Kommentare

Schlecht in Deutsch?

Liebe Tageschau-Redaktion, sehr geehrte Forscher und Forscherinnen, welche diese Studie erstellt haben.

Bitte die Ursache der Verschlechterung in Deutsch klar und deutlich beim Namen nennen.

Dankeschön.

Was glaubt Bremen eigentlich den Kindern Gutes zu tun?

Seit Jahrzehnten ist Bremen Schlusslicht - die Kinder dort müssen genauso viel Zeit in der Schule abreißen, aber in Bremen ist es vergeudete Zeit. Aber auch diese Studie wird wie alle bisher nur eine Folge haben: Reformen, die den Anspruch noch weiter senken, die Schüler noch weniger fordern und noch mehr ideologisiert sind. Pädagogik ist die einzige "Wissenschaft", die uneingeschränkt und ohne jede Kontrolle oder gar Nach-Kontrolle Experimente am lebenden Kind machen darf. Das diese Kinder später im Berufsleben benachteiligt sind, interessiert nicht, Hauptsache irgendwelche abgehobenen Ideen über das Lernverhalten von Menschen können umgesetzt werden. Wir kämpfen heute zu Recht gegen Benachteiligungen im Beruf aller Art, aber gegen berufliche Benachteiligungen durch die Kultusmagnaten, inkl. der betreffenden "Professoren", durch ungeeignete Schulbildung, kämpft niemand.

Wir schaffen das!

Es finden sich unter den hochqualifizierten Zuwanderern bestimmt einige Lehrer, welche die vielen zusätzlichen Schüler mit Migrationshintergrund in Deutsch unterrichten können.

Kompetenzorientierung

Hier zeigen sich bereits die Folgen der (von der Bertelsmann-Stiftung gepuschten) "Kompetenzorientierung"!
Ein sehr erfahrener und engagierter Kollege kam völlig konsterniert aus einer Fortbildung zum neuen, kompetenzorientierten Lehrplan in Mathematik :"Die machen uns die gesamte Mathematik kaputt!"
Aber hatten wir das nicht schon einmal mit der "Mengenlehre ",die zum Phänomen der Dyskalkulie führte!

Wusste man doch

vorher schon, und das wird sich je nach Bundesland noch verschlechtern.
Interessant wäre doch nicht nur das schlechteste zu erwähnen sondern die Liste einzubinden wie die Bundesländer abgeschnitten haben.

Das es seit Jahren ein Problem in bestimmen Ländern gibt ist ja wirklich nicht gerade neu.

Gruß

Wenn Zuhause kein Deutsch gesprochen wird ...

"Der Anteil der Viertklässler mit Migrationshintergrund hat sich durch den Flüchtlingszuzug um mehr als ein Drittel auf 34 Prozent erhöht."
Aus eigener Erfahrung kenne ich genug Kinder auch der 3. Generation, bei denen daheim kein Deutsch gesprochen wird. Diese kommen ohne irgendwelche Deutschkenntnisse in die Grundschule, obwohl schon ihre Eltern in Deutschland geboren wurden. Bei einem höheren Klassenanteil wird auch in der 4. Klasse nicht wirklich gut gesprochen, und das kleine 1mal1 in der Regel auch nicht geübt. Zu Alphabethisierung gibt es inzwischen auch sprachspezifische Tafel auf denen nicht "A" und ein "Apfel" abgebildet sind.
Wenn dann der Gymnasiallehrer fragt, ob das eigene Kind (nach solch einer Klassenzusammensetzung in der Grundschule) denn überhaupt in Deutschland groß geworden ist ... verschlägt es eine doch die Sprache. (Daheim ist es weniger aufgefallen, weil es für mein Kind eine Schulsprache und eine Zuhause-Sprache gab)

Politiker

Müssen nun aufhorchen und einen wesentlichen Fehler ausmerzen: Geld sparen , nicht beim Personal . Das braucht eine Zeit um ausgebildet zu werden. Und wenn es Überschuss in gewissen Jahren gibt, dann diese an andere Aufgaben heranziehen.

da fehlen noch einige Anmerkungen...

Wenn ein Dachdecker einen Fehler macht, unsauer arbeitet, erhält er eine Reklamation.
Er arbeit nach, beseitigt den Mangel. Zudem gibt er Garantie bzw. Gewährleistung.

Wenn Lehrer und Sozialpädagogen Fehler machen, haben Sie in der Folgezeit noch mehr zu tun. Bezahlt wird das von der Gemeinschaft aller Steuerzahler.

Mit schlechtem oder falschem oder verbogenem Holz kann ich nur sehr schwer einen Dachstuhl bauen. Es fällt Mehrarbeit an, man passt an, stückelt, sägt, probiert. Manchmal geht es gar nicht.

Wenn die Schüler der ersten Klassen bereits einen hohen Rückstand zum alten Durchschnitt aufweisen, wird es für die Lehrer und Lehrerinnen sehr schwer.
Kann es evtl. auch ein Systemfehler sein?

Geld in Bildung investieren setzt sich ja aus vielen Kostenstellen zusammen. Viele Milliarenden gehen nicht in Bildung sondern eigentlich in Bausubstanz, Schule, WC, Sporthalle. Was bleibt für die Lehrenden?

Und wer sind diese überhaupt?

an was liegt es denn ?

Im bundesweiten Kompetenzvergleich schnitten Bremens Grundschüler
am schlechtesten ab.
.... eigentlich wie immer (Nord Süd Gefälle)
Verändert hat sich seit 2011 auch die Zusammensetzung der Schülerschaft.
Der Anteil der Viertklässler mit Migrationshintergrund hat sich durch den
Flüchtlingszuzug um mehr als ein Drittel auf 34 Prozent erhöht.
... da kann sich jetzt jeder seine Gedanken selber machen
wir haben doch eine Kultushoheit in jedem Bundesland
warum nutzt man diese nicht ?
untersucht warum es in einem BL besser im anderen schlechter ist -
nimmt dann das bessere Modell statt das ideologisch Modell

Schreiben nach hören?

Ist mal so ein Beispiel wie unsere Schüler immer mehr ins Abseits gedrängt werden. Ich mußte deutsch nicht pauken,aber es war nicht leicht. Schreiben nach hören fördert ja wohl Lernfaulheit.
Da kann man dann selbst in einer achten Klasse sehen was da rauskommt. Ein für Lehrer nur mit viel Phantasie lesbarer Text sagte mir mein Sohn der an einem Gymnasium unterrichtet.
Dazu kommen in einigen Bundesländern unterirdische Lernanforderungen. Warum ist wohl ein Bremer oder Berliner Abi nicht so viel wert im Vergleich zu einem aus BW?
Ein System,daß alle mitnehmen will und keinen sitzen läßt wenn er es nicht bringt,ist doch der absolute Holzweg.

Deutsch ist eine

hochkomplizierte Sprache. Wer diese nicht als Muttersprache von Kind auf beigebracht bekommt, wird massiv Probleme in der Schule haben. Wenn daheim kein Deutsch gesprochen wird, braucht man sich da nicht wundern.

Wenig verwunderlich

Wieviel Prozent der neu eingeschulten Schülern spricht denn deutsch?

Bildungsschere

Nach dem die Schere zwischen arm und reich schon seit Jahren besteht, kommen jetzt offensichtlich ihre Früchte hervor. Die nächste Schere zwischen blitzgescheit und strohdoof ist gerade im Entstehen, wie man aus dem Bericht entnehmen kann.

Lernen ist Arbeit

Insgesamt beobachte ich einen Trend dazu, das alles möglichst leicht sein muss. Aber leider ist lernen Arbeit. Vor lauter Begeisterung für die Digitalisierung wird vergessen, dass man Vokabeln einfach lernen muss, egal ob vom Tablet oder aus dem Buch. Mathematik ist ganz viel Übung. Ein Youtube-Filmchen über den Satz des Pythagoras hilft mir nichts, wenn ich nicht mal ein paar Aufgaben mit Dreiecken übe. Vielleicht sind auch Eltern nicht mehr so hinter den Hausaufgaben her, wie zu meiner Zeit. Schüler alleine, ohne ein bisschen Druck haben meist keine Lust Rechenaufgaben zu lösen.
Dazu braucht es auch Durchhaltevermögen, dass im Zeitalter des Zappens und des ständigen Wechsels von Facebook zu Twitter womöglich nicht mehr jeder aufbringt.
Die Migration spielt sicher eine Rolle, weil Sprache die Grundlage für alle Fächer ist. Nicht nur für die Rechtschreibung, sondern auch eine Mathematik- oder Geschichtsbuch muss ich verstehen. Aber die Lesekompetenz ist ja konstant. Das erstaunt mich.

Das dumme Zeug der geübten Diktate

Diktate dürfen in S-H zuvor geübt werden.
Aufsätze wurden kaum geschrieben und wenn, dann dürfen sie oft vor Notenvergabe korrigiert werden.
Lesepaten und Leseaufgaben haben dagegen zugenommen.
In Mathematik ist Kopfrechnen oft eine Seltenheit und das Programm: Niemanden zurücklassen, bremst die guten aus. Sie sollen statt ihres Fortkommens den Schwachen helfen und bleiben auf dem Mittelstand der Klasse zurück.
Wer als Elternteil nicht nachhilft und selbst fordert, wird seine Kinder in Programmen finden, die da lauten: Bei Überschreiten der Hausaufgabenzeit von 20 Minuten, legen sie einen Zettel rein, dass abgebrochen wurde.
Das Durchkämpfen und Fordern ist nicht mehr gewollt. Wer dies als Elternteil aber propagiert, wird als penetrantes Elternteil gesehen und das Kind schon fast bemitleidet. Die Spreu trennt sich dann in den ersten Jahren auf dem Gymnasium schnell. Viele halten dann das Tempo von G8 nicht durch, sind überfordert und verstehen die bösen Lehrer nicht mehr.
Irre!

So what?

Na, dann wird eben, wie schon einmal in der Vergangenheit, das Ergebnis korrigiert, dann passt schon wieder alles. In einigen Bundesländern wurden doch schon mal die Prüfungsergebnisse korrigiert, da das Resultat zu schlecht war! Warum sollte sich Leistung denn noch lohnen? Geht doch viel einfacher.

noch weitere Anmerkungen...

Früher waren Lehrer "Respektspersonen", fachlich und menschlich.

Heute sind Lehrer und Lehrerinnen, insbesondere in Großstädten sehr probematisch geworden.

Mein Eindruck ist, dass es zum Teil selbst Menschen sind, die noch unfertig sind, aber Kindern die Welt erklären sollen/wollen...

Auch sind Sie teilweise eher Träger von Ideologien und vernachlässigen die Theorie und Lehraspekte.

Ebenfalls sind teilweise die Vorgaben zu den Lehrplänen und Inhalten überdenkenswert.

Schule soll aufs Leben vorbereiten, also die Realität. Da nützt ein Lehrender, der in Zwischenwelten lebt, nicht sehr viel.

Wenn man schaut, wie viele der Pädagogen psychische Probleme haben, wird das schon seine Gründe haben.

Es kann ja nur an Schülern, dem Konzept der Schule oder ihnen selbst liegen.

Andererseits ist es von Vorteil, wenn ein Bewerber auf eine Lehrstelle mir die Welt und deren Rettung und Gut und Böse erklären kann, aber nicht gut rechnen gelernt hat...Oder?

Nehmt Ihnen die Handys weg und

zwingt sie menschlich zu kommunizieren. Das wäre ein Anfang... oder laßt sie regelmäßig die Gebühren für ihr Elektronik-Spielzeug berechnen.

wenn bei den kindern zuhause und auf den schulhöfen

alle möglichen sprachen gesprochen werden, nur nicht deutsch, dann ist das nicht verwunderlich.
wenn in den kinderzimmern nicht mehr gelesen wird, sondern an der daddelkonsole klingonen gejagt werden, dann ist das nicht verwunderlich.

Vom Wiegen wird die Sau nicht fett

ist das Argument der Kritiker empirischer Bildungsforschung. Die Prüfung der Wirksamkeit eingeleiteter Maßnahmen kann aber nicht vor dem ersten Schritt der Beschreibung der aktuellen Situation erfolgen.
Im ersten Schritt beschreibt die aktuelle IQB-Studie die Kenntnisse der Viertklässler. Daraus können Unterschiede zwischen den Bundesländern, nach Gechlecht usw. beschrieben werden. Im zweiten Schritt sollten Studien folgen, die beschriebene Unterschiede erklären, also auf Faktoren rückführen. Daraus können Massnahmen zur Verbersserung abgeleitet werden. Im dritten Schritt werden dann Evaluationsstudien folgen, die die Wirksamkeit eingeleiteter Massnahmen in einzelnen Versuchsschulen beurteilen. Politiker könne dann entscheiden, welche Massnahmen landesweit zur Verbesserung eingesetzt werden. Leider gibt es viel zu wenige Evaluationsstudien von Schulversuchen und die Politiker lernen zu wenig daraus oder ergreifen Mas
nahmen, ohne diese zuvor.

Keine Aussage, welches Land am besten abgeschnitten hat?

Es ist schon erstaunlich dass im Bericht zwar erwähnt wird, dass Bremen am schlechtesten abgeschnitten hat jedoch nicht, dass Bayern mal wieder die besten Ergebnisse abgeliefert hat. Nun ja, Bayern gewinnt bei derartigen Studien regelmäßig schon seit mindestens 1975 - da ist das dann so selbstverständlich, dass man nicht nach jedem Test darüber informieren muss. Und nein, es liegt nicht daran dass es im romantisch verklärten Alpenland keine Ausländerkinder gibt - der Migrantenanteil ist im Freistaat fast genauso hoch wie z.B. in NRW.

Ich will hier kein Bundesländerbashing vom Zaun brechen: Ich verstehe nur einfach nicht, dass die Kultusminister der anderen Länder nicht über ihren Schatten springen und endlich zugeben, dass da in Bayern einfach was besser ist und das bayerische Schulsystem in ihre Länder übernehmen.

Eigenartig?

Jeder Trainer zielt darauf ab, daß der Lehrstoff, egal ob Sport oder Schule, bis zu einem bestimmten Level automatisiert wird und eben erst dann das "Verstehen" anfängt. Das ist auch der Grund, warum eben nicht jeder Fussball-Profi ein Kroos, Ronaldo oder Messi werden kann! Trotzdem haben auch die Automatosmen verinnerlicht, und an denen fehlt es den Grundschülern! Diese Automatismen erreicht man in der Schule eben nur durch auswendig- lernen und nur dadurch wird eben zumindest ein Standartlevel erreicht, das dann von den Talentierten locker überschritten wird. Das beweist eben schon, daß die Behauptung von manchen Soziologen, Psychologen oder Erziehungswissenschaftlern nicht stimmt: es gibt eben doch nicht den Standart-Genie-Schüler und die gesellschaftliche Herkunft ist NICHT ausschlaggebend! Da müßten ja die Kinder von Millionären alle wahre Genies sein, oder? Sind sie aber nicht! Das behauptet nicht, daß der soziale Level keine Auswirkung hinsichtlich des Standarts haben kann!

Solange Bildung Ländersache bleibt....

...werden die Ergebnisse kaum besser werden.
Da hier nicht ein Mal, sondern gleich 16 Mal über einen sinnvollen Lehrplan nachgedacht wird.
Natürlich muss Bildung auf die Bedürfnisse und Hintergründe der Schüler eingehen (Stichworte Migration, Bildung der Eltern etc.), aber es fehlt aktuell einfach die Basis.

Dementsprechend schwer bis gar nicht zu Interpretieren sind diese Ergebnisse nun (was offiziell auch nicht Anspruch dieser Studie ist).

Ich finds traurig, wie viele hier in den Kommentaren wieder die AfD/NPD-Keule über Migrationskinder schwingen müssen, aber sie können es wohl nicht besser.
Die Ursache für unterdurchschnittliche Bildung behebt man damit jedenfalls nicht.

@Am 13. Oktober 2017 um 12:29 von Der President

Zitat: "Müssen nun aufhorchen und einen wesentlichen Fehler ausmerzen: Geld sparen , nicht beim Personal . Das braucht eine Zeit um ausgebildet zu werden. "

Gerade in Berlin und Bremen wird das meiste Geld pro Schulkind für Bildung ausgegeben.
Geld braucht man für eine gute Bildung. Aber gerade im Bereich Bildung ist Geld nicht alles!

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