Ihre Meinung zu: Spitzel-Vorwurf: Mutmaßlicher Schweizer Spion vor Gericht

18. Oktober 2017 - 9:53 Uhr

Er soll jahrelang im Auftrag des Schweizer Geheimdienstes deutsche Steuerfahnder bespitzelt haben. Jetzt steht Daniel M. in Frankfurt vor Gericht. Wenn er umfassend gesteht, könnte er mit einer Bewährungsstrafe davonkommen.

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Kommentare

Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz belastet?

Ach was!
Spionieren ist doch DER Beweis der wahren Freundschaft. Oder habe ich die letzten Jahre auf einem anderen Planeten gelebt?

Wenn man die Steuerflüchtlinge in Deutschland fassen wollte, hätte man das längst getan. Z.B. die Anzahl der Steuerfahnder erhöht.

Aber nein, immer kriege ich hier und da zu hören, Steuerhinterziehung (im großen Stil natürlich, für kleine Schlucker gilt das nicht) sei gar nicht so schlimm, weil der Steuerhinterzieher das Geld am Ende ja doch in Deutschland ausgibt. (Vielleicht verdächtigt man die kleinen Schlucker alle 3 Wochen eine Weltreise zu machen - was weiß ich...)

komisch, dass unser Verhältnis zu Luxemburg so gut ist...

Ich meine, natürlich ist es unanständig, dass die Reichen über Schweizer Konten ihre Steuern hinterziehen können. Und natürlich könnte man das Geld nutzen, um z.B. Schultoiletten funktionsfähig zu machen, oder Autobahnen in ein paar Wochen zu sanieren statt mit teilweise Jahre überdauernden Dauerbaustellen.

Aber nur weil die Steuersparmodelle der Konzerne und Superreichen legal sind, macht sie das um keinen Deut weniger unanständig.
Warum also streiten wir mit der Schweiz, nicht aber mit Luxemburg, den Niederlanden oder Irland, denen wir es verdanken, dass Apple, Ikea oder Starbucks Steuersätze von unter 3% haben.

Weil es "legal" ist? Dann sollten wir unsere Vorstellung von "legal" mal dringend überarbeiten. Oder noch besser: Die, die solche Gesetze im Namen des Volkes verabschieden, die sollten ihre Vorstellungen überarbeiten!

Peinlicher gehts nicht

Deutschland sollte sich gerade im Verhältnis zur Schweiz mal fragen, warum Menschen aus Deutschland Ihr Geld (und manchmal auch sich selbst) illegal und auch legal in diesem Nachbarland in Sicherheit bringen und warum das andersherum überhaupt nie passiert.

Die "Spionage" des Daniel M. war eine völlig legitime Abwehraktion gegen das illegale Vorgehen der deutschen Finanzbehörden.

Aber gut, die zusätzlichen Milliarden hat die Regierung in den letzten Jahren ja wenigstens gut investiert. "Wertvoller als Gold".

Schwer verständlich

Ständig wird der Begriff organisierte Kriminalität mit der Mafia verschiedener Staaten in Verbindung gebracht, mit Korruption, mit Diktaturen und Staaten, die von kleinen verschworenen Machteliten regiert werden, die sich selbst die Taschen füllen.

Ich kann deshalb dieses Vorgehen der Schweiz nicht nachvollziehen.

Wenn man es sich genau ansieht, so setzte die Schweiz doch geheimdienstliche Mittel an, um ein Geschäftsmodell schweizer Banken zu stützen, das darin besteht, ausländische Steuerhinterzieher bei ihrem Vergehen zu unterstützen. Der schweizer Staat greift somit aktiv ein, um kriminelles Verhalten ausländischer Anleger zu schützen. Natürlich zum Wohle der schweizer Banken - aber macht es das wirklich besser?

Ganz ehrlich. Ich bin fassungslos. Die Schweiz ist schließlich ein Rechtsstaat. Eigentlich. Leider eigentlich.

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