Ihre Meinung zu: Parteitag der KP in China: "Ernsthafte Herausforderungen"

18. Oktober 2017 - 4:35 Uhr

China stehe zwar exzellent da, doch ohne weitere Anstrengungen könne sich das schnell ändern: Zum Auftakt des Parteitags der Kommunisten sprach Staatspräsident Xi Probleme bei Bildung, Gesundheit und auf dem Arbeitsmarkt an.

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Kommentare

Mehr Machtfülle?

Der Satz musste wohl rein?

Das ganze China braucht Reformen.

Xi Jinping hat noch ein sehr weiter Weg für China vor sich. Die bisherige Reformen haben erst ein sehr kleiner Teil der Gesamtbevölkerung Chinas erreicht. Auf dem Lande lebt man vielfach noch so wie vor Jahrzehnten. Hier Reformen durchzusetzen wird unvergleichlich viel schwieriger und länger dauern als in den Großstädten. Dabei dürfte zudem das dringendste, wichtigste und schwierigste Reformprojekt die Reorganisation und teilweise Schließung der Unproduktive Staatsunternehmen sein sowie die Reorganisation der enorme Schulden dieser Unternehmen. Dies wird eine tiefgreifende Änderung des Arbeitsmarktes betreffen. Nach den Erfolgen vieler Vorzeigeprojekte wird es künftige auf die erfolgreiche Tagesarbeit ankommen.

Wären unsere europäischen Vorfahren

nicht so dumm und korrupt mit ihrem Kolanialismus und Imperialismus gewesen, würde China und unser Verhältnis anders aussehen. An unsere jetzigen wirtschafts-politischen Führer: Bitte aus der Geschichte lernen. Nationalismus funktioniert nicht und muss bei der Erreichung überwunden werden...

Wie bildet China seine Elite?

Was mir nicht klar ist: Wie setzt sich die Führung eines Staates zusammen, in dem es keine freien Wahlen gibt? Und welche Legitimation hat diese kommunistische Partei?

@Am 18. Oktober 2017 um 08:35 von Wohlstandsbäuchlein

Zitat: "Was mir nicht klar ist: Wie setzt sich die Führung eines Staates zusammen, in dem es keine freien Wahlen gibt? Und welche Legitimation hat diese kommunistische Partei?"

Wie bei der EU-Kommission: es sind Hinterkammergespräche, in denen der nächste Präsident bestimmt wird.

China vor ernsthaften Herausforderungen - wie alle anderen...

prä-Diktaturen, ist die fetteste Herausforderung die Regulierung des Stoffwechsels und das Zulassen des freien Denkens (und seiner logischen Folge, der freien Rede).

@um 08:18 von Keilstein

Das ist aber irgendwo auch Ansichtssache: In China läuft es, aber auch nur unter Anwendung von Druck und Gewalt. Es wird viel produziert, die die alles produzieren müssen sich mit Appel und Ei abfinden, die Bosse kassieren das große Geld (Begründung wir verteilen es gerecht an alle, was aber wohl eher nicht stimmt). Ich hoffe das der Sozialismus/Kommunismus in China nicht zusammen fällt, den dann wäre das mit Flüchtlingsprobleme heute, dann ein Witz hingegen. China hat ein sehr starkes Militär und eine Unmenge an Bevölkerung, deswegen kann auch niemand gegen die so einfach antreten ohne das man bedenken einer Niederlage haben muss, das ist nun mal Fakt. Irgendwo ist das auch eine Art Nationalismus, nur eben anders benannt: Schließlich ist nicht der Name das ausschlaggebende, sondern wie regiert wird und die Handlungen? Niemand kann sich frei, wie in einer Demokratie z.B. dagegen aussprechen, ohne bedenken zu haben belangt zu werden.

@ "mp aus le" um 09:08

China befindet sich nicht auf dem Weg Richtung Kapitalismus, China ist dort schon längst angelangt. Und wenn man genau hinschaut, ist das Wirtschaftsmodell noch krasser und noch perverser auf das Recht des stärkeren ausgerichtet, als im Westen. Sogar um etwas bei einer Regierungsstelle zu erreichen, muss man unter der Hand schmieren. Und wer mehr hat, der wird auch besser schmieren können.
Das Ziel " Verwirklichung des Kommunismus" mag vielleicht in jedem Kommuniqué festgehalten worden sein, aber in China herrscht der (Turbo)Kapitalismus chinesischer Prägung. Die chinesische Prägung ist darin zu erkennen, dass alles durch die Hände der Partei läuft und die staatlichen Betriebe erfolgreich im Wachkoma gehalten werden. Der kommunistische Anstrich lässt sich aber nicht mehr erkennen, denn die Verteilung von Reich nach Arm findet kaum statt, und ist meiner Meinung nach, und da werden viele Sinologen sicherlich zustimmen, schon seit den frühen 80ern nicht das primäre Ziel der KPCh.

Erfolg des Sozialismus, Kommunismus?

>>"Unsere Wirtschaft hat bedeutende Fortschritte gemacht...Chinas Wirtschaftswachstum ist verglichen mit den großen Volkswirtschaften der Welt unter den besten", bilanziert Xi.<<

Diesen Erfolg hat die chinesische Bevölkerung allerdings nicht dem Gedankengut von Sozialisten und Kommunisten zu verdanken, sondern der Marktwirtschaft mit kapitalistischer Produktionsweise und internationalem Handel. Indem die Regierung dies zugelassen hat, blühte die Wirtschaft auf. Es bleibt abzuwarten, ob die nach wie vor starke Einflussnahme der Regierung auf das Wirtschaftsgeschehen langfristig nicht mehr Schaden als Nutzen anrichtet. Denn auch in China gibt es Blasenbildungen an den Märkten, z.B. bei Immobilien, die auf staatliches Handeln (u.a. die Geldpolitik) zurückzuführen sind. Auch diese werden platzen.

Und wenn die chinesische Regierung jetzt ihre Machtansprüche durch Militär ausweiten will, so geht das auf Kosten des allgemeinen Wohlstands.

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