Ihre Meinung zu: Journalistin auf Malta: "Das war ein politischer Mord"

17. Oktober 2017 - 15:12 Uhr

Feinde hatte Caruana Galizia viele - doch für ihren Sohn trägt die Regierung Mitschuld an der Ermordung der Journalistin. Auch die Opposition spricht von einem politischen Mord. Die EU-Kommission fordert Aufklärung. Von Jörg Seisselberg.

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Kommentare

Schier unfassbar

Dieser feige Mord erinnert an die Anschläge der Camorra.
Die Rädelsführer in Malta dürften zweifellos innerhalb der Regierung zu finden sein.
Ein solcher Vorgang bei einem Mitgliedland der EU ist absolut intolerabel und muss in jedem Fall aufgeklärt werden.
Wir dürfen gespannt sein, wie sich das ganze weiterentwickelt.

"Wir setzen darauf, dass das

"Wir setzen darauf, dass das geahndet wird."

Diese Aufklärung wird mit Argusaugen verfolgt werden!

Darauf können die Mörder Gift nehmen.

Journalistin auf Malta:"Das war politischer Mord"....

Ja,Malta zieht viele an:Die Steuer beträgt zwar 35 Prozent,aber wenn die Gewinne im Ausland erziehlt wurden,bekommt man bis zu 85 Prozent zurückerstattet.
Und so sind denn viele mit Briefkastenfirmen da:BASF,Lufthansa,Tschibo,Rheinmetall(Niebel,Jung im Vorstand),Puma.

Alle Großkopfetten,

Politiker, Manager, Juristen haben ihre Profikiller, die auf Abruf tätig werden...daß muss nicht unbedingt politisch sein sondern nur eine Störung in der Portokasse.

Politischer Mord?

Nicht nur ein meinen Augen ist es ein Mord um Korruption und Steuerflucht der Großkonzerne zu vertuschen.

Journalistin ...

Diese tapfere Journalistin hat für die Aufklärung von Schwarzgeldern heroisch gekämpft und mit ihren Leben bezahlen müssen. Auch die örtliche Polizei hat sie leider nicht
schützen können. Und das alles ist in einem EU Staat möglich.. Ihre Mitarbeit auch an den Panama Papers hat wohl zu ihrem schrecklichen Ende geführt. Das Schlimmste ist hohe politische Amtsträger sind hier mit verwickelt.. Was können europäische Sicherheitsbehörden zusätzlich tun um so ein Unheil zu vermeiden.

Aufklärung des feigen Mordes

Alle EU-Bürger sollten die rückhaltlose Aufklärung dieses Mordes fordern und den maltesischen Justizbehörden auf die Finger schauen - im ureigenen Interesse.
Wann sorgen die EU-Politiker endlich für die Schließung aller Steuerschlupflöcher in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union? Wann kontrollieren die gewählten Politiker endlich die kriminellen Machenschaften der Wirtschaftskonzerne? Es ist unser Geld, was hier hinterzogen und in die Taschen einiger weniger gesteckt wird. Macht der Korruption endlich ein Ende, zumindest in der EU!

zu köstlich!

"Die EU-Kommission fordert Aufklärung."

eine kommission, zu der vertreter von ländern gehören, die steuerpflichtigen unternehmen erst die möglichkeit geben, durch lasche steuergesetze/ künstlich geschaffene schlupflöcher die bevölkerung um die steuern zu betrügen, verlangt aufklärung?

Malta liegt dicht an Italien,

deshalb habe ich die schwache Hoffnung, dass man dieses Verbrechen ernsthaft verfolgt. Prinzipiell bin ich vom deutschen System tief enttäuscht. So wie unsere Infrastruktur völlig hin ist, ist die Judikative und die Exekutive völlig ausgeblutet. Wir würden zwar so einen Fall, wie diesen auf Malta aufklären können, müssten dafür aber 100 andere vernachlässigen.
Ich wünsche den maltesischen Behörden Erfolg.

Innere Sicherheit

Wir haben hier doch auch Geheimdienste, die betreiben TKÜ, Vorratsdatenspeicherung, hören Internetknoten ab, kooperieren mit anderen, auch nicht befreundeten Geheimdiensten, freuen sich über automatische Gesichtserkennung. Die könnten ja mal zeigen, was sie so drauf haben. Das wäre mal was völlig Neues!

Hilfe ihrer eigenen Geheimdiensten haben die Innenminister Europas in diesem Fall meines Wissens nach bisher aber nicht angekündigt. Möglich ist das wohl nur im Sportbereich, z.B. bei der FIFA, oder wenn Fussballer für 222 Mio ver- und gekauft werden.
Hier tut sich mal ein viel wichtigeres Gebiet auf. Wirklich Hoffnung habe ich trotz ihres Todes nicht, selbst ihren professionellen Arbeitskollegen in anderen Ländern wird nur wenig Raum zu Darstellung ihres Wirkens und ihrer Leistung gegeben. Wahrscheinlicher ist, dass man sich nicht in die inneren Angelegenheiten von Malta einmischt, halbwegs den Status quo sichert und sich schon gar nicht mit Muscat beschäfigt. Gruss

Wer hätte etwas davon, andere zu beschuldigen?

Die Ermittler werden schon wissen, das Ausreieisende personalisiert gespeichert werden.

Die Behörden werden auch wissen, dass Standortdaten verändert oder manipuliert werden können.

Wer hatte etwas zu befürchten? Oder aber, wer hätte etwas davon, andere zu beschuldigen?

Witschaftsmafia

Daran sieht man wie kriminell die Wirtschaftskonzerne sind. Namen deutsche und internationalen Konzerne muss man nicht nennen. Jeder kennt sie!

FBI Beamte werden die Malteser unterstützen

Ebenso Spezialisten aus den Niederlanden. Dies hat heute abend der maltesische Staatspräsident Muscat retweetet.

https://twitter.com/JosephMuscat_JM

Blankes Entsetzen

Da bleiben nur blankes Entsetzen und eine ohnmächtige Wut, dass so etwas in einem EU-Land geschehen kann. Wer weiß, wer da noch alles hinter diesem brutalen und feigen Mord steckt. Schließlich ist Malta eine der beliebtesten Steueroasen für große Konzerne in Europa. Und die Journalistin arbeitete daran, dies aufzudecken. Ganz Europa eine Bananenrepublik? Bleibt nur zu hoffen, dass die Mörder und ihr Auftraggeber zur Rechenschaft gezogen werden.

Auftrag an die EU

Es wäre für die Glaubwürdigkeit der sogenannten "Europäischen Union" von immenser Wichtigkeit, Vorgänge, Morde, in einem ihrer Mitgliedsstaaten einer gründlichen Überprüfung zu unterziehen, ggf. Maßnahmen zu ergreifen, dieser kleinen Insel, offenbar neuer Nistplatz maffiöser Strukturen, gesamteuropäische Privilegien zu entziehen.

Da haben wir den Salat!

Dass es in unserer freiheitlich westlichen Wertegemeinschaft auch politische Morde gibt, hätte man nach all den Berichten über inhaftierte bzw. getötete Regimekritiker niemals zu vermuten gewagt.
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Die EU-Kommission fordert Aufklärung! Ach was, die werden sich doch wohl selbst nicht in die Karten schauen lassen. Aber das müssen sie natürlich sagen. Und wie beim NSA- bzw. NSU-Ausschuss wird sich kein eindeutiges Ergebnis ermitteln lassen.
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Ich bin tief erschüttert, dass so eine aufrechte - im wahrsten Sinne des Wortes - Volksdienerin ihr Leben lassen musste, weil möglicherweise einige bekannte Leute an den Pranger gekommen und einige Milliarden an Steuernachzahlungen fällig geworden wären!
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Man stelle sich mal vor: der Ausbau der Ganztagesschulen in D würde 2,6 Milliarden kosten. Steuerüberschuss 28 Milliarden, aber das Geld für den Ausbau der Schulen "hat" man nicht. So sieht´s aus.

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