Kommentare

Überschwemmungen sind dort normal

Es gab schon immer Überschwemmungen in den niedrig gelegenen Flussgebieten, insbesondere entlang des Mekong und des Roten Flusses. Diese wurden seit Jahrhunderten genutzt und bis heute in den Wirtschaftskreislauf einbezogen, um eine florierende Reisproduktion aufzubauen und zu betreiben. Das Mekongdelta und das Tal des Roten Flusses, waren und sind die Reisschüsseln Vietnams. Insbesondere im Mekongdelta wurden auch viele Fischponds angelegt, um Fische und Schrimps zu züchten. Die jährlichen Überschwemmungen des Roten Flusses wurden dadurch reduziert, dass am Oberlauf und bei den Zuflüssen Stauseen gebaut wurden, welche auch zur Erzeugung
von Elektrizität genutzt werden. Jeder 10. Vietnamese (knapp zehn Millionen Menschen) lebt in der unmittelbar bedrohten Küstenregion oder im unmittelbar gefährdeten Deltagebiet der beiden großen Flüsse. Die unnatürliche Bebauungen der Flüsse birgt Risiken. So ist es nicht der Klimawandel allein, der für Katastrophen verantwortlich wird.

Hab´s vor Ort schon 1986 erlebt...

Am 13. Oktober 2017 um 09:38 von yolo...

Die Ausführungen sind insofern nicht zu bezweifeln und von Sachkenntnis geprägt.

Ihren Anmerkungen kann ich mich nur anschließen.

1. und 3. Welt

Wie kann man den Unterschied erkennen? Na ganz einfach: Wenn in der 1. Welt etwas geschieht (Überschwemmung etc.), dann gibt das eine enorme Informationsflut über die Schrecken der Kathastrophe. Wenn in der 3. Welt etwas geschieht, dan heißt es z.B.: "Überschwemmungen sind dort normal. Es gab schon immer Überschwemmungen ....". Die wichtigste Message: Die haben selber Schuld, und insofern muss man auch kein Mitleid haben, also bloß kein "Gutmensch" sein.

Am 13. Oktober 2017 um 11:39 von DeHahn

Wissen Sie, wenn man von Außen auf Deutschland schaut stellt man fest, das dies ein Teil der deutschen Mentalität zu sind scheint. Die Deutschen machen um sich selbst und "seltsamerweise" die USA ein geradezu abartig wahnwitziges Geschrei und der Rest der Welt soll sehen wie er klar kommt.... und dabei deutsche Interessen nicht stört.

Da fällt mir Immer Volker Pispers ein mit seinem "Die Amerikaner sind die Orchideen der Menschheit, die Deutschen Gänseblümchen und der Rest.... " (nicht zitierfähig)

@um 11:39 von DeHahn

Das, was Sie da schreiben, sind Ihre eigenen Vermutungen und entbehren der Grundlage.
Auch wenn es in Kalifornien brennt, gibt es ebenso die Aussage, dass die Brände dort schon saisonal sind und man sich nur noch über die Opferzahlen und die Sachschadenhöhen informiert.
Niemand hat hier propagiert, dass Mitleid nicht nötig wäre.
Es ist aber durchaus anzumerken, dass mit der vermehrten Berichterstattung über diese Katastrophen ein Bild projieziert wird, um möglicherweise das Bewusstsein für diese Katastrophen zu schärfen. Mit der zunehmenden Klima-Diskussion werden diese Berichte anscheinend eher gebracht, als noch vor Jahren, obwohl es damals diese Katastrophen ebenfalls gab.
Mein Kommentar war eine Versachlichung der Gründe und wenn Sie wollen eine Ergänzung des Beitrags. Oft wird mir persönlich zu sehr nur aufs Klima geschielt.
Das wäre zu einfach. Die Probleme sind bedeutend vielschichtiger.
Das hat nichts mit Inhumanität zu tun.

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