die ganze Natur leidet darunter, und unsere Gesundheit auch.
Luftionen werden beispielsweise insbesondere durch die Felder des Daten-Funks beeinflusst. Weil sie elektrisch geladen sind, werden sie durch das Zusammenwirken mehrerer Hochfrequenzfelder verdrängt. Das schwächt die Lebenskräfte. usw.

Tragisch

Da sägt der Mensch fleißig weiter am dicken Ast auf dem er sitzt. Wie auf einer hochkomplexen Computerplatine ein kleinstes defektes Bauteil einen Totalausfall verursachen kann, so hat auch das Fehlen jedes noch so kleinen Insektes eine größere Auswirkung in der noch viel komplexeren Natur. Es leistet seinen Beitrag am Lebenserhalt unseres globalen Ökosystems, aber offenbar geht das alles den Bach runter. Das ist der Preis, den wir (bzw. die ganze Natur) für die Ausbeutung der Natur durch den Menschen zahlen. Katastrophal!

Dramatisches Insektensterben ...

Dramatisch, aber die Effekte werden wieder nur auf uns bezogen - oh Gott, es gibt Einbußen für die Landwirtschaft.... Das sollte am Ende der Argumentationskette stehen.
Es steht uns schlicht nicht zu dergleichen zu verursachen und wir sollten wenigstens 25 % dessen, was in der Landwirtschaft für Düngung und für Chemie ausgegeben wird, einsetzen, um hier zügig zu forschen und den Ursachen entgegen zu wirken. Europa muss keine Nahrungsmittel exportieren und es muss keine Nahrungsmittel importieren, die unter nicht nachhaltigen Bedingungen produziert werden. Letzteres muss u. a. Kern jeglichen Freihandelsabkommens sein.
Der Einsatz von Neonikotinuiden gehört sofort und ausnahmslos verboten und das möglichst Weltweit. Alle Kunststoffe sind künftig wie Medikamente zu Lizensieren und ihre Produktion ist nur unter strengen Auflagen zu erlauben.

Ich bin erstaunt

dass es nur 75% weniger Insekten sind. Wenn ich an die Windschutzscheibe meines Vaters denke, die musste er auf einer Fahrt an die Nord- oder Ostsee mehrfach reinigen. Ich hatte bei meiner letzten Fahrt an die Ostsee ganze zwei Insekten an der Windschutzscheibe.
Vielleicht haben es einige Insekten geschafft, derzeit weniger Verluste zu haben, aber bei fliegenden Insekten sind die Verluste meiner Meinung nach noch deutlich größer!

Handeln!

75 % in 27 Jahren - da gibt es nichts mehr großartig zu "erforschen", da muss gehandelt werden. Schluss mit Pestiziden, Schluss mit "Unkraut"-Bekämpfungsmitteln, Schluss mit Mais-Monokulturen und ähnlichem Unfug! Wir wissen doch alle längst, was den Insekten schadet und wie wichtig sie für die Ökosysteme sind. Wenn es keine Bienen mehr gibt, dann hilft uns auch Monsanto nicht mehr weiter.

Vorbild Mals in Südtirol

Hallo,
ich halte den übermässigen Einsatz von Pestiziden für ein Riesenproblem. Kann hier das Buch "das Wunder von Mals" empfehlen, in dem veranschaulicht wird, welchen Auswirkungen die industrielle Landwirtschaft heute hat und was Alternativen hierzu sein können. Fazit Nummer 1: Verbraucherbewusstsein muss stärker werden.
VG

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