Kommentare

Reaktion auf Reaktoren

Die Angst-Reaktion der Bevölkerung auf das Hochfahren von hoch riskanten Atomreaktoren ist verständlich und völlig berechtigt. Hier entscheidet die Regierung klar gegen den Willen des Volkes, und sollte dafür bei der nächsten Wahl entsprechend abgestraft werden. Atomkraft ist nun einmal nicht beherrschbar.

Zwei Weitere Kraftwerke für

Zwei Weitere Kraftwerke für Tepco?
Aha, anscheinend hat der bekannt überdurchschnittliche Konsom von Fisch bei den Japanern doch nicht nur positive Folgen, zumindest scheint sich die Gedächtnisleistung von Fischen, die ja nur auf Minuten beschränkt sind unmittelbar zu übertragen. Tepco wird's freuen. Na dann auf bis zur nächsten Katastrophe. Schließlich kann man ja nichts mehr verschmutzen da unten und die Fische wird's auch freuen, schließlich strahelen die ja alle mittlerweile.

Diese Erlaubnis zum Wiederanfahren halte ich nicht fuer gut!

Diese Erlaubnis zum Wiederanfahren diese beiden Reaktoren halte ich nicht fuer gut! Denn ich frage mal ganz offen:
wie sicher sind diese beiden Reaktoren?? Und ich gebe auch ganz offen zu, dass ich TEPCO nicht mehr vertraue seit diesem Fall Fukushima. Und auch in Frankreich muessen diese Reaktoren:

http://www.tagesschau.de/ausland/frankreich-atomkraftwerke-atomenergie-1...

Die Sicherheitsvorkehrungen für das französische AKW Tricastin gelten seit Jahren als unzureichend. Ende September zog die Atomaufsicht nun die Reißleine und wies die Abschaltung aller vier Reaktoren an. Die Sorge: ein Szenario wie in Fukushima.

Schon damals hatte die französische Atomaufsichtsbehörde ASN zwei besonders gefährdete Standorte ausgemacht: Tricastin in Südfrankreich und Fessenheim an der deutsch-französischen Grenze nahe Freiburg.

sofort abgeschaltet werden und zurueckgebaut werden! Gleiches gilt auch fuer Cattenom, das genauso unsicher ist!

Seit Jahren stehen nun 50

Seit Jahren stehen nun 50 Reaktoren still, aber Japan existiert immer noch!

Die Bevölkerung wird am Nasenring durch die Manage geführt!

...Die Umweltorganisation

...Die Umweltorganisation Greenpeace schätzt, dass die Entsorgung geschmolzener Brennelemente bis ins kommende Jahrhundert dauern wird....

Warum nicht bis ins kommende Jahrtausend, ... oder warum nicht - nie?
Greenpeace, ein Haufen wilder Täumer. Um es mal gelinde auszudrücken.

@Demokratieschule Nochmal zu

@Demokratieschule

Nochmal zu Tricastin
Seit etlichen Jahren befürchte ich eine gigantische Katastrophe durch die mittlerweile 68 französischen AKWs, auch weil ich den Franzosen nicht viel zutrauen bei dieser Technik entgegen bringe. Als ich vor etlichen Jahren auf der Familienurlaubstour bei Tricastin vorbei kam, sah ich mich alleine schon wegen der Lage der Blöcke bestätigt. Das AKW steht in diesem engen Tal. Bei einem GAU würde dadurch die Radiowolke gleich viel höher steigen und mit Sicherheit ganz Südfrankreich verstrahlen und dann weiter aufsteigen, was zu atomarer Verteilung in der Atmosphäre, je nach Wetterlage, über ganz Europa und weit darüber hinaus führen würde. Zudem sind mittlerweile haarsträubende Vorfälle in Tricastin, aber auch in anderen AKWs mehr oder bekannt geworden. Wenn man das alles auf den Rest der französischen Atomtechnik hochrechnet, wird es einem mehr als flau. Zudem kennen wir wissenschaftliche Mitarbeiter, die uns hier schon einiges bestätigt haben.

13:43 von Thomas Wohlzufrieden

ist das was da so geschieht "gegen den erklärten Willen des Volkes" ?
sehen nicht ausschließlich wir das so ?

Mut zum Risiko

Die japanische Regierung hat sehr viel Mut zum Risiko, solange es die Bevölkerung ist, die dieses Risiko tragen muß.

Den Mut in erneuerbare Energien zu investieren hat sie offenbar nicht.

Gruß, zopf.

Entlastung bitte

Das Hochfahren der Kraftwerke dient lediglich der Entlastung der übrigen, denn wenn man die Dinger permanent auf „110%“ fährt, fährt man sie auf Verschleiß und somit gegen die Wand, die machen das also nicht freiwillig.
Und ein Kraftwerk kann man nicht mal im Discounter um die Ecke kaufen, das dauert, bis so ein Teil gebaut ist.

Tepco kann bis zum jüngsten Gericht „Kohle“ ohne Ende scheffeln, die werden damit niemals die Sanierung von Fukushima bezahlen können.

Anders gesagt, hat die Regierung es bis heute verpennt Alternativen zu realisieren.

Der nächste Unfall

Der nächste Unfall kommt bestimmt, wenn nicht in Japan, dann woanders, vielleicht in Belgien, vielleicht in Frankreich, vielleicht bei uns.
Abgesehen von den Personenschäden, wer wird dann die Kosten tragen. Diejenigen, die gesagt haben, das Ding sei sicher (bis auf das "vernachlässigbare" Restrisiko), bestimmt nicht.

"darf zwei Reaktoren hochfahren"

Nun ja man kann sich ja jetzt in etwa Ausrechnen, wie im schlimmsten Fall die Zahlungen an der geschädigten Bevölkerung aussehen könnte.....

Genau dieses AKW war 2007 schon einmal schwer beschädigt!

Denn bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist zu lesen, dass dieses AKW Kashiwazaki-Kariwa im Jahr 2007 schon einmal durch Erdbeben erheblich beschädigt wurde und darueber hinaus die Reaktoren NICHT fuer die aktuelle Erdbebenstärke ausgelegt sind:

http://tinyurl.com/y8eukqkp
faz.net: Beschädigtes Kraftwerk fällt für Monate aus (AM 19.07.2007-12:33)

Nach dem schweren Erdbeben in Japan könnte das weltgrößte Atomkraftwerk einem Medienbericht zufolge noch mehr als ein Jahr lang abgeschaltet bleiben. Den Stopp werde die Regierung möglicherweise anordnen, bis eine Studie zur Reaktor-Sicherheit abgeschlossen sei, berichtete die Wirtschaftszeitung „Nikkei“ am Donnerstag. Das Kraftwerk Kashiwazaki-Kariwa war nach dem Beben der Stärke 6,8 am Montag vom Netz genommen worden.

Durch Schäden an der Anlage gelangten nach Angaben des Betreibers Tepco rund 1200 Liter radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer.

Hier der Nachweis aus der FAZ - das Teil ist eine Zeitbombe!

Und schon damals behauptete TEPCO, dass angeblich keine Gefahr bestehe:

http://tinyurl.com/y8eukqkp
faz.net: Beschädigtes Kraftwerk fällt für Monate aus (19.07.2007-12:33)

In ersten Erklärungen dazu hatte Tepco einen zu geringen Wert zur Schwere der Verseuchung angegeben. Insgesamt ist derzeit von 50 Problemen an den Reaktoranlagen die Rede. Die zuständige Aufsichtsbehörde hatte erst am Donnerstag ein weiteres Leck entdeckt. Für die öffentliche Gesundheit oder die Umwelt bestehe jedoch keine Gefahr.

Kritik der Atomenergiebehörde

Tepco hat bereits erklärt, dass die Reaktoren nicht für so starke Erschütterungen wie das Beben zu Wochenbeginn gebaut wurden, bei dem zehn Menschen getötet und hunderte verletzt wurden. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Mohamed El Baradei, hat Tepco vorgeworfen, das Erdbebenrisiko unterschätzt zu haben.

Von daher: dieses AKW Kashiwazaki-Kariwa ist eine tickende Zeitbombe und nichts anderes!

um 15:16 von Tyron Booker

"Warum nicht bis ins kommende Jahrtausend, ... oder warum nicht - nie?
Greenpeace, ein Haufen wilder Täumer. Um es mal gelinde auszudrücken."
und aus dem Artikel: "Denn das Unternehmen wird in den Rückbau von Fukushima noch Milliarden Euro investieren müssen."
Offensichtlich funktioniert das Wegschauen. Was Tepco betrifft: Diese Firma ist seit Jahren pleite. De facto ist es der Staat, der die Firmenfassade hochhält, um den totalen Zusammenbruch des Sektors zu verschleiern. In dieses Loch werden noch Hunderte Milliarden geschüttet werden müssen.
Zu Greenpeace: Deren Einschätzung ist noch optimistisch. Nichts deutet bisher darauf hin, dass man überhaupt einen Weg findet, das geschmolzene Zeug zu bergen.
Gleichzeitig fliessen weiterhin tagtäglich riesige Mengen radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer. Aber wenn man nicht darüber spricht, passiert es wohl nicht...

@ 15:16 von Tyron Booker

Da Sie ja anscheinend über eine größere Expertise verfügen, als die Fachleute die für Greenpeace arbeiten, wäre es schön wenn Sie uns Ihre Sicht der Dinge vorstellen würden.

Die zeitlichen Prognosen von Tepco und der japanischen Regierung gehen ja davon aus, daß die (bisher nicht vorhandenen) Techniken und das (ebenfalls nicht vorhandene) Equipment, das zu dieser Aufgabe benötigt wird, in den nächsten Jahrzehnte entwickelt wird.
Eine Rechnung mit sehr vielen Unwägbarkeiten, die hauptsächlich auf Hoffnung beruht.

In den letzten 6 Jahren hat man ja, nicht mehr gauf Reihe gekriegt, als die Trümmer auf dem Gelände aufzuräumen, die Gebäude zu stabilisieren, die Brennelemente aus den gefährdeten Abklingbecken zu enfernen und Unmengen Wasser auf die Reaktoren zu kippen.

Ich freue mich auf Ihre genaueren Ausführungen, wie die anstehenden technischen Schwierigkeiten zu bewältigen sind.

Nur Greenpeace- Bashing ist ein wenig mager.

Gruß, zopf.

Bis zum Tschernobyl konnte

Bis zum Tschernobyl konnte man die Sicherheit der AKW als gegeben behaupten.

Tschernobyl konnte man immer noch als Einzelfall darstellen.

Glaubt jemand ernsthaft, dass Fukushima die letzte Katastrophe war?

@ Hepheistos (15:25): nicht nur Tricastain gehört abgeschaltet

hi Hepheistos

Ich sehe es doch ganz genauso wie Sie. Auch ich sage, dass Tricastain dringend abgeschaltet und zurueckgebaut gehört und zusätzlich dazu auch Fessenheim und Cattenom, weil auch die beiden genauso tickende Zeitbomben sind. In Sachen Fessseneim erinnere ich an den Beinahe-GAU von Fessenheim ueber den hier in der Tagesschau berichet wurde!! Hier der Bericht:

https://www.tagesschau.de/inland/akw-117.html

und was war dass hier in Cattenom??

http://tinyurl.com/y7qlrhve
sueddeutsche.de: Brand in Maschinenhaus des Atomkraftwerks in Cattenom (05. Februar 2017 17:46)

Cattenom (dpa) - In einem Maschinenraum des französischen Atomkraftwerks Cattenom hat es am Morgen gebrannt. Es kam zu Rauchentwicklung, hieß es aus dem saarländischen Umweltministerium. Der Betreiber EDF habe das Nachbarland über den Vorfall informiert. Gegen 9.15 Uhr wurde die Feuerwehr verständigt.

oder was waren weitere Zwischenfälle in Cattenom??

Der nächste Unfall ....

.... ist aber wahrscheinlich kein Atomkraftwerk, sondern ein Wasserkraftwerk. Die Unfallzahlen sprechen da eine klare Spare. In Fukushima sind auch keine Opfer durch die Atomkatastrophe zu beklagen, sonder vier Menschen sind beim Bruch einer Staumauer umgekommen. Um es in Zahlen auszudrücken: Wasserkraft verursacht 1400 Tote pro Terawattstunde und Atomkraft 90 (Quelle: https://www.forbes.com/sites/jamesconca/2012/06/10/energys-deathprint-a-...).

Das ist 15 mal weniger. Hoffentlich werden in Japan die Atomkraftwerke wieder alle hochgefahren und die Wasserkraftwerke runter.

@ 17:34 von landgraf

Zitat: "In Fukushima sind auch keine Opfer durch die Atomkatastrophe zu beklagen,..."

Werter user, diese Aussage kann ich nur als unseriös bezeichnen.

Zwar ist bisher kein Todesfall, der direkt auf die bei der Reaktorhavarie freigesetzte Strahlung zurückgeht nachgewiesen (und das Vorgehen der japanischen Regierung wird auch dafür sorgen, daß dies so bleibt) aber man muß mit bis zu 3000 Menschen rechnen die indirekt durch die Katastrophe ihr Leben verloren.

Das waren zunächst Krankenhauspatienten, die evakuiert werden mußten und denen es so an der nötigen medizinischen Betreuung fehlte.
Der weitaus größte Teil sind Menschen, die durch die Katastrophe alles verloren und aufgrund der Umstände den Lebenswillen verloren, sehr viele begingen in ihrer Verzweiflung Suizid, oder starben einfach verfrüht.

Hinzu kamen noch Arbeiter die tödliche Unfälle bei den Aufräum- und Dekontaminationsarbeiten erlitten.

Gruß, zopf.

@landgraf

Fukushima hat also keine Opfer gekostet? Komisch, schon wenige Tage nach dem Unglück gab es die ersten Toten. Einem Techniker ist nur etwas Wasser in den Stiefel gelaufen, reichte um kurz danach zu sterben. Was war das? Ein Arbeitsunfall? Es sind mehrere Techniker durch Strahlung gestorben.
Es gab massig Opfer und es wird noch sehr viele weitere geben. Teilweise braucht es ein paar Generationen bis die Schäden am Erbgut wirklich zum tragen kommen. In Tschernobyl geht es jetzt so langsam erst los.

@ 17:34 von landgraf

Noch ne Frage:

Wie groß ist denn die Fläche, die durch den Bruch einer Staumauer auf unbestimmte Zeit unbewohnbar wird ?

Gruß, zopf.

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