Ihre Meinung zu: Nach Inhaftierung: 200.000 gehen in Barcelona auf die Straße

18. Oktober 2017 - 7:41 Uhr

Nach der Inhaftierung zweier Unabhängigkeits-Aktivisten brodelt es in Barcelona: etwa 200.000 Menschen sind aus Protest auf die Straße gegangen. Sie forderten: "Freiheit für die politischen Gefangenen!" Und: "Help us, Europe!"

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Kommentare

Man bringt doch die Stimmen ...

nicht zum verschweigen indem man sie Wegsperrt - die freie Rede ist nicht wie die Freiheit selbst, die wohl weg ist, wo der Schließer den Schlüssel umdreht. Das Wort bleibt doch im Raum, auch wenn der Sprecher verloren ist, wo das gesprochene Macht hatte.

Katalonien

Die sich in Untersuchungshaft befindlichen Separatisten sind keine politischen Gefangenen.

Die EU tut gut daran, diese separatistischen Bewegungen nicht zu unterstützen. Es wäre fatal, wenn jede Region in Europa sich abspalten würde.

Man könnte sich ja mal eine politische Karte des Mittelalters anschauen. Dort könnte man erkennen, wo dies hinführen könnte. Dies kann nicht das Ziel einer Europäischen Vereinigung sein.

Um in Zukunft auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig zu sein ist es erforderlich eine gemeinsame Linie zu verfolgen und sich eben nicht aufzuspalten. Die kleinen Länder werden zwischen den großen Wirtschaftsräumen zerrieben und werden verarmen. So löst man keine regionale Probleme.

Katalonien und andere Regionen können nur ihre durchaus berechtigten Interessen innerhalb ihres Landes verfolgen und durchsetzen. Jede andere Idee strebt gegen die Interessen der EU.

Hilf uns Europa

Spanien ist Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft. Sie wird euch helfen:-)
Europa braucht ganz bestimmt keine Separatisten.

Kataloniens "Unabhängigkeitsbestrebungen" sind grotesk

Das Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit ist das allererste Grundrecht einer Nation.

Danach streben die Katalanen - vorgeblich. Sie fühlen sich in ihrer Souveränität beschränkt. Vermutlich zurecht. Spanien, das sich wie eine Besatzungsmacht verhält, gewährt Katalanien die Freiheit nicht.

Was machen die Katalanen? Sie rufen nach der €U:
Help us, Europe!

Ist das nicht absurd? Sie wollen sich von einem Bevormunder befreien, nur um sich dem nächsten an den Hals zu werfen.

Mit O-Ton "Wenn wir Katalonien die Loslösung erlauben, werden andere nachziehen. Ich will das nicht" maßt sich nämlich der Brüsseler Ober-Apparatschik Juncker nicht mehr und nicht weniger an, als die ungeliebte Madrider Regierung Spaniens.

Bitte richtig darstellen!

Sie sollen unter anderem bei einer Demonstration am 20. September die radikaler antisystem Teilnehmer dazu ermutigt haben, Untersuchungsrichterin der Katalanischen Verfassungsgerichtes und der Untersuchungseinheit der Guardia Civil einzukesseln.

"Demokratische Schande" !

In der Tat...und ganz Europa wird Zeuge dieser Schande.

Verhältnisse wie am Bosporus und in Moskau nun auch in Madrid.
Da Europa über Madrid aber ohrenbetäubend laut schweigt, wird es die Inhaftieurng politischer Gegner in der Türkei oder Russland nicht mehr beklagen können, ohne sich dabei bis auf die Knochen zu blamieren und lächerlich zu machen.

Madrids Dummheit wird den Keil noch tiefer ins spanische Fleisch treiben und den Konflikt verschärfen !

Ignoranz aus Madrid

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine Abspaltung Kataloniens von Spanien vor allem Katalonien wirtschaftlich schaden wird. Genau deshalb aber ist mir unverständlich, warum Rajoy statt auf Argumente auf autoritären Elternstil setzt. Wir leben im 21. Jahrhundert... Da lässt man sich nicht einfach was sagen, nur weil der andere laut wird und mit Strafe droht. Mir kommt es vor als wäre genau das Rajoys Taktik: Provozieren, so dass selbst ansonsten friedliche Katalanen aufbegehren. Puigmont in eine Zwickmühle drängen, aus der er nicht mehr rauskommt, und dann alle Schuld auf ihn und seine Regierung schieben, um beide endlich absetzen zu können.
Aus meiner Sicht ein gefährliches Spiel: selbst wenn er das Recht auf seiner Seite hat, so ist doch die Gefahr weiterer Radikalisierung sehr groß.
Und Europa? Verkriecht sich feige in Brüssel. Beides ist nur noch peinlich. Verhandlungen, in denen Spanien ruhig klar machen kann, wo die Grenzen sind, ist doch nicht zu viel verlangt!!!

Jede Wette

Ich Wette, dass es hier nicht nur schon mind. 134 Kommentare gäbe, sondern es auch in 17 Tageszeitungen fünf Tage lang stehen würde, wenn die Türkei auch nur einen kurdischen separatisten verhaftet hätte.
Von der Inhaftierung der katalanischen Aktivisten hat man hier in den Medien so gut wie nichts gehört.
Kritik an der spanischen Regierung gibt es hier auch nicht. Im Gegenteil: In den Kommentaren konnte ich mehrheitlich nur Kritik an den Katalanen lesen. Da kann man mal die hiesiege Doppelmoral erkennen.

Genauso übrigens nach dem zuletzt in Malta eine regierungskritische Journalisten umgebracht wurde. Die einzelnen Artikel in den Medien sind schon längst in den Archiven verschwunden. Würden in der Türkei regierungskritiker nicht inhaftiert sondern von irgendjemandem umgebracht, dann würde man da gefühlt militärisch einmaschieren.^^ Und der Schuldige wäre schon ausgemacht: natürlich der Sultan, der ja sogar auch für die Polkappenschmelze verantwortlich zu sein scheint.

@um 09:25 von Burkhard Werner

Das liegt alles im Auge des Betrachters, alle die etwas wollen was eine Regierung und ein Staat nicht will, sind im Auge des Staates "kriminelle"

Das ist so und das wird so bleiben, die Geschichte macht aus diesen Kriminellen dann Freiheitskämpfer oder Terroristen, Helden oder Despoten.

Meiner Meinung nach sind Bürger die gegen Polizisten die auf friedliche Menschen ein prügeln, oder das recht auf Freie Wahlen unterdrücken wollen, widerstand leisten eher Helden als Kriminelle.
Aber noch haben die Katalaren halt noch nicht Ihre (neue) Verfassung ausgerufen solange gilt halt Spanisches (Besatzer) Recht.
Die EU wird sich entscheiden müsse:
Separatistische Länder in die EU Ja/ Nein. Wen Nein sollte man aber die Verhandlungen mit Kroatien und Serbien noch mal gründlich Überdenken.

Hätte Spanien Sie einfach wählen lassen, wären es sicher pro Spanien ausgegangen (siehe Schottland) , aber die Dummheit der Despoten fängt bei der Arroganz der Macht an.

um 09:51 von Ixibigaka

>>Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eine Abspaltung Kataloniens von Spanien vor allem Katalonien wirtschaftlich schaden wird. Genau deshalb aber ist mir unverständlich, warum Rajoy statt auf Argumente auf autoritären Elternstil setzt.<<

Rajoy wird sehr viel genauer wissen, wie die wirtschaftliche Situation ist. Dass die Lage so ist, wie Sie sie beschreiben, und dass dies ihnen Unverständlich ist, zeigt, dass sie ihre Meinung durchaus überdenken sollten.

Denn meiner Meinung nach beweist die Spanische Zentralregierung mit ihrem Verhalten, dass an den Behauptungen, eine Abspaltung würde einseitig Katalonien schaden, nichts dran ist.

Eine Abspaltung wird vor allem Spanien schaden. Deshalb bleibt man da auch nicht so entspannt, zumal andere Unabhängigkeitsbewegungen in wirtschaftlich auch relevanten Regionen schon in den Startlöchern stehen.

@9:25 von Burkhard Werner

„…Die sich in Untersuchungshaft befindlichen Separatisten sind keine politischen Gefangenen.…“
Was sind sie denn dann? Verbrecher? Mörder? Vergewaltiger? Selbstverständlich sind das politische Gefangene eines Staates, der eine gesetzlich nicht vorgesehene und damit gegenstandslose Volksabstimmung nicht aushält und dagegen mit massiver Gewalt vorgeht, weil das mögliche Resultat nicht in seinem Sinne ist. Das kennen wir doch auch aus Diktaturen. Franco lässt grüßen …

Einzukesseln

Ist das Umstellen einer Person eine Straftat? Hat man Sie bedroht oder geschlagen.
Ich glaube nicht.
Es werden Strafsachen an den Haaren herbei gezogen um Gegner ins Gefängnis zu stecken.
Das Gegenteil wird passieren, der Kessel wird noch mehr angeheizt.
Lasst doch das Volk tun was Sie wollen, fertig.
Freiheit für Katalonien.

@Benny

Absolut korrekte Beobachtung. Genau hier zeigt sich die Doppelmoral, wenn es um innere Angelegenheiten der EU geht und im Konflikte außerhalb.

Irgendwie....

sind manche Ansichten der Separatismus-Befürworter nur noch paradox! Was soll den die Zentralregierung in Madrid tun? Die Verfassung für ungültig erklären, weil an die 40% der Katalanen das wollen? Wieviel Prozent aller Spanier sind das? Ich frage mich, was die Separatismus-Fans wohl sagen würden, wenn bei ihnen eingebrochen oder ihr Auto gestohlen oder eine sonstige Straftat begangen wird? Mit dem Täter diskuttieren, ob überhaupt ein Straftatbestand vorliegt? Oder ob er die Bandbreite des Strafmaßes für angemessen hält? Es ließen sich bestimmt noch viele Beispiele anführen, welche die katalanischen Forderungen utopisch, ja fast schon lächerlich erscheinen lassen. Unter diesem Aspekt sollte man auch das Kurden-Problem sehen und die Frage stellen, ob unüberlegt utopische Forderungen gestellt werden. Auch die Ölfelder von Kirkuk versiegen eines Tages!

Vielleicht sollte mal

Vielleicht sollte mal überlegt werden ob die (franquistische) Verfassung von 1978 überhaupt verbindlich gültig ist. Schließlich wurde die (republikanische) Verfassung von 1931 nie rechtstaatlich außer Kraft gesetzt (Das Franko Putsch Regime war illegal und somit sämtliche Anordnungen). Selbst der spanische König ist ein König von Francos Gnaden.
Auch diese Verfassung sah zwar die Unteilbarkeit Spaniens vor, gab aber den verschiedenen Regionen weit mehr Autonomie als die aktuell praktizierte.

Welch Spiel Rajoy hier treibt ist vorhersehbar. Provokationen bis jemand etwas dummes tut. So schafft man sich eine kstalanische "ETA".

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